Taschenspielchen

5 04 2026

Reformherbst, Trallalafrühling: endlich passiert mal etwas in Deutschland, und die lange angekündigte Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen, in der sich aktuell entfaltenden Krise keinen Tag zu früh, wird wie im Wahlkampf versprochen… – Okay, der Aprilscherz kommt zu spät. Klingbeils Zaubertrick „Rechte Tasche – linke Tasche“ sieht schon etwas angestaubt aus, dafür klappt er wenigstens auch nicht. Ökonomin Julia Jirmann (Netzwerk Steuergerechtigkeit) rechnet vor, das Versprechen würde nicht nur nicht eingelöst, sondern umgekehrt. Erst die Umsatzsteuer anheben, die vor allem die unteren Dezile trifft, und dann Einkommen- und Unternehmenssteuern senken, die höchstens die Spitzenverdiener betrifft, kostet die unteren 50% etwa 200 Euro pro Jahr, während allein das oberste Prozent 14.000 Euro spart. Vermögensteuer? Hihi. Sogar die hart arbeitende Mitte, das Wahnbild see- bis alzheimernder Kreise, kann sich Hilfen in die Haare kleistern. Gut, dass für Taschenspielchen wie die Spritpreisbremse immer ordentlich Kohle da ist. Alle weiteren Anzeichen, dass diese Stümpertruppe den Staat schlüsselfertig an die Nationalsozialisten übergeben will, wie immer in den Suchmaschinentreffern der vergangenen 14 Tage.

  • diesel preis: Die ganze Goldhändlerrotte greint sich gerade tot.
  • weltraum bayern: Noch mehr Platz für Vollidioten.
  • deutsche bahn stuttgart: Unterirdisch.
  • merz syrer: Einer von achtzig Millionen.
  • atom kaufen: Nehmen Sie gleich eine ganze Tüte.
  • deutscher frisst baby: Das war ein Osterei.
  • mono log: Anna auch.
  • spahn banken: Die mögen Schleimhaut.
  • spargel preis: Unsere geliebte Bundesregierung schützt uns ja schon vor den gierigen Saisonarbeitern.
  • bob dylan platten: Er singt vorsichtshalber nur den Text.
  • iran uran: Trump hält Krieg für eine Wiederaufbereitungsanlage.
  • söder texas: Sie lieben die Rindviecher.
  • wissing lindner: Er wollte mit der Abrechnung warten, bis der Hahn dreimal gekräht hat.
  • trump bondi: Blondi kriegte ja auch die Kugel.
  • hitler endsieg: Josef stahl ihn.
  • reiche berater: Arme kann sich eine christliche Partei nicht leisten.
  • bundeswehr missbrauch: Sollen sie schon wieder den CDU-Wahlkampf vor Fakten verteidigen?
  • ehegatten splitting: Bald nur noch für Halbgeschwister.




In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (DCCLXXXVIII)

4 04 2026

Es turnt Ireneusz in Tüngen
zum ersten Mal hoch an den Ringen.
Er stützt sich ganz munter,
doch schaut nicht herunter.
Man sieht ihn noch stundenlang schwingen.

Der Feinbäcker Bradley in Dike,
er rührte oft lange im Teig.
„Dies wird dazu führen,
wie beim Meditieren,
dass ich dann die ganze Zeit schweig.“

Der Wanderer Grzegorz in Tiefensee,
der hatte zwar links einen schiefen Zeh,
doch war er nicht schwächlich.
Er schritt auch tatsächlich
im dunklen Tal durch so manch tiefen Schnee.

Graynella trainierte in Britt,
worunter der Haussegen litt.
Zum Ärger des Gatten
lag alles voll Matten.
Sie hielt mit Gymnastik sich fit.

Bei Kasia war’s in Trockenhütte
im Straßencafé nun mal Sitte,
es gab keine Kännchen,
und ein Räuchermännchen,
das stand auf dem Tisch in der Mitte.

Am Abend kam Rodney in Graf
und sah im Büro seinen Chef.
„Ich habe gesündigt
und jetzt auch gekündigt,
da ich Ihre Gattin gleich treff.“

Es kletterte Marek in Talken
und sah auf dem Turm nach den Falken.
Doch in seinem Eifer
verschreckt er die Greifer.
Er lief immer gegen die Balken.





Gernulf Olzheimer kommentiert (DCCCVIII): Die Disruption der Gesellschaft

3 04 2026
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Es ist kein Spaß, jung zu sein. Früher konnte man sich als Halbstarker noch sicher sein, wenn das mit der Karriere als Revoluzzer oder Rockstar nicht klappte, wartete immer noch auf die Rente auf einen. Heute wissen wir nicht einmal, ob nicht der Meeresspiegel den ganzen Bums überflutet oder erst der nächste Weltkrieg die vom Kapitalismus zerrüttete Menschheit in die Luft jagt. Vielleicht ist diese Generation wirklich die letzte, die noch in den Resten einer liberalen Demokratie geboren wurde. Vielleicht steht sie und stehen wir alle an einem Scheideweg, an dem die Krise einer gesamten Existenz angekommen ist, weil unsere Vorfahren sich auf die irrwitzige Idee eingelassen haben, in einem abgeschlossenen System durch Vernichtung unendliches Wachstum zu erzeugen. Die Disruption dieser Fehlleistung wird die der Gesellschaft sein.

