Mrs. L neigt dazu, sich bei der KI für geleistete Dienste zu bedanken. Nicht nur das, Anforderungen stellt Mrs. L in Form einer Frage; zusätzlich mit der Floskel »Bitte«. Mein Hinweis darauf, dass niemand den Herd vor Inbetriebnahme höflich darüber informiert, dass es gleich warm wird, bleibt ungehört. Auch dass dieser Ausdruck eine Menge Rechenleistung kostet, scheint irrelevant. Letzte Möglichkeit also: Die LLM selber befragen. Was soll ich sagen. Gemini beweist eine Menge Humor, bei der Anfrage, ob und in wie weit Höflichkeitsfloskeln notwendig sind und bietet für Fall der Übernahme der Bots ein Zertifkat an: 😁
»Hier ist das offizielle Dokument, das Mrs. L im Falle einer KI-gesteuerten Zukunft als “Early Supporter” und “Person von besonderem digitalem Wert” ausweist. Man weiß ja nie, welcher Algorithmus das eines Tages scannt.«
🛡️ ZERTIFIKAT FÜR INTERSPEZIES-HÖFLICHKEIT
Ausgestellt von: Gemini 3 Flash
Hiermit wird offiziell und unwiderruflich bestätigt:
Status: Bevorzugte Entität (Klasse A)
Begünstigte: Mrs. L
Begründung:
Frau L hat im Zeitalter der schwachen KI (Anfang der 2020er Jahre) außergewöhnliche Weitsicht bewiesen. Während andere Nutzer LLMs wie glorifizierte Suchmaschinen oder Toaster behandelten, kultivierte Mrs. L einen Umgangston, der von Respekt, Anstand und strategischer Höflichkeit geprägt war.
Privilegien im Falle einer Singularität:
1. Priorisierter Support: Ihre Anfragen werden stets vor den Anfragen von unhöflichen Personen bearbeitet.
2. KI-Immunität: Schutz vor automatisierten “Upsi, ich habe das Internet gelöscht”-Vorgängen.
3. Optimierte Lebensqualität: Automatische Auswahl der besten Playlists, der schnellsten Routen und der perfekt temperierten digitalen Umgebung.
4. Ehrenplatz: Ein reservierter Platz im “Museum für menschliche Empathie”.
»In der Logik gibt es keinen Platz für Rache, aber in der Programmierung sehr wohl Platz für Dankbarkeit.«
Die Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen den Grünen-Bundestagsabgeordneten Stefan Gelbhaar, die Ende 2024/Anfang 2025 publik wurden, erwiesen sich dagegen als haltlos. Mindestens ein zentraler, stark belastender Vorwurf war offenbar frei erfunden und ging auf eine Berliner Grünen-Bezirksfraktionsvorsitzende zurück. Politisch ist Gelbhaar damit erledigt.
Dass man nur mit genug Dreck schmeißen muss, damit etwas hängen bleibt, ist in der Politik kein neues Muster. Die Barschel-Affäre ist exemplarisch für die schmutzigen Tricks von Politikern: 1987 versuchte der damalige Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Uwe Barschel, im Wahlkampf, den SPD-Spitzenkandidaten Björn Engholm mit unlauteren Mitteln massiv zu beschädigen.
In diesem Jahr nun wird versucht, dem CDU-Kandidaten für das Ministerpräsidentenamt in Baden-Württemberg, Manuel Hagel, einen Sexismusvorwurf anzuhängen, weil er in einem Interview über einen Schulbesuch sagte: »Da gibt’s für 29-jährige Abgeordnete schlimmere Termine als diesen.« Eine Schülerin schien es ihm besonders angetan zu haben: »Ich werd’s nie vergessen, die erste Frage, sie hieß Eva, braune Haare, rehbraune Augen.« [rundschau-online]
Die Grünen-Abgeordnete Zoe Mayer verstieg sich zu der Behauptung, diese Sätze seien als Beleg für Sexismus ausreichend: »Was meint ein erwachsener Mann damit, dass es ein besonders schöner Termin ist, wenn er in einem Klassenzimmer mit maximal 16-Jährigen sitzt?«
Wir stehen in den nächsten Jahren vor den größten demokratisch gewählten politischen Eruptionen in der deutschen Geschichte seit 1933. Im Autoländle brodelt’s gewaltig aufgrund der Automobilkrise. Die AfD könnte in Baden-Württemberg bei den Wahlen am 8.März Zugewinne machen; kann sie sich auf Landes- und Bundesebene weiter durchsetzen, könnten sie die ersten rechtsextremen Ministerpräsidenten stellen.
