Verzicht

29 03 2026

für Kurt Tucholsky

Herr Sengespeck hockt ganz privat
bei Licht und Wasserleitung
und kommt gewaltig schon in Fahrt
bei seiner Morgenzeitung.
Die Wirtschaft, Gott! die Politik!
Er zuckt schon mit den Wimpern,
bevor der Druck gewaltig stieg –
das gilt den dummen Stümpern!
Er sucht zur Rechten das Papier
und ruft und schreit. Ist Hannchen hier?
Weiß sie, dass ich hier throne?
  Ach, lass mal.
    Geht auch ohne.

Der Frühling naht! Herr Öhmchen sitzt
mit Appetit im Garten,
wie er dort auf den Spargel spitzt –
er kann es kaum erwarten!
Der Duft ist jedenfalls famos,
so gut ist es geraten!
Dazu ein Schnitzel, riesengroß
und butterfett gebraten,
und dann Kartoffeln, nicht zu knapp –
wonach sucht er den Teller ab?
Wo ist denn die Zitrone?
  Ach, lass mal.
    Geht auch ohne.

Dem Michel ist so sterbensmatt.
Schon wieder nur Versprechen.
Er hat den ganzen Laden satt,
das Hauen, Lügen, Stechen.
Er muss, sagt man ihm immerzu,
nur einfach viel mehr wollen.
Der Gürtel: eng, ihn drückt der Schuh.
Doch kein Kopf soll da rollen.
Bis jetzt schritt er durch Wohl und Weh
getreten von der SPD.
Die kümmert’s nicht die Bohne.
  Nun denn.
    Es geht auch ohne.





Chefsache

26 03 2026

„Jawoll, zu Befehl! Milch und Zucker, sofort! Und die ganzen alten Unterlagen kommen nach unten, das ist, also unverzüglich, und Ihr Schreibtisch ist heute noch, also in einer Stunde? Geben Sie mir zehn Minuten, Herr Pistorius!

Die Schränke sind zu, da müsste ich erst die Schlüssel besorgen, falls wir die noch haben. Da sind die Reformen seit 2005 drin, alle ordentlich in Klarsichthüllen. Falls mal jemand welche braucht. Also Reformen. Nicht witzig? Ja, finde ich auch. Ich wollte nur sagen, die können dann weg. Dann haben Sie hier ein mehr Platz an der rechten Seite, da brauchen Sie ja Beinfreiheit, oder? Wissen Sie jetzt noch nicht? Was frage ich auch. Sie sind ja jetzt hier in der Verantwortung, und da wollte ich mich auch gar nicht einmischen.

Um zehn kommt der Herr Klingbeil noch mal kurz vorbei, der hatte hier zwanzig Milliarden Euro liegen lassen, oder waren es hundertzwanzig? Nur nicht, dass Sie sich wundern, so viel Geld haben wir ja sonst nie, zumindest liegt das nicht einfach in der Schreibtischschublade. Wir sind ja nicht die Union. Was er will? So genau kann ich Ihnen das gar nicht sagen, Herr Pistorius. So genau wird er Ihnen das auch nicht sagen können, er ist ja in der SPD, und da weiß man das erst hinterher, falls man es dann doch nicht geschafft hat. Vermutlich wird er Ihnen erklären, dass er nicht schuld ist. Woran, das wird er Ihnen vielleicht auch sagen, falls er es bis dahin weiß. Nein, das ist keine Tradition. Das hat sich hier nur seit einigen Jahren so eingebürgert.

Das ist noch Dekoration von früher, die kann wieder weg. Ich dachte, wo der Herr Schmidt auch mal Verteidigungsminister war, da haben wir die Fahnen, aber die natürlich sofort verschwunden. Ich dachte, ich mache das mal ein bisschen traditionell, und Sie sollen sich ja hier in Ihrer neuen Funktion standesgemäß einrichten. Kein Schnickschnack? Da bin ich ganz bei Ihnen, Herr Pistorius. Wenn ich Ihnen auf die Nerven gehe, dann sagen Sie mir das einfach. Jetzt schon?

Das war jetzt auch nur so ein Vorschlag, dass Sie das Verteidigungsministerium jemandem aus der Partei überlassen, der die nötige Kompetenz für das Amt mitbringt. Wo Sie es sagen, mir fällt auch niemand ein. Die sind ja alle so charismatisch wie Mehlsäcke. Oder CDU-Vorsitzende. Wobei da der Übergang auch eher fließend zu sein scheint. Also machen Sie das dann noch nebenher, wie Bas, oder wie Klingbeil den Vorsitz, wenn er mal nichts zu tun hat? Ich frage für die Bundesspitze, ob die sich an einen neuen Führungsstil gewöhnen muss. Oder überhaupt mal an Führung.

Der CDU-Generalsekretär hat sich für halb vier Uhr angekündigt, und er wollte vorher schon mal wissen, ob das wie bei anderen Führungswechseln geht. Also erst eine Rede, die die Kernwählerschaft der SPD adressiert, die Verteilungsfragen stellt und soziale Gerechtigkeit als Hauptanliegen benennt, damit die Jusos den Kleinkrieg gegen die Union fordern können und nach drei Tagen dann nichts mehr passiert. Das war bisher immer so, und dann könnte er jetzt schon mal die Rede für den nächsten CDU-Parteitag schreiben, in der er die SPD als linksgrüne Spinner angreift, die außer ideologischer Verwirrung und unbezahlbaren Vorschlägen nichts zu bieten hat. Er soll sich hinten anstellen und eine Nummer ziehen? Richte ich so aus, Herr Pistorius.

Nein, Sie haben sich um das Amt nicht gerissen, das ist klar. Glaube ich Ihnen sofort, weil, wenn einer schon ums Verrecken in ein Amt will, dann ist das nichts. Sehen Sie auch so. Ja, überrascht mich auch nicht.

Das riecht hier immer so. Das können wir nicht abstellen, das kommt aus dem Keller. Ist ja schon eine alte Partei, da nimmt man manches mit, und das hier kommt eben von ganz unten. Da kann man umziehen, so oft man will, rechte Seite, linke Seite, das nimmt man mit. Bei anderen ist mehr Leiche, hier haben wir so Kopfnoten von Hartz IV und jetzt Cum-Ex mit unangenehmer Penetranz von Rente. Es soll ja welche geben, die dieseln sich damit ein, um Koalitionsgespräche zu führen. Lüften würde da helfen, Herr Pistorius, aber wem sage ich das. Bis hier einer mal das Fenster aufmacht, das dauert. Und wenn man dann ein neues Heizungsgesetz hat, riecht das auch nicht besser.

