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Was fromme Frauen lesen

Das Buch des Monats April 2026

Der Seelentrost, Augsburg: Anton Sorg, 1478.

Ulm, Stadtbibliothek, vBB 816

Vergangenes Frühjahr wurden im Tresor der Stadtbibliothek die wertvollsten Bände in maßgeschneiderte, alterungsbeständige Wellpappekassetten verpackt (siehe Jahresbericht 2025). Bei dieser meditativen Tätigkeit fiel uns das Buch des Monats April wegen seiner Schönheit und eines interessanten handschriftlichen Vermerks ins Auge. Dieser Vermerk gibt seine Geheimnisse nicht ohne Weiteres Preis, führt aber doch ins Augustiner-Chorfrauenstift Inzigkofen (nahe Sigmaringen). Dort hatten die Chorfrauen seit dem 14. Jahrhundert bis zur Auflösung des Stifts im 19. Jahrhundert eine bemerkenswerte Bibliothek zusammengetragen, die heute über halb Deutschland und Europa verstreut ist. Bei dem schönen Buch handelt sich um erbaulichen Lesestoff für gläubige Christ*innen, „Der Seelentrost“, eine mit Holzschnitten und Zierbuchstaben geschmückte Inkunabel des Augsburger Buchdrucker Anton Sorg (um 1430-1493). Fünfzehn Exemplare und Fragmente dieses Frühdrucks werden heute in öffentlichen Institutionen aufbewahrt.1

Seelentrost in Buchform – Wilt du eingang in das ewig leben, so halt die gebot gotes 

Alls der Her Moysi gab die zehen gebott mit seinem goettlichen vinger geschriben in zwo steine tafelen …

Seelentrost, Vorrede o. fol.

Abb. 01 Mose erhält die Zehn Gebote, Holzschnitt aus Der Seelentrost. München, Bayerische Staatsbibliothek, 2 Inc.c.a. 783 a, fol. 2r, Digitalisat: https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb00031704?page=17 Lizenz Public Domain Mark 1.0 Universal (bearb.)

Anton Sorg erläutert in seiner kurzen Vorrede, warum er dieses Buch herausgeben wollte: „Der Seelentrost“ erläutert die Zehn Gebote, einen Grundpfeiler des christlichen Glaubens (Abb. 01). Wer die Gebote Gottes ehrt, dem steht nach dem Tod das ewige Leben offen, so Sorg. Darum sind zu jedem der Gebote Beispielgeschichten (Exempla) aus dem Alten Testament, dem Leben Christi, den Heiligenlegenden und historischen Anekdoten zusammengestellt. An diesen Beispielen lässt sich ablesen, wie Gott denjenigen beisteht, die sich an seine Gebote halten. Wer sie aber missachtet, der wird bestraft. Die christlichen Leser*innen sollen anhand dieser Vorbildern lernen ein gutes Leben zu führen und ihren Seelenfrieden finden. Deshalb heiße das Buch „der selen trost“.

… der mensch lebt nicht alleynn von dem prot

Seelentrost, Vorrede o. fol..

Exempelsammlungen waren im Spätmittelalter beliebt. Der sogenannte „Große Seelentrost“, der seit dem 14. Jahrhundert vor allem im niederdeutschen Sprachbereich in vielen Handschriften überliefert ist, bildet insofern eine Ausnahmeerscheinung, weil hier die Exempla anhand des Dekalogs, der Zehn Gebote, organisiert sind. Anton Sorgs Druckausgabe geht auf diese reiche handschriftliche Tradition zurück.2 Das Buch richtet sich ausdrücklich an die Lateinunkundigen, Laien und Kinder. Die Rahmenhandlung des Textes bildet das Gespräch zwischen einem Beichtvater und einem Kind, das die Zehn Geboten erklärt haben möchte. Der Beichtvater schließt daher die Exempelerzählungen immer wieder mit der Aufforderung an das Kind, sich diese zu Herzen zu nehmen.

Abb. 02a Gebot und Versuchung: Holzschnitt zum Zehnten Gebot Du solt kaine fremden ee weib begern aus Der Seelentrost. Ulm, Stadtbibliothek, vBB 816, fol. 148r.
Abb. 02b Schmuckinitiale zu Beginn des Zehnten Gebots aus Der Seelentrost. München, Bayerische Staatsbibliothek, 2 Inc.c.a. 783 a, fol. 148v, Digitalisat: https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb00031704?page=330330 Lizenz Public Domain Mark 1.0 Universal (bearb.)

