Jahresrückblick 2020

Dieses Jahr wird der Jahresendfragebogen wohl bei allen BloggerInnen, die ihn ausfüllen, gewisse Ähnlichkeiten aufweisen. Oder irre ich mich und wir haben das Jahr doch so viel unterschiedlicher erlebt? Ich bin gespannt.

Fragen, wie seit… oh, schon 2016, von Frau Brüllen , die sie ihrerseits vor Jahren bei Anke Gröner fand.

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Tja, Corona, ne? Was gibt man da? So global eher 1 von 10, wir persönlich sind ja zumindest noch gesund und haben sogar eine Woche Bauernhofurlaub machen können, dafür war die Kitaschließzeit echt schlimm, also vielleicht eine 4.

Zugenommen oder abgenommen?
Zwischendurch mal abgenommen, jetzt wieder wie immer.

Haare länger oder kürzer?
Länger, viel länger. So lang, wie meine Haare in einem Jahr wachsen können. Pandemiefrisur. Vor ein, zwei Wochen wurde dann die „Ich-muss-dringend-zum-Friseur“-Länge erreicht. Die ist bei mir wohl irgendwo kurz vor Schulterlang. Wenn die Friseure wieder öffnen, kommt die ganze Matte 2021 wieder ab.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Gleichbleibend.

Mehr Geld oder weniger?
Mehr. Keine Elternzeit mehr, auch keine mehr in Sicht, und durch Corona waren wir kaum shoppen und kaum im Urlaub. Ich hoffe, besonders die Shopping-Gewohnheiten werde ich nach der Pandemie beibehalten können. Ich verwende nämlich weniger Zeit und weniger Geld aufs shoppen und bin trotzdem zufriedener mit meinen Neuanschaffungen. Achja – und durch den Autounfall haben wir jetzt das Geld, den das zweite Auto plus Kindersitze wert war, wieder auf dem Konto, denn dank Homeoffice reicht momentan eines aus.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Siehe oben: Weniger. Keine Großanschaffungen, weniger Autoversicherung, „nur“ ein kleiner Urlaub (bin ich froh, dass wir uns letztes Jahr Lanzarote geleistet haben), keine größeren Renovierungen, kein Kantinenessen. Der leicht gestiegene Bedarf beim Supermarkteinkauf macht das nicht wett. Ich bin gespannt wie die Wohnnebenkosten sein werden, Strom sieht laut der Zwischenablesungen ganz gut aus.

Der hirnrissigste Plan?
12 Wochen Homeoffice mit zwei Kindern von 1 und 5 Jahren. Wie krass das war, ist mir erst Wochen später klar geworden, als ich bei dem Gedanken, da nochmal durch zu müssen, fast Panik bekommen habe. Aber was hätten wir für Alternativen gehabt, so aus dem Nichts? Wir werden sehen, ob wir da nächstes Jahr nochmal durch müssen und ob unsere Pläne, das besser hinzubekommen, aufgehen.

Die gefährlichste Unternehmung?
Rückblickend: Im Februar die Dienstreise nach Spanien. Aber da wusste ja auch noch niemand, dass das gefährlich war. Aktuell eher jeder Trip in den Supermarkt. Entweder, weil ich mir da Covid hole, oder weil ich irgend eine Person anbrülle die mir den Einkaufswagen vor der Nase wegschnappt, in jede Lücke die ich lasse reinlatscht oder mir sonstwie auf die Pelle rückt. Leute, wenn ihr meine Jacke berührt, sind das keine zwei oder eineinhalb Meter!!!

Die teuerste Anschaffung?
Weihnachtsgeschenke, da haben wir uns dieses Jahr echt nicht zurückgehalten. Ansonsten müsste ich jetzt überlegen… einige Küchengeräte, ganz voran die großartige Heißluftfritteuse, zu der wir erfolgreich *Anglizismenhasser bitte kurz wegschauen* geinfluenced wurden. Ich habe Pommes so vermisst, als die Restaurants umd Imbissbuden geschlossen hatten, und als sie wieder offen waren, war mir deren Hygienekonzept suspekt – jetzt können wir sie uns selber föhnen. Super Kauf.
Eine teure neue Tastatur haben wir uns auch geleistet, und eine neue Bank für den Balkon. Alles Dinge, die wir durch Homeoffice und diverse Schließungen weitaus intensiver nutzen konnten als wir es früher gekonnt hätten – das hat uns dann meist endgültig vom Kauf überzeugt.

