Jahresrückblick 2021

Es ist Zeit für den Jahresrückblick. Fragen, wie immer, von Frau Brüllen , die sie ihrerseits vor Jahren bei Anke Gröner fand.

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Letztes Jahr hab ich eine 4 vergeben, Corona ist immer noch da, also so richtig top wird die Wertung nicht. Wäre Corona nicht, wäre es bestimmt ne 8 oderso, wegen Jobwechsel und Schulkind und Ü3-Kind und Seepferdchen und schönem Urlaub und und und. So… Naja, sagen wir mal 5.

Zugenommen oder abgenommen?
Die Batterie unserer Waage ist leer, aber ich wiege so viel oder wenig wie immer.

Haare länger oder kürzer?
Kürzer. Im Ganzen wieder etwa kinnlang, die Seiten haben dank Undercut geschmeidige 6 mm (also, wenn der Mann wieder die Haarschneidemaschine ansetzt, die Chefin meiner Stammfriseurin ist nämlich leider, leider Impfgegnerin und ich muss mir erstmal ne neue suchen).

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Gleichbleibend, im neuen Jahr lasse ich mir noch eine Chemikalien-Schutzbrille mit Stärke anfertigen, dann kann ich Ihnen genaueres sagen. Auf der Meta-Ebene um einiges schlauer, aber angefangen habe ich noch nichts mir der Info. Mal sehen.

Mehr Geld oder weniger?
Mehr. Keine Elternzeit, günstiger Urlaub, immernoch kaum Shoppen (immernoch deutlich zufriedener damit), kaum Unternehmungen (nicht so zufrieden damit). (Noch) kein neues Auto, weil überraschenderweise die Bahn zu meinem neuen Job so schnell ist, dass sich das zweite Auto und der damit verbundene Stress (Kosten, Reifen, Inspektion und der tägliche Stau auf der A40) nicht lohnt. Besonders, da ich K1 aus Überzeugung zu Fuß zur Schule bringe und die Bahnhaltestelle buchstäblich direkt hinter der Schule ist. Joa, und Vollzeit arbeiten in der Branche, in der ich ausgebildet und Expertin für mein Gebiet bin, bringt auch einfach deutlich mehr Geld ein.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Ich wollte gerade „weniger“ schreiben, aber… letztes Jahr war das ja auch schon alles so *heuli*! Also ungefähr genau so viel. Ein wenig haben wir im Kinderzimmer renoviert, der Urlaub war günstig, der Mann war genau wie 2020 durchgehend im Homeoffice (ich ab der zweiten Jahreshälfte nicht mehr, ändert aber nix), ansonsten war ja nix. Unsere Lebensmittelkosten halten sich ebenfalls auf dem gleichen Niveau, obwohl wir nicht mehr im Discounter, sondern bei Picnic/Edeka einkaufen, aber: Dadurch, dass wir alles in einer App zusammenklicken, kaufe ich weniger sinnlosen Kram im Vorbeilaufen, unser Lebensmittelbudget ist tatsächlich gleich geblieben. Wir sind in der glücklichen Lage, uns mehr oder weniger alles leisten zu können, auf das wir so kommen, und seit Corona habe ich echt diese dauernden Sparüberlegungen (aus BAföG-Zeiten) abgelegt und viele Sachen einfach gekauft.

Der hirnrissigste Plan?
In freiwilliger Selbstquarantäne eine Bewerbung schreiben, weil ich sonst nix zu tun habe. Die erste feste Stelle meines Lebens bei einem renommierten Großunternehmen aufgeben, um wieder das machen zu können, was ich liebe und worauf ich mich spezialisiert habe. Morgen endet meine Probezeit!

Achja, und mich tätowieren lassen. Gnihihi.

Die gefährlichste Unternehmung?
Einkaufen gehen, Schwimmen gehen, irgendwas alltägliches. Das Risiko einer Ansteckung schwingt immer mit und macht mich nachhaltig mürbe. Beim Nachdenken fällt mir auf, wie lang dieses Jahr war. Anfang des Jahres war hier noch niemand geimpft, mittlerweile verteilen sich 10 Impfdosen auf 4 Haushaltsmitglieder. Ich habe so gehofft, dass wir jetzt, wo wir alle geimpft sind, endlich für uns aufatmen können und wieder mehr und sorgloser unternehmen können. Ist es jetzt gefährlicher, mit schwindelerregend hohen Zahlen aber geimpft und geboostert? Oder mit relativ niedrigen Zahlen, aber ungeimpft? Ich weiß es nicht.

