Erfolg in Frankreich
Fötus mit Tumor erstmals im Mutterleib behandelt
In Frankreich ist erstmals ein Fötus mit einer seltenen Tumorerkrankung erfolgreich im Mutterleib behandelt worden. Die Schwangere bekam ein Spezialmedikament, um das Wachstum des lebensbedrohlichen Tumors zu bremsen. Der kleine Issa hat das Kasabach-Merritt-Syndrom (KMS).
Dieses geht mit einem Gefäßtumor einher. Die Erkrankung wurde gegen Ende des siebten Schwangerschaftsmonats festgestellt. Da sich die Schwellung am Hals rasch über das gesamte untere Gesicht ausbreitete, schlug das Team eines spezialisierten Referenzzentrums vor, eine pränatale Behandlung mit einem Spezialmedikament zu beginnen. Die werdende Mutter Viviane (34) nahm das Mittel, das die Neubildung von Blutgefäßen hemmt, oral ein.
Am 14. November 2025 kam Issa schließlich per Kaiserschnitt zur Welt. Der ursprünglich lebensbedrohliche Tumor war geschrumpft worden, und das Neugeborene musste nicht intubiert werden, um atmen zu können. Die Fehlbildung habe man stabilisiert, sagte die behandelnde Ärztin Alexandra Spiegel-Bouhadid. Der Bub wird einen Monat nach seiner Geburt nach Hause entlassen, wird aber noch regelmäßig im Krankenhaus untersucht.
Er habe zwar eine Geschwulst im unteren Gesichtsbereich, sei aber fröhlich und aufgeweckt, sagte die 34-jährige Mutter. Trotz seines Tumors esse Issa gut und wachse.
Unter dem Kasabach-Merritt-Syndrom wird das Auftreten einer besonderen Form von Blutschwämmen verstanden. Damit gehen zum Beispiel ein Mangel an Blutplättchen und das Auftreten von Gefäßanomalien einher, häufig in der Haut oder in inneren Organen. Die Erkrankung wurde erstmals 1940 beschrieben. Sie wird unter anderem mit Laser-Chirurgie, dem künstlichen Verschluss von Blutgefäßen und medikamentös behandelt.









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