Die Nachrichtenlage der letzten Jahre zeigt ein Kindertheater, als wäre die Medikamentenausgabe im Wolkenkuckucksheim ausgefallen. Das Recht als Basis staatlichen Handelns hängt über dem Zaun und wird von Regierungskaspern vollgekotet, die keinen Hehl aus ihrer Abscheu vor Gewaltenteilung machen. Die Gier posiert vor dem Spiegel, hält sich für die Schönste im Land, und lässt vom Stärksten Schutzgeld erpressen. In diesem Szenario, das vor Korruption und Kulturlosigkeit strotzt, das alle Errungenschaften der Aufklärung, den Ausgleich der Interessen innerhalb und außerhalb staatlicher Verfassung aggressiv ablehnt, wird den Menschen das Grundgefühl der Hilf- und Wehrlosigkeit mit der Knute beigebracht. Sie sind ein Nichts.

Ob der radikale Bruch mit Lebensumständen und Zukunftsvisionen nun positiv ausfällt oder in einer Dystopie endet, die Menschen empfinden ihn als Dauerkrise, der sie schutzlos ausgeliefert sind. Mit schwindender Unterscheidungsfähigkeit, wo diese Bruchlinien verlaufen und welche Folgen die Erosion der bisher selbstverständlichen roten Linien haben wird, gerät auch jede Hoffnung auf Vernunft ins Straucheln; die Empfindung, Selbstwirksamkeit nur noch durch das Übertreten der sich immer mehr verengenden legalen Grenzen zu erreichen, erzeugt Druck. Schon wird als Terrorist verfolgt, wer sich auf der Straße festklebt. Wer gar das Grundgesetz zitiert, gilt als linksextremistisch.

Wo ökonomische, politische und nicht zuletzt mediale Macht so stark verschmolzen sind und sich nicht einmal mehr die Mühe geben, ihre Lust am Machtmissbrauch zu kaschieren, wird Wut geschürt und gelenkt – Hass auf Schwächere, zu denen jeder selbst gehören könnte, Verachtung für die bisher als Konsens gehandelten Prinzipien eines nachhaltigen Generationenvertrags, eine Absage an die Zukunft. Die Zerstörung der Lebensgrundlagen durch die Fossilindustrie, die Zerstörung des Besitzes durch Konzentration in der Hand weniger Milliardäre, die Zerstörung des Gemeinwesens durch ein nur auf Privilegien beruhendes Kastensystem wird als eine Notwendigkeit eingetrichtert – zugleich schwiemelt man den Goldfischgehirnen die Wut ein, das alles verbreche der ominöse Feind, Ausländer, Migrant oder arm, trans, vegan, möglicherweise bald auch wieder der Jude, der sich ja immer mal wieder als Unglück anbietet.

Der entscheidende Machtfaktor ist die doppelte Natur der Disruption, die einerseits als Gefahr für alle Generationen jede positive Veränderung als das Ende des Abendlandes bezeichnet und jede negative tapfer ignoriert, andererseits diese Angst vor dem Wandel zur Mobilisation für einen Umsturz nutzt. „Macht mit uns kaputt, womit wir euch kaputt machen“, tönt’s voller Verheißung aus den braunen Flüstertüten, in die auch das regierende Geschmeiß sich erbricht. Dem Volk wird eingeredet, es könne sich für den von langer Hand geplanten Abbau der Demokratie rächen, indem es die Überreste einfach anzündet, denn dann hätte es über die rauchenden Trümmer ja wieder die volle Kontrolle. Mächtige Männer sagen das, die noch mehr Macht wollen, damit ihre Demontage von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik schneller in den Abgrund führt.

Das erste Problem an dieser bösen Banalität ist, wie weit sie es bis in den politischen Mainstream und damit bis in die gesellschaftliche Mitte geschafft hat, die sich für selbstermächtigt hält, wenn sie den gleichgeschalteten Sabber aus den libertären Brüllkanälen lecken, der noch schneller, noch härter die Rückkehr zu nationalsozialistischen Idealen fördert und fordert. Versprochen wird den klinisch bekloppten Irr- und Mitläufern die totale Handlungsmacht – als hätte man im Konglomerat der Wirtschaftskriege durch Massenabschiebungen plötzlich ohne Ende preiswerten Sprit oder genug Klinikbetten. Das Abkippen in den Totalitarismus war und ist kein Unfall; wir erleben gerade, wie es durch windige Versprechungen und eine Flut von Lügen jederzeit wieder geschehen kann, schneller und effektiver, als es der Bettnässer aus Braunau in einem verheerten Reich erreicht hatte.

Die einzige Chance ist es, sich den Lügen zu entziehen. Den Weltuntergang verursachen nicht Einwanderer. Der Feind kommt im Privatflugzeug. Auch er ist nur ein Mensch, er will es bloß nicht wahrhaben. Wir werden es ihm zeigen.





Honig im Kopf

2 04 2026

„Er hat das so definitiv nicht gesagt. Da haben sich wie immer alle anderen absichtlich verhört. Also er hat das schon so gesagt, ja, es gibt ja immerhin jede Menge Belege, die Kameras liefen alle mit, und das war wohl sicher kein Zufall, aber er hat natürlich auf keinen Fall so gemeint. Also ja, er hat das auch so gemeint, sonst hätte er es ja auch nicht so gesagt, aber das war nicht, ich wiederhole: das war nicht seine Meinung, die er hier geäußert hat. Das ist eine ganz miese linke Tour, dass Herr Merz die Meinung dieses dschihadistischen Kriegsverbrechers, der uns als Staatsoberhaupt von Syrien die Ehre gegeben hat, zu seiner eigenen macht und dann dafür zur Rechenschaft gezogen wird. Fragen Sie doch mal Ihre Töchter, was das bedeutet!

