30.11.22 Notizen

Yay Homeoffice. Das erspart mir nämlich diese Woche 4 von 5 Mal „Schienenersatzverkehr“ aka „Die Passagiere einer 60m langen S-Bahn quetschen sich in einen 18m langen Gelenkbus, der in der doppelten Zeit ruckelnd, schlenkernd und nach Diesel stinkend die S-Bahn-Strecke entlangmäandert“. Achso, ja, Weihnachtszeit, da fällt der Bahn natürlich nix besseres ein als Großbaustellen mitten im Ruhrpott.

Ganz anderes Thema: Die Kinder haben jetzt auch beide den Omikron-angepassten Impfstoff intus und die Erfahrung könnte bei den beiden Kindern unterschiedlicher nicht sein. Also, Nebenwirkungen hatten beide kaum, ich meine die Prozedur mit der Spritze. Seufz.

Ich hab noch viel zu erzählen eigentlich, aber ich bin so unfassbar müde, ich komme gerade auf so etwa 5-6 Stunden pro Nacht. Möchte jetzt schlafen.

28.11.22 Alle unterwegs

Heute waren zum ersten Mal seit… gefühlt ewig alle Familienmitglieder unterwegs. Der Mann auf der Arbeit, K1 in der Schule (mit abgespecktem Programm, „weil so viele Kinder krank sind und dann so viele Kinder Stoff verpassen würden“ – the new normal, vermutlich), K2 in der Kita, und ich allein zu Hause im Homeoffice.

Naja, fast alleine, denn wir haben jetzt tatsächlich eine regelmäßige Putzhilfe, das ist so ein Gamechanger. Im Schlafzimmer am Laptop zu sitzen und zu arbeiten , während nebenan jemand meine ganze Bude wienert, fühlt sich echt noch komisch an. Manchmal nach „das ist doch eigentlich meine Aufgabe“, häufiger aber nach „wie cool ist das denn?! Viel mehr Zeit für andere Sachen, und sie kann das viel besser als ich!“. Und, ganz ehrlich, es bleibt echt noch dicke genug Hausarbeit für uns zwei übrig. Gestern zum Beispiel Flusen aus dem Trockner entfernen, der trocknete nicht mehr richtig.

Am Wochenende haben wir (und die Großeltern, bei denen die Kinder einen Tag verbracht haben) auch weihnachtlich dekoriert. Nur das Lego-Weihnachtsdorf fehlt noch, und die Balkonlichterkette. Ja, doch, so viel Strom verbraucht die nicht.

Ansonsten kann ich sagen, unser Gasabschlag wurde moderat um 50% angehoben und wir haben alle Heizkörper jetzt auf zweieinviertel statt zweidreiviertel stehen. Sollte also jetzt etwa 2 Grad kälter sein. Und durch unsere Infrarot-Heizkissen kombiniert mit Woll- und Fleecedecken ist es sogar mir Frostbeule im Sitzen warm – und in Bewegung ist es auch gut auszuhalten.

23.11.22 Piep

So… hallo! Noch jemand da?

Ich habe einiges nachzuholen, blogtechnisch. Mal sehen. Aber es war einfach alles zu viel.

Also.

Der Mann ist wieder da. Zum Geburtstagsmorgen von K1 hat es ja nicht geklappt, aber im Laufe des Vormittags kam dann das Ergebnis der PCR, das noch weiter gesunken war als vorher schon, und er durfte nach Hause und war dann da, als das Geburtstagskind aus der Schule kam. Das war eine schöne Überraschung!

Also ja, wir haben jetzt tatsächlich eine Achtjährige. Wow.

In der ersten Woche versuchte der Mann erstmal wieder zu Hause anzukommen. Ich hatte noch Homeoffice und, vom Regen in die Traufe: K2 hatte tatsächlich Hand-Fuß-Mund. Aaaaargh. Und ich war erkältet. Dann war der Mann wieder erkältet. Und jetzt ist K2 erkältet. Alle Coronatests negativ.

Am Wochenende hatten wir einen ruhigen Tag und einen Partytag, mit Geburtstagsfeier im Tierpark, bei knackig kalten 3°C, der Mann war mit dem kranken K2 zu Hause. Die Kinder hatten aber Spaß, K1 durfte Meerschweinchen füttern und alle haben eine ausführliche Zooführung bekommen.

Ich bin auch mal wieder im Labor, mit latent schlechtem Gewissen. Wenn jetzt nix unvorhergesehenes mehr passiert (wie oft habe ich das seit August schon geschrieben?!), kann der Mann wieder arbeiten.

Hoffentlich können wir diese Episode wirklich irgendwann mal als abgeschlossen betrachten. Es hilft auch irgendwie nicht, dass ich zwischen eigenem Husten und zwei abwechselnd wach werdenden Kindern zu irgendwas zwischen 4.5 und 5.5 Stunden Schlaf komme. Heute nur noch Kinder ins Bett bringen, Rest der Woche besprechen und dann ab ins Bett.

13.11.22 .

Ich schreibe jetzt nur Stichpunkte, weil ich das alles nicht mehr in zusammenhängende Sätze fassen kann.