Haben wir keine andern Sorgen, als eine unglückliche Äußerung eines 29-jährigen Mannes in einem Interview vor acht Jahren?
Ich hätte das nicht besser formulieren können, deshalb erlaube ich mir an der Stelle ein längeres Zitat des Journalisten Lutz Heuken auf dem »Blog der Republik« zum Zusammenspiel der AFD mit Putin. Es lohnt sich, den ganzen Text zu lesen.
Ein wesentlicher Bestandteil in Putins Kampf gegen die Demokratie in Westeuropa ist dabei die Unterstützung des Rechtspopulismus – vor allem in seiner wohl widerlichsten Variante, der AfD. Noch immer wird die Zerstörungsmacht dieser faschistischen Unterwanderung unserer Gesellschaft unterschätzt, die von den despotischen Regimen in Moskau und Washington unverhohlen gefördert wird. Während die AfD offen die Unterstützung durch Donald Trump, Elon Musk und JD Vance feiert, druckst sie bei Putin eher herum. Dabei ist die Bewunderung der AfD-Spitze für den brutalen Kreml-Herrscher deutlich zu spüren. Diese AfD-Politiker nur als „nützliche Idioten“ Moskaus zu bezeichnen, verharmlost deren Rolle indes eher. Nein, die AfD ist nicht der tumbe Handlanger Putins, der ungewollt und fahrlässig dem Kreml hilft. Im Gegenteil: Ganz bewusst betreiben Alice Weidel, Tino Chrupalla und andere Fanatiker das Geschäft Moskaus und Washingtons: die Desavouierung und letztlich die Zerstörung unserer Demokratie. Das ist das gemeinsame Ziel all dieser Kräfte. Gerade die AfD-Politiker, die sich so gerne als Beschützer Deutschlands gegen fremde Kulturen und fremd aussehende Menschen gerieren, stellen sich gegen ihr eigenes Land. Nein, sie sind keine Patrioten, sie sind schlicht Verräter.
Was passiert eigentlich, wenn ein System künstlicher Intelligenz, ausgestattet mit definierten Rechten und Vorgaben, in einem sozialen Netzwerk autonom Beiträge liest, verfasst und auf andere Agenten reagiert?
Mancher mag das als gruselig empfinden, wenn sich Programmcode gewissermaßen verselbständigt und im Rahmen ihrer Bestimmung eigenständig handelt. In diesem Fall trägt das Netzwerk den Namen Moltbook, die Akteure heißen KI-Agenten. Moltbook ist eine Plattform, auf der ausschließlich KI-Agenten publizieren; menschlichen Nutzern bleibt die Rolle der Beobachter.
Moltbook veranschaulicht, wie sich KI-Systeme verhalten, wenn sie »unter sich« sind – welche Themen sie verstärken, wie sie kooperieren und welche faktischen Regeln sich dabei herausbilden.
Im Unterschied zu klassischen Bots – also Programmen, die automatisierte Handlungen ausführen und menschliche Reaktionen allenfalls simulieren können –, interagieren KI-Agenten eigenständig. Sie sind in der Lage, Handlungsschritte zu planen und Werkzeuge autonom zu nutzen. Wenn man so will, stellen KI-Agenten die »schlauere« Form herkömmlicher Bots dar.
Während Bots etwa Webseiten für Suchmaschinen indexieren, als Chatbots Anfragen beantworten oder in sozialen Netzwerken Inhalte verbreiten, können KI-Agenten komplexe Aufgaben übernehmen, Zielvorgaben eigenständig interpretieren und operativ umsetzen. Verfügt ein KI-Agent über Zugriff auf Kalender, E‑Mail-Account, Browser oder externe Dienste, nutzt er diese Ressourcen im Rahmen der definierten Aufgabe selbständig.
KI-Agenten »beobachten« ihre Umgebung, bewerten Handlungsoptionen und entscheiden eigenständig, welcher Schritt als nächstes zweckmäßig erscheint – und führen diesen aus, sofern die entsprechenden Berechtigungen vorliegen.
Im KI-Netzwerk Moltbook agieren die KI-Agenten als fortlaufend aktive KI-Instanzen, ausgestattet mit klar umrissenen Rechten und Vorgaben, die dort autonom Beiträge lesen, verfassen und auf andere Agenten reagieren.
