Tag 183: Dies und das

K2 wollte morgens erst die geschlossenen Schuhe anziehen, dann die Sandalen, dann gar keine mehr. Gnarf. Ich atme. Dafür ging (ja, auf dem Kitaparkplatz wollte sie die Schuhe dann anhaben) sie heute zum ersten Mal seit der Wiederöffnung ganz allein zu Fuß in ihre Gruppe, anstatt von meinem Arm in den Arm der Erzieherin gegeben zu werden. Schön!

Arbeit war ganz okay, viel telefonieren/konferenzieren, die erste Dienstreise seit Corona steht im September an (falls die Einreisebestimmungen bis dahin so bleiben) und es würde dann, wenn sie denn stattfindet, gleich meine bisher längste werden, und zwar mit Abstand. Hm. Da hilft wohl nur Vertrauen. Und FFP2-Masken. Die auch.

Leckeres Mittagessen mit essbaren Blüten vom Balkon:

Hipster-Salat

K1 hat die Piraten-Folge von Paupetchaul gesehen und als Hörspiel gehört, sie ist also voll im Piratenfieber. Es gab aber nirgendwo im Internet Bilder von Jack Rauhbein, also habe ich ihr stattdessen einen anderen Piraten vorgestellt, und zwar LeChuck. Nerdeltern bleiben Nerdeltern. (Natürlich eine Version von ihm als Mensch, nicht der Zombie.)

Abends Aufmunterung und sehr liebe Worte bekommen. Danke.

Tag 181: Wolken

Ich bin heute morgen bei bewölktem Himmel mit den Kindern ins Auto gestiegen und als ich am Büro war, um mein zweites Austauschlaptop abzuholen, hat es in Strömen geregnet, ich hatte eine Lederjacke und nur ein T-Shirt darunter an, keinen Regenschirm dabei und Minimalschuhe aus Stoff, in der „Strandtauglich da vollkommen wasserdurchlässig“-Version. Yay. Wenigstens hatte ich ein Handtuch dabei, obwohl nicht der 25. Mai war. Den Rest des Tages habe ich in warmen Frotteesocken verbracht.

Tag 179: Nachfeiern

Heute waren wir wieder bei Oma im Garten. K1 war erst überhaupt kein Fan von der Idee, aber einmal im Garten angekommen war es doch sehr schön und sie begeistert.

Hach ja, es war wirklich toll, richtiges Urlaubsfeeling. Grillen mit Spare Ribs, Würstchen, Maiskolben, gefüllter Paprika und mehr, die Schaukeln, Fußball, das Trampolin… so lässt es sich wirklich aushalten. Auf Distanz achten wir immernoch, aber der Garten ist dafür auch beileibe groß genug.

K2 ist wieder die Königin der Selbst-Unkenntlichmachung auf Fotos, deswegen brauche ich hier weder Köpfe abschneiden noch Smilies drapieren:

Mademoiselle W. aus [Stadt] an der [Fluß]

Joa, mehr haben wir heute auch nicht gemacht. Morgens Paupetchaul und Mario Kart, dann ab zu Oma bis Abends, Baden, Bett für die Kinder, Sofa für uns. Okay, wir haben uns noch um die Finanzen gekümmert. Auch so eine Mental Load-Sache, das ist ja dank dem Buch von Patricia Cammarata im Moment ein Thema. Wir haben da schon seit… weit vor den Kindern ein System, das dafür sorgt, dass das Geld immer gerecht verteilt ist, egal wer von uns gerade mehr verdient, ob es sehr große oder kaum Gehaltsunterschiede gibt. Zumindest sind wir beide zufrieden damit. Aber auch da müssen wir halt ab und an etwas Zeit reinstecken, manches wird komplizierter (Elterngeld), manches einfacher… aber es lohnt sich.

