Suchende

Bald haben wir es Juni und dann jährt sich der Tag meiner Trennung. Irgendwann im Juni habe ich herausgefunden, wie sehr mich Giovanni betrog. Und auch, wenn wir uns danach noch weiter gesehen haben, so war das doch mit Gift versetzt. Ich denke trotzdem die Tage an dieses Gefühl, mit jemandem aufzuwachen, jemandem Frühstück zu machen, gehalten zu werden. Und ich verstehe verstehe mich und alle anderen allzu gut, die diesem Gefühl der Geborgen- und Verbundenheit nachjagen und nachlechzen, die für eine vertraute innige Umarmung den Verstand ausschalten, den Gedankenfluss stoppen und sich den Bedürfnissen des Körpers einfach hingeben.

All die Menschen, die in unglücklichen Beziehungen verweilen, die Verletzungen und Betrug hinnehmen, wegdrücken, um am Ende des Tages nicht verlassen im Bett zu liegen.

Ich verstehe die Menschen, die sich vollballern mit Arbeit und Beschäftigung, mit irgendwelchen Menschen umgeben, damit sie ihre eigene Verlassenheit nicht fühlen müssen.

Wir-Gefühl, Gemeinschaft, das sind Worte, die letztens fielen und die mich anzogen aus Gründen.

Ich sehe Fotos des Teams an den Wänden, Hundenäpfe am Boden und höre eine Frage, wie alt der Donut in der Küche wohl sei.

Draußen springt der Hund fröhlich in der Sonne herum.

Das wird mein neuer Arbeitsplatz.

Ich denke an den Schriftsteller und hoffe, dass er meine Karte bekommen hat. Dass sie nicht abschreckend wirkt, da ich darin in zwei oder drei Sätzen meine …. Verbundenheit (?) zum Ausdruck bringen wollte und einfach nur, dass ich an ihn denke, weil er Geburtstag hat und ich hoffe, dass es ihm gut geht und dass er ja. Vielleicht mich nicht total vergessen hat. Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass mein Wunsch von Herzen kommt und frei ist von Not und Notwendigkeit.

Das vorletzte Mal als wir uns sahen, kam mir mein Körper wie ein zerschundenes Stück Holz vor, dass schon lange Zeit auf dem Ozean trieb, sich herumtreiben ließ. Ich trug wie eine Art felliges, graues Fellkleid, dass mich zwar gut vor der Kälte geschützt hat, aber das gleichzeitig wie eine hässliche Barriere zwischen mir und allen Menschen wirkt. Und ich hab mich an ihn gelehnt, glücklich.

Ich frag mich wohl, ob ich ewig eine Suchende bleiben mag. Ich fühle mich so, seitdem ich mein Elternhaus verlassen habe. Und ich frage mich, wieso es trotzdem auch Menschen so geht, die all die Dinge schon haben, die ICH gerne hätte und nach denen ich suche.

Ich denke auch an Gio, der beständig auf der Suche ist nach anderen Frauen und der doch jede Beziehung mit weiteren Frauen wiederum zerstört. Ich frage mich, wieso so ein Mensch nicht aufhört? Ich habe herausgefunden, dass er dieses Modell „Italien – Ausland“ wie zu einer Art Geschäftsmodell ausgebaut hat, seitdem wir uns getrennt haben. Er tritt systematisch mit Frauen aus dem Ausland über Instagram oder Dating-Apps in Kontakt, lädt diese dann nach Italien zu sich ein, oder lässt sich von ihnen einladen und reist dann in die jeweiligen Städte ins Ausland zu ihnen. Durch die großen Distanzen ermöglicht ihm das, viele „Freundinnen“ zu haben in ganzer Welt und sie erfahren nur schwerlich voneinander.

