Nach vier Jahren bekommt der MG4 ein Update und wird auch preislich höher angesiedelt. Weil im April noch der günstigere MG4 Urban dazustößt. Klingt bloß nach einem Ableger – ist aber ein völlig anderes Auto.
Mit seinem Kampfpreis sorgte der MG4 bisher für Absatz, nun bekommt der kompakte Stromer ein Update: Mit hochwertigerem Innenraum, drei neuen Farben – und auch preislich rückte er ab 38.890 Euro eine Stufe höher. Die 51-kWh-Basis entfällt, künftig gibt es ausschließlich 64 bzw. 77 kWh. Wobei die 64 kWh die Kapazität von zwei verschiedenen Akkus nennt – der 190 PS-Einsteiger hat nämlich LFP-Batterien für bis zu 452 km Reichweite, lädt aber mit bis zu 154 kW. Die 64-kWh-Long-Range-Version hat NCM-Batterien, die für 545 km reichen, dafür nur bis zu 144 kW aus dem Schnelllader saugen. Alles klar?
Damit es noch ein bisschen verwirrender wird, kommt „darunter“ ein Modell hinzu – dessen Modellnamen sich nur durch einen Zusatz unterscheidet: der MG4 Urban. Dabei handelt es sich tatsächlich um ein völlig anderes Auto: Der Urban steht auf der neuen E3-Plattform (in Cell-to-Body-Technik gefertigt, also die Akkus dienen als Bodengruppe), ist mit 4,29 m sogar um 11 cm länger, der Radstand überragt den „normalen“ EV4 um 5 cm und bietet mit 577 l einen größeren Kofferraum.
Beim Cockpit mit 7-Zoll-Tacho und 12,8-Zoll-Touchscreen (mit AppleCar-Play sowie AndroidAuto), wertigem Alcantara statt Klavierlack ähneln sich die beiden EV4 (beim „normalen“ EV4 hat der Tacho 10,25 Zoll). Abseits des Lenkrads wird da wie dort weitgehend auf Tasten und Regler verzichtet, beim EV4 Urban werden sogar die Scheinwerfer (etwa die Nebel-Leuchte) über das Zentraldisplay angesteuert.
Zwei Batterien stehen beim Urban zur Wahl – beide kleiner als im herkömmlichen EV4 – 43-kWh (Lithium-Eisenphosphat) für bis zu 320 km Reichweite bzw. ein 54-kWh-Akku (Lithium-Nickel-Mangan-Kobalt) für bis zu 416 km. Maximal 87 kW am Schnelllader klingen heutzutage nicht mehr berühmt, trotzdem soll das Stromtanken bei optimalen Bedingungen von 10 auf 80 Prozent in 20 bzw. 30 Minuten erledigt sein.
Antrieb wandert an das andere Ende
Und während der EV4 auf Hinter- bzw. Allradantrieb setzt, werden die 150 bzw. 160 PS beim EV4 Urban auf die Vorderräder übertragen. Beide Leistungsstufen werden bei 160 km/h abgeregelt. Die Rekuperation lässt sich wie die meisten Funktionen und Sicherheits-Assistenten über das Touchsplay regeln, doch selbst ins der stärksten Stufe wirkt sie zu sanft – zum Stehenbleiben muss man aufs Bremspedal latschen.
Bei der Lenkung und dem gut abgestimmten Fahrwerk wähnt man sich tatsächlich in einem europäischen Auto – selbst bei unserer Testfahrt auf den miserablen Landstraßen rund um London. So viel Rückmeldung von der Lenkung bekommen tatsächlich nicht alle Hersteller aus China schon so gut hin. Aber Mutterkonzern SAIC ist auch bemüht um Know-how aus Europa, so ist mit Jozef Kaban der ehemalige Liniengeber von Bugatti, BMW, Skoda und VW nun als Vizepräsident Design einer der Lenker des Autoherstellers aus Shanghai.
Sprechen wir noch übers Geld: Im April geht’s mit dem MG4 Urban für 24.990 Euro los, abzüglich aller Boni sogar schon ab 19.990 Euro – die größere Batterie bekommt man für 2000 Euro Aufpreis.
Neues Oberhaupt der Elektro-Familie
Nach unten erweitert MG sein Angebot an E-Autos mit dem EV4 Urban, gleichzeitig setzen die Chinesen – die in London ein Design-Center betreiben – ein Topmodell drauf: Der MGS6 ist 4,7 m lang, damit passen 674 l in den Kofferraum, unter die Fronthaube weitere 124 l.
Im Fahrzeugboden stecken die 110 mm flachen 77-kWh-Akkus für bis zu 530 km Reichweite. Die Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP) werden mit maximal 144 kW geladen, mit 38 Minuten von 10 auf 80 Prozent steckt er etwas länger als die Konkurrenz am Schnelllader.
Dafür wird der MGS6 erst bei 200 km/h abgeregelt, sprintet in 7,3 bzw. 5,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Je nach Wahl des Antriebs: Mit Heckmotor stehen 244 PS zur Verfügung, der Allradler leistet 361 PS.
Im gut verarbeiteten Cockpit warten ein 10,25- bzw. 12,8-Zoll-Display, Alcantara und geschäumte Kunststoffe, erstmals bei MG auch ein Head-up-Display. Zwei Ausstattungen sind wählbar, los geht’s ab sofort bei 43.340 Euro, inkl. Boni sogar für 34.990.
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