{"@attributes":{"version":"2.0"},"channel":{"copyright":"copyright TechTarget - Alle Rechte vorbehalten","description":{},"docs":"https:\/\/cyber.law.harvard.edu\/rss\/rss.html","generator":"Techtarget Feed Generator","language":"de","lastBuildDate":"Mon, 08 Jun 2026 03:55:38 GMT","link":"https:\/\/www.computerweekly.com\/de","managingEditor":"editor@techtarget.com","item":[{"body":"<p>Das Wettr\u00fcsten im Bereich der Cybersicherheit ist in eine neue Phase eingetreten: Angreifer versuchen mit aller Kraft, die F\u00e4higkeiten k\u00fcnstlicher Intelligenz zu nutzen, um Zero-Day-Schwachstellen in beispiellosem Tempo und Ausma\u00df aufzudecken.<\/p> \n<p>F\u00fcr CISOs und Security-Verantwortliche stellt dieser Wandel sowohl eine erhebliche Bedrohung als auch eine beispiellose Chance dar. Unternehmen m\u00fcssen sich auf eine Welt einstellen, in der die Geschwindigkeit, mit der Schwachstellen entdeckt und ausgenutzt werden, in Stunden statt in Monaten gemessen wird. Die im Fr\u00fchjahr 2026 bekannte gewordene <a title=\"Claude Mythos und KI-basierte Schwachstellen-Erkennung\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/meinung\/Claude-Mythos-und-KI-basierte-Schwachstellen-Erkennung\">KI-basierte Schwachstellenerkennung mit Claude Mythos<\/a> ist da nur ein zus\u00e4tzlicher Weckruf.<\/p> \n<p>Doch so wie KI Angreifern erm\u00f6glicht, Schwachstellen schneller zu finden und auszunutzen, versetzt sie auch die Verteidiger in die Lage, proaktiv nach Schwachstellen in ihren eigenen Systemen zu suchen.<\/p> \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Zero-Day-Schwachstellen und KI: Die Perspektive des Angreifers\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Zero-Day-Schwachstellen und KI: Die Perspektive des Angreifers<\/h2>\n <p>Aus der Sicht eines Angreifers ver\u00e4ndert KI die Suche nach <a title=\"Zero-Day-L\u00fccke\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Zero-Day-Luecke\">Zero-Day-Schwachstellen<\/a> grundlegend. Herk\u00f6mmliche Angriffe treten zutage, wenn Schwachstellen zuf\u00e4llig oder durch relativ zeit- und arbeitsintensive manuelle Tests entdeckt werden. Die l\u00e4sst den Verteidigern zumindest ein gewisses Zeitfenster, um anomales Verhalten zu erkennen.<\/p>\n <p>Doch KI und ihre F\u00e4higkeit, riesige Codebasen zu analysieren, subtile Muster zu erkennen, komplexe Testprozesse zu automatisieren und die Zeitfenster f\u00fcr Angriffe zu verk\u00fcrzen, ver\u00e4ndert die Lage grundlegend. Angreifer k\u00f6nnen folgende Vorteile nutzen:<\/p>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li><b>Erweiterte Analyse der Angriffsfl\u00e4che.<\/b> KI testet nicht nur bekannte Angriffsvektoren, sondern bildet systematisch ganze Codebasen ab, um nicht offensichtliche Angriffspunkte zu identifizieren, die menschlichen Forschern m\u00f6glicherweise nie in den Sinn k\u00e4men.<\/li> \n  <li><b>Intelligente Angriffssynthese.<\/b> KI kann \u00fcber einfaches <a title=\"Fuzz-Testing (Fuzzing)\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Fuzz-Testing-Fuzzing\">Fuzzing<\/a> hinausgehen und mehrere kleinere Schwachstellen zu ausgekl\u00fcgelten Angriffsketten kombinieren. Die KI lernt aus jedem Versuch, um ihre Vorgehensweise zu verfeinern. Ganz \u00e4hnlich, wie ein erfahrener Penetrationstester mit unendlicher Konzentration und Geduld.<\/li> \n  <li><b>Pr\u00e4zise Angriffe ohne auff\u00e4llige Spuren zu hinterlassen.<\/b> Mithilfe von KI k\u00f6nnen Angreifer die spezifischen Abwehrmechanismen eines Ziels nachbilden und Exploits entwickelt, die sich nahtlos in den normalen Betriebsablauf einf\u00fcgen, wodurch das <i>Rauschen<\/i> drastisch reduziert wird, das Sicherheitsteams normalerweise auf einen Einbruch aufmerksam macht.<\/li> \n <\/ul>\n<\/section>    \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Zero-Day-Schwachstellen und KI: Die Perspektive der Verteidigung\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Zero-Day-Schwachstellen und KI: Die Perspektive der Verteidigung<\/h2>\n <p>Erfreulicherweise erm\u00f6glicht es die KI Unternehmen, eigene Strategien einzusetzen, um die Angriffsfl\u00e4che f\u00fcr Zero-Day-Angriffe proaktiv zu verringern. Zu den wichtigsten KI-gest\u00fctzten Abwehrma\u00dfnahmen geh\u00f6ren die folgenden:<\/p>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li><b>Automatisierte Schwachstellensuche w\u00e4hrend Wartungsfenstern.<\/b> Vorausschauende Unternehmen f\u00fchren <i>KI-Suchzyklen<\/i> ein. Dies sind geplante Ausfallzeiten, in denen KI-Tools die eigene Infrastruktur systematisch untersuchen. Diese Tools ahmen Angreifertechniken nach, erfassen Codebasen, analysieren Abh\u00e4ngigkeitsketten und identifizieren anf\u00e4llige Bibliothekskombinationen. Wird eine Schwachstelle entdeckt, verschaffen sich die Verteidiger einen entscheidenden First-Mover-Vorteil: Sie alarmieren ihre Anbieter durch verantwortungsbewusste Offenlegung. W\u00e4hrend sie auf kritische Patches warten, k\u00f6nnen sie Ma\u00dfnahmen wie WAF (<a title=\"Web Application Firewall (WAF)\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Web-Application-Firewall-WAF\">Web Application Firewalls<\/a>), Laufzeitschutz und Mikrosegmentierung einsetzen.<\/li> \n  <li><b>Aufbau von KI-gest\u00fctzten Rahmenwerken zur Sicherheitsvalidierung.<\/b> Anstatt auf Angriffe zu warten, k\u00f6nnen Unternehmen permanente Testumgebungen aufbauen. In diesen versuchen KI-Agenten rund um die Uhr, in die Systeme einzudringen. Diese <i>Red-Team-Bots<\/i> lernen aus jedem Versuch und entwickeln ihre Techniken weiter, um echten Angreifern immer einen Schritt voraus zu sein. Der entscheidende Punkt ist, R\u00fcckkopplungsschleifen zu schaffen, in denen defensive KI von offensiver KI lernt, wodurch ein internes Wettr\u00fcsten entsteht, das Systeme absichert, bevor externe Bedrohungen konkret werden. In einigen Unternehmen ist die Sicherheitsvalidierung m\u00f6glicherweise bereits Teil des Verteidigungsarsenals. Unabh\u00e4ngig davon muss sie im Zeitalter der KI-Zero-Days eine Priorit\u00e4t sein.<\/li> \n  <li><b>Vorausschauende Schwachstellenmodellierung.<\/b> KI kann historische Schwachstellendaten, Codemuster und Bedrohungsinformationen analysieren, um vorherzusagen, wo im Tech-Stack eines Unternehmens Zero-Day-Schwachstellen am wahrscheinlichsten auftreten. So k\u00f6nnen Sicherheitsteams die Abwehrma\u00dfnahmen rund um risikoreiche Komponenten proaktiv verst\u00e4rken und Sicherheitsinvestitionen mit der gr\u00f6\u00dften Wirkung priorisieren.<\/li> \n <\/ul>\n <p><i>Dieser Artikel ist im Original in englischer Sprache auf <\/i><a title=\"Extern: Search Security\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.techtarget.com\/searchSecurity\/tip\/What-AI-zero-days-mean-for-enterprise-cybersecurity\" rel=\"noopener\"><i>Search Security<\/i><\/a><i> erschienen.<\/i><\/p>\n<\/section>","description":"Die F\u00e4higkeit von KI, schwerwiegende Zero-Day-Schwachstellen in kurzer Zeit aufzusp\u00fcren und auszunutzen hilft Angreifern wie Verteidigern gleicherma\u00dfen. Was CISOs beachten sollten.","image":"https:\/\/cdn.ttgtmedia.com\/visuals\/German\/Hero-Ai-Ki-InfiniteFlow-Adobe-09.jpg","link":"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/tipp\/KI-und-Zero-Day-Schwachstellen-Die-Folgen-fuer-Unternehmen","pubDate":"Mon, 08 Jun 2026 00:30:00 GMT","title":"KI und Zero-Day-Schwachstellen: Die Folgen f\u00fcr Unternehmen"},{"body":"<p>Die Empfehlung zur Einf\u00fchrung einer neuen API-Architektur sieht auf den ersten Blick \u00fcberzeugend aus: strukturiert, technisch formuliert, mit konkreten Systemvorschl\u00e4gen. Im Migrationsprojekt-Meeting nicken alle \u2013 bis jemand fragt, ob die empfohlene L\u00f6sung \u00fcberhaupt mit der bestehenden Infrastruktur kompatibel ist. Sie ist es nicht und bisher ist es niemandem aufgefallen.<\/p> \n<p>Genau das ist Workslop. Das <a title=\"Extern: Harvard Business Review\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/hbr.org\/2025\/09\/ai-generated-workslop-is-destroying-productivity\" rel=\"noopener\">Harvard Business Review<\/a> definierte es als <i>KI-generierte Arbeitsinhalte, die gute Arbeit imitieren, ohne die Substanz zu haben, eine Aufgabe sinnvoll voranzutreiben<\/i>, und erfasst damit ein Problem, das gr\u00f6\u00dfer ist, als viele CIOs ahnen. 40 Prozent der Wissensarbeitenden geben laut <a title=\"Extern: einer US-amerikanischen Studie\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.betterup.com\/blog\/hidden-costs-workslop\" rel=\"noopener\">einer US-amerikanischen Studie<\/a> an, innerhalb eines Monats Workslop erhalten zu haben \u2013 53 Prozent r\u00e4umen ein, m\u00f6glicherweise selbst welchen verschickt zu haben.<\/p> \n<p>Das erkl\u00e4rt zumindest einen Teil eines bemerkenswerten Befunds: Laut der aktuellen <a title=\"Extern: PwC Global CEO Survey\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.pwc.com\/gx\/en\/news-room\/press-releases\/2026\/pwc-2026-global-ceo-survey.html\" rel=\"noopener\">PwC Global CEO Survey<\/a>, die Daten von 4 454 befragten CEOs aus 95 L\u00e4ndern und Regionen auswertete, gab nur jeder achte (12 Prozent) CEO an, dass KI sowohl Kosten- als auch Umsatzvorteile gebracht habe. Der Fehler liegt jedoch selten in der Technologie. Er liegt darin, wie Organisationen mit KI-Output umgehen und wie die Verantwortung daf\u00fcr verteilt ist.<\/p> \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Woran IT-Teams Workslop erkennen\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Woran IT-Teams Workslop erkennen<\/h2>\n <p>Das T\u00fcckische an <a title=\"KI-Workslop: Wie minderwertige Inhalte Prozesse verstopfen\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/meinung\/KI-Workslop-Wie-minderwertige-Inhalte-Prozesse-verstopfen\">Workslop<\/a> ist, dass er f\u00fcr ungeschulte Augen gut aussieht. Eine Sicherheitsanalyse, die vollst\u00e4ndig wirkt, aber veraltete Parameter zugrunde legt. Ein generiertes Code-Review, das syntaktisch korrekt ist, aber den Anwendungskontext ignoriert. Fehler bleiben so leicht unbemerkt.<\/p>\n <p>Konkrete Warnsignale gibt es trotzdem. Ergebnisse, die ausgefeilt klingen, aber nie wirklich auf die Besonderheiten eines Problems eingehen, sollten die Alarmglocken l\u00e4uten lassen. Das gleiche gilt, wenn Verweise vage bleiben, Quellen unklar sind oder Zahlen sich nicht belegen lassen. KI pr\u00e4sentiert falsche oder veraltete Informationen mit derselben \u00dcberzeugung wie korrekte \u2013 genau diese Selbstsicherheit ist Teil des Risikos. KI-Output l\u00e4sst sich deshalb nicht ungepr\u00fcft \u00fcbernehmen; er braucht immer einen Menschen, der den Prozess begleitet.<\/p>\n <p>KI kann dabei auch auf der anderen Seite dieses Prozesses eine Rolle spielen. Gezielt eingesetzt, kann sie dabei helfen, die eigene Arbeit zu \u00fcberpr\u00fcfen, Annahmen zu hinterfragen, Gegenargumente aufzudecken oder unzureichende Quellen sichtbar zu machen. Das ersetzt kein menschliches Urteil \u2013 macht aber deutlich, warum die richtigen Fragen und ein klares Urteilsverm\u00f6gen gerade bei komplexen oder folgenreichen Entscheidungen unverzichtbar sind.<\/p>\n<\/section>    \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Wenn Geschwindigkeit die Urteilskraft \u00fcberholt\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Wenn Geschwindigkeit die Urteilskraft \u00fcberholt<\/h2>\n <p>Workslop entsteht selten aus Nachl\u00e4ssigkeit. H\u00e4ufiger zeigt er sich, wenn L\u00f6sungen mit \u00fcberzeugenden Worten und falscher Zuversicht pr\u00e4sentiert werden \u2013 oder wenn Teams unter Druck stehen und KI schnelle, plausibel klingende Antworten liefert. In solchen Momenten setzt sich Geschwindigkeit stillschweigend gegen Sorgfalt durch, besonders bei wenig komplexen Aufgaben. Bleibt keine Zeit f\u00fcr eine Pr\u00fcfung der Ergebnisse und flie\u00dft KI-generiertes Material ohne klare Zust\u00e4ndigkeit und ohne Verifizierung in die Entscheidungsfindung ein, kann ein Entwurf leicht als Tatsache behandelt werden.<\/p>\n <blockquote> \n  <div class=\"imagecaption alignLeft\">\n   <span style=\"font-size: 14pt; color: #2b3e50;\"><img src=\"https:\/\/cdn.ttgtmedia.com\/rms\/German\/skillsoft_orla_daly_.png\" alt=\"Orla Daly, Skillsoft\"><\/span>\n  <\/div> \n  <p class=\"p1\"><span class=\"s1\" style=\"font-size: 14pt; color: #2b3e50;\"><b>\u201eKI bringt eine neue Komplexit\u00e4t in die IT-Welt, die wir so bisher nicht gewohnt waren. Sie schafft echte Produktivit\u00e4tsgewinne, aber wer dabei auf menschliches Urteil verzichtet, riskiert eine Effizienzfalle. Denn Workslop ist kein Randph\u00e4nomen.\u201c<\/b><\/span><\/p> \n  <p class=\"p1\"><span class=\"s1\" style=\"font-size: 14pt; color: #2b3e50;\"><i>Orla Daly, Skillsoft<\/i><\/span><\/p> \n <\/blockquote>\n <p>In vielen Unternehmen deutet das eher auf eine allgemeinere organisatorische Herausforderung hin als auf individuelles Versagen. CIOs spielen dabei eine Schl\u00fcsselrolle: Sie m\u00fcssen die Erwartung verankern, dass KI-Output grunds\u00e4tzlich vorl\u00e4ufig ist und gepr\u00fcft werden muss \u2013 und dass ihm nicht einfach blind vertraut werden darf. Das erfordert in der Praxis klare Strukturen: Wer pr\u00fcft was, wo erfolgt die Freigabe und wie ist die Verantwortlichkeit definiert, um KI-gest\u00fctzte Ergebnisse zu validieren. Solche Leitplanken dienen nicht dazu, Teams auszubremsen. \u00c4hnlich wie die Bremsen beim Auto sorgen sie daf\u00fcr, dass Fortschritt kontrollierter und verl\u00e4sslicher wird.<\/p>\n<\/section>    \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Power Skills: Die untersch\u00e4tzte Seite der KI-Strategie\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Power Skills: Die untersch\u00e4tzte Seite der KI-Strategie<\/h2>\n <p>Klare Richtlinien und operative Rahmenbedingungen schaffen die Struktur \u2013 aber all das funktioniert nur, wenn die Menschen dahinter die passenden F\u00e4higkeiten haben. Technische Kompetenz allein reicht nicht mehr daf\u00fcr aus, hochwertige L\u00f6sungen zu entwickeln. CIOs m\u00fcssen in ihren Teams gezielt das f\u00f6rdern, was sich nicht automatisieren l\u00e4sst. Das bedeutet auch: Einstiegspositionen d\u00fcrfen nicht blind durch KI ersetzt werden \u2013 sonst fehlt k\u00fcnftigen Talenten der Lernraum f\u00fcr genau diese F\u00e4higkeiten.<\/p>\n <p>F\u00fcnf Power Skills sind besonders relevant:<\/p>\n <ol class=\"default-list\"> \n  <li><b>Kritisches Denken:<\/b> Mit Urteilsverm\u00f6gen Annahmen hinterfragen, L\u00fccken aufdecken und Ergebnisse am konkreten Kontext pr\u00fcfen \u2013 all dies sind Prozesse, die sich nicht vollst\u00e4ndig automatisieren lassen, sondern die Einbeziehung eines Menschen erfordern und Workslop am wirksamsten bek\u00e4mpfen.<\/li> \n  <li><b>Verantwortlichkeit:<\/b> Wer f\u00fcr KI-gest\u00fctzte Empfehlungen pers\u00f6nlich einsteht und sie erkl\u00e4ren k\u00f6nnen muss, sollte nicht davon ausgehen, dass jemand anderes diese schon gepr\u00fcft hat. Ohne klare Verantwortlichkeiten entsteht genau so der Raum, in dem Workslop unbemerkt Schaden anrichten kann.<\/li> \n  <li><b>Kommunikation:<\/b> KI kann innerhalb von Sekunden einen ausgefeilten Entwurf erstellen \u2013 das hei\u00dft aber nicht, dass jeder, der ihn erh\u00e4lt, auch wei\u00df, was er damit anfangen soll. Workslop breitet sich aus, wenn Informationen ohne Kontext oder Erkl\u00e4rung durch ein Unternehmen wandern. Gute Kommunikatoren schlie\u00dfen diese L\u00fccke, indem sie die Botschaft an die jeweilige Zielgruppe anpassen und sicherstellen, dass die Menschen in der Lage sind, entsprechend zu handeln.<\/li> \n  <li><b>Systemdenken:<\/b> Eine KI-gest\u00fctzte Entscheidung wirkt selten isoliert. Wer Abh\u00e4ngigkeiten kennt und versteht, wie Transformationsprozesse in Unternehmen ablaufen, erkennt Risiken fr\u00fch genug, um gegenzusteuern. Das erfordert jedoch Disziplin und bedeutet, dass Verantwortung nicht aus Gr\u00fcnden der Schnelligkeit an die KI abgegeben werden darf.<\/li> \n  <li><b>Kollaboration:<\/b> KI verst\u00e4rkt individuelle Leistung \u2013 von Personen wie von ganzen Abteilungen. IT-Teams, die funktions\u00fcbergreifend arbeiten, sorgen daf\u00fcr, dass gute KI-Ergebnisse aus einzelnen Bereichen validiert und unternehmensweit verbreitet werden k\u00f6nnen.<\/li> \n <\/ol>\n <p>CIOs, die diese Skills als F\u00fchrungskraft vorleben und gleichzeitig gezielt in ihren Teams f\u00f6rdern, investieren in mehr als nur Weiterbildung und die Pr\u00fcfung der Ergebnisse in Echtzeit. Sie schaffen die Voraussetzung daf\u00fcr, dass KI-Initiativen tragf\u00e4hig werden, und st\u00e4rken das Vertrauen in den daraus resultierenden Output.<\/p>\n<\/section>     \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Fazit\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Fazit<\/h2>\n <p>KI bringt eine neue Komplexit\u00e4t in die IT-Welt, die wir so bisher nicht gewohnt waren. Sie schafft echte Produktivit\u00e4tsgewinne, aber wer dabei auf menschliches Urteil verzichtet, riskiert eine Effizienzfalle. Denn Workslop ist kein Randph\u00e4nomen, sondern das Symptom einer KI-Strategie, die einzig auf Tools setzt und bew\u00e4hrte Praktiken sowie den Menschen au\u00dfen vor l\u00e4sst.<\/p>\n <p>CIOs, denen an einer funktionierenden KI-Strategie gelegen ist und die eine langfristige Wertsch\u00f6pfung statt Workslop anstreben, stellen drei Dinge sicher: KI-Output gilt im ersten Schritt immer als Entwurf. Klare Policys regeln, wer pr\u00fcft, wer freigibt und wer haftet. Und menschliche Power Skills wie kritisches Denken, Verantwortlichkeit, Kommunikation, Systemdenken und Kollaboration sind fester Bestandteil einer unternehmensweiten Kompetenzstrategie.<\/p>\n <p>Wer sicherstellt, dass sein Team \u00fcber die entsprechenden Kompetenzen verf\u00fcgt und KI intelligent und strukturiert einbindet, schafft eine zukunftsf\u00e4hige Organisation.<\/p>\n <p><b>\u00dcber die Autorin:<br><\/b><i>Orla Daly ist seit 2022 Chief Information Officer bei <\/i><a title=\"Extern: Skillsoft\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.skillsoft.com\/de\" rel=\"noopener\"><i>Skillsoft<\/i><\/a><i> und verf\u00fcgt \u00fcber mehr als 25 Jahre Erfahrung in den Bereichen IT und Business. Bei Skillsoft \u2013 einem Anbieter im Bereich Enterprise Learning und Talententwicklung \u2013 leitet sie das Digital-and-IT-Team und ist f\u00fcr die Technologiestrategie und -umsetzung, End-User-Services sowie Data Governance und Engineering verantwortlich.<\/i><\/p>\n <p><i>Die Autoren sind f\u00fcr den Inhalt und die Richtigkeit ihrer Beitr\u00e4ge selbst verantwortlich. Die dargelegten Meinungen geben die Ansichten der Autoren wieder.<\/i><\/p>\n<\/section>","description":"Gut klingender KI-Output ist nicht gleich guter KI-Output. Warum menschliches Urteilsverm\u00f6gen das wichtigste Qualit\u00e4tskriterium jeder KI-Strategie ist, und wie CIOs es st\u00e4rken.","image":"https:\/\/cdn.ttgtmedia.com\/visuals\/German\/Hero-Ai-Ki-deagreez-Adobe-10.jpg","link":"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/meinung\/KI-Workslop-statt-Wertschoepfung-Was-CIOs-dagegen-tun-koennen","pubDate":"Sun, 07 Jun 2026 00:30:00 GMT","title":"KI-Workslop statt Wertsch\u00f6pfung: Was CIOs dagegen tun k\u00f6nnen"},{"body":"<p>Willkommen zur aktuellen Ausgabe von Cyberhebdo, der w\u00f6chentlichen Presseschau rund um das Thema Cyberangriffe. Wir haben nachfolgend eine Auswahl von Cyberangriffen zusammengestellt, die in den Medien verschiedener L\u00e4nder erw\u00e4hnt wurden. Der \u00dcberblick ausschlie\u00dflich auf relevante Cyberangriffe und schlie\u00dft dabei DDoS-Attacken sowie die blo\u00dfe Verunstaltung von Websites (Defacement) aus. Im Fokus stehen stattdessen gezielte Angriffe, die Unternehmen, Beh\u00f6rden oder kritische Infrastrukturen nachhaltig beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnen. Die folgende \u00dcbersicht bietet einen kompakten Einblick in die wichtigsten Vorf\u00e4lle der vergangenen Woche ohne Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit.<\/p> \n<p><b>28.05.2026, Landeszentrale f\u00fcr politische Bildung, (Deutschland).<\/b> Die Landeszentrale f\u00fcr politische Bildung ist laut eigenen Angaben Opfer eines Cyberangriffs geworden. Die Institution musste ihre Websites sowie die ihrer Gedenkst\u00e4tten isolieren, wodurch diese derzeit nicht zug\u00e4nglich sind. Die Einrichtung pr\u00fcft derzeit, ob im Zuge dieses Vorfalls Abonnenten- und Kundendaten exfiltriert wurden. <a title=\"Extern: Quelle\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/lokal\/pfalz-ticker_artikel,-landeszentrale-und-gedenkst%C3%A4tten-komplett-offline-_arid,5894846.html\" rel=\"noopener\">Quelle<\/a><\/p> \n<p><b>29.05.2026, Belimed, (Schweiz).<\/b> Der Medizintechnik-Konzern Belimed wurde Opfer eines Cyberangriffs. Eine Gruppe krimineller Hacker gelangte in spezifische Bereiche der IT-Systeme von Belimed Infection Control und kopierte Unternehmensdaten. Der Gesch\u00e4ftsbetrieb der Kunden wurde jedoch nicht beeintr\u00e4chtigt und es fand keine Verschl\u00fcsselung statt. <a title=\"Extern: Quelle\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.inside-it.ch\/belimed-ist-opfer-eines-cyberangriffs-20260603\" rel=\"noopener\">Quelle<\/a><\/p> \n<p><b>31.05.2026, Bowman Parks &amp; Recreation, (USA).<\/b> Die Dateien von Bowman Parks &amp; Recreation wurden w\u00e4hrend eines Cyberangriffs verschl\u00fcsselt. Der Angriff beeintr\u00e4chtigte den Zugriff der Parkabteilung auf interne Dateien, einschlie\u00dflich der Backups auf USB-Sticks. Obwohl eine Nachricht des Angreifers empfangen wurde, wurden die Dateien nach dem Eingreifen eines Experten entschl\u00fcsselt. Es wurde nicht best\u00e4tigt, ob Daten exfiltriert oder \u00f6ffentliche Dienste gest\u00f6rt wurden. Der Vorfall veranlasste den Stadtrat dazu, Cybersicherheitsoptionen zu pr\u00fcfen. <a title=\"Extern: Quelle\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/dysruptionhub.com\/bowman-parks-cyberattack\/\" rel=\"noopener\">Quelle<\/a><\/p> \n<p><b>01.06.2026, Thorold, (Kanada).<\/b> Die Stadt Thorold f\u00fchrt derzeit eine Untersuchung aufgrund eines Cybersicherheitsvorfalls durch, der am Montag kam. Dieser Vorfall beeintr\u00e4chtigte bestimmte Systeme des st\u00e4dtischen Netzwerks, und die Stadt pr\u00fcft derzeit dessen Art und Umfang. Die Stadtbeh\u00f6rden pr\u00fcfen zudem, ob personenbezogene oder vertrauliche Informationen kompromittiert wurden. <a title=\"Extern: Quelle\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.pelhamtoday.ca\/local-news\/probe-into-cyber-incident-ongoing-city-of-thorold-official-says-12364097\" rel=\"noopener\">Quelle<\/a><\/p> \n<p><b>02.06.2026, Lumax International Corp., Ltd, (Taiwan). <\/b>Ein Cyberangriff hat die Informationssysteme von Lumax International beeintr\u00e4chtigt. Aktuelle Bewertungen deuten darauf hin, dass es keine Auswirkungen auf den Betrieb dieses spezialisierten Distributors gab und kein Ablfuss von personenbezogenen oder vertraulichen Daten entdeckt wurden. Das Unternehmen hat seine Verteidigungsmechanismen aktiviert und f\u00fchrt derzeit die Wiederherstellung der Systeme mithilfe von Backups durch. <a title=\"Extern: Quelle\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/emops.twse.com.tw\/server-java\/t05sr01_1_e?&amp;isNew=Y&amp;seq_no=1&amp;spoke_time=74158&amp;spoke_date=20260602&amp;co_id=6192\" rel=\"noopener\">Quelle<\/a><\/p> \n<p><b>04.06.2026, Karl Auto Group, (USA).<\/b> Karl Auto Group, ein gro\u00dfer Automobilh\u00e4ndler aus Iowa, wurde im April Opfer eines Cyberangriffs, der seine Telefone und Computer st\u00f6rte. Der Vorfall, bei dem der unbefugte Zugriff auf die Systeme vor dem 27. M\u00e4rz erfolgte, k\u00f6nnte sensible Daten von Kunden und Mitarbeitern offengelegt haben, einschlie\u00dflich Sozialversicherungsnummern, Finanzinformationen und Passnummern. Offiziell dauern die Untersuchungen des Vorfalls noch an. <a title=\"Extern: Quelle\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/dysruptionhub.com\/karl-auto-group-iowa-cyberattack\/\" rel=\"noopener\">Quelle<\/a><\/p> \n<p><i>Presseschau, teilweise mit Hilfe von generativer KI erstellt und von der Redaktion gepr\u00fcft. <\/i><a title=\"Cyberhebdo\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/feature\/Cyberangriffe-der-Woche-Ein-Blick-hinter-die-Kulissen\"><i>Cyberhebdo<\/i><\/a><i> wurde von unseren franz\u00f6sischen Kollegen von LeMagIT entwickelt.<\/i><\/p>","description":"Wie ist die aktuelle Situation in Sachen Cyberattacken? Wir liefern Ihnen einen w\u00f6chentlichen \u00dcberblick, \u00fcber Cyberangriffe, die in den Medien weltweit besprochen wurden.","image":"https:\/\/cdn.ttgtmedia.com\/rms\/German\/Hero-Threat--busro-09.jpg","link":"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/news\/366643923\/Die-Cyberangriffe-der-KW23-2026-im-Ueberblick","pubDate":"Sat, 06 Jun 2026 00:30:00 GMT","title":"Die Cyberangriffe der KW23\/2026 im \u00dcberblick"},{"body":"<p>Vernetzte Hard- und Softwareprodukte sind anf\u00e4llig f\u00fcr Cyberangriffe und m\u00fcssen dagegen abgesichert sein. Deshalb gilt ab Ende 2027 gilt f\u00fcr sie die Vorgabe, dass Sicherheit von Anfang an in die Produktentwicklung integriert sein muss. Grundlage daf\u00fcr ist der Cyber Resilience Act (CRA) der EU. Er definiert Anforderungen an die Sicherheit von Produkten und deren zuverl\u00e4ssigen Betrieb.<\/p> \n<p>Der <a title=\"Cyber Resilience Act: Umsetzung, Prozesse und Werkzeuge\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/ratgeber\/Cyber-Resilience-Act-Umsetzung-Prozesse-und-Werkzeuge\">CRA<\/a> richtet sich vor allem auf Produkte mit digitalen Komponenten wie IoT-Ger\u00e4te, klassische IT-L\u00f6sungen und Unterhaltungselektronik sowie Anwendungen in Bereichen wie Medizintechnik, Automotive und Energieversorgung. Die Verordnung erfasst damit einen gro\u00dfen Teil moderner technischer Systeme in Industrie und Alltag.<\/p> \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Sicherheitsanforderungen in der Entwicklung\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Sicherheitsanforderungen in der Entwicklung<\/h2>\n <p>Im Zentrum des CRA steht die Forderung, dass vernetzte Produkte ein festgelegtes Mindestniveau an Cybersicherheit erreichen. Das Ziel: Risiken fr\u00fchzeitig reduzieren und sp\u00e4tere Sicherheitsprobleme vermeiden. Dabei helfen zwei Prinzipien: <i>Security by Design<\/i> und <i>Security by Default<\/i>. Deshalb m\u00fcssen Unternehmen ihre Produkte so entwerfen, dass sie ein angemessenes Sicherheitsniveau erreichen. Dar\u00fcber hinaus sind sie verpflichtet, Schwachstellen w\u00e4hrend des gesamten Supportzeitraums schnell zu beheben.<\/p>\n <p>Das bedeutet mehr als nur die Einhaltung einzelner Vorschriften. F\u00fcr <a title=\"Definition: Security by Design\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Security-by-design\">Security by Design<\/a> m\u00fcssen Hersteller ihre internen Abl\u00e4ufe anpassen. Unter anderem ist wichtig, dass sie einen vollst\u00e4ndigen \u00dcberblick \u00fcber alle Hardware- und Softwarekomponenten und andere Zulieferer haben. Alle Anforderungen des CRA k\u00f6nnen sie nur dann erf\u00fcllen, wenn sich der gesamte Lebenszyklus ihrer Produkte an Sicherheit orientiert.<\/p>\n <p>Lebenslange Sicherheit betrifft also Entwicklung, Produktion, Vertrieb und After-Sales-Services. Denn anders als bei herk\u00f6mmlichen Produkten endet die Verantwortlichkeit der Hersteller bei vernetzten Produkten nicht mit dem Verkauf. Dies bringt spezifische Herausforderungen mit sich, etwa im Gebrauchtmarkt. Ein Beispiel: Software-Updates sollten auch nach einem Besitzerwechsel m\u00f6glich sein. Letztlich m\u00fcssen die Sicherheitsanforderungen auch diese Situation ber\u00fccksichtigen. Das funktioniert nur, wenn die Lebenszyklusdaten direkt mit dem einzelnen Produkt verkn\u00fcpft sind.<\/p>\n<\/section>    \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Der digitale Produktpass als zentrale Datenbasis\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Der digitale Produktpass als zentrale Datenbasis<\/h2>\n <p>Hier spielt der digitale Produktpass (DPP) eine wichtige Rolle als zentraler Datenspeicher. Er ist Teil der <a title=\"Extern: Ecodesign for Sustainable Products Regulation\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/en\/topics\/economics-consumption\/products\/ecodesign\/ecodesign-for-sustainable-products-regulation#products-covered-working-plan-and-selection-of-product-groups\" rel=\"noopener\">Ecodesign for Sustainable Products Regulation<\/a> (ESPR) und wird ab 2027 f\u00fcr Elektronikprodukte verpflichtend. Jede beteiligte Partei in der Lieferkette muss eigene Produktinformationen bereitstellen. Zudem erh\u00e4lt nicht nur jedes einzelne Ger\u00e4t einen solchen Pass, auch Komponenten oder Baugruppen. Dadurch entsteht eine durchg\u00e4ngige Datenbasis.<\/p>\n <p>Ein digitaler Produktpass ist ein maschinenlesbarer Datensatz, der Informationen zu Softwarekomponenten, Sicherheitsupdates und zur Herkunft einzelner Bauteile enth\u00e4lt. Die Daten werden \u00fcber Software gespeichert und abgerufen. Jedes Produkt erh\u00e4lt eine eindeutige und sichtbar angebrachte Kennzeichnung, h\u00e4ufig ein QR-Code. Nach dem Scannen f\u00fchrt er zu einer Cloud-Anwendung, in der alle relevanten Informationen abrufbar sind. Der Produktpass begleitet das Ger\u00e4t \u00fcber seine gesamte Lebensdauer. Er liefert Informationen f\u00fcr Reparatur, Weiterverarbeitung und Entsorgung und schafft eine konsistente Dokumentationsbasis.<\/p>\n <p>Bei vernetzten Produkten l\u00e4sst sich der DPP eng mit Cybersicherheit verbinden und dient auch als Speicher f\u00fcr sicherheitsrelevante Daten, die der CRA fordert. Dazu geh\u00f6ren Risikobewertungen, Angaben zur Systemarchitektur, Nachweise zu Schutzma\u00dfnahmen, Testverfahren, Supportprozesse und Unterlagen f\u00fcr die Konformit\u00e4tsbewertung. Auch Informationen zu Sicherheitsma\u00dfnahmen und Update-Verl\u00e4ufen sind enthalten. Diese Daten machen die Sicherheit eines Produkts nachvollziehbar.<\/p>\n <blockquote> \n  <div class=\"imagecaption alignLeft\">\n   <span style=\"font-size: 14pt; color: #2b3e50;\"><img src=\"https:\/\/cdn.ttgtmedia.com\/rms\/German\/spherity_carsten_stoecker.png\" alt=\"Dr. Carsten St\u00f6cker, Spherity\"><\/span>\n  <\/div> \n  <p class=\"p1\"><span class=\"s1\" style=\"font-size: 14pt; color: #2b3e50;\"><b>\u201eIn vielen Unternehmen liegen sicherheitsrelevante Informationen in verschiedenen IT-Systemen vor. Der digitale Produktpass f\u00fchrt diese Daten zusammen und macht sie dauerhaft zug\u00e4nglich. Das erleichtert Pr\u00fcfungen durch Beh\u00f6rden und verbessert die Transparenz in der Lieferkette.\u201c<\/b><\/span><\/p> \n  <p class=\"p1\"><span class=\"s1\" style=\"font-size: 14pt; color: #2b3e50;\"><i>Dr. Carsten St\u00f6cker, Spherity<\/i><\/span><\/p> \n <\/blockquote>\n<\/section>     \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Nutzen im Betrieb und am Lebensende\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Nutzen im Betrieb und am Lebensende<\/h2>\n <p>In vielen Unternehmen liegen sicherheitsrelevante Informationen in verschiedenen IT-Systemen vor. Der digitale Produktpass f\u00fchrt diese Daten zusammen und macht sie dauerhaft zug\u00e4nglich. Das erleichtert Pr\u00fcfungen durch Beh\u00f6rden und verbessert die Transparenz in der Lieferkette. Risiken durch externe Software oder Dienste lassen sich besser bewerten. Der Produktpass unterst\u00fctzt zudem die Abstimmung zwischen beteiligten Akteuren.<\/p>\n <p>Auch w\u00e4hrend des Betriebs bietet der Produktpass Vorteile. Die Anforderungen des CRA enden nicht mit dem Verkauf. Hersteller m\u00fcssen w\u00e4hrend des gesamten Supportzeitraums auf Schwachstellen reagieren und Sicherheitsvorf\u00e4lle bearbeiten. Eine aktuelle Datenbasis erleichtert diese Aufgaben. Am Ende des Lebenszyklus r\u00fccken Recycling und R\u00fccknahme in den Fokus. Hersteller und Handel tragen hier Verantwortung. Eine zentrale Datenbasis verbessert die Effizienz dieser Prozesse.<\/p>\n <p>Auch in anderen Branchen gibt es \u00e4hnliche Entwicklungen mit branchenspezifischen Perspektiven. In der Energiewirtschaft lassen sich Cyberrisiken durch eine konsistente Datenbasis besser bewerten, was die Transparenz der in einem Stromnetz verbauten Komponenten wie Steuerungselemente, Energiemanagementsysteme und Wechselrichter verbessert und damit die Resilienz der Infrastruktur st\u00e4rkt. Die Elektromobilit\u00e4t ist in gewisser Weise ein Vorreiter f\u00fcr den DPP: Gro\u00dfe Batteriesysteme mit mehr zwei KWh m\u00fcssen ab Februar 2027 einen digitalen Batteriepass mit Informationen zu Herkunft, Nutzung und Zustand besitzen.<\/p>\n<\/section>    \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Transparente Cybersicherheit durch den DPP\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Transparente Cybersicherheit durch den DPP<\/h2>\n <p>Die branchen\u00fcbergreifende Etablierung des digitalen Produktpasses bildet eine Grundlage f\u00fcr sichere technische Systeme. Er ist damit ein zentraler Faktor f\u00fcr die strategische Ausrichtung von Unternehmen. Vor allem der CRA wirkt sich auf Produktstrategie, Entwicklung, Einkauf und Service aus.