{"id":5904,"date":"2023-07-24T08:00:00","date_gmt":"2023-07-24T06:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/?p=5904"},"modified":"2023-07-24T11:25:09","modified_gmt":"2023-07-24T09:25:09","slug":"lets-talk-fair-die-zuganglichkeit-digitaler-editionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/5904","title":{"rendered":"Let&#8217;s talk FAIR &#8211; Die Zug\u00e4nglichkeit digitaler Editionen"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-medium\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2023\/06\/FAIR-February_Schriftzug_ohne-Hintergrund-300x169.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-5864\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Im FAIR February 2023 widmete sich Text+ in vier virtuellen Meetups den FAIR-Prinzipien Findability, Accessibility, Interoperability und Reusability, die sich seit ihrer <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/sdata.2016.18\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ver\u00f6ffentlichung 2016 im <em>Scientific Data<\/em><\/a> zu Leitprinzipien innerhalb der Digital Humanities etabliert haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Veranstaltungsreihe waren Forscher:innen und Mitarbeiter:innen laufender und geplanter analoger, digitaler oder hybrider Editionsprojekte, aber auch Interessierte aus anderen Fachbereichen dazu eingeladen, \u00fcber die FAIR-Prinzipien und ihre Anwendung im Kontext wissenschaftlicher Editionen zu diskutieren. Im Zentrum der Gespr\u00e4che standen die konkrete Bedeutung der einzelnen Prinzipien f\u00fcr digitale Editionen, denkbare Unklarheiten und bislang unerkannte L\u00fccken sowie die notwendige Ausdifferenzierung der Prinzipien.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"828\" height=\"410\" src=\"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2023\/07\/Symboldbild_Accessibility_-San_Francisco\u2013Oakland_Bay_Bridge-_New_and_Old_bridges_828.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5996\" srcset=\"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2023\/07\/Symboldbild_Accessibility_-San_Francisco\u2013Oakland_Bay_Bridge-_New_and_Old_bridges_828.jpg 828w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2023\/07\/Symboldbild_Accessibility_-San_Francisco\u2013Oakland_Bay_Bridge-_New_and_Old_bridges_828-300x149.jpg 300w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2023\/07\/Symboldbild_Accessibility_-San_Francisco\u2013Oakland_Bay_Bridge-_New_and_Old_bridges_828-500x248.jpg 500w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2023\/07\/Symboldbild_Accessibility_-San_Francisco\u2013Oakland_Bay_Bridge-_New_and_Old_bridges_828-150x74.jpg 150w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2023\/07\/Symboldbild_Accessibility_-San_Francisco\u2013Oakland_Bay_Bridge-_New_and_Old_bridges_828-768x380.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 828px) 100vw, 828px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>In diesem Beitrag zum FAIR Prinzip Accessible setzen wir die Nachbetrachtung des FAIR February fort.<sup><a href=\"#footnote_1_5904\" id=\"identifier_1_5904\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Bislang erschienen: Teil 1 zum Thema Findability.\">1<\/a><\/sup> Der zweite Termin der Reihe erfreute sich ebenfalls einer gro\u00dfen Beteiligung (die Registrierung verzeichnete \u00fcber 120 Anmeldungen). Das mag auch daran gelegen haben, dass der Begriff \u201eZug\u00e4nglichkeit\u201c ein sehr breites Spektrum an Assoziationen weckt, die weit \u00fcber die engere Definition des FAIR-Prinzips Accessible hinausgehen. <\/p>\n\n\n\n<p>Dass einiges an Kl\u00e4rungsbedarf bestand, zeigte sich direkt beim ersten Brainstorming. Zahlreich vertreten waren Schlagworte zur technischen Zug\u00e4nglichkeit: Standards, persistente URL, aussagekr\u00e4ftige Metadaten, Verf\u00fcgbarkeit, Verst\u00e4ndlichkeit der Daten, Langfristigkeit, Zugang zu den Daten selbst, plattformunabh\u00e4ngig \u2013 daneben wurden aber auch Open Access bzw. geb\u00fchrenfreier Zugang sowie Barrierearmut\/Barrierefreiheit und Mehrsprachigkeit genannt. Dazu w\u00fcnschten sich die Teilnehmer:innen Checklisten zur Umsetzung des Accessible-Prinzips sowie Leitlinien, Standards und Best Practice-Beispiele, auch Anlaufstellen und Tool-\u00dcbersichten. Zus\u00e4tzlich wurde der Bedarf nach Denkanst\u00f6\u00dfen zur Reflexion \u00fcber das Prinzip formuliert. Die beiden Impulsvortr\u00e4ge dieser Veranstaltung nahmen diese Bedarfe und Sichtweisen auf und stie\u00dfen eine rege Diskussion an.