Oh, schon wieder Zeit für WMDEDGT von Frau Brüllen! Mehr gibt es hier zu lesen.
3:00 Stillen. K2 und ich sind mittlerweile Profis und stillen in allen erdenklichen Positionen. So klappt auch alles im Halbschlaf und ich schlafe schnell wieder ein.
6:20 K1 wacht auf, der Mann tapert zu ihr und geht mit ihr frühstücken, ich bekomme alles im Halbschlaf mit und nicke nochmal ein.
7:45 Wir sind inzwischen alle aufgestanden und fast alle geduscht und angezogen. Der Mann schlägt vor, dass ich gleich zur Kita mitkomme und wir direkt von dort aus den Wocheneinkauf erledigen. Die Idee finde ich gut, dusche auch schnell und mache mich bereit. Währenddessen zieht sich der Himmel zu. Als der Mann schon das Sonnensegel einholt überlege ich noch, ob es nach Regen aussieht oder nicht – er behält Recht und als er gerade wieder vom Balkon kommt, fallen die ersten Tropfen, die sich zu einem ordentlichen Hitzegewitter steigern.
8:15 Im Auto überlegen wir, was wir bei dem Regen heute unternehmen können. Ich schlage, mehr aus Scherz, vor, doch statt beim Discounter um die Ecke in Venlo einkaufen zu fahren – es sind noch keine Sommerferien und da ist es bestimmt schön leer. Wir hatten uns das im Zeeland-Urlaub mal vorgenommen, als wir uns durch die diversen Leckereien probiert haben. Von uns aus ist das etwa eine Stunde Fahrt. Wir reden kurz und beschließen: Heute sind wir mal spontan, ab nach Venlo!
10:45 Nach einem Zwischenstop und einem kleinen Stau kommen wir im Venlo an. „Direkt hinter der Grenze“ ist hier ja wörtlich zu nehmen. Grenze, Zollstation, 500 m weiter die nächste Ausfahrt raus.
Ich packe mir K2 ins Tragetuch, wir orientieren uns erst einmal und schauen, was für Läden es hier gibt. Zu Mittag holen wir uns Sandwiches.
Danach geht es in den Supermarkt. Wir holen verschiedene Gemüsemischungen (die liebe ich ja in den Niederlanden, man hat eine schöne Mischung für ein Gericht und nicht von jedem Gemüse noch irgend einen Rest übrig, der sowieso schlecht wird – besonders, wenn man in Urlaub eben seine ganzen Vorräte nicht dabeihat) und Obst, mariniertes Fleisch, frische Nudeln und saucen im Angebot, literweise Vla, Hagelslag, Chocomel, Cranberrysaft, Rivella (ich wußte bis dieses Frühjahr gar nicht, dass es die auch hier gibt, ist ja eigentlich aus der Schweiz, aber sooo lecker!). Nur Pastachoca, die haben wir noch zu Hause. Das wird lecker!
Nach dem Einpacken ist es ungefähr 13:00 Uhr, Zeit für uns langsam loszufahren. Die Rückfahrt übernehme ich. K2, die bis auf eine Stillpause die ganze Zeit zufrieden im Tragetuch war, macht auch die Rückfahrt mucksmäuschenstill mit. Was ein zufriedenes Baby!
14:15 Nachdem ich die ganze Fahrt hinter mich gebracht habe, lege ich mich ziemlich sinnlos beim Einbiegen in unser Wohngebiet mit einer Autofahrerin an, die mir die Vorfahrt nimmt. Ich hasse diese Stelle. Egal ob ich raus oder rein fahren möchte, andauernd muss ich ranfahren und jemanden vorbeilassen, weil die Straße zu eng vollgeparkt ist. Egal ob ich Vorfahrt habe (beim Reinkommen) oder nicht (beim Rausfahren). Naja. Durchs Aufregen ändert man ja eh nix, und so ärgere ich mich am meisten über mich selbst.
15:30 Während ich dem zufriedenen Baby meine ganze Aufmerksamkeit zukommen ließ – die hat sie jetzt mal verdient – hat der Mann die Einkäufe eingeräumt. Okay, und wir haben über meine Agressionen im Straßenverkehr diskutiert. Jetzt jedenfalls holt er K1 aus der Kita und ich beschäftige mich ein wenig mit K2.
Als die beiden wieder da sind, schläft das Baby wieder. Ich spreche mit der Großen über ihren Tag und merke, dass sie auch etwas Zeit mit mir braucht. Wir spielen und reden ein wenig, dann fragt sie ob ich mit ihr mit der Straßenkreide auf dem Balkon male (dieser hat einen Betonboden) und ich komme gern mit. Das Gewitter von heute Morgen wird nochmal zum Thema:

Der Balkon wird mit den verschiedensten Motiven verschönert. Danach bereiten wir gemeinschaftlich das Abendbrot vor. Von unserem Geburtstagsbrunch gibt es noch einiges an Brotbelag (Salame Felino IGP, lecker!), von unserem Einkauf frisches Obst und Gemüse, wir essen uns alle satt.
19:00 Nach dem Gute-Nacht-Sagen (und ganz doll knuddeln!) ziehe ich mich mit K2 zum Stillen zurück und die beiden anderen wandern ins Kinderzimmer.
Den Rest des Abends kann ich anhand diverser Kurznachrichten auf dem Smartphone zeitlich ziemlich genau nachvollziehen, aber hier soll die ungefähre Fassung reichen: Erstmal stillen und kuscheln wir, K2 schläft ein. Sie wacht wieder auf, liegt aber dösend in meinem Arm. Ich kann sie sogar in ihr Bett legen und sie schläft beinahe allein ein. Dann nehme ich sie doch nochmal hoch und stille und… um halb neun spuckt sie mir die gesamte Ladung Muttermilch in den Ausschnitt, über mein Top und ihren Schlafsack.
Nach Reinigung und neuen Klamotten ist die Kleine natürlich erstmal wieder wach. Dann geht es munter weiter: Immer wieder einschlafen, wachwerden, schreien. Zwischendurch auch mal wieder zufrieden. Dann wieder von vorn. Nach einiger Zeit komme ich zum Mann, der im Wohnzimmer einen Schrank ausmistet und unseren Bastelkram sortiert. Letztendlich pennt K2 um kurz nach 23 Uhr ein. Den Blogpost habe ich zwischendurch schon angefangen und schreibe ihn jetzt zuende. Und danach geht’s ab ins Bett.
Gute Nacht!