{"id":9338,"date":"2024-01-22T13:07:34","date_gmt":"2024-01-22T12:07:34","guid":{"rendered":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/?p=9338"},"modified":"2024-01-22T13:07:35","modified_gmt":"2024-01-22T12:07:35","slug":"lets-talk-fair-zur-nachnutzbarkeit-digitaler-editionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/9338","title":{"rendered":"Let\u2019s talk FAIR \u2013 Zur Nachnutzbarkeit digitaler Editionen"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-medium\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2023\/06\/FAIR-February_Schriftzug_ohne-Hintergrund-300x169.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-5864\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Im FAIR February 2023 widmete sich Text+ in vier virtuellen Meetups den FAIR-Prinzipien Findability, Accessibility, Interoperability und Reusability, die sich seit ihrer <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/sdata.2016.18\" target=\"_blank\">Ver\u00f6ffentlichung 2016 im <em>Scientific Data<\/em><\/a> als Leitprinzipien innerhalb der Digital Humanities etabliert haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Veranstaltungsreihe waren Forscher:innen und Mitarbeiter:innen laufender und geplanter analoger, digitaler oder hybrider Editionsprojekte, aber auch Interessierte aus anderen Fachbereichen dazu eingeladen, \u00fcber die FAIR-Prinzipien und ihre Anwendung im Kontext wissenschaftlicher Editionen zu diskutieren. Im Zentrum der Gespr\u00e4che standen die konkrete Bedeutung der einzelnen Prinzipien f\u00fcr digitale Editionen, denkbare Unklarheiten und bislang unerkannte L\u00fccken sowie die notwendige Ausdifferenzierung der Prinzipien.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-large\"><a href=\"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2024\/01\/Elektronisches-Notizbuch.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"354\" src=\"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2024\/01\/Elektronisches-Notizbuch-500x354.jpeg\" alt=\"Foto einer &quot;Kasette f\u00fcr elektronisches Notizbuch EN3&quot; der Firma Grundig\" class=\"wp-image-9350\" srcset=\"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2024\/01\/Elektronisches-Notizbuch-500x354.jpeg 500w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2024\/01\/Elektronisches-Notizbuch-300x213.jpeg 300w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2024\/01\/Elektronisches-Notizbuch-150x106.jpeg 150w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2024\/01\/Elektronisches-Notizbuch-768x544.jpeg 768w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2024\/01\/Elektronisches-Notizbuch.jpeg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Beitrag beschlie\u00dft die Nachbetrachtung des FAIR February 2023 \u2013 und l\u00e4dt zugleich zum <a href=\"https:\/\/events.gwdg.de\/event\/575\/\">FAIR February 2024<\/a> ein. Denn allen vier Treffen gemeinsam war der Wunsch der Teilnehmenden nach mehr (Erfahrungs-)Austausch untereinander sowie das Interesse an Reflexion \u00fcber und an neuen Impulsen zu den FAIR-Prinzipien in Verbindung mit der eigenen Forschungspraxis.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der letzte Termin des FAIR February 2023 zum Buchstaben R wie Reusability (Nachnutzbarkeit) fand mit \u00fcber 100 Anmeldungen reges Interesse in der Community. Im gemeinsamen Brainstorming wurde zuerst zusammengetragen, was unter dem Begriff \u201eReusable\u201c verstanden bzw. erwartet wird. Mehrfach fielen allgemein mit den FAIR-Prinzipien verbundene Stichworte wie Standards, Normdaten und Kompatibilit\u00e4t, daneben wurden Schnittstellen und andere Wege der Daten\u00fcbernahme als zentrale Voraussetzungen f\u00fcr eine gute Nachnutzbarkeit benannt. Letzteres zeigte auf, dass \u201eReusable\u201c oftmals direkt gleichgesetzt wird mit der Eignung der Daten selbst f\u00fcr eine Nachnutzung. N\u00e4her an den eigentlichen Kern des Prinzips kamen die Hinweise auf offene Lizenzen und eine gute Dokumentation. Tats\u00e4chlich unterscheidet sich das Prinzip Reusability von den anderen drei: Wo F, A und I vor allem die Daten selbst im Blick haben, konzentriert sich R auf die Metadaten, die diese Daten beschreiben und so erst deren richtige Interpretation erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein DMP macht noch keine ausreichende Dokumentation<\/h2>\n\n\n\n<p>Warum gutes Dokumentieren wichtig ist, darin f\u00fchrte unter dem Titel \u201eReusable! Aber nur bei guter Dokumentation\u201c der erste Impulsvortrag des Nachmittags ein. Die Referentin <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0003-4726-2481\">Marina Lemaire<\/a> ist Koordinatorin der virtuellen Forschungsumgebung <a href=\"https:\/\/fud.uni-trier.de\/\">FUD<\/a> und Referentin f\u00fcr Projektmanagement im Bereich digitale Forschungsinfrastrukturen in den Geistes- und Sozialwissenschaften am <a href=\"https:\/\/www.esciences.uni-trier.de\/\">Servicezentrum eSciences<\/a> der Universit\u00e4t&nbsp;Trier.<\/p>\n\n\n\n<p>Ausgangspunkt f\u00fcr den Impuls bildeten Problemstellungen aus der Arbeit in einem Editionsprojekt zu <a href=\"https:\/\/www.archive.nrw.de\/landesarchiv-nrw\/ueber-uns\/publikationen-und-editionen\/editionen\">\u201eKabinettsprotokollen der Landesregierung Nordrhein-Westfalen\u201c<\/a><sup><a href=\"#footnote_1_9338\" id=\"identifier_1_9338\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Die digitale Edition befindet sich gerade im Umbau.\">1<\/a><\/sup>, das bereits mehrere Daten\u00fcbertragungen durchlaufen hatte. Dabei waren zum Beispiel auf dem Weg von Print \u00fcber TEI2 zu TEI5 entscheidende Auszeichnungsinformationen verloren gegangen. Dass diese Kennzeichnungen \u2013 beispielsweise, ob Textstellen kursiv oder in Kapit\u00e4lchen gesetzt sind \u2013 in der aktuellen TEI-Fassung fehlten, fiel jedoch erst im Vergleich mit der vorhandenen Print-Versionen auf. Was war passiert? Bei der Migration zur neuesten TEI-Version wurde nicht beachtet (und auch nicht dokumentiert), dass die in TEI2 hinterlegte Information zur Kennzeichnung des Textformates nicht mit \u00fcbertragen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber nicht nur fehlende, auch unvollst\u00e4ndige Angaben k\u00f6nnen Probleme bereiten \u2013 in diesem Editionsprojekt fehlte zum Beispiel an anderer Stelle die Aufl\u00f6sung der in der TEI-Datei verwendeten Abk\u00fcrzungen der Quellenangaben. Diese waren sicher f\u00fcr die Ersteller:innen durch den t\u00e4glichen Umgang mit den Daten gel\u00e4ufig, d\u00fcrften sp\u00e4tere Nutzer:innen aber ohne Kontextwissen vor gro\u00dfe Herausforderung stellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Dokumentation gem\u00e4\u00df dem R-Prinzip soll grunds\u00e4tzlich das Verst\u00e4ndnis und die Nachvollziehbarkeit der darin beschriebenen Daten erm\u00f6glichen. Dazu geh\u00f6ren alle Kontextinformationen, die f\u00fcr ein korrektes Interpretieren n\u00f6tig sind, sowie klare Unterscheidungen verschiedener Versionen (Vorg\u00e4nger\/Nachfolger) und Informationen zu deren Ablageort. Denn auch die Zug\u00e4nglichkeit \u00e4lterer Versionen ist zentral, um zum Beispiel fehlende Auszeichnungsinformationen wie die oben beschriebenen rekonstruieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Marina Lemaire ist dabei klar, dass ein Datenmanagementplan allein noch keine ausreichende Dokumentation f\u00fcr die Zwecke der Nachnutzbarkeit darstellt \u2013 doch \u201ewelche Dimension der Dokumentation [ist] eigentlich notwendig [&#8230;], [&#8230;] damit Daten tats\u00e4chlich nachnutzbar werden?\u201c Eine besondere Herausforderung d\u00fcrfte es gerade in geisteswissenschaftlichen F\u00e4chern sein, den <em>Entstehungs<\/em>prozess der Daten \u2013 der nicht selten ein <em>Denk<\/em>prozess ist \u2013 nachvollziehbar zu machen. Und auch wenn die Dokumentation von Editions- und Transkriptionsrichtlinien eigentlich schon l\u00e4ngst gelebte wissenschaftliche Praxis ist: Braucht es einen verbindlicheren Standard, um die Prozesse abgleichbar, maschinenlesbar zu machen? Welche Tools k\u00f6nnten unterst\u00fctzen?