Jahrestage

So langsam mehren sich die Corona-Jahrestage. Kein schönes Gefühl, schon ein Lebensjahr so verbracht zu haben. Vor einem Jahr und fünf Tagen waren wir zum letzten Mal in einem Indoor-Spielplatz:

Ach, menno. Auf Twitter sind die Dinger ja ein wenig als „Elternhölle“ verschrien, aber ich mochte sie ganz gern. K1 hatte da mehr Ausdauer als ihre 11jährige Freundin, sie hat die ganzen Klettertürme so geliebt und sich so viel getraut.

Heute waren wir spontan auf dem Spielplatz: Kälte, Sonne und später Vormittag – da hatten wir alle Geräte ganz für uns. K2 wollte auch mal ziehen:

K1 hatte die Playmobillöwen dabei, das waren mal meine und sind über 20 Jahre alt. Ein schöner Gedanke.

Sonst war unser Sonntag schön ruhig: Just Dance, Kegelbahn, Straßenseite auf dem Balkon, Reibekuchen mit Apfelmus zum Abendessen.

Lazy Saturday

Ich hätte ausschlafen dürfen, war aber nachdem die Kinder dann aufgestanden waren knallwach. Dann hab ich halt gelesen, ganz ungestört, das war auch entspannend.

Der Vormittag war auch entspannt, die Kinder spielten Just Dance, wir spielten und hingen halt so rum. Dazwischen Frühstück, Snacks, irgendwann Mittagessen, Mittagsschlaf. K1 durfte den Paw Patrol Kinofilm sehen, den ich letztens auf DVD gekauft hatte.

Dann kam jemand vorbei und holte die alte Kommode aus dem Kinderzimmer ab – wieder was erledigt. K1 und ich gingen zu zweit spazieren und hatten Zeit zu Reden. Mehr Just Dance.

Zum Abendessen wollte ich gern Okonomiyaki machen – ich habe beschlossen, wieder öfter Essen zu kochen, auf das wir Erwachsenen Hunger haben. Die Kinder mögen es dann halt oder nicht, und Brote, Müsli und Nudeln können sie immer haben.

Moaaar, war das lecker.

Spielplatzdate

Der Morgen fing früh an, es gab nämlich Paupetchaul Kleidung bei Feinkost Albrecht und ich war, wie auch schon die letzten Wochen, noch vor der Kitarunde um 7 da. Habe alles bekommen – 2 Mal das Gleiche in 86/92 und 110/116 – und nach dem Einkauf fuhr der Mann die Kinder zur Kita, weil ich eine Telko hatte. Oder sagt man jetzt Viko?

Jedenfalls habe ich Mittags noch schnell das letzte Regal aufgebaut, mit der letzten Ecke des Kinderzimmers bin ich noch nicht 100% zufrieden. Mal sehen. Aber eins weiß ich auf jeden Fall: Es gibt ja immer wieder Kritik an den neuen Ikea-Möbeln, sie seien immer billiger, dafür schlechteres Material und mehr Plastik. Aber ganz ehrlich, ich habe jetzt eine ganze Schrankwand von einem brandneuen System aufgebaut und ein Regal einer älteren Serie und das ist so viel einfacher und komfortabler geworden. 28 Schrauben und 52 Dübel für ein hüfthohes Stufenregal, während ein 2m hoher Schrank mit 8 Schrauben plus 8 Plastiknupsis für die Rückwand auskommt und man ihn fast ohne Kraftaufwand zusammenstecken kann. An den Aufbauanleitungen merke ich mittlerweile extrem, welche Möbel älter und welche neuer sind. Bei Billy muss man z.B. die Rückwand noch festnageln.

Wo war ich? Ach ja. Nach dem Aufbauexkurs packten wir seit langer Zeit wieder mal die Taschen für einen Spielplatzbesuch mit 2 Kitafreundinnen. Hat das Spaß gemacht! Gerade K1 läuft oder fährt mit anderen Kindern plötzlich vor statt hinterdreinzutrotten, da ist keine Spur mehr von Müdigkeit. K2 fand K1′ Fahrrad so toll, dass sie es zwei Runden durch den Park geschoben hat. Es war wirklich entspannt, natürlich etwas voller aber alle achteten auf Abstand und durch den angrenzenden Park hatten wir immer die Möglichkeit, auszuweichen.

Auf der Heimfahrt gab es spontan Milchshakes. Wie früher, das tat so gut.