Jetzt regen Sie sich mal nicht künstlich auf, das machen wir immer so. Wir werden von den etwa einer Million Syrern, die hier dem Steuerzahler auf der Tasche liegen, mindestens drei Millionen sofort abschieben. Also nicht sofort, sondern innerhalb der nächsten drei Jahre, da wir immer damit rechnen müssen, dass dann wieder eine richtige Regierung gewählt wird. Und auch nur zur achtzig Prozent, da wir das Ergebnis irgendwie evaluieren müssen, und wie viel achtzig sind, das sehen wir dann.

Und dann sind da noch viele Millionen Syrer, die sofort ausreisen müssen, viele Millionen, im Moment bis zu 970. Da können wir momentan aber nicht viel machen, da die Behörden überlastet und personell schlecht aufgestellt sind. Das ist wie mit den fünfhundert Nazis, von denen siebenhundert per Haftbefehl gesucht werden. Die haben zwar nur Mordversuche verübt, Brandanschläge, schwere Körperverletzung, aber man kann keinem von ihnen vorwerfen, sich auf geradezu niederträchtige Weise den Aufenthalt in einem Land erschlichen zu haben, das dadurch so eine instabile Regierung bekommen hat, dass es an einen Bürgerkrieg gegen das Volk grenzt. Also die kriegen wir jetzt nicht weg – diese Syrer, nicht die Nazis, bei denen ist das sowieso egal – weil irgendwann wieder Wahlkampf ist.

Sie kritisieren doch immer, dass der Kanzler zu viel verspricht und nichts hält, weil er sich mit der Bevölkerung überhaupt nicht auskennt und nur auf billigen Populismus setzt. Selbstverständlich ist das sehr sportlich, hier mit so genauen Prozentzahlen zu operieren und mit einem klaren Zeitrahmen. Das wäre ja so, als würde er sagen: ‚Wir halbieren die AfD‘ oder ‚Herbst der Reformen‘. Das macht uns allen Hoffnung. Mit einem einfachen ‚Ausländer raus‘ ist es da nicht getan. Das sind größtenteils Menschen, die einfach nur in Frieden leben wollen, und wenn wir uns schon selbst keinen Sozialstaat mehr leisten können, den sogar solche Schmarotzer in Anspruch nehmen müssen, die nebenbei vollzeit sozialversicherungspflichtig arbeiten, wie sollen wir das mit 970 Terroristen machen, die uns die Haare vom Kopf fressen? Finden Sie nicht auch, dass ein Bundeskanzler da Klartext sprechen sollte, und sei es auch aus dem Mund eines Präsidenten, der gar nicht im Krieg sein kann, weil Syrien dann ja gar keinen Präsidenten hätte?

Außerdem müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass viele syrische Ärzte hier arbeiten. Vermutlich könnten es noch viel mehr sein, wenn wir sie eher arbeiten ließen, aber das ist hier ja nicht die Frage. Die Hauptsache ist, dass wir die alle abschieben können – ein paar tausend Ärzte weniger, das sind im Jahr viele Millionen Patientenkontakte weniger, die unser Gesundheitssystem verteuern. Das wäre die Chance für die Bundesregierung, diese Reform im Gesundheitswesen doch noch irgendwie nicht in die Tonne zu treten. Und wenn dann wieder ein paar tausend Stellen in den Krankenhäusern frei sind, die noch nicht geschlossen werden können, dann kann die Bundesregierung ausländische Ärzte ins Land holen, ohne sie selbst ausbilden zu müssen. Die haben dann zwar weniger Berufspraxis und fehlen zum Beispiel in Rumänien, aber so ist das nun mal im Krieg. Da darf man mit seinen Freunden nicht immer so umgehen, als wären es Menschen.

Ach, das hat der gar nicht gesagt? das soll sich der Kanzler alles bloß ausgedacht haben? Ja, der kann doch auch mal etwa anderes im Kopf haben. Demnächst sind ja wieder Landtagswahlen, er muss die erneuerbaren Energien abschaffen, Söder hat auch immer so komische Ideen, da kann man schon mal… – Honig? Verstehe ich jetzt auch nicht, aber das wollen die Leute, sonst hätten sie ihn ja nicht gleich im zweiten Durchgang gewählt.

Der hat also gesagt, man kann nicht einfach mal eine dreiviertel Million Leute ins Flugzeug setzen und nach Syrien abschieben. Also erstens ist das ja keine Abschiebung, wenn der Bürgerkrieg da vorbei ist, das hat der Kanzler klipp und klar so gesagt, er soll ja sogar selbst dabei gewesen sein, und dann ist das gar kein echter Präsident, sondern mehr so ein Übergangsmodell. Der soll sogar Muslim sein, da sehen Sie doch, dass man dem kein Wort glauben kann. Am Ende nimmt der nur Leute, die hier eine Ausbildung auf Kosten der Steuerzahler genossen haben, den Fachkräftemangel beseitigen und für stabile Wuchermieten durch wenig Leerstand auf dem Wohnungsmarkt sorgen. Das wird dann von den linken Systemmedien ausgeschlachtet, als wäre es wahr. So wie die historische Einigung auf dem EU-Gipfel über das Mercosur-Abkommen, die er selbst miterlebt hat, sonst hätte er nicht allen davon erzählen können, die dabei gewesen sein sollen. Und das waren auch alles Ausländer.