<\/p>\n <p>Der digitale Produktpass schafft Transparenz bei Sicherheitsprozessen und erleichtert deren \u00dcberpr\u00fcfung. Unternehmen k\u00f6nnen Anforderungen fr\u00fch umsetzen und den Marktzugang sichern. Der Produktpass entwickelt sich zu einem wichtigen Instrument f\u00fcr die Steuerung sicherer digitaler Produkte und st\u00e4rkt langfristig die Wettbewerbsf\u00e4higkeit.<\/p>\n <p><b>\u00dcber den Autor:<br><\/b><i>Dr. Carsten St\u00f6cker ist Mitbegr\u00fcnder der <a title=\"Extern: Spherity GmbH\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.spherity.com\/de\" rel=\"noopener\">Spherity GmbH<\/a>. Er ist Physiker mit einem Doktortitel der Universit\u00e4t Aachen. Au\u00dferdem ist er Ratsmitglied des Global Future Forum f\u00fcr das Weltwirtschaftsforum. Vor der Gr\u00fcndung der Spherity GmbH arbeitete Dr. St\u00f6cker f\u00fcr die innogy SE, das Deutsche Zentrum f\u00fcr Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Accenture GmbH. Seit Ende 2014 besch\u00e4ftigt sich Dr. St\u00f6cker intensiv mit den Themen digitale Innovation, dezentrale Systeme, dezentrale Identit\u00e4t, European Business Wallet (EBW), Digitaler Produktpass (DPP) und Lieferkettenmanagement.<\/i><\/p>\n <p><i>Die Autoren sind f\u00fcr den Inhalt und die Richtigkeit ihrer Beitr\u00e4ge selbst verantwortlich. Die dargelegten Meinungen geben die Ansichten der Autoren wieder.<\/i><\/p>\n<\/section>","description":"Der Cyber Resilience Act verpflichtet Hersteller zu durchg\u00e4ngiger Cybersicherheit. Dabei agiert der digitale Produktpass als zentrale Datenbasis und erh\u00f6ht so die Transparenz.","image":"https:\/\/cdn.ttgtmedia.com\/visuals\/German\/Hero-Cyber-Resilience-Act-by-Sidney-vd-Boogaard-Adobe-01.jpg","link":"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/meinung\/Vernetzte-Systeme-digitale-Produktpaesse-und-die-Sicherheit","pubDate":"Fri, 05 Jun 2026 00:30:00 GMT","title":"Vernetzte Systeme, digitale Produktp\u00e4sse und die Sicherheit"},{"body":"<p>Viele Diskussionen \u00fcber IT-Automatisierung und -Orchestrierung konzentrieren sich auf den Einsatz von Pipelines, die eine kontinuierliche Integration\/kontinuierliche Bereitstellung erm\u00f6glichen, um die IT-Produktivit\u00e4t und -Effizienz zu verbessern. Diese Pipelines kommen zwar der Service- und Softwareentwicklung zugute, k\u00f6nnen aber auch die Sicherheitslage eines Unternehmens st\u00e4rken.<\/p> \n<p>Es ist hilfreich, Diskussionen \u00fcber Sicherheitsautomatisierung anhand der CIA-Triade zu strukturieren. Die Triade besteht aus den folgenden drei Aspekten:<\/p> \n<ul class=\"default-list\"> \n <li><b>Confidentiality (Vertraulichkeit).<\/b> Durchsetzung des Zugriffs auf Ressourcen nur f\u00fcr autorisierte Benutzer.<\/li> \n <li><b>Integrity (Integrit\u00e4t).<\/b> Sicherstellen, dass sich Daten nicht unerwartet \u00e4ndern.<\/li> \n <li><b>Availability (Verf\u00fcgbarkeit).<\/b> Gew\u00e4hrleistung, dass Dienste, Anwendungen und Daten f\u00fcr autorisierte Benutzer verf\u00fcgbar sind.<\/li> \n<\/ul> \n<p>Die CIA-Triade liefert den Kontext f\u00fcr Sicherheitsdiskussionen. Sie ist hilfreich f\u00fcr die Planung, Umsetzung und Aufrechterhaltung der Cybersicherheit. In diesem Fall hilft sie zu veranschaulichen, wie Sicherheitsautomatisierung Unternehmen zugute kommt.<\/p> \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Herausforderungen bei manuellen Ma\u00dfnahmen\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Herausforderungen bei manuellen Ma\u00dfnahmen<\/h2>\n <p>Betrachten wir zun\u00e4chst die Herausforderungen, die mit der manuellen Konfiguration und \u00dcberwachung der IT-Sicherheit verbunden sind.<\/p>\n <p>Moderne IT-Infrastrukturen sind in der Regel zu gro\u00df, zu vielf\u00e4ltig und zu verteilt, um eine effiziente und effektive manuelle Verwaltung zu erm\u00f6glichen. Zu den heutigen Umgebungen geh\u00f6ren lokale physische und virtuelle Ger\u00e4te, auf denen Linux und Windows laufen, sowie hybride und Multi-Cloud-Bereitstellungen auf Plattformen von Cloud-Anbietern. Diese Bereitstellungen k\u00f6nnen zwar Vorteile in Bezug auf Skalierbarkeit, Kosteneffizienz und Sicherheit bieten, f\u00fchren aber auch zu einer Komplexit\u00e4t, die manuelle Sicherheitsprozesse erschwert.<\/p>\n <p>Die folgenden Herausforderungen des manuellen Sicherheitsmanagements sind zu ber\u00fccksichtigen:<\/p>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li>Menschliches Versagen aufgrund \u00fcbersehener Einstellungen, unbekannter oder neuer Funktionen und inkonsistenter Konfigurationen an mehreren physischen Standorten, was zu Problemen hinsichtlich Vertraulichkeit und Integrit\u00e4t f\u00fchren kann.<\/li> \n  <li>Fehlkonfiguration von Sicherheitseinstellungen durch menschliches Versagen, nicht erkannte Standardeinstellungen und inkonsistente Verwaltung, was zu Problemen hinsichtlich Verf\u00fcgbarkeit und Vertraulichkeit f\u00fchrt.<\/li> \n  <li>Unsachgem\u00e4\u00dfe Autorisierungs- und Zugriffskontrollen aufgrund von Standardeinstellungen oder falsch angewendeten Berechtigungen, die zu potenziellen Problemen hinsichtlich Vertraulichkeit und Integrit\u00e4t f\u00fchren.<\/li> \n  <li>Zeitaufwand f\u00fcr die manuelle Verwaltung von Sicherheitskonfigurationen, was zu Problemen hinsichtlich der Verf\u00fcgbarkeit f\u00fchrt.<\/li> \n  <li>Herausforderungen hinsichtlich Skalierbarkeit und Agilit\u00e4t aufgrund begrenzter Administratorressourcen und ineffizienter manueller Prozesse, was zu Problemen hinsichtlich Vertraulichkeit und Verf\u00fcgbarkeit f\u00fchrt.<\/li> \n  <li>Schwierigkeiten bei der Bereitstellung einer konsistenten \u00dcberwachung und Mustererkennung zur Identifizierung potenzieller Sicherheitsvorf\u00e4lle, was zu Problemen hinsichtlich Vertraulichkeit, Integrit\u00e4t und Verf\u00fcgbarkeit f\u00fchrt.<\/li> \n <\/ul>\n<\/section>     \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Wie man Automatisierung einsetzt, um diese Herausforderungen zu bew\u00e4ltigen\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Wie man Automatisierung einsetzt, um diese Herausforderungen zu bew\u00e4ltigen<\/h2>\n <p>Automatisierung und Orchestrierung sorgen f\u00fcr Geschwindigkeit, Konsistenz und Abdeckung. Die Verbesserung der Sicherheitslage eines Unternehmens tr\u00e4gt dazu bei, Sicherheitsvorf\u00e4lle zu verhindern, w\u00e4hrend automatisierte Erkennungs- und Behebungsprozesse dazu beitragen, deren Auswirkungen zu verringern, wenn sie dennoch auftreten.<\/p>\n <p>Die folgenden Anwendungsf\u00e4lle zeigen, wie Automatisierung die durch die CIA-Triade beschriebenen Probleme l\u00f6st.<\/p>\n <h3>Automatisierung eliminiert menschliche Fehler und Inkonsistenzen<\/h3>\n <p>Wie bei anderen Aspekten des IT-Konfigurationsmanagements tr\u00e4gt die Automatisierung dazu bei, das Risiko menschlicher Fehler zu verringern, und sorgt f\u00fcr Konsistenz der Einstellungen f\u00fcr Server, Endbenutzer-Workstations, Netzwerkger\u00e4te und andere Ger\u00e4te in lokalen und Cloud-Bereitstellungen. Dies f\u00fchrt zu einer insgesamt besseren Sicherheitslage.<\/p>\n <p>Einheitliche Einstellungen bieten ein hohes Ma\u00df an Vorhersehbarkeit und lassen sich viel schneller aktualisieren, um auf neue Bedrohungen zu reagieren. Die Automatisierung erm\u00f6glicht auch <a title=\"Tipps f\u00fcr ein erfolgreiches Patch-Management\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/tipp\/Tipps-fuer-ein-erfolgreiches-Patch-Management\">ein verbessertes Patch-Management<\/a>, wodurch Ger\u00e4te und Software mit den neuesten Sicherheits- und Funktionsverbesserungen auf dem aktuellen Stand gehalten werden.<\/p>\n <p>Jeder dieser Aspekte wirkt sich auf die Vertraulichkeit, Integrit\u00e4t und Verf\u00fcgbarkeit von Anwendungen, Diensten und Daten aus.<\/p>\n <h3>Automatisierung reduziert Fehlkonfigurationen<\/h3>\n <p>Automatisierte Prozesse sind hervorragend geeignet, um Konfigurationsabweichungen zu erkennen und zu beheben und Fehlkonfigurationen zu beseitigen, damit keine Schwachstellen f\u00fcr Malware und Datenverletzungen offen bleiben. Durch kontinuierliche \u00dcberwachung k\u00f6nnen Vorf\u00e4lle rechtzeitig erkannt werden.<\/p>\n <p>Wenn automatisierte Prozesse die Probleme nicht beheben k\u00f6nnen, k\u00f6nnen sie zumindest <a title=\"Incident Response Automation: Automatische Vorfallreaktion\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/tipp\/Incident-Response-Automation-Automatische-Vorfallreaktion\">Administratoren alarmieren<\/a>, die das Problem beheben und sicherstellen k\u00f6nnen, dass keine vertraulichen Daten verloren gehen.<\/p>\n <h3>Durch Automatisierung kann schneller auf Vorf\u00e4lle reagiert werden<\/h3>\n <p>Automatisierte Prozesse reagieren schneller auf Sicherheitsvorf\u00e4lle und schlie\u00dfen so die L\u00fccke zwischen Erkennung und Behebung. Unternehmen, die KI-basierte Sicherheitsma\u00dfnahmen und automatisierte Prozesse einsetzen, um Cybersicherheitsvorf\u00e4lle sofort nach ihrer Erkennung zu beheben, verf\u00fcgen \u00fcber eine st\u00e4rkere Sicherheitsposition.<\/p>\n <p>Die Automatisierung von Sicherheitsma\u00dfnahmen verbessert nicht nur die Reaktionszeiten bei Vorf\u00e4llen, sondern erm\u00f6glicht auch eine schnellere Neukonfiguration von Ger\u00e4ten, wenn neue Sicherheitsprobleme oder Zero-Day-Schwachstellen auftreten. Nehmen wir beispielsweise an, dass in Windows-Servern eine Zero-Day-Schwachstelle entdeckt wird, von der 100 Server eines Unternehmens betroffen sind. Automatisierte Reaktionen k\u00f6nnen diese Systeme wesentlich schneller patchen als dies mit manuellem Konfigurationsmanagement m\u00f6glich w\u00e4re.<\/p>\n <h3>Automatisierung verbessert die Skalierbarkeit<\/h3>\n <p>Unternehmen m\u00fcssen in der Lage sein, Ressourcen wie Container und VMs schnell zu skalieren, um den heutigen Anforderungen an Anwendungsbereitstellungen und Benutzerverf\u00fcgbarkeit gerecht zu werden. Der Automatisierung dieser Bereitstellungen wird viel Aufmerksamkeit geschenkt, damit Umgebungen sofort auf \u00c4nderungen der Workload-Anforderungen reagieren k\u00f6nnen. Die Automatisierung der Sicherheitskonfigurationen f\u00fcr diese skalierten Bereitstellungen ist ebenso wichtig.<\/p>\n <p>Automatisierte Prozesse k\u00f6nnten Folgendes umfassen:<\/p>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li>Hinzuf\u00fcgen neuer Sicherheitseinstellungen zu Containern und sicherstellen, dass diese Plattformen mit den Sicherheitseinstellungen auf dem aktuellen Stand bleiben.<\/li> \n  <li>Hinzuf\u00fcgen neuer Sicherheitskonfigurationen zu VMs, um Betriebssysteme und Anwendungen vor Bedrohungen in neuen Bereitstellungen zu sch\u00fctzen.<\/li> \n  <li>Aktualisieren von Konfigurationsdateien f\u00fcr Netzwerkger\u00e4te wie Switches, Router und Firewalls.<\/li> \n <\/ul>\n <h3>Automatisierung verbessert die Ausfallsicherheit<\/h3>\n <p>Automatisierte Bereitstellungspipelines und Selbstheilungsfunktionen verbessern gemeinsam die Ausfallsicherheit und Verf\u00fcgbarkeit von Diensten und Anwendungen. Umgebungen k\u00f6nnen sich schneller von Ausf\u00e4llen erholen. Zu den wichtigsten Vorteilen z\u00e4hlen:<\/p>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li>Die Drift-Erkennung hilft, Fehlkonfigurationen zu vermeiden, die Sicherheitsl\u00fccken offen lassen.<\/li> \n  <li>Die kontinuierliche Absicherung verbessert die Reaktionen auf neue Bedrohungen.<\/li> \n  <li>Schnellere Eind\u00e4mmung von Vorf\u00e4llen.<\/li> \n  <li>Verbesserte automatisierte Warnmeldungen und Reaktionen.<\/li> \n <\/ul>\n <p>Eine verbesserte Verf\u00fcgbarkeit ist ein wichtiger Bestandteil einer umfassenden Sicherheitsstrategie.<\/p>\n <h3>Automatisierung verbessert die Sicherheitslage<\/h3>\n <p>Eine agile, automatisierte Sicherheitsinfrastruktur erm\u00f6glicht es Sicherheitsexperten, alle Aspekte der CIA-Triade in gro\u00dfen Umgebungen schnell zu implementieren und anzupassen. Zu den Vorteilen geh\u00f6ren unter anderem die folgenden M\u00f6glichkeiten:<\/p>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li>Zugriffskontrollen anwenden und konsequent durchsetzen.<\/li> \n  <li>Systeme aktualisieren, um Bedrohungen zu mindern.<\/li> \n  <li>Compliance-Einstellungen anpassen und durchsetzen.<\/li> \n <\/ul>\n <p>Die Sicherheitsautomatisierung erf\u00fcllt diese Aufgaben in gro\u00dfem Umfang und mit geringem personellen Aufwand. Die schnelle Anwendung von Einstellungen in Verbindung mit der M\u00f6glichkeit, Konfigurationen sofort zu \u00e4ndern oder zu aktualisieren, unterst\u00fctzt die dynamische Sicherheitsstrategie, die moderne Unternehmen ben\u00f6tigen.<\/p>\n <blockquote class=\"main-article-pullquote\">\n  <div class=\"main-article-pullquote-inner\">\n   <figure>\n    Automatisierung und Orchestrierung sorgen f\u00fcr Geschwindigkeit, Konsistenz und Abdeckung. Die Verbesserung der Sicherheitslage eines Unternehmens tr\u00e4gt dazu bei, Sicherheitsvorf\u00e4lle zu verhindern, w\u00e4hrend automatisierte Erkennungs- und Behebungsprozesse dazu beitragen, deren Auswirkungen zu verringern, wenn sie dennoch auftreten.\n   <\/figure>\n   <i class=\"icon\" data-icon=\"z\"><\/i>\n  <\/div>\n <\/blockquote>\n<\/section>                          \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Automatisierung verbessert die Erkennung und Behebung von Bedrohungen\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Automatisierung verbessert die Erkennung und Behebung von Bedrohungen<\/h2>\n <p>Die F\u00e4higkeiten der Automatisierung in Bezug auf schnellere Reaktionen, kontextbezogene Vorfallberichte, Konsistenz und kontinuierliche \u00dcberwachung machen sie zu einer Kernkomponente der Erkennung und Behebung von Bedrohungen.<\/p>\n <p>Es bietet besondere Vorteile in den folgenden Bereichen:<\/p>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li>Automatisierte Tools erfassen, analysieren und korrelieren Protokolle \u00fcber die gesamte Bereitstellungsinfrastruktur hinweg und identifizieren Anomalien und <a title=\"Indicator of Compromise (IoC)\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Indicator-of-Compromise-IOC\">Anzeichen f\u00fcr Kompromittierungen<\/a> (IOC).<\/li> \n  <li>Automatisierte Tools bieten eine Abdeckung rund um die Uhr und leiden nicht unter <a title=\"Alarmm\u00fcdigkeit (Alert Fatigue)\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Alarmmuedigkeit-Alert-Fatigue\">Alarmm\u00fcdigkeit<\/a>.<\/li> \n  <li>Tools f\u00fcr die Reaktion auf Vorf\u00e4lle sowie Dienstprogramme f\u00fcr die Sicherheitsorchestrierung, -automatisierung und -reaktion (<a title=\"SOAR (Security Orchestration, Automation and Response)\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/SOAR-Security-Orchestration-Automation-and-Response\">SOAR, Security Orchestration, Automation and Response<\/a>) f\u00fcgen Warnmeldungen automatisch verwertbare Informationen hinzu. Dazu geh\u00f6ren Bedrohungsinformationen, Details zu Assets und den Kontext des Vorfalls. Diese Funktionen vermitteln den menschlichen Teams zur Vorfallreaktion ein weitaus vollst\u00e4ndigeres Bild der Warnmeldung, als dies mit einem Logeintrag m\u00f6glich w\u00e4re.<\/li> \n  <li>Die automatisierte Zuordnung von Bedrohungen zu Playbooks reduziert inkonsistente Reaktionen auf Vorf\u00e4lle und verbessert die Reaktionszeiten zwischen Erkennung und Entscheidung.<\/li> \n <\/ul>\n <p>Es ist allgemein bekannt, dass Automatisierung die Effizienz steigert. Wenn sie f\u00fcr Sicherheitsanwendungen eingesetzt wird, erm\u00f6glicht sie es Sicherheitsteams, mehr Zeit f\u00fcr die Erforschung, das Verst\u00e4ndnis und die Bek\u00e4mpfung von Bedrohungen aufzuwenden. Die Verwendung der CIA-Triade als Rahmen f\u00fcr die Sicherheitsautomatisierung veranschaulicht, wie Unternehmen ihren Ansatz zur Minderung von Risiken und Bedrohungen strukturieren k\u00f6nnen.<\/p>\n <p><i>Dieser Artikel ist im Original in englischer Sprache auf <\/i><a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.techtarget.com\/searchsecurity\/tip\/Use-the-CIA-triad-to-shape-security-automation-use-cases\" rel=\"noopener\"><i>Search Security<\/i><\/a><i> erschienen.<\/i><\/p>\n<\/section>","description":"Fehlkonfigurationen reduzieren, die Erkennung und Behebung von Bedrohungen optimieren und die Skalierbarkeit verbessern - hierf\u00fcr ist die Automatisierung der Security unerl\u00e4sslich.","image":"https:\/\/cdn.ttgtmedia.com\/visuals\/German\/article\/HERO-Automatisierung-Aryan-Creative-Illustration-using-Technological-Gears-Adobe-Stock-04.jpg","link":"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/tipp\/Wie-Automatisierung-die-Sicherheit-verbessern-kann","pubDate":"Thu, 04 Jun 2026 00:30:00 GMT","title":"Wie Automatisierung die Sicherheit verbessern kann"},{"body":"<p>Der Cyber Resilience Act (CRA) definiert verbindliche Anforderungen an vernetzte Produkte im europ\u00e4ischen Markt und verschiebt Cybersicherheit in den Kern der Produktverantwortung. Unternehmen stehen damit vor der Aufgabe, Entwicklungsprozesse, Lieferketten und Betriebsmodelle strukturell neu auszurichten.<\/p> \n<p>Der regulatorische Rahmen greift tief in technische und organisatorische Abl\u00e4ufe ein und verlangt eine durchg\u00e4ngige Integration von Sicherheitsmechanismen \u00fcber den gesamten Produktlebenszyklus. In der Praxis zeigt sich eine deutliche L\u00fccke zwischen regulatorischem Anspruch und bestehender Umsetzungstiefe in vielen Organisationen.<\/p> \n<p>Unternehmen m\u00fcssen den <a title=\"Cyber Resilience Act Was Unternehmen jetzt wissen m\u00fcssen\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/meinung\/Cyber-Resilience-Act-Was-Unternehmen-jetzt-wissen-muessen\">Cyber Resilience Act<\/a> ber\u00fccksichtigen, da er den Zugang zum europ\u00e4ischen Markt direkt an Sicherheitsanforderungen koppelt. Ohne nachgewiesene Konformit\u00e4t verlieren Produkte ihre Zulassung und d\u00fcrfen nicht mehr vertrieben werden. Zus\u00e4tzlich drohen Bu\u00dfgelder von bis zu 15 Millionen Euro oder 2,5 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Auch unzureichende Prozesse f\u00fcr Schwachstellenmanagement oder Meldepflichten f\u00fchren zu weiteren Sanktionen und operativen Einschr\u00e4nkungen.<\/p> \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Regulatorischer Rahmen und Geltungsbereich des CRA\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Regulatorischer Rahmen und Geltungsbereich des CRA<\/h2>\n <p>Der <a title=\"Extern: Cyber Resilience Act\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.bsi.bund.de\/DE\/Themen\/Unternehmen-und-Organisationen\/Informationen-und-Empfehlungen\/Cyber_Resilience_Act\/cyber_resilience_act_node.html\" rel=\"noopener\">Cyber Resilience Act<\/a> gilt f\u00fcr Produkte mit digitalen Elementen, die direkt oder indirekt mit Netzwerken oder anderen Systemen kommunizieren. Darunter fallen eingebettete Systeme, industrielle Steuerungen, IoT-Komponenten, Cloud-basierte Anwendungen sowie klassische Softwareprodukte. Auch hybride Architekturen mit Edge- und Cloud-Anteilen fallen unter den Anwendungsbereich, sofern Datenverarbeitung oder Kommunikation stattfindet.<\/p>\n <p>Ausgenommen bleiben klar definierte Sektoren mit bestehenden regulatorischen Vorgaben sowie nicht kommerziell genutzte Open-Source-Software. Sobald Open Source in kommerzielle Produkte integriert wird oder Supportleistungen angeboten werden, greifen die Anforderungen vollst\u00e4ndig. Hersteller, Importeure und H\u00e4ndler tragen Verantwortung f\u00fcr die Konformit\u00e4t, unabh\u00e4ngig vom geografischen Sitz des Unternehmens.<\/p>\n <p>Die Umsetzung erfolgt seit Inkrafttreten des CRA im Dezember 2024 stufenweise. Beispielsweise greifen die Meldepflichten vor der vollst\u00e4ndigen Anwendung der Produktanforderungen. Sp\u00e4testens Ende 2027 d\u00fcrfen nur noch konforme Produkte im europ\u00e4ischen Markt bereitgestellt werden. Verst\u00f6\u00dfe f\u00fchren zu Vertriebsverboten oder erheblichen finanziellen Sanktionen.<\/p>\n<\/section>    \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Auswirkungen auf Produktentwicklung und Lebenszyklus\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Auswirkungen auf Produktentwicklung und Lebenszyklus<\/h2>\n <p>Der CRA verlagert Sicherheitsanforderungen in alle Phasen der Produktentstehung. Bereits in der Konzeptionsphase ist eine strukturierte Risikoanalyse erforderlich. Diese bewertet Bedrohungen, Schutzbedarfe und potenzielle Angriffsfl\u00e4chen. Daraus leitet das Entwicklungsteam konkrete Sicherheitsanforderungen ab, die in Architektur und Design einflie\u00dfen.<\/p>\n <p>Die Implementierung folgt definierten Sicherheitsvorgaben und integriert Mechanismen zur Zugriffskontrolle, Datenabsicherung und Integrit\u00e4tspr\u00fcfung. Validierung und Verifikation pr\u00fcfen die Wirksamkeit dieser Ma\u00dfnahmen anhand technischer Tests und Angriffsszenarien. Die Sicherheitsbewertung endet nicht mit der Auslieferung, sondern setzt sich im Betrieb fort.<\/p>\n <p>W\u00e4hrend der Nutzungsphase verlangt der CRA ein durchg\u00e4ngiges Schwachstellenmanagement. Hersteller m\u00fcssen kontinuierlich bekannte Schwachstellen analysieren, bewerten deren Relevanz f\u00fcr eigene Produkte und stellen Sicherheitsupdates bereit. Die Bereitstellung erfolgt \u00fcber definierte Updateprozesse und umfasst auch Abh\u00e4ngigkeiten zu Betriebssystemen und Drittkomponenten. Der Supportzeitraum betr\u00e4gt in der Regel mindestens f\u00fcnf Jahre oder orientiert sich an der erwarteten Produktlebensdauer.<\/p>\n <p>Am Ende des Lebenszyklus steht die sichere Au\u00dferbetriebnahme. Datenl\u00f6schung, Deaktivierung von Zug\u00e4ngen und Absicherung von Komponenten gegen Wiederverwendung geh\u00f6ren zu den Anforderungen. Damit erweitert der CRA den klassischen Entwicklungsfokus auf einen vollst\u00e4ndigen Security Lifecycle.<\/p>\n<\/section>     \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Organisatorische Verankerung und Verantwortlichkeiten\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Organisatorische Verankerung und Verantwortlichkeiten<\/h2>\n <p>In vielen Unternehmen existiert keine klar definierte Verantwortung f\u00fcr Produktsicherheit. Der CRA erzwingt eine organisatorische Zuordnung, die \u00fcber bestehende Rollen wie <a title=\"Definition: CISO\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Chief-Information-Security-Officer-CISO\">CISO<\/a> hinausgeht. Produktbezogene Sicherheit erfordert eigene Zust\u00e4ndigkeiten, da klassische IT-Sicherheitsstrukturen nicht auf Entwicklungsprozesse ausgelegt sind.<\/p>\n <p>In der Praxis zeigt sich eine \u00dcbergangsphase, in der Aufgaben zwischen IT, Entwicklung und Qualit\u00e4tsmanagement verteilt werden. Parallel entstehen dabei neue Rollenmodelle, die Security in Produktteams integrieren. Besonders bei umfangreichen Produktportfolios l\u00e4sst sich die Verantwortung nicht zentralisieren, sondern muss auf mehrere Teams verteilt werden.<\/p>\n <p>Ein weiterer Aspekt betrifft die Qualifikation. Entwickler ben\u00f6tigen Kenntnisse in sicherer Softwareentwicklung, Architekturdesign und Bedrohungsmodellierung. Schulungskonzepte erstrecken sich vom Management bis in operative Entwicklungsteams.<\/p>\n<\/section>    \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Lieferkette und Komponentenmanagement\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Lieferkette und Komponentenmanagement<\/h2>\n <p>Der CRA erweitert die Verantwortung auf die gesamte Lieferkette. Hersteller m\u00fcssen nachvollziehen, welche Komponenten in ihren Produkten enthalten sind, und welche Abh\u00e4ngigkeiten bestehen. Kritisch sind Drittanbieterbibliotheken und externe Softwaremodule, deren Wartungsstatus nicht direkt kontrollierbar ist.<\/p>\n <p>Eine zentrale Rolle \u00fcbernimmt die Software Bill of Materials (<a title=\"Definition: SBOM\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Software-Bill-of-Materials-SBOM\">SBOM<\/a>). Diese dokumentiert alle verwendeten Komponenten und erm\u00f6glicht die Zuordnung zu bekannten Schwachstellen. Auf dieser Basis lassen sich Risiken bewerten und Ma\u00dfnahmen priorisieren. Die SBOM dient zugleich als Grundlage f\u00fcr Patch-Management und Incident Response.<\/p>\n <p>Lieferanten m\u00fcssen vertraglich verpflichtet werden, Sicherheitsanforderungen einzuhalten und Informationen zu Schwachstellen bereitzustellen. Ohne diese Transparenz ergibt sich ein strukturelles Risiko, da einzelne Komponenten als Einstiegspunkt f\u00fcr Angriffe dienen k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/section>    \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Konformit\u00e4tsbewertung und technische Dokumentation\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Konformit\u00e4tsbewertung und technische Dokumentation<\/h2>\n <p>Vor der Markteinf\u00fchrung ist eine Konformit\u00e4tsbewertung erforderlich. F\u00fcr den Gro\u00dfteil der Produkte erfolgt diese als interne Bewertung durch den Hersteller. F\u00fcr definierte Produktkategorien mit erh\u00f6htem Risiko ist eine externe Pr\u00fcfung durch benannte Stellen notwendig. Die technische Dokumentation bildet den Nachweis der Umsetzung. Sie enth\u00e4lt Architekturinformationen, Risikoanalysen, Sicherheitsmechanismen und die SBOM.<\/p>\n <p>Erg\u00e4nzend beschreibt sie Einsatzgrenzen und notwendige Sicherheitsma\u00dfnahmen im Betrieb. Diese Dokumentation dient sowohl der Marktaufsicht als auch Kunden zur Bewertung der Produktsicherheit. Ein Benutzerhandbuch erg\u00e4nzt die technische Dokumentation und beschreibt den sicheren Einsatz im Betrieb. Dazu geh\u00f6ren Zugriffskonzepte, Updateverfahren und Backupstrategien. Die Qualit\u00e4t dieser Informationen beeinflusst direkt die Sicherheit im realen Einsatz.<\/p>\n<\/section>   \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Schwachstellenmanagement und Meldeprozesse\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Schwachstellenmanagement und Meldeprozesse<\/h2>\n <p>Der CRA fordert strukturierte Prozesse zur Behandlung von Schwachstellen. Dazu geh\u00f6rt die Annahme externer Meldungen, deren Bewertung und die Priorisierung von Gegenma\u00dfnahmen. Ein Product Security Incident Response-Team koordiniert diese Abl\u00e4ufe und stellt die Kommunikation mit internen und externen Stellen sicher. Kritische Schwachstellen m\u00fcssen innerhalb kurzer Fristen an Beh\u00f6rden gemeldet werden.<\/p>\n <p>Parallel erfolgt die Information von Kunden und Partnern. Diese Prozesse erfordern definierte Kommunikationswege und technische Infrastruktur zur Verarbeitung von Meldungen. Die Integration in bestehende Entwicklungsprozesse stellt eine zentrale Herausforderung dar. Ohne automatisierte Abl\u00e4ufe und klare Verantwortlichkeiten f\u00fchrt die zus\u00e4tzliche Komplexit\u00e4t zu Verz\u00f6gerungen und Inkonsistenzen.<\/p>\n<\/section>   \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Werkzeuge und technische Unterst\u00fctzung f\u00fcr den Cyber Resilience Act\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Werkzeuge und technische Unterst\u00fctzung f\u00fcr den Cyber Resilience Act<\/h2>\n <p>Die praktische Umsetzung des CRA erfordert den Einsatz spezialisierter Werkzeuge. SBOM-Generatoren analysieren Build-Prozesse und identifizieren enthaltene Komponenten. Tools zur Schwachstellenanalyse gleichen diese Informationen mit Datenbanken bekannter Sicherheitsl\u00fccken ab.<\/p>\n <p>Im Entwicklungsprozess kommen statische und dynamische Codeanalysen zum Einsatz, um Sicherheitsprobleme fr\u00fchzeitig zu erkennen. Penetrationstests und <a title=\"Definition: Fuzzing\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Fuzz-Testing-Fuzzing\">Fuzzing<\/a> erg\u00e4nzen diese Verfahren durch realit\u00e4tsnahe Angriffssimulationen. F\u00fcr den Betrieb etablieren Unternehmen Plattformen zur \u00dcberwachung von Sicherheitsereignissen und zur Koordination von Reaktionen.<\/p>\n <p>Patch- und Release-Management-Systeme steuern die Verteilung von Updates und stellen sicher, dass Abh\u00e4ngigkeiten ber\u00fccksichtigt werden. Erg\u00e4nzend unterst\u00fctzen Ticketing-Systeme und Incident-Management-Plattformen die organisatorische Umsetzung. Normen wie IEC 62443 liefern technische Leitlinien f\u00fcr industrielle Systeme und dienen als Referenz f\u00fcr den Stand der Technik. Harmonisierte europ\u00e4ische Normen konkretisieren die Anforderungen des CRA und schaffen eine Grundlage f\u00fcr einheitliche Bewertungen.<\/p>\n<\/section>    \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Industrielle Praxis und typische Herausforderungen\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Industrielle Praxis und typische Herausforderungen<\/h2>\n <p>In industriellen Umgebungen versch\u00e4rft sich die Komplexit\u00e4t durch lange Produktlebenszyklen und heterogene Systemlandschaften. Maschinen und Anlagen bleiben \u00fcber Jahrzehnte im Einsatz, oft mit eingeschr\u00e4nkten Updatef\u00e4higkeiten. Die Integration neuer Sicherheitsanforderungen in bestehende Architekturen erfordert tiefgreifende Anpassungen. Die Vernetzung von Produktionssystemen mit Cloud-Diensten und externen Plattformen erweitert die Angriffsfl\u00e4che. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Verf\u00fcgbarkeit und Betriebssicherheit, was Eingriffe in laufende Systeme erschwert.<\/p>\n <p>Ein weiterer Faktor betrifft die Ressourcenverteilung. In vielen Organisationen konkurrieren Sicherheitsanforderungen mit funktionalen Erweiterungen. Der CRA verschiebt diese Priorit\u00e4ten zugunsten verbindlicher Sicherheitsma\u00dfnahmen, ohne zus\u00e4tzliche Ressourcen automatisch bereitzustellen.<\/p>\n<\/section>   \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Umsetzung in kleinen und gro\u00dfen Organisationen\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Umsetzung in kleinen und gro\u00dfen Organisationen<\/h2>\n <p>Gro\u00dfe Unternehmen reagieren fr\u00fchzeitig auf regulatorische Anforderungen und verf\u00fcgen \u00fcber bestehende Strukturen f\u00fcr Compliance und Risikomanagement. Sie integrieren CRA-Anforderungen in bestehende Prozesse und nutzen vorhandene Werkzeuge. Kleine und mittlere Unternehmen stehen vor strukturellen Herausforderungen. Fehlende Spezialisierung, begrenzte Ressourcen und geringere Erfahrung mit regulatorischen Vorgaben erschweren die Umsetzung. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass komplexe Normen als nicht anwendbar wahrgenommen werden und die Umsetzung verz\u00f6gert wird.<\/p>\n <p>Eine praktikable Strategie besteht in der schrittweisen Einf\u00fchrung von Prozessen und Werkzeugen, angepasst an die eigene Produktstruktur. Externe Unterst\u00fctzung durch spezialisierte Dienstleister kann diese Phase \u00fcberbr\u00fccken, ersetzt jedoch keine interne Kompetenzentwicklung.<\/p>\n<\/section>   \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Open-Source-Tools f\u00fcr CRA-Anforderungen\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Open-Source-Tools f\u00fcr CRA-Anforderungen<\/h2>\n <p>Open-Source-Software unterst\u00fctzt zentrale Anforderungen des Cyber Resilience Act entlang Entwicklung, Analyse und Betrieb. Werkzeuge zur SBOM-Erstellung, zum Beispiel <a title=\"Extern: Syft\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/github.com\/anchore\/syft\" rel=\"noopener\">Syft<\/a> oder <a title=\"Extern: CycloneDX\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/cyclonedx.org\/\" rel=\"noopener\">CycloneDX<\/a> erfassen Abh\u00e4ngigkeiten direkt aus Build-Prozessen und liefern die Grundlage f\u00fcr Schwachstellenanalysen.<\/p>\n <p>Scanner wie <a title=\"Extern: Grype\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/github.com\/anchore\/grype\" rel=\"noopener\">Grype<\/a> gleichen diese Daten mit bekannten Sicherheitsl\u00fccken aus CVE-Datenbanken ab und ordnen Risiken einzelnen Komponenten zu. F\u00fcr die Integration in Entwicklungsprozesse lassen sich diese Tools in CI\/CD-Pipelines einbinden, wodurch Sicherheitspr\u00fcfungen bei jedem Build automatisiert ablaufen.<\/p>\n <p>Im Bereich Codeanalyse kommen Plattformen wie OWASP <a title=\"Extern: Dependency-Check\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/owasp.org\/www-project-dependency-check\" rel=\"noopener\">Dependency-Check<\/a> oder <a title=\"Extern: SonarQube\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.sonarsource.com\/\" rel=\"noopener\">SonarQube<\/a> zum Einsatz, um unsichere Bibliotheken und fehlerhafte Implementierungen fr\u00fchzeitig zu identifizieren.