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">&#8220;<strong>F\u00fcnfhundert Jahre<\/strong>&#8220;<\/h2>\n\n\n\n<p>Den ersten Impuls gab Markus Schn\u00f6pf, wissenschaftlicher Mitarbeiter im <a href=\"https:\/\/www.bbaw.de\/bbaw-digital\/telota\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">TELOTA<\/a>-Team der <a href=\"https:\/\/www.bbaw.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften<\/a> (BBAW). Er setzte einen engen Blick auf die Daten einer Edition und nahm das Spannungsfeld \u201eDaten- versus Pr\u00e4sentationsschicht\u201c in den Fokus. Zuerst kl\u00e4rte er, was das <a href=\"https:\/\/www.go-fair.org\/fair-principles\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">FAIR-Prinzip Accessible<\/a> konkret fordert \u2013 und was es nicht bedeutet. Einfach ausgedr\u00fcckt, beantwortet Accessible die Frage: Wie kann ich auf die Daten zugreifen?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Forschungsdaten sollen so bereitgestellt werden, dass sie jederzeit von mit Computer und Internetzugang ausgestatteten Nutzer:innen erreicht und aufgerufen werden k\u00f6nnen. Eine eventuell erforderliche Authentifizierung der Daten auf der einen und von Nutzer:innen auf der anderen Seite sowie eine m\u00f6glicherweise ebenfalls n\u00f6tige Autorisierung des Zugriffs funktioniert idealerweise ohne menschliches Zutun und kostenfrei unter Vermeidung propriet\u00e4rer Software.<sup><a href=\"#footnote_2_5904\" id=\"identifier_2_5904\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"A1. (Meta)data are retrievable by their identifier using a standardised communications protocol, A1.1&nbsp;The protocol is open, free, and universally implementable, A1.2&nbsp;The protocol allows for an authentication and authorisation procedure, where necessary.\">2<\/a><\/sup> Auf Datenseite gilt dies mindestens f\u00fcr die Metadaten, die die eigentlichen Forschungsdaten beschreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Indem die Metadaten gesondert herausgehoben werden, wird deutlich, was Accessible nicht bedeutet: Open Access zu allen Daten gew\u00e4hrleisten zu m\u00fcssen. Zwar empfiehlt die DFG im <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.6472827\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kodex zur guten wissenschaftlichen Praxis<\/a>, Forschungsergebnisse und zugrunde liegende Daten so offen wie m\u00f6glich zug\u00e4nglich zu machen.<sup><a href=\"#footnote_3_5904\" id=\"identifier_3_5904\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Deutsche Forschungsgemeinschaft: Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis. Kodex, 2022. https:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.6472827, Leitlinie 13: Herstellung von &ouml;ffentlichem Zugang zu Forschungsergebnissen.\">3<\/a><\/sup> Eine Zugangsbeschr\u00e4nkung darf vor allem nicht willk\u00fcrlich erfolgen. Es gibt jedoch berechtigte Gr\u00fcnde, Daten zu sch\u00fctzen und ggf. nur einem eingeschr\u00e4nkten Kreis zu \u00f6ffnen, z. B. bedingt durch Urheberrecht und\/oder Datenschutz. Der Datenzugriff kann dann r\u00e4umlich (Lesesaal) beschr\u00e4nkt werden oder eine direkte Kontaktaufnahme (E-Mail, Telefon) erfordern. Das Accessible-Prinzip unterst\u00fctzt solche Abl\u00e4ufe und legt fest, dass hier der Zugangsweg zu den Daten klar \u2013 am besten maschinenlesbar \u2013 zu kommunizieren ist, sei es in Form eines Login-Prozesses oder einer in den Metdaten beschriebenen Kontaktm\u00f6glichkeit zu den Forschenden. Entscheidend ist, dass alle Metadaten, die die Daten beschreiben, f\u00fcr eine bestm\u00f6gliche Find- und Nachvollziehbarkeit offen zug\u00e4nglich sind. Tats\u00e4chlich sollten diese Metadaten auch noch aufrufbar sein, wenn die eigentliche Forschungsdaten es nicht mehr sind.