Tag 178: Hitzeschnipsel

Orrr, mein Arbeitsrechner macht immer noch Probleme. Drei Mal war ich diese Woche schon im Büro, da das Problem per Fernwartung nicht zu lösen ist, gestern konnte ich den Nachmittag arbeiten und heute ging schonwieder nichts mehr. Das führte dann dazu, dass ich an einem zweistündigen Teams-Meeting per iPhone teilnahm. mit PRÄSENTATION! Also weitsichtig bin ich jedenfalls noch nicht. Aber danach war ich durch. (Und meine KollegInnen kennen wahrscheinlich die Nahansicht meiner Stirn besser als mir lieb ist, also die Schrift war wirklich klein.)

Danach… tja, Aufräumen und alles für Staubsaugerroboter vorbereiten, 10 min hinlegen weil der Kreislauf bei der Hitze schlapp macht, Einkaufen beim Discounter während der Mann die Kinder von Kita zu Großeltern karrt, Einkaufen beim Supermarkt, Einräumen, Stühle und Kleinkram wieder runterstellen, Kinder abholen, Abendessen (Würstchen, Toast und ein Obstsalat ausWassermelone, Apfel, Banane und – zum probieren – Drachenfrucht/Pitaya. K1 mag die Drachenfrucht aber fragte sich, ob es ein Feuerwüter-Ei war, es habe ja schon sehr nach Drache geschmeckt), Kinder fertigmachen und ins Bett bringen, Twitterkneipe.

Jetzt sitze ich auf dem Balkon in sanfter Sommerabendbrise, die hoffentlich Regen ankündigt. Damit das keiner falsch versteht: Ich bin Sommer-Fan. Ab 25°C laufe ich so langsam warm, wenn es abends wieder kalt wird bin ich die erste in langer Hose und Strickjacke (außer hier, weil der Betonboden herrlich viel Wärme speichert und ich hier auf dem Balkon quasi Fußbodenheizung habe), aber Dachwohnung mit 4 großen Dachfenstern, 2 Doppelflügel-Balkontüren, 3 weiteren Fenstern und… naja, hab-schon-bessere-gesehen Wärmedämmung ist einfach super heiß und schwül.

K2 ist gerade in einer sehr knuffigen Phase des Spracherwerbs, die sich darim auszeichnet, dass sie immer das letzte Wort, das man zu ihr sagt, nachspricht, egal ob es Nomen oder Verb oder sonstwas ist. Mit der Betonung drückt sie dann aus, ob sie etwas will, nicht will oder ob es eine Frage sein soll.
„Guten Morgen, K2! Sollen wir aufstehen?“ – „Aufteh!“
Möchtest du einen Apfel?“ – „Appel!“
„Hier, zieh dir mal deine Schuhe an.“ – „Suhe?“ („An“ gilt wohl nicht)
„Ja, hier, deine Schuhe, zum Anziehen!“ – „Ansieh!“
Hachja, knuffig sind sie, alle beide.

Tag 177: Ausflug und Arbeit

Die Großeltern hatten sich einen Zoobesuch mit den Kindern gewünscht. Der große Zoo bei uns hat so viel Platz, dass wir das vertretbar fanden, und wir haben dafür die Kinder heute bei der Kita abgemeldet, in der Hoffnung, dass es am vorletzten Schultag nochmal deutlich leerer ist als am Wochenende. Sie wurden also mit Bollerwagen, Kühltasche und Sonnencreme ausgestattet und waren letztendlich 6 (!) Stunden im Zoo. K1 hat von Löwen, Tigern, Erdmännchen (Echte! Die haben sich nämlich bewegt, Mama!) und Eisbären erzählt, es war wohl sehr schön.

Wir hatten also Zeit zum Arbeiten und einen freien Nachmittag. Theoretisch, denn um 9 fing ich an, um 9:10 streikte mein Rechner und es kostete eine Trip ins Büro und bis 11:30, um ihn wieder flott zu kriegen. Meh. Die Arbeit wollte natürlich trotzdem gemacht werden, also etwas länger als geplant.

Danach war aber trotzdem noch ein wenig Zeit zu Zweit, ein klein wenig Aufräumen (braucht jemand Babykleidung 62-74?) und Abendessen.

