Ich bin morgens um 6:10 vom Kind geweckt worden, habe Schlaftrunken irgendwie Haferflocken, Schalen, Milch und Kakao hingestellt und bin wieder ins Bett gekrabbelt – und ich bin tatsächlich nochmal bis kurz vor neun eingeschlafen. Oh Gott, wie lange hat das nicht mehr geklappt*, das hat so gut getan.
Der Tag fing laaangsaaam an, den Kindern war langweilig, wir Erwachsenen hatten nen gemütlichen Morgen, würde ich sagen. Ich habe Kaffee mit Milchschaum gemacht bekommen, wir haben die restlichen Crêpes gefrühstückt (mit Pistaziencréme, auch sehr zu empfehlen), dann waren Rabes im Intermarché einkaufen, ich hab durchgesaugt (Notiz: Fürs Haus auf so einen Akkusauger sparen, der ist leicht über Etagen zu transportieren und saugt brauchbar), die Gesellschaftsspiele aus dem Auto geholt und eine Runde The Game mit Pippi und K1 gespielt, dann eingeräumt, und dann haben wir uns nach einem Snack (Weichkäse von hier aus dem Ort auf Baguette, der Kühlschrank müffelt aber das ist es wert) auf den Weg zum Strand gemacht.
Leider war Flut, genau Höchststand, und dann ist hier einfach an der Promenade… gar kein Strand mehr und, wie wir rausgefunden haben, muss man, um zu den Dünen zu kommen, über Steine kraxeln. Das haben wir dann auch nach einem Umweg durchs Dorf getan und waren am Strand, yay!
Kein Foto, weil so schmal, dass wirklich überall Menschen waren. Pippi war im Wasser (mir wurde vom Hinschauen schon eiskalt), die anderen haben sich mit dem Sandspielzeug beschäftigt und als wir nach ein paar Stunden wieder zurück sind, war das Wasser auch schon wieder so weit abgelaufen, dass wir den normalen Weg nehmen konnten.
Zu Abend gab es Nudeln mit Tomaten-Gemüse-Sauce (Notiz: Zwiebel, Zucchini, Paprika, Tomaten anbraten, passierte Tomaten dazu, würzen) oder Spinat und Parmesan. K2 wollte freiwillig ins Bett und schlief um 20:10 (Seeluft macht müde), Pippi und K1 schauen Ratatouille. Ich habe Chips mit Brathähnchengeschmack, die erstaunlich gut sind.
Über den Tag hat der Mann mich immer wieder auf dem Laufenden gehalten und vorhin haben wir kurz telefoniert, er hat echt unglaublich viel geleistet gestern und heute, und hat Hilfe von den neuen (für mich alten) Nachbarn. Es ist so krass. (Ich schwanke zwischen schlechtem Gewissen hier im Urlaub zu sein und „Es bringt niemandem was, wenn ich mich hier selbst kasteie, besser ich habe hier Spaß und bin dann ausgeruht wenn es an dem Umzug geht“) Also, eine Menge Schimmel wurde entfernt, die Ursache identifiziert und abgestellt (Silikonfugen sollte man mal neu machen nach 30 Jahren, wenn der Estrich sich setzt, ne?!), ein vierstelliger Betrag gespart weil ein Nachbar eine Abflussspirale hat und zum Helfen kam, ein Raum gründlich gewischt (10 Mal dreckiges Wasser austauschen später…), und so weiter und so fort. Und so langsam kann man erahnen, was für ein geniales Haus dadrunter zum Vorschein kommen kann, wenn wir das schaffen. So dankbar, dass ich den Mann habe, der das alles so toll regelt und macht. Ich hoffe, ich kann mich revanchieren.
*(Nicht, weil ich zu Hause nicht die Gelegenheit dazu hätte – es hat einfach nicht geklappt, ich hab dann 2 Stunden müde wachgelegen)