Die teuerste Anschaffung?
Hm, wir haben ein Auto bestellt, das ist aber noch nicht da. Wird also, wenn es denn irgendwann mal gebaut werden kann, ein Posten für 2022. Die Renovierung des Kinderzimmers… war die noch dieses Jahr? Meine Handy-Fotogalerie sagt ja. Das Tattoo war auch teuer.

Das leckerste Essen?
Wir hatten in letzter Zeit viel Sushi, weil wir uns ab und zu aus der Stadt was mitbringen wollten (vom Arztbesuch oder Geschenkekauf), warmes Essen aber bis zu Hause kalt geworden wäre. Das war lecker. Und im Sommerurlaub haben wir gemeinsam einen Remote-Kochworkshop gemacht und Tzimmes á la Odessa gekocht, das war extrem lecker. Außerdem waren wir zusammen mit Freunden, die vier Kinder haben nebenbei gespielt, ich war zwischendurch bei den Kühen zum Melken und das ist eine echt schöne Erinnerung.

Das beeindruckendste Buch?
Wie letztes Jahr habe ich fast täglich gelesen, aber nur wenige Seiten. Ich wollte eigentlich die Scheibenwelt-Romane anfangen, aber für diese komplexen Handlungsstränge und Wortwitze reicht meine abendliche Restaufmerksamkeit nicht mehr aus. Also doch wieder Jugendromane. Don’t judge me! Die unendliche Geschichte habe ich endlich mal gelesen, den 2. Teil, der nicht im Film vorkommt, habe ich ganz vergessen. Ich habe aber ganz viele neue Leseideen vom Tropenhaus-Podcast, den kann ich an derser Stelle wärmstens empfehlen. Es ist echt eine Freude, zuzuhören.

Der ergreifendste Film?
Ich habe endlich mal Parasite geguckt, den südkoreanischen Oscar-Preisträger. Und das ausgerechnet, als ich ein ganzes Wochenende allein zu Hause war, weil Mann und Kinder in den Herbstferien bei Oma und Opa im Ferienhaus waren. Grusel!

Die beste Serie?
Hm, Witcher haben wir gerade durch, das war ganz nett. Naruto und Naturo:Shippuden habe ich nach vielen Jahren nochmal geguckt bzw. bin noch dabei – 700 Folgen (eher 350, wenn man die Filler überspringt) sind schon eine Menge. The Mandalorian war auch super.

Die beste CD?
Seit Mitte des Jahres täglich mit der Bahn unterwegs, höre ich mittlerweile wieder mehr von „meiner“ Musik, also… nicht das, was die Kinder gerade mögen. Das ist, je nach Befinden, ein wilder Mix von Anime-Soundtracks (Naruto) bis Metal (Disturbed zum Beispiel).

Das schönste Konzert?
Kein Konzert, deshalb möchte ich hier, wie letztes Jahr, wieder Videospiele notieren: Zelda: Breath of the Wild endlich durch (war toll!), und Dank des Tropenhaus-Podcasts alte und neue Point-and-Click-Adventures: Baphomets Fluch 1, 2 und 5, die Blackwell-Reihe, Indy 3, Day of the Tentacle, Runaway…

Was aus unseren Ärzte-Karten für Pfingsten 2022 wird, werden wir sehen. Ha. Hahaha.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Mann, Kindern und seit Mitte des Jahres mit „meinem“ Massenspektrometer.

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Mann und Kindern, mit zwei vierköpfigen Familien im gemeinsamen Sommerurlaub, fast jeden Dienstag und Freitag Abend in der Twitterkneipe.

Vorherrschendes Gefühl 2021?
Von Pandemüde zu Pandewütend.