Das leckerste Essen?
Das erste Mal Pommes nach der Schließung der Restaurants und Imbissbuden. Deshalb sind wir jetzt ja auch Team Airfryer. Das Sushi letztens war auch super. Und Süßigkeiten von Leuten aus dem Internet, jawohl. Und ich habe Kartoffelcreme gefunden, die wie auf dem Weihnachtsmarkt schmeckt. Der Trend geht eindeutig zum Selbermachen, aber seit der zweiten Schließung holen wir ab und zu Essen bei Restaurants, damit es die hoffentlich irgendwann noch gibt.

Das beeindruckendste Buch?
Ich habe tatsächlich das ganze Jahr über abends vorm Schlafengehen gelesen, meist aber nur ein, zwei Seiten geschafft. Daher nicht wirklich viel gelesen: Harry Potter durch, Tintenwelt-Trilogie, sowas das man gut vorm Schlafengehen noch lesen kann. Zum Familienkompass von Nora Imlau bin ich leider noch nicht gekommen. Ich habe mir aber vorgenommen, keine Bücher mehr beim großen A zu kaufen, sondern bei der örtlichen Buchhandlung mit Abholservice. Zumindest die Kinderbücher und die, die ich noch physisch haben will, denn den Großteil lese ich auf meinem Tolino.

Der ergreifendste Film?
Im Kino – Oh Wunder – Nix. Aber zum Glück gibt es ja Netflix und BluRays. Direkt nacheinander (naja, ein paar Tage dazwischen, aber halt als nächster Film) The Greatest Showman und Logan zu schauen, war witzig. „Warum ist P.T. Barnum so abgewrackt?“
Mein Lieblingsfilm dieses Jahr, weil er auf Netflix erschienen ist: Into the Spider-Verse. Und zum ersten Mal „Schöne Bescherung“ zusammen mit den Kindern zu schauen, war ein Familienhighlight für mich.

Die beste Serie?
Star Trek: Discovery 3 läuft ja noch, aber ist ganz gut. Sonst habe ich vieles nochmal geschaut, so nebenher.

Die beste CD?
Spotify sagt „Paw Patrol-Hörspiele“, aber das liegt eher daran, dass ich im Auto oder für die Bedienung des Chromecast meinen eigenen Account und nicht den der Kinder nutzen muss. Ansonsten ist die Tracklist von Just Dance 2020 definitiv der Soundtrack des Jahres.

Das schönste Konzert?
Dieser Fragenkatalog ist echt nix für ein Pandemiejahr. Wobei ich eh kaum auf Konzerte gehe. Aber Videospiele spiele ich gern, da sind meine Highlights dieses Jahr The Legend of Zelda: Link’s Awakening auf der Switch, Super Mario Odyssee und Just Dance 2020.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Mann und zeitweise auch Kindern im Homeoffice.

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Mann und Kindern im Sommerurlaub. Und im Urlaub im Januar, vor dem ganzen Mist, im Center Parc, jeden Tag von morgens bis Abends im Schwimmbad, vom einen Becken ins nächste und alle Rutschen ausprobiert. Was vermisse ich das.
Und seit März mit ganz vielen Internetmenschen zweimal die Woche in der Twitter-Corontänekneipe.

Vorherrschendes Gefühl 2020?
Pandemüde.

