Wach auf

Wach auf mein Lieb
und schweige nicht still

Öffne deine Augen
und sieh mich an

Bewege deine Lippen
und denk dir ein Lied

Spüre lauschend
die leuchtenden Töne
deiner eigenen kleinen Melodie

Befrei dich vom Schlaf 

Recke deine Glieder
und bewege dich sacht
nach sehr finsterer
lichtlos endloser Nacht

Sieh um dich und erkenne
des Frühlings Leuchten

Die Wärme der Sonne
schmeichelt sich ein

Schmeichelhafte Strahlen
malen Flecken auf deine Decken

Zeigen dir lebendig
und hüpfend vor Freude
das Tageserwachen

und rings um dich her
frohes ansteckendes Lachen

Quirliges Leben
treibt dich nun an

Genüssliches Räkeln
herzhaftes Gähnen 

Der Tag darf beginnen 

Du wirst ihn erleben
mit all deinen Sinnen

 

 

So würde ich mir dein Erwachen vorstellen, frei von allen Sorgen und Nöten, gesund und munter und voller Frieden in der Welt ⭐
Wie schön wäre es, Ostern völlig sorglos feiern zu können…

 

Lebensmelodie

Mit Drehung der Hüfte
dem Alltag entfliehen

Durch Tanzen und Wiegen
zum Leben hin biegen

Rhythmisches Schwingen
bis in dir selbst Melodien erklingen

Hingabe und Öffnen durch Klang und Musik

Sphärenmusik leise und sanft

Schatten und Schemen
die sich im Reigen bewegen

Trommelnde Freude und
lustvolle Töne aus tiefster Seele

Hingabe in leidenschaftlichem Tanz
ist bewegliches Begehren
und  erfüllt  dich  ganz

Scheue nicht zurück vor Musik
die dich lenkt   –
beweglich dein Körper
deine Seele voll Sehnen

Klänge und Lust
erklingen gemeinsam

Sieh die Farben der Stille
und höre im Rauschen
und Brausen der Lüfte
deine   Lebensmelodie

Ergib dich dem Leben
öffne dich ihm und singe sein Lied

Tanze dich warm
Es hält dich fest und sicher im Arm

 

 

Resignation und Traurigsein helfen uns nicht, gesund und sicher durchs Leben zu gehen.
Nehmen wir das Leben an, wie es ist. Lassen wir Freude und Lust herein, beides wird uns  Stärke und Stütze in schwierigen Situationen sein

 

 

 

Wundervoll???

 

Wunderliche Wunderwelt
mit grüner Sonne
fahlem Licht und
dicken Tränen im Gesicht

 

Schwarzer Mond
mit grauen Schatten
Abwärtsflug ins Niemandsland

 

Flügel Schwingen unbeweglich
Öl verklebt und nicht begehrlich
Pesthauch Ekel wildes Grauen

 

Wo soll ich bloß nach Wundern schauen?

 

Kriege Tod und müde Menschen
Trauer Blut Gewalt und Schreie
Alte Waffen frische Feuer
dicke   fette   Ungeheuer

 

Machtgehabe dumme Sprüche
Verzweiflung Ohnmacht
A r m e  M ü t t e r
Sinnlos sterben – das ist bitter

 

Morden
lügen und betrügen
Gelder schieben
und nicht lieben
Das ist bitter

 

Ich suche die Wunder
im Elend der Welt
Verzerrte Sicht
durch Grauen entstellt

 

Helfen schlichten
niemals töten
Diese Dinge sind vonnöten

 

Verachte Gewalt
und stelle dich quer
WOZU braucht der Mensch
das Gewehr?

 

 

Ich verachte die Gewalt, das Hauen und Stechen und überall erkenne ich Kriege
Ist die Menschheit verrückt geworden? Nein, es sind die Machthaber, die Mächtigen,
die scheinbar nicht wissen, was Schwäche bedeutet, Hilflosigkeit  und Leid und Kummer
Es rührt sie nicht …

 

 

Schlaftrunken

Mit wolkenweichem wohligem Gefühl
in die soeben aufgehende Sonne blinzeln

Ein neuer Tag mit neuem Beginnen

Strecke und dehne dich wie eine Sehne
Recke deinen Körper zum Licht
zu Wärme und Tagesprogramm

Mit dem Dunkel der Nacht verschwindet
dein leise geträumter Traum
und du denkst an ihn wie an Berge
von zärtlichem Badeschaum
der zum Ende der Wannewonnen
heimlich und unbemerkt – doch
wunderlich lustvoll vergeht

Du bist jetzt wie neu und steckst voller Kraft
Frisch gebündelt gerafft und gestrafft

