Im großen Triumph war sie gedanklich bei ihrem verstorbenen Papa. Mikaela Shiffrin zeigte sich nach ihrer Fahrt zum Olympischen Slalom-Gold sichtlich gerührt.
Das Schwierigste während dieser Spiele sei für sie gewesen, den Fokus auf das Entscheidende, nämlich das Rennfahren, zu legen. Was bei Weltcup-Rennen kaum eine Notiz wert gewesen wäre, habe bei Olympia heftige Reaktionen ausgelöst – „als ob es ums Leben ginge“, sagte Shiffrin im ORF-Interview: „Zum Glück haben mein Team und ich es im richtigen Moment geschafft, die Konzentration auf die Fahrt zwischen Starthaus und Ziellinie zu richten.“
Moment mit totem Papa
Dann wurde es sentimental. Zunächst habe sie die Anzeigentafel gar nicht gesehen – „erst dann konnte ich realisieren, dass ich Gold gewonnen habe“. Doch auch dann begann Shiffrin nicht sofort überschwänglich zu jubeln. Stattdessen schien sie in sich zu gehen. „Mein Körper war woanders als mein Geist. Ich wollte die Energie, die ich fühlte, als ich die Ziellinie überquerte, an meine Familie schicken. Und natürlich wollte ich einen Moment mit meinem Vater haben.“ Shiffrin mit Tränen-getränkter Stimme weiter: „Diesen großen Triumph mit dem Menschen, den man so sehr geliebt hat, nicht teilen zu können, ist nicht einfach.“
Vor etwas mehr als fünf Jahren, am 2. Februar, 2020, war Shiffrins Vater Jeff im Alter von 65 Jahren verstorben. Bei einem häuslichen Unfall hatte er sich tödliche Verletzungen zugezogen. Auf das insgesamt dritte Olympia-Gold seiner Tochter wäre er bestimmt stolz gewesen.
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