<\/p>\n <p>Erg\u00e4nzend f\u00fchren Tools wie OWASP <a title=\"Extern: ZAP\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zaproxy.org\/\" rel=\"noopener\">ZAP<\/a> dynamische Analysen durch und pr\u00fcfen laufende Anwendungen auf Angriffsfl\u00e4chen. F\u00fcr das Schwachstellenmanagement und die Koordination von Meldungen lassen sich Systeme wie <a title=\"Extern: DefectDojo\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/defectdojo.com\/\" rel=\"noopener\">DefectDojo<\/a> oder <a title=\"Extern: OpenVAS\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.openvas.org\/index-de.html\" rel=\"noopener\">OpenVAS<\/a> in bestehende Prozesse integrieren, um Funde zu priorisieren und Ma\u00dfnahmen nachzuverfolgen. Diese Werkzeuge bilden gemeinsam eine technische Basis, um Anforderungen an Dokumentation, Risikoanalyse und kontinuierliche Sicherheits\u00fcberwachung im Sinne des CRA umzusetzen.<\/p>\n<\/section>     \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Rolle von Standards und regulatorischem Umfeld\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Rolle von Standards und regulatorischem Umfeld<\/h2>\n <p>Der CRA steht nicht isoliert, sondern erg\u00e4nzt bestehende Regelwerke. Normungsorganisationen entwickeln technische Spezifikationen, die als Referenz f\u00fcr die Umsetzung dienen. Diese Normen definieren konkrete Anforderungen an Entwicklungsprozesse, Sicherheitsmechanismen und Dokumentation.<\/p>\n <p>Parallel greifen weitere regulatorische Initiativen in angrenzende Bereiche. Betreiber kritischer Infrastrukturen unterliegen zus\u00e4tzlichen Anforderungen, die sich mit den Produktvorgaben \u00fcberschneiden. Unternehmen m\u00fcssen diese Vorgaben integrieren und konsistent umsetzen.<\/p>\n <p>Die Standardisierung schafft eine gemeinsame Basis f\u00fcr Hersteller, Pr\u00fcfinstitutionen und Marktaufsicht. Gleichzeitig erfordert sie eine kontinuierliche Anpassung, da Bedrohungslagen und Technologien sich dynamisch entwickeln.<\/p>\n<\/section>","description":"Der Cyber Resilience Act bringt verbindliche Sicherheitsanforderungen f\u00fcr vernetzte Produkte. Der Beitrag erkl\u00e4rt Umsetzung, Prozesse und Werkzeuge im Unternehmensumfeld.","image":"https:\/\/cdn.ttgtmedia.com\/visuals\/German\/Hero-Cyber-Resilience-Act-by-Sidney-vd-Boogaard-Adobe-01.jpg","link":"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/ratgeber\/Cyber-Resilience-Act-Umsetzung-Prozesse-und-Werkzeuge","pubDate":"Wed, 03 Jun 2026 00:30:00 GMT","title":"Cyber Resilience Act; Umsetzung, Prozesse und Werkzeuge"},{"body":"<p>Zur Cisco Live 2026 in Las Vegas (31. Mai bis 4 Juni) k\u00fcndigt Cisco eine Reihe von Produkt- und Architektur\u00e4nderungen an, die das Unternehmen unter dem Begriff <i>Agentic AI<\/i> b\u00fcndelt. Im Mittelpunkt stehen die neue zentrale Verwaltungsplattform <i>Cisco Cloud Control<\/i> sowie eine Reihe von Sicherheits-, Netzwerk- und Observability-Produkten, die auf den Einsatz autonomer KI-Agenten in Unternehmensinfrastrukturen ausgerichtet sind.<\/p> \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Cisco Cloud Control: Neue zentrale Verwaltungsplattform\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Cisco Cloud Control: Neue zentrale Verwaltungsplattform<\/h2>\n <p>Mit <a title=\"Extern: Cisco Cloud Control\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/cloud.cisco.com\/\" rel=\"noopener\">Cloud Control<\/a> f\u00fchrt Cisco eine plattform\u00fcbergreifende Steuerungsoberfl\u00e4che ein, die Networking, Security, <a title=\"Definition: Observability\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Observability\">Observability<\/a> und Collaboration unter einem gemeinsamen Login zusammenfasst. Die Plattform soll ab dem 2. Juni zun\u00e4chst f\u00fcr kommerzielle Kunden in den USA in einer \u201eControlled Availability\u201d verf\u00fcgbar sein.<\/p>\n <p>Kern der Plattform ist ein gemeinsames Daten-Fabric, das <a title=\"Netzwerkmanagement: Telemetrie und SNMP im Vergleich\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/ratgeber\/Netzwerkmanagement-Telemetrie-und-SNMP-im-Vergleich\">Telemetriedaten<\/a> aus verschiedenen Dom\u00e4nen \u2013 Nutzer, Ger\u00e4te, Applikationen, Netzwerk und Sicherheitsereignisse \u2013 zusammenf\u00fchrt und korreliert. Darauf aufbauend sollen KI-Agenten automatisiert auf Netzwerkereignisse reagieren, Empfehlungen mit Sicherheits- und Risikobewertungen liefern und \u00c4nderungen nach menschlicher Freigabe oder automatisch umsetzen. Cisco bezeichnet diese Agenten als <i>Trusted Agents<\/i> und meint damit Agenten, deren Aktionen nachvollziehbar, regelgebunden und auditierbar sind.<\/p>\n <figure class=\"main-article-image full-col\" data-img-fullsize=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/rms\/German\/Cisco_AI_Canvas.png\">\n  <img data-src=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/rms\/German\/Cisco_AI_Canvas_mobile.png\" class=\"lazy\" data-srcset=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/rms\/German\/Cisco_AI_Canvas_mobile.png 960w,https:\/\/www.computerweekly.com\/rms\/German\/Cisco_AI_Canvas.png 1280w\" alt=\"Benutzeroberfl\u00e4che des Cisco AI Canvas Dashboards\" data-credit=\"Cisco\" height=\"315\" width=\"560\">\n  <figcaption>\n   <i class=\"icon pictures\" data-icon=\"z\"><\/i>Abbildung 1: Benutzeroberfl\u00e4che des Cisco AI Canvas Dashboards zur dom\u00e4nen\u00fcbergreifenden Verwaltung von Netzwerkvorkommnissen.\n  <\/figcaption>\n  <div class=\"main-article-image-enlarge\">\n   <i class=\"icon\" data-icon=\"w\"><\/i>\n  <\/div>\n <\/figure>\n <p>Die bisherige Plattform <i>Cisco Security Cloud Control<\/i> wird in die neue Cloud Control \u00fcberf\u00fchrt und bleibt als Funktionsbereich erhalten.<\/p>\n <p>Neu angek\u00fcndigt werden innerhalb von Cloud Control:<\/p>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li><b>AI Canvas<\/b> ist ein kollaborativer Arbeitsbereich, in dem menschliche Operatoren und KI-Agenten dom\u00e4nen\u00fcbergreifende Vorf\u00e4lle gemeinsam untersuchen und l\u00f6sen k\u00f6nnen.<\/li> \n  <li><b>Cloud Control Studio<\/b> ist die Entwicklungsumgebung innerhalb der Plattform. Sie umfasst den <i>Agent Builder<\/i>, mit dem Kunden eigene Agenten entwickeln und Drittanbieter-Agenten integrieren k\u00f6nnen, sowie den <i>App Builder<\/i>.<\/li> \n  <li>Der <b>App Builder<\/b> ist ein Tool, das auf OpenAIs Codex basiert. Es soll Administratoren die Erstellung angepasster Anwendungen und Workflows direkt in Cloud Control erm\u00f6glichen, ohne dass sie eine eigene Backend-Infrastruktur aufbauen m\u00fcssen.<\/li> \n  <li>Neu ist au\u00dferdem der <b>Cloud Control Marketplace<\/b>. \u00dcber diesen k\u00f6nnen Kunden entwickelte Anwendungen und Agenten sowie L\u00f6sungen von Technologiepartnern bereitstellen und nutzen. Cisco nennt in diesem Zusammenhang unter anderem Integrationen mit AWS, Google Cloud, Microsoft, ServiceNow und Slack.<\/li> \n <\/ul>\n <figure class=\"main-article-image full-col\" data-img-fullsize=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/rms\/German\/Cisco_Cloud_Control_Marketplace.png\">\n  <img data-src=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/rms\/German\/Cisco_Cloud_Control_Marketplace_mobile.png\" class=\"lazy\" data-srcset=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/rms\/German\/Cisco_Cloud_Control_Marketplace_mobile.png 960w,https:\/\/www.computerweekly.com\/rms\/German\/Cisco_Cloud_Control_Marketplace.png 1280w\" alt=\"Cisco Cloud Control Marketplace\" data-credit=\"Cisco\" height=\"325\" width=\"560\">\n  <figcaption>\n   <i class=\"icon pictures\" data-icon=\"z\"><\/i>Abbildung 2: Der Cloud Control Marketplace stellt Anwendungen und Agenten von Technologiepartnern bereit.\n  <\/figcaption>\n  <div class=\"main-article-image-enlarge\">\n   <i class=\"icon\" data-icon=\"w\"><\/i>\n  <\/div>\n <\/figure>\n<\/section>        \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Netzwerkbetrieb: St\u00e4rkere Automatisierung als Ziel\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Netzwerkbetrieb: St\u00e4rkere Automatisierung als Ziel<\/h2>\n <p>Im Bereich <i>Workplace Networking<\/i> k\u00fcndigt Cisco Bausteine f\u00fcr einen st\u00e4rker automatisierten Netzbetrieb an, den das Unternehmen als <a title=\"Cisco Live 2026 Amsterdam: 102,4T-Switches und Agentic Ops\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/news\/366638885\/Cisco-Live-2026-1024T-Switches-und-Agentic-Ops-fuer-KI\"><i>Agentic Ops<\/i><\/a> bezeichnet.<\/p>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li><b>Network Actions<\/b> ist eine Oberfl\u00e4che in Cloud Control, \u00fcber die Netzwerkadministratoren die Arbeit von KI-Agenten \u00fcberwachen k\u00f6nnen. Die Agenten melden Alarme, Vorf\u00e4lle und Optimierungsempfehlungen inklusive Begr\u00fcndung und Telemetriedaten. Operatoren k\u00f6nnen \u00c4nderungen freigeben oder weitere Tests im digitalen Zwilling veranlassen.<\/li> \n  <li><b>Experience Metrics<\/b> liefert eine laufende Echtzeitbewertung der Nutzererfahrung im Netzwerk, beispielsweise der Verbindungsqualit\u00e4t im WLAN oder am kabelgebundenen Anschluss. Diese Funktion war bisher auf Wireless beschr\u00e4nkt und wird nun auf die kabelgebundene Infrastruktur ausgeweitet.<\/li> \n  <li>Mit <b>Digital<i> <\/i>Twin<\/b> k\u00fcndigt Cisco eine Emulationsumgebung an, die eine 1:1-Nachbildung des Campus- und Branch-Netzwerks mit identischen Betriebssystem-Images und Konfigurationen bereitstellt. \u00c4nderungen k\u00f6nnen vor dem Produktiveinsatz getestet werden, sowohl durch menschliche Operatoren als auch durch Agenten.<\/li> \n <\/ul>\n<\/section>   \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Multicloud-Konnektivit\u00e4t: Cisco Multicloud Fabric\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Multicloud-Konnektivit\u00e4t: Cisco Multicloud Fabric<\/h2>\n <p>F\u00fcr Umgebungen, in denen KI-Applikationen \u00fcber mehrere Hyperscaler verteilt betrieben werden (Frontend, Daten und Inferenz auf verschiedenen Clouds), k\u00fcndigt Cisco <i>Multicloud Fabric<\/i> an. Es soll \u00fcber virtuelle Points of Presence in verschiedenen Hyperscaler-Regionen laufen und eine Verbindung von Unternehmensstandorten zu mehreren Cloud-Umgebungen \u00fcber eine einzige Konfiguration in Cloud Control erm\u00f6glichen. Enthaltene Funktionen:<\/p>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li>Zero-Trust-Routing<\/li> \n  <li>Service-Chaining zu Cloud-Firewalls<\/li> \n  <li>Ende-zu-Ende-Observability \u00fcber ThousandEyes<\/li> \n <\/ul>\n <figure class=\"main-article-image full-col\" data-img-fullsize=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/rms\/German\/Cisco_Multicloud_Fabric.png\">\n  <img data-src=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/rms\/German\/Cisco_Multicloud_Fabric_mobile.png\" class=\"lazy\" data-srcset=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/rms\/German\/Cisco_Multicloud_Fabric_mobile.png 960w,https:\/\/www.computerweekly.com\/rms\/German\/Cisco_Multicloud_Fabric.png 1280w\" alt=\"Cisco Multicloud Fabric\" data-credit=\"Cisco\" height=\"305\" width=\"560\">\n  <figcaption>\n   <i class=\"icon pictures\" data-icon=\"z\"><\/i>Abbildung 3: Mit der Multicloud Fabric sollen Anwender in Cisco Cloud Control mit einem Klick alle Ihre Standorte und alle Ihre Clouds miteinander verbinden k\u00f6nnen.\n  <\/figcaption>\n  <div class=\"main-article-image-enlarge\">\n   <i class=\"icon\" data-icon=\"w\"><\/i>\n  <\/div>\n <\/figure>\n<\/section>    \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Sicherheit: Live Protect, Defense Claw und Agentenidentit\u00e4t\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Sicherheit: Live Protect, Defense Claw und Agentenidentit\u00e4t<\/h2>\n <p>Cisco erweitert seine Sicherheitsarchitektur um Funktionen, die speziell auf den Betrieb autonomer KI-Agenten sowie auf die zunehmende Automatisierung von Angriffs- und Verteidigungsprozessen ausgerichtet sind. Die Neuerungen umfassen Laufzeitschutz f\u00fcr Netzwerkkomponenten, Sicherheitsmechanismen f\u00fcr <a title=\"Agentenbasierte KI vs. agentische KI: Was ist der Unterschied?\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/antwort\/Agentenbasierte-KI-vs-agentische-KI-Was-ist-der-Unterschied\">KI-Agenten<\/a> und Ma\u00dfnahmen f\u00fcr den \u00dcbergang zu <a title=\"Definition: Post Quanten Kryptografie (PQK)\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Post-Quanten-Kryptografie-PQK\">quantensicherer Kryptografie<\/a>.<\/p>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li><b>Live Protect\/Live Detect:<\/b> Cisco k\u00fcndigt eine Funktion an, die Schwachstellen in der Netzwerkinfrastruktur identifizieren und pr\u00e4zise Kompensierungskontrollen direkt im Betriebssystem laufender Switches oder Router einspielen soll \u2013 ohne Neustart und ohne Software-Update. Hintergrund ist die zunehmende <a title=\"Claude Mythos und KI-basierte Schwachstellen-Erkennung\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/meinung\/Claude-Mythos-und-KI-basierte-Schwachstellen-Erkennung\">F\u00e4higkeit von KI-Modellen, Sicherheitsl\u00fccken automatisiert zu entdecken<\/a> und auszunutzen. Dadurch werden k\u00fcrzere Update-Zyklen erzwungen. Die Steuerung erfolgt auf Prozessebene (zum Beispiel Zugriffsbeschr\u00e4nkung auf bestimmte Dateien). Live Protect wird zun\u00e4chst in Campus Smart Switches eingef\u00fchrt und sp\u00e4ter auf weitere Ger\u00e4te ausgeweitet. Die Funktion ist im Rahmen bestehender Support-Vertr\u00e4ge enthalten.<\/li> \n  <li><b>Defense Claw:<\/b> Das ist eine Toolchain zum Schutz von KI-Agenten, die in Unternehmensumgebungen eingesetzt werden. Sie umfasst <a title=\"Red Teaming: die K\u00f6nigsdisziplin der Sicherheitstests\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/meinung\/Red-Teaming-die-Koenigsdisziplin-der-Sicherheitstests\">Red-Teaming<\/a>, Supply-Chain-Verifikation und Laufzeitschutz. Cisco k\u00fcndigt an, Defense Claw in den Secure Client zu integrieren. Dadurch soll die Integrit\u00e4t von Endger\u00e4ten, auf denen Agenten laufen, auf Unternehmensebene sichergestellt werden.<\/li> \n  <li><b>Agentenidentit\u00e4t und Zugriffssteuerung:<\/b> Aufbauend auf der \u00dcbernahme von Astrix Security bietet Cisco au\u00dferdem eine L\u00f6sung zur Erkennung und Registrierung von KI-Agenten in Unternehmensnetzen. Neu angek\u00fcndigt wird die M\u00f6glichkeit, Agenten eigenst\u00e4ndige Rollen zuzuweisen \u2013 unabh\u00e4ngig von einer menschlichen Delegierungskette. Zugriffe sollen nach dem Prinzip <i>just in time, just enough, just long enough<\/i> vergeben werden, um Ressourcen vor unberechtigtem oder unbeabsichtigtem Zugriff durch Agenten zu sch\u00fctzen.<\/li> \n  <li><b>Post-Quantum-Kryptografie:<\/b> Cisco erweitert seine Post-Quantum-Unterst\u00fctzung, die bisher f\u00fcr Smart Switches und Smart Router angek\u00fcndigt worden war, nun auch auf SD-WAN-Links, um Daten w\u00e4hrend der \u00dcbertragung zu sch\u00fctzen. Im Rechenzentrumsbereich (Nexus) werden entsprechende Krypto-Bibliotheken integriert.<\/li> \n  <li><b>Firewall-Funktionen im Secure Router:<\/b> Cisco erweitert die Firewall-Funktionen seiner Secure Router, um Branch- und Campus-Edge-Ger\u00e4te mit vergleichbaren Sicherheitsf\u00e4higkeiten wie eigenst\u00e4ndige Firewalls auszustatten.<\/li> \n <\/ul>\n<\/section>   \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Neue Hardware\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Neue Hardware<\/h2>\n <p>Cisco k\u00fcndigt mehrere neue Netzwerkger\u00e4te an:<\/p>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li><b>Catalyst 9550:<\/b> Ein neuer Fixed-Core-Campus-Switch f\u00fcr bis zu 400-GBit\/s-Uplinks, ausgelegt f\u00fcr die Aggregations- und Core-Schicht.<\/li> \n  <li><b>Secure Router 8100, 8200 und 8300:<\/b> Neue Varianten der bestehenden Router Serie.<\/li> \n  <li><b>Secure Router 8600:<\/b> Ein neues High-Scale-Modell f\u00fcr VPN-Aggregation \u00fcber hunderte bis tausende Standorte.<\/li> \n  <li><b>Wi-Fi 7 Outdoor Access Point CW91771:<\/b> Outdoor-Variante mit vierfacher Kapazit\u00e4t gegen\u00fcber der Vorg\u00e4ngergeneration f\u00fcr Parkpl\u00e4tze, Au\u00dfenbereiche und \u00e4hnliche Umgebungen.<\/li> \n  <li><b>Industrial Router IR1000:<\/b> Ein kompakter, robuster Router mit niedrigem Stromverbrauch f\u00fcr den Einsatz in versorgungskritischen und industriellen Umgebungen.<\/li> \n <\/ul>\n <figure class=\"main-article-image full-col\" data-img-fullsize=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/rms\/German\/Cisco_Hardware_H2_2026.png\">\n  <img data-src=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/rms\/German\/Cisco_Hardware_H2_2026_mobile.png\" class=\"lazy\" data-srcset=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/rms\/German\/Cisco_Hardware_H2_2026_mobile.png 960w,https:\/\/www.computerweekly.com\/rms\/German\/Cisco_Hardware_H2_2026.png 1280w\" alt=\"Neue Switches, Router und Access Points von Cisco\" data-credit=\"Cisco\" height=\"303\" width=\"559\">\n  <figcaption>\n   <i class=\"icon pictures\" data-icon=\"z\"><\/i>Abbildung 4: Die neue Generation programmierbarer Switches, Router und Access Points f\u00fcr kontinuierliche KI-Lastprofile.\n  <\/figcaption>\n  <div class=\"main-article-image-enlarge\">\n   <i class=\"icon\" data-icon=\"w\"><\/i>\n  <\/div>\n <\/figure>\n <p>Alle neu angek\u00fcndigten Ger\u00e4te tragen die Marke Cisco (nicht mehr Meraki oder Catalyst) und unterst\u00fctzen sowohl cloudbasiertes Management \u00fcber das Meraki-Dashboard als auch On-Premises-Management \u00fcber das Catalyst Center sowie hybride Kombinationen.<\/p>\n<\/section>     \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Collaboration: WebEx und Cisco Board Pro\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Collaboration: WebEx und Cisco Board Pro<\/h2>\n <p>Im Collaboration-Bereich k\u00fcndigt Cisco einen neuen Meeting Prep Agent f\u00fcr die WebEx Suite an. Dar\u00fcber hinaus wird das Cisco Board Pro der Generation C vorgestellt. Hierbei handelt es sich um ein All-in-one-Ger\u00e4t f\u00fcr Videokonferenzen und digitales Whiteboarding, das auf einem NVIDIA-Chipsatz basiert und nativ WebEx, Microsoft Teams, Zoom und Google Meet unterst\u00fctzen soll.<\/p>\n <p>Im <a title=\"Die verschiedenen Arten von Contact Centern\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/feature\/Was-sind-die-verschiedenen-Arten-von-Contact-Centern\">Contact-Center<\/a>-Bereich werden neue KI-gest\u00fctzte Funktionen f\u00fcr das Workforce-Engagement-Management angek\u00fcndigt, darunter erweitertes Quality Management.<\/p>\n<\/section>   \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Splunk: Telemetrie, Automatisierung und KI-\u00dcberwachung\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Splunk: Telemetrie, Automatisierung und KI-\u00dcberwachung<\/h2>\n <p>Kamal Mirchandani, der bei Splunk den Bereich verantwortet, k\u00fcndigt vier Themenbereiche an, die bei Cisco unter dem Begriff <i>Digital Resilience<\/i> zusammengefasst werden.<\/p>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li><b>Cisco Data Fabric:<\/b> Die bereits fr\u00fcher angek\u00fcndigte Datenschicht wird mit Funktionen konkretisiert. Federated Search (Abfragen \u00fcber verteilte Datenquellen ohne Datenbewegung), ein Machine Data Lake mit KI-gest\u00fctzter automatischer Schema-Erkennung und flexiblem Speichermanagement sowie ein erweitertes AI Toolkit (Weiterentwicklung des bisherigen Machine Learning Toolkit) mit dom\u00e4nenspezifischen Modellen.<\/li> \n  <li><b>Agentic SOC:<\/b> Splunk k\u00fcndigt einen weitgehend automatisierten Betrieb des <a title=\"Definition: Security Operations Centers (SOC)\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Security-Operations-Center-SOC\">Security Operations Centers (SOC)<\/a> an. Dieser soll Tier-1- und Tier-2-Vorg\u00e4nge vollst\u00e4ndig automatisieren und Tier-3-Vorg\u00e4nge mit hohem Automatisierungsanteil unterst\u00fctzen. Das Ziel besteht darin, die Erkennungs- und Reaktionszeiten von Stunden auf Minuten zu reduzieren.<\/li> \n  <li><b>Agentic SRE<\/b> ist das entsprechende Pendant f\u00fcr den Infrastruktur- und Applikationsbetrieb und umfasst die automatisierte Korrelation von Logs und Metriken, Root-Cause-Analyse und die gef\u00fchrte oder vollautomatische Behebung.<\/li> \n  <li><b>AI Observability:<\/b> Splunk integriert die \u00dcbernahme von Galileo und k\u00fcndigt Observability f\u00fcr den gesamten KI-Stack an. Agenten-Lifecycle (Verhalten, Qualit\u00e4t, Sicherheit), GPU- und <a title=\"Definition: Vektordatenbank\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Vektordatenbank\">Vektordatenbank<\/a>-Infrastruktur sowie Kostentransparenz f\u00fcr den Token-Verbrauch in KI-Systemen (Splunk nennt das <i>Tokonomics<\/i>).<\/li> \n <\/ul>\n <p><b>Cisco IQ: KI-gest\u00fctzte Services und Resilienz<\/b><\/p>\n <p>Cisco IQ, das am 24. April 2026 allgemein verf\u00fcgbar gemacht wurde, kombiniert Servicedaten mit agentengest\u00fctzten Empfehlungen f\u00fcr Betrieb, Wartung und Planung. Innerhalb von 32 Tagen nach der allgemeinen Verf\u00fcgbarkeit h\u00e4tten \u00fcber 1.000 Kunden mit Millionen von Ger\u00e4ten die Plattform genutzt, so Cisco.<\/p>\n <p>Zur Cisco Live 2026 werden folgende Erweiterungen angek\u00fcndigt:<\/p>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li><b>Resilient Infrastructure Services:<\/b> Schritt-f\u00fcr-Schritt-Anleitungen zur Integration von Live Protect, Defense Claw und verwandten Funktionen in bestehende Infrastrukturen.<\/li> \n  <li><b>Quantum Ready Assessment:<\/b> Bewertung des eigenen Netzwerkbestands im Hinblick auf Post-Quantum-Kryptografie-Readiness inklusive Handlungsempfehlungen pro Ger\u00e4t. <i>Quantum Ready<\/i> ist Ciscos Produktbezeichnung f\u00fcr diesen Bewertungsdienst.<\/li> \n  <li><b>On-Premises-Option<\/b> f\u00fcr Kunden mit strengeren Datenschutzanforderungen.<\/li> \n  <li><b>Peer Benchmarking:<\/b> Anonymisierter Vergleich des eigenen Sicherheits- und Infrastrukturpostens mit vergleichbaren Organisationen nach Branche, Marktsegment und Region.<\/li> \n <\/ul>\n <p>Die Integration zwischen Cisco IQ (Services) und Cisco Cloud Control (Produkterfahrung) soll ab der Cisco Live 2026 schrittweise ausgebaut werden, zun\u00e4chst durch gemeinsame Workflows und eine nahtlose Navigation zwischen beiden Plattformen.<\/p>\n <figure class=\"main-article-image full-col\" data-img-fullsize=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/rms\/German\/Cisco_Quantum_Readiness_Assessments.png\">\n  <img data-src=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/rms\/German\/Cisco_Quantum_Readiness_Assessments_mobile.png\" class=\"lazy\" data-srcset=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/rms\/German\/Cisco_Quantum_Readiness_Assessments_mobile.png 960w,https:\/\/www.computerweekly.com\/rms\/German\/Cisco_Quantum_Readiness_Assessments.png 1280w\" alt=\"Cisco Quantum Ready Assessment\" data-credit=\"Cisco\" height=\"383\" width=\"560\">\n  <figcaption>\n   <i class=\"icon pictures\" data-icon=\"z\"><\/i>Abbildung 5: Quantum Ready Assessment beurteilt, wie gut das Netzwerk hinsichtlich Post-Quantum-Kryptografie vorbereitet ist.\n  <\/figcaption>\n  <div class=\"main-article-image-enlarge\">\n   <i class=\"icon\" data-icon=\"w\"><\/i>\n  <\/div>\n <\/figure>\n<\/section>         \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Fazit\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Fazit<\/h2>\n <p>Mit den Ank\u00fcndigungen zur Cisco Live 2026 in Las Vegas pr\u00e4sentiert Cisco weniger einzelne Produkte als vielmehr eine neue Betriebsvision f\u00fcr Unternehmensinfrastrukturen. Im Mittelpunkt steht die Idee, dass Menschen und autonome KI-Agenten k\u00fcnftig gemeinsam Netzwerke, Sicherheitsl\u00f6sungen und IT-Services verwalten. Cisco Cloud Control soll als zentrale Steuerungsplattform dienen und bislang getrennte Bereiche wie Networking, Security, Observability, Collaboration und Compute zusammenf\u00fchren.<\/p>\n <p>Als besonders relevant erweisen sich die Ans\u00e4tze rund um Agentic Ops, die eine weitgehende Automatisierung des IT-Betriebs erm\u00f6glichen sollen, sowie Live Protect, das Sicherheitsl\u00fccken ohne klassische Patch- und Upgrade-Prozesse absichern soll. Auch die Konzepte f\u00fcr Agentenidentit\u00e4ten und KI-spezifische Sicherheitsmechanismen zeigen, dass Cisco die Herausforderungen einer zunehmend von KI gepr\u00e4gten IT-Landschaft fr\u00fchzeitig angehen will.<\/p>\n <p>Gleichzeitig bleibt abzuwarten, wie schnell und umfassend Cisco die Integration seiner zahlreichen Plattformen und Zuk\u00e4ufe tats\u00e4chlich umsetzen kann. Viele der angek\u00fcndigten Funktionen befinden sich noch am Anfang ihrer Entwicklung und m\u00fcssen ihren praktischen Nutzen im produktiven Einsatz erst beweisen. Gelingt dies, k\u00f6nnte Cisco einen grundlegenden Wandel vom Infrastrukturhersteller zum Anbieter einer KI-gest\u00fctzten Betriebsplattform f\u00fcr das Agentic-AI-Zeitalter vollziehen.<\/p>\n<\/section>","description":"Auf der Cisco Live 2026 in Las Vegas stellt der Hersteller eine neue Managementplattform, KI-Agenten f\u00fcr den IT-Betrieb sowie Sicherheitsfunktionen f\u00fcr autonome Systeme vor.","image":"https:\/\/cdn.ttgtmedia.com\/visuals\/German\/HERO-KI-AI-714890654-machinelearning-Adobe-09.jpg","link":"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/news\/366643549\/Cisco-setzt-auf-agentische-KI-im-Netzwerkbetrieb","pubDate":"Tue, 02 Jun 2026 09:00:00 GMT","title":"Cisco setzt auf agentische KI im Netzwerkbetrieb"},{"body":"<p>F\u00fcr Onboarding, Vertragsabschluss, Portalzug\u00e4nge oder elektronische Signaturen wurden \u00fcber Jahre hinweg unterschiedliche Verfahren etabliert, meist eng gekoppelt an einzelne Fachprozesse und regulatorische Anforderungen. Das funktioniert operativ, f\u00fchrt jedoch h\u00e4ufig zu heterogenen Landschaften, in denen Identit\u00e4t zwar verarbeitet, aber nicht als \u00fcbergreifende Strukturkomponente verstanden wird.<\/p> \n<p>Mit eIDAS 2.0 und die European Digital Identity Wallet (EUDI Wallet) ver\u00e4ndert sich diese Ausgangslage. Denn damit entsteht ein europ\u00e4ischer Rahmen, in dem digitale Identit\u00e4tsnachweise st\u00e4rker standardisiert, portabel und wiederverwendbar werden sollen. F\u00fcr Unternehmen ist das deshalb nicht nur ein Compliance-Thema. Es betrifft die Frage, wie Identit\u00e4t k\u00fcnftig in Anwendungen, Prozessketten und bestehende Systemlandschaften eingebunden wird.<\/p> \n<p>Gerade f\u00fcr IT-Verantwortliche ist das relevant, da sich ein Perspektivwechsel abzeichnet: weg von der punktuellen Identifizierung in einzelnen Transaktionen, hin zu einer Identit\u00e4tslogik, die \u00fcber mehrere Prozesse hinweg nutzbar ist. Damit r\u00fccken Fragen in den Vordergrund, die heute oft nur am Rande behandelt werden: Wie werden externe Identit\u00e4tsnachweise technisch verarbeitet? Wie ver\u00e4ndern sich <a title=\"Definition: IAM\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Identity-Access-Management-IAM-Systeme\">IAM<\/a>-Modelle, wenn verifizierte Attribute aus standardisierten Quellen kommen? Und wie lassen sich bestehende Onboarding-, Authentifizierungs- und Signaturprozesse so integrieren, dass daraus kein weiterer Komplexit\u00e4tslayer entsteht?<\/p> \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Gewachsene Strukturen sto\u00dfen an ihre Grenzen\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Gewachsene Strukturen sto\u00dfen an ihre Grenzen<\/h2>\n <p>In vielen Unternehmen ist die bestehende Identit\u00e4tsarchitektur stark \u00fcber Anwendungsf\u00e4lle-getrieben. So wurde etwa f\u00fcr einen bestimmten regulatorischen Prozess Video-Ident eingef\u00fchrt, f\u00fcr Kundenportale ein separates Authentifizierungsverfahren aufgebaut und f\u00fcr Vertragsabschl\u00fcsse ein eigener Signaturworkflow integriert. Fachlich mag das jeweils nachvollziehbar sein, technisch entstehen daraus jedoch eng gekoppelte Einzell\u00f6sungen.<\/p>\n <p>Die Folgen sind bekannt: Identit\u00e4tsattribute liegen in mehreren Systemen vor, Schnittstellen sind propriet\u00e4r auf einen Prozess zugeschnitten und \u00c4nderungen an regulatorischen Anforderungen betreffen mehrere Schichten gleichzeitig. Hinzu kommt, dass viele dieser Modelle transaktionsbezogen funktionieren. Ein Nutzer wird f\u00fcr einen bestimmten Vorgang identifiziert, das Ergebnis wird lokal verwendet und bei der n\u00e4chsten Interaktion beginnt die Logik weitgehend erneut.<\/p>\n <p>F\u00fcr die IT bedeutet das einen hohen Integrationsaufwand und eine begrenzte Wiederverwendbarkeit. Neue digitale Journeys lassen sich nur mit zus\u00e4tzlicher Schnittstellenlogik umsetzen und kanal\u00fcbergreifende Prozesse bleiben aufwendig. Auch aus Sicht von Betrieb und Governance steigt die Last, wenn dieselben Identit\u00e4tsinformationen mehrfach verarbeitet, gespeichert und protokolliert werden.<\/p>\n<\/section>    \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"eIDAS 2.0 ver\u00e4ndert das technische Modell\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>eIDAS 2.0 ver\u00e4ndert das technische Modell<\/h2>\n <p>Der entscheidende Unterschied bei eIDAS 2.0 liegt nicht allein in neuen regulatorischen Vorgaben, sondern in einem anderen Grundverst\u00e4ndnis digitaler Identit\u00e4t. Bislang ist die Identifizierung in vielen Unternehmen an einen konkreten Gesch\u00e4ftsvorfall gebunden. K\u00fcnftig gewinnen standardisierte Nachweise an Bedeutung, die in unterschiedlichen Kontexten wiederverwendet werden k\u00f6nnen, ohne dass der gesamte Identifikationsprozess jedes Mal neu ausgel\u00f6st werden muss.<\/p>\n <p>Mit der <a title=\"European Digital Identity Wallet Eine ID f\u00fcr EU-B\u00fcrger\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/ratgeber\/European-Digital-Identity-Wallet-Eine-ID-fuer-EU-Buerger\">EUDI Wallet<\/a> wird dieses Modell erstmals in einem europ\u00e4ischen Rahmen konkret umgesetzt. F\u00fcr Unternehmen hei\u00dft das: Anwendungen verarbeiten k\u00fcnftig nicht mehr nur selbst erhobene oder intern gepflegte Identit\u00e4tsdaten, sondern auch externe, standardisierte und kontextbezogen vorgelegte Nachweise. Diese m\u00fcssen entgegengenommen, validiert, fachlich eingeordnet und in bestehende Prozess- und Berechtigungslogiken \u00fcberf\u00fchrt werden.<\/p>\n <p>Dadurch verschieben sich die Systemgrenzen. Identit\u00e4t ist dann nicht mehr nur ein vorgelagerter Pr\u00fcfpunkt, sondern eine eigenst\u00e4ndige Vertrauensschicht zwischen Nutzer, Anwendung und Transaktion. Genau das macht das Thema architektonisch relevant.<\/p>\n<\/section>    \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"IAM und Onboarding m\u00fcssen zusammen neu gedacht werden\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>IAM und Onboarding m\u00fcssen zusammen neu gedacht werden<\/h2>\n <p>Besonders deutlich wird diese Ver\u00e4nderung im Identity- und Access-Management. In klassischen IAM-Umgebungen stehen interne Identit\u00e4ten, Rollenmodelle und Berechtigungen im Mittelpunkt. Externe Nutzer werden dagegen oft \u00fcber Portallogiken, f\u00f6derierte Login-Verfahren oder eigene Kundendatenmodelle angebunden. Verifizierte Identit\u00e4tsnachweise mit definiertem Vertrauensniveau sind dort bislang meist kein eigenst\u00e4ndiges Architekturobjekt.<\/p>\n <p>Unter eIDAS 2.0 reicht das in vielen F\u00e4llen jedoch nicht mehr aus. K\u00fcnftig muss st\u00e4rker zwischen einer lokalen digitalen Identit\u00e4t im Unternehmen, einem extern vorgelegten Nachweis, einzelnen attestierten Attributen, dem Authentisierungsereignis und gegebenenfalls einem anschlie\u00dfenden Signaturvorgang unterschieden werden. Diese Trennung ist nicht nur semantisch sinnvoll. Sie wirkt sich auch direkt auf Zugriffsentscheidungen, Rollenmodelle, Prozessfreigaben und revisionssichere Nachweisf\u00fchrung aus.<\/p>\n <p>\u00c4hnliches gilt f\u00fcr Onboarding-Prozesse. Diese sind heute oft als lineare Eingangsstrecken aufgebaut: Daten erfassen, Identit\u00e4t pr\u00fcfen, Nutzer freischalten. In einem Modell mit wiederverwendbaren Identit\u00e4tsnachweisen verliert diese Logik an Trennsch\u00e4rfe. Denn die erstmalige Bindung einer verifizierten Identit\u00e4t an ein Unternehmen und die sp\u00e4tere Nutzung dieser Identit\u00e4t in weiteren Interaktionen k\u00f6nnen auseinanderfallen. F\u00fcr die Architektur bedeutet das, Identit\u00e4t nicht mehr nur als Startpunkt einer Journey zu behandeln, sondern als dauerhaft nutzbaren Bestandteil einer \u00fcbergreifenden Prozesslogik.<\/p>\n<\/section>    \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Die Integrationsschicht wird wichtiger\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Die Integrationsschicht wird wichtiger<\/h2>\n <p>F\u00fcr viele Unternehmen liegt die eigentliche Herausforderung deshalb weniger in der Einf\u00fchrung eines neuen Verfahrens als in dessen Integration in bestehende Landschaften. Wer digitale Identit\u00e4t bisher als Punktintegration umgesetzt hat, st\u00f6\u00dft schnell an Grenzen. Neue Wallet-Interaktionen, zus\u00e4tzliche Nachweistypen oder ver\u00e4nderte regulatorische Anforderungen d\u00fcrfen nicht dazu f\u00fchren, dass Frontends, Workflows und Backends bei jeder Anpassung erneut umgebaut werden m\u00fcssen.