Ich war schockiert, als ich davon erfuhr. Um ehrlich zu sein bin ich das immer noch. Und mir fällt es auch schwer, die guten und schönen Zeiten, die ich mit ihm erlebt habe, die sich wirklich gut anfühlten, zusammen zu bringen, mit dem was er getan hat bzw jetzt im großem Stil betreibt. 1998 hätte man wohl zu so jemandem Heiratsschwindler gesagt, wobei es in seinem Fall nicht um Heirat, noch um Geld geht. Trotzallem wissen diese Frauen nicht voneinander und was er ihnen vorgaukelt, ist das Gefühl von Verbundenheit und Nähe aus der Ferne. Dabei sind sie einfach nur eine weitere Nummer, ein weiteres potenzielles Reiseziel in seinem Handy…

Es ist traurig, dass sich mancheiner eher rückwärts entwickelt, als weiter. Auf der anderen Seite verstehe ich auch, wie schwierig es ist, nicht zu einem abgestumpften Fliegensack zu werden oder aber mit aller Gewalt eine rosarote Brille auf der Nase zu tragen, die man partout nicht abnehmen will, weil sie vielleicht das Einzige ist, das einem noch bleibt.

Ich höre mir die Tage ein Radiointerview von Claudia Obert an. Einer Frau, die oftmals unterschätzt wird, die sich aber ihr ganzes Leben lang, gegen das klassische Modell der stillen und bescheidenen Frau im Hintergrund gewehrt hat und die leibt und lebt, wie ein „echter Kerl“. Damit meine ich, dass sie sich nimmt und zeigt, wie sie ist. Dass sie genießt und sich eben voll dem Hedonismus hingibt. Sie ist keine von den Frauen, die sich nicht traut, sich öffentlich auf einer Yacht zu räkeln, weil die Bikinifigur vielleicht nicht mehr ganz die Alte ist. Sie hat ein stabiles Selbstwertgefühl, sodass sie sich nicht eingeschüchtert fühlt, wenn sie von jüngeren, schöneren Frauen umgeben wird. Sie schätzt Ästhetik und umgibt sich mit ihr, anstatt geifernd über andere Frauen zu lästern.

Eine Lebefrau. Die dennoch schon oftmals schwer enttäuscht wurde und die sich, so scheint es, nun voll und ganz dem Gefühl im Hier und Jetzt verschrieben hat, und seit dem Tod ihrer geliebten Eltern, den Glauben an echte Verbindung verloren zu haben scheint. „Alles in Leben ist ein Tauschgeschäft“, sagt sie, als der Radiomoderator sie zu loben müssen glaubt, als sie davon erzählt, dass sie einer Freundin die Reise bezahlt, weil sie Bock hat nach Dubai zu fliegen. „Alleine zu genießen, macht weniger Spaß“.

Man merkt, wie der Moderator sichtlich angefasst ist, von so wenig Romantik. Claudia Obert bedient den Pathos des Konstrukts Liebe und Beziehungen nicht.

Ich verstehe den Moderator. Denn wir alle wünschen uns ja diese Liebe und ungetrübte Verbundenheit. Und wenn wir sie nicht haben, so wollen wir doch zumindest hoffen dürfen. Ich verstehe aber auch Claudia Oberts Nüchternheit, nachdem man viele Enttäuschungen erlebt hat im Leben und sie jetzt eben auf ihre Art, das Beste daraus macht.

Ich glaube tatsächlich, dass man die Augen schon sehr zukneifen muss, um eine schöne Beziehung zu führen. Trotzdem sträubt sich (noch) etwas gegen den Obert’schen Lifestyle.

Wie seht ihr das?

💌

Heute Abend nach der Arbeit schlappte ich die Stufen hinunter, mit dem Müll in der Hand und ging im Kopf meinen Plan für den Abend durch. Ich muss das immer ziemlich strikt halten, sonst werde ich irre. Die Struktur gibt mir Halt und weniger Raum um darüber zu sinnieren, wie wenig ich erlebe. Und lebe. Überlebe.

Ich mache den Briefkasten auf und sehe einen einzelnen Brief darin. Er ist von ihm, meiner Corona Liaison, mein neuer Brieffreund, der zumindest ein bisschen den Schritt aus unserer digitalen Welt geht in die analoge, die reale.

Mein Herz klopft schneller und ich fühle mich wieder wie 15. “Poste italiane “, ich merke wie der Brief parfümiert ist, natürlich. Das darf nicht fehlen. Ich renne nach oben, sitze auf dem Boden und kann es kaum fassen.