<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Fragen er\u00f6ffneten direkt die anschlie\u00dfende Diskussion zum Impuls. Marina Lemaire sieht einen Ansatz darin, die Dokumentation st\u00e4rker zu formalisieren und au\u00dferdem die verschiedenen Bestandteile der Forschungsarbeit zu beachten: Datenmanagement, Prozessmanagement, Technikmanagement. Schlie\u00dflich muss auch die Dokumentation selbst gut findbar abgelegt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Diskutiert wurde zudem, was R f\u00fcr die Datenqualit\u00e4t bedeutet. Ist ein gro\u00dfer Umfang an Metadaten ein Zeichen f\u00fcr hohe Qualit\u00e4t? Welcher Umfang und welche Tiefe werden speziell f\u00fcr Editionen empfohlen? F\u00fcr letzteres wird die Text+ Registry mit ihrem Datenmodell zur Erfassung von Editionen Ansatzpunkte geben. <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-1138-499X\">Eckhart Arnold<\/a> empfahl au\u00dferdem, den menschenlesbaren Teil der Dokumentation so ausf\u00fchrlich wie m\u00f6glich abzufassen, den maschinenlesbaren Teil hingegen eher knapper zu halten. Marina Lemaire verwies schlie\u00dflich darauf, dass Konsistenz und Konsequenz bei der Umsetzung der gew\u00e4hlten Standards\/Richtlinien zentral seien. Hierauf zielt einer der Unterpunkt des R-Prinzips: \u201eR1.3: (Meta)data meet domain-relevant community standards\u201c. Das f\u00fchrte allerdings zur n\u00e4chsten Frage: Was ist ein guter Standard?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">FAIR gilt f\u00fcr beide Seiten<\/h2>\n\n\n\n<p>Den zweiten Impuls brachte Eckhart Arnold ein, Leiter sowohl des Referats f\u00fcr IT und Digital Humanities an der <a href=\"https:\/\/badw.de\/die-akademie.html\">Bayerischen Akademie der Wissenschaften, M\u00fcnchen<\/a> (BAdW) als auch aktuell des Editionsprojektes \u201e<a href=\"https:\/\/schelling.badw.de\/start\">Schelling in M\u00fcnchen<\/a>\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Beginn seines Vortrags nahm der Referent erst einmal die Perspektive der Community ein und fragte stellvertretend: \u201eWarum sollten die FAIR-Prinzipien f\u00fcr mich gelten?\u201c Damit f\u00fchrte er die Diskussion um die FAIR-Prinzipien zu einem entscheidenden Punkt: Ein zentrales Kriterium f\u00fcr Ergebnisse wissenschaftlichen Arbeitens ist deren Nachvollzieh- und Nachnutzbarkeit. Denn, so Eckhart Arnold, \u201ewas ein Wissenschaftler behauptet, kann von anderen gepr\u00fcft, bef\u00fcrwortet oder kritisiert werden, und dieser Kritik muss sich der Wissenschaftler stellen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Um eine solche Nachpr\u00fcfbarkeit in neutralem Raum in einem externen System zu erm\u00f6glichen, ist die Einhaltung der FAIR-Kriterien zentral. Daher pl\u00e4diert Eckhart Arnold auch f\u00fcr offene Lizenzen. Ein weiterer zentraler Punkt f\u00fcr den Referenten war die Betonung, dass FAIR f\u00fcr beide Seiten gilt \u2013 d. h. nicht nur die Forschenden sind angehalten, ihre Daten FAIR zur Verf\u00fcgung zu stellen, die Nachnutzenden sind ebenso in der Pflicht, verantwortungsvoll mit den Daten umzugehen und z. B. auf eine korrekte Namensnennung bei CC-BY-Lizenzen zu achten.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch Lizenzen und die zuvor besprochene Dokumentation sind nur ein Teil von Reusability, gefordert ist auch die Einhaltung von Domain-relevanten Community Standards. Und hier steckt, wie schon festgestellt, eine weitere Herausforderung, denn das Prinzip legt nicht fest, was einen guten Standard nun ausmacht. Dies auszuhandeln ist Aufgabe der Fachcommunities. Eckhart Arnold sieht m\u00f6gliche Stellschrauben im strukturellen Aufbau der Daten: So empfiehlt er, Metadaten und Daten zu trennen und nicht alles im TEI-Header unterzubringen. Auch r\u00e4t er ab von over-engineering bzw. over-tagging, vielmehr sollten nur die Instrumente genutzt werden, die man tats\u00e4chlich braucht. Dabei zeige sich, dass ein gut dokumentierter und konsequent eingehaltener eigener Standard nachhaltiger sei als eine schlechte und nicht-passgenaue Umsetzung eines \u201aoffiziellen\u2018 Standards. Eckhart Arnold verwies hier als Beispiel auf die Schelling-Nachlass-Edition der BAdW, in der HTML-Technologie statt TEI-XML zum Einsatz kommt.<\/p>\n\n\n\n<p>In der anschlie\u00dfenden Diskussion r\u00fcckten zuerst die Lizenzangaben in den Fokus. So stellt sich gerade in Projekten mit vielen Mitarbeitenden die Frage nach der Best Practice in der Urheber:innenbenennung z. B. f\u00fcr eine CC-BY-Lizenz. Hier gab es in der Runde schnell Einigkeit, dass alle Beteiligten benannt werden sollten \u2013 f\u00fcr eine Differenzierung des jeweiligen Beitrags zum Projekt k\u00f6nnen die jeweiligen Rollen ausgewiesen werden.