<sup><a href=\"#footnote_4_5904\" id=\"identifier_4_5904\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"A2. Metadata are accessible, even when the data are no longer available.\">4<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Dies leitet \u00fcber zum zweiten Thema des Impulsvortrags: Was kann man tun, damit die Forschungsdaten selbst \u2013 in unserem Fall die digitale Edition \u2013 m\u00f6glichst lange erhalten bleiben? Zun\u00e4chst muss beim Thema der Langzeiterhaltung einer digitalen Edition unterschieden werden zwischen Datenschicht und Pr\u00e4sentations- oder Bereitstellungsschicht. F\u00fcr die zugrundeliegenden Daten haben sich bereits Typen etabliert, die gut f\u00fcr eine Langzeiterhaltung und -archivierung geeignet sind, wie .txt, .xml, .tiff. Auch statische Versionen von Pr\u00e4sentationsschichten sind inzwischen gut zu bewahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Herausforderung stellen dynamische Bestandsteile der Pr\u00e4sentationsschicht wie Suchfunktionen sowie die zugrunde liegende Forschungssoftware dar.<sup><a href=\"#footnote_5_5904\" id=\"identifier_5_5904\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. dazu auch Peter D&auml;ngeli, Martin Stuber: &bdquo;Nachhaltigkeit in langj&auml;hrigen Erschliessungsprojekten&ldquo;, in: xviii.ch. Schweizerische Zeitschrift f&uuml;r die Erforschung des 18. Jahrhunderts (2020), S. 34&ndash;51, https:\/\/doi.org\/10.24894\/2673-4419.00004, hier: S. 37 (digitale Editionen als hochgradig verlinkte, mit dynamischen Funktionen versehene Ressourcen).\">5<\/a><\/sup> F\u00fcr Markus Schn\u00f6pf ist es dabei keine L\u00f6sung, sich nur auf den (einfacheren) Erhalt der Datenschicht zu konzentrieren. F\u00fcr ihn ist die Pr\u00e4sentationsschicht integraler Bestandteil einer digitalen Edition, denn Art und Weise der Zusammenstellung, Kontextualisierung der Daten und auch die Darstellung der Ergebnisse sind ein wissenschaftlicher Wert an sich. Eine M\u00f6glichkeit, langzeitf\u00e4hige Formate zu erhalten, ist die Verwendung von eXist-db, einer freien, non-propriet\u00e4ren Software, welche .xar-Pakete erzeugen kann. Allerdings ist diese L\u00f6sung nicht f\u00fcr gro\u00dfe Dateiformate geeignet, wie sie bei Einbindung von Bild-, Audio- und Videomaterial entstehen. Alternativ wird auch die M\u00f6glichkeit der Ablage von XML-Daten auf Github und Zenodo genutzt, aber auch diese k\u00f6nnen eine digitale Edition nicht vollst\u00e4ndig abbilden.<\/p>\n\n\n\n<p>Als m\u00f6gliche L\u00f6sung stellte Markus Schn\u00f6pf das <a href=\"https:\/\/www.loc.gov\/preservation\/digital\/formats\/fdd\/fdd000236.shtml\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Web ARChive file-Format (WARC)<\/a> an. Dieses gilt als vertrauensw\u00fcrdiges Archivmaterial und ist \u00fcber einen ISO-Standard (ISO 28500:2017) definiert. F\u00fcr die Benutzung werden spezielle f\u00fcr WARC-files geeignete Viewer ben\u00f6tigt. Ein WARC-Datensatz enth\u00e4lt die Daten, Metadaten und die Relationen zwischen diesen. Allerdings bestehen auch hier Herausforderungen, z. B. wenn die Ressource als CMS-Anwendung oder Single Page Application vorliegt. Passwortschutz verhindert gar den Einsatz von WARC. Da WARC-Dateien keine dynamischen Funktionen wie Suchen oder Links zu externen Quellen, z. B. bei Linked Open Data (LOD), abbilden k\u00f6nnen, sollten die erschlossenen Inhalte so aufbereitet sein, dass sie in einem Register erfasst sind, dessen Inhalte mit den entsprechenden Textstellen verlinkt sind. Je nach Forschungsgegenstand ist vor der Erstellung der WARC-Datei noch eine Bereinigung