Ich öffne den Brief und er riecht so unglaublich gut. Ich glaube, in diesem Moment bin ich ein bisschen verliebt in ihn. Ich kann ihn riechen, als ob er mit mir in diesem Zimmer wäre. All das nimmt ein Stückchen Realität an. Wie lange habe ich schon keinen echten Liebesbrief bekommen. Von Hand geschrieben. Mit der Post geschickt.

Ich bin so glücklich an diesem Abend. So eine vermeintliche Kleinigkeit….kann so viel bewirken. Fast weine ich, weil ich mich ganz von diesem Gefühl überschwemmen lasse. Digital, online. Das hier ist echt.

Ich fasse Papier an, dass er auch in der Hand hielt und sehe seine Handschrift.

Ich muss lächeln. Was für eine süße kleine Lockdown-Geschichte das ist. Ich lasse es zu, dass ich mich ein bisschen verliere. Was macht es schon, was morgen sein mag oder in ein paar Wochen, wenn ich momentan gezwungen bin, von Tag zu Tag zu leben?

Wolfsperspektive (Teil 1)

Die folgenden Zeilen stammen nicht von mir.


TEIL 1

Sie: Kann ich mich hier irgendwo verstecken?

Ich blicke auf und versuche so teilnahmslos wie möglich zu sein. Bloß nicht zu viel Interesse zeigen. So tun als hätte ich sie nicht schon seit ihrem betreten der Bar beobachtet. Meiner Bar. Meinem Revier. Hier bin ich Wolf und du Schaf. Beobachten, auf den richtigen Moment warten, zuschlagen.

Ich: Bitte was?

Sie: Das klingt vielleicht komisch, aber kann ich mich bei dir irgendwo verstecken?

Es wird nicht das letzte mal sein das etwas komisch klingt bei ihr.

Hilfesuchend schaut sie mich an. Blond. Vielleicht auch eher dunkelblond. Oder Straßenköterblond. Keine Ahnung – Ich bin Barkeeper, kein Frisör. Schöne Augenbrauen. Ein perfekter Schwung. Alles an ihr scheint einem perfekten Schwung zu folgen. Ein Schwung aus dekadenter Schönheit und makelloser Weiblichkeit. Volle Lippen, verführerisch Rot. Schlanker Hals und ein ausgeprägtes Schlüsselbein. Irgendwie habe ich eine Schwäche dafür, wenn es sich unter der Haut abzeichnet.

Ich: Wieso willst du dich bei mir verstecken? Wovor?

Sie: Vor schnöseligen Porschefahrern die mir nur von ihrem Job und ihrem Geld erzählen. Die ganze Stadt ist voll damit. Es langweilt mich.

Single. Eventuell neu in der Stadt. Ohne Frage Zugezogen. Vielleicht für ein Studium. Abwarten.

Sie: Alle sehen sie in mir immer nur das perfekte Blondchen, das sie sich in’s Schlafzimmer stellen wollen.

Obwohl für meinen Geschmack zu dünn, zu wenig dran, weckt sie endgültig meinen Jagdinstinkt. Blonde Klischeeschönheit mit großer Abneigung gegenüber materiellem Besitz und langweiligen Karrieretypen.

Ich drehe meinen Körper in Blickrichtung meines Kopfes. Angriffshaltung. Breitseite. Sozusagen. Das subtile signalisieren von Interesse. Interesse signalisieren, Interesse bekommen. Klappt immer.

Sie (abschätzend über meinen Arm streichend): Und was machst du so?

Ich: Ich bin Barkeeper und fahr Motorrad.

Das sitzt.

3…2…1… mögen die Spiele beginnen. Ich lasse ihr keine Zeit um etwas zu erwidern sondern laufe ein paar Schritte weg in Richtung Barmitte.

„Zwei Bier bitte.“ „Flasche oder Glas?“ „Flasche.“ „Alles klar, 6 Euro bitte.“ „Mach 7“ „Vielen dank, 3 für dich zurück.“ „Danke.“

Ich spüre ihren Blick in meinem Rücken. Verlangen, Lust, Sehnsucht, Begeisterung, Neugierde und definitiv 2 Drinks zuviel. Rar machen. Klappt immer.

Was folgt ist ein klassischer Flirt. Sie an der Bar, ich dahinter. Gestik und Mimik, das spielerische Austesten von Grenzen, zeigen dass man die Regeln kennt, dass man das Spiel verstanden hat. Großes Tennis.