Jetzt bin ich fix und fertig, so richtig müde vom Aufbauen und Spazieren (und einem eher anstrengenden Abend, K2 ist ihr Milchshake nämlich auf den Küchenboden gefallen), und werde mich nur noch aufs Sofa und ins Bett bewegen.

Stufe 2: Spielfläche

So: Stufe 2 des Kinderzimmerumbaus mit niedrigen Regalen und Spielfläche konnte heute endlich beginnen, der Lieferdienst war da. Wir waren nämlich nicht ganz sicher, ob die große Platte, die besagte Spielfläche bilden sollte, wirklich ins Auto passt.

Vorher aber erstmal: Sonne genießen. Sogar ich Frostbeule war nur in Sweatjacke draußen.

Als ich mit K2 wieder da war, hatten K1 und der Mann schon mit dem Aufbau angefangen, und der ging mit dem neuen Kinderzimmerschranksystem echt schnell. Also, letztendlich hat es doch den ganzen Nachmittag gedauert, bis alle Schubladen etc. eingebaut waren, aber wir haben schon deutlich umständlichere Aufbauanleitungen gesehen, und 95% aller Möbel hier waren zum selbst Aufbauen.

Sneak Peek?

Die Kinder haben die Fläche (2,40m Arbeitsplatte) gleich in Beschlag genommen, ihr Playmobilhaus draufgestellt und drauflosgespielt. *Der* Geschwisterplüsch-Moment des Tages war definitiv, wie K2 erst nicht hochkam und K1 sich hinhockte, sodass K2 über ihren Rücken hochklettern konnte. Ohne, dass wir Eltern das irgendwie angeleitet hätten, da sind sie von ganz allein drauf gekommen!

Sonnig

Die Kinder sind mal wieder höchst knuffig momentan. Ja, gerade seit Corona bin ich auch oft genervt, überfordert und möchte mich den ganzen Tag über dieses und jenes Problem beschweren, aber meine Güte, das sind schon wirklich zwei tolle kleine Menschen. Das Hauptproblem ist eher, dass alle Freizeitaktivitäten und Entlastungsmöglichkeiten für uns alle weggefallen sind. Die Kinder sind ganz genau gut so, wie sie sind.

Wenn die kleine beschließt „Möchte draußen slafen!“, mit mir Matte, Kuscheltier und Decke auf den Balkon schleift, sich einmuckelt und breit grinsend gemütlich daliegt. Wenn die Große in ihrem Hochbett eine ganze Szenerie mit Pony-, Hund- und Lego-Spielzeug kreiert oder uns Geschichten erzählt wie ein Wasserfall (im Moment sind es Geschichten von der Fledermausfamilie, die im Baum vorm Haus und im Dachboden wohnt).

Heute war also ein richtig leichter Tag, so sonnig wie das Wetter draußen.

Alltag halt

Dir Kinder haben mich um 6:20 geweckt, das ist ja quasi ausschlafen.

Nach der Arbeit bin ich noch eine Runde Laufrad mit K2 gefahren, das wollte sie schon morgens:

Nach der halben Strecke hat sie das Rad geschoben und ungefähr alle 2 Meter gesagt „Das iss ein tolles Rad, Mama! Iss ssön! Fefällt es dir?“ Hachz.

Der Rest des Tages war ruhig, wir haben ein wenig aufgeräumt, gespielt, nix besonderes. Jetzt: Nach Wochen mal wieder Fernsehen.

Frühling im Februar

Der erste Spielplatzbesuch des Jahres.

Wir haben dem Besuch extra schon auf die „Randzeiten“ gelegt – 10 Uhr morgens – aber nach so einer Stunde wurde es uns unangenehm. Mindestens 7 maskenlose Erwachsene, man verhält sich als wäre nix und wir sind dann diejenigen, die die Kinder wegscheuchen, damit sie auf Abstand bleiben. Da werden wir noch ein wenig Übung und Ausprobieren brauchen, bis wir einen Modus gefunden haben, mit dem wir uns halbwegs wohlfühlen.

Bis dahin war es aber wirklich schön. K2 ist nebenan um den Ententeich Laufrad gefahren, K1 herumspaziert, als ihr die Maske auf dem Spielplatz unangenehm wurde. Rutsche, Sandkasten, Seilbahn, dazu Sonne und blauer Himmel.

