Ich habe Bücher gelesen: Q1/26
Hallo zusammen!
Das erste Quartal 2026 ist vergangen, und ich bin zu gleichen Teilen hingerissen zwischen Wieso ist denn schon April?! und Wieso ist denn erst April?! – ich vermute, manch einem von euch geht es nicht anders.
Nichtsdestotrotz hab ich auch in den vergangenen Monaten wieder Bücher gelesen und die wollte ich mit euch teilen. Zumal es diesmal in überwältigendem Maße ein Quartal lesenswerter Bücher gewesen ist.
Obacht, es ist auch entsprechend umfangreich!

Andy Weir – Project Hail Mary
Ich schreibe diese Zeilen, bevor ich mit einigen Freunden in die gerade so populäre Verfilmung gehen werde – genau, es ist das Buch, das auf Deutsch Der Astronaut heißt.1
Es ist eigentlich schwer, über dieses Buch zu sprechen, ohne etwas zu spoilern, denn der Protagonist der Geschichte erwacht und weiß nichts mehr. Er weiß weder seinen Namen, noch warum er offenbar in eine medizinische Anlage geschnallt ist, noch was sein Beruf ist etc.
Der deutsche Leser ist dann weniger überrascht zu erfahren, dass der Protagonist im Weltall ist, und alles nimmt Fahrt auf, je mehr sich Ryland – so sein Name – nach und nach wieder zusammenreimt.
Anstatt jetzt aber mehr über das zu sagen, was im Buch passiert, will ich lieber sagen, wie es passiert: absolut phantastisch geschrieben. Es ist eine Ich-Erzählung, und Weir gibt Ryland einen trockenen, lakonischen Humor, der brillant funktioniert, um dem Leser die durchaus komplex konstruierte wissenschaftliche Seite des Buches zu vermitteln. Aber nicht nur der Wissenstransfer lebt davon, auch der ganze in seinem Herzen vielleicht etwas abgedroschene Amnesie-Ansatz bleibt dadurch konsequent unterhaltsam.2
Außerdem ist das Buch etwas, was 2026 so anachronistisch anmutet – es ist positiv. Es passieren nicht nur schöne Dinge und es gilt ein wahrhaft existenzielles Problem zu lösen, aber genau das ist zugleich der springende Punkt: Es gilt, ein Problem zu lösen. Es gilt, nicht über Missstände zu klagen, sondern miteinander die Welt besser zu machen. Ich glaube, wir bräuchten mehr solcher Bücher.
Zusätzlich möchte ich hier noch sagen: Das englische Hörbuch ist exzellent! Auch hier ist es schwer zu sagen, warum, ohne etwas Relevantes vorwegzunehmen, aber abseits dieser kryptischen Aussage ist Ray Porter auch eine perfekte Wahl, um eben Rylands innerem Monolog in besagter, lakonischer Tonalität entsprechend Ausdruck zu verleihen.
Doch gleich in welchem Format: Einfach awesome.
Jacob Geller: How A Game Lives
Das hier ist ein schräges Buch. Geller ist YouTuber (bzw. Creator auf Nebula) und veröffentlicht dort Video-Essays der oftmals arg vergeistigten Geschmacksrichtung, vorgeblich über Videospiele und andere Medien, aber im Herzen dann oftmals doch über die Menschen und das kulturelle Menschsein. Ich finde ihn manchmal auch was schräg, aber keine Überraschung: Das ist schon durchaus mein Ding, was er da macht.
How A Game Lives ist nun die Text-Adaption einer Reihe seiner Essays. Wobei Adaption fast das falsche Wort ist: Der nahe liegende Ansatz wäre ja nun gewesen, sich diese Video-Essays zu nehmen und sie so umzuarbeiten, dass sie genuin wie für das geschriebene Wort konzipiert wirken. Natürlich hat sich Geller für einen anderen Ansatz entschieden.