So, und das hier ist der Kompass. Das ist kein Mythos, den gibt es tatsächlich. Der ist in diesem Kasten, damit man ihn auch mal mitnehmen kann, zum Beispiel in die Regierung, falls man neben der Partei noch ein Mandat hat oder ein Amt. Ein hoch effizientes Gerät, richtig gut gearbeitet, aber man muss mit dem Ding auch umgehen können. Das Ziel muss man klar anpeilen, das ist auch genau einstellbar, und dann muss man gut navigieren. Am besten den Horizont im Auge behalten, dann sieht man weiter. Auf Sicht steuern ist manchmal okay, aber wenn man das dauernd macht, oder wenn man nur die Markierungen am Rand nutzt, rechts oder links, dann führt das zu nichts. Stabilität ist schön und gut, aber man kann den Kahn auch stabil den Wasserfall runterfahren lassen. Sie sind erst mal für den Laden hier verantwortlich, und dann reden wir erst von Staatsverantwortung, Herr Pistorius.

Ich muss mich dann mal um die Umzugskartons kümmern, Telefon habe ich zu mir umgestellt, das klingelt ja in einer Tour, weil alle wissen wollen, wie es jetzt weitergeht, nur die einen haben Angst vor dem Untergang und die anderen können es gar nicht abwarten. Wenn Sie mich suchen, dann – da, schon wieder! Hallo? Wen wollten Sie bitte sprechen? den Bundeskanzler? Nein, bedaure. Noch zu früh.“





Dilemma

25 03 2026

„… die Sicht der Kritik am Umgang mit dem Sondervermögen zurückgewiesen werde. Die vom ifo Institut für Wirtschaftsforschung genannten Punkte könne die Regierung nicht nachvollziehen, da sich der Reformbedarf in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten auch ohne die…“

„… aber nur für zusätzliche Investitionen in die Infrastruktur sowie Investitionen zur Erreichung der Klimaneutralität gelte. Artikel 143h GG sei durch dieses Vorgehen der Bundesregierung vorsätzlich ignoriert worden, was für die Opposition zu einer Verfassungskrise führe und unverzüglich im…“

„… dass die Kritiker der Finanzpolitik der Bundesregierung allesamt nicht der Union und der SPD angehören würden, also mit Sicherheit aus dem linksextremistischen Milieu stammen müssten. Linnemann fordere eine sofortige Überwachung der NGOs durch den Verfassungsschutz und eine…“

„… in einem Rundschreiben des Staatssekretärs im Bundesfinanzministeriums an alle Ressorts die Absenkung der Ausgaben gefordert werde, da diese künftig vom Sondervermögen gedeckt würden. Es habe eine centgenaue Verschiebung der Einzelpläne für Wirtschaft, Verkehr und Forschung gegeben, was dem Vizekanzler erlaube, Intransparenz genau wie einen ansteigenden Haushaltsbedarf strikt als Falschdarstellung der Medien und des…“

„… vor und nach der Auszahlung des Kredits an die Bundesregierung nicht genau geklärt worden sei, was genau als Infrastruktur definiert werde. Die CDU habe in einem Fraktionsbeschluss betont, dass der Rückbau des Schienennetzes zur Finanzierung neuer Bundesautobahnen alternativlos sei, auch wenn dadurch die Elektromobilität gefördert und der ebenfalls unumgängliche Bau von mindestens dreißig Atomreaktoren in einer Grauzone des…“

„… die Studie zum Sondervermögen vom WWF Deutschland beauftragt worden sei, was für den Bundesinnenminister darauf schließen lasse, dass eine internationalistische Organisation aus dem Feld des überstaatlichen Ökoterrorismus Gelder dafür ausgebe, um die erfolgreiche Politik der CDU und der CSU zu hintertreiben. Es dürfe deshalb für Umweltschutz keine Förderung mehr geben, da die schwerwiegende Gefahr einer Wiederholung des…“

„… den Vorwurf der Korruption nicht dulde, da alle von der Bundesregierung beauftragten externen Berater aus dem engsten Freundeskreis von Merz und seinen Parteikollegen stammen würden und deshalb über jeden Zweifel…“

„… die Grünen nur deshalb eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht in Erwägung zögen, da sie sich für die erfolgreiche Rechtsdurchsetzung der CDU gegen die linksgrüne Ampel-Junta und ihre unverantwortliche Verschwendungspolitik rächen wollten. Klingbeil habe sich aber genau mit allen verfassungsrechtlichen Vorgaben beschäftigt und sie zum Teil sogar verstanden, so dass von einer bewussten Veruntreuung überhaupt keine…“

„… der Vorwurf, 95% des Schuldenpakets seien zweckentfremdet worden, jeder haushalterischen Grundlage entbehre. Miersch und Bilger hätten in einer gemeinsamen Kalkulation festgestellt, dass nicht einmal die in der Presse genannten 86%, sondern nur 85,998% zuzüglich der Kosten für einen Inlandsflug und den Aufenthalt auf dem Oktoberfest mit anschließendem…“

„… hätten die Grünen durch Verfassungstricks das Sondervermögen überhaupt erst ermöglicht und den Bundeskanzler in ein Dilemma zwischen einer massiven Lügenkampagne und milliardenschwerem Kreditbetrug gezwungen. Söder fordere, die grüne Verbotspartei als staatsfeindliche NGO sofort zu…“

„… auch zur Rettung der Wirtschaft vor dem linksgrünen Terrorregime unter Diktator Habeck gedient habe. Linnemann habe die Aufgabe des Kanzlers darin gesehen, Industrie, Handwerk und viele mittellose, verängstigte Milliardäre vor den Folgen eines zerstörerischen Klimaschutzes zu schützen, was sich auch in der Dominanz der bisher wichtigen ökonomischen Bereiche gegen die vielen ökologischen Ausschweifungen der…“

„… von einem Kreditbetrug nicht die Rede sein könne, da Merz nicht nachgewiesen werden könne, dass er das Schuldenpaket zur Finanzierung von Konsumausgaben herangezogen habe. Es sei nach Ansicht des Unionsexperten für vorhandenes Geld, nicht mehr vorhandenes Geld und Brandmauern Spahn auszuschließen, dass der Kanzler in Bezug auf Wirtschaft, Finanzen oder Geld nennenswerte Kenntnisse besitze, die etwa über die Vorstellungen eines Grundschülers hinaus für den…“

„… die Zukunftsgestaltung, die die Grünen aus den angeblich verfassungskonformen Forderungen ableiten würden, sich in den Leitlinien einer Politik gemäß Koalitionsvertrag gar nicht wiederfänden. So sei für Linnemann offenbar, dass die Ökopartei letztlich einen Betrug am Wähler durchsetzen wolle, der den wirren Wunschvorstellungen von Friedrich Merz nun einmal mehr vertraut habe als einem Kinderbuchautor, der Deutschland durch das Flächenbombardement auf ihre Heizungen ein…“

