Fortschritte. Vom Laufen, Sprechen und Alltag

Hui, K2 erstaunt uns momentan wieder täglich!

Erstmal, würde ich sagen, kann sie – tadaaa – laufen! Mit ziemlich genau 17 Monaten. Längeres Stehen und einzelne Schrittchen waren schon seit Wochen möglich, Laufen an zweien und dann an einer Hand auch schon, aber so richtig mehrere Schritte eben seit dieser Woche. Durchs Kinderzimmer auf mich zu (das ist sowieso das süßeste, die letzten zwei Schritte immer lachend in meine Arme stolpernd), durchs Bad, sogar übers Außengelände in der Kita. „Trotz“ des kälteren Wetters waren die Kinder, inklusive der U3-Gruppe, diese Woche nämlich täglich draußen und das finde ich prima. Die Draußenzeit tut den Kindern auch sichtlich gut. A propos Kita: Da. Das erste Mal Hand in Hand durch die Kita. Mein Herz!

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Auch im Sprachbereich tut sich was. Ich kann immer nicht so genau sagen, ab wann meine Kinder welches Wort gesprochen haben – ich finde, das ist so ein gradueller Prozess. Erst ist da dieses Brabbeln – dadada, bababa – dann wird es immer modulierter, unterschiedlicher, detaillierter – badadididiba! – man erkennt interessiertes, gedankenversunkenes, wütendes, aufgeregtes brabbeln, und irgendwann erahnt man dann plötzlich – Worte! „Auuuuuusssss“ zum Lichtschalter, zum Beispiel. Richtig krass fand ich die Sache mit dem Stuhl: Gestern lag K2s Hochstuhl auf der Seite, weil sie versucht hatte, hochzukrabbeln und mir das beim Essen kochen zu gefährlich war. Mittlerweile aßen wir aber, sie lehnte sich von Papas Schoß zum Stuhl und sagte „Iiisissda!“ – „Ich sitz‘ da“! Ich hab erst gedacht, der Mann hat sich verhört, aber auf dem Stuhl war sie dann zufrieden. Und plötzlich höre ich immer wieder „richtige“ Vokale, Silben, kurze Worte. Und diese Freude und Begeisterung über die Selbstwirksamkeit, wenn sie merkt, dass wir sie verstanden haben.


Ansonsten so: Das war eine trubelige kurze Arbeitswoche. Viel zu tun und viele kleine Feuer zu löschen. Aber am Ende doch gut vorangekommen. Nächste Woche dann Projektende, noch einmal anstrengen und dann ist es vom Tisch. Das ist ja so eine Sache, die ich nach 4 Jahren Promotion immer noch genieße. Projekte dauern ein paar Monate, haben eine Deadline und dann sind sie fertig. Fertig!


Das Quittenbrot ist fertig getrocknet und damit präsentiere ich feierlich das Ergebnis meiner allerersten Quitten-Einkoch-Aktion: Quittengelee, Quittenbrot und Quitten in Ingwer-Earl-Grey-Sirup (alle Rezepte bei Frau Brüllen gefunden, vielen Dank dafür und natürlich an die Autorinnen der Rezepte selbst). Alles hat auf Anhieb funktioniert und schmeckt ungewohnt – ich habe wirklich noch nie zuvor Quitten gegessen – aber sehr, sehr lecker.

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Müde und… aua

Da ich kurz zum Arzt musste, brachte der Mann die Kinder und erlebte folgende zauberhafte Situation (Thread):

Hach. Vieles läuft mittlerweile wirklich leichter als früher,und wir ziehen Erziehungsmäßig am gleichen Strang. Das mag ich.

Tagsüber war ich eigentlich ein Fall fürs Bett, die Grippeimpfung hat erst die „Sehr häufig“ und“häufig“-Nebenwirkungsliste abgearbeitet und dann noch einiges aus der „Gelegentlich“-Spalte, Juchu. Also Arbeiten mit Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Schwindel und so weiter. Nunja. Wie das Ganze sich „in echt“ anfühlt, weiß ich ja mittlerweile, und trotz damals unkompliziertem Verlauf nehme ich lieber 20 Mal 2 Tage leichtes Unwohlsein durch die Impfung in Kauf als noch ein einziges Mal sämtliche Symptome „in echt“ und 10-facher Intensität.

