Ganz viele Fußball-Unterhausklubs trotzen den winterlichen Verhältnissen und trainieren auf den Kunstrasenplätzen des Landes. Bei den OÖ-Dritt- und Viertligisten war bzw. ist der Süden gar nur für Gurten, Micheldorf und Friedburg ein Thema.
„Wir hätten wohl noch ein paar Tage verlängern sollen“, schmunzelt Gurten-Sportchef Sebastian Dietrich. Denn just im Schneechaos am Montag traten die Drittliga-Kicker die Heimreise vom mehrtägigen Trainingslager im slowenischen Catez an, in dem man sich mit insgesamt 65 Personen (inkl. 1b und 1c) den Feinschliff fürs Frühjahr holte. Womit die bodenständigen Innviertler einen „Luxus“ genossen, auf den alle anderen OÖ-Regionalligisten verzichtet haben
Elf Klubs nur daheim
Auch einen Stock tiefer lautet das Motto großteils: „Fahr’ nicht fort, üb’ im Ort!“ Denn von den 16 Viertligisten bleiben elf Klubs gänzlich zuhause, Perg (drei Tage in Bad Zell), Gschwandt (vier Tage im Burgenland) und Mondsee (drei Tage in Salzburg) legten bereits ein Kurzcamp in Österreich ein, Micheldorf war – teilweise finanziert durch ein Pokerturnier – in Kroatien, wohin es ab Mittwoch auch für Friedburg geht. Der Rest muss auch in den Semesterferien mit den winterlichen Bedingungen klarkommen.
Kostet eine Lawine
Aber warum treibt es kaum mehr Klubs in die Ferne? „Es kostet mittlerweile alles eine Lawine“, sagen etwa mit Bad Ischls Johann Roitmayer und Bad Schallerbachs Gerhard Klausmair zwei Klubvertreter, die in der Vergangenheit mit ihren Vereinen noch Camps in der Türkei eingelegt hatten. „Wir haben ohnehin super Bedingungen“, betonen indes Weißkirchen-Sportchef Fritz Pflug und Pregarten-Obmann Martin Brandl, dass sich ob der eigenen Kunstrasen ein Trainingslager nicht lohnt. Auch wenn das zusätzliche Arbeit bedeutet, musste etwa Brandl gestern mit dem Traktor die Plätze vom Schnee befreien.
Dass es trotzdem noch Unterhaus-Vereine gibt, die in den Süden reisen, untermauert Sechstligist ASKÖ Leonding, der am Mittwoch gar nach Belek abhebt.
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