16. Mai 2017
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Hundert Jahre ist es her, dass die bolschewistische Revolution das globale Machtgefüge verschoben und die politischen Konstellationen des 20. Jahrhunderts entscheidend geprägt hat. Ein Ereignis aus einer völlig anderen, heute kaum mehr zugänglichen Zeit.
Mit “1917 - Der wahre Oktober” wagt sich Katrin Rothe nun an eine Rekonstruktion dieses bewegten Jahres zwischen den zwei russischen Revolutionen im Februar und im Oktober. Das Besondere dabei: Den politischen Turbulenzen nähert sie sich über das eigentlich obsolete Mittel der Legetricktechnik, bei der ausgeschnittene Objekte und Flächen zum Leben erweckt werden. Und sie nimmt das Jahr 1917 aus Perspektive der Künstler unterschiedlichster Milieus in den Blick - auf Grundlage von Tagebüchern und Memoiren. Zentrale Frage: Was wissen wir von der russischen Revolution? Und woher speist sich dieses Wissen? Aus den Filmen Sergei Eisensteins?