Schlagwörter
Dominikanische Republik, Künstler, Kunst, Motorradunfall, Unfall, Yves Drube
Lange nichts von mir gehört, oder? Man könnte sagen, ich habe mir eine kleine Auszeit gegönnt – aber ehrlich gesagt, hat der Unfall vor ein paar Wochen mir diese „Auszeit“ einfach so aufs Auge gedrückt. Ich war auf dem Heimweg vom Atelier, als mir ein Geländewagen aus dem Nichts mich von hinten einfach mal so mitnahm. Keine Vorwarnung, keine Ausweichmöglichkeit. Bumm, Krankenhaus.
Der ganze Spaß endete mit einer Notoperation, starke inneren Blutungen, der Entfernung meiner Milz, drei gebrochenen Rippen und einer gequetschten Lunge. Und, Überraschung: Ich lebe noch. Ja, ich weiß, klingt jetzt nicht gerade wie der entspannteste Abend, aber hier bin ich – zurück aus der „Notaufnahme“, mit ein paar neuen, sehr realen Erkenntnissen im Gepäck.
Was lernen wir aus dieser Erfahrung?
Erstens: Das Leben ist ziemlich unvorhersehbar. Du fährst einfach vom Atelier nach Hause und plötzlich befindest du dich im Krankenhaus. Und wer wusste, dass man so viel über das eigene Leben nachdenken kann, während man sich von einer OP erholt?
Zweitens: Künstler leben nicht ewig – oder, genauer gesagt, wir wissen nie, wie viel Zeit uns bleibt. Ich dachte immer, ich hätte noch unendlich viele Jahre, um meine Werke zu vollenden. Tja, ein Unfall hat mich daran erinnert, dass jetzt der richtige Moment ist, um alles zu tun, was du tun möchtest. Also warum warten, bis du „alt und weise“ bist, um dein Meisterwerk zu schaffen?
Auch wenn das Ganze sehr „filmreif“ klingt, hat mir dieser Unfall eines gezeigt: Die Zeit ist kostbar. Ich habe nach der OP eine Menge darüber nachgedacht, wie wir unsere Zeit verbringen – und wie oft wir uns selbst ausbremsen, anstatt einfach anzufangen. Egal, was du vorhast, der perfekte Moment kommt selten. Man muss die Dinge selbst in die Hand nehmen, bevor der Geländewagen dich wieder auf die Schiene bringt, in der du dich nur noch fragst: „Warum habe ich nicht einfach früher angefangen?“
Fazit
Der Künstler kann von jetzt auf gleich von dieser Welt gehen – also warum warten? Holt euch jetzt ein Gemälde, solange ich noch atme. Tote Künstler brauchen nämlich kein Geld mehr zum Leben – und, ganz ehrlich, ein Kunstwerk zu Lebzeiten ist viel finanziell günstiger als nach dem Tod. Also, worauf wartet ihr noch? Kunst von mir, bevor ich mich verziehe!