Die Texte in dem Buch sind mehr oder weniger 1:1 die Manuskripte für seine Videos – bis hin zu und inklusive so dysfunktionaler Passagen, die sich auf etwas beziehen, was gerade im Bild zu sehen ist. Und anstatt solche Passagen zu ändern, hat er sie kommentiert. Das Buch ist geradezu gesäumt mit Fußnoten. Manche liefern Kontext, manche weisen Fehler aus, manche sind selbstkritisch und manche selbstironisch. Der Text ist – als Kapsel, quasi – unberührt, und die Auseinandersetzung erfolgt über die Kommentare.
Inhaltlich sind die meisten Texte – daher wohl auch der Titel – irgendwo rund um die Idee verankert, was es ist, dass ein Videospiel „zum Leben erweckt“; aber diese thematische Klammer ist auch eher abstrakt zu sehen.
Ich fand’s super-faszinierend. Aber wenn ihr das gerade lest und euch denkt, dass euch das zu vergeistigt klingt … ja, dann ist How A Game Lives vermutlich nicht für euch.
Cory Doctorow: Enshittification – Why Everything Suddenly Got Worse and What to Do About It
2022 hat Cory Doctorow den Begriff „Enshittification“ geprägt und seither hat er ohne Zweifel fortschreitend an Popularität gewonnen; zumindest in einigen Kreisen von Online-Nutzern. Was der Begriff benennt ist ein Prozess, der sich – so Doctorows These – überall in der Gegenwart feststellen lässt: Plattformen werden zunächst auf eine Weise betrieben, die sie geradezu alternativlos attraktiv für ihre Nutzer macht. Wenn genug Nutzer da sind, verschiebt sich das Maß und die Plattformen werden stattdessen für Geschäftspartner, Werbetreibende etc. attraktiv gemacht, auf Kosten der Nutzer. Und wenn genug davon da sind, wir das Maß erneut verschoben mit dem Ziel einer erbarmungslosen und zerstörerischen Gewinnmaximierung für den Plattformbetreiber. Ich persönlich teile seine Einschätzung da durchaus.
Er hat den Begriff 2022 in einem Artikel geprägt, aber letztes Jahr dann noch mit diesem Buch hier gewissermaßen die Langfassung dazu vorgelegt. Und drei Dinge fand ich beim Lesen bemerkenswert:
Zum einen verübt das Buch einen durchaus charmanten Trick: Es ist in den ersten Kapiteln vor allem polemisch. Es predigt da sicherlich den Bekehrten und lullt einen ein wenig zum Mit-Nicken ein, und Doctorow haut an der Stelle auch ein paar Sätze raus, bei denen ich nur laut lachen konnte.3 Aber dann verschiebt er heimlich und schleichend den Tonfall und ehe man sich versieht, liest man ein immer noch krawalliges, aber durchaus faktenbasiertes Sachbuch. Clever.
Zum zweiten wusste ich zwar viel schon, was ich in dem Buch dann gelesen habe, aber bei weitem nicht alles. Und du meine Güte ist das alles noch viel, viel (pardon) bekackter, als ich ahnte.
Zum dritten aber liefert Doctorow hier etwas ab, woran so viele andere Sachbücher letztes Jahr für mich abgeprallt sind: Doctorow liefert Lösungsansätze. Ob Byung-Chul Hans Müdigkeitsgesellschaft oder Mark Fishers Capitalist Realism, das Problem, was ich oft mit solchen Texten habe, ist dass ihre Diagnose gut und treffend ist, aber sie dann scheitern, wenn es um eine Behandlungsmöglichkeit geht. Da punktet Doctorow für mich. Der Makel daran ist, dass das, was Doctorow skizziert, vor allem systemische Veränderungen sind und wenig davon jetzt einfach in der Macht des Einzelnen liegt – aber das will ich ihm nicht vorwerfen, das ist denke ich dem Problem geschuldet.
Sehr cooles Buch. Macht wütend. Ist wichtig.
Stephen King: Es, Needful Things und Shining
Ich denke, es ist jetzt kein übermäßiger Hot Take, wenn ich sage: Dieser Stephen King, ey, das scheint echt ein ganz patenter Autor zu sein.