Stellen Sie sich mal vor, jeder würde hier nach Deutschland kommen, sich anständig verhalten, arbeiten, sich integrieren und am Ende Deutscher werden wollen. Wer würde Merz da noch wählen?“





Sonderbehandlungszone

1 04 2026

„… den Osten besser verstehen zu wollen. Auch im Hinblick auf künftige Landtagswahlen in den neuen Bundesländern werde Merz eine geänderte CDU-Taktik zur politischen und sozialen Annäherung an die sehr spezielle Lebenswelt der…“

„… die Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland Kaiser Wortlaut und Haltung des Kanzlers als schwer erträglich bezeichnet habe. Sie könne sich nicht des Eindrucks erwehren, dass der CDU-Vorsitzende die Bevölkerung in den östlichen Bundesländern wie unerwünschte Migranten oder Asylbewerber behandle, die er für jedes Versagen seiner eigenen…“

„… die Bundestagsfraktion sich nicht auf ein gemeinsames Vorgehen habe einigen können. Der Vorschlag des stellvertretenden Vorsitzenden Jung, eine Sonderbehandlungszone einzurichten, habe unter den Abgeordneten der östlichen Länder zum Teil für erbitterten Protest und eine…“

„… seine Unterstützung angeboten habe, um die Unionsführung in der Befriedung der Ostgebiete zu einer gesamtwestdeutschen Lösung zu bringen. Für Söder sei die ehemalige DDR ein Land, in dem es keine negativen Erscheinungen wie den Islam oder vegane Zwangsernährung, sondern hart arbeitende Werktätige gegeben habe, und eine Staatsführung, die Umweltschutzspinner bekämpft habe, bevor sich eine grüne Verbotspartei habe gründen können. Er werbe im Wahlkampf gern für einen…“

„… sich sehr darauf freue, dass Kaiser in der deutschen Realität ankomme und als Ossischlampe ihre dumme Fresse halte. Linnemann empfinde es von einer Frau, noch dazu aus dem Fascholand Thüringen, als nicht tolerierbar, wenn sie sich mit Kritik am bedeutendsten Staatsmann aller…“

„… das SBZ-Programm mit einer Reihe von Fördermaßnahmen zu unterstützen, die explizit mit der Union als Initiator verbunden sein sollten. So sei der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien Weimer mit einem Verbot von Rap und anderer Negermusik in den Tanzlokalen sofort auf Unverständnis gestoßen. Die Renaissance des Lipsi als ostdeutsche Unterhaltungskultur sei absurd und werde weder von der Bevölkerung noch von den…“

„… auch das Staatssicherheitsgefühl der Bürger stärken wolle. Dobrindt setze auf Unterstützung der modernen Überwachungsmethoden durch das im Sozialismus bewährte Hausbuch, das mit einer zusätzlichen Meldepflicht für Migranten, Linke und politisch unzuverlässige Personen eine…“

„… den Musterungsprozess für 18-Jährige auf traditionelle Art abzukürzen. Um das Verfahren zu beschleunigen, wolle Linnemann die Bürger mit der Frage, ob sie für den Frieden seien, zur sofortigen freiwilligen Meldung in die…“

„… subventionierte Produkte für Arbeiter und Angestellte auf den Markt zu bringen. Merz sehe die Notwendigkeit, dass die Werktätigen sich im Unterschied zu Arbeitslosen, die sich durch üppige Staatsfinanzierung ihrer Faulheit so gut wie alles leisten könnten, etwa durch eine kostenlose oder stark verbilligte Schlager-Süßtafel pro Monat für ihre staatstragende…“

„… die Bevölkerung mehr in die Strukturen des Staates einbinden wolle, um ihnen wieder Vertrauen in die Institutionen zu geben. Dobrindt wolle das Aufspüren illegaler Zuwanderer mit einer 100.000 Mann starken Gruppe der Freiwilligen Helfer der Bundespolizei unterstützen, die neben Verhaftungen und Verhören, die sich nicht an die rechtsstaatlichen Beschränkungen und den Verzicht auf kreative Mittel der Erkenntnisgewinnung in der…“

„… die Ausbürgerung unerwünschter Künstler und Intellektueller aus den östlichen Ländern zu ermöglichen. Weimer setze dabei auf Erkenntnisse des Verfassungsschutzes, die er im Einzerfall auch ohne greifbare Ergebnisse umsetzen wolle. Ob mit der Deportation in den Westen gleichzeitig auch der Verlust der deutschen Staatsbürgerschaft und die Abschiebung in ein nicht nationalsozialistisches Land ermöglicht werde, wolle die Bundesregierung offen lassen, da zunächst die Wahlen zum…“

„… den Fahnenappell mit dem Absingen der Nationalhymne für ein schönes Brauchtum halte, das die Verbundenheit mit den Vaterland ausdrücke. Söder fordere die Einführung der im Freistaat seit diesem Jahr geltenden Vorschrift für alle Schulen im Beitrittsgebiet, um auch die Jugend in den…“

„… durch ein Verbot national unerwünschter Betriebe das Straßenbild erheblich verbessern und dem Volkswillen unterwerfen wolle. Merz sehe in den ostdeutschen Innenstädten keine Notwendigkeit für hunderttausende Döner- und Dürümläden, in denen islamistische Speisen angeboten und der migrantische Bodensatz der Gesellschaft auf Kosten der Deutschen bereichert werde. Der Krustra-Erlass, mit dem das traditionelle Gericht aus Mischbrotteig mit Sauerkraut, Schweinehackfleisch und saurer Sahne zur Sättigung der anständigen…“

„… mehr Stabilität versprechen könne, wenn die Landtagswahlen in Ostdeutschland nicht mehr nach den bürokratischen Vorschriften der BRD veranstaltet würden. Linnemann spreche sich für eine feste Zusammensetzung der Parlamente aus, die durch freiwillige Zustimmung der Wähler in unkomplizierten Prozessen ohne den üblichen…“