„… es nicht grundgesetzwidrig sein könne, wenn der Klima- und Transformationsfonds für die Strafzahlungen wegen fehlenden Klimaschutzes herangezogen werde. Nach Einschätzung von Merz seien dies erstens unmittelbare Folgen des Klimas, die zweitens auch für die Zukunft aufgewandt würden, da dann noch höhere Strafen wegen der…“

„… vorher bekannt gewesen sei, dass der von der Bundesregierung geplante Haushalt überhaupt kein Problem lösen würde. Es sei nun erkennbar das Versagen der linksgrünen Opposition, die kein weiteres Sondervermögen zu Rettung der…“





Politikverständnis

23 03 2026

„… nicht spurlos an der Partei vorübergegangen sei. Bas wolle zunächst die Wahlniederlage in einer genauen Analyse aufarbeiten lassen, bevor sie die notwendige Konsequenzen für die…“

„… nach Ansicht der Bundespartei die CDU die gezielten Attacken auf Wirtschaft, Klimaschutz und andere relevante Themen viel besser habe nutzen können. Es sei schon seit Merkel Tradition, einen Bundeskanzler nicht in Verbindung zu bringen mit der Politik, die er mache, und ihn trotzdem zu…“

„… nicht an einem so lebenswerten Standort wie Rheinland-Pfalz gelegen haben könne. Der Mangel an Erziehungs- und Pflegepersonals, die immer weiter bröckelnde Infrastruktur und die desolate Lage der öffentlichen Kassen hätten die Sozialdemokraten laut Co-Chef Klingbeil auch in anderen Ländern mitgetragen und dürften darum jetzt auch nicht alleine in die…“

„… laut Innenminister Ebling im Jahr 2025 nur in Rheinland-Pfalz 561 Messerangriffe gegeben habe. Man hätte die Bevölkerung viel eher mit einer alltagsrassistischen Ansprache gegen potenziell gefährliche Migranten in den…“

„… jetzt auch starke Symbole notwendig seien. Angesichts der erfolglosen Reformversuche im Bund müsse der Landesverband überlegen, ob ein Linksruck nicht vollkommen gegen den Trend und damit gegen die Bedürfnisse der…“

„… Anerkennung aus dem Landesverband für die Bundesparteiführung ausgesprochen habe. Die SPD-Fraktion im Landtag habe sich mit großer Mehrheit mit Dank an Klingbeil und Bas gewandt, dass diese zur Wahlkampfschlusskundgebung in Landau gar nicht erst erschienen, sondern die…“

„… sich Altkanzler Scholz noch am Wahlabend bei der rheinland-pfälzischen SPD gemeldet habe. Er sei guter Dinge, da nicht nur die FDP erneut aus einem Landesparlament geflogen sei, sondern habe auch betont, dass die Sozialdemokraten weiterhin an der Regierung beteiligt werden könnten, wenn sie sich genau an das Wahlprogramm der…“

„… sei die Bundesregierung für die Mehrzahl der strukturellen Probleme im Land verantwortlich und habe damit geradezu unausweichlich zu einem Wahlergebnis geführt, das den Richtungswechsel in der Politik fordere. Bas werde dies zum Anlass nehmen, um nach einer genauen Analyse des…“

„… auch Altkanzler Schröder dem scheidenden Ministerpräsidenten Schweitzer Mut zugesprochen habe. Erstens sei das Ergebnis sehr viel besser als in Baden-Württemberg gewesen, wo die SPD nur 5,5% erreicht habe, zweitens habe er nicht gegen eine Frau verloren, und drittens gebe es genug Möglichkeiten, um in der Wirtschaft als…“

„… sehe Klingbeil das Image der CDU vor allem mit Beständigkeit verbunden, da die Wähler aktuell Angst hätten, durch einander überlagernde Krisen in einen Abwärtsstrudel zu geraten. Er wolle gerne als Vizekanzler dafür sorgen, dass die Bürger wieder den Eindruck gewönnen, nichts würde sich für sie ändern, wenn sie weiterhin die…“

„… bei kommenden Landtagswahlen nur noch blasse, unbekannte Kandidaten ins Rennen schicken dürften. Die CDU habe bereits mehrfach ein gutes Ergebnis mit einem vollkommen…“

„… im Wahlkampf bereits gesagt habe, dass er das Land gemeinsam mit der CDU regieren wolle. Es sei nun nicht mehr herauszufinden, ob dies die Wähler von der Stimmabgabe abgehalten habe, da das Ergebnis inhaltlich vorweggenommen worden sei, oder die gedankliche Verbindung zwischen ‚CDU‘ und ‚Regierung‘ bereits eindeutig im…“

„… auf Distanz zu den Grünen gehen müsse, da die Deutschen keine linkswoke Verbots- und Bevormundungspolitik mehr wollten. Bas wolle nach der anstehenden Analyse des Wahlergebnisses auch die Neuausrichtung einer bürgerlichen SPD und eine sehr viel…“

„… inhaltlich nicht mit Themen wie dem Ausbau der Infrastruktur und der Wiederbelebung von Dorfkneipen habe punkten können. Klingbeil werde in den kommenden Wochen und Monaten genaue Strategiegespräche führen, um zu eruieren, ob eine an die jeweiligen Bundesländer angepasste Zielsetzung die damit verbundene Kommunikation eine Verbesserung für die…“

„… für Befremden gesorgt habe. Auf den Vorwurf, dass die SPD kaum noch ein Interesse an der Lebenswirklichkeit der Erwerbstätigen gezeigt habe, könne man nicht mit dem Rat antworten, man müsse Durchschnittsverdiener jetzt genauso wie Bürgergeldempfänger anpöbeln, verleumden und mit nicht durchsetzbaren Drohungen überziehen. Bas zeige damit ein Politikverständnis, das sich grundlegend von der…“

„… sich auch psychologische Beratung suchen müsse, falls der weitere Niedergang die Partei in die Nähe der Bedeutungslosigkeit führe. Klingbeil wolle kurzfristig Kontakt zu Kubicki aufnehmen, der die Liberalen bis heute von einer Wahl zur nächsten durch ihren…“

„… auf den Beliebtheitswert des Kandidaten setze, der weitaus höher liege als bei manchen SPD-Ministern in der Bundesregierung. Es sei nicht auszuschließen, dass Schweitzer nun aus Gründen der sozialen Sicherung, die für die Partei nach wie vor eine bedeutende Rolle spiele, ein Amt in der…“

„… viele Deutsche einen Kurs gewählt hätten, um Rente und Gesundheit vorsätzlich unsolidarisch zu finanzieren. Bas sei der Ansicht, dass dies der Auftrag sei, den die SPD in der Koalition an der Seite der Union zu erfüllen habe. Sie schließe daher einen Rücktritt von Bundesvorsitz aus, da dies in der Verantwortung der…“