Schüchternes wegschauen, beiläufiges berühren, gekonntes Ausspielen ihrer weiblichen Reize, subtil genug um nicht den Eindruck zu erwecken sie wäre einfach zu haben, offensive Fragen und freche Antworten. Sie weiß genau was sie tut. Typ Gegner. Nicht Opfer. Ich bin begeistert!

Ich ziehe die Barkeepermasche noch ein paar Minuten durch. Ich Wolf, Sie Schaf. Es gefällt ihr.

Wir tauschen Kontakte aus und sie verabschiedet sich mit einem gekonnt eindeutigen Blick.

Die Tür fällt hinter ihr zu.

Und ich stelle sie Gedanklich in mein Schlafzimmer.

 

Vorerst.


Fortsetzung folgt

Mach deine Tür auf (Teil 2)

Er ist weg. Ich liege im Bett. Fühle mich absolut verletzt. Verwirrt. Wütend. Habe ich auch verletzt? Ich weiß gar nichts mehr sicher, nur das ich mich absolut nicht gut fühle in diesem Moment. Und das kann nicht der Sinn der Sache sein. Also setze ich mein Vorhaben diese Sache zu beenden in die Tat um. Aber zuvor schreibt er: Das nächste Mal sagst du bitte was du willst, so ist das doch völliger Quatsch ! 😦

Ich(schreibe): Wir sollten uns nicht weiter treffen. Ich kann das so einfach nicht.

Wolf: Ich wusste das du das schreiben wirst wenn ich gehe. Und warum du mir jetzt nicht sagst, dass ich meinen verdammten Arsch zurück in dein Bett schwingen soll, versteh ich nicht….

Ich: Und warum du gehst, obwohl du doch eigentlich wissen müsstest, dass ich will das du bleibst, verstehe ich auch nicht!

Wolf: Mach deine Türe auf!

Er ist also nicht gegangen. Irgendwie habe ich das geahnt. Ich gehe raus, öffne die Tür und komme mir mehr als bescheiden vor, weiß nicht was ich sagen soll. Er dreht sich um und sagt: Spring auf!!

Ich: Wie?!?

Er hebt mich auf und trägt mich die Stufen hoch bis in mein Zimmer , legt mich schließlich ins Bett. Und sich dazu.

Ich: Ich weiß nicht was ich sagen soll…

Wolf: Ich will nichts mehr dazu hören! Ich bleibe, weil ich es will!

Ich setze mich auf.

Ich: Hör zu, ich weiß trotzallem nicht, ob ich das hier kann. Ich will keine Beziehung, aber eine Affäre…ich weiß nicht. Ich weiß einfach momentan gar nichts. Diese 6 Jahre Beziehung sind nicht spurlos an mir vorüber gegangen. Das ist alles noch so kurz her.

Wolf: Also in Zukunft nur noch Sex und mehr nicht?

Ich: Nein, ich kann keine reine Sexbeziehung mit dir führen. Dazu respektiere ich dich zu sehr.

Wolf: Das nehme ich wohl mal als Kompliment.

Ich: Ich weiß trotzdem nicht ob ich eine Affäre mit dir führen kann. Vielleicht ist es einfach der falsche Zeitpunkt .

Wolf: Es ist auch nicht so, dass ich vorhabe, dich so schnell wieder gehen zu lassen. Du bist eigen, speziell. Du bist anders als die Anderen.

Ich(denke): Und du, du bist ein Wolf.

……….

Nach diesem kleinen Drama, bin ich leider auch nicht schlauer. Was will ich, was ist richtig, was ist falsch?

Mach deine Tür auf ! (Teil 1)

… Schrieb der Wolf.

Nach meinem letzten Blogeintrag war ich fest entschlossen, die Sache mit dem Wolf zu beenden. Eine Affäre? Nichts für mich.

Ich dachte schon darüber nach, wie ich ihm das am besten mitteile. Sagt man sowas per Sms? Ich meine, ich beende hier ja keine langjährige Beziehung…

Ich stellte mir schon die Konversation vor. Wie er reagieren würde.

Dann kam prompt eine Nachricht von ihm: Was macht Madame am Freitag?

Eine Steilvorlage um ihn zu antworten, dass ich denke, dass wir uns besser nicht mehr treffen. Dass ich das einfach nicht kann.