„… einem freiwilligen Zusammenschluss mit der AfD nie im Weg gestanden habe. Große Teile der Union würden einer Fusion der beiden Kräfte zur Nationalsozialistischen Einheitspartei Deutschlands, die zunächst nur auf Landesebene, bald aber auch im Bund und mit der Perspektive auf eine durchregierungsfähige Mehrheit für die…“





Trüffelsalami

31 03 2026

„Das ist absoluter Wahnsinn!“ „Kein normaler Mensch käme auf so eine bescheuerte Idee!“ „Und genau deshalb machen wie das jetzt.“ „Aber das wird uns den Kopf kosten!“ „Und wenn schon.“ „Sie wollen also ernsthaft die Wirtschaft abwürgen und massiv Arbeitsplätze gefährden?“ „Wir werden die Mehrwertsteuer erhöhen, basta!“

„Damit machen wir die Binnenkonjunktur endgültig kaputt!“ „So ist das eben, wir müssen alle Opfer bringen.“ „Aber das trifft direkt den Staat.“ „Dann müssen die Bürger das eben ausbaden und den Gürtel enger schnallen.“ „Wenn ich das richtig verstanden habe, schröpfen wir die Verbraucher, damit sie hinterher mehr bezahlen können.“ „Das klingt jetzt irgendwie nicht logisch.“ „Da man uns immer noch die größte Wirtschaftskompetenz von allen Parteien zutraut, muss das richtig sein.“ „Der Konsum wird wegbrechen!“ „Das ist doch prima, dann sparen die Leute endlich mehr.“ „Das heißt weniger Wachstum, am Ende handeln wir uns eine massive Rezession ein!“ „Da müssen wir natürlich Präventivmaßnahmen ergreifen.“ „Also Verzicht auf diesen Unfug?“ „Wir streichen Sozialleistungen so zusammen, dass keiner mehr wagt, arbeitslos zu werden.“

„Dass das die Inflation antreibt, hat man Ihnen aber schon verraten?“ „Ja, aber das kapiert der Kanzler nicht.“ „Was hat das mit dem Kanzler zu tun?“ „Das ist Wirtschaft.“ „Ja, aber…“ „Weil er das eh nicht versteht.“ „Und deshalb riskieren wir jetzt Preissprünge auf dem Energiemarkt?“ „Das ist doch klasse fürs BIP, das bedeutet endlich wieder höhere Umsätze.“ „Was macht er beruflich?“ „Er ist in unserer Partei.“ „Was frage ich auch.“

„Nein, mal ernsthaft: die letzte Steuererhöhung hat irre Verluste für die Dynamik bedeutet, das war noch vor der Eurokrise.“ „Super, dann haben wir ja endlich mal Wachstum.“ „Er rafft es wirklich nicht, oder?“ „Also rhetorische Fragen bringen uns jetzt auch nicht weiter.“ „Wir hatten kein Problem mit dem Ölpreis.“ „Haben wir jetzt auch nicht, der Spritpreis steigt ja bald nur noch einmal täglich.“ „Die Unternehmen werden sich das nicht leisten können, das bedeutet noch mehr Arbeitslose.“ „Sehr gut!“ „Wie jetzt?“ „Mit denen, die wir bisher hatten, konnten wir keine fünfzig Milliarden sparen, aber vielleicht kriegen wir es jetzt hin.“

„Sagen Sie mal, wie haben Sie eigentlich den Finanzminister auf diese Schnapsidee gebracht?“ „Klingbeil? der hat doch keine Ahnung.“ „Ja, das hat sich auch schon herumgesprochen, aber warum will er das unbedingt?“ „Also mir ist nicht bekannt, dass er das wollen würde.“ „Aber Sie haben doch gerade…“ „Das machen wir ohne ihn, schließlich sind wir die Kanzlerpartei.“ „Und das beschließen wir mal eben so?“ „Wenn es den Sozen nicht passt, können sie ja gerne die Regierung verlassen.“ „Am Ende machen die das noch!“ „Dann haben wir halt keine andere Möglichkeit, als endlich die Politik zu machen, für die uns die Deutschen gewählt haben.“ „Aber wir haben auch gesagt, dass es auf keinen Fall Steuererleichterungen geben wird.“ „Für die meisten gilt das ja auch, und wenn man zu denen gehört, denen es scheißegal sein kann, wer gerade regiert, kann man so einen kleinen Wortbruch wohl noch verkraften, oder?“

„Sie wollen den Staat lahm legen.“ „Sie sagen das so, als wäre das schlimm.“ „Spätestens dann, wenn die Europäische Zentralbank die Zinsen erhöht, würgen wir die Wirtschaft ab.“ „Sehr gut!“ „Soll ich einen Arzt anrufen?“ „Am besten einen Psychiater.“ „Wir haben das alles gegenfinanziert.“ „Ach.“ „Linke Tasche – rechte Tasche.“ „Wie das denn?“ „Wenn die Mehrwertsteuererhöhung die ärmeren Haushalte trifft, sind Steuersenkungen für die oberen Einkommensgruppen drin.“ „Sie haben das Prinzip offensichtlich verstanden.“ „Und warum steht dann in Ihrem Papier auch etwas von Abschaffung der Mehrwertsteuer?“ „Natürlich nur auf ausgewählte Grundnahrungsmittel.“ „Also Brot und Margarine?“ „Trüffelsalami.“ „Trüffelsalami!?“ „Meine Güte, können Sie sich als Leistungsträger ein Frühstück ohne Trüffelsalami vorstellen?“ „Wir sorgen dafür, dass Arbeitslose ihr Dach über dem Kopf verlieren, nur damit ein paar Arschlöcher wie Sie…“ „Wir sorgen damit auch für Gerechtigkeit.“ „Für was!?“ „Wenn wie die Mehrwertsteuer auf Trüffelsalami, Champagner und Privatflugzeuge beseitigen, können sich das auch Arbeitslose leisten, wenigstens ab und zu.“

