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feuchten

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GrammatikVerb · feuchtet, feuchtete, hat gefeuchtet
Aussprache 
Worttrennung feuch | ten
Grundformfeucht
Wortbildung  mit ›feuchten‹ als Letztglied: anfeuchten · befeuchten · durchfeuchten · einfeuchten

Bedeutungsübersicht

  1. 1. [gehoben] etw. feucht machen
    1. a) etw. benetzen
    2. b) ⟨sich feuchten⟩ feucht werden
  2. 2. [gehoben] Feuchtigkeit abgeben
  3. 3. [Jägersprache] ...

Bedeutungen

eWDG
eWDG
1.
gehoben etw. feucht machen
Beispiele:
der Regen feuchtet die Kleider
sich [Dativ] die Finger, Lippen feuchten
a)
etw. benetzen
Beispiel:
Morgentau … feuchtete meine Wangen [ HeineHarzreise3,49]
b)
sich feuchtenfeucht werden
Beispiele:
jmds. Augen feuchten sich
während kleine blanke Tröpfchen auf seiner Stirn perlten und das weiche Haar sich feuchtete [ I. SeidelTor46]
[er] merkte, daß sich sein Kragen schon langsam feuchtete [ LanggässerSiegel32]
2.
gehoben Feuchtigkeit abgeben
Beispiele:
ein feuchtendes Maul
führen statt westlicher, feuchtender Winde solche des Ostens und Südens, Wüstenwinde das Regiment, so ist es um die Ernte geschehen [ Th. MannJoseph5,310]
3.
Jägersprache
Beispiel:
das Wild, der Hirsch feuchtet (= lässt Wasser)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
feucht · Feuchte · Feuchtigkeit · feuchten
feucht Adj. ‘etwas naß’, ahd. fūht, fūhti ‘naß, bewässert’ (8. Jh.), mhd. viuhte, mnd. vucht, vüchte, mnl. vocht, vucht, nl. vocht, aengl. fūht gehören zur schwundstufigen Form der unter Fenn (s. d.) behandelten Wurzel ie. *pen- ‘Schlamm, Sumpf, Wasser, feucht’. Ausfall des Nasals (germ. *funhti-?) führt zur Dehnung des Vokals. – Feuchte f. ‘leichte Nässe’, ahd. fūhtī ‘Flüssigkeit, Feuchtigkeit, Naß’ (8. Jh.), mhd. viuhte, im Nhd. weitgehend abgelöst durch Feuchtigkeit f., mhd. viuhtecheit, Ableitung von mhd. viuhtec, viuhtic Adj. ‘feucht’. feuchten Vb. ‘naß werden, machen’, ahd. fūhten ‘benetzen, naß sein, befeuchten’ (um 800), mhd. viuhten, nhd. meist in Präfixverben wie an-, befeuchten (15. Jh.).

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Typische Verbindungen zu ›feuchten‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›feuchten‹.

Legende: Substantive

Verwendungsbeispiele für ›feuchten‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich war sehr geschwächt und kalter Schweiß feuchtete meinen Körper. [Alexander Granach, Da geht ein Mensch: Leck: btb Verlag 2007, S. 241]
Die weißen Sonntagskragen um die hageren, verwitterten Hälse feuchteten sich mählich. [Die Zeit, 25.07.1969]
Von ferne leuchtet der besonnte Strand Beyruts und über seiner lichten Stirn feuchtet der Nebel auf den Schneegefilden des Libanon der Götter Wange. [Berliner Tageblatt (Morgen-Ausgabe), 01.03.1912]
Rumposch schiebt seinen Schlips in den Westenausschnitt, feuchtet sich die Handflächen mit der Zunge und bringt seine Frisur in Ordnung. [Strittmatter, Erwin: Der Laden, Berlin: Aufbau-Verl. 1983, S. 146]
Mit Liebes‑ und anderen Erklärungen huldigen Binnen‑ und Butenhamburger der Stadt, in der es angeblich ewig graut, feuchtet und nieselt. [Die Welt, 18.12.1999]
Zitationshilfe
„feuchten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/feuchten>.

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Worthäufigkeit

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Geografische Verteilung

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