Zartbitter

19 03 2026

„… die Preise für Schokoladenprodukte bereits vor Ostern erheblich angestiegen seien. Die Opposition habe die Bundesregierung aufgefordert, diese nicht mit den Importkosten korrelierende…“

„… die wirtschaftliche Freiheit in Deutschland ein hohes Gut sei. Bundeskanzler Merz habe in der Grundsatzrede vor dem Bundestag betont, dass es jedem Bürger freistehe, sich vor den Festtagen mit Schokolade einzudecken oder es ohne Angabe von Gründen nicht zu tun, wobei es ihm lieber wäre, wenn der Konsum, der die wirtschaftliche Stärke des Landes jetzt unbedingt…“

„… vor staatlichen Eingriffen in die Produktion von Süßwaren gewarnt habe. Reiche sehe keine Notwendigkeit für Regulierungen und halte diese auch nicht für sinnvoll, da im Gegensatz zu anderen Erzeugnissen die Rohstoffe aus dem Ausland…“

„… der Preistreiberei der Konzerne auch durch maßvolle Steuerermäßigungen begegnen wolle. Es sei für Klingbeil nicht zu verantworten, dass gerade die Leistungsträger, die vom Geld hart arbeitender Menschen draußen im Land leben würden, keine Schokolade mehr zu…“

„… könne der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels e.V. derzeit keinen Rückgang bei den Käufen feststellen. Auffällig sei jedoch eine Verschiebung des Verbrauchs zu zahlungskräftigen Kunden hin, die teilweise nur zeigen wollten, wie viel Schokolade sie sich zu den Feiertagen…“

„… Hamsterkäufe derzeit keine Rolle für die Bevölkerung spielen würden. Reiche rate zu einer maßvollen Bevorratung, die für durchschnittliche Haushalte bei maximal zehn Kilogramm pro…“

„… könne sich jeder so viel Schokolade leisten, wie er wolle. Söder habe vorgeschlagen, einfach drei bis vier Tage mehr pro Woche zu arbeiten, so dass dem ungehinderten Verbrauch von Süßwaren nichts mehr im…“

„… nur eine Preiserhöhung am Tag zulasse. Die rechtlichen Auswirkungen auf Aktionsware sowie Preisdifferenz und preisliche Obergrenzen könne die Bundesregierung aber nicht ohne einen…“

„… dass saisonale Schwankungen vollkommen normal seien. Der Unionsexperte für Wirtschaft, Wahrnehmungsverzerrungen und Argumentation Spahn sehe beispielsweise in den Sommermonaten eine kaum mehr nachweisbare Nachfrage nach Schokoladenostereiern, was nach üblichen Regeln des Marktes auch immer eine preisliche…“

„… Preissteigerungen berechtigt sein müssten, da sonst das Kartellrecht betroffen sein könnte. Der Schokoladengipfel im Bundeskanzleramt werde für die Gespräche mit den Haupterzeugern eine Task Force nominieren, die in den kommenden…“

„… dass es laut IM Dobrindt vor allem bei den muslimischen Haushalten eine Kaufverweigerung bei Ostererzeugnissen gebe. Dies erzeuge weitere Preissteigerungen durch zu geringe Nachfrage, so dass nur ein konsequenter Kampf der Regierung gegen die Islamisierung …“

„… müssten nach Reiches Forderung auch Preisermäßigungen transparent begründet werden. Die Bundesregierung werde diesen sonst nicht zustimmen, weil der Verdacht einer…“

„… nicht von Kartellbildung sprechen wolle. Es sei nach den Berechnungen des Unionsexperten für Algebra, Zucker und braune Massen Spahn auch durch sehr zufällige Zufällen erklärbar, dass sich dreißig Produkte innerhalb mehrerer Tage um genau denselben Prozentsatz auf exakt…“

„… eine staatliche Subventionierung nur eine Streichung aller Sozialleistungen zu erreichen sei. Dies Modell der Gegenfinanzierung habe für den CDU-Generalsekretär den positiven Nebeneffekt, dass Totalverweigerer den Kindern der anständigen Arbeitnehmer keine Schokolade mehr…“

„… müsse der Schokoladenosterhase natürlich als Teil der deutschen Leitkultur geschützt werden. Merz spreche sich dafür aus, pro Familie einen bis zwei Hasen während der Feiertage zu…“

„… alle Preiserhöhungen erst nach der zeitnah erfolgenden Rücksprache mit Produzenten erfolgen dürften. Sollte dies beispielsweise nicht durch Veränderungen am Kakaopreis erklärt werden, sei für den Unionsexperten für Schwankungen, Geld und Ankäufe Spahn auch der Verweis auf etwaige Geschäftsgeheimnisse akzeptabel, um die Freiheit der Wirtschaft nicht zu…“

„… eine Preisobergrenze möglicherweise nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sei. Die in der Verfassung garantierte Würde des Menschen werde nach Linnemanns Meinung durch Einschränkungen in der freien Wirtschaftstätigkeit erheblich…“

„… auch auf andere Sorten ausweichen sollten. Reiche rate zum Kauf von Zartbitter. Obwohl der Preis hier noch etwas höher liege, werde dieser durch geringere Marktverfügbarkeit als gerechter empfunden und gebe dem Käufer eine bessere…“

„… eine Preisbremse in Aussicht gestellt habe. Merz vertraue darauf, dass die Erzeuger sich in der Folgezeit durch maßvolle Erhöhungen für seine…“

„… da sich Produzenten und Handelskonzerne gegenseitig Preistreiberei vorwerfen würfen. Es gebe unterdessen nur eine Einigung, dass Klingbeil durch eine Reduktion der Umsatzsteuer auf alle Schokoladenwaren zur Rettung der österlichen…“

„… sehe Linnemann in der Entlassung der nach Ostern überflüssigen Schokoladenfabrikarbeiter ein gutes Mittel, um die Wirtschaft sozialverträglich vor einer schwierigen Lage zu…“

„… zehn Milliarden Osterhasen zum Stückpreis von zwölf Euro bestellt habe. Die Bundesregierung habe diesen Kauf aus Steuermitteln zwar nicht beauftragt, wolle aber zur Sicherheit auch keine…“





Perspektiven

15 03 2026

für Kurt Tucholsky

Tante Hilde ist entsetzt.
Keiner hört sie klagen.
Hundert gab sie ihm zuletzt.
Weg. Schon nach zwei Tagen.
Was der Neffe auch verspricht,
brav zu sein und fleißig,
dass er sein Versprechen bricht,
kostet noch mal Dreißig.
Dazu denkt sie nächtens aus,
was sie noch verpfändet.
Leer ist schon das halbe Haus.
Alles wird verschwendet.
  Ach, das Jungchen macht ihr Gram,
  das so lebt ganz ohne Scham.
  Wird sie je des Lebens froh?
    Weiter so?
      Weiter so?