2020 zum ersten Mal getan?
So vieles. Maske getragen, einen Arzt einer neuen Fachrichtung konsultiert, Urlaub storniert, mit Kindern zu Hause gearbeitet, im Homeoffice gearbeitet, in Videokonferenzen gesesssen, Coronatests gemacht, allein auf eine kurze Dienstreise gefahren…

2020 nach langer Zeit wieder getan?
Die Kinder drei Wochen lang alleine betreut, während der Dienstreise des Mannes. Wobei es beim letzten Mal nur ein Kind war, aber ich schreibe das jetzt trotzdem hier hin. Zu Hause Sport gemacht. Einen Fachvortrag gehalten.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Corona
*Etwas, das ich nicht ins Internet schreibe*
Homeoffice mit Kindern

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Da fällt mir wenig ein, das ganze Jahr fühlt sich sehr… fremdgesteuert an. Ich bin aber echt froh, dass ich niemanden davon überzeugen musste, dass es besser ist, sich nicht zu treffen – sondern dass alle Bekannten und Verwandten, mit denen ich regelmäßig Kontakt habe, von sich aus vernünftig sind.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Meinen Eltern, dass sie die Kinder nach der Kitaöffnung wieder regelmäßig sehen durften. Ein Geschenk zu einem runden Geburtstag.
Materiell: My little Pony und Paw Patrol Spielzeug für K1, Elsa-Kleid für K2. Durch Corona hat hier im März Kinderfernsehen Einzug gehalten und damit gefühlt sämtliche Franchises, die es für das Alter gibt. Es ist ein wenig unheimlich, aber hauptsächlich sehr knuffig. Wenn es eine geeignete Franchise-Verpackung gäbe, könnten die Kinder beide das Periodensystem auswendig. Ich meine – K2 kann mit zweieinhalb 7 Cartoonhunde und sicher 20 Cartoonponys auseinanderhalten und korrekt benennen. Und ich konnte das Periodensystem mal auswendig und tue mich trotzdem schwer, Scootaloo und Applebloom auseinanderzuhalten.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Nichts materielles, das haben wir meist alles gemeinsam beschlossen und war auch genau richtig so dieses Jahr.
Menschen zu haben, die ich zwar nicht physisch sehen kann, aber bei denen ich immer ein offenes Ohr finde, wenn ich eines brauche. Gemeinsame Stunden. Verbundenheit. Mehr als in den letzten Jahren vor der Pandemie. Darüber freue ich mich so sehr.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Nächsten Montag dürfen Ihre Kinder wieder in die Kita!
(Bitte keine Belehrungen über die Gefährlichkeit geöffneter Kitas in einer Pandemie. Wir waren alle in dem Moment einfach nur erleichtert. Ob das epidemiologisch sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt)

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Nächsten Montag dürft ihr wieder in die Kita!

Besseren Job oder schlechteren?
Gleichgeblieben, im Job deutlich sicherer geworden, so macht das mehr Spaß.

Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Nichts materielles. Das Wissen, solche Mammutaufgaben wie 12 Wochen Homeoffice mit Kindern gemeinsam geschafft zu haben, obwohl es mir schon jetzt unmöglich scheint.

Mehr bewegt oder weniger?
Weniger, und ich bin auch schon unzufrieden damit. Gegen Jahresende wieder etwas mehr, weil wir tägliche Spaziergänge eingeführt haben- unter der Woche zu zweit, am Wochenende mit den Kindern.

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Weniger. Für irgendwas müssen Masken und Abstand ja gut sein.

Davon war für Dich die Schlimmste?
Sag ich nicht.

Dein Wort des Jahres?
Kneipe.

Dein Unwort des Jahres?
Corona.

Dein Lieblingsblog des Jahres?
Ein herausragender fällt mir dieses Jahr nicht ein. Einige Blogs sind dieses Jahr neu hinzugekommen, den meisten BloggerInnen folge ich auf Twitter, also schauen Sie sich gern auf meinem Profil um. Ich mag weiterhin gern Tagebuchblogs.

Dein größter Wunsch fürs kommende Jahr?
Gesundheit. Halbwegs sichere Kinderbetreuung. Urlaub.

2020 war mit einem Wort…?
Schlimm.

Kommen Sie gut ins neue Jahr!

