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2023, Stände und landesfürstliche Herrschaft
Das Buch ist die erste historische Darstellung des Tiroler Ständewesens in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Es wird darin en détail die institutionelle und personelle Entwicklungsgeschichte der Tiroler Landschaft im Zeitalter des Aufgeklärten Absolutismus der Habsburgermonarchie rekonstruiert. Dadurch wird nachgewiesen, dass die vier Stände – Klerus, Adel, Bürger und Bauern – ihren regionalen Herrschaftsanspruch während der maria-theresianischen und josephinsichen Reformära behaupten konnten. Mit der vorliegenden Monographie wird somit der regionalhistorische Topos von der „Entmachtung" und dem „politischen Stillleben" des Tiroler Ständewesens im späten 18. Jahrhundert widerlegt und gezeigt, dass es den Landesherren nicht gelang, die landständische Selbstverwaltung zu zerstören.
Vom Ständestaat zur Demokratie, 1997
Befindet sich ein Name in den Anmerkungen, so ist die entsprechende Seitenzahl kursiv gesetzt.
Swiss Political Science Review, 1996
Die bestehende Ständemehrregelung, die neben der Mehrheit der Stimmenden auch die Mehrheit der Kantone bei gewissen Abstimmungen verlangt, weist heute sowohl Legitimitäts-als auch Effektivitätsdefizite auf. Ein erster Grund dafür liegt im einseitigen Minderheitenschutz des Ständemehrs, weil es nur die kleinen und mittleren Kantone der Deutschschweiz und im speziellen die Inner-und Ostschweizer Landkantone schützt, hingegen die Romandie und die urbanen Zentren benachteiligt. Ein zweiter Grund sind die innovationshemmenden Wirkungen, welche das Doppelmehrerfordernis auf das politische System ausübt. Die bestehenden Reformvorschläge sind zwar wirkungsvoll, führen aber mit der Einführung neuer Mehrheitsregeln entweder zur faktischen Ausserkraftsetzung des Ständemehrs oder verletzen mit der Gewichtung der Standesstimmen das zentrale Föderalismusprinzip der egalitären Behandlung der Kantone. Als Alternative wird abschliessend der Vorschlag eines ergänzenden "qualifizierten Volksmehrs" vorgestellt, welches zur Anwendung kommt, wenn sich eine eindeutige Mehrheit der Stimmenden für eine Vorlage ausspricht.
2003
Im vorliegenden Aufsatz wird ein Begriffskonzept entwickelt, das zum besseren Verständnis des Zusammenspiels der Dynamiken von Ökosystemen und Wirtschaft dient: das Konzept des Bestandes. Der Bestandsbegriff wird allgemein mengentheoretisch formuliert. Die zentrale Eigenschaft eines Bestandes liegt in seiner zeitlichen Dauerhaftigkeit. Damit eignen sich Bestände zur Abbildung von Einflüssen, die die Vergangenheit von Systemen auf deren Gegenwart ausübt, und damit zur Analyse von zeitlichen Entwicklungen. Da Beständigkeit eine Eigenschaft in der Zeit darstellt, ist das Konzept des Bestandes nicht spezifisch auf den Gegenstandsbereich einzelner wissenschaftlicher Disziplinen beschränkt und so für die interdisziplinäre Analyse geeignet. Der Begriff wird auf ökonomische und ökologische Beispiele angewandt und dabei auf stochastische Mengen verallgemeinert. Durch die Abgrenzung der Bestandsperspektive von einer Systemsicht kann die hierarchische Struktur realer ökologisch-ökonomischer Systeme analysiert werden. Die Theorie der Bestände stellt einen Baustein für die konzeptionellen Grundlagen der Ökologischen Ökonomie dar.
2002
Master's thesis (University Bern, 2002 Prof. Dr. Peter Blickle) on the role three Swiss historians (Karl Meyer, Werner Näf and Adolf Gasser) plaid in the "Spiritual Defence" of Switzerland during the time of the Second World War. All three authors stressed the old historical roots of Swiss democracy in order to defend it against fascism.
