„Keine Kampftruppen“

100 US-Soldaten und Ausrüstung in Nigeria gelandet

Ausland
17.02.2026 12:40
Porträt von krone.at
Von krone.at

In Nigeria sind ungefähr 100 US-amerikanische Streitkräfte und Ausrüstung gelandet. Sie sollen dort Soldatinnen und Soldaten ausbilden, damit diese gegen bewaffnete Gruppen wie die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kämpfen können. Auch ein Austausch von Geheimdienstinformationen ist vorgesehen.

Die US-Streitkräfte seien keine Kampftruppen, sondern ausschließlich Ausbilder und Berater, sagte der Direktor für Verteidigungsinformationen, Samaila Uba. Ziel sei, „Nigerias Fähigkeit zur Abwehr terroristischer Bedrohungen zu stärken und den Schutz gefährdeter Gemeinschaften im ganzen Land zu verbessern“. Nigerias Armee behalte die vollständige Befehlsgewalt. Die Regierung von Präsident Bola Tinubu habe die US-Regierung um Hilfe gebeten, hieß es in einer Mitteilung des Militärs.

Der Einsatz folgt einem Luftangriff gegen den IS im Nordwesten des afrikanischen Landes im Dezember, den Nigeria und die Vereinigten Staaten koordinierten. US-Präsident Donald Trump sagte, dass die IS-Kämpfer Christinnen und Christen ermordet hätten. Das nigerianische Außenministerium teilte hingegen mit, dass der Anti-Terror-Kampf im Fokus gestanden habe, nicht die Religion. Die Sicherheitskräfte würden gegen alle bewaffnete Gruppen vorgehen, die Menschen angreifen.

Hier sehen Sie ein Posting zur Ankunft der US-Streitkräfte:

Immer wieder Angriffe und Entführungen
Um diese bekämpfen zu können, brauche man aber „massive Unterstützung der US-Regierung“ in Form von Kampfjets und Munition, sagte Nigerias Präsidialsprecher Sunday Dare. Bisher unterstützte ein kleines Team aus den Vereinigten Staaten die Armee vor Ort bei der Aufklärung. Erst am Wochenende wehrten nigerianische Regierungstruppen nach eigenen Angaben koordinierte Angriffe der Islamistengruppen Boko Haram und ISWAP auf zwei Militärstützpunkte im Bundesstaat Borno ab. Dabei seien mehrere Streitkräfte getötet worden, hieß es. Es handelte sich um einige der heftigsten Gefechte in diesem Jahr. Borno ist das Zentrum des seit 17 Jahren andauernden Aufstands der Islamisten.

In Nigeria werden immer wieder Menschen angegriffen und entführt. Die Polizei existiert kaum, die Streitkräfte sind schlecht bezahlt und ausgerüstet. Das Land, das etwa 230 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner hat, ist zudem von Korruption zerfressen.

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