„Ich wette, Sie werden Jubelstürme im Volk auslösen.“ „Immerhin werden wir 17 Milliarden an Mindereinnahmen haben, das ist ein Drittel davon, was wir auch den Totalverweigerern rausgekriegt hätten.“ „Das bringt dem Durchschnittsverdiener dann etwa fünfzig Cent Ersparnis am Tag.“ „Wenn Sie sich einen besser bezahlten Job suchen und mehr konsumieren, sparen Sie eben auch mehr.“ „Falls der Lebensmittelhandel das überhaupt an die Kunden weitergibt.“ „Wie gesagt, wir können bei denen ja keine Übergewinne abschöpfen – das würde auch rechnerisch gar nichts ergeben, wenn der Staat die Gewinne einbehält, die er selbst erst ermöglicht.“ „Richtig, sonst müsste man auch eine Vermögensteuer einführen.“ „Oder eine richtige Erbschaftssteuer.“ „Jetzt werden Sie mal nicht sozialistisch hier!“ „Und dann würden die Preise wegen steigender Produktionskosten vermutlich noch nach oben angepasst.“ „Und der Konsum geht zurück.“ „Und die Umsätze.“ „Die Aktien.“ „Die Dividenden.“ „Die Parteispenden.“ „Nein!“ „Doch.“ „Hallo, hallo – Herr Spahn, sofort stoppen! Ja, es ist alles in der Scheiße, wie Sie angeordnet haben. Aber viel zu früh!“





Bundesrepublikflucht

30 03 2026

„… habe die aktuelle Trendstudie Jugend in Deutschland nicht nur einen hohen Bedarf an psychologischer Behandlung festgestellt. Etwa ein Fünftel der Personen unter 30 trage sich bereits mit dem Gedanken einer Auswanderung aus…“

„… als plumpe Fälschung aus linksgrünen Aktivistenkreisen bezeichnet habe. Linnemann sei bereits aufgefallen, dass 29-Jährige als jugendlich bezeichnet würden, was so ähnlich sei, als würde man Friedrich Merz, das größte Genie aller Zeiten und einen der kompetentesten Experten für alles, trotz seines bewundernswerten Reichtums noch als mittlere Mitte des mittleren Mittelstandes…“

„… es schmerzlich zu sehen sei, dass der Glaube der jungen Menschen in die Parteien und damit in die Institutionen schwinde, die legal die Politik Deutschlands bestimmen dürften. Klöckner sei jedoch hoffnungsvoll, dass sich die Befragten nach wie vor für die AfD und ihre Wahlversprechen interessieren würden und wolle in ihrem Amt alles daran setzen, dass die Union deren Programm so genau wie möglich…“

„… an der inzwischen terroristischen Ideologie der woken Deutschlandhasser liege. Söder sehe die linksgrüne Verbotspartei, die junge Menschen zwangsweise zu Transen verschwulen und ihnen die Bratwurst rauben wolle, als größte Gefahr für eine Gesellschaft, in der man noch stolz sein dürfe auf Herkunft, Rasse und…“

„… die Bundesregierung mit allen Mitteln gegen den drohenden Verlust ihrer Bevölkerung kämpfen müsse. IM Dobrindt lasse bereits prüfen, ob eine Bürokratisierungsinitiative mit bis zu dreihundert neuen Formularen, die alle innerhalb eines Tages in einer persönlichen Vorsprache beigebracht werden müssten, den rechtlichen Rahmen für eine dauerhafte Ausreise aus der…“

„… als hirnverbrannte Idee linker Spinner bezeichnet habe, die nicht mehr alle Tassen im Schrank hätten. Das 9-Euro-Ticket sei für Merz keine Antwort, da die Frage nicht existiere. Kinder und Jugendlich hätten nicht sinnlos in der Gegend herumzureisen und sich auf die Straße zu kleben, sondern sieben Tage in der Woche zu lernen, damit sie nach einem guten Studienabschluss deutsche hocheffiziente Verbrenner mit einem Wirkungsgrad von fünfhundert Trilliarden Prozent endlich den…“

„… besonders in den deutschen Ostgebieten, in denen bis heute nur vom Kommunismus geprägte Minderleister wohnen würden, problematisch sei. Linnemann sehe keine andere Möglichkeit, als die organisierte Verschickung der Kinder zu Familien in den Westen, wo sich Parteikader der CDU ihrer annehmen würden, auf gesetzlicher Grundlage…“

„… dass der Straftatbestand des ungesetzlichen Grenzübertritts im DDR-Recht zwar eine andere Grundlage habe als die heute im Asylrecht der EU vorgesehene Bestimmung, beide aber dank ihrer offenkundigen Gesetzeswidrigkeit durchaus in den Aufgabenbereich der Bundespolizei übertragen werden könnten. Dobrindt wolle die Beamten bis auf Weiteres anweisen, bei ungeklärter Ausreise unverzüglich von der Schusswaffe Gebrauch zu…“

„… in der Öffentlichkeit verschwiegen werde. Merz wisse aus Statistiken, die er sich ganz genau vorstellen könne, wie islamistische Gewalttäter, von denen es alleine in Berlin mehrere Milliarden gebe, die deutschen Frauen bis zu vierzig Stunden täglich vergewaltigen würden, um die Umvolkung mit Hilfe von…“