2021 zum ersten Mal getan?
Tja, der ganze Coronakram ist ja nicht mehr neu. Obwohl: mRNA-Impfstoff bekommen habe ich zum ersten Mal.

Eine feste Stelle gekündigt.

Definitiv zum ersten Mal: Mich tätowieren lassen. Ich schaue es jeden Tag wieder an und wundere mich, dass ich mir das getraut habe. Und es ist so toll. Und hat wirklich nicht doll wehgetan. Wenn das Farbenproblem im nächsten Jahr gelöst ist, kann ich für nichts garantieren.

2021 nach langer Zeit wieder getan?
Ein Wochenende ganz alleine verbracht.

Im Labor gearbeitet. Pipettiert, aufgetaut, angesetzt, verdaut, gewogen, gemessen. Hach, ist das schön.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Auch das kann ich von letztem Jahr kopieren:
Corona
*Etwas, das ich nicht ins Internet schreibe*
Homeoffice mit Kindern

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass ich die Richtige für den Job bin. (Erfolgreich)

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Hmmm, schwierig. Materiell gäbe es da sicherlich einige Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke, auf der Metaebene… keine Ahnung.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Freundschaft. Zu mir halten, obwohl es nicht gut aussieht.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Wir finden, dass Sie zu uns passen. Sie haben den Job!

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Ich habe den Job!

Besseren Job oder schlechteren?
Besser. So viel besser.

Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Selbstvertrauen.

Mehr bewegt oder weniger?
Viel mehr: An Homeoffice-Tagen bin ich meist knapp unter den 6.000 Schritten geblieben, wenn ich K1 zur Schule bringe und im Büro arbeite eher 10.000, wenn ich im Labor arbeite eher 13.000.

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Akut kaum, chronisch eine mehr. Seufz.

Davon war für Dich die Schlimmste?
Sag ich nicht.

Dein Wort des Jahres?
Twitterkneipe.

Dein Unwort des Jahres?
Impfgegner.

Dein Lieblingsblog des Jahres?
Ein herausragender fällt mir dieses Jahr nicht ein. Einige Blogs sind dieses Jahr neu hinzugekommen, den meisten BloggerInnen folge ich auf Twitter, also schauen Sie sich gern auf meinem Profil um. Ich mag weiterhin gern Tagebuchblogs.

Dein größter Wunsch fürs kommende Jahr?
Gesundheit. Dass unser Sommerurlaub stattfinden kann.

2021 war mit einem Wort…?
Wechselbad.

Kommen Sie gut ins neue Jahr!

K1 – sieben

Liebe K1,

so – das Jahr ist fast vorbei, aber der obligatorische Geburtstagspost für dich soll nicht fehlen.

Dieses Jahr an deinem Geburtstag warst du ziemlich genau doppelt so alt wie deine Schwester. Sieben und dreieinhalb. Als du also so alt warst wie K2 jetzt, bist du große Schwester geworden. Das ist schon merkwürdig für mich – du kamst mir damals so groß vor und K2 wirkt jetzt auf mich so klein – wobei ihr natürlich etwas unterschiedlich in der Entwicklung seid, du warst in dem Alter zum Beispiel sprachlich weiter, aber so im Großen und Ganzen… wow.

Ihr beiden… könnt euch streiten und vertragen, mittlerweile aber auch so richtig zusammen spielen, da hilft es natürlich, dass K2 sich jetzt besser ausdrücken kann. Ihr wollt meistens das Gleiche haben, häufig kaufen wir daher die gleiche Kleidung in beiden Größen. Du erklärst und zeigst ihr alles Mögliche und ich bin echt froh, dass ihr euch habt.

Corona bestimmt immer noch unser Leben und wir haben wieder wenig unternommen in diesem Jahr. Zum Glück hat unser Sommerurlaub mit deinem Kita-Freund, den wir seit dem Babyschwimmen kennen, geklappt. Auf dem Bauernhof hattet ihr echt Spaß miteinander und konntet viel miteinander spielen. Jetzt ist zwar Omikron schon im Anmarsch, aber wenigstens bist du jetzt doppelt geimpft – mehr können wir kaum tun. Und den Kindergeburtstag im Tierpark haben wir auch nachgeholt.

