Wenn ich Gott sehe – bin ich dann noch Atheist?

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Jeder weiß, ich bin Atheist.
Nicht aus Rebellion, nicht aus Frust, nicht militant, nicht missionarisch. Sondern aus Überzeugung. Ich glaube an das, was sich zeigen lässt. Alles andere ist spannend – aber eben Spekulation.

Kürzlich stellte sich eine interessante Frage:
Was wäre, wenn Gott tatsächlich auftauchen würde? Also nicht in einem Traum oder einer Wolke, sondern wirklich – sichtbar, unmissverständlich, mit Glanz, Gloria und vielleicht einer Flasche Wein unter dem Arm.

Und ja, auch dann würde ich wohl nicht mehr Atheist sein.
Aber nicht, weil ich plötzlich glauben würde.
Sondern weil ich es dann wüsste.

Atheismus bedeutet für mich nicht zu glauben: keine Behauptung ohne Beleg. Keine Tod ohne Leben und kein Leben ohne Tod. Wenn eine göttliche Instanz auftaucht und mir den kosmischen Fingerzeig liefert – nun ja, dann verändert sich der Status.
Glaube wird ersetzt durch Erfahrung und Wissen.

In so einem Moment wäre die eigene Weltanschauung nicht widerlegt, sondern schlicht überholt.
Der Atheist würde zum Beobachter.
Nicht zum Gläubigen – denn Glauben braucht man nur, wenn man nichts sieht.

Wahrscheinlich würde ich nach dem Schock erst mal ein Glas Rotwein brauchen.
Dann würde ich überlegen, wie man das Erlebte in Öl auf Leinwand bringt. Vielleicht mit Lichtstrahlen, vielleicht ganz minimalistisch. Vielleicht als ironisches Selbstporträt mit göttlicher Erscheinung im Hintergrund, leicht genervt, weil ich schon wieder alles hinterfrage.

Der Punkt bleibt: Wenn Gott auftaucht, ist der Atheismus überflüssig – nicht widerlegt, sondern erledigt.
Man steigt von der Tribüne der Theorie auf das Spielfeld der Tatsache.

Bis es so weit ist, bleibe ich bei dem, was ich habe:
einen wachen Geist, einen gesunden Zweifel und das Gefühl, dass der Sinn des Lebens nicht unbedingt in himmlischen Etagen geschrieben stehen muss.

Falls Gott doch noch kommt – bitte mit einer Flasche Wein.

Meine ersten Schritte in die Welt der Archäologie

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Wie alles begann: Meine ersten Schritte in die Welt der Archäologie

Schon in jungen Jahren zeigte sich bei mir eine eher ungewöhnliche Leidenschaft: Während andere Kinder sich für Spielzeug, Comics oder Fußball begeisterten, zog es mich magisch zu allem, was alt, verstaubt und geschichtlich aufgeladen war. Alte Dinge hatten für mich eine besondere Anziehungskraft – eine Faszination, die mich bis heute begleitet.

Früh übt sich: Museen statt Spielplatz

In den Ferien, wenn ich tagsüber allein war, weil meine Eltern arbeiteten, stand für mich ein Ziel immer ganz oben: das Kulturhistorische Museum in Magdeburg. Besonders die Abteilung für Ur- und Frühgeschichte zog mich förmlich in ihren Bann. Skelette, Tongefäße, Werkzeuge – ich konnte mich daran nicht sattsehen. Mein Interesse wurde mit jedem Besuch größer.

Der Moment, der alles veränderte

Im Alter von etwa zehn Jahren kam es dann zu einem unerwarteten Wendepunkt. Nach einem Museumsbesuch entwickelte sich ein Gespräch, das – mehr durch Zufall als durch Planung – dazu führte, dass ich zu einer echten archäologischen Ausgrabung eingeladen wurde. Voraussetzung: Ich sollte mit Luftmatratze, alter Kleidung und Fahrrad zum Treffpunkt kommen.

Die Grabung fand in Unseburg statt. Geschlafen wurde im Zelt, gegessen in der Dorfkneipe – ein richtiges kleines Abenteuerlager, fernab von Pauschalferien oder Kinderanimation.

