Category Archives: research

Mein neuer Sammelband fährt zur DHd 2026 nach Wien (und ich fahre mit)!

Ich freue mich sehr, dass der Sammelband “From Global to Local? Digitale Methoden in den Geisteswissenschaften im deutschsprachigen Raum: Ein Triptychon” noch rechtzeitig zur #dhd2026 erschienen ist!

Wuttke, Ulrike, Christopher Nunn, Christian Schröter, Melanie Seltmann, und Christian Wachter. From Global to Local: Digitale Methoden in den Geisteswissenschaften im deutschsprachigen Raum: Ein Triptychon. Melusina Press, 2026. https://doi.org/10.26298/1981-5722.

Es wird dazu ein Poster geben (es rollt hier gerade vom Band) und einen Posterslam mit Christian Vater und mir! Und unser fantastischer #DiamondOA Verlag @melusinapress ist auch vor Ort und hat Druckexemplare mit.

Auch fast das gesamte fantastische Herausgeber*innenteam ist mit vor Ort und viele Autor*innen, das wird ein schönes Fest!

#digitalhumanities #openaccess #globallocaldh #dhd2026

Reblogged: What is Digital History and What’s It Doing at DHI Paris? Auf den Spuren der Digitalen Geschichtswissenschaften als KFW-Fellow am DHIP

Im Oktober 2024 verbrachte ich vier Wochen im Rahmen des Karl-Ferdinand-Werner-Fellowship-Programms am Deutschen Historischen Institut Paris (DHIP). Das KWF-Fellowship-Programm gab mir die Gelegenheit, direkt am Institut zu wohnen und zu arbeiten und intensiv einem Forschungsprojekt nachzugehen, ob im Austausch mit den Institutsangehörigen, anderen Fellows oder den Teilnehmenden der Konferenz #dhiha9. Gerne möchte ich ein paar Erfahrungen und Eindrücke aus dieser sehr wertvollen Forschungszeit in diesem Blogbeitrag teilen.

Wollt Ihr wissen wie es weitergeht? Weiterlesen auf Hypotheses (Originalpost 11.12.2024):

Bericht zum Hands-on Lab zum Thema Wissenschaftliches Datentracking auf der BiblioCon 2024: Gefahr erkannt – Gefahr gebannt?

Autor*innen: Ulrike Wuttke, Robert Altschaffel, Yuliya Fadeeva, Anke Petschenka, Timo Steyer, Lizenz CC BY 4.0

Die Wandlung der globalen Wissenschaftsverlage zu Top-Playern im Bereich Data Analytics und ihre intransparenten Praktiken des wissenschaftlichen Datentrackings werden zunehmend als Problem für Informationsfreiheit und -sicherheit wahrgenommen. 

Auf der 112. BiblioCon in Hamburg wurde am 5. Juni 2024 im Lab “Datentracking im wissenschaftlichen Workflow” der Autor*innen dieses Beitrags der Bedarf an Aufklärung und praktikablen Handlungsanweisungen für entsprechende Informationsangebote deutlich. Das Interesse an dem Lab war immens, aufgrund der begrenzten Raumkapazitäten konnten leider nicht alle teilnehmen.

Nach einer Rekapitulation der Ausgangslage (U. Wuttke, T. Steyer) und einem Impuls von Y. Fadeeva zu Vermittlungsformaten, mit denen sie das Thema Science Tracking an Studierende weitergibt, lud R. Altschaffel dazu ein, Datentracking selbst zu identifizieren und zu unterbinden. Danach steuerte A. Petschenka einen Impuls zur Sichtweise der Bibliotheksdidaktik bei und benannte mögliche Schulungsszenarien. 

Die Diskussionen zeigten, dass verlässliche Materialien und Anlaufstellen fehlen. Bisher können Bibliotheken und Bibliothekar*innen, obwohl die Wichtigkeit des Themas immer bewusster wird, ihren Aufgaben nicht gut begegnen. Diese Aufgaben sind, Nutzende und eigene Mitarbeitende zu informieren, die digitale Souveränität der Nutzenden zu schützen sowie gerechte Informationsmärkte zu stärken. Hier ist es wichtig, eigene Verhandlungsräume besser wahrzunehmen und die vorhandenen Initiativen zusammenzuführen. Nachdem diese Lücken identifiziert sind, sollten nun Materialien zu einem didaktisch unterlegten, handlungsorientierten OER-Wissensschatz geformt werden und die Rolle großer Verlage im Wissenschaftssystem weiterhin wachsamen Auges betrachtet und kritisch hinterfragt werden.

Laptop offen mit Programmseite des im Blogpost beschriebenen Workshops offen

Abbildung: Programm Workshop Wissenschaftliches Datentracking bei der 112. BiblioCon 2024 in Hamburg

Link zu den Workshopfolien: https://opus4.kobv.de/opus4-bib-info/frontdoor/index/index/docId/18755

Was denkt ihr? Welche Probleme und Potenziale seht ihr?

Nachbericht:

“Alles #wisskomm? Paradigmenwechsel in der Wissenschaftskommunikation” – Video Antrittsvorlesung U. Wuttke, FH Potsdam, 08.05.2023 online

Anlässlich ihrer Berufung zur Professorin für Bibliothekswissenschaft – Strategien, Serviceentwicklung und Wissenschaftskommunikation” am Fachbereich Informationswissenschaften hielt Prof. Dr. Ulrike Wuttke am 08.05.2023 ihre Antrittsvorlesung mit dem Titel “Alles #wisskomm? Paradigmenwechsel in der Wissenschaftskommunikation” an der Fachhochschule Potsdam.