Die größte Änderung in diesem Jahr ist sicherlich deine Einschulung. Schulranzen kaufen, Kita-Abschied… wie aufregend das war! Soweit ich das beurteilen kann, bist du in der Schule gut angekommen. Du machst Riesen-Fortschritte beim Lesen, schreiben und Rechnen, du hast Freund*innen gefunden und füllst regelmäßig Freundebücher aus, du gehst gern in die Schule und zur OGS. Weil ich seit Mitte des Jahres Vollzeit arbeite, haben wir unter der Woche nicht mehr so viel Zeit füreinander, aber dass ich dich morgens zur Schule bringe, ist ziemlich fester Bestandteil unseres Tagesablaufs und ich rede dann sehr gern mit dir. Nachmittags kommst du mittlerweile sogar mit deiner Freundin, die nebenan wohnt, ganz alleine nach Hause. Mit dem Schwimmunterricht hast du auch angefangen – und schon das Seepferdchen bestanden. Du bist so groß geworden und es ist eine Freude, dich dabei zu begleiten.

Paw Patrol, deine erste Serie die du 2020 gucken durftest, ist weiterhin dein ungebrochener Favorit. Und ich habe noch vor einem Jahr gedacht, diese Lizenzspielzeuge würden sicherlich schnell in der Ecke liegen – weit gefehlt. Just Dance spielst du auch weiterhin regelmäßig und unsere Verkleidekiste platzt aus allen Nähten.

Du bastelst und malst immer noch sehr gern, seit der Einschulung werden besonders die frei gemalten Bilder immer detaillierter – Ausmalen magst du aber auch weiterhin sehr. In den letzten Tagen hast du begonnen, aus deinen Vorlesebüchern zu lesen. Krass einfach, wie schnell das geht. Ich hoffe, es tut dir gut, zu entdecken, was du alles tolles kannst. Ich bin jedenfalls begeistert!

Deine Mama

Zwischen-den-Jahren-Ruhe

So, es ist ruhig geworden, zumindest überholen die To-dos sich nicht mehr gegenseitig.

Die Kinder haben nochmal bei Oma und Opa übernachtet, eine der Pandemieunvernünftigkeiten, die wir uns so gönnen. Es hat sehr, sehr gut getan. Ich habe stundenlang Point and Click Adventures gespielt, so richtig ohne Unterbrechung, wir waren in der Stadt, und im Wohnzimmerschrank aufgeräumt haben wir auch noch.

Jetzt sind die Kinder wieder hier und wow, die sind so groß geworden. K1 liest selbst Bilderbücher vor, K2 kann sich echt gut verbal ausdrücken, und gerade jetzt in der Ferienzeit, wo sie sich mehr sehen als sonst, habe ich den Eindruck, dass sie mehr zusammen spielen als sonst. So richtig friedlich und kooperativ.

So, mal sehen ob ich dieses Jahr noch den Jahresrückblog hinbekomme…

Weihnachten und Pläne

Huch, da ist Weihnachten schon wieder vorbei. Und heute bin ich den ersten Abend nicht absolut komplett erschöpft. Gut.

Das Weihnachtsfest war schön, gemütlich und sehr Geschenkereich. Naja, das ist wohl der Versuch, die verlorenen Erlebnisse – Weihnachtsmarkt, Schwimmen, Museen, Familientreffen, Shoppen – der letzten Monate ein wenig mit schönen Dingen wettzumachen. Wir sind ja in der glücklichen Lage, das problemlos ermöglichen zu können.

Heiligabend sind wir ja immer bei meinen Eltern, da bekamen die Kinder lang gewünschtes Playmobil. Die großen Sets sind mittlerweile echt ausgefeilt und sehr detailliert. Hätte ich als Kind auch toll gefunden. Unsere Bescherung ist traditionell dann am Weihnachtsmorgen, da ging es mit Dinos, Paw Patrol und My little Pony weiter. Wir Erwachsenen wurden auch reich beschenkt, ich hab mich sehr über tolle Lidschattenpaletten gefreut und Waffeln und Sandwiches können wir jetzt auch wieder machen. Wurden auch schon ausprobiert und für gut befunden. Ach ja – und die Gravitrax-Murmelbahn, an die wir mehr durch Zufall gekommen sind. Genug Spielmöglichkeiten für den nächsten Lockdown (seufz).