Tag 365: Spazieren

Also: Wir haben ja in diesen Weihnachtsferien etabliert, dass wir jeden Nachmittag spazieren gehen. Das Gute an sowas ist, dass zumindest unsere Kinder sich da nach einigen Tagen dran gewöhnen und wir nicht mehr darüber diskutieren müssen. Das Unangenehme daran ist, dass, wenn wir etwas anders machen müssen – wie heute, weil wir den Spaziergang mit einer Erledigung verbinden und deshalb Vormittags machen wollten – da entsprechend vehement gegen protestiert wird. Orrrrrrr.

Nachdem das Kind sich dann mit der Spaziergangsuhrzeit abgefunden hatte, war sie aber mit Feuereifer dabei, trotz Kälte und Nieselregen. Wir waren nämlich woanders als sonst, an einem Teich, der gerade zufriert und mit einer ganz dünnen Eisschicht überzogen ist.

Da konnten die Kinder natürlich super ein Steinchen nach dem anderen draufwerfen und gespannt zusehen, ob er durchs Eis bricht oder nicht. Sie waren beschäftigt.

Ja, das war toll und wir irgendwann doch recht durchgefroren an den Fingern. Nach so einem Spaziergang wieder in die warme Wohnung zu kommen, sich die klammen Klamotten ausziehen, in ne warme Jogginghose schlüpfen und die Wärme genießen, das liebe ich sehr.

Danach noch ein Mittagsschläfchen weil ich noch etwas krank bin, ein kleiner Einkauf im sehr vollen Supermarkt, eine zweite und dritte Laufradrunde für K2 und den Mann, zu Abend Ofenkartoffeln (aus dem Airfryer) mit Kartoffelcreme, die habe ich letztens im Supermarkt gefunden und schmeckt tatsächlich wie die vom Weihnachtsmarkt, das finde ich gerade ganz großartig, weil ich den ja schon sehr vermisst habe dieses Jahr.

Die Kinder sind erst spät ins Bett gegangen, haben aber beide sehr schnell geschlafen. Im Kinderzimmer!

Tag 364: Kränklich

Hm. Die Kinder husten seit Tagen, der Mann auch, und ich schlage mir die letzten 2 Nächte mit aufwachendem Kleinkind, Kopfweh, Gliederschmerzen und Schweißausbrüchen um die Ohren.

Da ich nun mal keinen Kontakt zu Corona-positiven Personen (genaugenommen außer einem Supermarktbesuch überhaupt „nur“ zu drei Menschen außerhalb meines Hausstands, eine davon nur draußen) hatte und die Symptome wohl nicht eindeutig genug sind, ich aber doch ein wenig Angst hatte, da noch der ein oder andere Besuch der Kinder bei den Großeltern geplant ist, habe ich mich entschieden, das Problem mit Geld zu bewerfen. Sprich: Ich habe einen privaten Covid19-Schnelltest gemacht, und der war negativ. (Und ich sehr dankbar, dass eines der wenigen privaten Corona-Testzentren hier sehr nah erreichbar ist, und dass ich mir die Kosten für den Test problemlos leisten kann, ohne irgendwas abwägen oder gegenrechnen zu müssen.)

Soso, also nur ein gewöhnlicher Infekt – zeigt aber ja trotzdem: Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen habe ich mir irgendwas übertragbares irgendwo eingefangen. Ich vermute ja, dass die Kinder das noch aus der Kita mitgebracht haben, wie gesagt, die husten auch. Aber dieses ständige Nachdenken „Und wenn es doch…“ – das schlaucht echt.

Den Nachmittag konnte ich mich zum Glück ausruhen, ich war noch mit meiner Mama spazieren (nach dem Test) und kurz mit Mann und Kindern. Der Mann hat Nachmittags das Kinderzimmer grundaufgeräumt, das war aus mehreren Gründen nötig: Erstens weil die Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke einen Platz bekommen müssen, zweitens weil die herumstehenden Spielsachen beim Ins-Bett-Bringen gerade für K2 doch sehr ablenkend waren.