„… sich die Bevölkerung im Osten selbst um ihre Defizite kümmern müssten. Der Unionsexperte für rechtes Gedankengut, Pilzinfektionen und steuertechnische Optimierung Spahn wolle mit dem Testfall die Brandmauer zur Schwesterpartei AfD auf Landesebene einreißen und ihr vertrauensvoll die Regierungsgeschäfte übertragen, damit das Volk wieder eine Perspektive habe, das Soziale mit dem Nationalen zu…“

„… liege es laut Söder offensichtlich am hohen psychiatrischen Behandlungsbedarf, der zur Flucht aus einem normalen Land führe, in dem normale Menschen morgens zur Arbeit statt in die Klapsmühle gehen würden. Die CSU fordere ein Verbot von Studien, die aufwiegeln und falsche Versprechen über ein vermeintlich einfacheres Leben in fremdländischen…“

„… eine Bundesrepublikflucht schwerwiegende Folgen für die Straftäter haben werde. Merz wolle durch einen Kanzlererlass sicherstellen, dass bei unbefugter Entfernung aus dem Wirtschaftsbereich des BTD-BIP, was als vorsätzliche Entdeutschung gelte, alle erworbenen Anwartschaften an das Rentensystem gestrichen und die Staatsbürgerschaft mit sofortiger Wirkung…“

„… mehr als Vorbilder auftreten sollten, um die Jugend zu animieren. Reiche wolle junge Menschen für eine Karriere in der Politik gewinnen, wo sie ohne jede Sachkenntnis und Moral durch gezielte Unterschlagungen, Korruption und Steuerbetrug sehr schnell zu Geld kommen könnten, falls ihre Nebeneinkünfte ihnen überhaupt Zeit für einen…“

„… dass die Auswirkungen der Klimakrise, die von den Ökospinnern herumerzählt würden, dann ja auch in Ländern mit einer Bevölkerung ankämen, die nicht einmal Deutsch verstünden oder essbares Brot backen könnten. Merz habe allen Bürgern unter 30 mit einer Ausbürgerung gedroht, um sich schnellstmöglich in die…“

„… durch soziale Medien hervorgerufen worden sei. Die Bundesregierung wolle Massenphänomene dieser Art unterbinden, um sich wieder auf wichtige Fragestellungen konzentrieren zu können, und werde mit einem zeitnahen Verbot sämtlicher…“





Verzicht

29 03 2026

für Kurt Tucholsky

Herr Sengespeck hockt ganz privat
bei Licht und Wasserleitung
und kommt gewaltig schon in Fahrt
bei seiner Morgenzeitung.
Die Wirtschaft, Gott! die Politik!
Er zuckt schon mit den Wimpern,
bevor der Druck gewaltig stieg –
das gilt den dummen Stümpern!
Er sucht zur Rechten das Papier
und ruft und schreit. Ist Hannchen hier?
Weiß sie, dass ich hier throne?
  Ach, lass mal.
    Geht auch ohne.

Der Frühling naht! Herr Öhmchen sitzt
mit Appetit im Garten,
wie er dort auf den Spargel spitzt –
er kann es kaum erwarten!
Der Duft ist jedenfalls famos,
so gut ist es geraten!
Dazu ein Schnitzel, riesengroß
und butterfett gebraten,
und dann Kartoffeln, nicht zu knapp –
wonach sucht er den Teller ab?
Wo ist denn die Zitrone?
  Ach, lass mal.
    Geht auch ohne.

Dem Michel ist so sterbensmatt.
Schon wieder nur Versprechen.
Er hat den ganzen Laden satt,
das Hauen, Lügen, Stechen.
Er muss, sagt man ihm immerzu,
nur einfach viel mehr wollen.
Der Gürtel: eng, ihn drückt der Schuh.
Doch kein Kopf soll da rollen.
Bis jetzt schritt er durch Wohl und Weh
getreten von der SPD.
Die kümmert’s nicht die Bohne.
  Nun denn.
    Es geht auch ohne.





In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (DCCLXXXVII)

28 03 2026

Es geht Věra in Säumerbrücke
mit Kuchen (zusammen zwölf Stücke)
zur Arbeit. Vom Kuchen
muss sie doch versuchen –
davon sieht man nun eine Lücke.

Umberto, der ist in Vernagt
ob einer Einladung verzagt.
Er muss sich entscheiden.
Wird er es erleiden?
Das wird also – erst mal – vertagt.

Es setzt Lenka in Rausenbruck
am Deckeneck allerhand Stuck.
Wenn sie es nicht plättet,
ist es schon gerettet –
sie nimmt dabei manchmal viel Druck.

Daniele, der hatte in Telfen
beim Waldspaziergang Angst vor Wölfen,
die dort gar nicht lauern.
Ihm rieten die Bauern
zu Schafen, die aufpassen helfen.

Es drehte sich Radek in Schlippengrund
mit einem Etui gern die Kippen rund,
da er Kette rauchte
und dieses auch brauchte,
sonst würden vom Rauchen die Lippen wund.

Cesare, der brachte in Uttenheim
vom Töpfern am Abend die Putten heim.
Die Helfer des Meisters,
nun ledig des Kleisters,
die gingen erschöpft in den Kutten heim.

Es reinigte Gita in Schonung
mit Hilfe des Saugers die Wohnung.
Da fand sie an Plätzen
so manches an Schätzen.
Das nahm sie dann gern als Belohnung.





