Während sich Mikaela Shiffrin ihres Olympia-Traumas im Slalom von Cortina entledigen konnte, erlebte eine ihrer Kontrahentinnen den nächsten sportlichen Tiefschlag. Lena Dürr schied erneut auf vielversprechender Position aus und war anschließend am Boden zerstört. „Ich wollte sie einfach nur umarmen“, fühlt Shiffrin mit der Deutschen mit.
Es ist wie verhext für Lena Dürr! Die erfahrene Technikspezialistin befand sich in Cortina sowohl im Riesentorlauf als auch im Slalom nach Halbzeit auf Medaillenkurs. Am Ende reist die Deutsche aber doch ohne Edelmetall und dafür mit viel Frust von den Olympischen Spielen ab.

Im Riesentorlauf verhinderte ein fehlerhafter zweiter Lauf einen Stockerlplatz, im Slalom fädelte Dürr – als Zweite nach dem ersten Durchgang – gleich beim ersten Tor ein. Ein Drama, das auch die nach ihr startende – und spätere Olympiasiegerin – Shiffrin nicht kaltließ. „Ich wollte sie einfach nur umarmen“, so die US-Amerikanerin.
„Lieblingskontrahentin aller Zeiten“
Zwar, so Shiffrin, sei sie selbst schon voll auf den eigenen Lauf fokussiert gewesen, habe aber einen besonderen Wunsch gespürt. Sie wollte in diesem Moment für ihre langjährige Kontrahentin da sein. „Ich wollte ihr sagen, dass sie alles gegeben, so hart gearbeitet und alles dafür getan hat“, so die US-Amerikanerin, die in Dürr ihre „Lieblingskontrahentin aller Zeiten“ sieht.
Dürr selbst war nach ihrem Blitz-Aus zuerst geschockt und dann enttäuscht, wie sie betont. Die Reaktionen von Shiffrin und anderen hätten ihr aber Mut gemacht: „Wenn man sieht, wer dort unten steht, mit dir leidet und es dir gewünscht hätte. Dann hat man als Mensch wohl etwas richtig gemacht.“
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