<sup><a href=\"#footnote_2_9338\" id=\"identifier_2_9338\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Ein m&ouml;gliches Vokabular stellt zum Beispiel die Contributor Roles Taxonomy, CRediT, dar.\">2<\/a><\/sup> Wichtig ist es, das Vorgehen in Bezug auf Lizenzen und Zitation bereits zu Projektbeginn klar zu regeln. Besonders relevant ist das in Projekten mit ehrenamtlichen Mitarbeitenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Des Weiteren wurde in der Diskussion die Frage nach dem Nutzen einer CC-NC-Lizenz gestellt, d. h. der Freigabe der Daten ausschlie\u00dflich f\u00fcr nicht-kommerzielle Zwecke. Deren Einsatz ist wohl oft mit der Absicht verbunden, eine kommerzielle Ausbeutung der Inhalte durch Dritte zu unterbinden. Eckhart Arnold r\u00e4t jedoch vom NC-Baustein in der Lizenzangabe ab, da dies unerw\u00fcnschte Nebeneffekte haben kann.<sup><a href=\"#footnote_3_9338\" id=\"identifier_3_9338\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Zum Beispiel den Ausschluss von Nutzergruppen, die gar nicht gemeint sind, siehe dazu: Klimpel, Paul. Folgen, Risiken und Nebenwirkungen der Bedingung\u202f&raquo;nicht-kommerziell &ndash; NC&laquo;. Herausgegeben von Wikimedia Deutschland &ndash; Gesellschaft zur F&ouml;rderung und Freien Wissens e. V. Berlin, 2012.\">3<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Stattdessen empfiehlt er den Einsatz des SA-Bausteins: Share Alike. Damit ist eine freie Nachnutzung der Inhalte unter Berufung auf diese Lizenz nur m\u00f6glich, wenn die eigenen Produkte wieder unter eine CC-SA-Lizenz gestellt und somit kostenfrei weitergegeben werden. Wer CC-SA-lizenzierte Inhalte kommerzialisieren m\u00f6chte, m\u00fcsste ein gesondertes Nutzungsrecht anfragen und kann sich bei der eigenen Nutzung nicht auf diese CC-Lizenz berufen. Auch das Thema community-relevante Standards wurde noch einmal aufgegriffen. Neben der Frage nach dem zuk\u00fcnftigen Umgang mit dem TEI-Standard \u2013 weiter ausbauen oder einfach konsequenter anwenden \u2013 wurde auch kurz \u00fcber die noch recht junge Entwicklung gesprochen, graphbasierte Strukturen f\u00fcr Editionsprojekte einzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wer beschreibt, der bleibt<\/h2>\n\n\n\n<p>Dokumentieren ist eine m\u00fchsame Aufgabe, vor allem wenn die Ressourcen im Projekt begrenzt sind und Zeitpl\u00e4ne dr\u00fccken. Doch ohne gute Dokumentation von Entstehungskontext, Datenprovenienz und Nutzungslizenzen ist selbst bei bestzug\u00e4nglichen Daten in den geeignetsten Formaten eine effektive Nachnutzung erschwert bis kaum m\u00f6glich. Nur leider, so Eckhart Arnold, merke man, dass Reusability wichtig ist, \u201eimmer dann, wenn sie fehlt\u201c. Diese L\u00fccke d\u00fcrfte oft erst im Nachgang auffallen, eine gute Dokumentation setzt jedoch mit Projektstart an.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei ist der Fachcommunity l\u00e4ngst bewusst, wie zentral eine gute Projektdokumentation ist. Dies zeigte sich zuletzt in einer von Greta Franzini u. a. durchgef\u00fchrten Umfrage zu \u201eSurveying User Requirements in the Digital Humanities\u201c: \u201e[D]etailed editorial and technical documentation\u201d spielten f\u00fcr rund 70% der Befragten eine wichtige bis sehr wichtige Rolle \u2013 tats\u00e4chlich lag aber nur f\u00fcr 20% der untersuchten Editionen eine ausreichende Dokumentation vor.<sup><a href=\"#footnote_4_9338\" id=\"identifier_4_9338\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Greta Franzini, Melissa Terras, and Simon Mahony. 2019. Digital Editions of Text: Surveying User Requirements in the Digital Humanities. ACM J. Comput. Cult. Herit. 12, 1, Article 1 (February 2019), 23 pages, 10-11. DOI: 10.1145\/3230671.\">4<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Weitere Materialien<\/h3>\n\n\n\n<p>\u00dcbersicht von Beitr\u00e4gen zu den <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/irights.info\/kategorie\/themen\/creative-commons-lizenzen\" target=\"_blank\">Themen Creative Commons und Lizenzen<\/a> von irights.info.