Dennoch – irgendwie hab ich anders als ganz, ganz viele meiner Altersgenossen nie so eine richtig ausgeprägte King-Phase gehabt und nur hier und da mal was von ihm gelesen. Es war jetzt auch mehr durch Zufall, dass ich in der letzten Zeit gleich mehrere seiner Bücher gelesen habe. (Da kommen in kommenden Quartalen vermutlich noch ein paar mehr.)
Ich habe unglaublich viele Gedanken zu den drei genannten Bücher (und hab zu Needful Things ja sogar schon einen eigenen Artikel verfasst), doch vieles davon würde hier den Rahmen sprengen. Aber was ich glaube ich mit am beeindruckendsten finde, ist, wie sehr King gewillt ist, komplett frei mit der jeweiligen Erzählform zu spielen und dabei auch immer mal Regeln zu brechen.
Es ist ja beispielsweise bekannt dafür, dass es zwei Zeitebenen parallel erzählt, aber auch Needful Things und Shining sind beide zumindest im Kleinen immer mal explizit nicht klassisch chronologisch.
Oder aber die Art, wie er in mehreren der Bücher, vor allem aber in Shining Zwangsgedanken auch sprachlich und im Satzbau geschickt einflechtet.
Oder aber die Passagen in Es, wo ein Kapitel mit einer Satzellipse schließt, nur damit das nächste Kapitel in einem vollkommen anderen Kontext sprachlich die Ellipse vollendet. Wirklich, wirklich cool!
Es ist ja durchaus auch ein Meme, dass King in manchen seiner Motive repetitiv ist (was auch einfach wahr ist), und man kann durchaus bei mindestens zwei der drei Bücher spekulieren, inwiefern bei aller Innovation vielleicht auch einfach das Koks gerade am Steuer war; und gleichzeitig ist er als „King of Horror“ ja gefeiert. Aber nach dieser Auswahl von drei dicken bis sehr dicken Bücher am Stück und bei allem Unk zu Beginn dieser Passage, muss ich wirklich sagen: Vermutlich sollten wir mehr darüber reden, wie verdammt gut King eben wirklich als Schriftsteller ist.4
Die deutschen Übersetzungen sind mal mehr, mal weniger treffsicher, aber insgesamt durchaus eine gute Erfahrung – wer also beispielsweise die 1.300 Seiten des englischen It scheut, macht auch mit den ca. 1.500 deutschen Seiten nichts falsch.5
Und sonst waren da noch …
- Balley, Elisabeth Tova: Das Geräusch einer Schnecke beim Essen erzählt die wahre Geschichte der Autorin, die durch eine unerklärliche Krankheit ans Bett gefesselt wird. Eine Freundin schenkt ihr eine Topfpflanze und damit zusammen eine kleine Schnecke – und das Buch beschreibt, wie diese Schnecke in dem Mikrokosmos des Krankenbetts zu Balleys faszinierender Gefährtin wird. Ein wichtiges Buch, das wohl vielen zwischen ME/CFS und Long Covid aus der Seele sprechen wird.
- Carr, J.D.: A Month in the Country erzählt die Geschichte des jungen Restaurateurs Tom Birkin, der nach den Traumata des ersten Weltkriegs den Auftrag erhält, ein Wandgemälde des Dorfes Oxgodby von einer Übermalung zu befreien. Das dünne Buch ist eine Meditation über die Ruhe des Lebens auf dem Land, die Untrennbarkeit von Glück und Schmerz eben auch dort und letztlich auch die Vergänglichkeit schöner Momente und das Gewicht jener Entscheidungen, die wir nicht treffen. Absolut lesenswert!6
- Christie, Agatha: Der letzte Joker ist ein guter, kompetenter Thriller und nach dem King oben ist es auch hier kein Hot Take zu sagen, dass diese Christie echt gut schreiben kann. Dieses Buch im Speziellen war die Vorlage von Netflix‘ Seven Dials, und es ist ebenso klischeehaft wie wahrhaftig festzuhalten, dass der Roman, der sich um einige geheimnisvolle Todesfälle und eine mutmaßliche Geheimgesellschaft dreht, deutlich besser ist.7
- Clarke, Andy; Layman, John et al.: Batman – Der Herrscher von Gotham beschreibt einen mehrdimensionalen Machtkampf in der titelgebenden Stadt. Auf der einen Achse will der Pinguin Bruce Wayne seinen Einfluss als reicher Gönner streitig machen, auf der anderen Achse will ihm ein Nebenbuhler – herzhaft doof „Kaiser Pinguin“ genannt – die Macht über sein Verbrecherimperium abjagen. Gute Ideen, aber hat mich emotional kalt gelassen.