Ich drückte mich um eine Antwort, denn der Tag war stressig und ich traf mich am Nachmittag noch mit einer Single Freundin. Einer sehr erfahrenen Singlefreundin.

Natürlich kam auch irgendwann das Thema Wolf auf den Tisch.

Sie merkte wie unentschlossen ich war in dieser Sache. Die Vorstellung einer Beziehung mit dem Wolf schreckte mich ab. Aber die Tatsache, dass er keine mit mir wollte, auch. Sie meinte: Das ist so typisch Frau! Dein Stolz ist verletzt. Du willst zwar auch keine Beziehung, aber die Tatsache, dass er dich nicht will, nagt an deinem Stolz.

Tja..das stimmte mich ganz schön nachdenklich. Diese Ablehnung meiner Person als Ganzes, ist irgendwie verletzend. Ob ich auch an einer Beziehung interessiert bin oder nicht. Also was tun?

Ich beschloss den Wolf noch einmal zu treffen. Spontan zu entscheiden. Meine Gefühle genau zu beobachten. Also sagte ich ihm zu!

Freitagabend.

Der Wolf betritt die Bühne a.k.a mein Zimmer. Reden reden reden. Wir wissen was wir wollen. Aber mir ist mehr nach Reden und er nimmt sich zurück. Doch irgendwann….wird nicht mehr geredet. Zumindest nicht sehr viel.

2 Stunden später.

Er fragt: Wie sieht der Plan aus für mich? Es gibt 2 Möglichkeiten, entweder ich nehme den letzten Bus in einer halben Stunde oder du sagst mir, dass du mich gerne über Nacht hierbehalten willst.

Ich denke( verwirrt): Er fragt mich tatsächlich so etwas?!? Warum ist das nicht selbstverständlich, dass er bleiben will?

Ich sage: Was willst du denn?

Wolf: Also am gechilltesten um nach Hause zu kommen, wäre es für mich den Bus zu nehmen. Auch wenn ich natürlich absolut nicht will, dass du dich jetzt irgendwie benutzt fühlst.

Ich: Gut, dann geh!

Wolf: Wenn du willst, dass ich bleibe, musst du mir das sagen!!

Ich(wütend): Was bringt es, dass jetzt noch zu sagen, wenn es so wäre, nachdem du mir klar gemacht hast, dass du gehen willst!!

Wolf: Deine Meinung zählt doch aber auch, sonst hätte ich dich das nicht gefragt, sondern wäre einfach gegangen! Ich kann mich schließlich nicht selbst einladen bei dir zu übernachten!! Vor allem nicht nach letztem Mal!

Ich: Letztes Mal? Was meinst du?

Wolf: Als ich da gefragt habe, ob ich bei übernachten kann, warst du dir nicht mal sicher ob du das willst.

Ich: Das habe ich gesagt, weil du mich erst versetzen wolltest und ich sauer war!

Wolf: Oh, dann hab ich das wohl falsch verstanden..

Ich(sauer und wütend): Geh einfach jetzt!

Wolf: Darf ich dich küssen?

Ich: Nein!

Wolf: Warum nicht?

Zicke aka Ich: Weil ich das nicht möchte!

Er kommt mir näher, will mich auf die Stirn küssen. Ich weiche ihm aus. Er steht auf. Sehe ich da einen Hauch Verletztheit in seinen Augen? Er zieht sich an. Ich beobachte ihn. Stumm. Er will sich verabschieden. Ich weiche ihm wieder aus

Ich: Geh einfach!

Wolf: Gib mir deine Hand und ich gehe.

Ich klatsche ihm meine Hand hin.

Wolf: Das nächste Mal sagst du mir einfach was du willst, bitte versprich mir das!

Ich: Du verstehst nicht, ich sage bestimmt nicht, dass du bleiben sollst, nachdem du schon auf eine Art gesagt hast, dass du gehen willst !!

Wolf: Doch, deine Meinung ist auch wichtig. wie gesagt, ich kann mich doch nicht selber einladen! und wenn du gesagt hast, was du möchtest, kann ich immer noch entscheiden!

Ich: Geh, du verstehst anscheinend nicht!!

Und schließlich. Geht er.