bzw. Anonymisierung \/ Pseudonymisierung der Daten n\u00f6tig, um sie DSGVO-konform ablegen zu k\u00f6nnen. Dieser Bearbeitungsprozess sollte dabei gut dokumentiert und mitgespeichert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit w\u00e4re die Langzeitarchivierung gesichert \u2013 und Markus Schn\u00f6pf rechnet hier in Centennien, nicht weniger als 500 Jahre strebt er an. Langzeit<em>archvierung<\/em> bedeutet aber eben auch den Abschluss aller Bearbeitung, denn archivierte Dokumente d\u00fcrfen \/ k\u00f6nnen \/ sollten nicht mehr ver\u00e4ndert werden. Die Suche nach einer guten L\u00f6sung f\u00fcr die Langzeitverf\u00fcgbarkeit der Bearbeitbarkeit einer Edition bleibt also weiterhin offen. Der Referent sprach hier eine starke Empfehlung an die Fachcommunity aus, bei der Konzeption und Entwicklung einer digitalen Edition von Beginn an die sp\u00e4tere Langzeitverf\u00fcgbarkeit \/ Langzeitarchivierung mitzudenken. Er forderte dazu auf, im Kontext des Forschungsdatenmanagements digitaler Editionen selbst aktiv an der Entwicklung von Methoden f\u00fcr eine gute Langzeitbereitstellung der Forschungsergebnisse mitzuwirken, das hei\u00dft selbst Best Practice-Beispiele zu entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Diskussion wurde noch einmal die Frage aufgegriffen, wann Zugangsbeschr\u00e4nkungen berechtigt sind und wie man diese gegen Open-Science-Leitlinien der eigenen Institutionen abw\u00e4gt. Auch wurde \u00fcber m\u00f6glichen Datenschutz f\u00fcr die Erfassungsmetadaten innerhalb einer Edition gesprochen, was nach den beschriebenen Leitlinien aber gut mit den M\u00f6glichkeiten der Zugangsbeschr\u00e4nkungen vereinbar ist. Eine schwierige Abw\u00e4gungssache d\u00fcrfte sein, zu entscheiden, wann eine Edition fertig bearbeitet ist und langzeitarchiviert werden kann.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<div class=\"video-container\"><iframe loading=\"lazy\" title=\"Text+ FAIR February 2023 8.2.2023: Accessibility f\u00fcr Digitale Editionen. Impuls von Markus Schn\u00f6pf\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/qOwU5STjVas?feature=oembed&#038;wmode=opaque\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u201eBarrierefreiheit nutzt jedem\u201c<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Im Gegegnsatz zu den auf Maschinenlesbarkeit bezogenen FAIR-Prinzipien nimmt die Frage nach der Barrierefreiheit explizit die Sicht der menschlichen User:innen ein. Hierzu wurde der zweite Impuls von Dr. Marie-Luise Sch\u00fctt und Dr. Susanne Peschke, beide von der Universit\u00e4t Hamburg, pr\u00e4sentiert. Maria-Luise Sch\u00fctt ist Mitarbeiterin im Projekt \u201e<a href=\"https:\/\/www.profale.uni-hamburg.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">ProfaLe2. Qualit\u00e4tsoffensive Lehrerbildung<\/a>\u201c; Susanne Peschke ist Koordinatorin f\u00fcr barrierefreie Dokumente und assistierte Technologien.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Beginn ihres Vortrags wiesen die Referentinnen auf die gesetzlichen Regelungen f\u00fcr Barrierefreiheit hin: Grundlegend ist die UN-Behindertenrechtskonvention (Art. 9, Zug\u00e4nglichkeit). Bereits digitalisierte Texte, wie z. B. auch retrodigitalisierte Editionen, sind ein Instrument, um einen barriere\u00e4rmeren Zugang zu Textinhalten zu erm\u00f6glichen. \u00dcber das blo\u00dfe OCR-Digitalisat hinaus k\u00f6nnen digitalen Editionen die Zug\u00e4nglichkeit jedoch entscheidend verbessern. Dabei ist einiges zu beachten, drei Punkte hoben die Referentinnen hervor:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li> Strategie des universellen Designs<\/li>\n\n\n\n<li>Anwendung der POUR-Prinzipien<\/li>\n\n\n\n<li>Anforderungen an Datenweiterverarbeitung<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Universelles Design (1.) bedeutet z. B., die Platzierung von Funktionselementen zu vereinheitlichen und den Aufbau der Bereitstellungs-\/Pr\u00e4sentationsschicht zu standardisieren. Hier