Die Inkunabel enthält zur besseren Orientierung für die Leser*innen ein ausführliches Register, das jedes der Zehn Gebote mit allen dazugehörigen Exempelgeschichten auflistet. Im Haupttext leiten jeweils eine ganzseitige Illustration und eine Schmuckinitiale die einzelnen Gebote ein (Abb. 02). Das Ulmer Exemplar wurde durchgängig sehr sorgfältig in zarten rosa, gelben und hellgrünen Tönen koloriert. Es gehörte zur Bibliothek des Landjägerbezirkskommandants Christof Heinrich von Besserer d. J. (1791-1841), bevor diese nach seinem Tod an die Stadtbibliothek überging (vgl. zu Besserers Vorliebe für mittelalterliche Literatur und schicke Inkunabeln „Populäre Polemik im Mittelalter“). Aber was haben nun die Augustiner-Chorfrauen von Inzigkofen damit zu tun?

Diß Buoch Gehört in die gemain Teütsch Liberey

Auf dem Vorsatzblatt des Ulmer „Seelentrost“ findet sich der erwähnte handschriftliche Besitzvermerk, der interessanterweise das Buch der gemein(sam)en deutschen Bibliothek eines Klosters zuweist – der Name dieses Gotzhauß wurde aber getilgt, die Tinte vom Papier gekratzt. In der Tat besitzt die Stadtbibliothek drei Inkunabeln mit dem gleichen Besitzvermerk und überall wurde der Name des Klosters unkenntlich gemacht. Bernd Breitenbruch, ehemaliger Leiter der wissenschaftlichen Abteilung der Stadtbibliothek, vermutete bei der Arbeit am Inkunabelkatalog, dass es sich um das Kloster Luizhausen (Alb-Donau-Kreis) handeln könnte.3

Darauf wurde Klaus Graf 2014 aufmerksam. Er fragte bei den Ulmer Kollegen Bernd Breitenbruch und Bernhard Appenzeller an, ob es sich nicht vielmehr um Inzigkofen handeln könnte.4 Denn die Formulierung Diß Buoch Gehört in die gemain Teütsch Liberey ist einerseits ziemlich originell und findet sich andererseits im Großteil der Bände der heute zerstreuten Stiftsbibliothek Inzigkofen.5 Inzwischen sind so viele Handschriften und Inkunabeln aus Inzigkofen digitalisiert, dass sich die Besitzeinträge vergleichen und ohne weiteres bestätigen lässt: Die drei Ulmer Inkunabeln stammen eindeutig aus Inzigkofen (Abb. 03).6

Die Bibliothek der Inzigkofer Chorfrauen

Abb. 04 Die minnende Seele liest und Christus erzieht: Miniatur aus Karlsruhe, Badische Landesbibliothek, Cod. Don. 106, fol. 13v
Digitalisat: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:31-37498/fragment/page=1234315
Lizenz: Public Domain Mark 1.0 Universell

Die 1354 als Klause gegründete und seit 1394 nach der Augustinerregel lebende Gemeinschaft in Inzigkofen war in Oberschwaben sozial vernetzt, wirtschaftlich gut aufgestellt und geistig wie kulturell rege.7 Davon zeugen Kunstwerke und die Stiftsbibliothek, die vor allem für ihre Handschriften mit Texten der deutschen Mystik berühmt ist, wie zum Beispiel die illustrierte Lehrdichtung „Christus und die Minnende Seele“ (Abb. 04, vgl. Weber, Seele, 47-53). Zum Teil fertigten die Chorfrauen die Handschriften selbst an, andere kamen als Geschenke an das Kloster hinzu. Werner Fechter hat 52 deutsche Handschriften (vor 1600) in 14 Institutionen identifiziert.8 Er konnte zehn namentlich genannte Schreiberinnen unter den Inzigkofer Frauen ausfindig machen (Fechter, Handschriften, 173), einige blieben auch anonym – so wie die Frau, die am Ende des Ulmer „Seelentrost“ eintrug „Orate pro scriptrice“, betet für die Schreiberin.

Eher nebenbei listete Fechter auch acht Inkunabeln mit Inzigkofer Besitzvermerk auf; Klaus Graf hat inzwischen auf vierzehn Inkunabel erhöht, heute unter anderem in Russland und der Slowakei (Fechter, Handschriften 189-192; Graf, Inkunabeln). Die frommen Frauen von Inzigkofen brauchten die Bücher aus ihrer Bibliothek für die gemeinsame Andacht und die Tischlesungen sowie für die private erbauliche Lektüre. Lesen und Schreiben nahm einen hohen Stellenwert im Leben der Frauen ein (Abb. 05).