Vom Museumsbesucher zum Nachwuchs-Ausgräber

Zunächst hielten meine Eltern das Ganze für ein Missverständnis. Dass ein Kind zu einer echten Grabung eingeladen wird, klang doch etwas unwahrscheinlich. „Yves, du hast bestimmt was falsch verstanden“, meinten sie. Mein Vater brachte mich zum Museum und nach einem kurzen Gespräch mit den Verantwortlichen war klar: Das Angebot war ernst gemeint  – damit begann mein erstes richtiges Abenteuer.

Die Grabung lag idyllisch: auf einem Acker, neben einer Baumgruppe, direkt an einem kleinen Fluss. Es war das Jahr 1984. Und es sollte nicht der letzte Sommer dort bleiben. Fortan wurde Unseburg zu meinem festen Ausgrabungsziel in den Ferien. Ich nahm an verschiedenen archäologischen Projekten teil, verbrachte Wochen im Grabungslager und war regelmäßig bei Treffen mit Gleichgesinnten dabei.

Knochen, Keramik und Kameradschaft

Während dieser Jahre sammelte ich unvergessliche Erfahrungen. Ich half, Skelette freizulegen, Keramikfragmente zu waschen, sortieren, kategorisieren, Siedlungsreste zu dokumentieren und Werkzeuge oder Waffen auszugraben. Ich lernte, wie viel Geduld Archäologie verlangt – und wie viel Teamgeist es braucht, um im Dreck nach Geschichte zu suchen. Und ich lernte, dass Geschichte nicht nur in Büchern steht, sondern buchstäblich unter unseren Füßen liegt.

Eine Leidenschaft, die bleibt

Diese Zeit hat meine Kindheit tief geprägt. Auch wenn ich später einen anderen beruflichen Weg einschlug, begleitet mich die Begeisterung für Geschichte bis heute – in meiner künstlerischen Arbeit, in meinen Projekten und in meiner Haltung zur Vergangenheit.

Denn wer einmal mit eigenen Händen die Vergangenheit freigelegt hat, weiß: Geschichte ist kein trockener Stoff – sie lebt. Und manchmal beginnt alles mit einem einfachen Museumsbesuch.

Wie ich als Künstler arbeite

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Immer wieder werde ich gefragt, was mich zu meinen Kunstwerken inspiriert und wie mein kreativer Prozess aussieht. Die Antwort ist so einfach wie persönlich.

Ich brauche Einsamkeit, um zur Ruhe zu kommen. Nur in der Stille finde ich Zugang zu meiner inneren Welt. Am liebsten arbeite ich spät abends oder nachts – begleitet von Musik und einer guten Flasche Wein. Dann bin ich ganz bei mir.

Deshalb fällt es mir schwer, mit jemandem zusammenzuleben. Mein Lebensmittelpunkt ist kein klassisches Zuhause, sondern ein Ort der Konzentration und Kreativität. Meine Wohnung ist eigentlich ein Atelier, in dem ich schlafe. Hier entstehen kleinere und mittlere Formate. Ich erledige den organisatorischen Teil meines Künstlerdaseins: Ausschreibungen, Konzeptskizzen, Ausstellungsvorbereitungen.

Für alles, was größer, lauter und schmutziger ist, habe ich ein zweites Atelier: ein historisches Fort, das noch heute militärisch genutzt wird. Dort arbeite ich an großformatigen Gemälden, Skulpturen sowie Holzschnitten und Radierungen. Es ist mein Ort für körperliches, kompromissloses Arbeiten.

Was mich inspiriert? Das Leben selbst. Ich beobachte die Gesellschaft, die Menschen, ihre Widersprüche, Abgründe und Sehnsüchte. Daraus entstehen Werke mit gesellschaftskritischem Hintergrund – oder sehr persönliche Arbeiten, die aus meinem eigenen Erleben geboren sind.

Meine Kunst ist ein Spiegel meiner Welt – und oft auch ein Kommentar zur Welt da draußen.

Ich werde mich nicht mit meiner Kunst prostituieren

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Oft werde ich gefragt, warum ich als Künstler nicht einfach das male, was sich ein Kunde wünscht. Die Antwort ist einfach: Ich gehe sehr wohl auf Kundenwünsche ein – aber nur, wenn sie mit meinem künstlerischen Konzept vereinbar sind. Und selbst dann werden sie kompromisslos in meinem Stil umgesetzt.