Lydia, das teure Weib,
lässt sein Haar ergrauen.
Hüte sind ihr Zeitvertreib
auf den Modenschauen.
Manchmal sieht er sonntags sie,
immerhin: zwei Stunden.
Vorher hat sie nämlich nie
einen Hut gefunden.
Ihm bleibt noch ein Eckchen frei,
dann, du liebe Güte!
Alles ist ihr einerlei.
Alles voller Hüte.
  Zwischen Schachteln hockt er stumm
  und verflucht sich selbst: wie dumm,
  dumm bist du, mein Freund, wie Stroh!
    Weiter so!
      Weiter so!

Merz und Klingbeil, lieber Gott!
Wer hat die beraten?
Ist der Laden schon bankrott?
Riecht schon wer den Braten?
Reformiert sich’s von allein?
Wurde nichts beschlossen?
Muss das jedes Mal so sein?
Ihr seid unverdrossen?
Ihr schnallt uns den Gürtel eng,
schließlich stellt ihr Weichen.
Mit euch selbst seid ihr nicht streng,
auch nicht mit den Reichen.
  Geld ist da. Ihr kauft euch Zeit.
  Ab in die Vergangenheit!
  Brennt die Hütte lichterloh –
    weiter so.
      Weiter so.





Comedy-Gold

11 03 2026

„Und jetzt?“ „Schauen wir mal.“ „So kommen wir auch nicht weiter!“ „Bis jetzt geht’s ja noch.“ „Aber die nächsten Wahlen stehen an, da muss man jetzt irgendwas machen!“ „Dann warten wir mal.“ „Worauf denn?“ „Dass halt irgendwer irgendwann irgendwas macht.“

„Genossen, so geht das nicht weiter – knapp über fünf Prozent!“ „Warten wir mal ab, was die Parteiführung dazu sagt.“ „Wir könnten ja auch eine neue Parteiführung…“ „Das führt doch zu nichts!“ „Geschlossenheit!“ „Wir haben uns viel zu weit nach links bewegt.“ „Richtig, wir haben uns ja nur noch um diese Totalverweigerer gekümmert.“ „Ich will ja nicht meckern, aber das mit dem Bürgergeld war unsere eigene Idee.“ „Nee, das war eine andere Parteiführung.“ „Dann müssen wir die auswechseln und kriegen dann wieder vierzig Prozent?“

„Andere sagen, wir seien noch nicht links genug und müssten jetzt erst recht…“ „Nee, dann wählen die alle das Original.“ „Und wir müssen wieder mit Rot-Rot-Grün regieren.“ „Wieso ‚wieder‘?“ „Das sind doch jetzt Petitessen.“ „Und wenn wir einfach nach links blinken und dann rechts abbiegen?“ „Das machen doch schon die Grünen.“ „Wir müssen vor allem mal anfangen, richtige Probleme zu lösen.“ „Lieber Freund, jetzt ist absolut nicht die Zeit für dumme Witze!“

„Machen wir uns ehrlich, wir werden seit Rot-Grün nicht mehr genug gewählt.“ „Vielleicht haben wir in der Zwischenzeit nicht oft genug die Führung ausgewechselt.“ „Also gemacht haben wir in der Zeit ja eine Menge.“ „Mir fällt jetzt gerade nichts ein.“ „Wir haben gemeinsam mit Merkel die Atomkraft abgeschafft.“ „Das waren die Grünen!“ „Nee, die haben unter Merkel das Heizungsgesetz gemacht.“ „Das sind nur Beispiele, wir müssen für die Zukunft eine vernünftige Linie finden, einen echten Plan, an dem wir unsere Politik orientieren.“ „Das haben doch schon die Grünen versucht, und es hat nicht geklappt.“ „Wir könnten jetzt die Frage nach der Verteilungsgerechtigkeit stellen, damit wir nicht immer nur als Partei auftreten, die mühsam errungene soziale Sicherungen in die Tonne tritt.“ „Was hatte ich über doofe Witze gesagt?“

„Außerdem macht das der Koalitionspartner, in diesem Fall die Union.“ „Wir brauchen auch so ein Konzept wie die.“ „Also dass alle anderen schuld sind, wenn man Sachen macht, die nicht klappen?“ „Das Problem ist, wenn bei der Union nichts ging, waren immer wir schuld.“ „Darum wollten die auch nie wieder eine Große Koalition.“ „Dabei ist die ja der Garant dafür, dass man uns die Schuld in die Schuhe schieben kann.“ „Und wenn wir es auch so machen?“ „Vielleicht klappt das nur, wenn man den Bundeskanzler stellt.“

„Alle redet immer über Wirtschaftskompetenz, dabei wurde die in der Union bisher nie gesichtet.“ „Wenn man sich eine fette Karre leisten kann, ist man halt reich.“ „Ist das nicht umgekehrt?“ „Die fette Karre kann man sich halt auch als Erbe leisten oder als Lottogewinner.“ „Oder als Bankräuber.“ „Das ist jetzt ziemlich schräg.“ „Es kommt doch nur auf den Eindruck an.“ „Also wenn wir jetzt überall erzählen, wir seien die Partei, die für mehr bezahlbaren Wohnraum sorgt, dann nimmt man uns das ab?“ „Wir müssten dann halt auch etwas dafür tun.“ „Dass man uns das abnimmt?“ „Auch.“ „Das sollte doch eine neue Parteiführung hinkriegen.“

„Wir müssen jetzt eben noch härter arbeiten!“ „Weil wir historisch als Arbeiterpartei gesehen werden?“ „Aber doch heute nicht mehr!“ „Dann muss sich das eben wieder ändern.“ „Wir könnten uns für erneuerbare Energien stark machen.“ „Aber das macht die Union nicht mit.“ „Dabei ist das doch Wirtschaftskompetenz.“ „Eben.“ „Was!?“ „Arbeit und Wohnen und Digitalisierung und diese ganzen Sachen, das muss man jetzt eben zukunftsorientiert denken.“ „Denken reicht aber nicht.“ „Wäre aber mal einen Versuch wert.“ „Es soll doch jetzt für den Frühling der Reformen ein Reformpaket kommen.“ „Das würde ja bedeuten, dass sich endlich etwas in Deutschland bewegt.“ „Ja, schlimm.“ „Was!?“ „Ich meine, wir müssen uns auch fragen, ob die aktuelle Parteiführung dafür noch richtig ist.“