stellten die Referentinnen die Frage an die Fachcommunity, inwieweit sich dieses Konzept mit der tats\u00e4chlichen Editionspraxis verbinden l\u00e4sst. Speziell f\u00fcr webbasierte Ressourcen wurden von der Web Accessibility Initiative (WAI) die <a href=\"https:\/\/www.w3.org\/WAI\/standards-guidelines\/wcag\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Web Content Accessibility Guidelines (WCAG)<\/a> entwickelt, die mit dem Akronym <a href=\"https:\/\/www.w3.org\/WAI\/fundamentals\/accessibility-principles\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">POUR<\/a> (2.) zusammengefasst werden: Percievable (wahrnehmbar), Operable (bedienbar), Understandable (verst\u00e4ndlich), Robust (technisch robust). Um percievable zu sein, sollten z. B. Informationen zu visuellen Elementen wie Bilder mittels eingebundener Alternativtexte oder in den zugeh\u00f6rigen Metadaten beschrieben werden. Ein weiteres Beispiel ist die klare \u2013 textliche \u2013 Auszeichnung von leeren Tabellenzellen als \u201eleer\u201c. Bei einer operablen und robusten Anwendung ist eine Ansteuerung aller Inhalte und Funktionen \u00fcber die Tastatur m\u00f6glich, dies bedingt z. B. die maschinenlesbare Kennzeichnung der funktionalen Steuerungselemente, eine eindeutige Formatierung der verschiedenen Hierarchieebenen in der Gliederung sowie eine klare Strukturierung der Verlinkungen. Speziell zur besseren Verst\u00e4ndlichkeit von digitalen Editionen hilfreich sind erg\u00e4nzende Lesefassungen, da Screenreader abweichende historische Schreibweisen oft nicht gut umsetzen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;F\u00fcr eine barrierearme Datenweiterverarbeitung (3.) schlie\u00dflich ist zum Beispiel ein E-Pub-Format viel besser geeignet als PDFs. Da die verschiedenen Barrieren f\u00fcr nicht-Betroffene oft nicht offensichtlich sind, empfehlen die Referentinnen eine Testung des Projekts durch betroffene User:innen. Dies ist allerdings abh\u00e4ngig von den zur Verf\u00fcgung stehenden Ressourcen. Da nicht immer das Optimum herausgeholt werden kann, verwenden die Referent:innen auch lieber die Formulierung \u201eBarrierearmut\u201c oder einfach \u201eZug\u00e4nglichkeit\u201c statt \u201eBarrierefreiheit\u201c, was eine vollst\u00e4ndige Umsetzung der Anforderungen suggerieren w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dieser Runde wurde besonders engagiert diskutiert, inwiefern wir in der Anpassung der FAIR-Prinzipien f\u00fcr digitale Editionen bei deren originalen Zweckbestimmung \u2013 Maschinenlesebarkeit \u2013 bleiben m\u00fcssen oder ob wir die Sichtweise annehmen, dass es in unserem Feld ohne \u201eMenschenlesbarkeit\u201c nicht geht. Tiefer diskutiert wurde die Frage, welchen Nutzen Lesefassungen haben. Ein Gegenargument war, das eine Lesefassung zwar f\u00fcr Barrierefreiheit gut und sch\u00f6n sei, aber die historisch-kritische Edition eine ganz andere Zielgruppe habe. Zu Recht gaben hier die Referentinnen den Hinweis, dass es durchaus Forscher:innen gibt, die selbst von Einschr\u00e4nkungen betroffen sind.<sup><a href=\"#footnote_6_5904\" id=\"identifier_6_5904\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. auch Katrin Henzel: &bdquo;Vermittlung auf Augenh&ouml;he &ndash; digitale Editionen inklusiv gestaltet&ldquo;, in: editio 36 (2022), Nr. 1, S. 72&ndash;88. https:\/\/doi.org\/10.1515\/editio-2022-0003, hier: S. 75 f.\">6<\/a><\/sup> Dagegen gehalten wurde auch, dass Lesefassungen wissenschaftliche Erkenntnisse \/ Prozesse verk\u00fcrzen oder ganz ausblenden w\u00fcrden und so die wissenschaftliche Arbeit unsichtbar machen. Hier hielt FAIR February-Mitorganisatorin Frederike Neuber von der BBAW dagegen, dass das Gro\u00dfartige am Digitalen ja gerade die Tatsache sei, dass man sich nicht entscheiden m\u00fcsse, sondern beides nebeneinanderstehen und je nach Bedarf eingesetzt werden k\u00f6nne. Schlie\u00dflich kam noch der Hinweis, dass eine Mehrsprachigkeit der Metadaten bis hin zum Thema \u201eEinfache Sprache\u201c zus\u00e4tzlich die Barrierefreiheit erh\u00f6he.