- Dini, Paul et al.: Batman – Der Tod und die Stadt ist eine Sammlung von kurzen Geschichten, in denen Batman halt Batman-Dinge tut. Joah. Hat keinen Eindruck hinterlassen.
- Kingfisher, T.: What Stalks the Deep ist der dritte Teil ihrer Sworn-Soldier-Reihe und ebenso brillant wie die Vorgänger. Hätte in vielen anderen Quartalen oben bei den „Langtexten“ stehen können, absolut lesenswert, das Quartal war einfach nur zu voll an Highlights.
- Martin, Hansjörg: Meine schöne Mörderin ist ein willkürlicher Griff in das Regal der Bücher gewesen, die ich von meiner Mutter geerbt habe. Es ist … kein literarisch anspruchsvolles Buch. Aber was mich an der Geschichte, die Kommissar Leo Klipp angesichts eines toten Heiratsschwindler von Hamburg bis nach Jugoslawien führt und während der er sich prompt in seine attraktive Hauptverdächtige vernarrt, fasziniert hat, ist vor allem die Sprache gewesen. Der Tonfall des harten Kerls, des ruchlosen Ermittlers, ist „Hard Boiled“ made in Germany, wie ich es selten gelesen habe. Widerholt problematisch? Oh ja. Faszinierend? Auch.
- Polidori, John: The Vampyre ist einer der absoluten Urväter der Vampirgeschichten, und leider hat er wie so viele literarische Urväter das Problem, dass so viel davon heute Zeitgeist ist, dass die Geschichte selbst ein wenig banal wirkt. Auch wenn er es eigentlich mit-erfunden hat.8
- Price, Jason: Unnützes Wissen – Best of Wikipedia … ist, was der Titel verspricht. Die 333 enthaltenen Fakten sind tatsächlich cool und amüsant; die Tatsache, dass es keinerlei Sortierung oder System folgt, macht es zugleich leider wahllos. Ein Lektor wäre gut gewesen.
- Ross, Marty: Bleak House ist eine Charles-Dickens-Hörspiel-Adaption auf Audible. Dickens‘ Bleak House ist ein dickes, unfassbar komplexes und schwer zu greifendes Buch, klar dass ein Hörspiel mit weniger als acht Stunden Lauflänge da immens zusammenkürzen muss. Hat dennoch Spaß gemacht zu hören.
- Schneiderhan, Caitlin: Stranger Things – One Way or Another ist ein an sich netter Thriller, der unerwartet unter der Last ächzt, dass er eben als Teil des Serienuniversums erzählt wird. Ich mag die Serie ja sehr, aber das enge Korsett, das deren Ereignisse vorgeben, schnürt dieser Geschichte mehrfach auf unglückliche Weise die Luft ab.
Ich weiß, das war heute viel und lang, aber mein Gott war das ein Quartal toller Bücher.
Schauen wir mal, was uns der Frühling ins Haus bringen wird!