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#f1f1f1\"><strong>Zitiervorschlag <\/strong><br>Sandra K\u00f6nig: Let\u2019s talk FAIR \u2013 Zur Nachnutzbarkeit digitaler Editionen, in: Text+ Blog, 22.01.2024, <a href=\"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/9338\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/textplus.hypotheses.org\/9338<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Beitragsbild: Kassette f\u00fcr elektronisches Notizbuch EN 3 der Grundig-Werke GmbH, F\u00fcrth. Aus dem Bestand des Technoseum, Landesmuseum f\u00fcr Technik und Arbeit in Mannheim. CC0, via <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.europeana.eu\/en\/item\/249\/item_CWKS3HL5FDKS3GHFPMJCGB4S7B7DD25S\" target=\"_blank\">europeana.eu<\/a>.<\/p>\n<ol class=\"footnotes\"><li id=\"footnote_1_9338\" class=\"footnote\">Die digitale Edition befindet sich gerade im Umbau.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_1_9338\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_2_9338\" class=\"footnote\">Ein m\u00f6gliches Vokabular stellt zum Beispiel die Contributor Roles Taxonomy, <a href=\"https:\/\/credit.niso.org\/\">CRediT<\/a>, dar.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_2_9338\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_3_9338\" class=\"footnote\">Zum Beispiel den Ausschluss von Nutzergruppen, die gar nicht gemeint sind, siehe dazu: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/irights.info\/wp-content\/uploads\/userfiles\/CC-NC_Leitfaden_web.pdf\" target=\"_blank\">Klimpel, Paul. <em>Folgen, Risiken und Nebenwirkungen der Bedingung\u202f\u00bbnicht-kommerziell \u2013 NC\u00ab<\/em><\/a>. Herausgegeben von Wikimedia Deutschland \u2013 Gesellschaft zur F\u00f6rderung und Freien Wissens e. V. Berlin, 2012.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_3_9338\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_4_9338\" class=\"footnote\">Vgl. Greta Franzini, Melissa Terras, and Simon Mahony. 2019. Digital Editions of Text: Surveying User Requirements in the Digital Humanities. <em>ACM J. Comput. Cult. Herit. <\/em>12, 1, Article 1 (February 2019), 23 pages, 10-11. <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/doi.org\/10.1145\/3230671\" target=\"_blank\">DOI: 10.1145\/3230671<\/a>.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_4_9338\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im FAIR February 2023 widmete sich Text+ in vier virtuellen Meetups den FAIR-Prinzipien Findability, Accessibility, Interoperability und Reusability, die sich seit ihrer Ver\u00f6ffentlichung 2016 im Scientific Data als Leitprinzipien innerhalb der Digital Humanities etabliert&#46;&#46;&#46;<\/p>\n","protected":false},"author":59599,"featured_media":9343,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_license":"","publish_to_discourse":"","publish_post_category":"","wpdc_auto_publish_overridden":"","wpdc_topic_tags":"","wpdc_pin_topic":"","wpdc_pin_until":"","discourse_post_id":"","discourse_permalink":"","wpdc_publishing_response":"","wpdc_publishing_error":"","footnotes":""},"categories":[10,20],"tags":[975,972,249,404,979,931,391,969],"ppma_author":[1901],"class_list":["post-9338","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-editionen","category-events","tag-bayerische-akademie-der-wissenschaften","tag-dokumentation","tag-fair","tag-fair-february","tag-lizenzen","tag-reusability","tag-tei","tag-universitat-trier"],"authors":[{"term_id":1901,"user_id":59599,"is_guest":0,"slug":"sandrakoenig","display_name":"Sandra K\u00f6nig","avatar_url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/362399efbfc1de2556be3c2e94d4db9637421659bc2d0c9d80bc6e097994c28c?s=96&d=blank&r=g","1":"","2":"","3":"","4":"","5":"","6":"","7":"","8":""}],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9338","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/users\/59599"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9338"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9338\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9462,"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9338\/revisions\/9462"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9343"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9338"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9338"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9338"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/ppma_author?post=9338"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}