Müsli und Hirse – Körner und Samen
Frisches Gemüse, Früchte und
Wasser vom frischesten Quell

Diensteifrig ist er der Tag –  immer zur Stell
Lächelt dir zu und gibt keine Ruh
Er ist so beflissen zu dir – so eifrig im Geben

Im Tageslauf wird er sich schon noch
so einiges nehmen  …
DICH nimmt er  –  mit Haut und Haaren
VOLLE  KANNE

Drum musst du am Abend – täglich aufs Neue
in deine Traumwunder-Wiederholungs-Badewanne   🙂

 

 

Ach ja, die Traumwunder-Wiederholungs-Badewanne…
Ich glaube, jeder hat seine ureigenen Rituale, die ihn die Tage bestehen lassen.
Ich habe diese Zeilen vor einigen Jahren geschrieben und  heute sieht alles wieder ein wenig anders aus.
So wie die Zeiten ändern sich auch die Rituale, aber so ganz ohne Ritual geht es einfach nicht… Da brauchen wir uns nichts vorzumachen.

Und scheint die Sonne, so wie heute am Sonntag, geht alles viel besser, als an einem grausig dusteren Regentag. Wenigstens ist es bei mir so…
Wie ist es denn bei Euch, ihr lieben Mitleser?

 

 

 

Immerzu

Ich möchte dich halten
und wiegen mein
Kind im Frühlingswind

Ich möchte dich hüten
deine zarten Glieder
beschützen

Deine Fingerchen halten
und dein Näschen
betrachten das sich im
kleinsten Sonnenstrahl
kraust

Ich möchte dich
i m m e r z u    l i e b e n

 

 

Die Liebe unseres Lebens sind sie, die kleinen Winzigen, die so schnell wachsen…
Mein Minienkelchen hat heute Geburtstag und ich erinnere mich an das erste Mal, als ich sie sehen konnte, so niedlich, so putzig, so friedlich, selig schlafend, aber wehe, der Hunger kam 🙂
Und die Liebe bleibt. Sie galt ja nicht nur dem winzigen Dingelchen *lächel*

 

Einer verletzt dich immer

Früher – da war es noch schlimmer

Du machtest dich klein
warst in der Masse allein

schrecktest zurück und sprachst
Berühren kostet Gebühren

Nun lebst du mit Wunden
wirst von Freunden verbunden

Deine Türen sind offen
du kannst wieder hoffen

Blau sind die Flecken
die sich gerne verstecken

Morgenfrische
möchte dich wecken

Neugierde sprach dich an
rief dich mit Namen

Es fiel dir wie
Schuppen von den Augen
du erkanntest sie wieder

Es war die Kleine im Engelsgefieder
–  deine Freundin von früher  –

Du spürst prickelndes Leben
auf deiner Haut

Lebensfreude
ich hab dich durchschaut

 

 

Ihr wundert Euch über diesen Text? Wirklich? Ist es nicht jedem schon psssiert, daß er oder sie verbal verletzt wurde und das immer wieder?
Meist haben wir geschwiegen, weil die Situation nicht zum Antworten war.
Manchmal waren es Sticheleien, aber manchmal war es mehr und wieso es diese Situationen überhaupt geben konnte, verstehen wir bis heute nicht.

Und doch sind wir nicht für immer bedrückt durchs Leben gegangen, sondern fanden uns und unseren eigenen Weg…

 

Veilchenduft in der Luft

Gehe noch nicht
warte ein Weilchen
ich zeig dir die Veilchen
die mitten im Grün meiner
kleinen Wiese blühn

Man sieht sie kaum
fast scheint es ein Traum
Blaue Blümchen
die ihre Hälse recken
und sich geschickt
im Grase verstecken

Schließe deine Augen
und atme den Duft 
F r ü h l i n g s l u f t

Süß duften die Veilchen
drum warte ein Weilchen

bevor du weiterwehst
und nicht mehr
an meiner Seite gehst
Sonnenstrahlen auf meiner Haut

Ich habe den Pulsschlag
des Lebens geschaut   …

 

Vor einigen Tagen bemerkte ich Blaues im Grün und dann sprossen sie überall im moosigenWieschen. Kleine blaue Blümchen, nicht hoch und nicht breit, aber so liebenswert, als hätte sie nie bisher ein Mensch geschaut…
Sie lassen sich schwierig fotografieren. Immer stimmt etwas nicht , aber dann hab ich sie doch eingefangen. Von fünf Versuchen klappte einer so halbwegs 🙂
Seit vorgestern erkenne ich ihren Duft.  Weht ein Windchen und ich schnuppere herum, dann ist es plötzlich so, als wollten sie mir endlich zeigen, daß sie nicht nur wunderschön anzusehen sind, sondern daß sie einen ganz außergewöhnlich feinen Duft mitbringen – in die Vorfrühlingsluft, denn noch ist es ja nicht so weit… bis zum echten Frühling *lächel*

 

Zuckerwind

Zuckerwind
wohin so geschwind?

