Nach den ganzen Dienstreisen etablieren wir nun so langsam wieder normales Wochenendleben. Also, „normal“, halt ohne Parks und Museen und Schwimmbäder und andere Menschen. Jedenfalls haben wir heute Vormittag einen Spaziergang gemacht und das lauffaule der beiden Kinder ist hinterher sogar vorgerannt und hatte richtig Spaß. Das andere nicht, das lag aber nur an den nassen Beinen und Füßen vom spontanen Pfützenhüpfen.
Ich war, wie schon im Frühjahr, eine Runde mit meiner Mama spazieren (irgendwie erinnerte mich das unangenehm an die Schulschließung, irgendwie war es auch einfach nett) und der Mann hat die ganze Wohnung auf Vordermann gebracht.
Jetzt noch ne Folge Discovery. „Cake is eternal“, den merke ich mir.
Heute hasse ich Menschen sehr leidenschaftlich. Beim Arbeiten und beim Einkaufen. Aber ich mag das jetzt auch nicht nochmal auswälzen. Fakt ist: Es schlägt mir ernsthaft aufs Gemüt, dass meine einzigen Interaktionen mit physikalischen Mitmenschen an manchen Tagen ausschließlich darin bestehen, sie um Abstand zu bitten oder wegen irgendwas ähnlichem anzupampen. Umso glücklicher bin ich mit meiner Twitterbubble und besonders der Corontänekneipe.
Genug mimimi. Mein Freizeitprojekt nimmt so langsam Form an und nächste Woche möchte ich es Ihnen zeigen, wenn es denn klappt. Außerdem habe ich im Partyladen das letzte My Little Pony-Partyprodukt ergattert und ansonsten, auf K1′ Wunsch, ganz viel in Regenbogenfarben gekauft. Das passt auch sehr gut zu ihr, finde ich. Farbenfroh und von allem etwas! Und auch wenn wir keine Party feiern, können wir ja trotzdem dekorieren! Irgendwann wird die Party ja auch noch nachgeholt, das haben wir uns vorgenommen. In welchem Rahmen auch immer. Auch innerhalb der geltenden Regeln können wir es uns ja so schön wie möglich machen!
Zwei Kinder in der Kita, ein Elter muss arbeiten, ein Elter muss zum Arzt. An Tagen wie heute ermöglicht Homeoffice uns ein Leben mit „nur“ einem Auto.
Ich saß also heute früh beim Arzt in einem völlig leeren Wartezimmer. Das war gut. Nicht so gut war, daß das Behandlungszimmer auch leer war, der Arzt war nämlich noch nicht da, um mein Rezept zu unterschreiben. Kleine Zwangspause also, die ich zum Durchatmen nutzte. Die Entspannung war aber kurze Zeit später schon wieder verbraucht, weil ich mir im Supermarkt leckeres Frühstück gönnen wollte und spontan von meiner Hinterfrau an der Kasse touchiert wurde, die „nur eben ihre Sachen aufs Band legen wollte“. 1,50 Meter am Arsch. Grrrrrrrrrrrrrrr.
Der Rest des Tages war ruhig. Arbeit, Kinder abholen, 2 Folgen Netflix, dann wollten die Kinder malen. K2 macht ganz eifrig die große Schwester nach und malt mittlerweile sogar mit 2-3 Farben, bevor sie das Motiv mit ihrer Papierschere ausschneiden will, was meistens eher ein Durchschneiden wird. K1 dagegen ist voll im Vorschulkind-Modus und malt ganz von allein plötzlich Blumenwiesen, Autos und Menschen. Hach, ich liebe das sehr doll. Sie hat mir auch ganz detailliert erklärt, was sie wo gemalt hat, und war ganz stolz auf ihr Bild. Drei neue Ponys hat sie heute auch noch ausgemalt, ausgeschnitten und laminiert. Zeichnen und Malen waren für mich als Kind und Jugendliche lange sehr wichtig und ich genieße das so, es jetzt bei meinen eigenen Kindern mitzuerleben.
Hm. Der Plan, uns alle am gleichen Tag gegen Grippe impfen zu lassen, war Kontakt- und Aufwandstechnisch ja wirklich eine gute Sache. Dass wir die Impfnebenwirkungen jetzt auch simultan haben, ist eher suboptimal, um es nett zu sagen. Soll heißen: Seit dem Mittag habe ich Gliederschmerzen und fühle mich mies, der Mann auch, und K2 hat seit 18 Uhr nicht mehr viel anderes gemacht als weinen und sehr, sehr lange zum Einschlafen brauchen. K1 ging es besser, glaube ich. Aber ich habe es quasi nicht geschafft, K2 irgendwie zu beruhigen, weil ich mich selbst so mies fühle, das ist alles am Mann hängengeblieben. Hmpf. Zumindest habe ich K1 fertiggemacht, mit ihr gelesen und gespielt.