<\/p>\n <p>Wichtiger wird deshalb eine belastbare Integrationsschicht, in der Identit\u00e4tsnachweise, Authentisierung und Signaturprozesse technisch entkoppelt, fachlich aber sauber aufeinander abgestimmt werden. Dazu geh\u00f6ren stabile Schnittstellen f\u00fcr die Entgegennahme und Validierung von Nachweisen, eine nachvollziehbare Attributzuordnung, konsistente Statusr\u00fcckgaben an Fachprozesse und belastbare Protokollierung f\u00fcr Audit- und Compliance-Zwecke.<\/p>\n <p>Genau hier entscheidet sich, ob digitale Identit\u00e4t langfristig skalierbar eingebunden werden kann oder ob neue Anforderungen nur auf bestehende Prozessbr\u00fcche aufgesetzt werden. API-orientierte und modulare Integrationsmuster sind kein Selbstzweck, sondern die Voraussetzung daf\u00fcr, neue Identit\u00e4tsmechanismen schrittweise einzuf\u00fchren, ohne jede Anwendung separat umbauen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<\/section>    \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Signatur, Authentisierung und Identit\u00e4t wachsen zusammen\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Signatur, Authentisierung und Identit\u00e4t wachsen zusammen<\/h2>\n <p>Eine weitere Folge von eIDAS 2.0 ist die engere Verkn\u00fcpfung von Identit\u00e4tspr\u00fcfung, Authentisierung und elektronischer Signatur. In vielen Organisationen sind diese Bereiche historisch voneinander getrennt entstanden und werden noch immer in unterschiedlichen Systemen und Verantwortlichkeiten betrieben. Das ist aus Projektsicht verst\u00e4ndlich, f\u00fchrt aber in der Praxis zu Medienbr\u00fcchen und zus\u00e4tzlicher Prozesskomplexit\u00e4t.<\/p>\n <p>Sobald verifizierte Identit\u00e4tsnachweise standardisiert vorliegen und wiederverwendet werden k\u00f6nnen, wird diese Trennung \u00fcberfl\u00fcssig. Eine belastbar verifizierte Identit\u00e4t kann dann nicht nur Grundlage f\u00fcr den Zugang zu einem Dienst sein, sondern auch f\u00fcr nachgelagerte Authentisierungs- und Signaturvorg\u00e4nge. F\u00fcr Unternehmen er\u00f6ffnet sich dadurch M\u00f6glichkeit, Prozesse stringenter aufzubauen und Br\u00fcche zwischen Onboarding, Zugriff und Vertragslogik zu reduzieren.<\/p>\n <p>Architektonisch entsteht der Nutzen allerdings nur, wenn die beteiligten Dienste entlang eines gemeinsamen Trust-Modells zusammenspielen. Werden Identit\u00e4tspr\u00fcfung, Authentisierung und Signatur lediglich zus\u00e4tzlich \u00fcbereinandergeschichtet, steigt die Komplexit\u00e4t. Der Mehrwert entsteht erst dann, wenn klar definiert ist, welches System welche Rolle \u00fcbernimmt, welche Attribute autoritativ sind und wie sich regulatorisch relevante Vorg\u00e4nge belastbar dokumentieren lassen.<\/p>\n <blockquote> \n  <div class=\"imagecaption alignLeft\">\n   <span style=\"font-size: 14pt; color: #2b3e50;\"><img src=\"https:\/\/cdn.ttgtmedia.com\/rms\/German\/evrotrust_dr_heinrich_grave.png\" alt=\"Dr. Heinrich Grave, Evrotrust Technologies\"><\/span>\n  <\/div> \n  <p class=\"p1\"><span class=\"s1\" style=\"font-size: 14pt; color: #2b3e50;\"><b>\u201eK\u00fcnftig muss st\u00e4rker zwischen einer lokalen digitalen Identit\u00e4t im Unternehmen, einem extern vorgelegten Nachweis, einzelnen attestierten Attributen, dem Authentisierungsereignis und gegebenenfalls einem anschlie\u00dfenden Signaturvorgang unterschieden werden.\u201c<\/b><\/span><\/p> \n  <p class=\"p1\"><span class=\"s1\" style=\"font-size: 14pt; color: #2b3e50;\"><i>Dr. Heinrich Grave, Evrotrust Technologies<\/i><\/span><\/p> \n <\/blockquote>\n<\/section>     \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Datenhaltung und Betrieb bleiben anspruchsvoll\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Datenhaltung und Betrieb bleiben anspruchsvoll<\/h2>\n <p>Durch den Einsatz standardisierter externer Nachweise stellt sich auch die Frage der Datenhaltung neu. Viele bestehende Systeme speichern Identit\u00e4tsinformationen redundant: im Frontend, im CRM, in Workflow-Anwendungen, in Archiven und in Pr\u00fcflogs. Solche Strukturen sind historisch gewachsen, werden in einem st\u00e4rker standardisierten Identit\u00e4tsmodell aber zunehmend zum Problem. Unternehmen m\u00fcssen klarer zwischen Attributquelle, Attributnutzung und Nachweisf\u00fchrung trennen.<\/p>\n <p>Hinzu kommt, dass die Realit\u00e4t auf absehbare Zeit hybrid bleiben wird. Nationale Besonderheiten, branchenspezifische Anforderungen und bestehende Verfahren werden nicht kurzfristig verschwinden. Unternehmen m\u00fcssen daher neue wallet-basierte Interaktionen parallel zu heutigen Identifikations- und Authentisierungsverfahren betreiben k\u00f6nnen. Das stellt Anforderungen an Architektur und Betrieb gleicherma\u00dfen: Unterschiedliche Vertrauensniveaus, Nachweistypen und Prozesspfade m\u00fcssen unterst\u00fctzt werden, ohne dass daraus f\u00fcr jede Variante eine neue Anwendungskopie entsteht.<\/p>\n <p>Gerade deshalb lohnt sich ein modularer Ansatz. Dieser erleichtert es, neue Identit\u00e4tsmodelle schrittweise einzuf\u00fchren und bestehende Verfahren kontrolliert weiterzubetreiben. F\u00fcr viele Unternehmen wird diese F\u00e4higkeit wichtiger sein als die schnelle Einf\u00fchrung eines einzelnen neuen Tools.<\/p>\n<\/section>    \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Identit\u00e4t wird Teil der Grundarchitektur\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Identit\u00e4t wird Teil der Grundarchitektur<\/h2>\n <p>Die eigentliche Ver\u00e4nderung durch eIDAS 2.0 besteht somit nicht darin, dass ein weiteres Regulierungspaket umgesetzt werden muss. Entscheidend ist, dass digitale Identit\u00e4t technisch aus dem Randbereich herausr\u00fcckt. Sie wird zum verbindenden Element zwischen Onboarding, IAM, digitalen Transaktionen und Signaturprozessen.<\/p>\n <p>F\u00fcr CIOs, Enterprise-Architekten und IAM-Verantwortliche ergibt sich daraus eine klare Aufgabe: Identit\u00e4t muss als Architekturbaustein modelliert werden, nicht als nachgelagerte Pr\u00fcffunktion. Unternehmen, die ihre Systemlandschaften fr\u00fchzeitig darauf ausrichten, schaffen nicht nur bessere Voraussetzungen f\u00fcr regulatorische Anschlussf\u00e4higkeit. Sie reduzieren auch langfristig den Integrationsaufwand, verbessern die Wiederverwendbarkeit von Vertrauensnachweisen und stabilisieren digitale Prozesse in einem Umfeld, das zwar europaweit interoperabler, technisch aber zun\u00e4chst nicht einfacher wird.<\/p>\n <p><b>\u00dcber den Autor:<br><\/b><i>Dr. Heinrich Grave ist Managing Director DACH bei <\/i><a title=\"Extern: Evrotrust Technologies GmbH\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/evrotrust.com\/\" rel=\"noopener\"><i>Evrotrust Technologies GmbH<\/i><\/a><i>. In seiner Funktion als Managing Director verantwortet Dr. Heinrich Grave bei Evrotrust den Aufbau und die strategische Entwicklung der deutschen Gesch\u00e4ftseinheit in M\u00fcnchen.<\/i><\/p>\n <p><i>Die Autoren sind f\u00fcr den Inhalt und die Richtigkeit ihrer Beitr\u00e4ge selbst verantwortlich. Die dargelegten Meinungen geben die Ansichten der Autoren wieder.<\/i><\/p>\n<\/section>","description":"Die digitale Identit\u00e4tspr\u00fcfung ist in vielen Unternehmen bis heute kein sauber integrierter Architekturbaustein, sondern das Ergebnis historisch gewachsener Einzelentscheidungen. Das kann sich \u00e4ndern.","image":"https:\/\/cdn.ttgtmedia.com\/visuals\/German\/Hero-Authentifizierung-By-basiczto-Adobe-04.jpg","link":"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/meinung\/eIDAS-20-Die-eigene-IT-Architektur-neu-bewerten","pubDate":"Tue, 02 Jun 2026 00:30:00 GMT","title":"eIDAS 2.0: Die eigene IT-Architektur neu bewerten"},{"body":"<p>Willkommen bei&nbsp;Cyberhebdo, Ihrer w\u00f6chentlichen Nachrichten\u00fcbersicht, die sich den globalen digitalen Bedrohungen widmet. Diese Woche haben wir eine besonders aktive Cyber-Bedrohungslandschaft analysiert, mit insgesamt&nbsp;8 Cyberangriffen, die in internationalen Medien gemeldet wurden.<\/p> \n<p>Diese Vorf\u00e4lle, die verschiedene Regionen betrafen, umfassen F\u00e4lle aus Deutschland, Taiwan, Frankreich, Portugal, Marianne Nordinseln, Brasilien, Vereinigte Staaten von Amerika und Japan.&nbsp;<\/p> \n<p>Der Cyberhebdo&nbsp;widmet sich der Aufschl\u00fcsselung dieser Ereignisse, um Trends und aufkommende Schwachstellen zu identifizieren. Wir laden Sie ein, in die Details dieser Angriffe einzutauchen, um den aktuellen Zustand der globalen Cybersicherheit besser zu verstehen.<\/p> \n<div class=\"extra-info\"> \n <div class=\"extra-info-inner\"> \n  <h3 class=\"splash-heading\">Ransomware auf Canvas: 275 Millionen Bildungsdaten gestohlen<\/h3> \n  <p>Der Bereich der digitalen Bildung ist ein bevorzugtes Ziel f\u00fcr Cyberkriminelle. Instructure, der Betreiber der Lernplattform Canvas, wurde Opfer eines Ransomware-Angriffs durch die Gruppe ShinyHunters. Dieser Vorfall, der Anfang Mai 2026 stattfand, beleuchtet die systemischen Schwachstellen der globalen Bildungsinfrastruktur.<\/p> \n  <p>Der Angriff f\u00fchrte zum Diebstahl von 275 Millionen Datens\u00e4tzen und betraf etwa 9.000 Bildungseinrichtungen weltweit. Zu den kompromittierten sensiblen Daten geh\u00f6ren Namen, E-Mail-Adressen, Studenten-IDs und interne Nachrichten. Obwohl Passw\u00f6rter und Finanzdaten nicht spezifisch als gestohlen erw\u00e4hnt wurden, ist das Ausma\u00df des Lecks erheblich.<\/p> \n  <p>Angesichts dieser Krise zahlte Instructure schlie\u00dflich ein L\u00f6segeld, um die L\u00f6schung der gestohlenen Daten zu gew\u00e4hrleisten. Diese Zahlung unterstreicht den wachsenden Druck auf Organisationen, Vorf\u00e4lle schnell zu l\u00f6sen, selbst wenn dies mit einer finanziellen Transaktion mit b\u00f6swilligen Akteuren verbunden ist.<\/p> \n  <p>\u00dcber diesen spezifischen Fall hinaus geh\u00f6rt dieses Ereignis zu einem breiteren Trend von Bedrohungen, die den akademischen Bereich ins Visier nehmen. Pr\u00fcfungslecks, Plattformfehler und Ransomware-Angriffe best\u00e4tigen, dass die Sicherheit der Informationssysteme von Bildungseinrichtungen eine kritische und permanente Herausforderung darstellt.<\/p> \n <\/div> \n<\/div> \n<p>Der \u00dcberblick ausschlie\u00dflich auf relevante Cyberangriffe und schlie\u00dft dabei DDoS-Attacken sowie die blo\u00dfe Verunstaltung von Websites (Defacement) aus. Im Fokus stehen stattdessen gezielte Angriffe, die Unternehmen, Beh\u00f6rden oder kritische Infrastrukturen nachhaltig beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnen. Die folgende \u00dcbersicht bietet einen kompakten Einblick in die wichtigsten Vorf\u00e4lle der vergangenen Woche ohne Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit.<\/p> \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"21.05.2026 Regierung der Nordmariana-Inseln (CNMI) (Marianne Nordinseln).\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>21.05.2026 Regierung der Nordmariana-Inseln (CNMI) (Marianne Nordinseln).<\/h2>\n <p>Ein Cyberangriff hat einige staatliche E-Mail-Konten auf den Nordmariana-Inseln (CNMI) betroffen, was zu einem Zugriffsverlust f\u00fcr einige Benutzer und potenziell zu einer Verlangsamung der Regierungsarbeit f\u00fchrte. Das Office of Information Technology (OIT) hat Sicherheitsprotokolle zur Wiederherstellung der Funktionalit\u00e4t eingeleitet. Die Beh\u00f6rden haben weder Ransomware, Datendiebstahl noch eine L\u00f6segeldforderung best\u00e4tigt. (<a href=\"https:\/\/dysruptionhub.com\/cnmi-email-cyberattack\/\">Quelle<\/a>)<\/p>\n<\/section>  \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"22.05.2026 PortraitBox (Deutschland).\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>22.05.2026 PortraitBox (Deutschland).<\/h2>\n <p>Portraitbox wurde Opfer eines Cyberangriffs, vermutlich in Form einer Ransomware. Tausende von Kinderfotos aus Schulen und Kindertagesst\u00e4tten im Bundesland Niedersachsen k\u00f6nnten gestohlen worden sein. Neben den Bildern k\u00f6nnten auch Kundendaten betroffen sein, und die Justiz ermittelt in diesem Fall. (<a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/hackerangriff-tausende-kinderfotos-moeglicherweise-gestohlen,kinderfotos-100.html\">Quelle<\/a>)<\/p>\n<\/section>  \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"22.05.2026 Contagem (Brasilien).\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>22.05.2026 Contagem (Brasilien).<\/h2>\n <p>Am Freitag, den 22., wurden die Systeme der Stadtverwaltung von Contagem (Metropolregion Belo Horizonte) angegriffen. Obwohl die Verwaltung erkl\u00e4rte, dass die Daten gesch\u00fctzt seien und kein Leck vorliege, deuten Quellen darauf hin, dass die institutionellen E-Mail-Konten von Mitarbeitern der ersten Ebene, einschlie\u00dflich des B\u00fcrgermeisters Ricardo Faria, kompromittiert wurden. Die Gemeinde hat die Zugriffe vor\u00fcbergehend eingeschr\u00e4nkt, um die Systemintegrit\u00e4t zu gew\u00e4hrleisten. (<a href=\"https:\/\/ofator.com.br\/informacao\/prefeitura-de-contagem-sofre-ataque-cibernetico\/\">Quelle<\/a>)<\/p>\n<\/section>  \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"22.05.2026 Eygui\u00e8res (Frankreich).\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>22.05.2026 Eygui\u00e8res (Frankreich).<\/h2>\n <p>Das Rathaus von Eygui\u00e8res, einer kleinen Gemeinde in den Alpilles, wurde seit Freitag, dem 22. Mai, Opfer eines Cyberangriffs. Der Angriff, durchgef\u00fchrt von der Ransomware-Gruppe namens 'Qilin', zielt darauf ab, das elektronische System lahmzulegen und bedroht die kommunalen und pers\u00f6nlichen Daten der Einwohner. Die Gendarmerie f\u00fchrt die Ermittlungen, aber die Identifizierung der T\u00e4ter ist aufgrund der Verwendung von Anonymisierungssoftware erschwert. (<a href=\"https:\/\/www.ledauphine.com\/faits-divers-justice\/2026\/05\/22\/la-mairie-du-village-cible-d-une-cyberattaque\">Quelle<\/a>)<\/p>\n<\/section>  \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"24.05.2026 Teamplus (EVERY8D) (Taiwan).\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>24.05.2026 Teamplus (EVERY8D) (Taiwan).<\/h2>\n <p>Die Plattform EVERY8D, die zum Unternehmen interactive communications Teamplus geh\u00f6rt, wurde Opfer eines Ransomware-Angriffs, der zu einem Stillstand ihrer Dienste f\u00fchrte. Diese Plattform, die \u00fcber eine Milliarde Nachrichten pro Monat verarbeitet, ist eine kritische Infrastruktur f\u00fcr bankm\u00e4\u00dfige Authentifizierungssysteme und staatliche Benachrichtigungen. Nach dem Vorfall gab das F-ISAC-Zentrum eine Sicherheitswarnung der Stufe drei heraus, und das Unternehmen hat Experten f\u00fcr eine digitale Analyse beauftragt und gleichzeitig seine Sicherheitsma\u00dfnahmen verst\u00e4rkt. (<a href=\"https:\/\/inews.setn.com\/news\/1844715\">Quelle<\/a>)<\/p>\n<\/section>  \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"24.05.2026 Chelan County (Vereinigte Staaten von Amerika).\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>24.05.2026 Chelan County (Vereinigte Staaten von Amerika).<\/h2>\n <p>Die Netzwerkssysteme des Chelan County wurden am Wochenende durch Malware gehackt. Der County hat vorsorglich sein Netzwerk, seine Computer und sein Telefonsystem in allen Abteilungen abgeschaltet. Der genaue Umfang des Schadens und die Kompromittierung pers\u00f6nlicher Daten sind noch unbekannt. (<a href=\"https:\/\/mynorthwest.com\/local\/cyberattack-chelan-county-malware\/4241645\">Quelle<\/a>)<\/p>\n<\/section>  \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"25.05.2026 Ficha Inc. (Japan).\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>25.05.2026 Ficha Inc. (Japan).<\/h2>\n <p>Das Unternehmen Ficha hat seinen Abschlussbericht zu den durch Ransomware auf seinen Servern verursachten Sch\u00e4den ver\u00f6ffentlicht, die erstmals am 13. Mai und 12. Februar gemeldet wurden. Der Vorfall wurde am 9. Februar entdeckt und umfasste die Verschl\u00fcsselung von Dateien auf internen Servern. Die Ermittlungen ergaben, dass 32 Server betroffen waren, wovon 13 mit Ransomware infiziert waren. Der Angreifer hat aggregierte Dateien in einen Cloud-Speicher (OneDrive) \u00fcbertragen und 144 GitHub-Repositories vom Unternehmens-GitHub-Server kopiert. Obwohl die Spuren der externen Dateien nicht einzeln identifizierbar sind, wurden potenziell gestohlene Informationen auf mehreren \u00f6ffentlichen Dienstleistungsseiten ver\u00f6ffentlicht, einschlie\u00dflich Links zu Daten und Links zum externen Speicher, die \u00fcber Webbrowser sichtbar sind. Das Unternehmen hat seine Sicherheitsma\u00dfnahmen verst\u00e4rkt, insbesondere durch die Erneuerung seiner externen Verbindungsinfrastruktur, die Einf\u00fchrung der Multi-Faktor-Authentifizierung, die St\u00e4rkung der Netzwerksegmentierung, die Verbesserung des Zugriffsrechte-Managements und den Einsatz von EDR-L\u00f6sungen und einem externen Security Operations Center (SOC). (<a href=\"https:\/\/scan.netsecurity.ne.jp\/article\/2026\/05\/25\/55340.html\">Quelle<\/a>)<\/p>\n<\/section>  \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"27.05.2026 Serpa (Portugal).\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>27.05.2026 Serpa (Portugal).<\/h2>\n <p>Die Gemeinde Serpa wurde Opfer eines externen Angriffs auf ihre IT-Infrastruktur. Der Vorfall wurde unverz\u00fcglich den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden, einschlie\u00dflich des Nationalen Cybersicherheitszentrums, gemeldet. Obwohl das System als sicher eingestuft wird, laufen die kommunalen Dienste mit Einschr\u00e4nkungen weiter, insbesondere durch das Fehlen von Festnetz- und Mobilkommunikation. (<a href=\"https:\/\/www.vozdaplanicie.pt\/index.php\/noticias\/camara-municipal-de-serpa-alvo-de-ataque-informatico\">Quelle<\/a>)<\/p>\n <div class=\"extra-info\"> \n  <div class=\"extra-info-inner\"> \n   <h3 class=\"splash-heading\">Ransomware-Schock: Wie der Angriff auf das IDW die digitale Resilienz in Deutschland auf die Probe stellt<\/h3> \n   <p>Ein schwerwiegender Cyberangriff hat das Institut der Wirtschaftspr\u00fcfer (IDW) in Deutschland am fr\u00fchen Morgen des 20. Januar 2026 getroffen. Der Verband, der als zentrale Vertretung f\u00fcr Wirtschaftspr\u00fcfer steht, erlitt einen Ransomware-Angriff, der seine gesamte IT-Infrastruktur lahmlegte. Die Attacke f\u00fchrte zu einem kompletten Systemausfall und wirft ernste Fragen hinsichtlich der digitalen Sicherheit einer Organisation auf, die selbst f\u00fcr Vertrauen und Integrit\u00e4t steht.<\/p> \n   <p>Die Folgen des Vorfalls waren massiv. Innerhalb k\u00fcrzester Zeit war das IDW funktionsunf\u00e4hig, was eine umfassende Krisenreaktion und forensische Untersuchungen erforderlich machte. Die Vorstandssprecherin des IDW best\u00e4tigte die Schwere der Lage und die damit verbundene Ungewissheit. Im Nachgang des Angriffs muss das Institut nun seine Konzepte zur Datenl\u00f6schung und seine Cloud-Strategie grundlegend neu bewerten, um die langfristige Stabilit\u00e4t zu gew\u00e4hrleisten.<\/p> \n   <p>Dieser Vorfall ist mehr als nur eine Einzelfallstudie. Er unterstreicht die extreme Verwundbarkeit kritischer Infrastrukturen und etablierter Institutionen gegen\u00fcber modernen Cyberbedrohungen. Die Tatsache, dass eine Organisation, die f\u00fcr Datensicherheit ber\u00e4t, selbst zum Ziel eines so schwerwiegenden Angriffs wurde, mahnt die gesamte deutsche Wirtschaft dazu, ihre Sicherheitsarchitekturen zu \u00fcberpr\u00fcfen. Die Cyberhebdo beleuchtet, wie solche Vorf\u00e4lle die Diskussion um Vertrauen und Glaubw\u00fcrdigkeit im digitalen Zeitalter neu entfachen.<\/p> \n  <\/div> \n <\/div>\n <p><em>Presseschau, teilweise mit Hilfe von generativer KI erstellt und von der Redaktion gepr\u00fcft.&nbsp;<\/em><a href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/feature\/Cyberangriffe-der-Woche-Ein-Blick-hinter-die-Kulissen\" title=\"Cyberhebdo\"><em>Cyberhebdo<\/em><\/a><em>&nbsp;wurde von unseren franz\u00f6sischen Kollegen von LeMagIT entwickelt.<\/em><\/p>\n<\/section>","description":"Wie ist die aktuelle Situation in Sachen Cyberattacken? Wir liefern Ihnen einen w\u00f6chentlichen \u00dcberblick, \u00fcber Cyberangriffe, die in den Medien weltweit besprochen wurden.","image":"https:\/\/cdn.ttgtmedia.com\/visuals\/German\/HERO-Gefahr-Miftakhul-red-error-message-Adobe-02.jpg","link":"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/news\/366643604\/Die-Cyberangriffe-der-KW22-2026-im-Ueberblick","pubDate":"Sat, 30 May 2026 00:30:00 GMT","title":"Die Cyberangriffe der KW22\/2026 im \u00dcberblick"},{"body":"<p>Flexibilit\u00e4t ist bei jeder Identity-Management-L\u00f6sung ein wesentlicher Grundpfeiler f\u00fcr Unternehmen, um die t\u00e4glichen Anforderungen zu bew\u00e4ltigen. Doch nicht alle Firmen sind gleich; sie haben individuelle Gesch\u00e4ftsmodelle, bedienen unterschiedliche M\u00e4rkte, unterliegen spezifischen Regularien und nutzen verschiedenste IT-Systeme. Aufgrund dieser Differenzen ist oft ein erhebliches Ma\u00df an Customizing (Individualisierung) der eingesetzten Software erforderlich.<\/p> \n<p>Viele Organisationen neigen zu komplexen L\u00f6sungen, die eine enorme Anpassungsf\u00e4higkeit versprechen. Diese Flexibilit\u00e4t kann jedoch eine Kehrseite haben. Was urspr\u00fcnglich als Vorteil wahrgenommen wurde, kann sich ins Gegenteil verkehren und zu Ineffektivit\u00e4t sowie steigenden Gesamtkosten (<a title=\"Gesamtkostenanalyse - Total cost of ownership (TCO)\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Gesamtkostenanalyse-Total-cost-of-ownership-TCO\">Total Cost of Ownership<\/a>) f\u00fchren.<\/p> \n<p>Tatsache ist: Flexibilit\u00e4t und Customizing gehen nicht immer Hand in Hand. Im Bereich Identity Management haben viele Unternehmen \u00fcber Jahre hinweg hochgradig individualisierte L\u00f6sungen implementiert, nur um sich schlie\u00dflich in skriptbasierten, schlecht dokumentierten Systemen gefangen zu sehen. Das Resultat sind Komplexit\u00e4t, Kostenexplosion und Stillstand. Letztlich f\u00fchrt das kopflose Streben nach Customizing zum Gegenteil von Flexibilit\u00e4t: zu starren, teuren und schwer zu wartenden Systemen.<\/p> \n<p>Als demonstratives Beispiel kann die Wahl eines Firmenwagens dienen: In den meisten F\u00e4llen entscheidet man sich f\u00fcr die praktische Variante, um von A nach B zu kommen. Niemand w\u00fcrde sich f\u00fcr ein wartungsintensives Muscle-Car entscheiden, das nur von spezialisierten Experten gefahren werden kann. Man w\u00fcrde das Risiko abw\u00e4gen und wom\u00f6glich die Agilit\u00e4t wertsch\u00e4tzen, die ein Wagen bietet, der praktische Handhabung verspricht. Das Gleiche gilt f\u00fcr Investitionen in IT-L\u00f6sungen. Echte unternehmerische Agilit\u00e4t entsteht nicht durch den Bau einzigartiger L\u00f6sungen f\u00fcr einzigartige Herausforderungen; sie entsteht durch die Wahl eines zuverl\u00e4ssigen, skalierbaren Best-Practice-Frameworks, das mit Anforderungen w\u00e4chst und es m\u00f6glich macht, schnell auf neue Marktbedingungen zu reagieren.<\/p> \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Customizing ist nicht gleich Agilit\u00e4t\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Customizing ist nicht gleich Agilit\u00e4t<\/h2>\n <p>W\u00e4hrend SaaS-L\u00f6sungen f\u00fcr Identity Governance fr\u00fcher oft an Tiefe und Flexibilit\u00e4t vermissen lie\u00dfen, bieten moderne L\u00f6sungen heute flexible Konzepte, die erfolgreich in komplexen Umgebungen implementiert werden k\u00f6nnen. Sie erm\u00f6glichen es Kunden, von standardisierten und dennoch flexiblen Ans\u00e4tzen f\u00fcr g\u00e4ngige Anpassungsszenarien zu profitieren.<\/p>\n <p>Andere Unternehmen hingegen individualisieren ihre L\u00f6sung massiv f\u00fcr jede erdenkliche Anfrage aus verschiedenen Fachbereichen. Wenn man einer Organisation eine offene Wunschliste vorlegt, erh\u00e4lt man zwar vielf\u00e4ltigen Input, aber nicht alles davon ist zielf\u00fchrend. Nicht alles, was technisch machbar ist, sollte auch umgesetzt werden.<\/p>\n <p>Auf den ersten Blick scheint Customizing positiv zu sein, da man eine ma\u00dfgeschneiderte L\u00f6sung erh\u00e4lt. Die Kehrseiten sind jedoch oft monolithische Architekturen, die sich weder effizient betreiben lassen noch angemessen auf gesch\u00e4ftliche Ver\u00e4nderungen reagieren k\u00f6nnen. Zudem verl\u00e4ngern <i>willk\u00fcrliche<\/i> Anforderungen die Projektlaufzeiten, ohne in den meisten F\u00e4llen zum tats\u00e4chlichen Wert der L\u00f6sung beizutragen.<\/p>\n <p>Diese hochgradig angepassten L\u00f6sungen werden schnell zu <a title=\"Mit KPIs die technischen Schulden senken\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/feature\/Mit-KPIs-die-technischen-Schulden-senken\">technischen Schulden<\/a> (technical debt), besonders wenn sich Gesch\u00e4ftsanforderungen weiterentwickeln, neue Regulierungen entstehen oder Systeme ersetzt werden. Die Folgen f\u00fcr Unternehmen sind:<\/p>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li>Lange Upgrade-Zyklen \u2013 oft verbunden mit einem Aufwand von hunderten Personentagen.<\/li> \n  <li>Mangelnde Skalierbarkeit oder langsame Anpassungsf\u00e4higkeit.<\/li> \n  <li>Hohe operative Komplexit\u00e4t und Abh\u00e4ngigkeit von Nischenexperten.<\/li> \n  <li>Stagnierende Projekte, die keine Ergebnisse liefern.<\/li> \n <\/ul>\n <p>Diese Effekte betreffen nicht nur die Produkt- und Betriebseffizienz. Wenn die Unternehmens-IT aufgrund \u00fcberm\u00e4\u00dfiger Anpassungen die Einf\u00fchrung neuer Gesch\u00e4ftsanforderungen behindert, kann dies die Wettbewerbsf\u00e4higkeit erheblich beeintr\u00e4chtigen. Dies hat in der Vergangenheit oft dazu gef\u00fchrt, dass IT-Entscheider nicht als Kandidaten f\u00fcr Bef\u00f6rderungen in Betracht gezogen werden. Verz\u00f6gerungen und Misserfolge werfen ein schlechtes Licht auf die F\u00fchrungsebene; fehleranf\u00e4llige Skripte lassen ganze Teams nachl\u00e4ssig erscheinen. Statt als Wegbereiter werden IT-Entscheider dann eher als Gegner der digitalen Transformation wahrgenommen. Zudem kann dies die Einf\u00fchrung neuer Funktionen behindern, was besonders bei prestigetr\u00e4chtigen Themen wie benutzerfreundlicher KI oder Machine Learning relevant wird.<\/p>\n <p>Das Ergebnis? Zu wenige <a title=\"Identity and Access Management (IAM)\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Identity-Access-Management-IAM-Systeme\">IAM<\/a>-Verantwortliche wurden in Positionen bef\u00f6rdert, die ihrem potenziellen Einflussbereich auf das Unternehmen entsprechen. Infolgedessen k\u00e4mpfen Abteilungen mit enormen Backlogs an funktionalen Anforderungen, und Anwender sind frustriert \u00fcber geringe Performance und eine schlechte User Experience. Eine No-Win-Situation.<\/p>\n <blockquote> \n  <div class=\"imagecaption alignLeft\">\n   <span style=\"font-size: 14pt; color: #2b3e50;\"><img src=\"https:\/\/cdn.ttgtmedia.com\/rms\/German\/omada_thomas_mueller_martin.png\" alt=\"Thomas M\u00fcller-Martin, Omada\"><\/span>\n  <\/div> \n  <p class=\"p1\"><span class=\"s1\" style=\"font-size: 14pt; color: #2b3e50;\"><b>\u201eIm Streben nach Agilit\u00e4t und Kontrolle kann die \u00dcber-Individualisierung von Identity-Governance-L\u00f6sungen zu einer Falle werden, die in Komplexit\u00e4t, Starrheit und steigenden technischen Schulden endet. Richtig umgesetzt, kann Identity Governance jedoch weit mehr leisten, als nur den Audit-Aufwand zu reduzieren.\u201c<\/b><\/span><\/p> \n  <p class=\"p1\"><span class=\"s1\" style=\"font-size: 14pt; color: #2b3e50;\"><i>Thomas M\u00fcller-Martin, Omada<\/i><\/span><\/p> \n <\/blockquote>\n<\/section>         \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Die Suche nach einem anderen Ansatz\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Die Suche nach einem anderen Ansatz<\/h2>\n <p>Anstatt L\u00f6sungen zu w\u00e4hlen, die von vornherein auf Customizing ausgelegt sind, ist es entscheidend, nach Angeboten zu suchen, die zwei wichtige Aspekte kombinieren: Erstklassige Erweiterbarkeit und eine klare Ausrichtung auf einsatzbereite Standardfunktionalit\u00e4ten.<\/p>\n <p>IT-Verantwortliche sollten bei der Evaluierung folgende Empfehlungen beherzigen:<\/p>\n <ol class=\"default-list\"> \n  <li><b>Nicht die Vergangenheit nachbauen.<\/b> Anstatt jahrzehntealte Prozesse eins zu eins nachzubauen, sollte eine bewusste Ausrichtung der Unternehmensstrukturen auf zuk\u00fcnftige Anforderungen erfolgen.<\/li> \n  <li><b>Verkn\u00fcpfung von Business-Needs mit der technischen L\u00f6sung.<\/b> Entscheidungen sollten auf greifbaren Gesch\u00e4ftsergebnissen basieren, nicht auf gl\u00e4nzenden Features oder angstbesetzten Schlagworten. Dabei ist sicherzustellen, dass das Tech-Team den Wert einer IT-Infrastruktur versteht, die auf kontinuierliche Agilit\u00e4t ausgelegt ist.<\/li> \n  <li><b>Klein anfangen, schnell skalieren.<\/b> Mit einem Minimum Viable Product (MVP) zu starten, erzielt fr\u00fche Erfolge, auf deren Basis die L\u00f6sung kontinuierlich weiterentwickelt wird.<\/li> \n  <li><b>Fokus auf das Wesentliche.<\/b> Sicherheitsverantwortliche sollten sich auf Kernprozesse fokussieren wie Employee Onboarding, Genehmigungen und Rezertifizierung. Quick Wins hingegen sollten sie in weniger kritischen Bereichen suchen, beispielsweise beim richtlinienbasierten Zugriff, Delegation oder Reporting. Die Expansion sollte dann intelligent und zielgerichtet erfolgen. Der Anspruch darf jedoch nicht sein, ein perfektes System zu planen, dessen Einf\u00fchrung dann aber viel Zeit verschlingt.<\/li> \n <\/ol>\n <p>Bei der Auswahl einer konkreten L\u00f6sung sollte man auf Anbieter achten, die:<\/p>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li>In ein flexibles Framework investieren, das De-facto-Standards wie REST, OData, SCIM und SQL nutzt. Fest im Code verankerte Konnektoren schr\u00e4nken die F\u00e4higkeit ein, die Gesch\u00e4ftsdynamik zu unterst\u00fctzen.<\/li> \n  <li>Robuste APIs f\u00fcr nahtlose Integration und Erweiterbarkeit bieten, wobei der Fokus auf Benutzerfreundlichkeit liegen muss.<\/li> \n  <li>Ausgereifte, anpassbare Out-of-the-Box-Workflows bereitstellen (Joiner-Mover-Leaver und dar\u00fcber hinaus).<\/li> \n  <li>Eine Mentalit\u00e4t des lebenslangen Lernens demonstrieren und L\u00f6sungen basierend auf konkreten Kundenanforderungen entwickeln, statt auf wirkungslosen Marketing-Features zu beharren.<\/li> \n <\/ul>\n<\/section>      \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Echte Flexibilit\u00e4t im Identity Management erreichen\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Echte Flexibilit\u00e4t im Identity Management erreichen<\/h2>\n <p>Im Streben nach Agilit\u00e4t und Kontrolle kann die \u00dcber-Individualisierung von Identity-Governance-L\u00f6sungen zu einer Falle werden, die in Komplexit\u00e4t, Starrheit und steigenden technischen Schulden endet. Richtig umgesetzt, kann Identity Governance jedoch weit mehr leisten, als nur den Audit-Aufwand zu reduzieren. Sie kann als echter Katalysator f\u00fcr die digitale Transformation fungieren und angesichts ver\u00e4nderlicher Gesch\u00e4ftsmodelle das Beste aus einer skalierbaren und agilen IT herausholen.<\/p>\n <p>Es ist an der Zeit, die herk\u00f6mmliche Meinung infrage zu stellen, dass Customizing automatisch mehr Flexibilit\u00e4t bedeutet. Wahre unternehmerische Agilit\u00e4t wurzelt in der F\u00e4higkeit, sich schnell und sicher innerhalb eines skalierbaren, standardbasierten Frameworks anzupassen. Die Ber\u00fccksichtigung praktischer Kriterien bei der Wahl einer zukunftssicheren IGA-L\u00f6sung ist der Schl\u00fcssel zur Wertsch\u00f6pfung und zum Ausgleich zwischen Flexibilit\u00e4t und Sicherheit.<\/p>\n <p>Erfolgreiche Unternehmen setzen auf Best Practices und suchen nach L\u00f6sungen, die flexible Konzepte mit progressiven Ans\u00e4tzen verbinden. Sie reduzieren codebasierte Erweiterungen des Standards auf ein Minimum und bleiben so langfristig agil und implementierungsf\u00e4hig. L\u00f6sungen, die die Dynamik moderner Unternehmen unterst\u00fctzen, sind unerl\u00e4sslich, um den Anforderungen von morgen gerecht zu werden. So wie ma\u00dfgeschneiderte Muscle-Cars selten gefahren werden sollten und vielleicht einen Platz im Museum verdienen, gilt dies auch f\u00fcr manche Legacy-L\u00f6sungen. Man darf sie bewundern, sollte aber auch verinnerlichen, warum sie im Museum stehen: Weil sie f\u00fcr den t\u00e4glichen Weg zur Arbeit nicht die beste Wahl sind.<\/p>\n <p><b>\u00dcber den Autor:<br><\/b><i>Thomas M\u00fcller-Martin ist Field Strategist DACH bei <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/omadaidentity.com\/de\/\" rel=\"noopener\">Omada Identity<\/a>,<\/i><\/p>\n <p><i>Die Autoren sind f\u00fcr den Inhalt und die Richtigkeit ihrer Beitr\u00e4ge selbst verantwortlich. Die dargelegten Meinungen geben die Ansichten der Autoren wieder.<\/i><\/p>\n<\/section>","description":"Unternehmen sind h\u00f6chst unterschiedlich, so wird oftmals mit einem hohen Grad an Individualisierung beim Identity Management gearbeitet. Das muss nicht immer ein Vorteil sein.","image":"https:\/\/cdn.ttgtmedia.com\/visuals\/German\/Hero-Identitaetsmanagement-By-Raffaza-Adobe-10.jpg","link":"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/meinung\/Flexibilitaetsfalle-Wenn-Individualisierung-Security-bremst","pubDate":"Fri, 29 May 2026 00:30:00 GMT","title":"Flexibilit\u00e4tsfalle: Wenn Individualisierung Security bremst"},{"body":"<p>Trotz vorhandener Pl\u00e4ne kann im Falle eines Falles bei der Vorfallreaktion - etwa auf einen Sicherheitsvorfall - einiges schiefgehen. Und dies hat f\u00fcr ein Unternehmen dann h\u00e4ufig massive Folgen.