 

Deine Mähne flattert
aus Strahlen besteht
dein Schweif

 

Du reitest am Himmel
breitest die Flügel
schwebst über Senken
brauchst keine Zügel

 

Voller Kraft
sind deine Schwingen

 

Stets unterwegs
um dem Dunkel
das Licht zu bringen

 

Zuckerwind
Freudenbereiter
Du lauschst
in den Wind

 

und hörst in der Ferne
ein weinendes Kind
Du schüttelst die Mähne
und schon geht es los

 

Einsame  Hilflose
arme Seelen
du nimmst sie auf
dein Rücken ist breit

 

Seltsam – dein Name
Z u c k e r w i n d

 

Du bist Umarmung
Liebe  Erbarmen  Gebet
Beeil dich
man braucht dich

 

Komm nicht zu spät

 

 

Leider hatte ich kein Foto von Zuckerwind, der am Himmel reitet und nichts Vergleichbares, aber ich hatte eines, auf dem man Chaotisches, Zerbrochenes, Zerstörtes sieht. An solche Stellen reitet er, um Liebe und Hoffnung  in Zerstörtes zu bringen…

 

 

 

 

 

Sprachlosigkeit

Wo sind sie geblieben die Worte?

Ich suche in den Ecken
und anderen Verstecken

Sprachlos ist bitter
Erzeugt im Innern Seelengezitter

Auch kleinste Wortkinder
hüten wie einen Schatz

Jedes Wort hat seinen Platz
im gesprochenen Satz

Beiß nicht auf die Zähne
öffne den Mund
tue endlich deine eigenen
Worte kund

Mit Ohren – Blicken und offenen Sinnen
den Neuankömmlingen
den Willkommensgruß bringen

Schließ sie ins Herz
öffne dich gleich
So wirst du an ehrlichen
Worten sehr reich

In Sprachlosigkeit liegt Ohnmacht

Ohne  Macht
Ausgeliefert dem Dunkeln im Raum

Wortlos wird deine Seele verkümmern
deinen Zustand stetig verschlimmern

Deine Zunge vertrocknet
ohne Wortlichter im Raum
Deine Seele sucht Sprachfetzen
und atmet sie ein

Warum lasst ihr Worte die Seelen allein?

Ach, ihr habt sie gesucht und nicht entdeckt?

Seid eifrig – blickt unter die Decken
da müssen irgendwo tief verborgen
und ängstlich versteckt
die Seelen der Menschen stecken

Ihr Wortsucher – geht endlich ans Werk
Befreit die Seelen von ihrem Ballast
Werft Berge von Schutt auf die Halde

Wortgestöber entfaltet sich wieder
schüttelt zusammengeknüllte Gedanken
zurecht

Gibt ihnen Raum –  befreit sie
aus dem Dunkel der tiefen Verliese

Noch purzeln sie alle durcheinander
ordnen sich dann und finden
Einlass in prächtige Räume
preschen ab und zu durch halb zerfallene Zäune

Sie sind wieder da – haben die entsetzliche
Sprachlosigkeit zwischen den Menschen
durchbrochen

Der  Mensch   darf   wieder   hoffen

 

 

Zweitausendundsieben habe ich diese Worte geschrieben und  wußte nicht, daß ein Zeitpunkt kommen könnte, an dem ich der Meinung bin, daß sie tatsächlich passen, denn zwischen den Menschen herrscht viel zu oft kein Verstehen mehr und  sie denken zu schnell an Gewalt…
Das Foto zeigt ein Werk von Corry K., die die Großmäuligkeit der Menschen unter die Lupe genommen hat.

 

 

 

 

Freudenbringer kleiner Krokuss

Inmitten einer sehr großen Wiese,
übersät mit zarten lila Krokussen, fand ich dieses einzelne Blümchen
und es wollte zu gerne mal alleine auf ein Foto.
Ansonsten geht es in der Menge seiner Riesenfamilie immer total unter.
Also tat ich ihm den kleinen Gefallen .
Mein Handy spielte sehr gerne mit 🙂

 

Heute also mal kein Gedicht, sondern nur ein kleines schüchternes Blümchen.

Gestern hab ich die ersten Veilchen in meinem Wieschen entdeckt und ich strahle.
Der Frühling kommt mit Riesenschritten und meine Lebensgeister erwachen aus ihrem Winterschlaf 🙂 Noch recken und strecken sie sich …