Nachmittags ging es mir dann besser und dem Mann schlechter, aber beide Kinder sind irgendwann müde und friedlich eingeschlafen. Danach noch Geburtstagsfeierplanung für K1. Das wird super!

Wenn das so weitergeht, haben wir übrigens Ende der Woche zwei laufende Kinder im Haus, aber darüber schreibe ich dann nochmal, wenn ich wieder etwas wacher bin.

Gähn. Schnipsel.

Volles Wochenende, viel zu tun und Frust auf der Arbeit.

Kinder sind entweder zu wach (morgens) oder zu müde (Abends).

Mir fehlen Zutaten und Marmeladengläser fürs Quitten einmachen.

Jedenfalls haben wir zwei Wäschen gemacht und trotz Müdigkeit hat keiner von uns die Kinder angemotzt. Manchmal sind es die kleinen Siege.

Ah, ja: Die Erwachsenen unter uns sind Grippegeimpft und K1 hat schon einen Termin. Keine Grippe dieses Jahr, bitte.

Ich lese jetzt noch im Bett. Harry Potter E-Book Komplettedition in einer Datei, über 4000 Seiten. Der beleuchtete E-Book Reader war eine prima Investition – zum ersten Mal seit langem lese ich wieder regelmäßig.

Quitten und Ritter

Die Quittensaga geht weiter. Also, als allererstes habe ich heute bis 7:30 ausgeschlafen. Normalzeit, wohlgemerkt! Nach dem Frühstück machte ich mich also frisch ans Werk, heute mit Quittengelee und Quittenbrot, ebenfalls in diesem Blogpost von Frau Brüllen entdeckt. Erst das Gelee, dann das Mittagessen, dann das Quittenbrot. Zu Mittag gab es nämlich Kürbissahnesuppe aus dem Thermomix, und den habe ich direkt danach zum Pürieren und Rühren der Quitten-Zucker-Mischung eingesetzt. Das hat mir eine Stunde Rühren erspart und angebrannt ist auch nix. Das Quittenbrot trocknet allerdings noch – unser Backofen geht leider automatisch aus, wenn man die Tür öffnet, also konnte ich den Trocknungsprozess so nicht beschleunigen. Ich bin also weiterhin gespannt, aber was ich bisher probiert habe, war schon sehr lecker. Interessant auch, weil ich mich wirklich nicht erinnern kann, jemals vorher Quitten gegessen zu haben. Sehr einzigartiger Geschmack.

Am Nachmittag waren wir dann auf einer Geburtstagsfeier von einem Kita-Freund von K1 eingeladen, den wir seit dem Babyschwimmen kennen. Das war eine tolle Feier: Passend zum Ritter-Thema war K1 als Link verkleidet, es gab eine Hüpfburg, Spiele, Kuchen und Abendessen. Der Mann ist mit K2 etwas früher heimgegangen, aber das war eigentlich eine ziemlich gute Möglichkeit, den Zeitumstellungstag zu füllen. Wir hatten jedenfalls einen sehr schönen Nachmittag.

Danach waren wir auch alle angenehm erschöpft, die Kinder schlafen, die Woche ist geplant. Und in 3 Wochen ist bei uns auch Geburtstagsfeier angesagt!

I quitt.

Hui, ein voller Samstag!

6:00 Der Mann darf ausschlafen. Ich bespaße die Kinder und vergesse, selbst zu frühstücken. K1 möchte ein Aquarium aus einem Schuhkarton basteln (so Diorama-artig, hat sie – wo auch sonst? – in der Elefanten-App gesehen) und macht sich mit Wasserfarben ans Werk. K2 ist dermaßen wild auf die Pinsel, dass ich ihr auch ein Blatt gebe und sie mitmalen lasse. Funktioniert gut!

8:00 Ich wecke den Mann, gehe in Ruhe duschen, räume hier und da, wir machen uns gehfertig.

10:00 Los zur Geburtstagsfeier! Ein Teenie aus der Verwandtschaft feiert. K1 bestaunt das viele Ninjago- und Harry Potter- Lego. K2 lässt sich nur mit Mühe davon abhalten, es zu essen. Spaß beiseite, wir haben schön gefeiert.