To be continued

„Komm in meine Arme“

….sagte der Wolf.

Ich muss ein Treffen absagen, da ich krank bin. Er schreibt: Kann ich dir irgendwas Gutes tun, ne Kanne Tee kochen oder was einkaufen oder dir was vorlesen?

Ich schmelze dahin. Wenn er das wüsste…

Am nächsten Tag erkundigt er sich nach meiner Gesundheit. Es geht besser ja. Freitag abend fragt er schließlich ob er vorbeikommen soll, dass würde doch meiner Genesung bestimmt gut tun.

Ich antworte, gerne. Und dann kommts. Ich war noch ganz begeistert von seiner Art, so liebenswürdig und freundlich. Wie er sich ins Zeug legt um mich zu überzeugen, dass er keine Arschlochaffäre ist.

Dann sagt er mir eine dreiviertel Stunde vor unserem Treffen ab. Die Gründe? Interessieren mich nicht die Bohne! Was glaubt er, wer er ist. Ich schreibe: DAS kannst du in Zukunft mit deinen anderen Fi**tussen machen, aber mit mir wirst du das in Zukunft nicht mehr tun. Ich bin wütend, da er mich schon das 2.Mal auf diese Weise versetzt. Ich lösche seine Nummer. Selbst wenn man nur eine unverbindliche Beziehung, welcher Art auch immer eingeht, erwarte ich respektvolles Miteinander.

Er rudert zurück: Auf einmal tut er alles dafür, doch noch kommen zu können.

Er: Ich will nicht , dass du denkst, dass du irgendeine Fi**tussi bist, der ich einfach absage wenn es mir passt. Denn das bist du in keinem Fall!!!

Und ich bin verwirrt, was soll DAS jetzt nun?  Wie soll ich reagieren?

Nach einigem zickigen Hin und Her, sage ich : Ok, dann komm.

Und er kommt. Steht in meiner Küche und ich frage ihn: Was soll das ?

Wolf: Du hast mich überzeugt.

Ich (denke): Überzeugt? Mit dieser Ansage von mir ? Gut, es hat sich vllt etwas endgültig angehört, aber warum nicht gleich alles dafür tun, dass unser Treffen doch noch klappt. Aber ich frage nicht weiter nach und sage:

Ich (sage): Ich bin es nicht gewohnt so zu behandelt zu werden.

Wolf: Du musst dich aber daran gewöhnen. Es ist normal, dass Termine usw. Abgesagt werden.

Ich: Nein, ich kann dir raten, mach das nicht zu oft bei mir.

Wolf: Ok.

Er küsst mich, drückt mich an die Küchenzeile und ich frage mich, ob er das verdient. Aber er küsst so gut, diese Mischung aus Dominanz und Zärtlichkeit lässt mich schwach werden.

Es ist 3 Uhr morgens und wir sitzen in der Küche und er isst. Wir reden über meinen Vater und er sagt: Vielleicht lerne ich deinen Vater ja mal kennen und dann macht er sich keine Sorgen mehr. (Mein Vater ist der Meinung , dass ich nur komplett bin mit einem Mann an meiner Seite)

Ich (denke): warum sagt er sowas, will er so nett sein?

Ich(sage): Nein nein, er muss sich an den Gedanken gewöhnen, dass ich auch ohne Mann zurechtkommen kann.

Zusammenfassend. Der Wolf verwirrt mich. Sehr sogar. Er macht mir durch die Blume klar, dass er keine Beziehung möchte. Ist aber dennoch so außerordentlich liebenswürdig und zärtlich zu mir. Er gibt mir Nähe, nicht nur Sex.

Er sagt, er möchte kein Fremder für mich sein. Er redet von gemeinsamen Aktivitäten in der Zukunft. Doch die einzigen Komplimente die er mir persönlich macht, betreffen mein Aussehen.

Es ist eine gefährliche Situation. Denn es ist nicht einfach eine Affäre mit jemanden zu führen, der so ist. Ich habe jetzt schon Angst Gefühle für ihn zu entwickeln. Eigentlich müsste ich genau jetzt, die Sache beenden. Bevor ich da mehr hineingezogen werde emotional.

Denn es ist nicht nur Sex.

Und deswegen ist es keine gute Sexbeziehung.