Schlagwörter
Dichtung, Erwachen, Erwartung, Gedicht, Gedichte, Leben, Lyrik, Meer, Poesie, Schiff, Vergänglichkeit, Verse
Tag und Meer und Leben
Es dämmert leicht, das Auge sieht,
Die Nacht entweicht, der Schleier flieht.
Wie still die Welt, wie weit das Meer!
Und wir gestellt ins Ungefähr.
Die Sonne nicht, geht glühend auf:
Schön in ihr Licht strebt unser Lauf.
So hell, bewusst der Morgenglanz,
Des Lebens Lust erfasst uns ganz.
Schon Mittag fast, hoch steht die Tat,
Ein Segelmast von ferne naht.
Bringt uns an Bord erhofftes Glück?
Sich nähernd dort nun Stück um Stück.
Schon sehen kann man Bug und Deck,
Unwirklich dann das goldne Heck.
Entfernt sich, ach, wird kleiner, schwand,
Ein Strichpunkt, schwach, am Himmelsrand.
Ist Abend schon am Nachmittag?
Ein Traum davon im Herzen lag.
Die Sonne sinkt, mit ihr das Schiff,
Kein Auge winkt, kein Lächeln griff.
Wird dunkel, still, dann tiefe Nacht,
Warum April, warum erwacht?!
Die Sterne nur uns leuchten noch
Und Herz und Uhr, sie schlagen doch.
©Wolfregen