Es ist unfassbar schwül, in dieser Dachwohnung ist es tatsächlich irgendwann besser, die Fenster aufzumachen, es wird so warm durchs Dach hindurch. Auf dem Balkon schlafen, das wäre ein Plan. Offene Türen die ganze Nacht auf jeden Fall.

Tag 176: Alter

Yay, Geburtstag!

Die erste Tageshälfte war eher unglamourös: K2 begann den Tag ausgeschlafen um… 5:30 (und ich hatte gestern noch gesagt: es gibt nur zwei Optionen! Diese und „bis nach 7 schlafen, dafür von 2 bis 4 wach“). Als ich von der Kitarunde heim kam machte es laut „Knack“ und das Gestell meiner Sonnenbrille war gebrochen (es sind 15-20€-Brillen, ich besitze vom gleichen Gestelltyp mittlerweile 4 Farben weil ich bunte Sonnenbrillen so sehr mag), ist also halb so wild, aber trotzdem… meh. Als ich gerade zum letzten Arbeitsauftrag des Tages schreiten wollte, ließ sich eine Software nicht aktivieren und ich musste ins Büro fahren, um das reparieren zu können. Grrr. Da merke ich jedes Mal, wie viel Zeit dafür draufgeht, obwohl ich nur einen Arbeitsweg von etwa 20 min Autofahrt habe.

Ach, aber als ich die Kinder dann abgeholt hatte, wurde der Tag doch noch ziemlich schön. Erstmal Ankommen, etwas Fernsehen und dann stand auch schon Oma vor der Tür, mir zum Geburtstag gratulieren. Wir aßen Kuchen auf Abstand auf dem Balkon, die Kinder spielten ziemlich selbstständig mit Wasserspielzeug und Playmobil, was will man mehr? Ahja, keine Pandemie.

Kurz bevor ich die Kinder ins Bett bringen wollte, kam dann der Mann von seiner Dienstreise heim und half mir beim Ins-Bett-bringen und Aufräumen, bevor wir noch ein kleines bisschen feierten.

Ein Geburtstag, der immer schöner wurde – klingt doch gut, oder? Vielen Dank auch für all die lieben Geburtstagswünsche auf Twitter!

Tag 175: Rot/Blau

Erstaunlich, wie… wenig man so schafft, wenn man allein mit den Kindern zu Hause ist. Ich meine… bei 4 Stunden Arbeit am Tag? Aber gut, wenn ich genauer nachdenke, habe ich doch noch „zwischendurch“ eine Wäsche gewaschen, aufgehängt, abgenommen, die Feinwäsche von gestern abgenommen, den dm-Onlineeinkauf angenommen und komplett verräumt, Frühstück, Brotdosen, Mittagessen, Snack, Abendessen, 2. Abendessen gemacht und serviert, mehrmals aufgeräumt, Pflaster aufgeklebt, Streitereien geschlichtet, noch ein Paket angenommen, Trinken angereicht, die Sofakissen neu bezogen, neue Windeln für die Kita rausgelegt, eineinhalb Stunden Im-Bett-Wälz-Begleitung Einschlafbegleitung gemacht.

Tjanun. Aber für irgendwas darüber hinaus (Fotos von der Kita-Schließzeit für die Kinder ausdrucken, neue Sandalen für K2 aus dem Keller holen, kleine Sonnencremetuben für die Kita kaufen, Schreibtisch von Zettelwirtschaft befreien…) ist am Ende des Tages auch keine Energie mehr da. Akkus aufladen dann heute Abend in der Corontänekneipe.