15:30 Wieder zu Hause. Mein Projekt für heute: Quitten verarbeiten! Ich habe mich für dieses Rezept entschieden, das ich hier bei Frau Brüllen gefunden habe. Schande über mein Haupt, ich habe echt noch nie etwas eingekocht. Meine Oma, die mit dem Nutzgarten, hatte einen ganzen Vorratskeller nur mit selbst eingekochtem oder eingelegtem aus dem Garten, aber meine Eltern haben nie Marmelade oder sowas gemacht. Muss man ja auch nicht. Jedenfalls habe ich das ausprobiert und schon die drei Scheiben, die nicht mehr ins Glas passten, waren superlecker. Vakuum gezogen haben die Gläser, steril arbeiten kann ich auch (ich vermisse bei sowas echt vernünftiges Laborequipment), sollte also geklappt haben.

Jetzt brauche ich noch Porridge oder Eis… Hmmm…

17:30 K1 hatte sich Pokémon-Fensterbilder gewünscht. Zu Halloween male ich also mit Kreidemarkern ein Nebulak (mit roten Flammen!) und ein Gengar ans Kinderzimmerfenster. Danach Abendessen (Hähnchenwraps mit… Brot statt Wraps, weil ich bei der Einkaufsliste zwar an alle Zutaten für die Wrapfüllung gedacht habe, aber nicht an Wraps).

19:00 Alle sind Bettfertig und wir machen einen Abendspaziergang mit Taschenlampen. Erstens macht das Spaß und zweitens schlafen die Kinder so zur Zeitumstellung ein wenig länger.

21:30 Alle Kinder schlafen. Geburtstagsplanung, Sofa, Bett.

Die Murmelbahn

Viel zu tun auf der Arbeit. Uff, uff. Meine Glaskugel sieht Überstunden in der nächsten Woche.

Wocheneinkauf nachgeholt, danach hätte ich mich auch gern einfach nur aufs Sofa gelegt und den Rest des Tages keinen Finger mehr gerührt, aber dann kamen die Kinder vom Oma-Opa-Tag wieder.

Aber, ach, die beiden sind so süß und haben sich so gefreut, uns wiederzusehen. K2 ist jetzt aber wirklich kurz vorm Laufen. Einmal quer durchs Zimmer, ein paar Meter schafft sie schon auf zwei Beinen, breit grinsend, kichernd und mit nach mir ausgestreckten Ärmchen.

Mit K1 habe ich die Murmelbahn wieder reaktiviert, die haben wir schon einige Zeit nicht mehr benutzt, aber dann war sie so vertieft, dass wir uns sogar geeinigt haben, statt zu lesen lieber bis direkt vorm Ins-Bett-gehen gebaut haben. Schön.

Eckzahnärger

K2 kommt auf Ideen… nach dem Wachsmal-Buntstift und dem Nutellaglas hat sie heute wohl, während ich noch in der Stadt war, mein Reinigungsöl gefunden, geöffnet und über sich gekippt. Zum Glück in der Dusche. Der optische Effekt war allerdings nicht so dramatisch wie bei den letzten Aktionen, daher heute ohne Foto. Sie ist jetzt jedenfalls sauber. Sehr.

Ansonsten… viel zu tun auf der Arbeit, Geburtstagsfeiertermine geklärt. Jetzt krümmt sich leider das arme K2 mit Zahnweh in meinem Arm. Eckzähne. Ohne Schnuller ist doof weil kein Schnuller, mit Schnuller ist doof wegen Eckzähnen. Das gleiche mit der Brust. Hmpf.

Faszinierend, wie K1 dabei selig durchschläft. Ich habe ja früher immer gedacht, alle in einem Zimmer schlafen geht nicht, weil die Kinder sich gegenseitig aufwecken. Stimmt aber gar nicht. Jedenfalls bei uns.

So ein Morgen

Okay, das war definitiv nicht mein Morgen.

Umso schöner war, dass ich in dieser Situation nicht, wie so häufig, irgendwelche abfälligen Blicke oder Kommentare abbekommen habe, sondern das Gegenteil: Eine Mutter kam mit ihrem Sohn, den K1 noch aus ihrer U3-Gruppe kennt, vorbei, hat Hilfe angeboten, K1 und mich getröstet, uns die Tür aufgehalten. Das tat unglaublich gut und hat mir sehr geholfen, nicht sinnlos wütend zu werden, sondern das Mitgefühl mit meinem Kind zu behalten und ruhig zu bleiben.