Wissenschaftskommunikation ist in aller Munde. Der Stifterverband vergibt einen Communicator-Preis, Christian Drosten erreicht mit seinen Tweets und Podcasts eine ungeahnte Reichweite, die größten Verlagsunternehmen erwirtschaften ihre Gewinne nicht mit Publikationen, sondern mit Daten, Bibliotheken können kaum die steigenden Kosten für Publikationen bezahlen, obwohl oft die Autor*innen selbst zur Kasse gebeten werden.

In ihrer Antrittsvorlesung diskutiert Prof. Dr. Ulrike Wuttke den Status Quo der Wissenschaftskommunikation unter digitalen Vorzeichen und wagt einen Blick nach vorne.

Wer bespielt welche Kanäle, warum und mit welchem Erfolg? Und welchen Beitrag können Bibliotheken leisten? Ein gemeinsames Nachdenken über Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken in der global vernetzten Welt.

#StandWithUkraine: Kulturgutschutz in der Ukraine – Bericht aus der Erstsemester-Werkstatt “Heritage under Threat” an der FH Potsdam WiSe 2022/2023

Zerstörte Kirchen, brennende Archive, beschädigte Sammlungen und Denkmäler. Der Krieg gegen die Ukraine löst nicht nur menschliches Leid aus, sondern führt auch zur Zerstörung des reichen kulturellen Erbes der Ukraine. Über 400 Museen, 3000 Kulturstätten und 7 Welterbestätten sind durch den Krieg massiv bedroht, einige sind schon irreparabel zerstört.

Im Rahmen des interdisziplinären Werkstattseminars „Gefährdetes Kulturerbe“ haben sich Studierende aus dem ersten Semester der Studiengänge Archiv, Bibliothekswissenschaft und Informations- und Datenmanagement des Fachbereichs Informationswissenschaften mit dem Schutz materiellen und immateriellen Kulturguts auf internationaler Ebene am Beispiel der Ukraine beschäftigt. Der Fokus lag auf der Auseinandersetzung mit den aktuellen Herausforderungen und der Organisation des Kulturgutschutzes. Hierfür sammelten die Studierenden Quellen in einer Zotero-Gruppe und führten die so gewonnen Informationen in einer Recherchematrix und einer Visualisierung zusammen.

Netzwerk Kulturgutschutz Ukraine (Ausschnitt). Bei der Grafik handelt es sich um eine von den Studierenden erarbeitete Visualisierung des Netzwerkes von Akteuren des Kulturgutschutzes in der Ukraine (Anmerkung: Es handelt sich um einen Ausschnitt bzw. eine Teilmenge eines umfassenden Feldes, der im Seminarzeitraum nicht erschöpfnend erfasst werden konnte.)

Außerdem interviewten die Studierenden Dr. Franziska Klemstein (Link), die Einsichten in ihre Beteiligung am Schutz des ukrainischen Kulturerbes und die Organisation der verschiedenen Akteure untereinander anhand der Organisationen SUCHO und Blue Shield Deutschland gab, mit denen sie zusammenarbeitet. Es war sehr interessant, eine Expertin aus der Praxis für die Werkstatt zu gewinnen und unmittelbar befragen zu können. Außerdem sammelten die Studierenden vor allem zeitgenössische Quellen zum Thema in einer Zotero-Gruppe.

Dr. Franziska Klemmstein virtuell “zu Besuch” im Seminar

Die wichtigsten Erkenntnisse wurden am 18. Januar 2023 von den Studierenden im Rahmen der Erstsemesterwerkstatt-Präsentationen vorgestellt. In diesem Rahmen starteten die Studierenden auch einen Spendenaufruf für das Netzwerk „Kulturgutschutz Ukraine“. Bereits direkt vor Ort kamen so 30 Euro zusammen, die an das Netzwerk überwiesen wurden. Dazu kamen noch Beiträge aus dem Online-Spendenaufruf, der über den Mail-Verteiler des Fachbereichs versendet wurde.

Ziel des Netzwerkes Kulturgutschutz Ukraine ist es, stark gefährdete ukrainische Museen, Archive, Bibliotheken und Denkmäler mit Hilfsgütern zu versorgen und zu schützen. Das Netzwerk „Kulturgutschutz Ukraine“ ist eine Hilfsaktion der Bundesregierung in Zusammenarbeit mit der ICOM Deutschland, Blue Shield Deutschland, Stiftung Preußischer Kulturbesitz und vielen weiteren. Alle Akteure bündeln ihre Kräfte in dem Netzwerk, um die Hilfsmaßnahmen für die gefährdeten Kulturgüter zu organisieren.  

Die Kontoverbindung des Netzwerks lautet: 

IBAN: DE06 1208 0000 0095 7148 01
SWIFT/BIC: DRESDEFF120
Sitz der Bank: Deutschland
Kennwort: “ICOM4Ukraine”

Professor Dr. Ulrike Wuttke, Carolin Menzer und die Studierenden der Erstsemesterwerkstatt „Gefährdetes Kulturerbe“