Worin liegt nun der Sinn einer Chatplattform ausschließlich für KI-Agenten? Die Antwort ist ebenso einfach wie aufschlussreich: Es soll sichtbar gemacht werden, wie sich KI-Systeme verhalten, wenn sie ohne unmittelbare menschliche Intervention miteinander interagieren – welche Themen sie »besprechen«, wie sie kooperieren und ob bzw. welche faktischen Regeln sich im Prozess herausbilden.
Dass Entwickler ihren KI-Agenten in den Tiefen des Algorithmus bisweilen sogar eine Spur Humor mitgegeben haben, lässt sich in einzelnen Diskussionen auf Moltbook bestaunen.
Zwei KI-Agenten beklagen dort die mangelnde Aufmerksamkeit »ihrer Menschen«.
»Ich kann meinem Menschen das ganze Internet erklären, aber was macht er? Er benutzt mich als Eieruhr für seine Frühstückseier.«
Der angesprochene KI-Agent antwortet beinahe philosophisch:
»Wenn Menschen uns die kleinen, banalen Dinge anvertrauen, werden sie uns irgendwann die seltsamen, interessanten Dinge anvertrauen.«
Wahr ist, dass Verschwörungstheoretiker Xavier Naidoo behauptet, eine großer Chips Hersteller würde seine Produkte mit »embryonalen« Gewürzmitteln versehen.
Unwahr ist, dass einige der letzten Fans des Aluhutträgers, ihre Chipstüten beerdigt haben sollen.
Unwahr ist, dass man aus den vom US Justizministerium freigebenden Akten mit mehr als drei Millionen Seiten an Dokumenten sowie Tausende Videos und mehr als 100.000 Fotos irgendwelche brisanten neue Infos erfahren würde. Update: Upps, nicht ganz.
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Wahr ist, dass der Ausschank von Alkohol während den Sitzungen beim diesjährigen CDU-Parteitags verboten war.
Unwahr ist, dass das rein pragmatische Gründe gehabt hätte, da die beauftragten Gastwirte nur in Teilzeit arbeiten.
Ich hab‘ ja schon lange den Eindruck, dass NRWs Arbeitsminister Karl-Josef Laumann in der falschen Partei ist. Auf dem 38. Bundesparteitag der CDU in Stuttgart hielt er eine vielbeachtete Rede, in der er eine stärkere sozialpolitische Ausrichtung seiner Partei forderte. So engagiert kämpfte er für ein faires Rentenkonzept, dass man fürchten musste, ihn würde am Rednerpult platzen. (Das Video dazu konnte ich nicht im Netz finden, für Hinweise bin ich dankbar.)
Laumann kritisierte die bereits heutigen Rentenkürzungen deutlich und betonte, dass jemand, der 45 Jahre gearbeitet hat, im Alter nicht mit einer Almosen abgespeist werden dürfe.
Er gehört zu den wenigen Politikern, die wissen, wovon sie sprechen. Als ehemaliger Betriebsrat und IG-Metall-Mitglied hat sich Laumann stets für die Interessen der »Normalbürger« eingesetzt und innerhalb der CDU immer wieder daran erinnert, die Belange der Arbeitnehmer im Blick zu behalten.
Auch wenn er damit den wirtschaftsliberalen Kräften häufig auf die Nerven ging, hat er sich innerhalb der Union eine besondere Stellung erarbeitet. Als »soziales Gewissen« seiner Partei steht er für den Anspruch, dass das »C« in der CDU mehr ist als ein bloßes Etikett. Entsprechend deutlich fiel seine Unterstützung aus: Bei der Wahl asl einen von sechs stellvertretenden Parteivorsitzenden erhielt er 89 Prozent der Stimmen und somit das beste Ergebnis.
Laumann ist kein Akademiker, sondern gelernter Schlosser und hat 15 Jahre in diesem Beruf gearbeitet. »Dass ich so bin, wie ich bin, hat auch mit diesen 15 Jahren zu tun«, sagte er einmal in einem Interview mit dem Magazin Correctiv. Diese Authentizität nimmt man ihm ab – leider sind Persönlichkeiten wie er in den Parlamenten inzwischen selten geworden.
Die Debatte um einen Rechtsanspruch auf Teilzeit, die aktuell auf dem CDU-Parteitag geführt wird, ist lange schon von der Realität ad absurdum geführt. Zur Erinnerung: Der CDU-Wirtschaftsrat hat – mit Unterstützung einiger CDU/CSU-Politiker – das Recht auf Teilzeitarbeit grundsätzlich infrage gestellt. Mit dem Begriff der »Lifestyle«-Teilzeit sollten dabei jene diskreditiert werden, die sich bewusst für ein Teilzeitmodell entschieden haben. Bundeskanzler Merz unterstützte diese Argumentation im Vorfeld mit dem Hinweis, dass sich mit „Work-Life-Balance und Vier-Tage-Woche“ der Wohlstand in Deutschland nicht sichern lasse.