<\/p> \n<p>Eine Umfrage von New Relic<a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/newrelic.com\/press-release\/20250917\" rel=\"noopener\"> aus dem Jahr 2025<\/a> unter 1.700 IT-Fachleuten ergab, dass schwerwiegende IT-Ausf\u00e4lle mittlerweile durchschnittliche Kosten von 2 Millionen US-Dollar pro Stunde verursachen \u2013 das sind etwa 33.000 US-Dollar pro Minute \u2013 und zu j\u00e4hrlichen Verlusten von durchschnittlich 76 Millionen US-Dollar pro Unternehmen f\u00fchren. Je l\u00e4nger ein Vorfall andauert, desto gr\u00f6\u00dfer ist der Schaden. Der <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.ibm.com\/de-de\/reports\/data-breach\" rel=\"noopener\">Cost of a Data Breach Report 2025<\/a> von IBM ergab, dass Verst\u00f6\u00dfe, die innerhalb von 200 Tagen behoben wurden, durchschnittlich 3,87 Millionen US-Dollar an Verlusten verursachten, verglichen mit 5,01 Millionen US-Dollar, wenn die Erkennung und Reaktion l\u00e4nger dauerte.<\/p> \n<p>Typische Auswirkungen von Problemen bei der Reaktion auf und Behebung von Vorf\u00e4llen sind auch l\u00e4ngere Ausfallzeiten, m\u00f6gliche Bu\u00dfgelder und Reputationssch\u00e4den. Diese bringen wiederum wirtschaftliche Folgen mit sich.<\/p> \n<p>Wenn Notfallpl\u00e4ne fehlschlagen oder nicht wie beabsichtigt funktionieren, k\u00f6nnen die Gr\u00fcnde daf\u00fcr komplex und vielf\u00e4ltig sein. Die Ursachen reichen von L\u00fccken in der Teamkoordination \u00fcber unerwartete Systemausf\u00e4lle und unzureichende Bedrohungsinformationen bis hin zu Angreifern, die bisher unbekannte Schwachstellen ausnutzen.<\/p> \n<p>Security-Analysten weisen in diesem Zusammenhang auf mehrere m\u00f6gliche Ursachen f\u00fcr das Scheitern von Notfallpl\u00e4nen hin.<\/p> \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Komplexe oder vage Pl\u00e4ne\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Komplexe oder vage Pl\u00e4ne<\/h2>\n <p>Unzureichend formulierte Pl\u00e4ne mit unvollst\u00e4ndigen Problemf\u00e4llen und Reaktionen k\u00f6nnen die Ma\u00dfnahmen zur Reaktion auf Vorf\u00e4lle behindern. Das Gleiche gilt f\u00fcr \u00fcberm\u00e4\u00dfig detaillierte Checklisten, die nicht der Realit\u00e4t entsprechen, oder allgemeine Aussagen ohne konkrete Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n <p>Manche Pl\u00e4ne seien zu technisch und schon in dem Moment veraltet, in dem sie fertig gestellt w\u00fcrden. Andere lesen sich wie ein juristisches Dokument, so dass die Personen, die die Schritte des Plans umsetzen sollen, nicht verstehen, was sie tun sollen.<\/p>\n <p>Der Schl\u00fcssel bestehe darin, Notfallpl\u00e4ne zu entwickeln, die unter Druck und in den Ausnahmesituationen funktionieren, so Daniel Kennedy, Analyst bei S&amp;P Global Market Intelligence. Es m\u00fcsse klar definiert werden, wer welche Aufgaben \u00fcbernimmt. Die Pl\u00e4ne m\u00fcssen technisch ausreichend detailliert sein, um als Leitfaden f\u00fcr Ma\u00dfnahmen zu dienen, aber auch klar genug, damit die Einsatzkr\u00e4fte ihre Rollen verstehen. Die Einbeziehung aller Beteiligten und die Zustimmung der F\u00fchrungskr\u00e4fte w\u00e4hrend der Planung sind zwar schwierig, zahlen sich aber aus, wenn tats\u00e4chlich ein Vorfall eintritt.<\/p>\n<\/section>    \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Unklare Rollen und Verantwortlichkeiten\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Unklare Rollen und Verantwortlichkeiten<\/h2>\n <p>Wenn niemand wei\u00df, wer w\u00e4hrend eines Vorfalls die Verantwortung tr\u00e4gt oder was zu tun ist, kann es zu schwerwiegenden Problemen kommen.<\/p>\n <p>Gelungene Pl\u00e4ne legen klare Entscheidungshierarchien mit vorab genehmigten Reaktionsma\u00dfnahmen fest, die keine Echtzeitgenehmigung erfordern, so Mari DeGrazia, zertifizierte SANS-Ausbilderin und Leiterin des Bereichs Incident Response bei IDX.<\/p>\n <p>So w\u00fcssten Teams ganz genau wer in kritischen Momenten die Isolierung des Netzwerks, das Herunterfahren des Systems oder die externe Kommunikation genehmigen kann, ohne auf die Zustimmung der Gesch\u00e4ftsleitung warten zu m\u00fcssen. So w\u00fcrden zu Notfallpl\u00e4nen beispielsweise vorab unterzeichnete rechtliche Vereinbarungen mit Forensikunternehmen, klare Ausgabenbefugnisse f\u00fcr Notfallressourcen und dokumentierte Eskalationsausl\u00f6ser, die automatisch zus\u00e4tzliche Reaktionsm\u00f6glichkeiten aktivieren, geh\u00f6ren.<\/p>\n <p>Ein h\u00e4ufiges Problem trete auf, wenn F\u00fchrungskr\u00e4fte ohne klar definierte Aufgaben im Bereich Incident Response sich in die aktive Vorfallreaktion einmischen und dabei festgelegte Verfahren und zuvor vereinbarte Reaktionsschritte au\u00dfer Kraft setzen. Diese Person verf\u00fcgt in der Regel \u00fcber gen\u00fcgend organisatorische Macht, um andere dazu zu veranlassen, andere Aufgaben zu \u00fcbernehmen, oder kann von anderen verlangen, ihre Arbeit zu unterbrechen, um ihre Fragen zu beantworten, hat jedoch nicht gen\u00fcgend Zeit investiert, um sich mit dem Plan vertraut zu machen, der in ruhigen Zeiten sorgf\u00e4ltig ausgearbeitet wurde.<\/p>\n <p>Obwohl oft gut gemeint, kann eine solche Einmischung den gesamten Reaktionsprozess zum Scheitern bringen.<\/p>\n <p>\u201eWenn eine hochrangige F\u00fchrungskraft, sogar auf C-Level, in die sorgf\u00e4ltig ausgearbeiteten Planungsschritte einbezogen wird und diese genehmigt, kann dieses Problem umgangen werden\u201c so Daniel Kennedy.<\/p>\n<\/section>       \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Unzureichende Werkzeuge und Berechtigungen\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Unzureichende Werkzeuge und Berechtigungen<\/h2>\n <p>Fehler im Notfallplan k\u00f6nnen auch auftreten, wenn den Einsatzkr\u00e4ften die erforderlichen Tools, Anmeldedaten oder Berechtigungen f\u00fcr kritische Systeme fehlen \u2013 insbesondere, wenn schon wenige Sekunden einen gro\u00dfen Unterschied machen k\u00f6nnen.<\/p>\n <p>\u201eNotfallpl\u00e4ne gehen h\u00e4ufig davon aus, dass Tools und Technologien verf\u00fcgbar sind, die m\u00f6glicherweise nicht ordnungsgem\u00e4\u00df konfiguriert, gewartet oder w\u00e4hrend eines tats\u00e4chlichen Vorfalls zug\u00e4nglich sind\u201c, so Elvia Finalle, Analystin bei <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/omdia.tech.informa.com\/\" rel=\"noopener\">Omdia<\/a>, einem Gesch\u00e4ftsbereich von Informa TechTarget. \u201eDazu geh\u00f6ren Backup-Systeme, die nicht getestet wurden, \u00dcberwachungstools mit L\u00fccken in der Abdeckung oder Kommunikationssysteme, die w\u00e4hrend des Vorfalls nicht verf\u00fcgbar sind.\u201c<\/p>\n <p>Eine weitere Fehlannahme sei, dass der Incident-Response-Plan der einzige Plan sei, der w\u00e4hrend der Reaktion auf einen Vorfall umgesetzt werden m\u00fcsse. Um St\u00f6rungen zu minimieren, sollten Unternehmen auch \u00fcber Backup-Systeme verf\u00fcgen und eine sichere M\u00f6glichkeit haben, den Betrieb wie gewohnt fortzusetzen, w\u00e4hrend die urspr\u00fcngliche Umgebung wiederhergestellt wird.<\/p>\n <p>Auch externe IT-Dienstleister und Anbieter k\u00f6nnen Probleme verursachen. \u201eSie reagieren nicht immer, wenn man sie braucht, oder Unternehmen stellen fest, dass sie nicht \u00fcber die richtigen Service Level Agreements f\u00fcr Notf\u00e4lle verf\u00fcgen\u201c, so DeGrazia. Einige MSPs verlangen beispielsweise deutlich h\u00f6here Preise f\u00fcr die Unterst\u00fctzung w\u00e4hrend eines Vorfalls und au\u00dferhalb der Gesch\u00e4ftszeiten, was in einer ohnehin schon stressigen Situation eine unangenehme \u00dcberraschung sein kann.<\/p>\n<\/section>     \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Starre und unflexible Pl\u00e4ne\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Starre und unflexible Pl\u00e4ne<\/h2>\n <p>Die meisten Notfallpl\u00e4ne werden unter der Annahme idealer Bedingungen erstellt. In diesen Pl\u00e4nen <a title=\"CERT vs. CSIRT vs. SOC: Die Unterschiede im Detail\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/tipp\/CERT-vs-CSIRT-vs-SOC-Die-Unterschiede-im-Detail\">sind wichtige Mitarbeiter immer verf\u00fcgbar<\/a>, Systeme funktionieren wie erwartet und externe Ressourcen reagieren sofort. Das echte Leben ist jedoch oft viel chaotischer und unvorhersehbarer.<\/p>\n <p>\u201eDie Realit\u00e4t sieht jedoch anders aus\u201c, so Finalle. \u201eVorf\u00e4lle ereignen sich in der Regel an Wochenenden, Feiertagen oder wenn wichtige Teammitglieder nicht verf\u00fcgbar sind. Kritische Systeme reagieren nicht wie dokumentiert, Backup-Kommunikationskan\u00e4le funktionieren nicht und externe Forensikunternehmen sind bereits mit anderen Kunden besch\u00e4ftigt.\u201c<\/p>\n <p>W\u00e4hrend Notfallpl\u00e4ne von einer kontrollierten Umgebung ausgehen, verursachen Sicherheitsverletzungen Chaos, und die Einsatzkr\u00e4fte stellen schnell fest, dass nichts wie vorgesehen funktioniert.<\/p>\n <p>Incident-Response-Pl\u00e4ne basieren auf methodischen, schrittweisen Prozessen, die Zeit f\u00fcr Analyse und \u00dcberlegungen lassen. Bei tats\u00e4chlichen Vorf\u00e4llen verk\u00fcrzt sich die Entscheidungszeit jedoch auf Minuten statt Stunden, w\u00e4hrend die Einsatzkr\u00e4fte gleichzeitig mit Informationen aus verschiedenen Quellen \u00fcberflutet werden.<\/p>\n <p>\u201eTeams m\u00fcssen wichtige Entscheidungen zur Eind\u00e4mmung treffen, obwohl sie nur \u00fcber unvollst\u00e4ndige Informationen verf\u00fcgen, w\u00e4hrend sie Dutzende paralleler Aktivit\u00e4ten verwalten \u2013 eine kognitive Belastung, die in den meisten Pl\u00e4nen nicht ber\u00fccksichtigt wird und auf die Teams nicht vorbereitet sind\u201c, so Mari DeGrazia.<\/p>\n <p>So w\u00fcrden Unternehmen ihre Backups prinzipiell testen, aber nur selten, ob sie diese auch unter Druck wieder herstellen k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/section>       \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Ungetestete Notfallpl\u00e4ne\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Ungetestete Notfallpl\u00e4ne<\/h2>\n <p>Wenn Notfallpl\u00e4ne in den Schubladen verstauben, ist die Wahrscheinlichkeit gro\u00df, dass sie im Ernstfall nicht wie vorgesehen funktionieren. Ebenso wenig hilfreich sind Notfallpl\u00e4ne, die auf veralteter Architektur basieren oder Cloud-Umgebungen, Remote-Mitarbeiter oder aktuelle System\u00e4nderungen nicht ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n <p>\u201ePl\u00e4ne f\u00fcr die Reaktion auf Vorf\u00e4lle m\u00fcssen regelm\u00e4\u00dfig \u00fcberarbeitet und aktualisiert werden, da sich Hacking-Mechanismen \u00e4ndern, insbesondere im Bereich der KI\u201c, erkl\u00e4rt Finalle.<\/p>\n <p>Pl\u00e4ne, die auch unter Druck Bestand haben, basieren auf umfangreichen, realistischen Schulungen, die bei den Einsatzteams eine Art Muskelged\u00e4chtnis schaffen. Organisationen mit robusten Pl\u00e4nen f\u00fchren monatliche <a title=\"Tabletop-\u00dcbung\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Tabletop-Uebung\">Tabletop-\u00dcbungen<\/a>, viertelj\u00e4hrliche Simulationen mit echter Systemisolierung und j\u00e4hrliche umfassende Vorfall\u00fcbungen durch, bei denen Kommunikationskan\u00e4le und Entscheidungsprozesse einem Stresstest unterzogen werden.<\/p>\n <blockquote class=\"main-article-pullquote\">\n  <div class=\"main-article-pullquote-inner\">\n   <figure>\n    Pl\u00e4ne f\u00fcr die Reaktion auf Vorf\u00e4lle m\u00fcssen regelm\u00e4\u00dfig \u00fcberarbeitet und aktualisiert werden, da sich Hacking-Mechanismen \u00e4ndern, insbesondere im Bereich der KI.\n   <\/figure>\n   <figcaption>\n    <strong>Elvia Finalle, Analystin bei Omdia<\/strong>\n   <\/figcaption>\n   <i class=\"icon\" data-icon=\"z\"><\/i>\n  <\/div>\n <\/blockquote>\n <p>Die wiederholten \u00dcbungen w\u00fcrden sicherstellen, dass die Teams bei einem tats\u00e4chlichen Vorfall, wenn Adrenalin ausgesch\u00fcttet wird, die Abl\u00e4ufe automatisch und ohne zu z\u00f6gern oder verunsichert ausf\u00fchren.<\/p>\n <p>Dennoch f\u00fchren viele Unternehmen keine sinnvollen Tabletop-\u00dcbungen durch, so Kennedy. Und wenn sie dies doch tun, sind die F\u00fchrungskr\u00e4fte \u2013 also diejenigen, die bei einem tats\u00e4chlichen Vorfall eine Schl\u00fcsselrolle spielen w\u00fcrden \u2013 oft nicht an den Tabletop-\u00dcbungen beteiligt.<\/p>\n <p>\u201eIhr Ziel ist es, in einer simulierten Umgebung Schwachstellen im Plan aufzudecken\u201c, f\u00fcgte er hinzu. \u201eDie Variablen, die bei einem tats\u00e4chlichen Einsatz auftreten, machen einem immer einen Strich durch die Rechnung. Daher m\u00fcssen Pl\u00e4ne die wichtigsten Schritte abdecken, aber flexibel genug sein, um spontane Entscheidungen und Eskalationen zu erm\u00f6glichen.\u201c<\/p>\n<\/section>        \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Mangel an funktions\u00fcbergreifendem Input\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Mangel an funktions\u00fcbergreifendem Input<\/h2>\n <p>Eine effektive Reaktion auf Vorf\u00e4lle h\u00e4ngt von einer koordinierten, funktions\u00fcbergreifenden Zusammenarbeit innerhalb des gesamten Unternehmens ab. W\u00e4hrend die IT- und Sicherheitsabteilungen f\u00fcr die Erkennung, Eind\u00e4mmung und Behebung von Bedrohungen zust\u00e4ndig sind, geht die Reaktion auf Vorf\u00e4lle weit \u00fcber technische Ma\u00dfnahmen hinaus. So sorgen beispielsweise die Rechtsabteilungen daf\u00fcr, dass die Melde- und Compliance-Anforderungen erf\u00fcllt werden, die Kommunikations- und PR-Abteilungen k\u00fcmmern sich um die interne und externe Kommunikation, und die F\u00fchrungskr\u00e4fte bewerten die Auswirkungen auf den Gesch\u00e4ftsbetrieb. Auch die Personalabteilung k\u00f6nnte einbezogen werden, wenn Insideraktivit\u00e4ten oder Mitarbeiterdaten betroffen sind.<\/p>\n <p>\u201eEiner der h\u00e4ufigsten Gr\u00fcnde f\u00fcr das Scheitern von Notfallpl\u00e4nen ist der Mangel an funktions\u00fcbergreifenden Beitr\u00e4gen w\u00e4hrend ihrer Entwicklung\u201c, sagt Finalle. \u201ePl\u00e4ne werden oft isoliert erstellt \u2013 in der Regel vom Sicherheitsteam \u2013, ohne angemessene Beitr\u00e4ge von der Rechtsabteilung, der IT-Infrastruktur, dem Helpdesk oder anderen wichtigen Beteiligten.\u201c<\/p>\n <p>Das Ergebnis? Pl\u00e4ne, die die Realit\u00e4ten oder Einschr\u00e4nkungen dieser Teams nicht widerspiegeln, was bei einem tats\u00e4chlichen Vorfall zu Fehlern bei der Reaktion f\u00fchren kann.<\/p>\n <p>Ein Mangel an Bewusstsein versch\u00e4rft die Situation zus\u00e4tzlich. \u201eDas Sicherheitsteam wei\u00df vielleicht, dass es einen Plan gibt, aber andere in der Organisation wissen davon nichts\u201c, so Finalle. \u201eWenn die Personen, die den Plan umsetzen sollen, damit nicht vertraut sind \u2013 oder gar nicht wissen, dass es ihn gibt \u2013, ist es unwahrscheinlich, dass er funktioniert.<\/p>\n<\/section>     \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Den menschlichen Faktor nicht ausreichend ber\u00fccksichtigen\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Den menschlichen Faktor nicht ausreichend ber\u00fccksichtigen<\/h2>\n <p>Ein pl\u00f6tzlicher Vorfall im Bereich der Cybersicherheit zwingt Incident-Response-Teams dazu, unter hohem Druck und Zeitdruck Entscheidungen mit weitreichenden Konsequenzen zu treffen. In der Hektik des Augenblicks kann dies zu Risikoscheu f\u00fchren. \u201eDie Menschen z\u00f6gern m\u00f6glicherweise zu handeln, weil sie nicht f\u00fcr eine falsche Entscheidung verantwortlich gemacht werden wollen\u201c, so DeGrazia.<\/p>\n <p>Der Zeitpunkt eines Vorfalls kann sich ebenfalls auf die Reaktion auswirken. Wenn beispielsweise ein Angriff nach Feierabend oder am Wochenende stattfindet, kann sich die Reaktion verz\u00f6gern. Unternehmen, die von ihren Mitarbeitern zus\u00e4tzlich zu ihren normalen Arbeitspflichten lange Arbeitszeiten verlangen, riskieren au\u00dferdem Burnout und vermeidbare Fehler.<\/p>\n <p>Die Unternehmenskultur wirkt sich auch auf die Effektivit\u00e4t der Reaktion auf Vorf\u00e4lle aus, so Andrew Braunberg, Analyst bei Omdia. Beispielsweise haben die Risikobereitschaft und die Risikoschwelle eines Unternehmens erheblichen Einfluss auf die Finanzierung, und die Kultur kann die Struktur des Teams f\u00fcr die Reaktion auf Vorf\u00e4lle ver\u00e4ndern. Beispielsweise, ob das Incident-Response-Team ein integraler Bestandteil des <a title=\"Security Operations Center (SOC)\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Security-Operations-Center-SOC\">Security Operations Center<\/a> (SOC) ist oder ein eigenst\u00e4ndiges Team bildet.<\/p>\n <p>Um menschliches Fehlverhalten zu vermeiden, sei es laut Braunberg entscheidend, einen klaren Plan f\u00fcr die Reaktion auf Vorf\u00e4lle zu haben und sicherzustellen, dass die Teammitglieder entsprechend geschult werden. Zur Schulung geh\u00f6re auch, den Plan klar zu kommunizieren und das Team sowie den Plan zu testen. Dazu sollten <a title=\"Penetrationstest (Pentest)\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Penetrationstest-Pentest\">Penetrationstests<\/a>, Tabletop-\u00dcbungen und <a title=\"Red Team, Blue Team, Purple Team: Wer k\u00fcmmert sich um was?\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/tipp\/Red-Team-Blue-Team-Purple-Team-Wer-kuemmert-sich-um-was\">Red, Purple und Blue Teaming<\/a> geh\u00f6ren.<\/p>\n <p>Wenn ein Notfallplan bei einem tats\u00e4chlichen Angriff nicht umgesetzt werden kann, ist er nahezu unbrauchbar. Letztendlich liegt sein Wert darin, Ordnung und Ruhe zu stiften, damit Teams unter Druck und in kritischen Situationen angemessen reagieren k\u00f6nnen.<\/p>\n <p><i>Dieser Artikel ist im Original in englischer Sprache auf <\/i><a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.techtarget.com\/searchSecurity\/feature\/Top-reasons-incident-response-plans-fail\" rel=\"noopener\"><i>Search Security<\/i><\/a><i> erschienen.<\/i><\/p>\n<\/section>","description":"Auch augenscheinlich ausgefeilte Incident-Response-Pl\u00e4ne k\u00f6nnen bei einem wirklichen Sicherheitsvorfall nicht greifen. Hier einige typische Ursachen f\u00fcrs Scheitern in der Praxis.","image":"https:\/\/cdn.ttgtmedia.com\/visuals\/German\/HERO-Gefahr-Uwe-dark-blue-background-Adobe-04.jpg","link":"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/feature\/Typische-Gruende-woran-Notfallplaene-scheitern-koennen","pubDate":"Wed, 27 May 2026 00:30:00 GMT","title":"Typische Gr\u00fcnde, woran Notfallpl\u00e4ne scheitern k\u00f6nnen"},{"body":"<p>Heartbleed, SolarWinds und <a title=\"Log4j-L\u00fccke: Viele deutsche Unternehmen bereits angegriffen\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/news\/252510931\/Log4j-Luecke-Viele-deutsche-Unternehmen-bereits-angegriffen\">Log4j<\/a> \u2013 der Albtraum aller CISOs. Wie Security-Verantwortliche nur zu gut wissen, haben diese historischen, viel beachteten Sicherheitsverletzungen massive Schwachstellen in der Sicherheit der Lieferkette offenbart.<\/p> \n<p>Das wachsende Bewusstsein f\u00fcr Risiken durch Dritte hat zu einem sprunghaften Anstieg des Interesses an SBOM - kurz gesagt Softwarest\u00fccklisten - gef\u00fchrt. SBOMs (<a title=\"Software Bill of Materials (SBOM)\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Software-Bill-of-Materials-SBOM\">Software Bill of Material<\/a>) werden oft mit Zutatenlisten auf verpackten Lebensmitteln verglichen und liefern Sicherheitsteams Informationen \u00fcber die Komponenten ihrer Software, wodurch sie Schwachstellen und Risiken in der Lieferkette identifizieren k\u00f6nnen.<\/p> \n<p>Die SBOM ist jedoch nicht die einzige St\u00fcckliste, die CISOs f\u00fcr das Risikomanagement von Drittanbietern ber\u00fccksichtigen sollten. In diesem Artikel werden zwei wichtige, miteinander verbundene Konzepte vorgestellt \u2013 die kryptografische St\u00fcckliste (<a title=\"CBOM: Der Post-Quanten-Kryptografie systematisch begegnen\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/tipp\/CBOM-Der-Post-Quanten-Kryptografie-systematisch-begegnen\">CBOM, Cryptographic Bill of Material<\/a>) und die Hardware-St\u00fcckliste (HBOM, Hardware Bill of Material) \u2013 sowie die Arten von Organisationen, die diese ben\u00f6tigen, ihre wichtigsten Komponenten und Best Practices f\u00fcr ihre Erstellung.<\/p> \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Wof\u00fcr steht CBOM?\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Wof\u00fcr steht CBOM?<\/h2>\n <p>Eine CBOM ist eine Erweiterung einer SBOM und bietet eine leicht verst\u00e4ndliche Bestandsaufnahme der kryptografischen Ressourcen in Infrastruktur, Diensten und Software. Eine CBOM hilft Security-Teams, ihre kryptografischen \u00d6kosysteme zu verstehen, kryptografische Risiken zu verwalten und die Einhaltung von Vorschriften sicherzustellen.<\/p>\n <p>CBOMs unterst\u00fctzen auch die Kryptoagilit\u00e4t und die Migration zur Post-Quanten-Kryptografie \u2013 sie ermitteln, wo klassische Kryptografie verwendet wird, und bieten Mechanismen zur Erfassung und Verfolgung von \u00dcberg\u00e4ngen zu Post-Quanten-Systemen.<\/p>\n <h3>F\u00fcr wen eignen sich CBOMs?<\/h3>\n <p>Jedes Unternehmen, dessen Systeme Kryptografie verwenden, kann vom Einsatz von CBOMs im Risikomanagement der Lieferkette profitieren. Mit anderen Worten: Es gibt kaum ein Unternehmen, das den Einsatz von CBOMs nicht in Betracht ziehen sollte.<\/p>\n <h3>Wichtige Komponenten einer CBOM<\/h3>\n <p>In seiner grundlegendsten Form ist eine CBOM eine Tabelle, in der die Komponenten der kryptografischen Ressourcen einer Organisation aufgef\u00fchrt sind. Die Felder k\u00f6nnen beispielsweise Folgendes umfassen:<\/p>\n <p><b>Kryptografische Algorithmen.<\/b> Beschreibt die mathematischen Formeln, die den kryptografischen Sicherheitsma\u00dfnahmen zugrunde liegen. Diese werden h\u00e4ufig in Bibliotheken eingerichtet und k\u00f6nnen Folgendes umfassen:<\/p>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li>Symmetrische Algorithmen wie AES, <a title=\"Data Encryption Standard (DES)\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Data-Encryption-Standard-DES\">DES<\/a> und Triple DES.<\/li> \n  <li>Asymmetrische Algorithmen wie <a title=\"RSA-Algorithmus (Rivest-Shamir-Adleman)\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/RSA-Algorithmus-Rivest-Shamir-Adleman\">RSA<\/a> und <a title=\"Elliptische-Kurven-Kryptografie (ECC)\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Elliptische-Kurven-Kryptografie-Elliptic-Curve-Cryptography-ECC\">Elliptic Curve Cryptography<\/a> (ECC).<\/li> \n  <li>Hashing-Algorithmen wie SHA-256.<\/li> \n <\/ul>\n <p><b>Kryptografische Schl\u00fcssel.<\/b> Beschreibt kryptografische Schl\u00fcssel, wesentliche Komponenten von Sicherheitsalgorithmen, die f\u00fcr den Zugriff auf bestimmte Algorithmen sowie deren Sperrung und Entsperrung verwendet werden. Die Schl\u00fcssell\u00e4nge kann je nach Algorithmus zwischen 64 und 256 Bit variieren. Schl\u00fcssel k\u00f6nnen \u00f6ffentlich oder privat sein.<\/p>\n <p><b>Protokolle.<\/b> Kennzeichnet Protokolle wie TLS, die Kryptografie verwenden.<\/p>\n <p><b>Zertifikate.<\/b> Bezeichnet digitale Zertifikate wie in <a title=\"TLS (Transport Layer Security)\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Transport-Layer-Security-TLS\">TLS<\/a> und SSL, die mit Verschl\u00fcsselung arbeiten, um die Sicherheit von Internet- und anderen Datenverbindungen zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n <p><b>Identifizierung von Abh\u00e4ngigkeiten.<\/b> Beschreibt, wie kryptografische Komponenten mit relevanter Software und der kryptografischen Struktur zusammenwirken.<\/p>\n <p><b>Komponentenkonfigurationen.<\/b> Legt fest, wie kryptografische Komponenten konfiguriert und verwaltet werden.<\/p>\n <p><b>Richtliniendefinitionen und -konfigurationen.<\/b> Legt Sicherheits-, Compliance- und Konfigurationsanforderungen sowie Richtlinien zu deren Erf\u00fcllung fest.<\/p>\n<\/section>               \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Vorteile und Herausforderungen von CBOM\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Vorteile und Herausforderungen von CBOM<\/h2>\n <p>CBOMs bieten eine Vielzahl von Vorteilen, darunter die folgenden:<\/p>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li><b>Organisation, Effizienz und Transparenz.<\/b> Bietet eine Bestandsaufnahme der kryptografischen Ressourcen, die in einem leicht verst\u00e4ndlichen und benutzerfreundlichen Format organisiert ist.<\/li> \n  <li><b>Compliance.<\/b> Hilft Unternehmen dabei, die Einhaltung von Cybersicherheitsstandards und -vorschriften wie <a title=\"NIS2 ist in Kraft: Was Unternehmen beachten m\u00fcssen\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/feature\/NIS2-ist-in-Kraft-Was-Unternehmen-beachten-muessen\">NIS2<\/a>, <a title=\"EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO)\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/EU-Datenschutz-Grundverordnung-EU-DSGVO\">DSGVO<\/a> und PCI DSS zu erreichen.<\/li> \n  <li><b>Risikoidentifizierung.<\/b> Erm\u00f6glicht Benutzern die Analyse von CBOM-Daten, um potenzielle Risiken, Schwachstellen und einzelne Fehlerquellen zu identifizieren.<\/li> \n  <li><b>Sicherheitsbewertung.<\/b> Hilft dem <a title=\"Chief Information Security Officer (CISO)\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Chief-Information-Security-Officer-CISO\">CISO<\/a> dabei, festzustellen, ob die vorhandenen Kryptosysteme ausreichend sind oder ob es an der Zeit ist, die Technologie auf ein sichereres Niveau zu aktualisieren. Liefert Daten, die dem Unternehmen dabei helfen k\u00f6nnen, seine allgemeine Sicherheitslage zu verbessern.<\/li> \n  <li><b>Quantensichere Kryptografie.<\/b> Unterst\u00fctzt den \u00dcbergang zu quantensicherer Kryptografie.<\/li> \n <\/ul>\n <p>Trotz all ihrer Vorteile bringen CBOMs jedoch auch folgende Herausforderungen mit sich:<\/p>\n <p><b>Ressourcenintensiv.<\/b> Die Erstellung und Pflege dieser Aufzeichnungen k\u00f6nnen zeitaufwendig und kostspielig sein, insbesondere bei komplexen und \u00e4lteren Systemen.<\/p>\n <p><b>Hochwertige Ziele.<\/b> CBOM-Daten k\u00f6nnten kompromittiert und von Angreifern genutzt werden, wenn sie nicht angemessen gesch\u00fctzt werden.<\/p>\n <p><b>Begrenzte Verf\u00fcgbarkeit von Tools.<\/b> Derzeit gibt es relativ wenige Tools, die Teams bei der Definition und Verwaltung von CBOMs unterst\u00fctzen.<\/p>\n<\/section>       \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Wie man eine CBOM erstellt\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Wie man eine CBOM erstellt<\/h2>\n <p>Ein kosteng\u00fcnstiger Ausgangspunkt f\u00fcr die Erstellung einer CBOM-Tabelle ist Word oder Excel. Teams k\u00f6nnen auch automatisierte Tools verwenden, um Quellcode, Netzwerkdaten, Sicherheitsdaten und andere Artefakte zu scannen, um Anwendungskonfigurationen, Softwareabh\u00e4ngigkeiten und Hardware f\u00fcr die CBOM zu identifizieren. Zu diesen Tools geh\u00f6ren die folgenden:<\/p>\n <h3>1. CBOMkit<\/h3>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li>Erstellt maschinenlesbare CBOMs und erm\u00f6glicht Unternehmen die Bewertung der Konformit\u00e4t.<\/li> \n  <li>Scannt und analysiert Quellcode, um kryptografische Ressourcen wie Algorithmen, Protokolle, Zertifikate und Schl\u00fcssel zu identifizieren. Basiert auf einem Open-Source-Tool von IBM und wird von der Post-Quantum Cryptography Alliance gepflegt.<\/li> \n <\/ul>\n <h3>2. IBM Quantum Safe Explorer<\/h3>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li>Verwendet .json-Dateien, um kryptografische Assets zu definieren und Beziehungen zwischen Elementen wie Bibliotheken und Protokollen hervorzuheben.<\/li> \n  <li>Identifiziert Schwachstellen als Teil des Lebenszyklusmanagements f\u00fcr kryptografische Ressourcen.<\/li> \n <\/ul>\n <h3>3. CycloneDX CBOM Support<\/h3>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li>Bietet ein standardisiertes Format f\u00fcr die Erstellung von Bestandsverzeichnissen von Algorithmen, Schl\u00fcsseln, Zertifikaten und Protokollen.<\/li> \n  <li>Der von <a title=\"OWASP (Open Worldwide Application Security Project)\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/OWASP-Open-Web-Application-Security-Project\">OWASP<\/a> entwickelte CycloneDX-Standard umfasst Unterst\u00fctzung f\u00fcr die CBOM-Entwicklung.<\/li> \n <\/ul>\n <h3>4. SandboxAQ AQtive Guard<\/h3>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li>Enth\u00e4lt eine Erkennungsfunktion, die Kryptografie in der gesamten IT-Umgebung ermittelt und Daten aus Quellen wie kryptografischen Algorithmen, Bibliotheken und Protokollen sammelt und analysiert.<\/li> \n  <li>Katalogisiert kryptografische Artefakte und ihre Abh\u00e4ngigkeiten und formatiert sie in eine CBOM. Identifiziert kryptografische Schwachstellen und Compliance-Probleme und \u00fcberwacht die Leistung.<\/li> \n <\/ul>\n <h3>5. Black Duck<\/h3>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li>Analysiert kryptografische Elemente und erstellt sowohl SBOMs als auch CBOMs.<\/li> \n  <li>Verwendet standardisierte, maschinenlesbare Formate wie SPDX und CycloneDX.<\/li> \n <\/ul>\n <p>Nachdem die Teammitglieder eine CBOM erstellt und genehmigt haben, sollten sie diese regelm\u00e4\u00dfig \u00fcberpr\u00fcfen und aktualisieren, um sicherzustellen, dass sie weiterhin mit den IT-Sicherheitsanforderungen und -Standards des Unternehmens \u00fcbereinstimmt.<\/p>\n<\/section>             \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Was CISOs \u00fcber HBOMs wissen sollten\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Was CISOs \u00fcber HBOMs wissen sollten<\/h2>\n <p>Vom Abstrakten zum Konkreten \u2013 von der Kryptografie zur Hardware \u2013 beschreibt eine HBOM die physischen Komponenten eines Systems, sei es ein Server, ein Switch, ein Desktop-Computer oder ein anderes Unternehmensger\u00e4t.<\/p>\n <p>Laut der US-amerikanischen <a title=\"Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA)\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Cybersecurity-and-Infrastructure-Security-Agency-CISA\">CISA<\/a>, die ein HBOM-Framework entwickelt hat, umfassen die prim\u00e4ren Anwendungsf\u00e4lle Folgendes:<\/p>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li><b>Compliance.<\/b> Bewerten Sie, wie sich Produkte auf die F\u00e4higkeit einer Organisation auswirken k\u00f6nnten, Standards, Vorschriften und Anforderungen zu erf\u00fcllen.<\/li> \n  <li><b>Sicherheit<\/b>. Bewerten Sie, wie sich ein Produkt aufgrund bekannter Schwachstellen und der Exposition gegen\u00fcber bestimmten Gruppen und geografischen Standorten auf das Risikoniveau der Lieferkette auswirken w\u00fcrde \u2013 zum Beispiel ein Hardware-Anbieter mit Sitz in China, der der Aufsicht und Intervention der chinesischen Regierung unterliegt.<\/li> \n  <li><b>Verf\u00fcgbarkeit.<\/b> Bewerten Sie die relative Schwierigkeit, die erforderlichen Komponenten zu beschaffen.<\/li> \n <\/ul>\n <p>Aus Sicht eines CISO erg\u00e4nzen sich HBOMs und SBOMs, indem sie eine umfassende Bestandsaufnahme der Hardware- und Softwarekomponenten liefern, die wiederum als Grundlage f\u00fcr Strategien zum Umgang mit Cyberrisiken und zur Einhaltung von Vorschriften dienen kann. Zusammen bilden SBOMs und HBOMs ein Rahmenwerk, das eine umfassende Transparenz der Lieferkette und eine effektivere Minderung von Risiken durch Dritte erm\u00f6glicht.<\/p>\n <h3>F\u00fcr wen sind HBOMs empfehlenswert?<\/h3>\n <p>Jedes Unternehmen, das stark auf Hardware angewiesen ist und Datensicherheit und Transparenz in der Lieferkette priorisiert, ben\u00f6tigt HBOMs. Unternehmen, die von NIS2 betroffen sind, sollten der Thematik auch Beachtung schenken.<\/p>\n <h3>Wichtige Komponenten einer HBOM<\/h3>\n <p>Eine St\u00fcckliste (BOM, Bill of Materials) enth\u00e4lt mindestens die Kernelemente, die zum Aufbau eines Systems verwendet werden, darunter Teilenummern, Bestellcodes, Teilebeschreibungen, Bestellmengen, St\u00fcckkosten, erweiterte Kosten und alle anderen relevanten Informationen.<\/p>\n <p>St\u00fccklisten werden entweder als einstufig oder mehrstufig kategorisiert. Einstufige St\u00fccklisten sind am weitesten verbreitet. Sie listen in der Regel Komponenten auf \u2013 beispielsweise Baugruppen \u2013, aus denen ein fertiges Produkt besteht. Eine einstufige St\u00fcckliste f\u00fcr einen Server k\u00f6nnte beispielsweise wie folgt aussehen:<\/p>\n <p><b>Server HBOM<\/b><\/p>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li>Geh\u00e4use<\/li> \n  <li>Mainboard<\/li> \n  <li>CPU\/Speicher<\/li> \n  <li>Netzteil<\/li> \n <\/ul>\n <p>St\u00fccklisten, die zus\u00e4tzliche Details zu allen Unterbaugruppen enthalten, werden als mehrstufige St\u00fccklisten bezeichnet. Beispiel:<\/p>\n <p><b>Server HBOM<\/b><\/p>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li>Geh\u00e4usebaugruppe<br>- Deckel<br>- Befestigungselemente.