„Aber immer nur Zukunft, das kann’s auch nicht sein.“ „Wir brauchen mehr Gegenwart.“ „Meine Fresse, wir haben doch schon die Vergangenheit mit diesem Kanzlerdarsteller versaut!“ „Was!?“ „Der Mann steht unter Hochdruck, weil er von korrupten Arschgeigen umzingelt ist, also setzen wir ihm jetzt die Pistole auf die Brust: Milliardäre und Erben besteuern, Beitragsbemessungsgrenze abschaffen, Mittelschicht steuerlich entlasten, Energie- und Antriebswende, dann kann er gerne von der zweiten Legislatur als Pöbelotto vom Dienst träumen.“ „Aaaahahaha!“ „Alter Falter!“ „Wie geil ist das denn, ich schmeiß mich weg!“ „Comedy-Gold!“ „Also mal ehrlich, wenn wir jetzt dies ganze linke Gelaber wieder aus der Schublade holen, dann sind wir doch spätestens im nächsten Wahlkampf wieder die gute alte Reformverhinderungspartei, die alles an die Wand gefahren hat.“ „Moment, das kriegt dieser Kanzler doch ohne fremde Hilfe hin.“ „Aber die Wähler merken es nicht.“ „Wir haben das mit der Energiewende doch alles schon mal gemacht, mit dem Bürgergeld, warum räumen wir das jetzt alles wieder ab?“ „Naja, damit wir für den nächsten Wahlkampf überhaupt irgendwas haben, was wir den Leuten versprechen können.“ „Dann müssen wir nur dafür sorgen, dass die uns nicht mit der CDU verwechseln.“ „Weil die keine Versprechen hält?“ „Jetzt warten wir erst mal ab.“ „Ja, sehr gute Idee.“ „Was denn nun?“ „Na, wer die Parteiführung übernimmt.“





Deutschland-Korb

15 01 2026

„… immer mehr zur Belastung für die Menschen in der Bundesrepublik würden. Da die Steigerung der Lebensmittelpreise die gesunde Ernährung für viele Bürger unerschwinglich mache, fordere die Chefin des Verbandes der Verbraucherzentralen Pop ein Eingreifen der Politik in den…“

„… keine sozialistischen Experimente dulde. Merz werde durch Reformen im Herbst 2026 oder 2027, spätestens aber im…“

„… eine spürbare Entlastung der Verbraucher notwendig sei. So würden sich in der SPD die Stimmen mehren, dass eine staatliche Regulierung der Preise und eine nationale Beobachtungsstelle im Einzelhandel die…“

„… eine Abschaffung der Arbeitgeberanteile an den Sozialversicherungsabgaben zu mehr Jobs im Einzelhandel führen werde. Linnemann sei sicher, dass dadurch die Preise für einige Nahrungsmittel auch mittelfristig…“

„… habe Klingbeil abgekündigt, das Thema in den anstehenden Landtagswahlkämpfen bewusst zu adressieren, damit die sozialdemokratische Stimme wieder Gewicht in der deutschen Politik bekomme. Es sei für Lösungen noch zu früh, deshalb wolle er zunächst auch keinen…“

„… die CO2-Besteuerung ein Preistreiber sei, den die Politik sofort beseitigen könne. Söder habe daher vorgeschlagen, die für den Wirtschaftsaufschwung nötigen 500 Kleinreaktoren für eine kostenneutrale und umweltfreundliche…“

„… nach dem Vorbild anderer EU-Länder eine stärkere Bindung an Preisvorgaben erwirken werde. Bas sehe auf der anderen Seite die Verbraucher in der Pflicht, da der Markt oft schnell reagiere, wenn durch Konsumverweigerung Güter nicht mehr in gewohntem Umfang aus den…“

„… die Bürger mehr in die Pflicht nehmen müsse. Merz wolle mit einer Gastro-Datei, die auf Erkenntnissen des Verfassungsschutzes und einer noch zu entwickelnden KI beruhe, sicherstellen, dass im Gegenzug mehr Restaurantbesuche von denen, die Preisermäßigungen ausnutzen würden, sowie andere Umsätze in den…“

„… sich die Einzelhandelsketten für den SPD-Vorschlag, ihre Verkaufspreise entweder generell um einen einheitlichen Prozentsatz zu senken oder sie einzufrieren, nicht offen zeigen würden. Dies sei ein Eingriff in den Markt, der einseitig den Kunden nutze, nicht aber der Wirtschaft, die eventuell Jobs abbauen oder Standorte in der…“

„… in Form von Sachleistungen bereitgestellt werden könnten. Söder fordere mindestens ein Kilo kostenlose Fleisch- und Wurstwaren pro Kopf, um die tägliche Ernährung für Arbeitnehmer, die nicht von Sozialleistungen abhängig seien oder andere Hinderungsgründe für einen…“

„… eine Abschaffung der Umsatzsteuer für Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte strikt ablehne. Bas begrüße diesen Vorschlag sehr, halte ihn auch für leicht umsetzbar und zielführend, werde ihn aber als Co-Vorsitzende der SPD nicht umsetzen, da er ursprünglich von den Grünen komme, die mit ihrem Ausscheiden aus der Regierung gezeigt hätten, dass der Volkswille an ihren Vorstellungen weder ein Interesse noch eine…“

„… zu teuere Produkte wie Bio-Gemüse und vegane Lebensmittel durch eine Verordnung aus dem Sortiment nehmen müssten, um insgesamt ein niedrigeres Preisniveau zu erreichen. Söder sehe darin auch den Vorteil, dass man Tofuterroristen aus Deutschland vertreiben und das Land wieder für normale Menschen und ihren gesunden…“

„… den ‚Deutschland-Korb‘ auf freiwilliger Basis vorschlage. Klingbeil habe angeregt, dass die Handelskonzerne bestimmte deutsche Erzeugnisse zu einem dauerhaft günstigen Preis anbieten sollten, um die Ernährung auch für Haushalte mit geringem Einkommen zu…“

„… das Management billiger Lebensmittel nach dem Vorbild der Bundesagentur für Arbeit denkbar sei. Linnemann halte es für durchaus zumutbar, dass Verbraucher aus Bremen und Niedersachsen für verbilligtes Obst nach Thüringen oder Bayern reisen müssten, da dies schon statistisch gesehen eine Senkung der Ausgaben um bis zu…“

„… dass der Hauswirtschaftsunterricht in der Sekundarstufe I gestärkt werden müsse. In den SPD-geführten Ländern sei geplant, Kochen aus frischen Zutaten besonders in den Fokus zu rücken, um hochverarbeitete und kostspielige Lebensmittel schnellstmöglich aus dem…“

„… den ‚Deutschland-Korb‘ unterstütze. Der Unionsexperte für Champagner, Blattgold und synthetische Drogen Spahn befürworte generell jede Paketlösung, deren Preis man jährlich so weit steigern könne, bis es sich niemand mehr…“

„… die Öffnung der Tafeln für Besserverdiener ernsthaft geprüft werden müsse. Klüssendorf werde sich dafür einsetzen, dass auch die Mittelschicht, die nicht über ein Privatflugzeug verfüge, von den solidarischen Maßnahmen der…“