Es war wieder „an der Zeit“, den Fernsehkonsum der Kinder stärker zu begrenzen und das scheint den Kindern heute sehr gut getan zu haben. Sogar K1 sagt, dass der Abend so schöner ist. Sehr gut.
Ich weiß, niemand kann das Thema mehr hören, aber zum Tagebuchblog gehört es für mich halt dazu: Die neuen Corona-Regeln. Das allermeiste davon ist mir völlig egal, weil sich für uns eh nichts ändert. Aber dass jetzt K1′ Geburtstagsfeier im Tierpark ausfallen wird, das macht mir echt zu schaffen. Hauptsächlich frage ich mich, warum das nicht schon bei einer Inzidenzzahl von 50 so beschlossen wurde, dann hätten wir die Hälfte nämlich schon hinter uns und vielleicht viel bessere Zahlen. Aber letztlich ist es schwierig, jede*r kann über irgendwelche Details meckern und weiß es besser. Ich bin heilfroh, dass ich sowas nicht entscheiden muss.
So, wir sind dann auch gegen Grippe geimpft für diesen Winter. Auf der Arbeit vorher eher unerfreuliche Nachrichten, aber na gut, wir machen das Beste draus.
Die Impfung hat gut geklappt: Da wir den Termin vom Betriebsarzt auf der Arbeit nicht wahrnehmen wollten, haben wir uns alle vier beim Kinderarzt angemeldet. Mit den Kindern hätten wir ja eh mitgehen müssen und somit waren das keine zusätzlichen Kontakte für uns. Wir haben übrigens tatsächlich den Erwachsenen-Impfstoff bekommen, auch beim Kinderarzt.
Beide Kinder haben gar nicht geweint! Echt stark. Eines war den ganzen Nachmittag mit dem schmerzenden Arm beschäftigt, aber das ist ja nun wirklich eine harmlose Nebenwirkung.
Zu Abend haben wir eigentlich Würstchen gemacht, die beide Kinder lieben, aber beide wollten dann doch lieber Spaghetti von gestern mit Ketchup. Na gut, ist mir auch Recht.
Ha, ich kann es noch! Ich bin mit meinem Vortrag zufrieden. Vor ~60 Personen, aber zu Hause im Wohnzimmer, und niemanden davon sehen können, das war schon echt skurril. Aber das mit den Vorträgen könnte ich öfter machen. Ich mache das eigentlich gerne, und so ein Thema vernünftig aufzuarbeiten dass der Vortrag eine gute Struktur hat, das macht Spaß. Und wenn es klappt, ist das gut für mein Selbstvertrauen.
Am Nachmittag war K2 um halb sechs so müde, dass sie wegen jeder Kleinigkeit gebrüllt hat, richtig verzweifelt. Gut, dass ich nicht mehr alleine bin – so hat sich der Mann, als K1 und ich noch aßen, mit ihr hingelegt und ausgeruht. Irgendwann könnte sie dann nochmal aufstehen und auch etwas essen. So hatte ich ein wenig Exklusivzeit mit K1.
Abends haben wir dann noch eine Großbestellung aufgegeben, mit Kaffee-Handfilter, diversem Haushaltskram, Geburtstagsgeschenken, Adventskalendern und sogar dem ersten Weihnachtsgeschenk.
Noch eine Folge Discovery und jetzt geht es ins Bett. Gute Nacht.
Mein Vorhaben, die Zeitumstellung durch spätes ins Bett bringen etwas vorzuziehen, scheint etwas gebracht zu haben. Die Kinder sind nämlich erst um 6 Uhr Winterzeit aufgewacht. Ha! Ich hatte also dann einen ruhigen Morgen mit den Kindern und My Little Pony, irgendwann wurde der Mann wach und sorgte für Sonntagsbrötchen aus dem Airfryer. In 10 Minuten aufgebacken! Und das Vorheizen hätten wir uns sogar auch noch sparen können! Super.
Den Rest des Tages haben wir bei Oma verbracht. Das war wieder schön, ein bisschen anstrengend, ein bisschen entspannend, auf jeden Fall haben sich die Kinder sehr gefreut.