Ich bin weiterhin gespannt. Wenn K2 noch lernt, nachts zuverlässig zu uns ins Schlafzimmer zu kommen, wenn sie uns braucht, könnte das sehr angenehm werden. Aber wenn wir wieder „retour“ ins Schlafzimmer gehen, wäre das für mich auch in Ordnung. Es war ja vorgestern wirklich eine ziemlich spontane Sache.

Tag 361: Stürmisch

Sturm war angesagt, und ich habe den Verdacht, unsere Wohnung ist nicht ganz dicht, unter anderem im Bad spüre ich einen Luftzug und die ohnehin zu klein dimensionierte Heizung kommt nicht mehr hinterher.

K2 kam nachts irgendwann rüber zu uns, K1 schlief tatsächlich bis morgens im Kinderzimmer und kam in die Küche, als sie Mann und K2 dort hörte.

Ich hätte heute ausschlafen dürfen, konnte aber nicht einschlafen. Also immer noch sehr müde. Da kam es mir ganz gelegen, dass K2 plötzlich in voller Montur selbst angezogen dastand und Laufrad fahren wollte. Das tat gut und sie hat ein ordentliches Tempo drauf.

Am Nachmittag haben wir uns das erste Lego Modell vorgenommen, K1 hat richtig viel mitgebaut und K2 hat uns bauen lassen, das war richtig schön.

Zum Einschlafen gingen beide Kinder wie selbstverständlich ins… Kinderzimmer! Yeah! Es hat dann sehr lange gedauert und ich war am Ende echt genervt, aber hey – neue Situation, alles immernoch aufregend, und dennoch schlafen sie jetzt!

Jetzt noch Discovery, dann Bett.

Tag 360: Entwicklungssprünge

Eigentlich war der Tag heute sehr gemütlich: Aufstehen und Netflix, duschen, Spaziergang mit Oma, Mittagspause, Spielen und Ausruhen, Aufräumen, Laufradfahren für K2, Film schauen, Abendessen, Bett.

Aber währenddessen passieren hier revolutionäre Dinge, bei beiden Kindern:

K2 will seit ein paar Tagen tagsüber häufig keine Windel mehr tragen. Das Töpfchen ist immer in der Nähe und meistens schafft sie es, wenn die Windel ab ist, auch rechtzeitig.

Und K1? Die schläft gerade mit ihrer Schwester im Kinderzimmer. Zum ersten Mal seit über zwei Jahren. Warum? Wegen der Dino-Bettwäsche, die ich „für irgendwann, wenn sie im Kinderzimmer schläft und eine große Decke bekommt“ gekauft hatte. Also, das war nicht so eine „Wenn du im Kinderzimmer schläfst, bekommst du die Bettwäsche“-Drucksituation, das haben wir ganz bewusst nicht gemacht. Ich hätte die Wäsche auch auf ihre kleine Bettdecke gezogen, die große ist halt nur wirklich zu groß fürs Tandembett. Sie sagte „ja, ich wollte eh im Kinderzimmer schlafen“, wir haben dann zusammen alles vorbereitet und sie wollte es immernoch. Als wir dann im Dunkeln dalagen, war es natürlich doch alles fremd, anders, aufregend… der Mann kam dazu und gemeinsam konnten wir ihnen wohl genug Sicherheit geben. Sie sind trotzdem beide jederzeit im Schlafzimmer willkommen. Ich glaube, das wird gleich ganz komisch beim Einschlafen, auch für mich.

Und, bevor jetzt die ersten Unkenrufe kommen “ Jaja, morgen ist das wieder anders“ oder „Warte ab, das geht nur ein paar Tage gut, dann kommt der Rückschlag“: Weiß ich. Entwicklung verläuft in Wellen und geht auch immer mal wieder rückwärts. Ich freue mich trotzdem wie Bolle, dass die Kinder beide von sich aus solch große Schritte wagen.