Abb. 05 Alle am lesen: Altartafel der heiligen Monika mit der Inzigkofer Pröpstin Magdalena Weinschenk, Inzikofer Altar von Hans und Jakob Strüb 1505. Public domain, via Wikimedia Commons

Ein Katalog der Inzigkofer Stiftsbibliothek ist nicht überliefert, aber in der Mitte des 17. Jahrhunderts gaben sich die Chorfrauen neue Statuten, die auch die Aufgaben der „Büchermeisterin“ beschreiben. Sie war für die sorgfältige Aufbewahrung der Bücher, die Erfassung in einem Register, die Ausgabe an die Schwestern und sogar für präventive Konservierung und Integrated Pest Management zuständig.9

[Die Büchermeisterin] soll auch aller Jahren ein oder zweimal alle [Bücher], die man nicht oft braucht, durchsuchen, ausstäuben und erlüften, damit sie nicht von Schaben oder sonst anderswerts verletzt werden. Wenn aber etwas verletzt worden, solches verbessern.

Inzigkofer Statuten von 1643, zitiert nach Engelmann, Nachrichten, 522f.

Abb. 06 Das alte Rückenschild der Inzigkofer Stiftsbibliothek zeigt an, dass der Band früher im neunten Bücherkasten (9K) aufbewahrt wurde. Ulm, Stadtbibliothek, 15 011

In Inzigkofen kämpfte man also wie wir heute mit Schabe und Holzwurm (Gemeiner Nagekäfer), die sich gerne ins Papier fressen. Die Bücher der Stiftsbibliothek wurden in mindestens 17 Kästen aufbewahrt, wie Engelmann anhand der erhaltenen Rückenschilder rekonstruiert hat (ders., Nachrichten, 525). Auf dem Einband der Ulmer Inkunabel 15011 hat sich dieses Rückenschild noch erhalten, sie war demnach im Kasten 9 untergebracht (Abb. 06). Die Statuten legten auch fest, dass die Bücher der Stiftsbibliothek mit dem Inzigkofer Besitzvermerk versehen und nur nach ausdrücklicher Erlaubnis der Pröpstin an Außenstehende verliehen werden durften. Die Büchermeisterin sollte dann „den Namen der Person samt dem Titel des Buches und Tag aufschreiben. Und wenn man zu seiner Zeit nicht heimstellt, wiederum abfordern“ (zitiert nach Engelmann, Nachrichten, 522).

Die Ulmer Inkunabeln aus Inzigkofen liefern ihrerseits Hinweise auf diesen Leihverkehr: Am Ende des Buchs des Monats steht (vielleicht von der Büchermeisterin) geschrieben: „Das Buoch ist der Erwirdigen gaistlichen frumen frowen des gotzhus [Uvntzkoffen] vnd wem sy es lichend der sol in es widergeben. Orate pro scriptrice“ – Mahnung und Fürbittewunsch in einem. Im stark restaurierten Band vBB 49 könnte laut Bernd Breitenbruch auf der Innenseite des hinteren Buchdeckels eine Art Leihverzeichnis aus dem 15./16. Jahrhunderts eingeklebt sein (Abb. 10). Verschiedene Namen sind hier aufgelistet. Vor und nach dem Namen markiert je ein Kreuz die erfolgte Ausleihe und Rückgabe, anders als in den Statuten des 17. Jahrhunderts festgelegt ohne Leihdatum (vgl. Breitenbruch, Inkunabeln, Nr. 77).

Abb. 10 Michel Schuomacher und Jerg Schmid: Leihverzeichnis aus der Stiftsbibliothek Inzigkofen? Ulm, Stadtbibliothek, vBB 49, hinterer Spiegel

Wie kamen die Inkunabeln von Inzigkofen nach Ulm?

