Gefährliche Variante

Vogelgrippe könnte alle Tiere in Antarktis töten

Ausland
18.02.2026 11:47
Porträt von krone.at
Von krone.at

Eine besonders gefährliche Variante des Vogelgrippevirus bereitet Polarforschern Sorge: Der Erreger sei in der Lage, „100 Prozent“ der infizierten Tiere zu töten, so ein Wissenschaftler. Das Virus habe sich schon stark ausgebreitet. 

Die Variante wurde im April 2024 auf dem Südpol entdeckt, wie der chilenische Veterinärmediziner Víctor Neira erklärte. Ursprünglich habe sein Forscherteam die gefährliche Variante in fünf Raubmöwen, die in polaren Regionen beheimatet sind, entdeckt, erklärte Neira. Seitdem habe sich das Virus auf andere Arten ausgebreitet. Fälle wurden entlang der 900 Kilometer langen Westküste festgestellt, die von Wissenschaftern untersucht wurden.

Erreger auch in Seebären nachgewiesen
Auf seiner jüngsten Expedition in die Arktis seien neue Fälle bei Antarktiskormoranen, Dominikanermöwen, Adelie- und Eselspinguinen sowie bei Antarktischen Seebären entdeckt worden, teilte Neira AFP mit. Die Krankheit habe sich „vollständig in der antarktischen Region ausgebreitet, in der wir die Möglichkeit haben, hinzugehen und zu forschen“, sagte der chilenische Polarforscher.

Auch Seebären können sich nachweislich mit dem Virus infizieren.
Auch Seebären können sich nachweislich mit dem Virus infizieren.(Bild: MIROSLAV ZITEK WWW.MZPHOTO.CZ)

Tod tritt in ein bis zwei Tagen auf
Die Variante der Vogelgrippe kann Neira zufolge „in ein oder zwei Tagen 90 oder 100 Prozent der Tiere in einem bestimmten Gebiet töten“. Antarktische Arten haben oft kleine Populationen, was das Risiko eines Ausbruchs erhöht. Tiere wie Antarktiskormorane und Raubmöwen zählen insgesamt etwa 20.000 Individuen.

Das Vogelgrippe-Virus H5N1 war erstmals 1996 aufgetaucht und zirkuliert in Geflügelzuchtbetrieben und Rinderherden. Die Zahl der Infektionen bei Vögeln stieg seit 2020 exponentiell an – parallel dazu nahm auch die Zahl infizierter Säugetierarten zu, darunter Milchkühe. Fast alle infizierten Vögel sterben an der Krankheit.

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