Tag 359: Christmas Day

Selbst in normalen Jahren ist der erste Weihnachtstag unser „Ruhetag“ an Weihnachten, an dem wir niemanden besuchen, es morgens amerikanische Bescherung gibt und wir dann den ganzen Tag Zeit für unsere Geschenke haben.

Nachmittags waren wir mit beiden Kindern kurz auf dem Spielplatz (K1 hat gesagt, sie geht lieber raus wenn wir ein Ziel haben, statt im Kreis zu laufen. Ist okay für uns), K2 war wieder morgens noch alleine mit dem Mann Laufrad fahren.

Ansonsten… viel, sehr viel ausgepackt und gespielt, dabei haben wir die großen Lego-Sets noch nicht einmal angerührt. Dieses Jahr waren die Geschenkesäcke der Kinder auch voller als sonst.

Nach dem Spaziergang gab es heißen Kakao mit Milchschaum (Virgin Lumumba) und zum allerersten Mal überhaupt haben wir heute zu viert einen Weihnachtsfilm (also, Realfilm in Normallänge, meine Lieblings-Weihnachtskomödie) geschaut. Das war sehr schön. Nach etwa der Hälfte gingen die Kinder weiter auspacken und spielen, aber das ist ja vollkommen okay.

Haben Sie es auch weiterhin schön.

Tag 358: Frohe Weihnachten!

Ich wünsche Ihnen allen fröhliche Weihnachten in diesem denkwürdigen Jahr.

Ich liege gerade im Bett, ein aufgeregtes, aber glückliches und müdes Kind im Arm. Es ist schon nach zehn.

Der Tag begann mit Ausschlafen, Netflix, dann einer Laufradrunde für K2 und den Mann, Dusche für mich und Spielen für K1. K2 liebt ihr Laufrad so sehr, dass sie es jedes Mal im Flur hinlegt, „ins Bett bringt“ und ihm einen Gutenachtkuss auf den Rahmen gibt.

Dann hatte ich mir noch eine Zeitvertreib-Bastelei überlegt:

Butterkeks-Hexenhäuschen

Hat Spaß gemacht, ich könnte mir vorstellen das öfters in der Weihnachtszeit zu tun. Eins wurde direkt zu den Großeltern mitgebracht.

Ja, da die Großeltern die Kinder eh jede Woche sehen und wir alle uns seit über einer Woche isolieren, waren wir für drei Stunden dort, ohne Abendessen, keine weiteren Gäste. Komisch, aber trotzdem schön.

Das große Geschenk für beide Kinder mussten wir tatsächlich zu Hause weiterbauen (es war tatsächlich ein Hinweisschild für Eltern auf der Packung, dass der Aufbau 120 Minuten dauert):

Die schon vorhandenen Möbel wurden auch direkt eingebaut.

Ich wünsche Ihnen allen auch ein frohes Fest, machen Sie es sich trotz der Umstände schön. Irgendwann kommt auch wieder die Zeit der rauschenden Feste ohne Pandemie. Zumindest für die, die diese hier überleben, und damit das möglichst viele sind, müssen wir uns eben alle zurücknehmen.

In diesem Jahr bin ich besonders dankbar für meine Online-Gemeinschaft, besonders die Twitterkneipe, die dieses Jahr, in dem sich so viele Menschen einsam fühlen, zu einem gemacht hat, in dem ich mich im Gegenteil viel weniger alleine gefühlt habe als sonst. Ich hatte schon sehr lange nicht mehr so viele Menschen um mich, mit denen ich meine Gedanken und Erlebnisse teilen konnte und die ihr Herz für mich geöffnet haben. Ich hoffe, ich kann ein wenig davon zurückgeben. Danke.

Tag 357: Weihnachtsvorbereitungen: Abgeschlossen

Ich glaube, so aufgeräumt war es seit Beginn der ersten Kitaschließungen hier nicht mehr. Nicht, dass das schlimm wäre, aber es war halt nicht die Zeit dazu. Jetzt ist alles weihnachtsfertig, sogar wir, denn Entspannung ist ja noch wichtiger als der Putzstatus des Zuhauses.