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<div class=\"video-container\"><iframe loading=\"lazy\" title=\"Text+ FAIR February 2023: Barrierefreiheit aus User:innensicht. Sch\u00fctt\/Peschke\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/k29NfcQM8gk?feature=oembed&#038;wmode=opaque\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was f\u00fcr den Menschen gut ist, kann f\u00fcr die Maschine nicht schlechter sein<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Welche Schlussfolgerung k\u00f6nnen wir als Text+-Arbeitsgruppe aus diesem Treffen mitnehmen? In der Tat gilt es, die \u201emessy multiplicity\u201c<sup><a href=\"#footnote_7_5904\" id=\"identifier_7_5904\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Merisa Martinez, Wout Dillen, Elli Bleeker, Anna-Maria Sichani, Aodh&aacute;n Kelly: &bdquo;Refining Our Conceptions of &lsquo;Access&rsquo; in Digital Scholarly Editing: Reflections on a Qualitative Survey on Inclusive Design and Dissemination&ldquo;, in: Variants. The Journal of the European Society for Textual Scholarship (2019), Nr. 14, S. 41&ndash;74, https:\/\/doi.org\/10.4000\/variants.1070, hier: S. 67 (&ldquo;We would like this article to stand as a call to action, for the community to come together to generate, and more importantly to implement, a set of guidelines that address access in all its messy multiplicity, from dissemination, to Open Access, code, web accessibility, and finally to diversity.&rdquo;).\">7<\/a><\/sup> von Accessibility in der ganzen Vielfalt aufzugreifen und der Community eine Handreichung durch den Dschungel zu geben. Der FAIR-Pfad ist dabei eben nur ein Teil des Wegs. Auch stellt sich die Frage, wie weit die Fachcommunity die Prinzipien f\u00fcr sich ausdeutet. Die Arbeitsgruppe FAIR Principles for Research Software hat entschieden, sich strikt an die originalen FAIR-Kritierien zu halten.<sup><a href=\"#footnote_8_5904\" id=\"identifier_8_5904\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Neil P. Chue Hong, Daniel S. Katz, Michelle Barker, Anna-Lena Lamprecht, Carlos Martinez, Fotis E. Psomopoulos, Jen Harrow u.&nbsp;a.: FAIR Principles for Research Software (FAIR4RS Principles), 2021, https:\/\/doi.org\/10.15497\/RDA00068.\">8<\/a><\/sup> Die in Zusammenarbeit mit Text+ erarbeiteten FAIR-Kriterien f\u00fcr Reviews in der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/ride.i-d-e.de\/\" target=\"_blank\">Zeitschrift RIDE<\/a> nehmen hingegen auch explizit die Themen Barrierefreiheit und Usability unter dem Punkt Accessible auf.<sup><a href=\"#footnote_9_5904\" id=\"identifier_9_5904\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Frederike Neuber, Tessa Gengnagel,&nbsp;Daniela Schulz: FAIRe Editionen - Kriterien und Evaluation, Text+ Plenary 2022, Mannheim. Zenodo. 2022, https:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.7248907.\">9<\/a><\/sup> Menschen sind letztlich die Nutzenden des Angebots; so hob der FAIR February-Teilnehmer Eckhardt Arnold von der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/badw.de\/die-akademie.html\" target=\"_blank\">Bayerischen Akademie der Wissenschaften<\/a> in der Diskussion hervor, dass eine m\u00f6glichst optimale Nachnutzbarkeit alle Nutzendengruppen einschlie\u00dfen sollte.<sup><a href=\"#footnote_10_5904\" id=\"identifier_10_5904\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. dazu den Leitfaden der Bertelsmann Stiftung: &bdquo;Digitale Barrierefreiheit ist der maximale Grad der Nutzbarkeit eines digitalen Angebots durch so viele User:innen wie m&ouml;glich.&ldquo; (Bertelsmann Stiftung [Hrsg.]: Digitale Barrierefreiheit Ein Leitfaden f&uuml;r zug&auml;nglichere digitale Angebote, G&uuml;tersloh 2021, https:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/en\/publications\/publication\/did\/digitale-barrierefreiheit-1, S. 7). F&uuml;r Katrin Henzel geh&ouml;rt dies auch schlicht zum &bdquo;Grundverst&auml;ndnis &ouml;ffentlich gef&ouml;rderter Forschung&ldquo; (Henzel 2022, S. 72).