Ich bin kein Dienstleister, der Motive nach Vorgabe abarbeitet. Ich werde mich nicht mit meiner Kunst prostituieren, nur um ein Bild zu verkaufen, mit dem ich mich selbst nicht identifizieren kann.

In der Regel arbeite ich thematisch – ich entwickle Serien, in denen ich meine Gedanken, Erfahrungen und Beobachtungen verarbeite. Diese Werke stehen dann zum Verkauf. Aber ich werde lieber nichts verkaufen und hungrig ins Bett gehen, als meine Überzeugungen aufzugeben.

Gerade diese Haltung – diese Treue zu mir selbst – hat mir geholfen, meinen eigenen Stil zu finden.

Ich verstehe, dass das nicht jeder nachvollziehen kann. Wie kann man ein Angebot ablehnen, bei dem Geld auf dem Tisch liegt? Doch vielleicht ist es genau dieser Weg, der am Ende zu etwas Größerem führt. Vielleicht ist es gerade diese Kompromisslosigkeit, die bleibt – in meinen Werken, die mich überleben.

Direkt vom Künstler: Einzigartige Kunst entdecken

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In einer Welt voller Massenproduktion und austauschbarer Dekorationen ist es ein besonderes Erlebnis, ein originales Kunstwerk an der Wand zu haben. Ein echtes Gemälde bringt nicht nur Farbe und Tiefe in den Raum, sondern auch eine Geschichte – die des Künstlers, seiner Gedanken und Emotionen beim Schaffensprozess.

Ein Original ist eben etwas anderes als ein billiges Poster. Es ist ein Unikat, ein Ausdruck von Individualität. Es schafft Atmosphäre, regt zum Nachdenken an oder bringt einfach Freude – Tag für Tag.

Kunst muss nicht teuer sein

Viele Menschen glauben, dass Kunst nur etwas für Wohlhabende ist. Das stimmt so nicht. Ich zum Beispiel biete auch die Möglichkeit, ein Gemälde in monatlichen Raten zu bezahlen. So wird der Traum vom eigenen Kunstwerk für viele leichter realisierbar, ohne das Kunstwerk im Geldbeutel all zu sehr zu spüren. Einige meiner Kunden haben sich nach dem ersten Bild sogar ein weiteres Werk gegönnt – weil es etwas verändert hat, im Raum und im Herzen.

Warum direkt vom Künstler kaufen?

Weil es persönlich ist. Weil man weiß, woher das Werk kommt. Und weil man damit nicht nur ein schönes Objekt, sondern auch ein Stück Authentizität und künstlerische Vision unterstützt. Der direkte Kontakt ermöglicht es, Fragen zu stellen, mehr über die Entstehung zu erfahren – und manchmal entsteht daraus sogar ein maßgeschneidertes Werk.

Wer einmal ein Original in den Händen gehalten hat, spürt den Unterschied. Kunst lebt – und bringt Leben in dein Zuhause.


Interesse geweckt?

Gerne zeige ich Ihnen eine Auswahl meiner verfügbaren Werke oder berate Sie persönlich.
Kontaktieren Sie mich einfach – per Nachricht, E-Mail oder bei einem Besuch im Atelier. Ich freue mich auf den Austausch! HIER findet ihr auch eine kleine Auswahl verfügbarer Werke.

Kunst und Verantwortung: Dürfen wir das Werk vom Künstler trennen?

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Könnt ihr euch vorstellen, eine Ausstellung zu genießen, deren Werke von Menschen stammen, die offen antisemitisch waren, diktatorischen Regimen dienten, Frauen verachteten oder gar töteten? Diese Frage klingt provokant – und sie ist es auch. Denn sie rührt an die tiefe Verbindung zwischen Werk und Schöpfer. Immer wieder stehen wir als Publikum, Kritiker oder Kuratoren vor dem ethischen Dilemma: Darf man das Genie bewundern und den Menschen dahinter ignorieren?

Beispiele gibt es viele:
Emil Nolde, ein gefeierter Expressionist, war überzeugter Antisemit und glühender Anhänger der Nationalsozialisten.
Salvador Dalí, Surrealist mit Hang zum Exzentrischen, zeigte nie echte Distanz zum Faschismus – im Gegenteil, er kokettierte damit.
Pablo Picasso, unbestritten ein Meister der Moderne, führte ein Leben, das von Machtmissbrauch gegenüber Frauen geprägt war.
Und Caravaggio, dessen Werke von göttlichem Licht durchdrungen scheinen, war zugleich ein gewalttätiger Mensch – sogar einer, der getötet hat.

