Frieden in Ukraine?

Gespräche in Genf für Russen sehr angespannt

Außenpolitik
17.02.2026 21:54
Porträt von krone.at
Von krone.at

In der Schweiz ist der erste von zwei Verhandlungstagen zwischen Ukrainern und Russen beendet. Die sechsstündigen Gespräche seien „sehr angespannt“ gewesen, hieß es aus Kreisen der russischen Delegation.

Am Dienstag und Mittwoch verhandeln in Genf eine ukrainische und eine russische Delegation über ein Ende des seit 2022 andauernden russischen Angriffskrieges gegen das Nachbarland. Der US-amerikanische Chefunterhändler Steve Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, vermitteln zwischen den Kriegsgegnern. Die Gespräche finden hinter verschlossenen Türen statt.

Auf russischer Seite bestätigten staatliche Nachrichtenagenturen das Ende der Unterredungen. Bereits davor hatte der Kreml verlautbart, dass während der Friedensgespräche am Dienstag keine Neuigkeiten zu erwarten seien.

Während die ukrainische Seite vor allem humanitäre Fragen und Sicherheitsgarantien in den Mittelpunkt stellen möchte, will Russland dem Nachbarland dauerhafte Gebietsabtretungen abringen.

Auch vier europäische Staaten vertreten
An den direkten Gesprächen nehmen nach italienischen Regierungsangaben auch Vertreter aus vier europäischen Staaten teil. Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien seien mit „Sicherheitsberatern“ vertreten, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag in Rom. Gespräche der europäischen Regierungsvertreter mit den Delegationen der Ukraine und der USA seien „am Rande des Treffens“ geplant.

Russland hat nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe in der Nacht auf Dienstag 396 Drohnen und ...
Russland hat nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe in der Nacht auf Dienstag 396 Drohnen und 29 Raketen auf die Ukraine abgeschossen.(Bild: AFP/HANDOUT)

Schwere Angriffe gehen weiter
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha warf Moskau vor, mit massiven Angriffen in der Nacht auf Dienstag die aktuellen Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Krieges zu untergraben. „Das Ausmaß, in dem Russland Friedensbemühungen missachtet: Ein massiver Raketen- und Drohnenangriff auf die Ukraine kurz vor der nächsten Gesprächsrunde in Genf“, schrieb Sybiha am Dienstag in Onlinediensten. 

In der Region Sumy im Norden der Ukraine wurde nach Angaben der regionalen Staatsanwaltschaft eine Frau getötet. Sechs weitere Menschen wurden demnach verletzt. In der Hafenstadt Odessa gab es laut Militärverwaltungschef Serhij Lyssak drei Verletzte. Dem Stromversorger DTEK zufolge trafen russische Angriffe erneut die Energieversorgung der Region Odessa.

Das ukrainische Militär nahm seinerseits Ziele in Russland ins Visier. Nach Angaben des Zivilschutzstabs der Region Krasnodar in Südrussland kam es infolge eines Drohnenangriffs in Ilski zu einem Brand in einer Ölraffinerie.

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