<\/li> \n  <li>Hauptplatine<br>Mainboard<br>Ger\u00e4teanschl\u00fcsse.<\/li> \n  <li>CPU\/Speicher-Baugruppe.<br>- CPU<br>- Speicher<\/li> \n  <li>Netzteilbaugruppe.<br>- Netzteil<br>- Netzkabel.<\/li> \n <\/ul>\n <p>Auch hier k\u00f6nnen IT- und Sicherheitsexperten sowohl automatisierte Tools als auch einfache Tabellenkalkulationen zur Erstellung von St\u00fccklisten verwenden. Einige ERP- oder MRP-Systeme (<a title=\"Materialbedarfsplanung (Material Requirements Planning, MRP)\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Materialbedarfsplanung-Material-Requirements-Planning-MRP\">Manufacturing Resource Planning<\/a>) enthalten ebenfalls St\u00fccklistenmodule. Die ERP- oder MRP-Systeme k\u00f6nnen die St\u00fccklistendaten dann f\u00fcr die Planung, das \u00c4nderungsmanagement und andere Funktionen nutzen.<\/p>\n <p><i>Dieser Artikel ist im Original in englischer Sprache auf <\/i><a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.techtarget.com\/searchsecurity\/tip\/Beyond-the-SBOM-What-CISOs-should-about-CBOMs-and-HBOMs\" rel=\"noopener\"><i>Search Security<\/i><\/a><i> erschienen.<\/i><\/p>\n<\/section>","description":"Bei Sicherheitsl\u00fccken, die weit verbreitete Komponenten betreffen, herrscht oft R\u00e4tselraten ob der eigenen Betroffenheit. St\u00fccklisten helfen dabei, Transparenz zu schaffen.","image":"https:\/\/cdn.ttgtmedia.com\/visuals\/German\/Hero-Regulation-Block-nomic-Studio-05.jpg","link":"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/tipp\/CBOM-und-HBOM-Verschluesselung-und-Hardware-dokumentieren","pubDate":"Tue, 26 May 2026 00:30:00 GMT","title":"CBOM und HBOM: Verschl\u00fcsselung und Hardware dokumentieren"},{"body":"<p>\n <!-- [if !mso]>\n<style>\nv\\:* {behavior:url(#default#VML);}\no\\:* {behavior:url(#default#VML);}\nw\\:* {behavior:url(#default#VML);}\n.shape {behavior:url(#default#VML);}\n<\/style>\n<![endif]-->\n <!-- [if gte mso 9]><xml>\n <o:OfficeDocumentSettings>\n  <o:AllowPNG\/>\n <\/o:OfficeDocumentSettings>\n<\/xml><![endif]-->\n <!-- [if gte mso 9]><xml>\n <w:WordDocument>\n  <w:View>Normal<\/w:View>\n  <w:Zoom>0<\/w:Zoom>\n  <w:TrackMoves>false<\/w:TrackMoves>\n  <w:TrackFormatting\/>\n  <w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone>\n  <w:PunctuationKerning\/>\n  <w:ValidateAgainstSchemas\/>\n  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In einer Arbeitswelt, die durch hybride Modelle und die tiefgreifende Integration von k\u00fcnstlicher Intelligenz gepr\u00e4gt ist, sind Kollaborationsplattformen weit mehr als nur Kommunikationskan\u00e4le: Sie sind Orte, an denen wertvolles geistiges Eigentum entsteht und sensible Kundendaten flie\u00dfen.<\/p> \n<p>Doch mit der zunehmenden Relevanz dieser Tools hat sich auch die Angriffsfl\u00e4che fundamental gewandelt. Sicherheit darf heute nicht mehr nur eine defensive Reaktion auf Bedrohungen sein, sondern muss als strategischer Wegbereiter f\u00fcr gesch\u00e4ftlichen Erfolg fungieren. Wie kritisch dieser Zusammenhang zwischen Proaktivit\u00e4t und wirtschaftlichem Ertrag ist, verdeutlichen aktuelle Marktdaten.<\/p> \n<p>Angreifer nehmen zunehmend Anwendungen und Plattformen f\u00fcr die Zusammenarbeit ins Visier. Laut der j\u00e4hrlichen <a href=\"https:\/\/www.metrigy.com\/product\/workplace-collaboration-and-contact-center-security-2026\/\" target=\"_blank\" title=\"Extern: Workplace Collaboration and Contact Center Security and Compliance: 2026\" rel=\"noopener\">globalen Studie<\/a> <i>Workplace Collaboration and Contact Center Security and Compliance: 2026<\/i> von Metrigy, an der 305 Organisationen teilnahmen, kristallisierten sich zwei wesentliche Erkenntnisse heraus:<\/p> \n<ul class=\"default-list\"> \n <li>Angriffe auf Anwendungen und Plattformen f\u00fcr die Zusammenarbeit nehmen rapide zu.<\/li> \n <li>Eine proaktive Sicherheitsstrategie, die sich auf die Sicherheit und Governance bei der Zusammenarbeit konzentriert, ist ein Erfolgsfaktor.<\/li> \n<\/ul> \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"\u009f Sicherheitsbedrohungen nehmen zu\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i><span style=\"font-family: Wingdings; mso-fareast-font-family: Wingdings; mso-bidi-font-family: Wingdings;\"><span style=\"mso-list: Ignore;\">\u009f<span style=\"font: 7.0pt 'Times New Roman';\"> <\/span><\/span><\/span>Sicherheitsbedrohungen nehmen zu<\/h2>\n <p>Seit 2021 hat sich der Anteil der in der Metrigy-Studie befragten Unternehmen, die Angriffe melden, mehr als verdreifacht \u2013 von unter 10 Prozent im Jahr 2021 auf fast 30 Prozent im Jahr 2025. Der tats\u00e4chliche Prozentsatz d\u00fcrfte noch h\u00f6her liegen, da Unternehmen oft z\u00f6gern, Angriffe offenzulegen, und manche Angriffe gar nicht erst erkannt werden.<\/p>\n <p>Auch die Art der Angriffe ver\u00e4ndert sich. Die Zeiten, in denen sich Unternehmen nur um Sprachangriffe wie <a href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/feature\/UC-Sicherheitsprobleme-KI-Gebuehrenbetrug-und-Messaging\" title=\"UC-Sicherheitsprobleme: KI, Geb\u00fchrenbetrug und Messaging\">Geb\u00fchrenbetrug<\/a> und Telephony Denial of Service (<span class=\"MsoHyperlink\"><a href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/antwort\/Telefon-Denial-of-Service-Abwehr-von-TDoS-Angriffen\" title=\"TDoS bedroht auch moderne VoIP-Infrastrukturen\">TDoS<\/a><\/span>) sorgen mussten, sind vorbei. Die heutigen Angriffsvektoren sind ebenso komplex wie die Anwendungen selbst.<\/p>\n <p>In der Studie geben die Befragten an, dass sie sich derzeit vor allem <a href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/meinung\/Deepfakes-KI-basierte-Taeuschung-und-wie-man-sich-schuetzt\" title=\"Deepfakes: KI-basierte T\u00e4uschung und wie man sich sch\u00fctzt\">um Deepfakes sorgen<\/a>, bei denen die Identit\u00e4ten von Kunden und Mitarbeitern missbraucht werden, sowie um Datenlecks durch KI-Bots und Angriffe, die in Kombination mit <a href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/meinung\/Collaboration-Tools-Einfallstor-fuer-Social-Engineering\" title=\"Collaboration Tools: Einfallstor f\u00fcr Social Engineering\">Social Engineering<\/a> darauf abzielen, sich mit gestohlenen Zugangsdaten Zugang zu Unternehmens-, Mitarbeiter- oder Kundendaten zu verschaffen. Ein weiteres Hauptanliegen sind <a href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/tipp\/Typische-Insider-Bedrohungen-und-Gegenmassnahmen\" title=\"Typische Insider Bedrohungen und Gegenma\u00dfnahmen\">Angriffe von Insidern<\/a>, insbesondere im Contact Center, wo Agenten m\u00f6glicherweise Zugriff auf Kundendaten haben.<\/p>\n<\/section>    \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Eine neue Methode zur Erfolgsmessung\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Eine neue Methode zur Erfolgsmessung<\/h2>\n <p>Obwohl Sicherheit f\u00fcr viele Unternehmen nach wie vor eine notwendige Ausgabe ist, betrachten nur wenige sie als Wegbereiter. Der Grundgedanke besteht darin, Plattformen f\u00fcr die Zusammenarbeit proaktiv zu sichern. Dieser Ansatz beseitigt Risiken und beschleunigt gleichzeitig die Einf\u00fchrung neuer Technologien, die einen messbaren gesch\u00e4ftlichen Nutzen bieten. Ein Mangel an Proaktivit\u00e4t kann dazu f\u00fchren, dass Mitarbeiter nicht genehmigte Anwendungen nutzen. Das birgt ein zus\u00e4tzliches Risiko f\u00fcr Datenverluste und beh\u00f6rdliche Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n <p>Um den Erfolg zu ermitteln, analysierte Metrigy Daten von Unternehmen, die Kosteneinsparungen, Umsatzsteigerungen und\/oder Produktivit\u00e4tsgewinne im Zusammenhang mit ihren Investitionen in Kollaborationstechnologien gemessen hatten. Anschlie\u00dfend identifizierten wir diejenigen Unternehmen mit Gewinnen und untersuchten ihre Sicherheitsmanagementstrategien, um eine Erfolgsgruppe von Unternehmen mit \u00fcberdurchschnittlichem <a href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Return-on-Investment-ROI\" title=\"Definition: Return on Investment (ROI)\">ROI<\/a> zu ermitteln.<\/p>\n<\/section>   \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Merkmale einer erfolgreichen Strategie\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Merkmale einer erfolgreichen Strategie<\/h2>\n <p>Wir haben eine Reihe von Zusammenh\u00e4ngen zwischen Unternehmen mit einem hohen ROI aus ihren Ausgaben f\u00fcr Collaboration-L\u00f6sungen und ihrem strategischen Ansatz zur Gew\u00e4hrleistung der Sicherheit ihrer Collaboration-Apps festgestellt. Dazu geh\u00f6ren:<\/p>\n <h3>1. Einbeziehung von CISOs in die Bewertung und den Kauf<\/h3>\n <p>Fast 90 Prozent der Unternehmen der Erfolgsgruppe (im Vergleich zu 77 Prozent der Unternehmen au\u00dferhalb der Erfolgsgruppe) beziehen Sicherheitsteams in die Bewertung von Anwendungen ein. Fast 74 Prozent verlangen vor dem Kauf die Zustimmung des Sicherheitsteams (im Vergleich zu 62 Prozent der Unternehmen au\u00dferhalb der Erfolgsgruppe). Die fr\u00fchzeitige Einbeziehung von Sicherheitsteams in den Bewertungs- und Auswahlprozess von Anwendungen gew\u00e4hrleistet eine ordnungsgem\u00e4\u00dfe \u00dcberpr\u00fcfung und minimiert Risiken.<\/p>\n <h3>2. Einen Plan haben<\/h3>\n <p>Die Erfolgsgruppe verf\u00fcgte mit h\u00f6herer Wahrscheinlichkeit entweder \u00fcber einen Sicherheitsplan oder war dabei, einen solchen zu entwickeln, um ihre Strategien f\u00fcr Collaboration-Apps zu steuern. Dieser Unterschied war bei KI-spezifischen Sicherheitspl\u00e4nen noch ausgepr\u00e4gter. Gl\u00fccklicherweise verf\u00fcgen fast 50 Prozent der in unserer Studie von 2025 befragten Unternehmen \u00fcber einen Sicherheitsplan, verglichen mit nur 35 Prozent im Jahr 2024.<\/p>\n <p>In der Erfolgsgruppe verf\u00fcgten 54 Prozent \u00fcber einen Sicherheitsplan, in der Nicht-Erfolgsgruppe waren es 48 Prozent. Sicherheitspl\u00e4ne umfassen in der Regel Identit\u00e4ts- und Zugriffsmanagement, Inhaltsklassifizierung (einschlie\u00dflich KI), Sicherheit f\u00fcr Remote-Mitarbeiter, Endpunktsicherheit und Zugriffsbeschr\u00e4nkungen f\u00fcr Anwendungen. F\u00fcr diejenigen, die ihren eigenen <a href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/meinung\/PSTN-und-UCaaS-Konnektivitaet-trennen-oder-nicht\" title=\"PSTN und UCaaS: Konnektivit\u00e4t trennen oder nicht\">PSTN-Zugang<\/a> verwalten, sind TDoS- und Geb\u00fchrenbetrugsschutz oft ebenfalls Teil des Sicherheitsrahmens.<\/p>\n <h3>3. Legen Sie ein Budget fest<\/h3>\n <p>Ein Plan f\u00fcr Collaboration-Sicherheit und -Governance ohne Budget ist zum Scheitern verurteilt. Erfolgreiche Unternehmen werden ihre Ausgaben f\u00fcr die Sicherheit bei der Zusammenarbeit im Jahr 2026 mit einer um fast 25 Prozent h\u00f6heren Wahrscheinlichkeit steigern, wobei die durchschnittliche Zuwachsrate bei etwas \u00fcber 20 Prozent liegen wird. Diese Ausgaben werden h\u00e4ufig durch die Notwendigkeit getrieben, die Sicherheit neuer Anwendungen \u2013 einschlie\u00dflich KI \u2013 zu gew\u00e4hrleisten und gesetzliche Anforderungen sowie eine st\u00e4ndig wachsende Palette an Tools f\u00fcr die Zusammenarbeit zu erf\u00fcllen.<\/p>\n <h3>4. Nutzen Sie Tools von Drittanbietern<\/h3>\n <p>Fast 51 Prozent der erfolgreichen Unternehmen nutzen spezielle Plattformen von Drittanbietern f\u00fcr die Collaboration-Sicherheit, verglichen mit nur 39 Prozent der weniger erfolgreichen Unternehmen. Zu diesen Tools geh\u00f6ren solche, die mehrere Collaboration-Anwendungen verwalten k\u00f6nnen, um die Durchsetzung einheitlicher Richtlinien und Governance sicherzustellen, sowie solche mit spezifischen Funktionen wie Compliance und Sprachschutz.<\/p>\n <p>Unternehmen, die Tools von Drittanbietern nutzen, berichten von einer deutlichen Verk\u00fcrzung der Zeit bis zur Erkennung einer Sicherheitsverletzung und der Zeit bis zur Behebung von Vorf\u00e4llen.<\/p>\n<\/section>            \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Fazit\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Fazit<\/h2>\n <p>Ein proaktiver Plan f\u00fcr die Sicherheit und Governance bei der Zusammenarbeit sch\u00fctzt Unternehmen vor der zunehmenden Flut von Bedrohungen. Er hilft Unternehmen zudem dabei, einen positiven ROI zu erzielen, indem er sicherstellt, dass Sicherheit ein integraler Bestandteil der Anwendungen ist, die am ehesten messbare gesch\u00e4ftliche Vorteile liefern.<\/p>\n <p><i>Dieser Artikel ist im Original in englischer Sprache auf <\/i><a href=\"https:\/\/www.techtarget.com\/searchUnifiedCommunications\/tip\/As-user-ranks-grow-governance-of-collaboration-tools-is-a-must\" target=\"_blank\" title=\"Extern: Search Unified Communications\" rel=\"noopener\"><i>Search Unified Communications<\/i><\/a><i> erschienen.<\/i><\/p>\n<\/section>","description":"Tools f\u00fcr die Zusammenarbeit sind f\u00fcr Angreifer Mittel, um Zugang zu Unternehmen zu erhalten. Eine proaktive Sicherheitsstrategie sch\u00fctzt die Tools und steigert die Rentabilit\u00e4t.","image":"https:\/\/cdn.ttgtmedia.com\/visuals\/German\/Collaboration-StockUp-03.jpg","link":"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/tipp\/Collaboration-Sicherheit-und-Governance-muessen-proaktiv-sein","pubDate":"Tue, 26 May 2026 00:30:00 GMT","title":"Proaktive Strategien f\u00fcr mehr Collaboration-Sicherheit"},{"body":"<p>Die Aufgabe des CISO hat sich grundlegend ver\u00e4ndert. \u00dcber die \u00dcberwachung von Funktionen wie dem Patchen von Servern und der Bewertung von Bedrohungen hinaus wird von uns nun erwartet, dass wir Sicherheitsinitiativen mit \u00fcbergeordneten gesch\u00e4ftlichen Priorit\u00e4ten in Einklang bringen.<\/p> \n<p>Dieser Wandel spiegelt die wachsende Erkenntnis wider, dass Cybersicherheit nicht nur ein technisches Anliegen ist, sondern eine strategische Notwendigkeit, die sich auf die Widerstandsf\u00e4higkeit, den Ruf und die finanzielle Leistungsf\u00e4higkeit eines Unternehmens auswirkt. Dennoch gelingt es den F\u00fchrungsetagen oft nicht, eine Verbindung zwischen ihrer Sprache und den Daten herzustellen, die aus dem SOC (<a title=\"Security Operations Center (SOC)\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Security-Operations-Center-SOC\">Security Operations Center<\/a>) kommen.<\/p> \n<p>Diese Diskrepanz oder die Unterschiede in der Sprache k\u00f6nnen genauso gef\u00e4hrlich sein wie die externen Bedrohungen, denen ein Unternehmen ausgesetzt ist. Wenn die Risiken einer Datenverletzung oder eines Ransomware-Angriffs nicht in klare gesch\u00e4ftliche Konsequenzen \u00fcbersetzt werden k\u00f6nnen, verlieren wir die Unterst\u00fctzung der F\u00fchrungskr\u00e4fte. Das Ergebnis ist ein Kampf um das Budget, w\u00e4hrend wichtige Sicherheitsinitiativen ins Stocken geraten. Es steht viel auf dem Spiel: Die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften wie der <a title=\"EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO)\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/EU-Datenschutz-Grundverordnung-EU-DSGVO\">DSGVO<\/a> ist obligatorisch, und das Vertrauen der Kunden h\u00e4ngt vollst\u00e4ndig von der Wirksamkeit der Strategien zum Schutz der Daten ab.<\/p> \n<p>Dieser R\u00fcckstand in der Governance ist bei neuen Technologien besonders ausgepr\u00e4gt. Laut einem <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.ibm.com\/de-de\/reports\/data-breach\" rel=\"noopener\">Bericht von IBM<\/a> verf\u00fcgen 63 Prozent der Unternehmen noch immer \u00fcber keine Richtlinien zur KI-Governance, wodurch ihre wachstumsstarken Initiativen ungesch\u00fctzt bleiben.<\/p> \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Technische Daten in finanzielle Auswirkungen umwandeln\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Technische Daten in finanzielle Auswirkungen umwandeln<\/h2>\n <p>Das gr\u00f6\u00dfte Hindernis f\u00fcr eine effektive Abstimmung ist die Herausforderung, Risiken \u00fcber den technischen Dialog hinaus zu quantifizieren. Risiken m\u00fcssen so quantifiziert werden, dass sie mit den Gesch\u00e4ftszielen in Einklang stehen und nicht nur mit den Anforderungen des technischen Teams.<\/p>\n <p>W\u00e4hrend SOC-Teams mit Begriffen wie <a title=\"Indicator of Compromise (IoC)\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Indicator-of-Compromise-IOC\">Indicators of Compromise<\/a> (IoCs), Anwendungsdaten, Phishing-Vektoren und Netzwerk-Patches arbeiten, legt der Vorstand den Schwerpunkt auf Marktanteile, Umsatz, Unternehmensrisiken und Quartalsziele. Die Pr\u00e4sentation rein technischer Daten f\u00fchrt oft zu einem Verlust des Engagements der F\u00fchrungskr\u00e4fte.<\/p>\n <p>Accenture <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.accenture.com\/us-en\/services\/cybersecurity\/cyber-strategy\" rel=\"noopener\">berichtet<\/a>, dass bereits 88 Prozent der Vorst\u00e4nde Cybersicherheit als Gesch\u00e4ftsrisiko und nicht als isoliertes IT-Problem einstufen. Durch diese Verlagerung liegt es nun in der Verantwortung des CISO, die notwendigen \u00dcbersetzungen bereitzustellen, um das Engagement des Unternehmens sicherzustellen.<\/p>\n <p>Der Vorstand muss sich nicht mehr mit Fachjargon auseinandersetzen, sondern die Sicherheitsverantwortlichen m\u00fcssen sich die Sprache der Gesch\u00e4ftswelt aneignen. Auch die Berichterstattung muss sich weiterentwickeln, um die wichtigsten Unternehmenspriorit\u00e4ten widerzuspiegeln:<\/p>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li>Schutz des Kundenvertrauens und des Wachstums<\/li> \n  <li>Aufrechterhaltung der Betriebskontinuit\u00e4t<\/li> \n  <li>Schutz der gesch\u00e4ftskritischen Verm\u00f6genswerte, die Einnahmen generieren<\/li> \n <\/ul>\n<\/section>      \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Strategien f\u00fcr die Abstimmung zwischen CISO und Vorstand\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Strategien f\u00fcr die Abstimmung zwischen CISO und Vorstand<\/h2>\n <p>Die Abstimmung der Cybersicherheit auf die Unternehmensziele erfordert einen bewussten, strukturierten Ansatz, der sich auf die \u00dcbersetzung, Neuformulierung und organisatorische Integration konzentriert.<\/p>\n <p>Eine wirkungsvolle Ver\u00e4nderung besteht darin, dass nicht mehr dar\u00fcber berichtet wird, was blockiert wurde, sondern dar\u00fcber, was gesch\u00fctzt wurde. Jede Cybersicherheitsbedrohung muss als potenzielles finanzielles, betriebliches oder Reputationsrisiko betrachtet werden. Anstatt \u00fcber Netzwerk- oder Serverprotokolle zu diskutieren, sollte der Fokus darauf liegen, technische Bedrohungen in ihre Auswirkungen auf Vertriebspipelines, Markenruf oder Bu\u00dfgelder zu \u00fcbersetzen. Dadurch verlagert sich der Fokus sofort von technischen Sicherheitsma\u00dfnahmen auf das Risikomanagement.<\/p>\n <p>Die F\u00fchrungskr\u00e4fte reagieren auf klare, umsetzbare Daten. Daher ist es unerl\u00e4sslich, sich von der Anzahl der Warnmeldungen zu l\u00f6sen und stattdessen Kennzahlen zu verwenden, die den Beitrag der Cybersicherheit zum Gesch\u00e4ft verdeutlichen. Dazu geh\u00f6rt die Mean Time to Resolution (MTTR), die dem Vorstand einen klaren \u00dcberblick \u00fcber die Zeit gibt, die zur Eind\u00e4mmung und Behebung eines Vorfalls ben\u00f6tigt wird \u2013 eine <a title=\"Incident Response: Die wichtigsten Kennzahlen im \u00dcberblick\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/tipp\/Incident-Response-Die-wichtigsten-Kennzahlen-im-Ueberblick\">Kennzahl<\/a>, die in direktem Zusammenhang mit den Betriebsausfallzeiten und der allgemeinen IT-Ausfallsicherheit steht. Dar\u00fcber hinaus bieten Compliance-Bewertungen eine messbare Visualisierung der Einhaltung wichtiger Branchen- und Regierungsvorschriften.<\/p>\n <blockquote> \n  <div class=\"imagecaption alignLeft\">\n   <span style=\"font-size: 14pt; color: #2b3e50;\"><img src=\"https:\/\/cdn.ttgtmedia.com\/rms\/German\/netscout_debbie_briggs.png\" alt=\"Debbie Briggs, Netscout\"><\/span>\n  <\/div> \n  <p class=\"p1\"><span class=\"s1\" style=\"font-size: 14pt; color: #2b3e50;\"><b>\u201eAktive Kommunikation bedeutet auch, dass das SOC nicht auf eine Krise warten sollte, um Sicherheitsprobleme an die F\u00fchrungskr\u00e4fte weiterzugeben. Dieser wichtige Schritt st\u00e4rkt das organisatorische Muskelged\u00e4chtnis und f\u00f6rdert das Vertrauen zwischen den technischen und den F\u00fchrungsteams.\u201c<\/b><\/span><\/p> \n  <p class=\"p1\"><span class=\"s1\" style=\"font-size: 14pt; color: #2b3e50;\"><i>Debby Briggs, Netscout<\/i><\/span><\/p> \n <\/blockquote>\n<\/section>     \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Sicherheit muss in jede strategische Entscheidung einflie\u00dfen\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Sicherheit muss in jede strategische Entscheidung einflie\u00dfen<\/h2>\n <p>Anstelle von routinem\u00e4\u00dfigen monatlichen Pr\u00e4sentationen ist es f\u00fcr die Aufrechterhaltung von Transparenz und die F\u00f6rderung von Vertrauen unerl\u00e4sslich, regelm\u00e4\u00dfige Kommunikationskan\u00e4le mit dem Vorstand einzurichten. Durch die Implementierung von Dashboards f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte, die klare Visualisierungen (im Gegensatz zu Tabellenkalkulationen) verwenden, wird auch der Status der Risikosituation und der Compliance sofort vermittelt. Das bedeutet, dass CISOs regelm\u00e4\u00dfige Briefings und Tabletop-\u00dcbungen planen sollten, damit F\u00fchrungskr\u00e4fte auf Cybervorf\u00e4lle vorbereitet sind und ihre Rollen bei der Reaktion klar sind.<\/p>\n <p>Obwohl laut <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.nacdonline.org\/about\/newsroom\/press-release\/press-release\/nacd-report-economic-uncertainty-and-cyber-risks-top-board-priorities\/\" rel=\"noopener\">NACD<\/a> 77 Prozent der Vorstandsmitglieder die finanziellen Auswirkungen von Cybervorf\u00e4llen diskutieren, fehlt es den meisten Vorst\u00e4nden noch immer an klaren Ausschussfunktionen f\u00fcr die \u00dcberwachung von Cyberrisiken und umfassenden Reaktionspl\u00e4nen. Aktive Kommunikation bedeutet auch, dass das SOC nicht auf eine Krise warten sollte, um Sicherheitsprobleme an die F\u00fchrungskr\u00e4fte weiterzugeben. Dieser wichtige Schritt st\u00e4rkt das organisatorische Muskelged\u00e4chtnis und f\u00f6rdert das Vertrauen zwischen den technischen und den F\u00fchrungsteams.<\/p>\n <p>Schlie\u00dflich m\u00fcssen CISOs sicherstellen, dass Cybersicherheitsaspekte in die Kerngesch\u00e4ftsprozesse integriert werden \u2013 von der Entwicklung neuer Produkte bis hin zur geografischen Expansion, um letztendlich eine Kultur der Zusammenarbeit zu f\u00f6rdern. Sicherheit kann nicht am Ende als Zusatzfunktion hinzugef\u00fcgt werden. Sie muss Teil der ersten Gespr\u00e4che sein.<\/p>\n <p><b>\u00dcber die Autorin:<br><\/b><i>Debby Briggs ist Vice President und Chief Information Security Officer bei <\/i><a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.netscout.com\/\" rel=\"noopener\"><i>Netscout<\/i><\/a><i>.<\/i><\/p>\n <p><i>Die Autoren sind f\u00fcr den Inhalt und die Richtigkeit ihrer Beitr\u00e4ge selbst verantwortlich. Die dargelegten Meinungen geben die Ansichten der Autoren wieder.<\/i><\/p>\n<\/section>","description":"Cybersicherheit sollte in alle Gesch\u00e4ftsprozesse eines Unternehmens integriert sein und damit in Entscheidungen einflie\u00dfen. Daf\u00fcr m\u00fcssen Risiken vom CISO richtig \u00fcbersetzt werden.","image":"https:\/\/cdn.ttgtmedia.com\/visuals\/German\/Hero-Business-people-Bojan-Adobe-04.jpg","link":"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/meinung\/Wie-CISOs-SOC-Risiken-in-Business-Prioritaeten-uebersetzen","pubDate":"Tue, 26 May 2026 00:30:00 GMT","title":"Wie CISOs SOC-Risiken in Business-Priorit\u00e4ten \u00fcbersetzen"},{"body":"<p>Microsoft erweitert die Authentifizierung in Microsoft Entra ID um eine zus\u00e4tzliche Variante passwortloser Anmeldung auf Windows-Systemen. Die Funktion basiert auf FIDO2-Passkeys und integriert sich in den lokalen Container von Windows Hello. Der Ansatz verschiebt die Authentifizierung vom klassischen Secret hin zu <a title=\"Was ist symmetrische und asymmetrische Verschl\u00fcsselung?\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/antwort\/Worin-unterscheiden-sich-symmetrische-und-asymmetrische-Verschluesselung\">asymmetrischer Kryptografie<\/a>, wobei der private Schl\u00fcssel das Ger\u00e4t nicht verl\u00e4sst, und nur \u00fcber lokale Benutzerverifikation freigegeben wird.<\/p> \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Architektur und Funktionsprinzip\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Architektur und Funktionsprinzip<\/h2>\n <p>Passkeys unter Windows nutzen den bestehenden Windows-Hello-Container als isolierte Speicherumgebung f\u00fcr private Schl\u00fcssel. Zugriff erh\u00e4lt ausschlie\u00dflich der lokale Benutzer nach erfolgreicher Verifikation \u00fcber biometrische Verfahren oder eine PIN. Diese PIN dient nicht als Authentifizierungsmerkmal gegen\u00fcber dem Dienst, sondern entsperrt lediglich den lokal gespeicherten Schl\u00fcssel. Eine direkte Anmeldung mit der PIN ohne Zugriff auf das Ger\u00e4t ist technisch ausgeschlossen.<\/p>\n <p>Die Authentifizierung gegen\u00fcber Microsoft Entra ID erfolgt \u00fcber das FIDO2-Protokoll mit Public-Key-Kryptografie. Der Client pr\u00e4sentiert einen signierten Challenge-Response, der an die Zielanwendung gebunden ist. Das vermeidet die Gefahr, Anmeldeinformationen auf gef\u00e4lschten Webseiten weiterzugeben, da der Passkey nur f\u00fcr registrierte Origins g\u00fcltig bleibt.<\/p>\n <p>Ein wesentliches Merkmal liegt in der Ger\u00e4tebindung. Jeder <a title=\"Passkey\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Passkey\">Passkey<\/a> bleibt lokal im Windows-Container gespeichert und synchronisiert nicht \u00fcber mehrere Ger\u00e4te hinweg. F\u00fcr jedes Entra-Konto ist pro Ger\u00e4t eine separate Registrierung erforderlich. Mehrere Konten lassen sich parallel auf einem System verwalten, wobei jedes Konto einen eigenen Schl\u00fcssel erh\u00e4lt.<\/p>\n <figure class=\"main-article-image full-col\" data-img-fullsize=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/rms\/German\/windows_passkey_anmeldung_01.png\">\n  <img data-src=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/rms\/German\/windows_passkey_anmeldung_01_mobile.png\" class=\"lazy\" data-srcset=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/rms\/German\/windows_passkey_anmeldung_01_mobile.png 960w,https:\/\/www.computerweekly.com\/rms\/German\/windows_passkey_anmeldung_01.png 1280w\" alt=\"Phishing-resistente Windows-Anmeldung ohne Ger\u00e4tebindung in Entra ID - Unter Entra ID k\u00f6nnen Admins die unterst\u00fctzten Anmeldemethoden verwalten.\" height=\"382\" width=\"559\">\n  <figcaption>\n   <i class=\"icon pictures\" data-icon=\"z\"><\/i>Abbildung 1: Unter Entra ID k\u00f6nnen Admins die unterst\u00fctzten Anmeldemethoden verwalten.\n  <\/figcaption>\n  <div class=\"main-article-image-enlarge\">\n   <i class=\"icon\" data-icon=\"w\"><\/i>\n  <\/div>\n <\/figure>\n<\/section>     \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Abgrenzung zu Windows Hello for Business\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Abgrenzung zu Windows Hello for Business<\/h2>\n <p>Die technische N\u00e4he zu <a title=\"Windows Hello vs. Windows Hello for Business im \u00dcberblick\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/tipp\/Windows-Hello-vs-Windows-Hello-for-Business-im-Ueberblick\">Windows Hello for Business<\/a> f\u00fchrt h\u00e4ufig zu Fehlinterpretationen. Beide Technologien nutzen denselben Container, verfolgen jedoch unterschiedliche Konzepte. Windows Hello for Business koppelt Anmeldeinformationen an das Ger\u00e4tevertrauen und erm\u00f6glicht sowohl lokale Anmeldung am Betriebssystem als auch Single Sign-on f\u00fcr angebundene Dienste. Die Provisionierung erfolgt automatisch bei Ger\u00e4tebindung an Entra. Die zugrunde liegende Authentifizierung nutzt propriet\u00e4re Mechanismen auf Basis von FIDO2, jedoch nicht standardisierte Passkeys.<\/p>\n <p>Entra-Passkeys hingegen stellen einen reinen FIDO2-Mechanismus dar. Sie unterst\u00fctzen keine Ger\u00e4teanmeldung und keine Single-Sign-On-Funktion auf Betriebssystemebene. Registrierung erfolgt manuell durch den Benutzer, unabh\u00e4ngig vom Ger\u00e4tezustand. Auch nicht registrierte oder private Systeme lassen sich einbinden. Diese Trennung f\u00fchrt zu einem parallelen Betrieb beider Verfahren mit klarer funktionaler Abgrenzung.<\/p>\n <p>Ein praktisches Problem ergibt sich bei bestehender Hello-for-Business-Konfiguration. Sobald f\u00fcr ein Konto bereits ein entsprechender Schl\u00fcssel im Container vorliegt, blockiert das System die Registrierung eines zus\u00e4tzlichen Passkeys. Diese Einschr\u00e4nkung f\u00e4llt erst nach \u00dcberschreiten einer internen Grenze von insgesamt mehr als 50 gespeicherten Anmeldeinformationen weg.<\/p>\n<\/section>    \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Einsatzszenarien und funktionale Erweiterung\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Einsatzszenarien und funktionale Erweiterung<\/h2>\n <p>Der prim\u00e4re Einsatzzweck liegt au\u00dferhalb klassischer, verwalteter Endger\u00e4te. Organisationen k\u00f6nnen Authentifizierung auf nicht verwalteten Systemen absichern, ohne Ger\u00e4tebindung oder Registrierung im Verzeichnis. Private Rechner, gemeinsam genutzte Arbeitspl\u00e4tze oder tempor\u00e4re Zugriffssysteme lassen sich in das Sicherheitsmodell integrieren.<\/p>\n <p>Der Benutzer authentifiziert sich \u00fcber biometrische Verfahren oder PIN, die Freigabe des Schl\u00fcssels erfolgt lokal. Der Dienst pr\u00fcft anschlie\u00dfend die kryptografische Signatur. Ein Auslesen von Anmeldeinformationen ist technisch nicht m\u00f6glich, da kein \u00fcbertragbares Geheimnis existiert. Ein Angriffsszenario mit abgefangenem MFA-Code verliert damit kaum mehr m\u00f6glich. Selbst bei einem erfolgreichen Phishing-Angriff liefert das Ger\u00e4t keinen g\u00fcltigen Authentifizierungsnachweis f\u00fcr eine manipulierte Zieladresse.<\/p>\n<\/section>   \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Unterschiede zwischen ger\u00e4tegebundenen und synchronisierten Passkeys\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Unterschiede zwischen ger\u00e4tegebundenen und synchronisierten Passkeys<\/h2>\n <p>FIDO2 unterscheidet zwei grundlegende Modelle. Ger\u00e4tegebundene Passkeys verbleiben lokal und sind nicht \u00fcbertragbar. Synchronisierte Varianten speichern den privaten Schl\u00fcssel verschl\u00fcsselt in einem Cloud-Dienst eines Plattformanbieters und stellen ihn auf mehreren Ger\u00e4ten bereit. Plattformen wie Apple iCloud Keychain oder Google Password Manager nutzen diese Synchronisation. Der Zugriff erfolgt \u00fcber biometrische Verifikation auf jedem Ger\u00e4t. Dadurch f\u00e4llt die erneute Registrierung beim Ger\u00e4tewechsel weg.<\/p>\n <p>Windows-Passkeys in Entra verwenden ausschlie\u00dflich das ger\u00e4tegebundene Modell. Eine Synchronisation ist nicht vorgesehen. Diese Einschr\u00e4nkung erh\u00f6ht die Isolation der Schl\u00fcssel, f\u00fchrt jedoch zu h\u00f6herem Verwaltungsaufwand bei mehreren Ger\u00e4ten. Synchronisierte Passkeys stehen parallel in Microsoft Entra ID zur Verf\u00fcgung und lassen sich \u00fcber Passkey-Profile aktivieren. Attestation l\u00e4sst sich in diesem Szenario nicht erzwingen, da der Ursprung des Schl\u00fcssels nicht eindeutig \u00fcberpr\u00fcfbar bleibt.<\/p>\n <p>Die gezeigte Konfiguration bildet eine geeignete Ausgangsbasis f\u00fcr den Einsatz von Passkeys in Microsoft Entra. F\u00fcr die Nutzung von Windows-Passkeys sind nun noch gezielte Erg\u00e4nzungen erforderlich. Im Passkey-Profil muss ein Hauptschl\u00fcsseltyp ausgew\u00e4hlt werden, wobei ger\u00e4tegebundene Passkeys den relevanten Modus darstellen. Zus\u00e4tzlich sollten die spezifischen Windows-Hello-AAGUIDs in die Allow-Liste aufgenommen werden, damit Windows-Ger\u00e4te als Authenticator zugelassen sind. Die deaktivierte Attestation entspricht den Anforderungen der Vorschauphase und kann beibehalten werden. Nach diesen Anpassungen steht die Registrierung von Windows-Passkeys f\u00fcr die zugewiesenen Benutzergruppen zur Verf\u00fcgung und l\u00e4sst sich nahtlos in bestehende Richtlinien f\u00fcr den Zugriff integrieren.<\/p>\n <figure class=\"main-article-image full-col\" data-img-fullsize=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/rms\/German\/windows_passkey_anmeldung_02.png\">\n  <img data-src=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/rms\/German\/windows_passkey_anmeldung_02_mobile.png\" class=\"lazy\" data-srcset=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/rms\/German\/windows_passkey_anmeldung_02_mobile.png 960w,https:\/\/www.computerweekly.com\/rms\/German\/windows_passkey_anmeldung_02.png 1280w\" alt=\"Phishing-resistente Windows-Anmeldung ohne Ger\u00e4tebindung in Entra ID - Phishing-resistente Windows-Anmeldung ohne Ger\u00e4tebindung in Entra ID \" height=\"222\" width=\"560\">\n  <figcaption>\n   <i class=\"icon pictures\" data-icon=\"z\"><\/i>Abbildung 2: So sieht die Konfiguration eines Passkey-Profils mit aktivierten FIDO2-Richtlinien und AAGUID-Steuerung in Microsoft Entra ID aus.