\">10<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Betrachtet man die Leitlinien f\u00fcr Barrierearmut genauer, zeigt sich schnell, dass durch deren Ber\u00fccksichtigung Mehrwerte entstehen, die gerade auch der FAIR-ness nutzen: Steuerungs- und Strukturelemente klar und deutlich auszuzeichnen, f\u00fchrt grunds\u00e4tzlich zu besseren maschinenverst\u00e4ndlichen Daten, gleiches gilt f\u00fcr das Beispiel der eindeutigen Kennzeichnung von leeren Tabellenzellen oder der textlichen Beschreibung von visuellen Inhalten. So formulierte auch die Referentin Susanne Peschke, dass eine mangelhafte Struktur nicht nur die Bedienbarkeit einschr\u00e4nkt, sondern sich allgemein auf die Datenqualit\u00e4t auswirkt.<sup><a href=\"#footnote_11_5904\" id=\"identifier_11_5904\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. auch Henzel 2022, S. 82, 84.\">11<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Abschlie\u00dfend soll ein Punkt noch einmal hervorgehoben werden: Die Erkenntnis, dass eine Ver\u00f6ffentlichung in Einhaltung der FAIR Prinzipien nicht zwangsl\u00e4ufig als Open Access stattfinden muss, ist ein wichtiger Schl\u00fcssel zum Einstieg in die FAIR-Thematik f\u00fcr jene Projekte, die berechtigte Gr\u00fcnde gegen eine Open-Access-Ver\u00f6ffentlichung (von Teilen) ihrer Daten haben und daher m\u00f6glicherweise bisher von FAIR zur\u00fcckgeschreckt sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Links zu den Pr\u00e4sentationen und Videos auf Zenodo:<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.7851668\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Pr\u00e4sentation von Markus Schn\u00f6pf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.7851644\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Pr\u00e4sentation von Marie-Luise Sch\u00fctt und Susanne Peschke<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Weitere n\u00fctzliche Links<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Checkliste f\u00fcr eine Projektplanung unter Beachtung der Langzeitverf\u00fcgbarkeit der Initiative <a href=\"https:\/\/endings.uvic.ca\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">The Endings Project. Building Sustainable Digital Humanities Projects<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Information zu Tools und Hilfsmittel zur Testung von digitaler Barrierefreiheit auf der <a href=\"https:\/\/www.bundesfachstelle-barrierefreiheit.de\/DE\/Fachwissen\/Informationstechnik\/Testen\/testen_node.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Website der Bundesfachstelle Barrierefreiheit<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.einfach-fuer-alle.de\/umsetzen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Tipps zur Barrierefreiheit von Webangeboten<\/a>, zusammengestellt von der Aktion Mensch<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/wave.webaim.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Online-Evaluierungstool f\u00fcr Accessibility<\/a>, bereitgestellt vom Institute for Disability Research, Policy &amp; Practice an der Utah State University<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#f1f1f1\"><strong>Zitiervorschlag <\/strong><br>Sandra K\u00f6nig: Let&#8217;s talk FAIR &#8211; Die Zug\u00e4nglichkeit digitaler Editionen, in: Text+ Blog, 24.07.2023, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/5904\" target=\"_blank\">https:\/\/textplus.hypotheses.org\/5904<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Beitragsbild: Frank Schulenburg, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\/deed.en\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">CC BY-SA 3.0<\/a>, via <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:San_Francisco%E2%80%93Oakland_Bay_Bridge-_New_and_Old_bridges.