Schauspielkritik Von Staaten, Menschen und Störgeräuschen von Jan Fischer Katharina Kreuzhage: Zwang des Materials Premiere: 16.09.2016 (Uraufführung) Theater Paderborn Homepage: http://www.theater-paderborn.de Regie: Katharina Kreuzhage Vorlage: Anne Speckhard und Ahmet S. Yayla: ISIS Defectors: Inside Stories of the Terrorist Caliphate Allein der der Versuch ist Wahnsinn. Vier Menschen in Brautkleidern-drei Männer, eine Frau-stehen auf der Bühne in Paderborn. " Ich trage ein Brautkleid, weil ich verdammt nochmal die Freiheit dazu habe " , sagt einer der Männer irgendwann zwischendrin und steigert sich in eine Rede über Pluralismus und Demokratie, für die es Szenenapplaus gibt. Aber erst ist da das Märchen vom Schäfer, der mit dem Erdöl in seinem Brunnen nichts anzufangen weiß und ihn zu einem Spottpreis an einen Touristen verkauft, der damit reich wird, was zu blutigen Auseinandersetzungen führt. Erst ist da auch die Geschichte des 13-jährigen Jungen, der sich dem " Islamischen Staat " anschließt, weil er seine Familie anders nicht ernähren kann, und Jahre später bei einem Drohnenangriff der US-amerikanischen Armee stirbt. Die Geschichte des 11-jährigen Jungen, der nur deshalb kein Selbstmordattentäter wird, weil sein Vater ihn rechtzeitig in die Türkei schafft. Mal erzählen die vier am Mikro, machmal ohne, mal zieht sich einer eine Burka an, mal orangfarbene Häftlingsanzüge, mal werden die Geschichten von sirenenartigen Störgeräuschen unterbrochen, mal perlen sie übereinander, mal werden sie leise und ruhig
Wolfgang Wüst, Grenzkonflikte – Konturen entstehender süddeutscher Flächenstaaten in der Frühmoderne, 2020
Wolfgang Wüst, Grenzkonflikte – Konturen entstehender süddeutscher Flächenstaaten in der Frühmoderne, in: Werner Drobesch/ Elisabeth Lobenstein (Hg.), Ulrich Burz (Red.), Politik- und kulturgeschichtliche Betrachtungen Quellen – Ideen – Räume – Netzwerke. Festschrift für Reinhard Stauber zum 60. Geburtstag, Klagenfurt 2020, S. 455–470. Nr. 251 PDF-Eingabe
Dokupedia-Zeitgeschichte, 2014
Gemälde (Detail) des norwegischen Malers Aksel Waldemar Johannessen "Arbeiter", etwas 1915, Privatsammlung Oslo Wikimedia Commons (gemeinfrei) "Eigen-Sinn: denoting willfulness, spontaneous self-will, a kind of self-affirmation, an act of (re)appropriating alienated social relations on and off the shop floor by selfassertive prankishness, demarcating a space of one's own. There is a disjunction between formalized politics and the prankish, stylized, misanthropic distancing from all constraints or incentives present in the everyday politics of Eigen-Sinn. In standard parlance, the word has pejorative overtones, referring to ‚obstreperous, obstinate' behavior, usually of children. The ‚discompounding' of writing it as Eigen-Sinn stresses its root signification of ‚one's own sense, own meaning'. It is semantically linked to aneignen (appropriate, reappropriate, reclaim)." 1 Aus Anlass der 1995 erscheinenden englischen Übersetzung der von ihm 1989 herausgegebenen Aufsatzsammlung "Alltagsgeschichte. Zur Rekonstruktion historischer
Politik und Kultur im föderativen Staat 1949 bis 1973, 2004