\n  <\/figcaption>\n  <div class=\"main-article-image-enlarge\">\n   <i class=\"icon\" data-icon=\"w\"><\/i>\n  <\/div>\n <\/figure>\n<\/section>     \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Richtliniensteuerung \u00fcber Passkey-Profile\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Richtliniensteuerung \u00fcber Passkey-Profile<\/h2>\n <p>Die Verwaltung erfolgt \u00fcber Passkey-Profile innerhalb der Authentifizierungsmethodenrichtlinien. Diese Profile definieren Anforderungen f\u00fcr Registrierung und Nutzung und lassen sich granular auf Benutzergruppen anwenden. Parameter umfassen die Durchsetzung von Attestation, die Auswahl unterst\u00fctzter Passkey-Typen sowie Einschr\u00e4nkungen auf Basis von AAGUID-Werten. Jede Implementierung eines Authenticators besitzt eine eindeutige AAGUID, die R\u00fcckschl\u00fcsse auf Hersteller und Modell zul\u00e4sst.<\/p>\n <p>Die Aktivierung von Attestation verlangt eine vollst\u00e4ndige Zertifikatskette, die \u00fcber den FIDO Metadata Service validierbar ist. Anbieter m\u00fcssen ihre Metadaten dort hinterlegen. Ohne diesen Eintrag scheitert die Registrierung bei aktivierter Attestation. Wird Attestation deaktiviert, akzeptiert das System auch generische oder nicht verifizierbare Schl\u00fcsseltypen. Ein Konflikt ergibt sich aus der Kombination von Attestation und synchronisierten Passkeys. Sobald Attestation aktiv ist, entf\u00e4llt die M\u00f6glichkeit zur Nutzung synchronisierter Varianten, da deren Herkunft nicht verifizierbar bleibt.<\/p>\n<\/section>   \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Konfigurationsanforderungen f\u00fcr Windows-Passkeys\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Konfigurationsanforderungen f\u00fcr Windows-Passkeys<\/h2>\n <p>Die Aktivierung erfolgt nicht automatisch. Administratoren m\u00fcssen die Methode <i>Passkeys (FIDO2)<\/i> explizit aktivieren und ein Profil definieren. F\u00fcr Windows-Passkeys gelten zus\u00e4tzliche Einschr\u00e4nkungen solange die L\u00f6sung noch im Preview-Status ist. Die Registrierung funktioniert nur, wenn spezifische AAGUIDs f\u00fcr Windows Hello explizit freigegeben sind. Dazu geh\u00f6ren Varianten f\u00fcr hardwarebasierte TPM-Speicherung, Virtualization-based Security sowie softwarebasierte Implementierungen. Ohne diese Freigabe blockiert das System jede Registrierung.<\/p>\n <p>Attestation muss deaktiviert sein, da Windows-Passkeys im Preview-Zustand keine entsprechende Nachweisf\u00fchrung liefern. Zus\u00e4tzlich ist eine Aktivierung von Schl\u00fcsselrestriktionen erforderlich, um die erlaubten Authenticatoren einzugrenzen. Conditional-Access-Richtlinien bleiben unver\u00e4ndert aktiv. Passkeys lassen sich in bestehende Authentifizierungsst\u00e4rken integrieren, ohne Anpassung bestehender Policies.<\/p>\n<\/section>   \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Ablauf aus Benutzersicht\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Ablauf aus Benutzersicht<\/h2>\n <p>Die Registrierung erfolgt \u00fcber das Self-Service-Portal <i>My Sign-Ins<\/i>. Der Benutzer w\u00e4hlt die Passkey-Option und kann bei Bedarf ein externes Ger\u00e4t zur Erstellung nutzen. Die initiale Einrichtung kann \u00fcber QR-Code und Kamera erfolgen, ohne separate App. Nach erfolgreicher Registrierung erfolgt die Anmeldung \u00fcber biometrische Verifikation oder PIN. Anwendungen akzeptieren den Passkey als vollwertigen Authentifizierungsnachweis. Der Zugriff erfolgt ohne Passwort und ohne zus\u00e4tzlichen Faktor.<\/p>\n <p>Bei synchronisierten Passkeys steht derselbe Schl\u00fcssel auf weiteren Ger\u00e4ten zur Verf\u00fcgung, sofern der Plattformanbieter eine entsprechende Synchronisation bereitstellt. Bei ger\u00e4tegebundenen Varianten entf\u00e4llt diese M\u00f6glichkeit vollst\u00e4ndig.<\/p>\n<\/section>   \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Konto-Wiederherstellung und Risikosteuerung\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Konto-Wiederherstellung und Risikosteuerung<\/h2>\n <p>Die Umstellung auf passwortlose Authentifizierung ver\u00e4ndert den Wiederherstellungsprozess. Klassische Mechanismen verlieren ihre Bedeutung. Microsoft integriert mit Verified ID ein Verfahren zur Identit\u00e4tspr\u00fcfung \u00fcber offizielle Dokumente und biometrische Verifikation. Nach erfolgreicher Pr\u00fcfung stellt das System einen Temporary Access Pass bereit. Dieser dient zur erneuten Registrierung eines Passkeys ohne Passwort.<\/p>\n <p>Der Prozess reduziert Abh\u00e4ngigkeiten von Helpdesk-Strukturen und verhindert klassische Social-Engineering-Angriffe im Recovery-Prozess. Zus\u00e4tzlich reagiert Microsoft Entra ID auf Risikoereignisse in Echtzeit. Erkennt das System ein kompromittiertes Konto, erfolgt eine sofortige Sitzungsinvalidierung. Der Benutzer muss sich erneut authentifizieren. Erfolgt die Anmeldung erfolgreich \u00fcber einen Passkey, sinkt das Risiko automatisch.<\/p>\n<\/section>   \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Kritische Bewertung und Einschr\u00e4nkungen\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Kritische Bewertung und Einschr\u00e4nkungen<\/h2>\n <p>Die Einf\u00fchrung adressiert bekannte Schwachstellen klassischer MFA-Verfahren. Gleichzeitig ergeben sich neue operative Anforderungen. Die fehlende Synchronisation unter Windows erh\u00f6ht den Aufwand bei Mehrger\u00e4te-Szenarien. Besonders in heterogenen Umgebungen f\u00fchrt dies zu zus\u00e4tzlicher Registrierung und Verwaltung. Die Abh\u00e4ngigkeit von AAGUID-Listen und manueller Freigabe erschwert die initiale Konfiguration. Fehlerhafte Richtlinien f\u00fchren direkt zu blockierten Registrierungen oder nicht nutzbaren Schl\u00fcsseln.<\/p>\n <p>Die parallele Existenz von Windows Hello for Business und Entra-Passkeys erzeugt zus\u00e4tzliche Komplexit\u00e4t. Konflikte im Container verhindern die Nutzung beider Verfahren f\u00fcr dasselbe Konto. Diese Einschr\u00e4nkung beeinflusst insbesondere bestehende Unternehmensumgebungen mit aktivierter Hello-for-Business-Infrastruktur. Attestation stellt einen weiteren kritischen Punkt dar. Ohne Aktivierung fehlt eine verl\u00e4ssliche Pr\u00fcfung der Authenticator-Herkunft. Mit Aktivierung fallen jedoch Teile der Funktionalit\u00e4t, insbesondere im Kontext synchronisierter Passkeys weg.<\/p>\n <p>Die Vorschauphase zeigt zudem Inkonsistenzen in der Anzeige registrierter Methoden. Entfernte AAGUIDs f\u00fchren nicht automatisch zur Deaktivierung bestehender Eintr\u00e4ge in der Benutzeroberfl\u00e4che. Die tats\u00e4chliche Nutzbarkeit richtet sich weiterhin nach der aktiven Richtlinie.<\/p>\n<\/section>    \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Einordnung im Sicherheitsmodell\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Einordnung im Sicherheitsmodell<\/h2>\n <p>Passkeys verschieben die Authentifizierung in Richtung hardwarebasierter Vertrauensanker. Der Verzicht auf \u00fcbertragbare Secrets reduziert die Angriffsfl\u00e4che signifikant. Gleichzeitig erfordert das Modell eine konsequente Umsetzung auf Richtlinienebene. Der Einsatz unter Windows erweitert das Konzept auf nicht verwaltete Systeme, ohne die bestehende Ger\u00e4tebindung aufzugeben. Diese Kombination f\u00fchrt zu einem hybriden Ansatz zwischen klassischem Endpoint Trust und rein benutzerbasierter Authentifizierung. Die praktische Umsetzung h\u00e4ngt stark von der sauberen Definition der Passkey-Profile und deren Zuordnung zu Benutzergruppen ab. Fehler in diesem Bereich wirken sich unmittelbar auf die Nutzbarkeit und Sicherheit aus.<\/p>\n<\/section>","description":"Neue Passkey-Funktionen in Microsoft Entra erweitern Windows-Anmeldung auf nicht verwaltete Systeme und verlagern Authentifizierung konsequent auf ger\u00e4tegebundene Schl\u00fcssel.","image":"https:\/\/cdn.ttgtmedia.com\/visuals\/German\/article\/HERO-Windows-Rawf8-11-new-Microsoft-operating-system-Adobe-Stock-02.jpg","link":"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/ratgeber\/Microsoft-Entra-Phishing-resistente-Anmeldung-per-Passkey","pubDate":"Mon, 25 May 2026 00:30:00 GMT","title":"Microsoft Entra: Phishing-resistente Anmeldung per Passkey"},{"body":"<p>Netzwerkanalysen k\u00f6nnen wertvolle Erkenntnisse \u00fcber die Leistung, Effizienz, Sicherheit und den Betrieb der Infrastruktur liefern. Angesichts der Abh\u00e4ngigkeit von Unternehmen von Konnektivit\u00e4t \u2013 angefangen bei der internen Kommunikation \u00fcber den Kundenservice bis hin zur Produktion \u2013 kann die Analyse des Netzwerkverkehrs aus verschiedenen Quellen Einblicke in wichtige Muster und Trends liefern.<\/p> \n<p>Anwendungsf\u00e4lle f\u00fcr <a title=\"Definition: Netzwerkanalyse\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Netzwerkanalyse\">Netzwerkanalysen<\/a> veranschaulichen daher, wie Unternehmen Konfigurationsprobleme beheben und die Netzwerkeffizienz verbessern konnten. IT-Fachleute k\u00f6nnen Netzwerkanalysen zudem nutzen, um Betriebskosten zu senken und potenzielle Sicherheitsbedrohungen zu erkennen.<\/p> \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Anwendungsf\u00e4lle f\u00fcr Netzwerkanalysen\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Anwendungsf\u00e4lle f\u00fcr Netzwerkanalysen<\/h2>\n <p>Um den maximalen Nutzen aus Netzwerkanalysen zu ziehen, m\u00fcssen IT-Fachleute <a title=\"Netzwerkanalyse mit Tshark Suricata und Zeek\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/ratgeber\/Netzwerkanalyse-mit-Tshark-Suricata-und-Zeek\">Daten aus unterschiedlichen Quellen<\/a> innerhalb der gesamten Infrastruktur erfassen und diese anschlie\u00dfend miteinander verkn\u00fcpfen, um einen durchg\u00e4ngigen \u00dcberblick \u00fcber vorhandene Muster zu erhalten. Dieser Prozess erfordert die Zusammenf\u00fchrung von Daten aus verschiedenen Systemen. Auch wenn dies oft kompliziert ist, erm\u00f6glicht es Netzwerkfachleuten, wichtige Anwendungsf\u00e4lle f\u00fcr Netzwerkanalysen anzugehen, wie zum Beispiel die folgenden:<\/p>\n <ol class=\"default-list\"> \n  <li>Leistungsoptimierung und Kapazit\u00e4tsplanung,<\/li> \n  <li>Missbrauch von Anmeldedaten.<\/li> \n  <li>Cloud-Sicherheit.<\/li> \n <\/ol>\n <h3>Leistungsoptimierung und Kapazit\u00e4tsplanung<\/h3>\n <p>Bei effektiver Umsetzung liefert die Netzwerkanalyse entscheidende Informationen \u00fcber versteckte Engp\u00e4sse und andere Probleme im <a title=\"Netzwerk-Designprinzipien f\u00fcr effiziente IT Architekturen\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/ratgeber\/Netzwerk-Designprinzipien-fuer-effiziente-IT-Architekturen\">Netzwerkdesign<\/a>, die den Datenverkehr behindern und die Produktivit\u00e4t beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnen. Um einen der Vorteile von Anwendungsf\u00e4llen der Netzwerkanalyse zu veranschaulichen: Unternehmen stellen fest, dass sich die Nutzung dieser Daten zur Bewertung der laufenden Leistungsoptimierung noch mehr auszahlen kann.<\/p>\n <p>IT-Abteilungen k\u00f6nnen historische Musterinformationen nutzen, um zuk\u00fcnftige Kapazit\u00e4tsanforderungen und potenzielle Leistungsprobleme vorherzusagen. Mit diesen Daten k\u00f6nnen sie die Netzwerkauslastung neu ausbalancieren, Kapazit\u00e4ten erweitern und Konfigurations\u00e4nderungen vornehmen, um sich besser an die Kommunikationsanforderungen anzupassen.<\/p>\n <h3>Missbrauch von Anmeldedaten<\/h3>\n <p>Netzwerkanalysen k\u00f6nnen ebenfalls Aufschluss \u00fcber Sicherheitsprobleme geben. Dazu nutzen sie <a title=\"Netzwerkmanagement: Telemetrie und SNMP im Vergleich\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/ratgeber\/Netzwerkmanagement-Telemetrie-und-SNMP-im-Vergleich\">Netzwerktelemetriedaten<\/a> zusammen mit anderen Datenquellen, um das Aufsp\u00fcren von anomalen Mustern, die auf Bedrohungen hindeuten, zu beschleunigen. Der <a title=\"Credential Stuffing: Die untersch\u00e4tzte Gefahr\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/meinung\/Credential-Stuffing-Die-unterschaetzte-Gefahr\">Missbrauch von Anmeldedaten<\/a>, der durch manuelle Analyse oft schwer zu erkennen ist, l\u00e4sst sich viel schneller aufdecken, wenn abnormales Verhalten mit einer normalen Basislinie verglichen wird.<\/p>\n <p>Netzwerkanalysen k\u00f6nnen ungew\u00f6hnliche Aktionen kennzeichnen, wie beispielsweise mehrere Anmeldeversuche von verschiedenen Ger\u00e4ten oder Versuche, von einem unerwarteten Ger\u00e4t aus eine Verbindung zu einer Netzwerkressource herzustellen.<\/p>\n <p>Tritt eine Sicherheitsverletzung auf, k\u00f6nnen IT-Fachleute mithilfe von Netzwerkanalysen schneller ermitteln, auf welche Ressourcen der unberechtigte Benutzer Zugriff erhalten hat und welche Daten kompromittiert worden sein k\u00f6nnten. Eine beschleunigte Identifizierung von Sicherheitsverletzungen kann dazu beitragen, zuk\u00fcnftige Verluste zu verhindern und die <a title=\"Blast Radius: Auswirkungen des Diebstahls von Nutzerkonten\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/tipp\/Blast-Radius-Auswirkungen-des-Diebstahls-von-Nutzerkonten\">Folgen des Diebstahls<\/a> zu mindern.<\/p>\n <h3>Cloud-Sicherheit<\/h3>\n <p>IT-Organisationen k\u00f6nnen auch <a title=\"Wie Sie eine Strategie f\u00fcr das Cloud Monitoring erstellen\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/feature\/Wie-Sie-eine-Strategie-fuer-das-Cloud-Monitoring-erstellen\">Flow-Logs aus Cloud-Umgebungen<\/a> von Drittanbietern nutzen, um mehr Einblick in die Aktivit\u00e4ten in ihren On-Demand-Umgebungen zu erhalten \u2013 ein gutes Beispiel f\u00fcr Anwendungsf\u00e4lle der Netzwerkanalyse. Netzwerkanalysen aus der Cloud k\u00f6nnen Organisationen dabei helfen, die Leistung zu \u00fcberwachen und fundiertere Entscheidungen zur Kapazit\u00e4tsplanung f\u00fcr die Inbetriebnahme und Au\u00dferbetriebnahme von Cloud-Ressourcen auf der Grundlage dynamischer Nutzungsanforderungen zu treffen. Zudem k\u00f6nnen Cloud-Netzwerkanalysen Aufschluss \u00fcber potenzielle Sicherheitsbedrohungen oder m\u00f6gliche Schwachstellen geben.<\/p>\n<\/section>            \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Fazit\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Fazit<\/h2>\n <p>F\u00fcr Unternehmen ist es von gro\u00dfer Bedeutung, die Anwendungsf\u00e4lle von Tools f\u00fcr Netzwerkanalysen zu erkennen. Diese verdeutlichen nicht nur den Wert von Netzwerkanalysen, sondern zeigen auch, wo und wie sich die Tools besonders bew\u00e4hren. Netzwerkanalysen helfen Unternehmen dabei, die Netzwerkleistung zu bewerten und Anomalien zu erkennen, indem sie diese identifizieren und analysieren. Funktioniert das Netzwerk wie erwartet, k\u00f6nnen Unternehmen Informationen \u00fcber sein Verhalten sammeln, um die Leistung zu optimieren, die Fehlerbehebung zu verbessern und die Sicherheit zu erh\u00f6hen.<\/p>\n <p><i>Dieser Artikel wurde im Mai 2026 aktualisiert, um Branchenver\u00e4nderungen widerzuspiegeln und das Leseerlebnis zu verbessern. Der Beitrag ist im Original in englischer Sprache auf <\/i><a title=\"Extern: Search Networking\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.techtarget.com\/searchNetworking\/answer\/What-are-the-top-3-network-analytics-use-cases\" rel=\"noopener\"><i>Search Networking<\/i><\/a> erschienen.<\/p>\n <p><iframe width=\"100%\" height=\"315\" src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/qNvzbvC_bm8?si=ZR2lnF0t8xNWwwaT\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<\/section>","description":"Mit Netzwerkanalysen lassen sich die Leistung \u00fcberwachen, Probleme fr\u00fchzeitig erkennen und die Effizienz steigern. Diese drei Anwendungsbeispiele veranschaulichen, den Nutzen.","image":"https:\/\/cdn.ttgtmedia.com\/visuals\/LeMagIT\/hero_article\/surveillance-fotolia.jpg","link":"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/feature\/Drei-zentrale-Anwendungsfaelle-fuer-Netzwerkanalysen","pubDate":"Mon, 25 May 2026 00:30:00 GMT","title":"3 wichtige Anwendungsf\u00e4lle f\u00fcr Netzwerkanalysen"},{"body":"<p>Von Stromausf\u00e4llen, die Teile S\u00fcdeuropas lahmlegen, bis hin zu Cyberangriffen, die Fertigungsanlagen wochenlang zum Stillstand bringen: Die Schlagzeilen des vergangenen Jahres haben deutlich gemacht, dass wir in einer \u201e<i>Wann, nicht ob<\/i>\u201c-Realit\u00e4t von Ausfallszenarien leben. Cyberangriffe, extremes Wetter, St\u00f6rungen in Lieferketten und menschliches Versagen k\u00f6nnen ohne Vorwarnung weitreichende Folgen f\u00fcr ein digitales \u00d6kosystem ausl\u00f6sen. Und damit einher geht eine unbequeme Wahrheit: Das digitale R\u00fcckgrat moderner Unternehmen ist alarmierend fragil.<\/p> \n<p>Mehr denn je besteht in Unternehmen der dringende Bedarf nach einer starken Cyberresilienz. Anstelle der Reaktion auf St\u00f6rungen muss ein Sicherheitsdesign treten, das vorausblickend hilft, die Auswirkungen externer Einfl\u00fcsse abzufedern. F\u00fcr Organisationen, die nach Gesch\u00e4ftskontinuit\u00e4t und Agilit\u00e4t streben, reicht es nicht mehr aus, lediglich auf St\u00f6rungen zu reagieren. Resilienz muss sich von einem nach innen gerichteten Abwehrmechanismus zu einer extern orientierten Cybersecurity-Strategie weiterentwickeln. Der Lieferkette kommt dabei aufgrund der heutigen auch KI-gesteuerten Abh\u00e4ngigkeiten zu Partnern besondere Bedeutung zu.<\/p> \n<p>Die Ergebnisse der Studie \u201e<a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zscaler.com\/campaign\/ripple-effect-of-resilient-cybersecurity\" rel=\"noopener\">The Ripple Effect: A Hallmark of Resilient Cybersecurity<\/a>\u201c zeigen Handlungsbedarf auf: Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der befragten Unternehmen gaben an, sich verst\u00e4rkt auf Drittparteien zu verlassen. Weniger als die H\u00e4lfte dieser Unternehmen hat trotz der Abh\u00e4ngigkeiten allerdings ihre Resilienzstrategie aktualisiert. Ma\u00dfnahmen zur Umsetzung einer Risikokontrolle haben ebenfalls weniger als 50 Prozent der IT-Entscheider implementiert.<\/p> \n<p>W\u00e4hrend die Investitionen in <a title=\"Cyberresilienz\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Cyberresilienz-cyber-resilience\">Cyberresilienz<\/a> steigen, zeigen die Studienergebnisse eine entscheidende L\u00fccke auf: Das Vertrauen der IT-Verantwortlichen in die Sicherheit spiegelt eher eine gef\u00fchlte Kontrolle \u00fcber interne Systeme wider als eine tats\u00e4chliche Vorbereitung auf externe St\u00f6rungen. Weltweit gab eine Mehrheit der IT-F\u00fchrungskr\u00e4fte (61 Prozent) zu, dass ihre Resilienzstrategie zu stark nach innen gerichtet ist. Wirksame Resilienz sollte heutzutage auch externe Abh\u00e4ngigkeiten, wie Gesch\u00e4ftspartner, Plattformen und Lieferketten ber\u00fccksichtigen, um externe Schockwellen abzufedern. Durch einen Resilienz-orientierten Ansatz, der \u00fcber die Netzwerkgrenzen hinausreicht und diese Abh\u00e4ngigkeiten einbezieht, k\u00f6nnen sich Unternehmen besser auf den unvermeidlichen Ernstfall eines Cyberangriffs einstellen, der beispielsweise durch Drittparteien ausgel\u00f6st wird.<\/p> \n<blockquote> \n <div class=\"imagecaption alignLeft\">\n  <span style=\"font-size: 14pt; color: #2b3e50;\"><img src=\"https:\/\/cdn.ttgtmedia.com\/rms\/German\/zscaler_james_tucker.png\" alt=\"James Tucker, Zscaler\"><\/span>\n <\/div> \n <p class=\"p1\"><span class=\"s1\" style=\"font-size: 14pt; color: #2b3e50;\"><b>\u201eEine h\u00f6here Konnektivit\u00e4t und Vernetzung bedeuten mehr Komplexit\u00e4t, mehr bewegliche Teile und letztlich weniger Flexibilit\u00e4t und Resilienz. Kurz gesagt: Diversifizierung ohne Kontrolle bedeutet ein h\u00f6heres Risiko, das in der Resilienzstrategie von Unternehmen ber\u00fccksichtigt werden muss, um Ausf\u00e4llen wirkungsvoll vorzubeugen.\u201c<\/b><\/span><\/p> \n <p class=\"p1\"><span class=\"s1\" style=\"font-size: 14pt; color: #2b3e50;\"><i>James Tucker, Zscaler<\/i><\/span><\/p> \n<\/blockquote> \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Drei Ma\u00dfnahmen zur St\u00e4rkung der Cyberresilienz\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Drei Ma\u00dfnahmen zur St\u00e4rkung der Cyberresilienz<\/h2>\n <p>Die Software Supply Chain mit dem gesamten \u00d6kosystem vor mannigfaltigen Risiken umfangreich abzusichern, geh\u00f6rt zu den herausforderndsten Aufgaben von Sicherheitsteams neben der Ber\u00fccksichtigung des Fortschritts in Bezug auf KI oder <a title=\"Post-Quanten-Kryptografie (PQK)\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Post-Quanten-Kryptografie-PQK\">Post Quantum-Kryptografie<\/a>. Es gilt, kontinuierlich Sicherheitsl\u00fccken zu schlie\u00dfen und den Resilienzansatz nach au\u00dfen zu erweitern. Dies beinhaltet die Priorisierung von Transparenz \u00fcber alle Datenstr\u00f6me und Abh\u00e4ngigkeiten hinweg und die Verankerung proaktiver Risikoanalysen in Cyberresilienz-Strategien. \u00dcber interne Systeme hinaus m\u00fcssen auch die externen Faktoren st\u00e4rker ber\u00fccksichtigt werden, die das operative Risiko beeinflussen. Dazu z\u00e4hlt auch, Datenstr\u00f6me \u00fcber externe Partner und die gesamte Lieferkette hinweg zu verfolgen und auf Angriffsvektoren zu kontrollieren.<\/p>\n <p>Um dies zu erreichen, sollten Sicherheitsteams die folgenden Ma\u00dfnahmen forcieren:<\/p>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li><b>Anpassungen der Architektur:<\/b> Agilit\u00e4t ist der Schl\u00fcssel zu h\u00f6herer Sicherheit und damit einhergehend sind flexible Architekturen gefragt, um schnell auf Ver\u00e4nderungen der externen Bedrohungslage reagieren zu k\u00f6nnen. Ein Plattformansatz vereinfacht diese schnelle Anpassung, denn jegliche Netzwerkkomplexit\u00e4t ist der Feind der Agilit\u00e4t. Eine Entkopplung von Sicherheit und Netzwerkinfrastruktur ist f\u00fcr uneingeschr\u00e4nkte Anpassungsgeschwindigkeit unerl\u00e4sslich.<\/li> \n  <li><b>Transparenz und proaktives Risikomanagement:<\/b> Ein Wechseln von der reaktiven Bedrohungsanalyse zur proaktiven Risikoanalyse bildet ein weiteres Standbein f\u00fcr h\u00f6here Resilienz. Es ist eine umf\u00e4ngliche Visibilit\u00e4t in alle Datenstr\u00f6me zu allen Destinationen angesagt, die neben internen Systemen auch externe Gesch\u00e4ftspartner entlang der gesamten Lieferkette umfassen sollte. Aufbauend auf diesem Einblick kann Einhalt gegen\u00fcber \u00fcberprivilegierten Zugriffsberechtigungen auf Daten durch Drittparteien oder KI-Agenten unterbunden werden.<\/li> \n  <li><b>Kontinuierlicher Ausbau durch Interoperabilit\u00e4t:<\/b> Mit einer robusten, Plattformarchitektur wird Zukunftssicherheit zu einem fortlaufenden Prozess. Wann immer neue Partnerschaften oder Abh\u00e4ngigkeiten geschaffen werden, l\u00e4sst sich identit\u00e4tsbasierte Sicherheit ausweiten. So baut beispielsweise die Absicherung von agentenbasierter KI in Lieferketten auf bestehenden <a title=\"Data Loss Prevention (DLP)\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Data-Loss-Prevention-DLP\">DLP<\/a>-Ma\u00dfnahmen und der Einstufung von Daten nach Kritikalit\u00e4t auf. Erhalten KI-Agenten analog zu einem Mitarbeitenden \u00fcber eine Sicherheitsplattform eine eigene Identit\u00e4t mit definierten und limitierten Zugriffsberechtigungen, lassen sich Datenverlust und Angriffe durch \u00fcberprivilegierten Zugriff eind\u00e4mmen.<\/li> \n <\/ul>\n <p>Bei der Aktualisierung ihrer Resilienzstrategien treffen Unternehmen allerdings nach wie vor auf die H\u00fcrde ihrer herk\u00f6mmlichen Sicherheitsarchitekturen. In der Studie gaben 81 Prozent der befragten Entscheider an, noch immer in kritischem oder mittlerem Ma\u00dfe auf Legacy-Systeme angewiesen zu sein. Weitere 64 Prozent der Entscheider sind der Meinung, dass ihre derzeitige Infrastruktur eine effektive Reaktion auf St\u00f6rungen behindert. Ebenso alarmierend mit 59 Prozent ist die Anzahl an Unternehmen, deren Sicherheitsarchitektur nicht mit den Ver\u00e4nderungen ihres Gesch\u00e4ftsbetriebs mithalten kann. Um echte Resilienz zu gew\u00e4hrleisten, m\u00fcssen Unternehmen zum Aufdecken versteckter Risiken externe Stresstests durchf\u00fchren, wie die Simulation von Lieferantenabh\u00e4ngigkeiten.<\/p>\n<\/section>     \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Das \u00d6kosystem im Fokus der Resilienz\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Das \u00d6kosystem im Fokus der Resilienz<\/h2>\n <p>Letztlich ist in einer Drittanbieter\u00f6konomie die Cyberresilienz eines Unternehmens nur so stark wie das \u00d6kosystem, von dem es abh\u00e4ngig ist. Wenn die Sicherheitsteams keine Kontrollmechanismen f\u00fcr Lieferanten, Auftragnehmer und gemeinsam genutzte Plattformen entwickeln und deren Wirksamkeit nicht kontinuierlich \u00fcberpr\u00fcfen, kann ein Sicherheitsvorfall in der Lieferkette zum katastrophalen Ausfall im eigenen Betrieb f\u00fchren.<\/p>\n <p>Eine h\u00f6here Konnektivit\u00e4t und Vernetzung bedeuten mehr Komplexit\u00e4t, mehr bewegliche Teile und letztlich weniger Flexibilit\u00e4t und Resilienz. Kurz gesagt: Diversifizierung ohne Kontrolle bedeutet ein h\u00f6heres Risiko, das in der Resilienzstrategie von Unternehmen ber\u00fccksichtigt werden muss, um Ausf\u00e4llen wirkungsvoll vorzubeugen.<\/p>\n <p><b>\u00dcber den Autor:<br><\/b><i>James Tucker ist CISO bei <\/i><a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zscaler.com\/de\" rel=\"noopener\"><i>Zscaler<\/i><\/a><i>.<\/i><\/p>\n <p><i>Die Autoren sind f\u00fcr den Inhalt und die Richtigkeit ihrer Beitr\u00e4ge selbst verantwortlich. Die dargelegten Meinungen geben die Ansichten der Autoren wieder.<\/i><\/p>\n<\/section>","description":"Fragile \u00d6kosysteme und gegenseitige Abh\u00e4ngigkeiten sorgen daf\u00fcr, dass jede St\u00f6rung Unternehmen in erhebliche Schwierigkeiten bringen kann. Cyberresilienz ist da entscheidend.","image":"https:\/\/cdn.ttgtmedia.com\/visuals\/German\/article\/Hero-Datacenter-flashmovie-06.jpg","link":"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/meinung\/Oekosysteme-und-Abhaengigkeiten-gefaehrden-Unternehmen","pubDate":"Fri, 22 May 2026 00:30:00 GMT","title":"\u00d6kosysteme und Abh\u00e4ngigkeiten gef\u00e4hrden Unternehmen"},{"body":"<p>Telephony Denial of Service (TDoS) stellt f\u00fcr Unternehmen mit IP-basierter Telefonie eine zunehmend ernsthafte Bedrohung dar. W\u00e4hrend klassische DDoS-Angriffe vor allem Webanwendungen und Rechenzentren treffen, zielen TDoS-Angriffe direkt auf die Sprachkommunikation. Der Ausfall von Hotlines, Supportcentern oder Notrufsystemen kann erhebliche betriebliche und wirtschaftliche Folgen haben.<\/p> \n<p>Aktuelle Studien zeigen zudem, dass sich Angriffe zunehmend von einfachen volumetrischen \u00dcberlastungen hin zu intelligenten SIP- und Voice-basierten Angriffsmethoden verlagern. Besonders KI-gest\u00fctzte Angriffswerkzeuge ver\u00e4ndern die Bedrohungslage erheblich.<\/p> \n<p>Fr\u00fchere TDoS-Angriffe basierten h\u00e4ufig auf einfachen \u00dcberlastungsstrategien gegen <a title=\"Definition: Netzwerkprotokoll\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Protokoll\">Netzwerkprotokolle<\/a>. Heute konzentrieren sich Angreifer jedoch zunehmend auf die Anwendungsebene moderner VoIP- und SIP-Umgebungen.<\/p> \n<p>Da viele Unternehmen ihre klassische Telefonie vollst\u00e4ndig durch IP-basierte <a title=\"Definition: Unified-Communications (UC)\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Unified-Communications-UC\">Unified-Communications<\/a>-Plattformen ersetzt haben, entstehen neue Angriffsfl\u00e4chen. Besonders betroffen sind <a title=\"SIP Trunking vs. VoIP: Was ist der Unterschied\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/antwort\/SIP-Trunking-vs-VoIP-Was-ist-der-Unterschied\">SIP-Trunks<\/a>, Cloud-Telefonanlagen und zentrale <a title=\"Session Border Controller richtig implementieren\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/ratgeber\/Session-Border-Controller-SBC-richtig-implementieren\">Session Border Controller (SBC)<\/a>.<\/p> \n<p>Eine <a title=\"Extern: SIP-DDoS framework based on federated learning for collaborative anomaly detection\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/link.springer.com\/article\/10.1186\/s42400-025-00527-6\" rel=\"noopener\">Forschungsarbeit<\/a> zu f\u00f6derierten Lernverfahren f\u00fcr die SIP-DDoS-Erkennung zeigt, dass Angriffe heute h\u00e4ufig verteilt und adaptiv erfolgen. Die Autoren beschreiben insbesondere koordinierte SIP-INVITE-Flooding-Kampagnen gegen Cloud- und Edge-basierte VoIP-Architekturen.<\/p> \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Moderne Angriffsmethoden gegen SIP-Umgebungen\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Moderne Angriffsmethoden gegen SIP-Umgebungen<\/h2>\n <p>Die Bedrohungslage im Bereich TDoS hat sich in den vergangenen Jahren deutlich ver\u00e4ndert. W\u00e4hrend fr\u00fche Angriffe vor allem auf eine reine \u00dcberlastung abzielten, kombinieren moderne Kampagnen heute SIP-Manipulation, automatisierte Sprachsysteme und KI-gest\u00fctzte <a title=\"Die Gefahr durch Botnetze nicht untersch\u00e4tzen\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/meinung\/Die-Gefahr-durch-Botnetze-nicht-unterschaetzen\">Botnetze<\/a>. Die Tabelle <i>Typische TDoS-Angriffe gegen VoIP- und SIP-Infrastrukturen<\/i> zeigt die wichtigsten Angriffsmethoden, ihre Zielsetzung und ihre typischen Auswirkungen auf die Unternehmenskommunikation und die VoIP-Infrastruktur.<\/p>\n <p><iframe title=\"Typische TDoS-Angriffe gegen VoIP- und SIP-Infrastrukturen\" aria-label=\"Tabelle\" id=\"datawrapper-chart-9RcOB\" src=\"https:\/\/datawrapper.dwcdn.net\/9RcOB\/1\/\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"width: 0; min-width: 100% !important; border: none;\" height=\"857\" data-external=\"1\"><\/iframe><\/p>\n <p> <script type=\"text\/javascript\">window.addEventListener(\"message\",function(a){if(void 0!==a.data[\"datawrapper-height\"]){var e=document.querySelectorAll(\"iframe\");for(var t in a.data[\"datawrapper-height\"])for(var r,i=0;r=e[i];i++)if(r.contentWindow===a.source){var d=a.data[\"datawrapper-height\"][t]+\"px\";r.style.height=d}}});<\/script> <\/p>\n <h3>SIP-Flooding gegen VoIP-Komponenten<\/h3>\n <p>Beim SIP-Flooding senden Botnetze massenhaft SIP-INVITE-Anfragen an den SBC oder die <a title=\"Definition: IP-PBX (IP Private Branch Exchange)\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/IP-PBX-IP-Private-Branch-Exchange\">IP-PBX<\/a> (IP Private Branch Exchange). Das Ziel besteht darin, die Signalisierungslogik zu \u00fcberlasten.<\/p>\n <p>Folgende Auswirkungen treten h\u00e4ufig auf:<\/p>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li>Verz\u00f6gerte Rufsignalisierung.<\/li> \n  <li>Abgebrochene Gespr\u00e4che.<\/li> \n  <li>Nicht erreichbare Nebenstellen.<\/li> \n  <li>\u00dcberlastete SBC-Prozesse.<\/li> \n  <li>Instabile SIP-Registrierungen.<\/li> \n <\/ul>\n <p>Besonders kritisch wird dies in Multi-Standort-Umgebungen mit zentralisierter SIP-Architektur.<\/p>\n <p>Eine im Jahr 2025 ver\u00f6ffentlichte <a title=\"Extern:  Assessing the Impact of DoS Attacks on the Performance of Asterisk-Based VoIP Platforms\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.mdpi.com\/2673-4001\/6\/4\/98\" rel=\"noopener\">Untersuchung<\/a> zu Asterisk-basierten PBX-Plattformen zeigt, dass bereits moderate SIP-Flooding-Angriffe erhebliche Auswirkungen auf die Sprachqualit\u00e4t und die Systemstabilit\u00e4t haben k\u00f6nnen. Die Forscher beobachteten steigenden Jitter, Paketverluste und deutliche CPU-\u00dcberlastungen bei den getesteten VoIP-Systemen.<\/p>\n <h3>Volumetrische Leitungs\u00fcberlastung<\/h3>\n <p>Bei einer weiteren Methode werden gezielt verf\u00fcgbare Sprachkan\u00e4le blockiert. Dazu erzeugen Angreifer \u00fcber weltweit verteilte Botnetze tausende gleichzeitige Anrufe.<\/p>\n <p>Die Infrastruktur bleibt technisch erreichbar, allerdings sind s\u00e4mtliche Sprachkan\u00e4le ausgelastet. Kunden erhalten dann ein Besetztzeichen oder gelangen lediglich in die Warteschleife.<\/p>\n <p>Besonders problematisch ist dies f\u00fcr:<\/p>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li>Notrufzentralen<\/li> \n  <li>Krankenh\u00e4user<\/li> \n  <li>Finanzdienstleister<\/li> \n  <li>Callcenter<\/li> \n  <li>Managed Service Provider<\/li> \n <\/ul>\n <p>Auf europ\u00e4ischer Ebene <a title=\"Extern: Directive (EU) 2018\/1972 of the European Parliament\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/eli\/dir\/2018\/1972\/oj\" rel=\"noopener\">unterstreicht<\/a> der European Electronic Communications Code (EECC) die besondere Schutzw\u00fcrdigkeit elektronischer Kommunikationsdienste. Er verpflichtet die Mitgliedstaaten und die Betreiber dazu, die Verf\u00fcgbarkeit von Kommunikations- und Notrufdiensten sicherzustellen und angemessene Ma\u00dfnahmen gegen St\u00f6rungen und Ausf\u00e4lle vorzusehen. Erg\u00e4nzend ergibt sich aus dem deutschen Telekommunikationsrecht, insbesondere dem Telekommunikationsgesetz (TKG), eine Betriebspflicht zur Sicherstellung von Notrufverbindungen und zur Gew\u00e4hrleistung der Netzstabilit\u00e4t auch unter Lastbedingungen.