Bizarre Aktion
„Geheimagent“ wollte Russenjacht in Triest entern
Ein ungewöhnlicher Vorfall sorgte vergangene Woche für Aufsehen in Triest: Ein Mann, der sich selbst als „Geheimagent unter Deckung“ bezeichnete, versuchte, die berüchtigte russische Superjacht „Sailing Yacht A“ zu entern.
Wie die Lokalzeitung „TriestePrima“ berichtet, begann die bizarre Aktion am Dienstagmorgen, als der Mann ein Schlauchboot aus einem Ruderklub in Barcola entwendete. Die Eigentümer alarmierten die Behörden, die bereits in der Nähe patrouillierten.
Mann: „Die Jacht ist mein Eigentum“
Kurz darauf wurde die auf die Jacht zulaufende Jacht von eine Patroillenboot der Finanzpolizei abgefangen. Während der Kontrolle behauptete der Triestiner zunächst, er sei ein „Geheimagent unter Deckung“, um dann seine Aussage aber wieder zu ändern: „Die Jacht ist mein Eigentum“, soll er gesagt haben.
Anschließend wurde er in die Polizeistation gebracht und später in medizinische Obhut übergeben. Strafrechtliche Konsequenzen drohen ihm aufgrund seines psychischen Zustands nicht, und der Ruderklub verzichtete auf eine Anzeige.
Schiff wird rund um die Uhr bewacht
Die Jacht selbst, 144 Meter lang und mit drei gigantischen Masten ausgestattet, gehört dem russischen Oligarchen Andrei Igorewitsch Melnitschenko. Sie wurde 2022 von den italienischen Behörden im Rahmen von EU-Sanktionen nach der Invasion der Ukraine beschlagnahmt. Seitdem liegt das Schiff dauerhaft im Hafen von Triest und wird rund um die Uhr bewacht.
Instandhaltung kostet Italien gewaltige Summe
Laut Luxury Launches entstehen der italienischen Staatskasse für die Instandhaltung und Bewachung der Jacht täglich Kosten zwischen 20.000 und 35.000 Euro. Trotz der immensen Summe bleibt die „Sailing Yacht A“ unzugänglich.









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