So, ich hab auch mal wieder was schönes zu erzählen. Soll es ja auch hier geben. Der Mann ist (Klopf auf Holz!) auf dem Weg der Besserung und ich hab mal wieder einen Arbeitstag im Büro bzw. Labor verbracht und mit meinem Kollegen über ein Problem nachgegrübelt. Ich liebe sowas, vor allem wenn man dann am Ende zu ner logischen Erklärung kommt so wie wir. Hach.
So, was hat es mit der heutigen Überschrift auf sich? Seit den Kindern habe ich schon gesagt: Wenn wir wieder so viel arbeiten (wie wir jetzt tun), besorgen wir uns eine Putzhilfe. Haben wir aber nie gemacht, weil… ach, ich bin halt so aufgewachsen dass „man das selber macht“ und „die Kinder müssen das ja auch mItBeKoMmEn, wenn man putzt“ (Haha, und dann putzen während die Kinder mit dem anderen Elter unterwegs sind weil es dann einfach viel schneller geht) und „ach, wir bekommen das schon so hin“ und „ich will aber nicht, dass sich was ändert“ und außerdem war da ja auch noch Corona und Lockdown und so.
Lange hat’s gedauert, letzte Woche hat der Mann dann endlich Nägel mit Köpfen gemacht und wir haben am Wochenende so krass viel aufgeräumt weil so, so viel rumlag, aber das konnte ich ehrlich gesagt auch nur mit der Perspektive auf die Putzhilfe, weil wenn man nur aufräumt ist ja immernoch alles dreckig und bis wir Zeit zum Putzen gehabt hätten, hätten wir schon wieder aufräumen müssen, und dann macht das alles einfach keinen Spaß weil so wirklich sauber und aufgeräumt wird es eh nie. Außerdem sind wir ja Neulinge auf dem Gebiet, unsere Eltern hattten da auch nie professionelle Hilfe bei, und ich habe mich mehrfach bei dem Gedanken ertappt „das muss ich jetzt aber noch putzen, was soll die Putzhilfe denn von uns dEnKeN??!“ (Die rote Halloween-Schminke aus dem Waschbecken zu entfernen, war glaub ich trotzdem ganz gut, das sieht echt ein bisschen eklig aus).
Jetzt war sie da, hat 3 Stunden lang geputzt und nicht alles fertigbekommen (Naja, Fliesenspiegel im Bad, Steckdosen putzen und Fußleisten nass abputzen… müsste ich jetzt auch scharf nachdenken, wann wir das überhaupt zum letzten Mal gemacht haben), aber es ist so unfassbar schön sauber, es ist grandios. Und ich hatte einfach nur einen normalen Arbeitstag und komme heim und es ist sauber. Wie toll ist das denn bitte?!
So, zum Zweiten sind die Kinder dieses Jahr noch mehr im Halloween-Fieber als sonst, im dritten Pandemiehalloween wollte ich jetzt auch nicht mehr nein sagen und deswegen sind wir dieses Jahr echt zum ersten Mal durch die Nachbarschaft gezogen. Ich kam um 17 Uhr von der Arbeit, bis ich zu Hause war waren die Hausaufgaben gemacht und die Verkleidungen wieder angezogen (zwei kleine Fledermäuse dieses Jahr, mit Vampirzähnen) und ich bin in der Dämmerung mit den beiden losgezogen. Was die flitzen können! Ich finde ja Halloween ein bisschen toller als Karneval (und ich lebe in einer lokalen Karnevalshochburg), weil weniger besoffene Erwachsene, keine absurden Menschenmassen und Musik überall, kein skurriles Brauchtum mit Prinzen und, Gott bewahre, Gänsen, und mehr Grusel. Die „teilnehmenden“ Häuser konnte man auch direkt an der üppigen Deko erkennen, ein Haus in der Nachbarschaft hat wie erwartet dem Ganzen die Krone aufgesetzt (so ein Haus gibt es in jeder Nachbarschaft, oder?), mit mehreren meterhohen Aufblasfiguren, Nebelmaschine, Lichtshow und einem flackernden, klappernden Sarg in Originalgröße.
Die Kinder haben sich sogar beide an die Türen getraut, haben „Süßes oder Saures“ und „Fröhliches Halloween“ gesagt und ordentlich Süßes abgestaubt. Und die Eingänge waren alle so toll geschmückt und die Erwachsenen waren so nett zu den Kindern, am Ende hat K1 sich sogar einmal getraut selbst zu klingeln. Sogar eine Schulfreundin hat sie getroffen. Das war wirklich schön.
Die Zeitumstellung gestaltet sich derweil so, dass sie abends abgeschlossen ist – das heißt, die Kinder gehen zur „neuen“ Uhrzeit ins Bett, aber natürlich ist K2s innere Uhr derart stur, dass sie weiterhin um 4:50 Winterzeit aufwacht. In diesem Sinne lege ich mich jetzt besser mal ins Bett.