Die Trennung von Werk und Person – ein romantischer Wunsch?

Die Idee, Kunst könne völlig unabhängig vom Leben des Künstlers existieren, hat etwas Verlockendes. Sie erlaubt uns, das Schöne zu sehen, ohne uns mit dem Hässlichen auseinandersetzen zu müssen. Doch gerade in der bildenden Kunst – wo Emotion, Biografie, Weltanschauung und Vision so eng verwoben sind – scheint eine klare Trennung kaum möglich.

Kunst entsteht nicht im luftleeren Raum. Sie ist oft Ausdruck der inneren Welt des Künstlers. Sie trägt seine Handschrift, seine Sichtweise – manchmal sogar seine Abgründe. Kann man das Werk also wirklich isoliert betrachten, ohne den Kontext zu verzerren?

Die Verantwortung des Künstlers

Diese Debatte führt zu einer zweiten, ebenso heiklen Frage: Sollen Künstler moralisch sein? Tragen sie eine gesellschaftliche Verantwortung?
Kunst kann provozieren, aufrütteln, rebellieren. Doch wo ist die Grenze zwischen künstlerischer Freiheit und moralischer Verfehlung?

Ein Künstler hat, ob er will oder nicht, Einfluss. Seine Werke werden gesehen, diskutiert, verehrt. Damit einher geht auch eine Verantwortung: nicht nur für das, was er schafft – sondern auch für das, was er in die Welt trägt. Und das betrifft sowohl seine Botschaften als auch sein Handeln.

Zwischen Ablehnung und Auseinandersetzung

Vielleicht geht es nicht um eine klare Entscheidung – trennen oder nicht trennen – sondern um Bewusstsein und Haltung.
Man kann Caravaggios Werke bewundern und gleichzeitig sein gewalttätiges Leben nicht glorifizieren. Man kann Picasso in Museen studieren und doch über sein Verhältnis zu Frauen kritisch reflektieren. Die Kunst darf nicht unantastbar sein – sie muss sich befragen lassen.

Die Auseinandersetzung mit dem Künstler als Mensch ist unbequem – aber notwendig. Denn sie schärft unseren Blick für Machtverhältnisse, Ideologien und unsere eigene ethische Position.


Fazit:
Kunst und Künstler sind nicht immer voneinander zu trennen. Und vielleicht sollten sie es auch nicht sein. Denn das würde bedeuten, nur das Schöne zu sehen – und das Menschliche auszublenden. Doch gerade im Spannungsfeld zwischen Werk und Biografie liegt die Chance, Kunst in ihrer ganzen Komplexität zu begreifen. Es ist nicht immer leicht – aber es ist ehrlich.

Ausstellung: Die Mauer – El Muro in Quito / Ecuador

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Den Motorradunfall habe ich hinter mir gelassen und blicke wieder positiv in die Zukunft. Auch wenn ich körperlich noch nicht alles machen kann wie früher, bin ich bereits zurück im Atelier – ich male, skizziere, forme. Kreativität ist für mich Heilung.

Im August steht meine nächste Ausstellung in Santiago de los Caballeros in der Dominikanischen Republik bevor. Dort werde ich großformatige Gemälde präsentieren. Im Oktober und November folgt dann eine besondere Ausstellung in Quito, Ecuador, auf die ich mich schon sehr freue. Es gab bereits einige organisatorische Änderungen, aber weder der Ausstellungszeitraum noch das geplante Kulturprogramm sind davon betroffen.

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Botschaft in Quito werde ich das Thema „Die Mauer – El Muro“ künstlerisch umsetzen. Die Mauer ist ein Symbol, das einen bedeutenden Teil der deutschen Geschichte prägt. Doch Mauern existieren nicht nur territorial oder architektonisch – es gibt auch die unsichtbaren Mauern in unseren Köpfen, die uns voneinander trennen.

In der Ausstellung präsentiere ich Gemälde, Tintenarbeiten und Plastiken aus Mörtel, die sich mit dem Thema aus politisch-historischer, soziologischer und philosophischer Perspektive auseinandersetzen.