<\/p>\n <h3>KI-gest\u00fctzte Voice-Bots<\/h3>\n <p><a title=\"Definition: Generative KI\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Generative-KI\">Generative KI<\/a> hat auch TDoS-Angriffe ver\u00e4ndert. Moderne Sprach-Bots simulieren heute realistische Gespr\u00e4chsabl\u00e4ufe und umgehen einfache Interactive-Voice-Response-Systeme (IVR).<\/p>\n <p>Die Systeme reagieren dynamisch auf R\u00fcckfragen und k\u00f6nnen:<\/p>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li>Men\u00fcsysteme durchlaufen.<\/li> \n  <li>Wartezeiten k\u00fcnstlich verl\u00e4ngern.<\/li> \n  <li>Support-Mitarbeiter binden.<\/li> \n  <li>Priorisierungssysteme umgehen.<\/li> \n <\/ul>\n <p>Dadurch verlieren klassische Bot-Filter zunehmend an Wirksamkeit.<\/p>\n <p>Eine <a title=\"Extern: Adaptive DDoS detection mode in software-defined SIP-VoIP using transfer learning with boosted meta-learner\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/393060471_Adaptive_DDoS_detection_mode_in_software-defined_SIP-VoIP_using_transfer_learning_with_boosted_meta-learner\" rel=\"noopener\">Studie<\/a> von Researchgate zur maschinell lernenden SIP-DDoS-Erkennung zeigt, dass KI-basierte Angriffe h\u00e4ufig variable Gespr\u00e4chsmuster und adaptive Verhaltensweisen nutzen, um klassische Schwellenwertsysteme zu umgehen.<\/p>\n<\/section>                      \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Warum TDoS gesch\u00e4ftskritischsind\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Warum TDoS gesch\u00e4ftskritischsind<\/h2>\n <p>Telefonie z\u00e4hlt inzwischen zu den zentralen Echtzeitdiensten moderner Unternehmen. Ein Ausfall beeintr\u00e4chtigt nicht nur die Kommunikation, sondern h\u00e4ufig auch Gesch\u00e4ftsprozesse.<\/p>\n <p>Besonders kritisch sind folgende Szenarien:<\/p>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li>Ausfall von Kunden-Hotlines.<\/li> \n  <li>Unterbrechung von Incident-Response-Prozessen.<\/li> \n  <li>St\u00f6rungen in Leitstellen.<\/li> \n  <li>Nichterreichbarkeit medizinischer Einrichtungen.<\/li> \n  <li>Produktionsstillstand durch Kommunikationsprobleme.<\/li> \n <\/ul>\n <p>Im Unterschied zu klassischen DDoS-Angriffen betrifft TDoS unmittelbar die externe Erreichbarkeit eines Unternehmens.<\/p>\n <p>Studien zur VoIP-Resilienz zeigen zudem, dass Unternehmen die Sprachkommunikation h\u00e4ufig weniger stark absichern als klassische IT-Systeme. Dadurch entstehen zus\u00e4tzliche Risiken f\u00fcr Unified-Communications-Umgebungen.<\/p>\n<\/section>      \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Strategien zur technischen TDoS-Abwehr\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Strategien zur technischen TDoS-Abwehr<\/h2>\n <p>Die Abwehr einer TDoS-Attacke ist nicht mehr allein durch eine Firewall zu gew\u00e4hrleisten, sondern erfordert ein dynamisches Schichtmodell. Da Angreifer heute sowohl mit brutaler Gewalt (volumetrische Flutung) als auch mit subtilen Methoden operieren, m\u00fcssen Unternehmen auf eine Kombination aus kryptografischer Verifizierung, Hardware-Schutz und KI-gest\u00fctzter Analyse setzen.<\/p>\n <p>Die Tabelle <i>Technische Schutzma\u00dfnahmen gegen moderne TDoS-Angriffe<\/i> gibt einen \u00dcberblick \u00fcber die entscheidenden Verteidigungslinien.<\/p>\n <p><iframe title=\"Technische Schutzma\u00dfnahmen gegen moderne TDoS-Angriffe\" aria-label=\"Tabelle\" id=\"datawrapper-chart-upmxj\" src=\"https:\/\/datawrapper.dwcdn.net\/upmxj\/1\/\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"width: 0; min-width: 100% !important; border: none;\" height=\"796\" data-external=\"1\"><\/iframe><\/p>\n <p> <script type=\"text\/javascript\">window.addEventListener(\"message\",function(a){if(void 0!==a.data[\"datawrapper-height\"]){var e=document.querySelectorAll(\"iframe\");for(var t in a.data[\"datawrapper-height\"])for(var r,i=0;r=e[i];i++)if(r.contentWindow===a.source){var d=a.data[\"datawrapper-height\"][t]+\"px\";r.style.height=d}}});<\/script> <\/p>\n<\/section>     \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Fazit\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Fazit<\/h2>\n <p>TDoS-Angriffe entwickeln sich zunehmend zu professionell organisierten Kampagnen gegen gesch\u00e4ftskritische Kommunikationssysteme. Durch die Verlagerung auf VoIP- und Cloud-Telefonie erh\u00f6ht sich die Angriffsfl\u00e4che erheblich.<\/p>\n <p>Insbesondere KI-gest\u00fctzte SIP-Angriffe, adaptive Voice-Bots und verteilte Flooding-Kampagnen setzen die bisherigen Schutzmechanismen unter Druck setzen. Gleichzeitig gewinnen verhaltensbasierte Analyseverfahren, moderne SBC-Architekturen und cloudbasierte Ma\u00dfnahmen zunehmend an Bedeutung.<\/p>\n <p>Unternehmen sollten Sprachkommunikation deshalb nicht l\u00e4nger als isolierte Infrastruktur betrachten. Wer seine VoIP-Systeme fr\u00fchzeitig absichert, Redundanzen etabliert und eine Echtzeit\u00fcberwachung integriert, reduziert das Risiko gesch\u00e4ftskritischer Kommunikationsausf\u00e4lle erheblich.<\/p>\n<\/section>","description":"Telephony Denial of Service (TDoS) entwickelt sich zu einer ernsthaften Bedrohung f\u00fcr IP-basierte Telefonie in Unternehmen. Angriffe treffen SIP-Umgebungen und Cloud-Telefonie.","image":"https:\/\/cdn.ttgtmedia.com\/visuals\/ComputerWeekly\/Hero%20Images\/Customer-phone-teleco-adobe.jpg","link":"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/antwort\/Telefon-Denial-of-Service-Abwehr-von-TDoS-Angriffen","pubDate":"Fri, 22 May 2026 00:30:00 GMT","title":"TDoS-Angriffe bedrohen SIP- und Cloud-Telefoniesysteme"},{"body":"<p>In der Rangliste der riskantesten Ger\u00e4te tauchen elf Typen erstmals auf. Neben klassischen IT-Komponenten sind darunter vor allem spezialisierte Endpunkte wie Stechuhren, RFID-Leseger\u00e4te, BACnet-Router, Power Distribution Units (PDU) sowie medizinische Systeme, darunter DICOM-Gateways und Bilddrucker.<\/p> \n<p>Die Tatsache, dass laut der Forescout-Analyse <a title=\"Extern: The Riskiest Devices of 2026\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.forescout.com\/research-labs\/the-riskiest-devices-of-2026\/\" rel=\"noopener\"><i>The Riskiest Devices of 2026<\/i><\/a> rund 75 Prozent der heute als kritisch eingestuften Ger\u00e4tetypen vor zwei Jahren noch nicht einmal auf dem Radar erschienen, unterstreicht die enorme Dynamik der Bedrohungslage.<\/p> \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Seriell-zu-IP-Konverter und Edge-Bridges absichern\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Seriell-zu-IP-Konverter und Edge-Bridges absichern<\/h2>\n <p>Seriell-zu-IP-Konverter transportieren in Umspannwerken, Wasseraufbereitungsanlagen, CNC-Fertigungsstra\u00dfen, Schienensignalanlagen und in der Patienten\u00fcberwachung digitale Werte von RTUs (Remote Terminal Unit), Relais, PLCs (Programmable Logic Controller) oder Bedside-Monitoren ins IP-Backbone. Die <a title=\"Extern: BRIDGE:BREAK-Report\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.forescout.com\/press-releases\/bridgebreak-forescout-identifies-22-new-vulnerabilities-on-serial-to-ip-converters-and-finds-thousands-exposed-online\/\" rel=\"noopener\">BRIDGE:BREAK<\/a>-Forschung von Forescout weist in diesem Fall 22 neue Schwachstellen in Ger\u00e4ten der Lantronix-EDS-Reihe und in Silex SD-330AC nach. Zehntausende dieser Konverter sind online im Netz erreichbar, h\u00e4ufig mit Standard-Zugangsdaten und ohne Patch-Historie.<\/p>\n <p>Das Gefahrenpotenzial ist physischer Natur: Angreifer k\u00f6nnen Sensorwerte f\u00fcr Druck, Durchfluss oder Vitaldaten manipulieren, bevor diese <a title=\"Definition: SCADA (Supervisory Control and Data Acquisition)\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Supervisory-Control-and-Data-Acquisition-SCADA\">SCADA<\/a>- oder Monitoring-Systeme erreichen. Umgekehrt lassen sich Aktuator-Befehle verf\u00e4lschen, was direkte Auswirkungen auf die Anlagensicherheit hat.<\/p>\n <p>Strategie zur Absicherung:<\/p>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li><b>Inventarisierung:<\/b> Erfassung nach Hersteller, Firmware und Segment.<\/li> \n  <li><b>H\u00e4rtung:<\/b> Deaktivierung unverschl\u00fcsselter Dienste (HTTP, Telnet) und Migration auf SNMPv3.<\/li> \n  <li><b>Isolation:<\/b> Platzierung in streng reglementierten Segmenten mit Kommunikation ausschlie\u00dflich zum SCADA-System.<\/li> \n  <li><b>Validierung:<\/b> Einsatz von OT-Gateways mit Deep Packet Inspection (DPI), die Telegramme gegen Referenzmodelle pr\u00fcfen.<\/li> \n <\/ul>\n <figure class=\"main-article-image full-col\" data-img-fullsize=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/rms\/German\/OT_Infrastructure_Serial-to-IP-Converter.png\">\n  <img data-src=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/rms\/German\/OT_Infrastructure_Serial-to-IP-Converter_mobile.png\" class=\"lazy\" data-srcset=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/rms\/German\/OT_Infrastructure_Serial-to-IP-Converter_mobile.png 960w,https:\/\/www.computerweekly.com\/rms\/German\/OT_Infrastructure_Serial-to-IP-Converter.png 1280w\" alt=\"Serial-to-IP-Converter in OT-Umgebung.\" data-credit=\"Forescout\" height=\"295\" width=\"560\">\n  <figcaption>\n   <i class=\"icon pictures\" data-icon=\"z\"><\/i>Abbildung 1: Serial-to-IP-Converter und andere externe Ger\u00e4te sollten unter Beobachtung stehen.\n  <\/figcaption>\n  <div class=\"main-article-image-enlarge\">\n   <i class=\"icon\" data-icon=\"w\"><\/i>\n  <\/div>\n <\/figure>\n<\/section>      \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Mikrosegmentierung: Den Schaden nach dem Angriff begrenzen\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Mikrosegmentierung: Den Schaden nach dem Angriff begrenzen<\/h2>\n <p><a title=\"Definition: Mikrosegmentierung\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Mikrosegmentierung\">Mikrosegmentierung<\/a> setzt dort an, wo die klassische Perimetersicherheit versagt. Anstelle flacher VLANs werden Durchsetzungspunkte direkt auf Ger\u00e4te- oder Workload-Ebene verteilt. <a title=\"Extern: Market Guide for Network Security Microsegmentation\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.gartner.com\/en\/documents\/6428607\" rel=\"noopener\">Laut<\/a> Gartner werden bis Ende 2026 rund 60 Prozent der Unternehmen Zero-Trust-Architekturen mit multiplen Formen der Mikrosegmentierung nutzen. Das <a title=\"Extern: NIST-Framework SP 800-207\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/csrc.nist.gov\/pubs\/sp\/800\/207\/final\" rel=\"noopener\">NIST-Framework SP 800-207<\/a> ordnet Mikrosegmentierung als zentralen Kontrollpunkt innerhalb einer Zero-Trust-Architektur ein.<\/p>\n <p>Der Weg zur Umsetzung:<\/p>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li><b>Passive Flow-Map:<\/b> \u00dcber <a title=\"Definition: NetFlow, sFlow und IPFIX\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/NetFLow\">NetFlow, sFlow<\/a> oder <a title=\"SPAN-Ports vs. Netzwerk-TAPs: Auswahl und Einsatz\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/tipp\/SPAN-Ports-vs-Netzwerk-TAPs-Auswahl-und-Einsatz\">SPAN-Ports<\/a> wird die Ist-Kommunikation dokumentiert.<\/li> \n  <li><b>Klassifikation:<\/b> Systeme werden nach Funktion und Risiko in Zonen (z. B. Produktion, Medizintechnik, IoT-Sensoren) eingeteilt.<\/li> \n  <li><b>Monitor-Modus:<\/b> Das Regelwerk wird zun\u00e4chst ohne Blockierung getestet, um Fehlalarme auszuschlie\u00dfen.<\/li> \n  <li><b>Enforcement:<\/b> Umschalten auf Default-Deny, wobei jede Verbindung eine explizite Erlaubnis ben\u00f6tigt.<\/li> \n <\/ul>\n <p>Zwischen der IT und den sensiblen Bereichen (Produktion\/Medizintechnik) m\u00fcssen zudem die klassischen Trennungen gem\u00e4\u00df <a title=\"Extern: IEC 62443\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.isa.org\/standards-and-publications\/isa-standards\/isa-iec-62443-series-of-standards\" rel=\"noopener\">IEC 62443<\/a> mit DMZs und Jump-Hosts bestehen bleiben. In einer modernen Architektur darf es keinen direkten Pfad mehr vom Office-Client zur SPS geben.<\/p>\n<\/section>     \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Lehren aus der Praxis\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Lehren aus der Praxis<\/h2>\n <p>Im <a title=\"Extern: Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2025\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.bsi.bund.de\/DE\/Service-Navi\/Publikationen\/Lagebericht\/lagebericht_node.html\" rel=\"noopener\">Lagebericht 2025 hat das BSI<\/a> durchschnittlich 119 neu bekannte Schwachstellen pro Tag gez\u00e4hlt, was einem Zuwachs von 24 Prozent gegen\u00fcber der Vorperiode entspricht. 48 Prozent der KRITIS-Betreiber verf\u00fcgen \u00fcber kein hinreichend reifes System zur Angriffserkennung. Laut <a title=\"Extern: ENISA Threat Landscape 2025\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.enisa.europa.eu\/publications\/enisa-threat-landscape-2025\" rel=\"noopener\">ENISA Threat Landscape 2025<\/a> macht die Ausnutzung bekannter Schwachstellen 21,3 Prozent aller Initialzugriffsvektoren aus und liegt damit hinter Phishing mit 60 Prozent, aber deutlich vor gestohlenen Credentials.<\/p>\n <p>Wie kritisch eine unzureichende Segmentierung sein kann, zeigte der koordinierte Cyberangriff auf den polnischen Energiesektor Ende 2025: Exponierte Management-Schnittstellen dienten dabei als Eintrittstor, von dem aus sich die Angreifer ungehindert in unzureichend segmentierte OT-Netze ausbreiten konnten.<\/p>\n <p>Besonders im Gesundheitswesen versch\u00e4rft sich die Lage: Medizinische Ger\u00e4te k\u00f6nnen bereits <i>ab Werk<\/i> infiziert sein und versuchen, Schadcode aus dem Internet nachzuladen. Eine konsequente Netztrennung ist hier nicht mehr nur eine Frage der Datensicherheit, sondern des Patientenschutzes.<\/p>\n<\/section>","description":"Flache Netzwerkstrukturen erleichtern Cyberkriminellen die laterale Ausbreitung in sensible Bereiche. Durchsetzungspunkte auf Ger\u00e4teebene stoppen Angriffe direkt am Endpunkt.","image":"https:\/\/cdn.ttgtmedia.com\/visuals\/German\/Hero-SCM-BOTAHRY-DEX-06.jpg","link":"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/feature\/Warum-OT-Endpunkte-zum-Sicherheitsrisiko-werden","pubDate":"Thu, 21 May 2026 00:30:00 GMT","title":"Warum OT-Endpunkte zum Sicherheitsrisiko werden"},{"body":"<p>Im Zeitalter von Hybrid- und Remote-Arbeit ist der Fernzugriff ein wichtiger Faktor f\u00fcr Unternehmen. Sicherer Fernzugriff auf Unternehmensressourcen ist entscheidend f\u00fcr Mitarbeitende, Lieferanten, Gesch\u00e4ftspartner, Auftragnehmer und andere vertrauensw\u00fcrdige Parteien. Mit der M\u00f6glichkeit des Fernzugriffs gehen aber auch Sicherheitsrisiken einher. So k\u00f6nnen relativ leicht zu kompromittierende Zugangspunkte zu internen Netzwerken und Systemen entstehen. Diese k\u00f6nnen Angreifer dann gezielt ausfindig machen und ausnutzen.<\/p> \n<p>Im Folgenden finden Sie zehn wichtige Best Practices f\u00fcr sicheren Fernzugriff, Informationen zu deren Umsetzung sowie Erl\u00e4uterungen dazu, wie sie die Cybersicherheit eines Unternehmens verbessern und <a title=\"Sicherer Fernzugriff: 12 Remote-Access-Risiken vermeiden\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/tipp\/Sicherheitsrisiken-im-Home-Office-auch-in-Zukunft-mindern\">Risiken mindern<\/a>.<\/p> \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Richtlinien f\u00fcr den Fernzugriff festlegen\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Richtlinien f\u00fcr den Fernzugriff festlegen<\/h2>\n <p>Die Grundlage jeder Fernzugriffsl\u00f6sung ist eine umfassende Richtlinie f\u00fcr Remote Access. Diese Richtlinie sollte die allgemeinen Anforderungen f\u00fcr einen sicheren Remote-Zugriff, einschlie\u00dflich der zul\u00e4ssigen Nutzung, festlegen und die m\u00f6glichen Konsequenzen bei Verst\u00f6\u00dfen gegen diese Anforderungen darlegen. Die Richtlinie sollte mindestens die folgenden Themen behandeln:<\/p>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li>Die Formen des Fernzugriffs, die das Unternehmen zul\u00e4sst, wie zum Beispiel VPNs.<\/li> \n  <li>Die Arten von Ger\u00e4ten, die die jeweilige Fernzugriffsform nutzen k\u00f6nnen \u2013 beispielsweise vom Unternehmen bereitgestellte Notebooks im Vergleich zu privaten Smartphones \u2013 sowie alle weiteren Anforderungen, die diese Ger\u00e4te erf\u00fcllen m\u00fcssen.<\/li> \n  <li>Die Arten von Ressourcen, die \u00fcber den Fernzugriff genutzt werden k\u00f6nnen, einschlie\u00dflich etwaiger Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr bestimmte Fernzugriffsformen oder Ger\u00e4tetypen.<\/li> \n  <li>Alle Anforderungen an die zul\u00e4ssige Nutzung von Fernzugriffstechnologien, die nicht bereits in der Richtlinie zur zul\u00e4ssigen Nutzung der Organisation behandelt werden.<\/li> \n <\/ul>\n<\/section>   \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Vom Unternehmen bereitgestellte Ger\u00e4te nutzen\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Vom Unternehmen bereitgestellte Ger\u00e4te nutzen<\/h2>\n <p>\u00dcber Jahre hinweg galt <a title=\"BYOD (Bring Your Own Device)\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Bring-Your-Own-Device-BYOD\">BYOD<\/a> als gro\u00dfer Trend, bei dem die Mitarbeitende ihre eigenen Ger\u00e4te nutzen k\u00f6nnen, um sich mit der Firmen-IT zu verbinden. BYOD erm\u00f6glicht vielen Nutzern das Arbeiten im Home-Office, doch die <a title=\"3 Sicherheitsrisiken von BYOD und wie man sie vermeidet\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/tipp\/3-Sicherheitsrisiken-von-BYOD-und-wie-man-sie-vermeidet\">Endger\u00e4tesicherheit leidet darunter<\/a>. Unternehmen k\u00f6nnen die Sicherheit der eigenen Ger\u00e4te einigerma\u00dfen streng kontrollieren. Bei den privaten Ger\u00e4ten sind die M\u00f6glichkeiten der Richtlinien und Kontrolle begrenzter.<\/p>\n <p>Um dieses Risiko zu minimieren, sollten Remote-Nutzer prim\u00e4r mit firmeneigenen Ger\u00e4ten ausgestattet werden. Das kann je nach Auspr\u00e4gung auch Auftragnehmer und Partner einschlie\u00dfen. Daher kann es sinnvoll sein BYOD auf eine sehr begrenzte Gruppe zu beschr\u00e4nken.<\/p>\n<\/section>   \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Fernzugriff auf interne Ressourcen regeln\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Fernzugriff auf interne Ressourcen regeln<\/h2>\n <p>VPNs sind seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil von Fernzugriffsservern. Ein VPN bietet einen einzigen, gut gesicherten und \u00fcberwachten Zugangspunkt, der Sicherheitsrichtlinien f\u00fcr die Benutzer und Ger\u00e4te durchsetzt, die versuchen, darauf zuzugreifen.<\/p>\n <p>Die meisten VPN-Technologien bieten eine Reihe von Cybersicherheitsfunktionen. Dies reicht von der Authentifizierung von Benutzern und Ger\u00e4ten bis hin zur \u00dcberpr\u00fcfung des Sicherheitsstatus von Ger\u00e4ten, bevor der Zugriff auf interne Ressourcen gew\u00e4hrt wird. Dies ist sowohl f\u00fcr Benutzer als auch f\u00fcr Administratoren \u00e4u\u00dferst praktisch. Die Alternative w\u00e4re, dass Benutzer direkt und separat auf jede einzelne interne Ressource zugreifen m\u00fcssten, wobei die Administratoren jeden Schritt des Prozesses verwalten und \u00fcberwachen m\u00fcssten.<\/p>\n <p>In den letzten Jahren sind <a title=\"ZTNA, SASE, SDP und mehr: Braucht es da noch VPN?\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/feature\/ZTNA-SASE-SDP-und-mehr-Braucht-es-da-noch-VPN\">VPN-Alternativen<\/a> wie Secure Access Service Edge (<a title=\"SASE (Secure Access Service Edge)\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/SASE-Secure-Access-Service-Edge\">SASE<\/a>) und Zero-Trust Network Access (<a title=\"ZTNA statt VPN: Zero Trust mit Partner\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/meinung\/Erfolgreicher-ZTNA-braucht-einen-Partner-in-Crime\">ZTNA<\/a>) hinzugekommen. Die meisten Unternehmen m\u00fcssen mindestens eine dieser Fernzugriffstechnologien implementieren, um den Zugriff auf interne Ressourcen zu sichern. Der Zugriff auf alle Ressourcen \u00fcber eine einzige VPN-, SASE- oder ZTNA-Instanz kann sich als kompliziert erweisen, da viele Ressourcen Cloud-basiert und \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich sind. Ein g\u00e4ngiges Beispiel ist die Nutzung von SaaS zum Hosten von E-Mail-Diensten. Wenn ein Mitarbeiter lediglich per Fernzugriff auf E-Mails zugreifen muss, kann es umst\u00e4ndlich und ineffizient sein, ihn zu zwingen, sich \u00fcber eine Appliance in der Zentrale zu verbinden. Alternativen bestehen darin, den direkten Zugriff auf risikoarme Cloud-basierte Ressourcen zuzulassen oder Cloud-basierte Fernzugriffsdienste in Verbindung mit oder anstelle von lokalen Fernzugriffs-Appliances und -Software zu nutzen.<\/p>\n<\/section>    \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Die Sicherheit von Endger\u00e4ten auf den Pr\u00fcfstand stellen\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Die Sicherheit von Endger\u00e4ten auf den Pr\u00fcfstand stellen<\/h2>\n <p>Eines der gr\u00f6\u00dften Risiken beim Fernzugriff sind kompromittierte Benutzerger\u00e4te. Werden diese Ger\u00e4te einmal kompromittiert, verschaffen sie Angreifern direkten Zugriff auf die internen Netzwerke und Systeme des Unternehmens sowie die Kontrolle dar\u00fcber.<\/p>\n <p>Um dem entgegenzuwirken, sollten die Endger\u00e4te der Benutzer auf Kompromittierungen \u00fcberpr\u00fcft werden, bevor ihnen die Nutzung interner Ressourcen gestattet wird. VPN, SASE und ZTNA f\u00fchren automatisch Sicherheits\u00fcberpr\u00fcfungen an vom Unternehmen bereitgestellten Ger\u00e4ten und in geringerem Umfang auch an BYOD-Ger\u00e4ten durch.<\/p>\n <p>Bei Sicherheits\u00fcberpr\u00fcfungen sollten je nach Betriebssystem des Endger\u00e4ts folgende Punkte \u00fcberpr\u00fcft werden:<\/p>\n <ul class=\"default-list\"> \n  <li>Ob der Endpunkt von der Organisation verwaltet wird oder f\u00fcr die BYOD-Nutzung zugelassen ist.<\/li> \n  <li>Ob das Betriebssystem auf dem neuesten Stand ist.<\/li> \n  <li>Ob Antimalware-Software ausgef\u00fchrt wird und auf dem neuesten Stand ist.<\/li> \n  <li>Ob andere vorgeschriebene Security-Tools oder -konfigurationen, wie beispielsweise hostbasierte Firewall-Regeln, aktiviert und ordnungsgem\u00e4\u00df konfiguriert sind.<\/li> \n  <li>Darauf, dass auf dem Endger\u00e4t keine Anzeichen f\u00fcr Malware, Exploit-Kits oder andere Angriffstools vorliegen.<\/li> \n <\/ul>\n<\/section>     \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Multifaktor-Authentifizierung anwenden\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Multifaktor-Authentifizierung anwenden<\/h2>\n <p>Die klassische Anmeldung mit Kennung und Passwort birgt ein hohes Sicherheitsrisiko. Ein Angreifer kann sich ein Passwort durch Social Engineering, Phishing, Erraten, Brute-Force-Angriffe oder die Wiederverwendung eines kompromittierten Passworts aus einem anderen Konto desselben Benutzers verschaffen. Ohne die \u00dcberpr\u00fcfung eines zweiten Authentifizierungsfaktors, der nicht ebenfalls <i>etwas ist, das man wei\u00df<\/i> ist, k\u00f6nnten Angreifer, die das Passwort eines beliebigen Benutzers kennen, problemlos in das interne Netzwerk des Unternehmens eindringen.<\/p>\n <p>Legen Sie f\u00fcr den Fernzugriff auf interne Ressourcen eine Zwei-Faktor-Authentifizierung oder <a title=\"Multifaktor-Authentifizierung (MFA)\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Multifaktor-Authentifizierung-MFA\">Multifaktor-Authentifizierung<\/a> (MFA) fest und, sofern m\u00f6glich, auch f\u00fcr den Fernzugriff auf \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche Ressourcen. Die MFA vereinfacht, insbesondere in Verbindung mit Single Sign-On, den Authentifizierungsprozess f\u00fcr Benutzer und bietet gleichzeitig ein deutlich h\u00f6heres Ma\u00df an Sicherheit, dass der Benutzer tats\u00e4chlich der ist, f\u00fcr den er sich ausgibt.<\/p>\n <p>Heutige MFA-Anmeldungen lassen sich benutzerfreundlich implementieren und m\u00fcssen kein Passwort enthalten. Mitarbeitende werden es begr\u00fc\u00dfen, wenn sie die Verwendung und Verwaltung von Passw\u00f6rtern reduzieren oder auf ein Minimum beschr\u00e4nken k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/section>    \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Die gesamte Netzwerkkommunikation von Ende zu Ende verschl\u00fcsseln\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Die gesamte Netzwerkkommunikation von Ende zu Ende verschl\u00fcsseln<\/h2>\n <p>Der gesamte Netzwerkverkehr beim Fernzugriff sollte durchgehend verschl\u00fcsselt sein. Fernzugriffstechnologien wie VPN, SASE und ZTNA gew\u00e4hrleisten die Vertraulichkeit und Integrit\u00e4t des Netzwerkverkehrs, der zwischen ihren Plattformen und den Endger\u00e4ten der Benutzer \u00fcbertragen wird. Allerdings sch\u00fctzen diese Plattformen den Netzwerkverkehr nicht unbedingt, wenn er zwischen den Fernzugriffstechnologien und den Systemen und Netzwerken hinter diesen Frameworks \u00fcbertragen wird.<\/p>\n <p>\u00dcberpr\u00fcfen Sie die mit dem Fernzugriff verbundenen Netzwerkdatenstr\u00f6me, ermitteln Sie, welche Daten unverschl\u00fcsselt \u00fcbertragen werden, und stellen Sie fest, welche dieser Daten gesch\u00fctzt werden m\u00fcssen. Stellen Sie sicher, dass die erforderlichen Schutzma\u00dfnahmen getroffen werden. Dies gilt insbesondere f\u00fcr VPNs, deren Schutzbereich sich selten \u00fcber den VPN-Server selbst hinaus erstreckt. Es gibt zahlreiche M\u00f6glichkeiten, darunter den Einsatz von Proxy-Servern zur Verschl\u00fcsselung des Datenverkehrs zwischen dem VPN und internen Ressourcen sowie die Verschl\u00fcsselung interner Netzwerksegmente auf niedrigerer Ebene, wodurch sich eine Verschl\u00fcsselung auf h\u00f6herer Ebene unter Umst\u00e4nden er\u00fcbrigt.<\/p>\n<\/section>   \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Eine Zero-Trust-Architektur einf\u00fchren\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Eine Zero-Trust-Architektur einf\u00fchren<\/h2>\n <p>Die <a title=\"Zero-Trust-Modell\" href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/de\/definition\/Zero-Trust-Modell\">Zero-Trust-Architektur<\/a> basiert auf dem Prinzip, den Zugriff so streng wie m\u00f6glich zu beschr\u00e4nken. Wie der Name schon sagt, \u00fcberpr\u00fcft Zero Trust, ob Personen und Ger\u00e4te vertrauensw\u00fcrdig sind, anstatt dies einfach vorauszusetzen.<\/p>\n <p>Eine Zero-Trust-Architektur umfasst zahlreiche Technologien, die eng zusammenarbeiten, um Zero Trust im gesamten Unternehmen durchzusetzen. ZTNA ist zwar f\u00fcr eine Zero-Trust-Architektur nicht zwingend erforderlich, stellt jedoch eine n\u00fctzliche Komponente dar; dar\u00fcber hinaus sind jedoch noch viele weitere Elemente notwendig \u2013 und diese m\u00fcssen ordnungsgem\u00e4\u00df integriert und konfiguriert werden.<\/p>\n <p>Die Umstellung auf eine Zero-Trust-Architektur erfordert in der Regel jahrelange Planung und die schrittweise Einf\u00fchrung von Komponenten, bevor die gesamte Architektur vollst\u00e4ndig integriert und alle Richtlinien durchgesetzt werden k\u00f6nnen. Unternehmen, die den Einsatz einer Zero-Trust-Architektur zur Sicherung ihres Fernzugriffs in Betracht ziehen, m\u00fcssen andere Ma\u00dfnahmen zur Sicherung des Fernzugriffs ergreifen, bis die Zero-Trust-Architektur vollst\u00e4ndig implementiert ist und im Produktivbetrieb l\u00e4uft.<\/p>\n<\/section>    \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Anwender mit Remote-Zugriff richtig schulen\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Anwender mit Remote-Zugriff richtig schulen<\/h2>\n <p>Kl\u00e4ren Sie alle Nutzer von Fernzugriffsl\u00f6sungen \u00fcber die Bedeutung der Remote-Access-Sicherheit auf, um das Risiko von Handlungen zu verringern, die das Unternehmen gef\u00e4hrden k\u00f6nnten. Schulen Sie die Nutzer erneut, sobald sich die Technologien und Vorgehensweisen im Bereich Fernzugriff \u00e4ndern. Bieten Sie regelm\u00e4\u00dfige Auffrischungskurse an, auch wenn sich die Vorgehensweisen nicht wesentlich ge\u00e4ndert haben.<\/p>\n <p>Benutzerschulungen sind nicht nur f\u00fcr Mitarbeitende gedacht, sondern auch f\u00fcr Auftragnehmer, Gesch\u00e4ftspartner, Lieferanten und alle anderen Personen, die die Fernzugriffstechnologien des Unternehmens nutzen. Die Schulungen sollten sowohl physische als auch technische Sicherheitsma\u00dfnahmen abdecken. Weisen Sie die Benutzer beispielsweise an, ungesicherte Ger\u00e4te niemals unbeaufsichtigt in \u00f6ffentlichen Bereichen liegen zu lassen.<\/p>\n <p>W\u00e4hrend vertraulicher Besprechungen und Telefonaten sollten alle Sprachassistenten in der Umgebung deaktiviert werden. Anderen Haushaltsmitgliedern sollte nicht gestattet werden, die vom Unternehmen bereitgestellten Endger\u00e4te wie Notebook, Tablet oder Smartphone zu nutzen.<\/p>\n<\/section>    \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Die Anzahl der Remote-Nutzer im Griff behalten\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Die Anzahl der Remote-Nutzer im Griff behalten<\/h2>\n <p>Es ist im Allgemeinen nicht ratsam, jedem in der Organisation automatisch Fernzugriff zu gew\u00e4hren. Sofern Fernzugriff nicht wirklich erforderlich ist, erh\u00f6ht seine Bereitstellung f\u00fcr zus\u00e4tzliche Personen das Risiko, ohne einen Nutzen zu bieten.<\/p>\n <p>Gew\u00e4hren Sie Fernzugriff nur denjenigen Benutzern, die ihn zur Erf\u00fcllung ihrer Aufgaben ben\u00f6tigen, und tun Sie dies erst, nachdem sie in sicheren Methoden f\u00fcr Remote Access geschult wurden und die Fernzugriffsrichtlinie der Organisation gelesen und unterzeichnet haben.<\/p>\n <p>Weisen Sie nach M\u00f6glichkeit jeder Person ein eigenes Benutzerkonto zu, anstatt gemeinsame Fernzugriffskonten zuzulassen. Dies kann insbesondere f\u00fcr Lieferanten und andere Dritte eine Herausforderung darstellen, die Fernzugriff ben\u00f6tigen, aber keine bestimmte Person oder kleine Gruppe haben, die diese Aufgaben \u00fcbernimmt. Ein eigenes Konto f\u00fcr jede Person erh\u00f6ht die Verantwortlichkeit.<\/p>\n <p>Entziehen Sie die Berechtigungen f\u00fcr den Fernzugriff, sobald er nicht mehr ben\u00f6tigt wird. Dies gilt, insbesondere wenn jemand das Unternehmen unter ung\u00fcnstigen Umst\u00e4nden verl\u00e4sst, beispielsweise aufgrund einer K\u00fcndigung aus triftigem Grund. Der Fernzugriff wird kann von diesen Nutzern ansonsten im Zweifel missbraucht werden.<\/p>\n<\/section>     \n<section class=\"section main-article-chapter\" data-menu-title=\"Remote-Access-Aktivit\u00e4ten im Blick behalten\">\n <h2 class=\"section-title\"><i class=\"icon\" data-icon=\"1\"><\/i>Remote-Access-Aktivit\u00e4ten im Blick behalten<\/h2>\n <p>Es n\u00fctzt nichts, wenn ein Unternehmen diese bew\u00e4hrten Verfahren f\u00fcr sicheren Fernzugriff einf\u00fchrt, ohne gleichzeitig alle Fernzugriffsserver und alle damit verbundenen Aktivit\u00e4ten kontinuierlich zu \u00fcberwachen. Da diese Server wichtige Zugangspunkte zum Unternehmen darstellen, sind sie naheliegende Ziele f\u00fcr Angreifer. Ihre Sicherheit ist von gr\u00f6\u00dfter Bedeutung.<\/p>\n <p>\u00dcberwachen Sie stets alle Fernzugriffsserver mithilfe von Sicherheitstechnologien und stellen Sie sicher, dass menschliche Analysten bereitstehen, um im Falle eines potenziellen Angriffs oder verd\u00e4chtiger Aktivit\u00e4ten sofort einzugreifen. Beobachten und analysieren Sie die Fernzugriffsaktivit\u00e4ten sorgf\u00e4ltig, um Anomalien und andere Anzeichen f\u00fcr eine Kompromittierung zu erkennen. Wenn beispielsweise eine bestimmte Benutzerin nur wenige Stunden, nachdem sie in der Zentrale anwesend war, versucht, sich von einem weit entfernten Ort der Welt aus zu verbinden, ist dies ein deutlicher Hinweis darauf, dass das Konto m\u00f6glicherweise kompromittiert wurde.<\/p>\n <p>Oder wenn ein Benutzer beginnt, gro\u00dfe Mengen an Dateien von internen Servern auf sein Notebook herunterzuladen, k\u00f6nnte dies auf eine Insider-Bedrohung hindeuten. Etwa auf jemanden, der versucht Daten abzugreifen. Oder auf einen Angreifer, der ein kompromittiertes Notebook nutzt, um sensible Informationen aus internen Systemen zu sammeln. In jedem Fall erfordern unerwartete Aktivit\u00e4ten weitere Untersuchungen, damit sie so schnell wie m\u00f6glich gestoppt werden k\u00f6nnen \u2013 insbesondere, wenn sie b\u00f6swillig sind.<\/p>\n <p><i>Dieser Artikel ist im Original in englischer Sprache auf <\/i><a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.techtarget.com\/searchsecurity\/tip\/10-enterprise-secure-remote-access-best-practices\" rel=\"noopener\"><i>Search Security<\/i><\/a><i> erschienen.<\/i><\/p>\n<\/section>","description":"Der Fernzugriff auf Unternehmensressourcen ist unerl\u00e4sslich, um den Gesch\u00e4ftsbetrieb abzuwickeln. 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