„… verhindern, dass der ‚Deutschland-Korb‘ für linksgrünen Wahn genutzt werde. Söder ahne, dass Bananen als kolonialistisch und männerinnen- oder frauerichfeindliches Obst die ideologische Verbotshetzerpartei dazu bringen werde, Anschläge auf Supermärkte und…“

„… werde die Bundesregierung im Laufe der kommenden Wochen diskutieren, um im Kabinett zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen. Die SPD werde sich unterdessen dafür einsetzen, dass die Mieten in Deutschland erschwinglich bleiben und für ausreichend bezahlbaren…“





Alte Garde

8 01 2026

„… sich seit Monaten in einem Umfragetief befinde und im neuen Jahr zahlreiche Niederlagen erwarte. Die SPD müsse sich wieder auf die traditionellen Werte aus ihrer bisherigen…“

„… die wirtschaftliche und soziale Realität in Deutschland anerkennen müsse. Klingbeil fordere, dass die Bundesregierung schnellstmöglich eine Lösung ankündige, um hart arbeitenden Menschen draußen im Land wieder eine echte…“

„… wenig Rückhalt in der deutschen Industrie genieße. Der Präsident des Ifo Instituts für Wirtschaftsforschung Fuest räume zwar ein, dass vor allem der Bundeskanzler keine nennenswerten Anzeichen mehr für Kompetenz oder überhaupt Kenntnisnahme der Realität aufweise und nur aus Feigheit noch nicht zurückgetreten sei. Es spreche aber gegen seine Personalauswahl, dass er sich überhaupt für eine Koalition mit…“

„… versehentlich geäußert habe. Klingbeil sei eine falsche Klarsichthülle geschickt worden, die eigentlich für den nächsten Bundesparteitag im…“

„… fordere Bas, dass der Bürokratieabbau bei denen beginnen müsse, die sich nicht durch Widerstand gegen die staatliche Vollstreckungen zur Wehr setzen würden. Um nicht für jeden neuen Bedarf eine Sozialleistung zu erfinden, müsse die Regierung zunächst sämtliche Transferleistungen abschaffen, um dann in einem den üblichen SPD-Richtlinien entsprechenden Prozess einen Drei-Stufen-Plan zur langfristigen Wiederherstellung der in den kommenden Jahrzehnten…“

„… auf die verdienten Parteiführer wie Gabriel, Steinbrück und Schröder hören müsse. Klingbeil mahne mehr Berücksichtigung der alten Garde an, die noch zu Zeiten, als die SPD eine respektable und in der deutschen Politik durchaus…“

„… sich auch Generalsekretär Klüssendorf für mehr Zuversicht ausgesprochen habe. Bereits die Neujahrsansprache des Bundeskanzlers habe sehr eindrucksvoll gezeigt, dass die aktuelle Politik ihre Inhalte überwinden könne und nur noch für eine…“

„… sich die Partei durch die Konzentration auf ihre Kernwählerschaft nicht regenerieren werde. Der Landesverband Berlin habe nach Angabe von Giffey noch nicht genau lokalisieren können, ob, wo und warum diese existiere und ob sie bereit sei, sich trotz des bereits einsetzenden Aussterbens in ein letztes Gefecht um den…“

„… nicht neu sei, dass sich die SPD in einem Zwiespalt befinde, ob sie Reformen unterstützen wolle, die ausschließlich negative Effekte zeitigen, oder diese aus Prinzip verweigern würde. Für die Partei zähle in diesem Augenblick, dass sie nur als konterrevolutionäre Kraft gesehen werde, was sich langfristig auf die Höhe von Spenden an den…“

„… den Wählern jetzt schon zu erklären, dass parteiinterne Prozesse nur über lange Zeiträume in der politischen Arbeit realisiert werden könnten. Es dürfe nach den mutmaßlich an der Fünf-Prozent-Hürde scheiternden Landtagswahlen im Osten kein Zweifel daran bestehen, dass die SPD auch in einer nationalsozialistischen Diktatur im Rahmen ihrer Möglichkeiten weiterhin existiere und dann nach den nächsten…“

„… sich Steinbrück darüber beschwert habe, dass seine Partei sich teilweise mit Erwerbslosen oder Geschlechtswechslern befasse. Die Mehrheit der Deutschen seien jedoch keine arbeitsscheuen Schwuchteln und hätten Anspruch auf billiges Benzin, eine rassisch gesäuberte Innenstadt und vor allem den Schutz vor einer Vermögensteuer, falls sie einmal durch einen Lottogewinn, die Erbschaft eines börsennotierten Konzerns oder eine…“

„… dass aber das Mitgliederbegehren zum Bürgergeld definitiv zu spät komme. Bas habe sich sehr zufrieden gezeigt, dass sich die Initiative der Parteibasis bestens einfügen in den Kurs, den die Sozialdemokraten seit vielen Jahren mit ihren…“

„… sei das 2007 beschlossene Hamburger Programm mit der Vision einer freien, gerechten und solidarischen Gesellschaft für Klingbeil der beste Beweis für eine der bewährten Weisheiten der Sozialdemokratie, dass nämlich der, der Visionen habe, zum…“

„… wieder zu alter Stärke zurückfinden könne, wenn die Partei bereit sei, sich inhaltlich neu zu definieren. Gabriel sehe nach dem Streben der CDU, die AfD zu kopieren, eine Möglichkeit für die SPD, die Nachfolge der Union anzutreten, indem sie deren neoliberale, fortschrittsfeindliche und gegen die Demokratie gerichtete…“

„… nicht an ihrer sozialistischen Grundhaltung rütteln dürfe. Bas wolle allen aktuellen Problemen zum Trotz der historischen Verpflichtung treu bleiben und Milliardäre wie Menschen behandeln, denen man nicht einfach durch böswillige oder den gesellschaftlichen Frieden gefährdende Sanktionen die Mittel für einen Aufstieg in die…“

„… es nicht zu einer Vereinigung mit der AfD kommen müsse, damit Merz sich durch eine offen verfassungsfeindliche Politik von der freiheitlich-demokratischen Grundordnung entferne. Gabriel sehe in diesem Fall die Übernahme der CDU-Positionen als vorauseilenden Erfolgsfaktor, der sich auch im Rechtsüberholen der…“

„… eine Erneuerung des Koalitionsvertrages nicht im Sinne der SPD sei. Klingbeil lehne dies in aller Schärfe ab, da es Verrat an Partei und Wählern bedeute, die in den Verhandlungen teilweise gegen erheblichen Widerstand errungenen Kompromisse zur Disposition zu stellen, könne sich aber, falls es um das Ende von Friedrich Merz als Bundeskanzler und CDU-Vorsitzendem gehe, natürlich eine sofort erfolgende und inhaltlich absolut vollständige…“





Aktivrente

1 12 2025

„Lassen Sie sich ruhig Zeit, Sie müssen ja nicht beide Beine gleichzeitig vom Stuhl hochkriegen. Die Strümpfe fallen Ihnen ja nicht runter, die ziehen Sie dann eben später wieder an.