Am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag wären wir eigentlich auch gern bei der Familie gewesen, waren aber vernünftig. Das Erinnerungsfoto auf WA mit 15 Personen aus 6 Haushalten, ohne Maske dicht aneinander, gibt mir in unserer Entscheidung Recht. Vermissen tue ich sie trotzdem alle.

Da K1 jetzt durchgeimpft ist (Juchu!), habe ich ein Versprechen eingelöst: Naturkundemuseum. Dinos gucken.

Übrigens das erste Mal, dass ich 2G-kontrolliert wurde – so richtig mit Zertifikat scannen und Perso abgleichen. Fand ich super. Sogar das goldene M, bei dem ich auf dem Heimweg Essen holte (zum Essen im Auto), hat richtig kontrolliert. Das Museum war jedenfalls toll und ich glaube, K1 hat die gemeinsame Zeit und das Erlebnis sehr gut getan.

Ich habe mir dann noch selbst eine Kindheitserinnerung für ein paar Euro gekauft:

Hihi.

Ab heute war dann wieder ein bisschen Struktur im Tag angesagt, die uns/mir generell etwas fehlte, was aber durch Corona und das alles völlig abhanden gekommen ist. Also haben wir so einen Tagesplan mit kindgerechten Bildchen gekauft, gedruckt und laminiert, auf dass die Kindelein wissen, was am Tag ansteht, das umsetzen lernen und ihre Möglichkeiten zur Mitbestimmung besser nutzen können. Hat heute schon sehr gut funktioniert. Ich war ja skeptisch, ob sowas nicht zu durchgetaktet ist für die Ferien, die ja auch dazu da sein sollen, dass die Kinder mal machen können, wonach ihnen der Sinn steht. Aber im Gegenteil: Wir haben Pflichten und Pläne viel schneller umgesetzt gekriegt und die Kinder konnten den halben Nachmittag friedlich spielen, während ich mit meiner Mama spazieren war und der Mann in der Twitterkneipe weilte.

Jetzt noch ein wenig Zocken und dann ab ins Bett.

Stille Nacht

Es ist geschafft.

Kein Arbeiten mehr dieses Jahr, keine Schule, keine Kita, und zumindest bis Heiligabend haben wir auch das zweite Coronajahr ohne Infektion überstanden. Was für ein Glück. Was für ein Jahr.

Diese Woche habe ich nochmal ordentlich rangeklotzt auf der Arbeit, alles ist rausgeschickt, das nächste Projekt für die erste Januarwoche ist schon geplant und liegt für Future Wunnibar im Arbeitsrucksack.

Zwischen den Jahren werde ich versuchen einiges zu rekapitulieren, wenn ich mir so vorstelle was meine Situation letztes Weihnachten war ist es schon krass, wie viel doch zwischen Masken und Schnelltests an normalem Leben passiert ist.

Wir sind dieses Jahr in matching Christmas Sweaters (siehe Foto) unterwegs statt in Hemd und Kleid, machen es uns also richtig gemütlich. Ich wünsche allen Leser*innen, Follower*innen und besonders der besten Twitterkneipencrew wunderschöne Feiertage, wie ihr sie euch wünscht (sofern das aktuell geht). Danke, dass ihr da seid.

Pandemieweihnachtsstimmung

Auch dieses Jahr wird und bleibt die Vorweihnachtszeit wieder sehr… anders, aber durchaus schön. Sieht man man von der Pandemie ab. Ähem.

Am Wochenende haben also Mann und großes Kind einen Weihnachtsbaum – größte Schnittblume des Jahres – besorgt, wir haben ihn mit Legoanhängern und Kugeln geschmückt und dank Smartgedöns geht er nachmittags auch ganz von alleine an und zum Schlafen wieder aus.