Das Stift wurde 1802 mediatisiert und ging an das Fürstentum Hohenzollern, doch durften die Chorfrauen dort noch leben, bis die letzte von ihnen 1855 verstarb. Im Gegensatz zu anderen Fürsten dieser Umbruchphase zeigte Anton Alois von Hohenzollern-Sigmaringen an der Stiftbibliothek kein Interesse. Wie Fechter nachweist, wurden aber auch schon vorher einzelne Bücher verkauft, Händler wurden im Stift vorstellig, die das neue Interesse der Romantik an mittelalterlichen, deutschen Handschriften bedienen wollten. Unter die Käufer der Handschriften zählen so illustre Namen wie Joseph von Laßberg, Clemens Brentano, Ludwig Uhland – und eben auch zwei bibliophile Ulmer mit ähnlichen Sammelinteressen: Zum einen der bereits erwähnte Christof Heinrich von Besserer d. J., der neben dem „Seelentrost“ (vBB 816) einen zweiten Druck von Anton Sorg erwarb, und zwar „Barlaam und Josaphat“ von 1480. Zum anderen Konrad Dieterich Haßler (1808-1873), studierter Theologe und Lehrer am Ulmer Gymnasium, liberaler Abgeordneter im Württembergischen Landtag bis 1848 und außerdem Vorstand des Vereins für Kunst und Altertum in Ulm und Oberschwaben. Haßler setzte sich für den Ausbau des Ulmer Münsters ein und wurde schließlich Landeskonservator für Denkmalpflege, außerdem war er ein großer Sammler. 1840 erschien seine Monographie über den frühen Buchdruck in Ulm. Ein Jahr später verkaufte er der Stadtbibliothek elf Inkunabeln für 116 Gulden und 54 Kreuzer. Darunter waren sechs Ulmer Frühdrucke, aus der Inzigkofer Stiftsbibliothek stammte Konrad Dinckmuths „Der goldene Spiegel der armen sündigen Seele“ von 1487.10

Die Büchersammler Haßler und von Besserer waren übrigens auch die Vorbesitzer der Steinhöwel-Inkunabeln, die 2025 im Zuge der Adopt a Book-Spendenaktion restauriert werden konnten (siehe „Ein Ulmer Frühdruck braucht unsere Hilfe“). Außerdem besaß Haßler auch mindestens zwei Handschriften der Inzigkofer Chorfrauen, eine davon ist heute leider verschollen, die andere befindet sich in Nürnberg.11.

Abb. 11 Steiniger Weg zum ewigen Leben: Federzeichnung mit Ordensfrau, beiliegend. Ulm, Stadtbibliothek, vBB 49

Zu guter Letzt noch eine kleine Erinnerung an die Inzigkofer Chorfrauen, die dem Band vBB 49 beiliegt (Abb. 11): Die (barocke?) Federzeichnung zeigt eine Frau in Ordenstracht, die ein Kreuz auf der Schulter tragend einen Kalvarienberg hinaufsteigt. Am Wegesrand ein Altar mit Totenkopf und einem Spruchband darüber, das sagt: „Solum mihi super est sepulchrum“ (Nur das Grab bleibt mir noch), außerdem verschiedene Symbole, die für Vergänglichkeit oder die Ewigkeit stehen (Totenkopf, Waage, Sanduhr, Schlange) und die Worte „Respice Finem. O Mores. O Iudicium. O Inferi. O Aeternitas. O Caelum“ Bedenke das Ende. Oh Sitten. Oh Urteil. Oh Hölle. Oh Ewigkeit. Oh Himmel – Eine fromme Frau auf dem Weg ins ewige Leben.


Literatur

Breitenbruch, Bernd: Die Inkunabel der Stadtbibliothek Ulm. Besitzgeschichte und Katalog (Veröffentlichungen der Stadtbibliothek Ulm 8), Weißenhorn 1987. Standort: Ulm 2 Ver 8

Breitenbruch, Bernd/Wiegandt, Herbert: Städtische Bibliotheken in Ulm. Ihre Geschichte bis zur Zusammenlegung im Jahre 1968 (Veröffentlichungen der Stadtbibliothek Ulm 19), Weißenhorn 1996. Standort: Ulm 2 Ver 19

Chronik des Augustinerchorfrauenstifts Inzigkofen 1354/1525-1813. 2 Bde (Documenta suevica 18), hg. Edwin Ernst Weber unter Mitarbeit von Karl Werner Steim, Eggingen 2009. Standort: A 1/8601-18

Engelmann, Ursmar: Nachrichten über die ehemalige Klosterbibliothek Inzigkofen, in: Gutenberg-Jahrbuch 1976, 520-525. Standort: 50 318-1976

Fechter, Werner: Deutsche Handschriften des 15. und 16. Jahrhunderts aus der Bibliothek des ehemaligen Augustinerchorfrauenstifts Inzigkofen (Arbeiten zur Landeskunde Hohenzollerns 15), Sigmaringen 1997. Standort: 37 591-15

Graf, Klaus: Inkunabel aus Inzigkofen in der Stadtbibliothek Ulm?, in: Archivalia, 26.08.2014. DOI: 10.58079/BHEB [Zugriff 2026-04-01]

Palmer, Nigel F.: Art. Seelentrost, in: Verfasserlexikon. Die deutsche Literatur des Mittelalters 8, 2. Auflage, Berlin 1992, 1030-1040.