Seien Sie nicht undankbar, Sie hatten doch mal ein schönes Leben, oder nicht? Eben, da können Sie sich an viele Dinge erinnern, die Ihnen keiner mehr nehmen kann. Mehr braucht man ja auch nicht in Ihrem Alter, und in die zwanzig Quadratmeter passt so ein Klavier auch gar nicht mehr rein. Und dann die Teppiche, wer soll das sauber halten? Sehen Sie, aus dem 17. Stock hat man hier auch einen schönen Ausblick. Also ich freue mich ja jedes Jahr wieder, wenn wir Sie besuchen kommen.

Ich meine, das mit der Anpassungsformel, das war ja seinerzeit ganz fest eingeplant. Das sollte in der übernächsten Legislatur kommen, spätestens nach zwanzig Jahren, und da gab es auch sofort den Entschließungsantrag, dass sich alle darauf geeinigt haben, ab wann man irgendwas entscheiden will. Wissen Sie, wer in dem Monat Kanzler war? Das ging alles so schnell, man braucht ja länger, um sich die Namen zu merken, als die regiert haben, wobei: Regieren war das ja nicht. Wir mussten ja damals den ganzen Laden noch schnell abfackeln, damit die Ökos ihn nicht beim Löschen kaputt machen.

Aber was rede ich, wir sind ja hier wegen Ihrer solidarischen Aktivrente. Aktivrente! Sind etwa die Batterien in Ihrem Hörgerät schon wieder leer? Das müssen Sie eben auch mal ausschalten an Tagen, an denen Sie keinen Besuch erwarten. Ihre Wohnung kostet den Staat schon genug, da erwarten wir, dass Sie aus Gründen der Dankbarkeit mit der Partei Ihr Taschengeld in voller Höhe wieder zurückzahlen, um die Steuerzahler zu entlasten. Aber Sie haben ja jetzt für die nächsten drei Monate wieder einen Job in der Munitionsfabrik bekommen, davon können Sie wieder ein bisschen ansparen, damit Ihr Konto nicht mehr ganz so tief in den roten Zahlen ist.

Ja Gott, fahren müssten Sie halt selbst. Aber wir haben ja an alles gedacht, die dreihundert Kilometer mit der Deutschen Bahn machen Sie natürlich nicht täglich – der Zug fährt ja auch nur alle drei Wochen – und Ihr Schlafplatz in der Sammelunterkunft ist auch verhältnismäßig preiswert. Etwa ein Drittel des Bruttoverdienstes, da kann man nicht meckern, oder? Dann lassen Sie das doch bitte auch, ich darf mir diese systemkritischen Bemerkungen jeden Tag anhören, und beschwere ich mich?

Natürlich rechnet sich das nicht. Was Sie hier an Entgelt bekommen, das ist ja für den Sozialstaat gar keine Hilfe, im Gegenteil: irgendwer muss das auch alles berechnen, überweisen und der Steuer melden, und am Ende würde eine Rentenerhöhung erheblich preiswerter sein als Ihr Rüstungsjob. Aber es geht eben nicht darum, dass Menschen wie Sie sich hier einen schönen Lebensabend machen, immer satt zu essen und frische Windeln, das hatte Linnemann in seiner ersten Regierungserklärung als Kanzler doch schon gesagt: den verdammten Greisen zieht er den Hosenboden hoch, wenn die alle verrecken, statt für Deutschland länger arbeiten dürfen zu wollen.

Oder war das schon Weidel? Man kommt mit diesen Nazis immer so durcheinander.

Sie hatten sich für Heimarbeit beworben? Ja, die wird in letzter Zeit immer beliebter. Vor allem durch die neue Stufe des Fachkräftemangels haben wir einen enormen Bedarf an qualifizierten Oldies, die noch mal ordentlich mit anpacken wollen, aber wie gesagt: Qualifikation, sonst können wir solche Jobs nämlich nicht vergeben. Sie waren damals im Einzelhandel tätig, vorübergehend Familienpflege, also gar keine Arbeit, und dann im Lager. Da sind Sie mit der Qualitätskontrolle im Bereich Granaten noch ziemlich gut bedient. Immerhin waren Sie einer der ersten Jahrgänge, für die es überhaupt kein Renteneintrittsalter mehr gab. Deshalb bekommen Sie jetzt leichtere Tätigkeiten, damit die Wirtschaft Sie nicht so schnell verschleißt. Materialdisposition oder Buchführung, das erfordert dann schon höhere Qualifikation. Sparkassenkaufmann zum Beispiel. Oder Drückerkolonne bei BlackRock. Da verdient man auch mehr, als einem abgezogen wird.

Wir könnten das natürlich gerne für Sie prüfen, aber ganz ehrlich: das dauert. Sie sind ja nun auch schon in vorgerücktem Alter, und wenn Sie jetzt auf den Gedanken eines Berufswechsels kommen, wäre das Arbeitsverweigerung im Sinne der gesetzlichen Grundsicherungsmitwirkungspflicht. Da entstehen sehr schnell hohe Beträge, die Sie nur durch Ihren sofortigen Einsatz in der Aktivrentenbrigade wieder abbezahlen können. Und dann ist so ein schöne Zwanzig-Quadratmeter-Wohnung mit Fenster und teilweise funktionsfähigem Treppenhaus auch ganz schnell wieder vermietet. Und ich frage mich, wo wollen Sie hier zum Beispiel einen Schreibtisch aufstellen? Das Gemeinschaftsbad mit den anderen Wohnungen zählt ja schon zu mehr als der Hälfte als Wohnfläche, da passt der gar nicht mehr rein. Und dann haben wir natürlich auch Stromkosten.

Aber ich habe ja auch noch etwas Positives für Sie: in diesem Prospekt steht, wie sich das die neue Regierung wird vorstellen können, wie sie eine Beschlussvorlage für das Konzept eines Plans eines kommissarischen Arbeitskreises zur Ideenfindung für einen Rentenpaketzeitstrahl in Auftrag gibt. Ich lasse Ihnen das mal da, wenn ich nächstes Jahr wieder vorbeischaue, dann sehen wir ja, was sich bis dahin getan haben wird. Und bis dahin hat jeder Tag die Chance, der schönste in Ihrem ganzen Leben zu werden, weil Sie dann vielleicht auf den Gedanken kommen, etwas zu tun, was Sie noch nie zuvor in Ihrem… also ich meine… – Sagen Sie mal, den Rollator – brauchen Sie den noch?“