Morgen dürfen Sie gern so um die Mittagszeit an mich denken, ich werde einen Vortrag halten und ich mache sowas zwar gerne, aber mein letzter ist ja auch schon etwas länger her. Außerdem habe ich mich dazu freiwillig gemeldet, dann wäre es arg unangenehm, wenn das schiefgeht. Gut vorbereitet bin ich jedenfalls.
Symbolbild Herbst, mit K2 auf Nachmittagsspaziergang:
Für Herbst ist es aber echt warm gerade. Ich war sogar mit dem Fahrrad im Supermarkt und habe nicht mal gefroren. Warum ich im Supermarkt war?
Weil der Mann heute nen Airfryer gekauft hat. Wir wurden von Nicht-Influencer*Innen geinfluenced! Und, obwohl ich ja auch nun wirklich keine Influencerin bin, so knusprige Pommes in so kurzer Zeit habe ich noch nie zu Hause hinbekommen. Großartig!
Ein bisschen war das ja auch Teil unserer Pandemiewintervorbereitungen. Weihnachtsmarkt ist abgesagt, wir wären eh nicht hingegangen, und die Imbissbude hier macht echt genial gute Pommes, aber das gesamte Personal läuft hinterm Tresen ohne Maske rum und die Bedienungen haben teilweise nur diese Kinn-Plexiglas-Dinger. Kann man ja noch nicht mal Faceshields nennen, sowas. Übrigens auch der Grund, warum ich nur ein Mal beim Friseur war dieses Jahr und die Haare immer länger werden. Naja, jedenfalls: In der Viertelstunde, die der Airfryer braucht, bin ich ja nicht mit dem Auto zum Imbiss und wieder zurück gefahren, und wenn die da so mit den Hygieneauflagen umgehen, tja, dann ist das eben ein weiteres Argument pro Selbermachen.
Genug von Corona. Der Airfryer ist super! Der erste Test hat uns so überzeugt, dass ich direkt nochmal in den Supermarkt gefahren bin und 4 verschiedene Sorten Pommes zum Ausprobieren gekauft habe. Und Chicken Nuggets, die sind auch wirklich gut geworden, und in 10 Minuten fertig. Für Pommesliebhaber wie mich kann ich die Anschaffung bisher sehr empfehlen.
K1 hat den ganzen Tag entweder My Little Pony geschaut, gemalt oder gespielt. Das eigentlich für Fensterbilder angeschaffte Laminiergerät wird von K1 nämlich immer noch fleißig zur Spielzeugproduktion genutzt, ich hatte das vor ein paar Tagen schonmal gepostet:
Mittlerweile hat sie 6 Ponys, 2 Prinzessinnen und Spike ausgemalt, ausgeschnitten und laminiert. Einige sogar doppelt. Sehr begeistert war sie, als ich ihr eröffnet habe, dass die laminierten Bilder sogar ins Wasser dürfen, jetzt kommen sie also auch immer zum Baden mit. Ich finde es eine ziemliche Leistung, jeden Abend ein oder zwei Ponys zu malen, bis sie alle zusammen hatte. Und diese Begeisterungsfähigkeit ist so schön mitzuerleben!
So, die Arbeitswoche ist geschafft. Bin ich froh. Arbeit war halbwegs erfolgreich, Wochenaufgaben komplett erledigt.
Bochum hat heute die Inzidenzzahl 100 überschritten und… tja. Ich bin… gespannt, wie das alles wird. Einerseits schlimmer als im Frühjahr, weil diese ganze Situation schon so lange anhält und wir uns auch schon lange einschränken, andererseits besser weil wir dieses Mal nicht unvorbereitet getroffen werden, einen Plan haben und eine wundervolle Internettruppe mit Chat und Online-Kneipe, dank der ich mich manchmal weniger allein fühle als vor Corona.
Die Geburtstagsgeschenke für K1 sind ausgesucht, müssen wir nur noch bestellen. Wir hatten sogar eine zündende Idee fürs Kinderzimmer und wir müssen zur Kippe, Sperrmüll und Elektroschrott wegbringen. Und ich bräuchte so ein paar Wochen Urlaub dafür.
Vor Corona waren wir freitags immer essen, um ein wenig Paarzeit zu haben, in der wir nicht in Versuchung kommen, irgendwas zu erledigen oder aufzuräumen. Das vermisse ich gerade ein wenig.
Ich bin erst gegen Mitternacht eingeschlafen, seit 3 Uhr mit Halsschmerzen wach im Bett gelegen, um 5 hatte ich dann die Nase voll von wacher Untätigkeit und hab mit der Arbeit angefangen.