Schmidt, Peter: Kleben statt malen. Handschriftenillustration im Augustiner-Chorfrauenstift Inzigkofen, in: Eisermann, Falk/Schlotheuber, Eva/Honemann, Volker (Hg.): Studien und Texte zur literarischen und materiellen Kultur der Frauenklöster im späten Mittelalter (Studies in medieval and reformation thought 99), Leiden 2004, 243-283.

Wachinger, Burghart: Der Dekalog als Ordnungsschema für Exempelsammlungen. Der ›Große Seelentrost‹, das ›Promptuarium exemplorum‹ des Andreas Hondorff und die ›Locorum communium collectanea‹ des Johannes Manlius, in: Haug, Walter/Wachinger, Burghart (Hg.): Exempel und Exempelsammlungen (Fortuna vitrea 2), Tübingen 1991, 239-263. DOI: 10.1515/9783110949650-011 Standort: 98 682

Weber, Edwin Ernst: Von der minnenden Seele zur barocken Höchstleistung. Wege der Frömmigkeit im Augustiner-Chorfrauenstift Inzigkofen vom 15. bis zum 17. Jahrhundert, in: Hirbodian, Sigrid/Holtz, Sabine/Steymans-Kurz, Petra (Hgg.): Zwischen Mittelalter und Reformation. Religiöses Leben in Oberschwaben um 1500, Stuttgart 2021 (Oberschwaben. Forschungen zu Landschaft, Geschichte und Kultur 6), 29-63. Standort GeschBW 76 Hir

Der Beitrag und die Abbildungen stehen soweit nicht anders angegeben unter der Lizenz CC BY 4.0

  1. Vgl. Gesamtkatalog der Wiegendrucke M41133 . Wer online im „Seelentrost“ blättern möchte, wir fündig bei der BSB München, Digitalisat https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb00031704?page=1.[]
  2. Vgl. zu Überlieferung und Inhalt Palmer, Art. Seelentrost, bes.1033; Wachinger, Dekalog.[]
  3. Vgl. Breitenbruch, Inkunabeln, Nr. 484: liest „Lützhaussen“, vgl. auch Nr. 301 und 77.[]
  4. In Grafs Blogpost ist via Wayback Machine der Vitrinentext für das Buch des Monats April 2008 eingebunden, als der Ulmer „Seelentrost“ das letzte Mal ausgestellt wurde. Vgl. Graf, Inkunabel.[]
  5. Das hat Ursmar Engelmann anhand der 280 gedruckten Bände nachweisen können, die sich heute in der Bibliothek der Benediktinerabtei Beuron befinden vgl. Engelmann, Nachrichten.[]
  6. Die Bände vBB 816 und vBB 49 tragen den Besitzvermerk, den Engelmann ins 16. Jahrhundert datiert, der Band 15011 trägt den Besitzvermerk aus dem 18. Jahrhundert, vgl. Engelmann, Nachrichten, 522 und Abb. 1-4.[]
  7. Zur Geschichte Inzigkofen vgl. Weber, Seele; Weber/Steim, Chronik; Fechter, Handschriften, bes. 1-42.[]
  8. Fechter, Handschriften, 47f. Der Handschriftencensus verzeichnet unter dem Suchwort Inzigkofen 25 Handschriften, die nicht alle bei Fechter aufgeführt sind, z. B. Prag, Nationalbibliothek, Cod. XVI.F.73 mit Besitzvermerk. Vgl. zu den illustrierten Inzigkofer Handschriften Schmidt, Kleben statt malen.[]
  9. Zu den Statuten von 1643 Engelmann, Nachrichten, 521f.; vgl. zur Überlieferung der Staturen Fechter, Handschriften, 3.[]
  10. Vgl. zu Haßler Breitenbruch/Wiegandt, 61; Breitenbruch, Inkunabeln, Nr. 301 und S. 30 und 349 Registereintrag.[]
  11. Vgl. Fechter, Handschriften, 50 u. 83-85; Schmidt, Kleben statt malen, 245, Anm. 32. Eine Handschrift des 18. Jahrhunderts, die die Vita der Pröpstin Paula Merend als Abschrift enthält, wurde 1810 aus dem Ulmer Wengenkloster nach München gebracht, heute Bayerische Staatsbibliothek, cmg 21307, vgl. Fechter, Handschriften, 2.[]
Pia Eckhart
Pia Eckhart
Dr. Pia Eckhart leitet den Historischen Bestand der Stadtbibliothek Ulm. Zu ihren Forschungsfeldern gehören Buchgeschichte, Wissensgeschichte und vormoderne Geschichtsschreibung. Den… Weiterlesen

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Pia Eckhart (2. April 2026). Was fromme Frauen lesen. Ulm 1516. Abgerufen am 7. Juni 2026 von https://doi.org/10.58079/160rz