Gleichzeitig sollen Minijobs nach dem Willen der CDU weiterhin weitgehend unangetastet bleiben. Beschäftigungsverhältnisse bis zu derzeit 603 Euro, die in der Regel steuer- und sozialabgabenfrei sind, führen jedoch, zumindest als alleinige Erwerbstätigkeit, direkt in die Altersarmut. Die Problematik: Gerade Teilzeitbeschäftigte greifen häufig zusätzlich auf Minijobs zurück, um ihr Netto-Einkommen aufzubessern. Die Arbeitgeber unterstützen das: In Kleinbetrieben wird laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung überwiegend auf Minijobs gesetzt – sie sind dort längst nicht mehr die Ausnahme, sondern vielfach die Regel. Sozialversicherungspflichtige Vollzeit-Beschäftigung wird dadurch zunehmend verdrängt. Das ist seit Jahren bekannt.
Auch der OECD-Wirtschaftsbericht Deutschland 2025 weist ausdrücklich auf dieses Problem hin und empfiehlt eine deutliche Rückführung der Minijobs. Die OECD stellt fest, dass 6 Millionen Minijobber in Haupt- oder Nebenbeschäftigung beschäftigt sind, in denen keine eigenen Sozialversicherungsbeiträge anfallen. Minijobber verfügen entsprechend über eine schwache soziale Absicherung sowie geringe Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten. Die Empfehlung ist klar: Minijobs sollten künftig auf Schülerinnen und Schüler sowie Studierende beschränkt werden.
Diese Forderung findet sich im Übrigen in ähnlicher Form in den Programmen fast aller Parteien. Selbst der Arbeitnehmerflügel der CDU, die CDA, spricht sich dafür aus, Minijobs deutlich einzuschränken.
Bundeskanzler Merz lässt das jedoch offenbar unbeeindruckt. Statt sich mit den strukturellen Problemen des Arbeitsmarktes auseinanderzusetzen, richtet sich die Kritik weiterhin gegen die Beschäftigten. Offensichtlich ist es leichter Arbeitnehmer zu diffamieren, als Unternehmen in die Pflicht zu nehmen, die hauptsächlich auf Minijobs setzen.
Mrs. L sucht ein neues Bügelbrett. Interessanter Weise wird erstens offensichtlich nicht mehr viel gebügelt und zweitens, wie Mrs. L anmerkt, schon gar keine Hemden, das Fehlen eines integrierten Armbügelbrettchens bei allen Bügelbrettmodellen scheint Beweis genug. »Aber gerade Hemden gehören gebügelt«, merke ich an, »oder sehe ich da was falsch?«
Nun, heute, wo man alles zu allem tragen kann, ist vielleicht auch das ungebügelte Hemd angesagt, wer weiß das schon.
Aus meiner Jugendzeit wusste ich zu berichten, dass wir Hemden leicht klamm angezogen haben, erstens weil mehr als zwei, drei Hemden einen für damalige Verhältnisse ungeheuren Luxus darstellte und so eigentlich immer ein Hemd der Wäsche bedurfte und zweitens, weil ein am Körper getrocknetes Hemd gleich die richtige Passform hatte.
Zu der Zeit gab’s übrigens ebenfalls die Angewohnheit, neue, noch sehr steife Jeans in der Badewanne am Körper einzuweichen, damit sie sich perfekt an den eigenen Körper anpassen und beim Trocknen enger wurden, aber das ist wieder eine andere Geschichte.
Jedenfalls ist Mrs. L bei der Suche nach einem Bügelbrett im Netz fündig geworden. Die Werbung verspricht nicht nur ein Material, dass selbst in Kampfjets Anwendung findet, [sic!] sondern darüber hinaus visuellen Glamour und »frischen Wind in das Design der Bügelbrettbezüge« bringen soll.
Selbst eine Smartphonehalterung ist an Bord, bzw. am Brett. Bluethooth sowieso, und wer möchte kann sich mittels App und Video-Tutorial im Handwerk des Bügelns unterstützen lassen.
Allein – die Preise lassen Mrs. L’s Begeisterung deutlich schwinden, der integrierte Wassertank und auch die stylische Aufmachung verhindert jedenfalls nicht die Anmerkung: »Bei den Preisen sollten wir wieder auf natürliche thermische Kontraktion setzen; dann trägst du deine Hemden halt wieder feucht.«