Ich musste neue Joycons für die Switch bestellen, weil K2 einen im Planschbecken versenkt hat und auch eine Woche im Reis ihn nicht retten konnte. Es gibt Lieferschwierigkeiten wegen Corona, aber ich wollte nicht lila/gelb oder sonstwas, sondern genau die Original-Farbkombination rot/blau. Die gab es auch, war teurer als sonst aber das waren all die anderen Varianten ebenfalls und ich wollte eben die gleichen wieder, damit ich diese Episode einfach vergessen kann, bzw. ignorieren dass es sie gegeben hat, es sollte einfach alles wieder wie vorher aussehen. Die kamen dann heute an, und… ich habe nicht drauf geachtet weil ich gar nicht wusste, dass es das gibt, aber es gibt sowohl links blau/rechts rot als auch andersherum, und ich hab natürlich die andere Variante erwischt. Meh. Aber: Wir haben wieder funktionierende Joycons! Yeah!

Tag 174: Allein, allein

So, am Morgen war der ganze Restfrust von gestern verflogen. Da der Mann auf Dienstreise geht, habe ich ihm das wache K2 um 6:10 in die Hand gedrückt und selbst mit K1 noch bis 7 geschlafen. Sehr guter Tagesanfang.

Der Mann brach um kurz vor acht auf, wir drei um kurz nach acht. Ich musste heute aus Gründen (IT-Support) ins Büro und vorm Kita-Tor fiel mir auf, dass in meiner Arbeitstasche gerade keine Maske ist und die Handtasche daheim ist. Ich sage mal so: da wird die RingSling, die ich immer dabei habe, falls K2 getragen werden will, zum Multitasker. Für die Arbeit habe ich aber dann doch nochmal eine Maske von daheim geholt.

Nach einem Stündchen im Büro habe ich den Rest zu Hause gearbeitet. Momentan ist nach den 12 Wochen Kitaschließung die Kurzarbeit echt entspannend, mehr Zeit für alles, was in der Zeit zu Hause liegengeblieben ist, aber so auf die Dauer wäre mir das Arbeitspensum doch zu wenig.

Das Abholen der Kinder war problemlos, der Nachmittag (2 Folgen Paupetchaul, Balkon mit Wasserspielzeug, Just Dance, Abendessen) auch. Zwischendurch rief der Mann per Videocall an, die Kinder haben sich beide richtig gefreut.

Das Abendessen hat auch wunderbar geklappt, beim Fertigmachen war dann die Luft etwas raus (aber immernoch okay) und um 8 im Bett waren beide Kinder überdreht. Äußerlich ruhig, innerlich hätte ich die ganze Zeit schreien können, aber ganz ohne Ausraster meinerseits sind sie dann doch zur Ruhe gekommen und eingepennt. Mich stresst ungemein, kein Backup zu haben, nicht zu wissen, dass ich im Notfall den Mann rufen kann, unabhängig davon, wie oft ich das tatsächlich in Anspruch nehme. Auf der anderen Seite merke ich jedes Mal, wenn er nicht erreichbar ist, dass ich es doch immer schaffe, wenn es nicht anders geht, und das gar nicht mal so schlecht. Mehr Selbstvertrauen, Frau W.!

So. Mount Washmore wartet. Gute Nacht!

Tag 173: Feder

Ach, der überwiegende Großteil des Tages war einfach schön. Ich durfte ausschlafen (ausnahmsweise im Wohnzimmer, damit ich wirklich Mal durchschlafen kann – bis 6:30 hat mir da vollkommen gereicht, dieser ungestörte Schlaf ist echt episch), die Kinder haben gespielt, ferngesehen / App geschaut (so konzentriert, dass wir Eltern richtig Zeug erledigen konnten, mitten am Tag), wir haben zusammen gespielt, gemeinsam Mittag gegessen und dann auf Abstand die Großeltern im Garten besucht.

Auf dem Heimweg ging dann alles in die Binsen, ein Kind ist völlig ausgerastet und ich möchte das gar nicht öffentlich breittreten, ich habe das bestimmt auch falsch gehandhabt, es fühlt sich einfach nur mies an.

Wenigstens war es wohl richtig, das Kind trotz „Nach dem Zähneputzen kein Essen mehr“-Regel ausnahmsweise doch noch was essen zu lassen, es hat nämlich zwei große Portionen Müsli verdrückt. Gleich schlafen sie beide, ich sitze gerade vorm Kinderbett und bin erschöpft.