Dann war ja noch einmal #Badventskaffee und wir konnten uns tatsächlich wieder vollkommen pandemiekonform mit netten Leuten unterhalten, Tee trinken und leckere Kekse schnabulieren. Und ich kann wirklich von mir behaupten, nach (jajaaaa, während) der Pandemie mehr Freund*innen zu haben als vorher.

Nachdem es jetzt wirklich wochenlang bewölkt mit Dauernieselregen war, konnten wir heute Abend bei Vollmond (nach um 6 Uhr aufstehen und Überstunden machen, damit noch 2 Projekte fertig werden) endlich unsere Weihnachtsmarkt-Ersatzveranstaltung mit den Großeltern starten. Wie letztes Jahr mit weihnachtlich beleuchtetem Bollerwagen, Schlafsäcken für die Kinder, Sagré, Glühwein und frischen Maronen aus dem Airfryer.

Jepp, ich bin echt ziemlich durch, urlaubsreif, ich möchte mein Freizeit- und Familienleben von vorher zurück, aber die Sachen waren doch trotz Allem wirklich schön.

Inked

So, sind Sie bereit? Ich habe etwas verrücktes getan.

Jup, das ist mein Unterarm. Seit einer Woche schon. Und es gefällt mir so, so gut! Das Endergebnis muss allerdings noch ein paar Wochen warten.

Ich wollte schon lange ein Tattoo, aber habe nie das passende Motiv gefunden. Hier hat es dann einfach „klick“ gemacht – einen Termin zu bekommen, war mit Corona gar nicht so leicht, aber es hat geklappt. Das Motiv wurde vorher nach meinen Wünschen gestaltet bzw. abgewandelt. Und dann war der Termin da… ich natürlich völlig aufgeregt.

Auch das Tattoostudio habe ich mir bewusst ausgewählt. Die Tätowiererin (2G+ übrigens, mit tagesaktuellem Schnelltest) hat mir alles genau erklärt, die Platzierung und Farben besprochen und dann ging es los. Ich muss echt sagen: Ich habe mich wirklich zu jeder Zeit wohl gefühlt. Und mich sehr lange über Animes und Videospiele unterhalten, hihi.

Schmerzen, danach fragt ja gefühlt jede*r. Ich hätte lieber 10 Tattoos als ein Ohrpiercing – die habe ich mit 13 oderso bekommen, auaauaaua. Aber das Stechen, zumindest an der Stelle, war wirklich harmlos, ganz echt jetzt. Da ist das Jucken beim Abheilen jetzt schon fast schlimmer.

Also, ich bin happy. Die Kinder sind interessiert, K2 findet es toller als ihre Wassertattoos und möchte auch eins. Noch 15 Jahre, mein Kind. Oder auch 35.

Musik an

Ah, ich merke, ich habe schon wieder mehr zu erzählen. Das gefällt mir. Aber eins nach dem anderen.

Auf der Aebeit kommen die Corona-Einschläge auch immer näher und ich hoffe einfach, dass uns bis Weihnachten keine Quarantäne ereilt. Ansonsten esse ich draußen zu Mittag, trinke nur zwischendurch am offenen Fenster und habe den Rest der achteinhalb Stunden am Tag meine FFP2-Maske auf. Nervig, aber hilfreich und deutlich effektiver als OP-Masken. Trotzdem bin ich einerseits froh, den Rest der Woche im Homeoffice mit einer großen Kanne Tee auf dem Tisch verbringen zu können. Andererseits… ach, ich freue mich schon drauf, irgendwann meine noch recht neuen Kolleg*innen besser kennenlernen zu können. Zu Smalltalk bei gemeinsamen Mittags- oder Kaffeepausen kommt es so ja nicht. Vielleicht… 2023 dann. *Irres Lachen*

Also: Wie hören Musik derzeit über Spotify, und über Spotify Connect kann ich mit meinem Handy Lieder oder Playlists an den Fernseher schicken, die dann dort abgespielt werden. So auch heute Morgen. Dann bin ich mit K1 losgegangen, habe sie zur Schule gebracht und bin weiter zur Bahn in Richtung Arbeit gelaufen. Also Kopfhörer rein und meine Musik an. Es stellt sich heraus: Spotify Connect benötigt kein WLAN, das geht auch von unterwegs. Das Problem an der Sache war, dass K2 im Wohnzimmer saß und dieses Lied kam:

(Wenn Sie sich das Musikvideo dazu ansehen wollen, bitte die Warnungen am Anfang beachten, ich bin so froh, dass in unserem Fall nur das Albumlogo erschien.) Tjanun. Ich hab dann auch nach ein paar Sekunden gemerkt, dass bei mir kein Ton ankam, und dann erst die Verbindung zum Fernseher in der App registriert. K2 ist wohl zum Mann gelaufen und hat gesagt, da sei „ein Gespenst“. Willkommen in meinem Kurs „Wie mache ich meiner dreijährigen möglichst effektiv Alpträume“.

Also, ja, ich höre mal wieder Metal, das habe ich sicher 10 Jahre nicht mehr gemacht, oder nur sehr sporadisch. Warum eigentlich?

3. Advent. Endlich.

Ich habe gestern Mittag auf unseren Kalender geguckt und… zum ersten Mal seit gefühlt ewig stand da einfach mal für dieses Wochenende nix mehr zu erledigen. Nur noch Freizeit. Wir haben in den letzten Wochen die vollen ToDo-Listen endlich abgearbeitet. Aaaaaah, endlich Weihnachtsfeeling.

Am Samstag sogar vor Ort, im kleinen Kreis, mit meinen Eltern zu denen wie sowieso Kontakt haben und einer weiteren Verwandtenfamilie, alle Anwesenden geboostert. War das schön. Wäre Corona nicht gewesen, hätten wir mindestens ein Mal gemeinsam Urlaub gemacht, 2020 nämlich.

Am Sonntag dann Zoom-Adventskaffee.

Hach, großartig, so leckere Kekse, tolle Buttons, super Organisation (Danke nochmal!), nette Gesellschaft und Gespräche. K1 und K2 diesmal auch teilweise mit von der Partie, zumindest haben beide einmal kurz in die Kamera gelinst.

2 Stunden gemeinsames Kaffeetrinken, ohne das Haus verlassen zu müssen. Auch nett, und toll dass das in diesen Zeiten möglich ist und es Menschen gibt, die das dann auch organisieren. Jetzt bin ich fast so entspannt, dass ich schon wieder denke – ich könnte doch bestimmt noch ein paar Sachen abheften? – Aber, nein, das mache ich heute nicht. Jetzt wird entspannt und ein bisschen Vorweihnachtszeit genossen.

Weihnachtsstimmung: So Mittel

Hm, hach, hm. Ich gebe mir ja Mühe mit der Weihnachtsstimmung, aber es ist schwierig. Letztes Jahr hatte das ja eher so was einmaliges… einmal etwas anderes machen als die gewohnten Weihnachtstraditionen, um alle zu schützen. Jetzt ist es eher so… wir haben alles uns mögliche getan, andere scheißen auf Solidarität und deshalb sitzen wir halt mal wieder in der Patsche.

Dennoch haben wir zu Nikolaus wieder selbstgebackene Kekse an die Nachbarn verteilt und sind selbst reich beschenkt worden. Das war toll. Überhaupt, natürlich machen wir es uns trotzdem schön, essen Maronen und trinken Sagré, bestaunen auf dem Weg zur Schule und zur Arbeit die schönen Lichterketten in den Fenstern, öffnen jeden Morgen unsere Adventskalendertürchen.

Auf der Arbeit ist bis Weihnachten wohl kein neues Projekt mehr in Sicht, dafür muss alles noch zuendegebracht werden, auch das mag ich ja sehr an Projektarbeit: Alles hat ein definitives Ende, dann bekommt die Kundin ihre Analyse und kann damit dann wasauchimmer tolles machen, aber ich bin dann erstmal fertig.

Mit dem Jahr bin ich auch erstmal fertig. Was für ein Ritt. Und irgendwie sehr verwirrend, weil einerseits ist Corona und Querdenken einfach großer Scheiß, andererseits habe ich ein Schulkind und ein Ü3-Kitakind, einen Mann mit bald einem neuen Job und selbst meinen Traumjob. Der Jahresrückblick wird mehr als widersprüchlich.