Begleitet wird die Ausstellung durch Filmabende zur DDR, Vorträge, die ich selbst halte, sowie kreative Workshops zum Mitmachen.

Zugegeben – der Unfall und die Operation haben meine Vorbereitungen verzögert. Doch nun arbeite ich umso intensiver daran, diese Zeit aufzuholen und ein Ausstellungserlebnis zu schaffen, das bleibende Eindrücke hinterlässt.

Bis bald – vielleicht sehen wir uns bei einer meiner Ausstellungen.

Die ersten Schritte zur persönlichen Freiheit

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Der erste Schritt zur Freiheit besteht darin, die eigenen Grenzen zu überschreiten

Freiheit – ein großes Wort, ein tiefes menschliches Bedürfnis. Viele verstehen darunter Unabhängigkeit, Selbstbestimmung oder das Fehlen äußerer Zwänge. Doch echte Freiheit gibt es sie? Beginnt sie doch außen, sondern tief in uns selbst. Der erste Schritt die ganz persönliche Freiheit, ist oft der schwerste: die eigenen Grenzen zu überschreiten.

Innere Grenzen – die unsichtbaren Mauern

Unsere persönlichen Grenzen sind nicht nur körperlich oder geografisch – sie sind oft psychologisch, emotional oder kulturell. Es sind Ängste, Überzeugungen, Gewohnheiten und innere Stimmen, die uns kleinhalten:
„Das kannst du nicht.“
„Du bist nicht gut genug.“
„Was sollen die anderen denken?“

Diese Sätze sind wie Mauern, die wir uns selbst immer höher gebaut haben – teilweise mit Hilfe unserer Umgebung, unserer Erziehung, Kultur, Religion oder Erfahrungen aus der Vergangenheit. Sie trennen uns von Möglichkeiten von unserem eigenen Potenzial. Diese Thematik setze ich in vielen meiner Kunstwerke um, wie zum Beispiel mit der Plastik aus Mörtel „Mauer im Kopf“.

Mut zur Selbstüberwindung

Den ersten Schritt zu machen bedeutet nicht, alles zu wissen oder perfekt zu sein. Es bedeutet, den Mut zu finden, sich selbst infrage zu stellen. Es bedeutet, die Komfortzone zu verlassen und sich dem Unbekannten zu. Oftmals ist es schwierig sich Gegebenheiten zu stellen und komplett umzudenken. Es ist ein Gefühl, das viele aus der Kindheit kennen, als einem gesagt wurde, dass es keinen Weihnachtsmann gibt. Man befindet sich in einer neuen Realität.  

Der Weg ist individuell

Jeder Mensch hat andere Grenzen – und deshalb sieht der Schritt zur persönlichen Freiheit bei jedem anders aus. Für die einen ist es etwas zu negieren, für andere etwas zu belassen.  Auch in seiner die Komfortzone zu bleiben kann ein frei gewählter Weg sein, da er bequemer ist.  
Wer aber einmal die eigene Grenze überschreitet, entdeckt nicht nur neue Wege – sondern auch neue Seiten an sich selbst.

Fazit: Persönliche Freiheit ist ein Prozess, den jeder für sich selbst entscheidet und wählt. Man kann sich Freiräume erweitern.

Wenn wir bereit sind, Dinge und Lebenssituationen zu hinterfragen und zu durchbrechen, dann beginnt etwas Neues – manchmal auch Abenteuer. Dann sind wir nicht länger Gefangene unserer Zweifel, sondern Schöpfer unserer eigenen „Freiheit“.

Rückblick auf meine Ausstellung „Arte Solidario“ in Santo Domingo

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Wie versprochen, hier nun eine kurze Zusammenfassung meiner letzten Ausstellung im April. Zusammen mit vier anderen großartigen Künstlern habe ich in Zusammenarbeit mit der Deutschen Botschaft in Santo Domingo eine Veranstaltung organisiert – und das unter dem Motto „Arte Solidario“. Das Ziel? Die Fundación Corazónes Solidarios zu unterstützen, eine Stiftung, die Menschen hilft, die gerade ihre Krebstherapie durchmachen. 50% des Erlöses aus dem Verkauf unserer Kunstwerke kamen direkt dieser Organisation zugute.