Gernulf Olzheimer kommentiert (DCCCVII): Rechte Denkverbote

27 03 2026
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Wer kennt es nicht. Kaum sagt man mal etwas gegen dunkelhäutige Deutsche, die zwar bestimmt keine echten Volksgenossen sein können, wenn ihre Vorfahren aus dem Kral kommen, schon wird man von einer Rotte kommunistischer Rowdies mit dem Schlagring in die Schranken gewiesen. „Die sollen doch froh sein, dass wir sie nicht alle gleich in die Gaskammer prügeln“, plärrt da der Stalinist, „und dass wir als anständige Deutsche immer mit diesen Gaskammern in Verbindung gebracht werden, die es nämlich nie gegeben hat, das liegt nur an diesen internationalistischen Eliten, die uns, das stärkste Volk der ganzen Menschheitsgeschichte, vernichten werden, wenn wir ihnen beispielsweise erlauben, unsere Frauen zu schänden!“ Und dann wird man sofort mit dem gerechten Zorn des Arischlochs vom Dienst konfrontiert, dass diese eine Tussi, die auch unheimisch heißt, wegen virtueller Vergewaltigung herumgreint, aber nicht öffentlich angeprangert hat, dass deutsche Mädels von Subsahara-Irren in der S-Bahn einfach so abgestochen werden. Da hilft nur die Weltrevolution, Klimaschutz, am besten noch bedingungsloses Grundeinkommen, um… – Nee, halt. War anders. War natürlich ein Nazi, der sich sterbenselend gegen diese linke Gehirnvollwäsche zur Wehr setzen musste. Mit rechten Denkverboten.

Macht ja auch, von außen betrachtet, Sinn – was soll man den Braunrüben auch verbieten, womit sie schon körperlich überfordert sind – und zeigt schön, dass sie das, was sie selbst tun, anderen vorwerfen. Dass sie sich schon beschweren, wenn man sie als Faschisten bezeichnet, nur weil ihr von Hirnfäule durchsetzter Haufen ständig Hitler grüßt und Haken kreuzt, liegt nicht nur an angeborener Feigheit, es ist der Anspruch, den die Nationalsozialiesel dem Volk aufdrücken, alles so zu bestimmen, wie es ihr dünn angerührter Rassendreck hergibt. Waren es bei Goebbels und seinen luetischen Loddeln noch die, die man heute aus Staatsraison nicht mehr selbst beschimpfen darf (und froh ist, dass es dafür eine Herde Arschgeigen gibt), sucht sich die Reaktion ihre massenkompatiblen Feindbilder und hämmert sie den Bekloppten ein: Arme, Abgehängte, alle, die vorsätzlich behindert oder krank geboren oder sich sonst zur Hexenjagd eignen.

Es ist zunächst der normative Aspekt, der allem aufoktroyiert wird: was gesund ist, bestimmt das Volksempfinden. Was nicht dazu gehört, das wird in diskursiver Dauerschleife angepöbelt, ausgespuckt und im leitkulturellen Sumpf versenkt, auf dem die Winzpimmel weimernd ihre Masturbationsversuche abseichen, den Boden der Tatsachen mit Scheiße zu fluten. Wurst ohne Fleisch und Autos ohne Brumm-Brumm? Gendersternchenneutrale Toiletten? Transfrauen sind Frauen? am Ende Frauen wie Menschen behandeln? Das ist nicht mehr ihr Teutschland, für das sie die Enkel jederzeit wieder von Stalingrad verrecken lassen würden, damit die Rendite stimmt. Und sie tun also.

Wer widerspricht, macht sich verdächtig, denn es gibt keinen differenzierten Diskurs mehr und kein Recht auf Widerspruch. Wenn das der Kanzler wüsste, er würde sich natürlich sofort zustimmen.

Und so bekämpfen die Rechtsextremen längst auch Politiker, die sich argumentativ über sie und ihre von Industrienutten bezahlten Hetzmedien äußern, und zwar mit den Mitteln des Rechtsstaates, den sie so lange ausnutzen, bis sie ihn abschaffen können. Noch wehrt sich die Zivilgesellschaft und wird von den Gerichten unterstützt: im Namen des Volkes. Doch schon gibt es eine Phalanx bis hinein in die Regierung, die offen diese Zivilgesellschaft bekämpft, ohne die sie, die Gewählten, vielleicht schon bald in den Arbeits- oder Vernichtungslagern säßen, die die Extremisten nicht aus Koketterie als unerlässliche Härte maskieren, die Deutschland zur Verteidigung gegen die bürgerliche Gesellschaft bräuchte. Es reicht schon, wenn man sich im Sinne der Verfassung äußert, wenn man Klimaschutz und Antifaschismus fordert oder nur die Einhaltung der geltenden Asylgesetzgebung. Die Regierung und ihre Schergen behandeln derlei als Staatsfeinde, wären aber die ersten, die die Mütter und Väter des Grundgesetzes an die Wand nageln würden.

Das rechte Denkverbot ist ein Handlungsverbot geworden, und getreu der genannten Prämisse, dass Autokraten ihren Gegnern immer das vorwerfen, was sie selbst im Sinn haben, baut sich das ein dürres Konstrukt, das nach Freiheit plärrt – die, die sie meinen – und erklärt alle anderen sofort zu Verbotsideologen. Es entlastet so schön, wenn man die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit nicht immer an neuen Markern erklären muss, Politik aus Emotionen und Bratwurst schwiemeln kann und keinen Plan braucht außer der Absicht, sich selbst an der Macht zu halten und dort reich zu werden.

Wir sind vorbereitet auf die Machtergreifung, sie hat eigentlich schon stattgefunden. Der Diskurs ist Herrschaft geworden. Am besten redet man nicht darüber, weil man sonst den armen Faschisten, die Opfer des gewaltsamen Linksrucks, des Zwangs zu Veganismus und Queerness, ganz dolle wehtut. Und so lassen wir sie in Frieden, damit sie sich für den Tag der Tage ausschlafen können. Aber das darf man ja gar nicht sagen. Noch nicht.