Die Wahl verlief etwas ungewöhnlich. Wobei das in der heutigen Zeit mancher auch anders sehen könnte. Die neue erste Vorsitzende wurde per WhatsApp gefragt, ob sie die Wahl annimmt. Sie musste, obwohl sie eigentlich vor Ort war, gerade ihrem Töchterchen Essen geben. Die neue zweite Vorsitzende hatte keinen Urlaub bekommen für die Gründungsveranstaltung in Dresden – auch sie war nicht dabei, und doch mittendrin. Auch sie wurde in Abwesenheit einstimmig gewählt. Gestatten, das neue Führungsduo des Fördervereins für Frauen und Mädchen im Schach: Elisabeth Pähtz, die beste Schachspielerin Deutschlands, ist die neue Vorsitzende. Tatjana Gallina, im Schachverband Württemberg Beauftragte für Frauenschach, ist die zweite Vorsitzende. „Elisabeth ist die Prominente, ich bin die Arbeiterin“, sagt Gallina und lacht. Die Kunsthistorikerin in der unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Heilbronn hat übrigens ein sehr ansteckendes Lachen – wer mit ihr zum Thema Schach telefoniert, hat seinen Spaß. Ebenfalls im Vorstand: Linda Pygoch, die Referentin für Frauenschach im Landesschachbund Brandenburg, übernimmt die Kasse. Schriftführer wurde bei der Gründungsversammlung Carsten Karthaus, Präsident des Schachverbandes Württemberg. Er hat aber bereits angekündigt, seinen Posten zu räumen – sobald sich eine Frau für das Amt findet.