Entspannt bin ich, denn ich bin ganz langsam um 8:30 wach geworden, habe dann im Bett die letzten 50 Seiten Tintentod gelesen (am Ende wurde es endlich noch richtig spannend) und bin dann ganz gemächlich aufgestanden. Programm: Etwas rumräumen, putzen, Finanzkram, des Mannes Haare schneiden, Fernsehen. Dann Kinder abholen, ein wenig Familienzeit und Abendprogramm. Dank Tiefenentspannung konnte ich es auch ganz gut aushalten, dass K1 vorm Fernseher aß, ich im Wechsel mit dem Mann im Esszimmer saß und zwischen K2s Papierschnipseln (Schere schneiden möchte! Rocky ausschneiden!) mein Abendessen zu mir nahm und alle 5 Minuten Streit schlichtete.

Bei der günstigen Gelegenheit tagsüber habe ich den aktuellen Status (VOR Weihnachten 2020, gnihihi) unseres Lego-Weihnachtsdorfs mal fotografiert, das habe ich letztes Jahr ja ganz vergessen:

Ich hoffe, das kommt ein wenig rüber. Der Aufbau ist ziemlich lang und es fällt mir schwer, das passend auf einem Foto einzufangen. Wir mögen es jedenfalls sehr.

Außerdem hatte K1 sich gewünscht, dass unser Baum eine Spitze bekommen soll. Hatten wir hier noch nie, das hat sie bestimmt in der Kita oder bei den Großeltern so gehört. Eine klassische Spitze möchte oder kann ich jetzt nicht mehr kaufen, also habe ich schnell das hier gebastelt:

Weihnachtsstern á la Super Mario Bros. 3

Ob morgen wohl ein italienischer Klempner die Geschenke bringt?

Tag 356: Pandemie Guilty Pleasure

Die Kinder haben jetzt seit 11 Tagen niemanden mehr außer uns und den Großeltern gesehen, also… dürfen sie heute bei Oma und Opa schlafen. Und wir dürfen einfach nur zu zweit sein.

Wir haben aufgeräumt und geputzt, waren spazieren, haben geschlafen, Hilda auf Netflix geschaut, gezockt und gemalt, Geschenke eingepackt und Sushi gegessen. Jetzt schauen wir Ready Player One.

Das werde ich jetzt noch ein wenig offline genießen.

Tag 355:

Aaaaaaargh, Schlafen. Warum müssen Menschen so viel schlafen? Ich schrieb heute schon: Ich würde ja richtig gern kochen, wenn ich wie ne Schlange oderso nur ein Mal die Woche was essen müsste. Das könnte man ja richtig zelebrieren und vorbereiten. Stattdessen… mehrmals täglich. Und dazu den Schlaf einer Giraffe.

Tjanun, so ist es halt nicht, K2 hatte nachts um 3 irgendwas und hat so laut gebrüllt, dass ich erst um 6 wieder einschlafen konnte, dem Mann ging es ähnlich. Und das an meinem letzten Arbeitstag, an dem ich früh anfangen wollte. Gut, dass wir eh mit der Oma für Spaziergang und Spielplatz verabredet waren – das hat sie dann alleine mit den Kindern gemacht, ich konnte arbeiten (hatte ja dann bis 8 geschlafen) und der Mann schlafen. K2 war aber auch den ganzen Tag durch den Wind und hat mittags richtig lange geschlafen. Und meine Outlook-Abwesenheitsnotiz ist aktiv. (So ist das: Vom SAP-Buchungsgeräusch kriege ich Wochenendfeeling weil ich das immer Freitags mache, die Abwesenheitsnotiz einrichten versetzt mich in Urlaubslaune)

Ich machte Nachmittags einen Spaziergang alleine zur Apotheke und zurück, das tat sehr gut. K1 hat sich ganz lange mit ihrem Spielzeug beschäftigt. Zu Abend gab es selbst marinieren Hähnchenbollen.

Ja, wirklich, abgesehen vom wenigen Schlaf ein schöner Tag.