Rußbach am Pass Gschütt stopft derzeit Löcher in Wasser- und Kanalrohren. Viel mehr geht sich finanziell nicht aus. Dafür freut den Ortschef, dass im Ort wieder mehr Leben einkehrt.
Für 770 Einwohner und für ein Jahresbudget von 1,5 Millionen Euro hat die Lammertalgemeinde am Pass Gschütt verhältnismäßig wenige Sorgen. Die Volksschule ist gut in Schuss. Die Kindergartenkinder haben ein Gebäude, das relativ neu ist – dort sind auch Schützen- und Trachtenverein untergebracht. Mehr Kindergartenplätze braucht SPÖ-Ortschef Stefan Lanner nicht: Es ist nicht davon auszugehen, dass die Plätze knapp werden. „Die Geburtenzahlen sind leicht rückläufig“, erklärt Lanner. Geht es um die Mittelschule, muss Lanner schlucken: „Wir müssen beim Neubau der Mittelschule in Abtenau mitzahlen – das kostet uns 275.000 Euro und trifft uns hart. Aber es hilft nicht.“
Langfristig sind das nicht die größten Sorgen des Ortes. Denn es stehen umfassende Wasserleitungs- und Kanalarbeiten bevor. Kürzlich hatten wegen der Rohre aus den 1950er-Jahren ein paar Haushalte mehrere Tage kein Wasser. „Wir müssen in den nächsten Jahren einiges austauschen. Die Leitungen, an denen wir die aktuellsten Schäden haben, haben Priorität. Ein erster Austausch kostet uns heuer 140.000 Euro für 300 Meter Wasserleitungen.“ Drei weitere Projekte kommen in den nächsten Jahren dazu. Darum heißt es für Lanner: „Luxus wird es in nächster Zukunft keinen geben.“
Immerhin: Ein Herzensprojekt des Bürgermeisters konnte im Herbst 2025 fertiggestellt werden: ein Motorikpark mit Kletterturm. Kostenpunkt: 600.000 Euro. Luxus? „Nein, die Gemeinde hat rund 200.000 Euro bezahlt. Wir haben uns dieses Schmuckstück nur dank Alpenverein und der Leader Region Pongau/Tennengau leisten können.“ Stolz ist Lanner auf eine neue, positive Stimmung im Ort: „Wir haben viele Veranstaltungen wiederbelebt. Bei uns ist beim Fasching, beim Umzug, beim Kinderfasching oder beim Maifest wieder viel los. Es rührt sich wieder was, das freut mich extrem.“
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