Ehepaar tot gefunden

„Das waren gesellige und sehr hilfsbereite Leute“

Oberösterreich
18.02.2026 18:00

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften war Mittwochvormittag im Innviertel (OÖ) im Einsatz. In einer kleinen Ortschaft in Feldkirchen bei Mattighofen wurde ein Ehepaar tot in ihrem Haus gefunden. Die Polizei schließt Fremdverschulden aus.

Ruhig, fast idyllisch präsentiert sich eine kleine Ortschaft in Feldkirchen bei Mattighofen am Mittwochnachmittag. Nichts deutet noch auf das hin, was sich nur Stunden vorher in einem Zweifamilienhaus hier ereignet hatte. Eine betagte Frau hatte am Morgen Alarm geschlagen, weil sie ihre im selben Haus wohnende Tochter und deren Ehemann nicht fand.

Daraufhin soll sie ihren Sohn verständigt haben, der in Sichtweite lebt. Als dieser gegen 8 Uhr früh in dem Zweifamilienhaus eintraf, fand er seine Schwester und deren Ehemann leblos im Badezimmer vor und setzte die Rettungskette in Gang.

Gaswarner schlug Alarm
Da bei einem eintreffenden Sanitäter der Gaswarner anschlug, wurde auch die örtliche Feuerwehr zu Hilfe gerufen. „Unsere Atemschutzträger haben neben den Personen eine aufgedrehte Propangasflasche gefunden und sofort mit den Belüftungsmaßnahmen begonnen“, schildert Hermann Straßhofer, Kommandant der FF Feldkirchen.

Obduktion angeordnet
Als die Rettungskräfte gefahrlos zu dem Ehepaar vordrangen, konnten sie nichts mehr tun. Sowohl der Mann als auch die Frau waren tot, wiesen Schusswunden im Oberkörperbereich auf. Vorerst wird seitens des Landeskriminalamts in Richtung Tötung auf Verlangen und Suizid ermittelt. Es soll auch eine Nachricht der Verstorbenen gefunden worden sein. Eine Obduktion der Leichen wurde unmittelbar nach deren Auffindung angeordnet.

Erst beim Spazierengehen getroffen
In der Nachbarschaft war das Paar als nett und ruhig bekannt. Während die Frau eher zurückgezogen gelebt hatte, hätte man vor allem den Mann regelmäßig bei Gartenarbeiten angetroffen. Von einer belastenden Situation innerhalb der Familie hat niemand etwas mitbekommen. Noch Tage zuvor hätte man sich beim Spazierengehen getroffen und gegrüßt wie immer. Bürgermeister Franz Hofmann zeigt sich nach dem Vorfall betroffen: „Das waren gesellige Leute, sehr hilfsbereit.“

Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person sich in einer psychischen Ausnahmesituation befinden oder von Suizidgedanken betroffen sind, wenden Sie sich bitte an die Telefonseelsorge unter der Telefonnummer 142. Weitere Krisentelefone und Notrufnummern finden Sie HIER.
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