Bayern ist der einzige Flächenstaat der alten Bundesrepublik, der nach 1945 nicht neu geschaffen wurde. Zwar hatte es den Verlust der Pfalz zu verkraften, mußte sich aber als Staat nicht neu erfinden. Im Gegenteil: Von Anfang an haben Repräsentanten Bayerns betont, daß ihr Staat sehr alt sei und allein in seiner modernen Gestalt auf 150 Jahre Geschichte zurückblicken könne. Seine Wurzeln reichten im Bewußtsein der meisten freilich noch viel tiefer: In der Präambel der bayerischen Verfassung vom Dezember 1946 ist von einer tausendjährigen Geschichte die Rede 2. Am weitesten holten jedoch überzeugte Föderalisten wie der Sozialdemokrat Wilhelm Hoegner aus, der seinem Staat eine Vergangenheit von 1500 Jahren zuschrieb 3. Hanns Seidel (CSU) griff ähnlich tief in die Kiste der Tradition, als er behauptete, die Bayern seien der erste deutsche Stamm gewesen, der eine Hauptstadt gehabt habe, und zwar schon seit dem 6. Jahrhundert: Regensburg 4. Die anderen Flächenstaaten konnten nicht so geschichtsstolz argumentieren. Sie waren entweder völlige Neukonstruktionen oder aus zwei oder mehr Teilen mit eigenen regionalen Traditionen zusammengesetzt. Während diese sich schwer taten, die eigene Staatlichkeit als Wert an sich zu begreifen und entsprechend darzustellen, konnte man in Bayern selbstbewußt auftreten und den Stil einer souveränen Macht pflegen. Doch auch die bayerische Staatsrepräsentation kam, wie sich in den fünfziger und sechziger Jahren zeigte, nicht ohne die Erfindung, Übertragung und Modifikation von Traditionen aus, wobei sich althergebrachte und modernere Elemente überlagerten. Die Folgen von Diktatur und Krieg, die erzwungene Zuwanderung von mehr als zwei Millionen Flüchtlingen aus den Ostgebie-1 Dank schulde ich Ulrike Stoll, München, für ihren Kommentar und manchen guten Tip.
2018
Dem Postmarxismus wird häufig ein mangelndes Verständnis des Staats vorgeworfen. Dieser Band stellt sich dieser Lesart entgegen und zeichnet ein vielfältiges Bild der Staatsverständnisse von Abensour, Agamben, Badiou, Balibar, Bauman, Butler, Castoriadis, Deleuze und Guattari, Derrida, Hardt und Negri, Hall, Holloway, Lefort und Gauchet, Laclau und Mouffe, Nancy, Rancière und Žižek. Die Zugänge dieser Autor_innen zum Staat werden anhand zentraler Konzepte in leicht zugänglicher Form dargestellt und von marxistischen und neomarxistischen Staatstheorien abgegrenzt. Im letzten Teil werden die gegenseitigen Beeinflussungen zwischen postmarxistischen Staatsverständnissen einerseits und feministischen und postkolonialen Zugängen andererseits beschrieben, wie auch die Verschränkung postmarxistischer Theorien mit zeitgenössischen politischen Bewegungen. Insgesamt bietet der Band damit einen erstmaligen Überblick zu den Konzepten und der Bedeutung postmarxistischer Staatsverständnisse. Das Werk ist Teil der Reihe Staatsverständnisse, Band 107.
Der folgende Beitrag untersucht Anspruch und Wirken der Geheimpolizei im Königreich Westphalen in der Zeit von 1807 bis 1813. Herausgearbeitet werden Momente von Macht und Ohnmacht der westphälischen Regierung, die sich in der Arbeit der sogenannten Hohen Polizei widerspiegelten. Der Fokus liegt auf den Fragen, wie die Bevölkerung die Geheimpolizei wahrnahm, wie sich das Herrschaftsinstrument des Staates im lokalen Bereich entwickelte und inwieweit staatliche Zugriffslücken mit dem Machtanspruch der Regierung vereinbar waren. Die Untersuchungsebene von »Herrschaft vor Ort« und die hier gegebenen Aushandlungsmöglichkeiten von Herrschaft sind dabei von besonderem Interesse. Übergreifend wird die Frage diskutiert, inwiefern die bislang kaum erforschte Geheimpolizei Auskunft über allgemeinere strukturelle Charakteristika des politischen und gesellschaftlichen Systems sowie der »Staatlichkeit« des napoleonischen Bruderkönigreiches geben kann. Résumé Cette contribution étudie l'ambiti...