Trotzdem hing mir das tagsüber noch eine ganze Zeit nach. Nachmittags habe ich auch nochmal mit K1 gesprochen. Ich hoffe, ich konnte ihr rüberbringen, was mir wichtig war.

K2 freut sich derweil nen Ast, wenn wir verstehen, was sie möchte. Trinken, Essen, runter, auf den Arm. Wenn sie „verstecken“ spielt (sich beim Essen unter die Tischkante duckt), tun wir alle – auch K1 – so, als würden wir sie suchen, und wnen sie dnan auftaucht hat sie das breiteste Grinsen der Welt im Gesicht. Wenn sie allerdings etwas nicht darf, kann sie das auch schon ganz schön gut ausdrücken. Ist ja auch richtig so.

Jetzt schlafen sie beide und morgen früh bin ich nochmal für den Kita-Bring-Dienst zuständig. So viele Nachmittagstermine diese Woche, dazu noch eine Telko, da ist das trotzdem am sinnvollsten. Danach steht bis zu K1′ Geburtstag erstmal nix festes mehr im Kalender und das ist, glaube ich, auch ganz gut so. Geburtstag und die nahende Weihnachtszeit bringen noch genug mit sich – was sicher wieder ganz toll wird!

Ich versuche mal, auf irgendwas mit mehr als 6 Stunden Schlaf zu kommen.

Fertig.

Einen Tag allein mit den Kindern geschafft, und das gar nicht mal so schlecht.

Morgens ging es flott und ohne Streit. Auf der Arbeit interessante Diskussionen und Gelegenheiten für hochgezogene Augenbrauen 🤨, aber alles geheim, leider.

Nachmittags waren wir spazieren und neuen Tee für mich kaufen (K1 durfte sich etwas aussuchen – Eis), so waren wir beschäftigt und die Wohnung zumindest bis zum Heimkommen aufgeräumt.

Das Abendritual hab ich schon getwwittert:

Jetzt: 3 Wäschen zusammengelegt und fix und fertig. Gute Nacht.

Montagsschnipsel

Wegen einer Telko um acht Uhr morgens musste ich heute früh auf der Arbeit sein. Um fünf aufzustehen war mir nach dem Wochenende doch etwas arg, also fuhr ich um 7 los – während der Rest sogar noch schlief.

Der Mann berichtete auf Twitter von seinem schönen Morgen. Ich verlinke das hier mal, damit ich es selber nicht vergesse:

Das Heimkommen und die erste Stunde zu Hause waren anstrengend. Blöd, wenn meine Körperkraft schlicht nicht ausreicht, eine sich windende Einjährige, meine Handtasche und zwei Kindergartenrucksäcke vom Auto zum Haus und zwei Etagen nach oben zu befördern. Ich weiß, dass es zu viel ewartet wäre, dass beide Kinder immer alleine hochlaufen oder -krabbeln (manchmal klappt es, manchmal nicht), aber wenn ich schlicht nicht kann… tja, dann ist das wohl so. Letztendlich sind wir ja trotzdem in die Wohnung gekommen.

K1 entspannte ein wenig mit der Elefanten-App, K2 brauchte Kuscheleinheiten und irgendwann spielten dann beide Kinder tatsächlich ruhig vor sich hin. Cool, besonders, wenn der Mann ausnahmsweise Überstunden macht.

Oft verbiete ich K2, an die Kommode mit der Kinderkleidung zu gehen, weil sie alles ausräumen möchte. Heute war es mir egal – Hauptsache, ich kann das Abendessen vorbereiten. Und was passierte? Da komme ich nach 10 min zurück ins Kinderzimmer und das Kind hat sich in aller Ruhe eine Mütze und eine Hose geschnappt und versucht, herauszufinden, wie man diese komischen Stoffdinger denn nun an sich dran bekommt. Mit bewundernswerter Hingabe hat sie in einer halben Stunde ein Bein in die Hose bekommen:

K1 war mittlerweile auch wieder aufgetaucht und malte Nebulaks und Regenbögen (hier vorm Abendhimmel, deshalb der rote Hintergrund):

Hach.