Ich hatte 5 Stunden Schlaf in der Nacht und habe mich daher mit K2 zum Mittagsschlaf hingelegt. Danach haben wir ebenfalls zum ersten Mal dieses Jahr den Balkon genutzt, mit Straßenmalkreide und Wasser für die Kinder, danach ein Bad in der großen Badewanne. Dann hat der Mann wieder mal Pizzateig selbst gemacht und die Kinder haben rauhe Mengen davon verputzt.

Jetzt müsste ich nur noch von meinem Stresslevel und dem dünnen Nervenkostüm runterkommen. Aber wie?

Wärmer

Es wird wärmer. Endlich!

Heute Nachmittag waren wir spazieren zum Spielplatz, ich musste meine Winterjacke auflassen weil es so warm war und habe sie später noch gegen eine Übergangsjacke getauscht. Entsprechend gut gefüllt war auch der Spielplatz, aber immerhin hatten tatsächlich alle Erwachsenen eine medizinische Maske auf, sogar einige Kinder. Wir haben uns trotzdem etwas abseits gehalten. Morgen wollen wir versuchen, vormittags zu gehen statt Nachmittags, vielleicht ist es dann leerer. Und ich wäre wirklich, wirklich sehr gerne geduldiger, wenn es darum geht, die Kinder zum Weitergehen zu bewegen. Boah, das ist echt einer der Endgegner im Alltag mit den Kindern für mich.

Nach einiger Zeit verabschiedete ich mich und traf mich mit meiner Mama auf einen Distanzspaziergang. Das war schön, aber gerade als wir umkehren wollten, also maximal weit von zu Hause weg, rief der Mann an, dass ich aus Versehen seinen Schlüssel mitgenommen hatte, weil ich seine Jacke auch noch nach Hause gebracht hatte. Und wir brauchten eine Dreiviertelstunde bis nach Hause. Aber der Mann weiß sich ja zu helfen und so konnte ich relativ gut – also schon etwas zügig, aber eben auch nicht völlig abgehetzt – noch quasselnd nach Hause laufen und fand eine gut gelaunte Familie auf dem Treppenabsatz vor, die sich mit Keksen und Handyfilmchen (Bummelkasten!) bei Laune gehalten hat. Was für ein Abenteuer!

Zu Abend gab es den letzten eingefrorenen Kürbis als Suppe und vor dem Schlafengehen habe ich mir nochmal Zeit mit K1 genommen und mit ihr Lego gebaut und gespielt.

Luft geholt

Heute also guilty pleasure „Oma und Opa passen auf die Kinder auf“. Was heutzutage alles als guilty pleasure gilt.

Passend dazu habe ich heute Morgen darüber nachgedacht, dass „morgens alleine duschen“ auch schon so eine Aktivität geworden ist, die ich mir gefühlt „leiste“ und dabei ein latent schlechtes Gewissen habe, dass ich mich lieber um die Kinder kümmern sollte oder schon arbeiten. Nein, einfach nein. Ich bin selbstverständlich auch meilenweit von meinem Vorhaben entfernt, regelmäßig Sport zu machen. Das muss dringend anders werden, denn grundlegende Körperpflege darf kein Luxus sein, das muss drin sein, für jeden. Nicht dass das jemand falsch versteht, der Mann hat keinen Anteil an dieser Schieflage, im Gegenteil. Das ist rein etwas, das in meinem Kopf vorgeht.

Meetingreicher, aber erfolgreicher und angenehmer Arbeitstag, dann indisch vom Lieferdienst, dann aufräumen, Spazieren gehen und eine Runde WoW – das war auch schon der freie Nachmittag.

K2 hat wieder so eine Phase des verdammt spät Einschlafens, auch das ist etwas, das echt an meine Substanz geht auf Dauer. Bei K1 war das exakt im gleichen Alter, ich weiß, es geht vorbei, aber die extra halbe Stunde geht halt voll von unserer abendlichen Freizeit ab. Es ist eine Phase…

Klingt jetzt alles sehr negativ, aber eigentlich hat mir diese Woche mit wenig zu tun echt ein wenig Entspannung gebracht. Vielleicht genau die, die ich brauche, um zu sehen wo es hapert und nicht einfach nur stumpf weiterzumachen.

Vor der Bettzeit habe ich mir nur für K2 Zeit genommen, mit ihr Ball gespielt – sie ist echt gut darin! – , gepuzzelt, gelesen, Playmobil und Ärztin gespielt. Nur wir beide, ohne Ablenkung. Ich freue mich sehr auf ein Wochenende mit frühlingshaften Temperaturen und auf gemeinsame Zeit für uns alle.