„Nachfrage zieht an“

Immobilien kosten „nur“ mehr elf Jahresgehälter

Wirtschaft
17.02.2026 08:30

Rund elf Jahresgehälter braucht man, um eine durchschnittliche 100-Quadratmeter-Wohnung zu finanzieren. Damit ist Wohneigentum seit 2022 leistbarer geworden. Doch hohe Unsicherheiten lassen viele weiter zögern – und im langjährigen Vergleich sind Immobilien weiterhin kein „Schnäppchen“.

Wohneigentum wird wieder leistbarer – das zeigen sowohl das Kreditwachstum als auch die Preise, die weniger stark als die Realeinkommen nach oben gingen. Seit 2022 sind die durchschnittlichen Nettoeinkommen um 20 Prozent gestiegen, die Immobilienpreise um 2,7 Prozent gesunken. Ergebnis: Für eine durchschnittliche 100-Quadratmeter-Wohnung muss man 11,2 Jahreseinkommen hinlegen, das sind rund 360.0000 Euro. Vor rund vier Jahren waren es noch 14,4.

Eine entscheidende Rolle spielen auch die Zinsen. Ab 2022 erhöhte die EZB die Leitzinsen auf bis zu 4,5 Prozent, nun sind sie wieder bei rund um die zwei Prozent.

„Nachfrage zieht wieder spürbar an“
„Die Nachfrage nach Wohnbaufinanzierung zieht wieder spürbar an“, sagt Daniela Barco, Vorständin der Bank Austria. Das Kreditvolumen nahm über alle Banken hinweg um satte 50 Prozent zu, liegt aber weiterhin ein gutes Drittel unter dem hohen Wert von 2021 und auch unter dem Vor-Corona-Niveau 2019. Damals gab es aber eine Nullzinsphase und einen wahren Boom am Bau.

Wer 100 Quadratmeter sein Eigen nennen möchte, muss mehr als elf Jahresgehälter hinlegen.
Wer 100 Quadratmeter sein Eigen nennen möchte, muss mehr als elf Jahresgehälter hinlegen.(Bild: Markus Wenzel)
(Bild: Krone KREATIV/stock.adobe.com)

Warum trauen sich trotzdem wenige einen Immobilienkauf finanziell zu? Da geht es vor allem um Psychologie. Auch wenn die Fakten zeigen, dass der Traum vom Eigenheim leistbarer wird, sind in unsicheren Zeiten die Menschen zögerlicher, eine Finanzierung aufzunehmen oder sich überhaupt zu einem Kredit zu erkundigen.

Kein schlechter Zeitpunkt
Gerade könnte kein so schlechter Zeitpunkt sein, denn bei den Immobilienpreisen zeigt sich eine Trendwende: Die Preise steigen wieder an, laut Wohnpreisindex der OeNB geht es seit dem 3. Quartal 2025 wieder nach oben. Große Unterschiede gibt es aber zwischen Neubau und Bestandswohnungen, der Neubau zieht deutlicher an, und Wien sticht heraus.

Die Bank Austria reagiert auf die aufhellende Stimmung mit einem „Wohnpaket, das 150 Millionen Euro schwer ist“, so Barco. 2,8 Prozent p.a. fix auf fünf Jahre sind die Fixzinsen. Mit Fixzinsen spricht man relativ viele Kunden an, seit dem Ende der Nullzinsen sind die Menschen sensibler geworden. Wegen des fallenden Zinstrends sind Fixzinsen derzeit sogar günstiger.

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