Kunst trifft auf Solidarität

Die Idee hinter dieser Ausstellung war einfach: Kunst für einen guten Zweck. Wir wollten nicht nur unsere Werke präsentieren, sondern auch etwas zurückgeben. Und das Konzept kam super an. Wir haben uns für eine Versteigerung entschieden – jeder konnte ein Gebot abgeben, und auf Instagram konnten die Leute die Kunstwerke bereits vorab begutachten. So wurde die Werbetrommel ordentlich gerührt, und die Teilnahme war großartig.

Der perfekte Ort

Die Ausstellung fand im Centro Dominico Alemán in der historischen Zona Colonial von Santo Domingo statt – ein idealer Ort, der die Atmosphäre der Ausstellung perfekt unterstrichen hat. Der Raum war nicht nur wunderschön, sondern auch gut besucht. Es war ein wunderbares Gefühl zu sehen, wie viele Menschen sich für die Werke interessiert haben und gleichzeitig einen guten Zweck unterstützten. Und natürlich gab es auch ein ordentliches Ergebnis für die Stiftung!

Fazit

Alles in allem war es eine unvergessliche Veranstaltung, bei der Kunst und Mitgefühl zusammenkamen. Es war eine echte Freude, so viele Leute für diese Sache zu gewinnen und gleichzeitig die Fundación Corazónes Solidarios zu unterstützen. Ein großes Dankeschön an alle, die dabei waren!

Die Unberechenbarkeit des Lebens: Kunst schaffen bevor es zu spät ist

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Lange nichts von mir gehört, oder? Man könnte sagen, ich habe mir eine kleine Auszeit gegönnt – aber ehrlich gesagt, hat der Unfall vor ein paar Wochen mir diese „Auszeit“ einfach so aufs Auge gedrückt. Ich war auf dem Heimweg vom Atelier, als mir ein Geländewagen aus dem Nichts mich von hinten einfach mal so mitnahm. Keine Vorwarnung, keine Ausweichmöglichkeit. Bumm, Krankenhaus.

Der ganze Spaß endete mit einer Notoperation, starke inneren Blutungen, der Entfernung meiner Milz, drei gebrochenen Rippen und einer gequetschten Lunge. Und, Überraschung: Ich lebe noch. Ja, ich weiß, klingt jetzt nicht gerade wie der entspannteste Abend, aber hier bin ich – zurück aus der „Notaufnahme“, mit ein paar neuen, sehr realen Erkenntnissen im Gepäck.

Was lernen wir aus dieser Erfahrung?

Erstens: Das Leben ist ziemlich unvorhersehbar. Du fährst einfach vom Atelier nach Hause und plötzlich befindest du dich im Krankenhaus. Und wer wusste, dass man so viel über das eigene Leben nachdenken kann, während man sich von einer OP erholt?

Zweitens: Künstler leben nicht ewig – oder, genauer gesagt, wir wissen nie, wie viel Zeit uns bleibt. Ich dachte immer, ich hätte noch unendlich viele Jahre, um meine Werke zu vollenden. Tja, ein Unfall hat mich daran erinnert, dass jetzt der richtige Moment ist, um alles zu tun, was du tun möchtest. Also warum warten, bis du „alt und weise“ bist, um dein Meisterwerk zu schaffen?

Auch wenn das Ganze sehr „filmreif“ klingt, hat mir dieser Unfall eines gezeigt: Die Zeit ist kostbar. Ich habe nach der OP eine Menge darüber nachgedacht, wie wir unsere Zeit verbringen – und wie oft wir uns selbst ausbremsen, anstatt einfach anzufangen. Egal, was du vorhast, der perfekte Moment kommt selten. Man muss die Dinge selbst in die Hand nehmen, bevor der Geländewagen dich wieder auf die Schiene bringt, in der du dich nur noch fragst: „Warum habe ich nicht einfach früher angefangen?“

Fazit

Der Künstler kann von jetzt auf gleich von dieser Welt gehen – also warum warten? Holt euch jetzt ein Gemälde, solange ich noch atme. Tote Künstler brauchen nämlich kein Geld mehr zum Leben – und, ganz ehrlich, ein Kunstwerk zu Lebzeiten ist viel finanziell günstiger als nach dem Tod. Also, worauf wartet ihr noch? Kunst von mir, bevor ich mich verziehe!

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