  • Dem Mann ging es am Freitag wieder besser und er sollte Samstag entlassen werden
  • Nachdem er mit negativem Schnelltest in die Ambulanz gegangen war und 3 Tage in Isolation verbracht hat weil der MRSA-Abstrich so lange gedauert hat, war er dann einen Tag „frei“ und bei den Entlassuntersuchungen kam heraus, dass er sich wohl in der Ambulanz Corona eingefangen hat. Also weitere bis zu 10 Tage alleine.
  • Kindergeburtstag alleine vorbereiten ist scheiße und traurig und ich mag Luftballonaufpusten nicht, habs aber trotzdem gemacht. Am traurigsten ist dass K1 das zum ersten Mal ohne ihren Papa erleben wird nur weil das Krankenhaus kein Problem damit hat Leute wegen fehlendem MRSA-Ergebnis wegzusperren, aber die gleichen Leute offenbar in seiner Ambulanz nicht von infektiösen anderen Patient*innen fernhalten kann
  • Jeden Tag mehrfach gesagt zu bekommen wie toll der Papa ist und wie viel besser der alles macht, ist auch scheiße, ich kann die Kinder aber gut verstehen
  • Morgens gesagt zu bekommen dass das Kuscheln so schön ist und dass die Kinder mich lieb haben ist schön, aber ich weiß nicht ob das einfach nur so ist weil das „richtige“ Elternteil nicht da ist
  • Ich hab die nächste Woche geklärt und geplant und mit so viel Großelternhilfe organisiert dass ich meine Arbeit schaffe
  • Dann kommt K2 heute Abend von der Oma wieder mit dicken Pusteln am Mund und in der Kita ging letzte Woche Hand-Fuß-Mund um und ich möchte einfach nur schreien
  • Dass ich fragwürdige Erziehungsmethoden bei den Großeltern beobachten muss, macht es nicht wirklich leichter, ihre Hilfe anzunehmen
  • Ich will nicht mehr.

09.11.22

Puh, schon so lange nicht geschrieben.

Es war schon wieder so: Dem Mann ging es zwei, drei Tage wieder einigermaßen gut, und dann wieder nicht mehr. Seit fucking Anfang August geht das jetzt mehr oder weniger so. Darum ist er jetzt im Krankenhaus und wird ordentlich durchgecheckt.

Ich bin also alleine mit den Kindern, das funktioniert mittlerweile tatsächlich recht gut, außer dass ich halt eine Stunde am Tag zu viel arbeite dafür. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, was jetzt los wäre, wenn ich bei Vollzeit geblieben wäre nach dem Urlaub. Diese weitere Stunde pro Tag hätte mir echt das Genick gebrochen.

Aber zum Glück ist es ja nicht so. Mit noch einer Stunde weniger könnte ich das mittlerweile auch länger alleine aushalten – so nehme ich halt hier und da Hilfe der Großeltern an, mache Homeoffice oder arbeite abends noch zuende, wenn die Kinder schlafen. Ich bin nämlich immer noch wild entschlossen, meine Urlaubstage für zwischen Weihnachten und Neujahr aufzusparen und ein paar freie Tage zu haben. Das wäre echt praktisch nach dem verkorksten Herbsturlaub.

Bin ich froh, dass wir Geschenke und Kleinkram für K1‘ Geburtstag schon längst besorgt haben. Die Wohnung ist aufgeräumt, Kinder sind sauber, satt und in Bett, das muss vorerst genügen. Und ich muss mir jetzt noch überlegen, ob ich vorm Schlafen lieber noch ne halbe Stunde Wäsche falte oder zocke. Seufz.

01.11.22 Jobgedanken

Heute endlich wieder mal im Labor, was doppelt schön ist, weil das bedeutet, dass der Mann soweit genesen ist, dass das wieder geht, und weil ich… einfach gern im Labor bin.

Echt kaum zu fassen, wie sehr ich das vermisst habe, merke ich erst jetzt so richtig. Ich hab im Studium und in der Promotion mit all der Ungewissheit so oft daran gezweifelt, das richtige Studium ausgewählt zu haben, weil man mit anderem vielleicht bessere Jobchancen oderso hat, aber ich möchte nichts anderes mehr machen. Und jetzt auch noch in meiner Lieblingsnische, einem sehr speziellen Gebiet, arbeiten zu können, ist so großartig.

Heute und morgen 2 lange Tage und dann ist wieder ein Satz Proben fertig. Tja, „ich muss aber Analyse XY heute noch fertigmachen, das kann ich nicht über Nacht stehen lassen“ ist halt leider nicht sonderlich Familienkompatibel, aber andere Jobs sind aus anderen Gründen (Dienstreisen, starre Arbeitszeiten, Benachteiligung von Teilzeitmitarbeiter*innen) da problematisch und das ist bei mir alles kein Thema.

Heute ist K2 immerhin erst um 5:20 aufgewacht statt um 5:00. Noch ein paar Tage, dann haben wir auch ihre innere Uhr wieder von der Winterzeit überzeugt. Aber abends sind sie beide noch schön früh müde, deswegen hab ich jetzt noch Zeit fürs Sofa. Und endlich mal durchatmen nach den letzten Wochen. Vielleicht.