Wolfgang Wüst, Pläne zur Staatswerdung – Karten als Medien zur illustrierten Machtrage in der Frühmoderne, 2016
Wolfgang Wüst, Pläne zur Staatswerdung – Karten als Medien zur illustrierten Machtrage in der Frühmoderne, in: Blätter für deutsche Landesgeschichte 152 (2016) 2018, S. 281–304. Nr. 184 PDF-Eingabe
Kant's political philosophy in general is characterized by two aspects which sometimes compete with each other and sometimes supplement each other: an individualist element on the one hand and a social or "communitarian" element on the other hand. This paper deals with Kant's theory of private property. It attempts to show something that is usually overlooked in the secondary literature: that Kant has two, not just one argument for property. One is based on his theory of freedom and expresses the individualist aspect of his thinking. The other argument is based on Kant's principle of right and expresses the social aspect of his political thought. Despite some problems with his arguments the complexity of Kant's theory remains impressive.
2010
Opera historica 14 2010 Editio Universitatis Bohemiae Meridionalis Dalibor JANIŠ Stände versus Herrscher: Widerstandsrecht und Landrechte in den böhmischen Ländern Die Problematik der politischen und rechtlichen Beziehungen zwischen den böhmischen Ständen, den Ständen der übrigen böhmischen Länder und dem Herrscher gehört zu den bedeutenden Themen der älteren und auch der neueren Geschichtsschreibung. Große Aufmerksamkeit wurde der Konfliktseite dieser Beziehungen gewidmet, wobei man sehr oft-und zu Unrecht-das Ständewesen als einen Kampf um die politische Macht im Lande zwischen den Ständen und dem Herrscher betrachtete. 1 In der tschechischen historischen Literatur wurde bisher keine systematische Aufmerksamkeit der Problematik des Widerstandsrechtes gewidmet, weil dieses Institut im Landrecht des böhmischen mittelalterlichen und früh neuzeitlichen Staates nicht festgelegt war. Trotzdem kann man in den normativen Quellen manche Anordnungen finden, welche bei Verletzung bestimmter Rechte durch den Herrscher gegen diesen eingesetzt werden konnten. In der böhmischen Geschichte gibt es einige Begebenheiten, wo gegen den regierenden Herrscher eine bestimmte Vorgehensweise angewendet wird, die im Wesentlichen auf dem Institut des Widerstandsrechtes basiert. 1) Zu dieser Problematik vgl. zuletzt Gerhard AMMERER-William D. GODSEY, Jr.-Martin SCHEUTZ-Peter URBANITSCH-Alfred Stefan WEISS (edd.), Bündnispartner und Konkurrenten der Landesfürsten? Die Stände in der Habsburgermonarchie, Wien-München 2007.
2015
Am 13. Mai 1915-der Erste Weltkrieg dauerte noch nicht ein Jahr-erschien in der Wiener Wochenzeitung Das interessante Blatt unter der Überschrift "Der Prothesenmensch" ein Artikel über einen Mann aus Mähren, der infolge eines Unfalls seine Arme und Beine verloren hatte, aber durch Prothesen wieder in die Lage versetzt worden war, ein selbstständiges Leben zu führen.1 Es war ein Glücksfall für die Wiener Ärzte, dass dieser Mann an die erste chirurgische Universitätsklinik nach Wien kam, um hier seine Prothesen reparieren zu lassen, denn er schien zu beweisen, was sie behaupteten-dass nämlich aus jedem körperlich Beschädigten wieder ein vollkommener Mensch gemacht werden könne, der den Gesunden praktisch ebenbürtig ist. Zu dieser Zeit bereits verstärkt mit den von der Front zurückkehrenden 6 Siehe dazu z. B. John Horne, Masculinity in politics and war in the age of nation-states and world wars,
The study presents the theories of "Vocational Order" during the 1930's, which could enrich the Hungarian management-history research. These conservative thoughts intended to overcome the crisis by strengthening the community instead of maintaining the individualist society having start to fall apart. After the Great Depression it seemed that vocational order may assist in solving the political-economic crisis, eliminating the lacks of democracy and capitalism. The study presents two trends: the ideas of Othmar Spann, which led to the concept of the autoriter state by eliminating liberalism and "partyocracy", and the ideas of Johannes Messner, who combined the social instruction of Catholic Church with a new social and economic order based on concordance and cooperation between social actors instead of class battle, giving free play for democratic elements as well.
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