Rücktritt kein Thema

Nach Alkofahrt kommt Bürgermeister mit Rüge davon

Oberösterreich
18.02.2026 19:00

Am Rosenmontag wurde der rote Langensteiner Bürgermeister Christian Aufreiter mit 1,1 Promille hinterm Steuer erwischt. Während für die SP-Landespartei der Fall erledigt ist, führte Bezirksparteichef Erich Wahl ein Gespräch mit dem Ortschef. Es blieb bei einer Abmahnung, weitere Konsequenzen wird es nicht geben.

Katerstimmung herrschte bei der SPÖ am heutigen Aschermittwoch. Das liegt nicht nur an den Faschingsfeiern: Wie berichtet, wurde der rote Langensteiner Ortschef Christian Aufreiter beim Autofahren mit 1,1 Promille erwischt. Er rechnet mit einem einmonatigen Führerscheinentzug und einer Geldstrafe. Eine weitere Alkofahrt Aufreiters vor rund 40 Jahren ist hingegen schon lange verjährt.

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Man muss in die Waagschale legen, wie viel Aufreiter in den vergangenen Jahrzehnten für die Gemeinde und den Bezirk getan hat.

Erich Wahl, SPÖ-Bezirkparteichef in Perg

Während für die SP-Landespartei mit Vorsitzendem Martin Winkler, der aus dem Bezirk Perg kommt, der Fall erledigt ist, knöpfte sich Bezirksparteichef Erich Wahl den Langensteiner Ortschef vor: „Ich habe ihm gesagt, dass er sich seiner Vorbildfunktion bewusst sein muss und dieser Fehler unverzeihlich ist. Der Fasching darf keine Ausrede sein. Er ist sich seiner Schuld bewusst und hat mir versichert, dass so etwas nie wieder vorkommen wird. Dabei wollen wir es auch belassen.“

SP-Bezirkschef Erich Wahl rügte Bürgermeister Christian Aufreiter (li.) für seine Alkofahrt.
SP-Bezirkschef Erich Wahl rügte Bürgermeister Christian Aufreiter (li.) für seine Alkofahrt.(Bild: Kerschbaummayr Werner)

Ein Rücktritt sei jedenfalls kein Thema. „Natürlich ist das eine bedauerliche Geschichte. Man muss in die Waagschale legen, wie viel Aufreiter in den vergangenen Jahrzehnten für die Gemeinde und den Bezirk getan hat. Er hat sich enorm für den Hochwasserschutz eingesetzt.“

Nicht alle „Krone“-Leser sehen das so entspannt. „1,1 Promille sind keine Kleinigkeit. Er sollte zurücktreten“, lautet etwa ein Kommentar. „Diese Tat als Kleinigkeit zu bezeichnen, ist als Politiker mit Vorbildfunktion eine Frechheit“, meint ein weiterer Leser.

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