Resilienz medizinischer Bibliotheken
Die fortschreitende Digitalisierung und der zunehmende Einsatz von künstlicher Intelligenz bieten Chancen, aber auch Risiken für die medizinische Literaturversorgung. Weltpolitische Umbrüche und Krisen verstärken diese Unsicherheiten und bedingen sinkende Ressourcen und die Infragestellung freier und stabiler Wissenszugänge. Um ihren Nutzenden trotzdem einen bestmöglichen Service bieten zu können, reagieren Bibliotheken auf unterschiedliche Weise und zeigen damit ihre Anpassungsfähigkeit und Lösungsorientierung. In diesem Kontext laden wir Wissenschaftler:innen, Bibliothekar:innen und Studierende ein, Beiträge zu ihren Forschungsarbeiten und Erfahrungen zum Thema „Resilienz medizinischer Bibliotheken – Lösungsansätze und Umgang mit aktuellen Herausforderungen“ einzureichen.
Mögliche Themen:
Datenerhalt und Datenverlust
• Methoden zur langfristigen Archivierung von digitalen Ressourcen
• Fallstudien zu Datenverlusten und deren Auswirkungen auf bibliothekarische Dienstleistungen
• Technologische Lösungen zur Gewährleistung der Verfügbarkeit von Informationen
• Strategien zur Schulung von Mitarbeitenden im Umgang mit neuen Technologien
Datensicherheit
• Strategien zur Sicherstellung der Datensicherheit in medizinischen Bibliotheken
• Best Practices für den Schutz sensibler Patientendaten und Forschungsdaten
Ressourcenverknappung
• Innovative Ansätze zur effizienten Nutzung begrenzter Ressourcen
• Kooperationen zwischen Institutionen zur Optimierung des Ressourceneinsatzes
KI in medizinischen Bibliotheken
• KI als Unterstützung in der Forschung
• KI als Bedrohung
Transformationsverträge und Open Access
• Auswirkungen von DEAL und Co. auf den Bestand an Zeitschriften und sonstiger Medien
• Publikationsunterstützung für Autor:innen
Forschungsevaluation
• Ansätze zur Evaluierung von Forschungsergebnissen
• Alternative Metriken und deren Nutzung
Bibliotheksassessment
• Messmethoden für die Bewertung des Einflusses medizinischer Bibliotheken auf die Forschung
• Entwicklung von Bewertungsmodellen zur Erfassung der Leistungsfähigkeit medizinischer Bibliotheken
• Integration von Nutzerfeedback in Assessments
Bounded Rationality
• Analyse der Entscheidungsfindung innerhalb medizinischer Bibliotheken unter Berücksichtigung begrenzter Informationsverfügbarkeit
• Strategien zur Verbesserung der Entscheidungsprozesse in unsicheren Umfeldern
Internationale Perspektiven
• Erfahrungen von medizinischen Bibliotheken in anderen Ländern
• Länderübergreifende Zusammenarbeit zwischen Bibliotheken
Einreichungsrichtlinien:
Bitte reichen Sie Ihr Abstract bis zum 15.05.2026 an [email protected] ein. Deadline für die Einreichung des Manuskriptes ist der 31.07.2026. Die Beiträge werden anschließend einem Peer-Review-Prozess unterzogen. Unsere Richtlinien für Autor:innen finden Sie unter https://journals.publisso.de/de/journals/mbi/manuscript_guidelines. Für weitere Fragen stehen wir gerne unter [email protected] zur Verfügung.
Wir freuen uns auf Ihre Beiträge und darauf, gemeinsam die Resilienz medizinischer Bibliotheken zu stärken!
Wichtige Termine:
- Einreichungsfrist für Abstracts: 15.05.2026
- Benachrichtigung über Annahme des Abstracts: spätestens 31.05.2026
- Einreichungsfrist für vollständige Manuskripte: 31.07.2026
- Peer-Review-Prozess: vier Wochen für die erste Schleife
- AGMB-Tagung: 03.-4.09.2026 in Oldenburg
- Voraussichtliche Veröffentlichung: Dezember 2026
Fristverlängerungen sind in Absprache möglich.
Über GMS MBI
GMS Medizin – Bibliothek – Information (GMS MBI, https://journals.publisso.de/de/journals/mbi) ist das elektronische Journal der Arbeitsgemeinschaft für Medizinisches Bibliothekswesen e. V. (www.agmb.de) und dient der Veröffentlichung von Beiträgen aus dem Bibliotheks- und Informationswesen. Der Fokus liegt dabei auf Themen, die für medizinische Hochschulbibliotheken, Krankenhausbibliotheken und Pharmabibliotheken von besonderem Interesse sind. GMS MBI erschien bisher zweimal pro Jahr, ein Teil jeder Ausgabe war einem Schwerpunktthema gewidmet. Ab diesem Jahr sollen die Schwerpunktbeiträge gemeinsam mit den Beiträgen zur AGMB-Tagung zum Jahresende erscheinen.
Durch die Verwendung einer Creative-Commons-Lizenz wird gewährleistet, dass die veröffentlichten Beiträge gemäß dem Ansatz des Open Access frei verfügbar sind und die Verwertungsrechte bei den Autor:innen verbleiben.