Viele Grüße,
Thomas
- Der Titel ist faktisch ja auch nicht wörtlich zu übersetzen; dennoch ist es finde ich immer ein lustiger Trend, wenn folgende Titel eines Autors verdächtig parallel zu dem Hit „übersetzt“ werden, der ihm voranging. So wie halt nach Der Marsianer nun Der Astronaut an der Reihe ist, oder wie John Grisham nach Die Jury, Die Firma etc. halt auf ewig in Deutschland auf Artikel + Nomen gebucht sein wird, egal ob das nun auch im Englischen der Fall ist (The Client – Der Klient), oder schon geradezu offensiv nicht (Skipping Christmas – Das Fest). Oder – foreshadowing, oder so – wenn hinter Stephen Kings Es dann relativ flott noch ein Sie gedübelt wird, auch wenn dessen Originaltitel Misery war … ↩︎
- Mein Favorit: Es gibt eine kurze Passage zu Beginn, in der Ryland sich zusammenreimt, dass er definitiv selbst keine Kinder hat, aber offenbar Kinder dennoch sehr gerne mag und viel Zeit mit Kindern verbringt und – nach einer ausgedehnten „Oh Gott, oh Gott, mir gefällt gar nicht, in welche Richtung sich das scheinbar entwickelt“-Passage – kann man als Leser mit ihm gemeinsam erleichtert auflachen, wenn der Groschen fällt: Er ist Lehrer! ↩︎
- „Facebook is a service that Mark Zuckerberg started in his dorm room so that he and his creepy pals could nonconsensually rate the fuckability of their fellow Harvard undergrads.“
– Doctorow, Cory: Enshittification – Why Everything Suddenly Got Worse and What to Do About It. London, New York: Verso 2025, S. 11. ↩︎ - Der … ähem … Rudelbums in Es ist dennoch weird und ob des Alters der Beteiligten nicht wirklich zu entschuldigen. Aber ja. Koks, schätze ich. ↩︎
- Wer auch immer von den insgesamt drei Übersetzern der deutschen Ausgabe – auch ein Thema für sich, was aber die deutsche King-Wiki schon gut aufgearbeitet hat – für die deutsche Fassung von Bill Denbroughs Übungssatz wider dem Stottern, „He thrusts his fists against the posts and still insists he sees the ghost“, verantwortlich ist, verdient einen Preis. „Im finstren Föhrenwald, da wohnt ein greiser Meister. Er ficht gar furchtlos kalt sogar noch feiste Geister“ ist einfach zu geil. ↩︎
- Offenbar habe ich aber auch ein Herz für Bücher über die Restauration von Wandgemälden. Diane Chamberlains Big Lies in a Small Town hat ja eine ähnliche Prämisse, ist aber ein ganz anderes, dennoch tolles Buch. ↩︎
- Ich will das Fass eigentlich nicht aufmachen, aber die absolut größte Verfehlung der Serienadaption ist, der Protagonistin eine Motivation zu geben. In der Buchfassung ermittelt sie auch, aber mehr, weil sie gelangweilt ist und nichts besseres zu tun hat. Ennui ist so ein cooler Charakterzug und ich bin sicher, Mia McKenna-Bruce hätte das exzellent auf die Mattscheibe gebracht. ↩︎
- Aber mein Gott hängt da ein literarisches Ereignis dran: Lord Byron hatte am Genfersee die Villa Diodati gemietet und kehrte dort mit seiner schwangeren Exgeliebten Claire Clairmont, deren Stiefschwester Mary Godwin und deren späteren Ehemann Percy Shelley sowie eben seinem Leibarzt John Polidori ein. 1816 war das ‚Jahr ohne Sommer‘, aufgrund eines Vulkanausbruchs in Indonesien – und im Angesichts des aus den Fugen geratenen Weltklimas jenes Jahres gaben sich die Gäste nicht nur etwa dem Laudanum hin, sondern verfassten im Zuge eines Wettbewerbs untereinander literarische Schauerwerke. Und in dieser apokalyptischen Stimmung, in dieser Villa, in dieser illustren Runde, legte eben nicht nur Polidori mit seinem Vampyr die Grundlage für alle folgenden Vampirgeschichten, parallel schrieb Mary Godwin/Shelley auch Frankenstein. Irre!
Dazu irgendwann mal ein eigener Artikel. ↩︎






Wen hingegen meine berufliche Arbeit als Verlagsleiter und leitender Layouter für Ulisses Spiele interessiert, findet