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">wikimedia.org<\/a><\/p>\n<ol class=\"footnotes\"><li id=\"footnote_1_5904\" class=\"footnote\">Bislang erschienen: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/5736\" target=\"_blank\">Teil 1 zum Thema Findability<\/a>.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_1_5904\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_2_5904\" class=\"footnote\">A1. (Meta)data are retrievable by their identifier using a standardised communications protocol, A1.1&nbsp;The protocol is open, free, and universally implementable, A1.2&nbsp;The protocol allows for an authentication and authorisation procedure, where necessary.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_2_5904\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_3_5904\" class=\"footnote\">Vgl. Deutsche Forschungsgemeinschaft<em>: Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis. Kodex<\/em>, 2022. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.6472827\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.6472827<\/a>, Leitlinie 13: Herstellung von \u00f6ffentlichem Zugang zu Forschungsergebnissen.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_3_5904\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_4_5904\" class=\"footnote\">A2. Metadata are accessible, even when the data are no longer available.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_4_5904\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_5_5904\" class=\"footnote\">Vgl. dazu auch Peter D\u00e4ngeli, Martin Stuber: \u201eNachhaltigkeit in langj\u00e4hrigen Erschliessungsprojekten\u201c, in: <em>xviii.ch. Schweizerische Zeitschrift f\u00fcr die Erforschung des 18. Jahrhunderts<\/em> (2020), S. 34\u201351, <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.24894\/2673-4419.00004\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/doi.org\/10.24894\/2673-4419.00004<\/a>, hier: S. 37 (digitale Editionen als hochgradig verlinkte, mit dynamischen Funktionen versehene Ressourcen).<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_5_5904\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_6_5904\" class=\"footnote\">Vgl. auch Katrin Henzel: \u201eVermittlung auf Augenh\u00f6he \u2013 digitale Editionen inklusiv gestaltet\u201c, in: <em>editio<\/em> 36 (2022), Nr. 1, S. 72\u201388. <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/doi.org\/10.1515\/editio-2022-0003\" target=\"_blank\">https:\/\/doi.org\/10.1515\/editio-2022-0003<\/a>, hier: S. 75 f.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_6_5904\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_7_5904\" class=\"footnote\">Merisa Martinez, Wout Dillen, Elli Bleeker, Anna-Maria Sichani, Aodh\u00e1n Kelly: \u201eRefining Our Conceptions of \u2018Access\u2019 in Digital Scholarly Editing: Reflections on a Qualitative Survey on Inclusive Design and Dissemination\u201c, in: <em>Variants. The Journal of the European Society for Textual Scholarship<\/em> (2019), Nr. 14, S. 41\u201374, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/doi.org\/10.4000\/variants.1070\" target=\"_blank\">https:\/\/doi.org\/10.4000\/variants.1070<\/a>, hier: S. 67 (\u201cWe would like this article to stand as a call to action, for the community to come together to generate, and more importantly to implement, a set of guidelines that address access in all its messy multiplicity, from dissemination, to Open Access, code, web accessibility, and finally to diversity.\u201d).<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_7_5904\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_8_5904\" class=\"footnote\">Neil P. Chue Hong, Daniel S. Katz, Michelle Barker, Anna-Lena Lamprecht, Carlos Martinez, Fotis E. Psomopoulos, Jen Harrow u.&nbsp;a.: <em>FAIR Principles for Research Software (FAIR4RS Principles)<\/em>, 2021, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/doi.org\/10.15497\/RDA00068\" target=\"_blank\">https:\/\/doi.org\/10.15497\/RDA00068<\/a>.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_8_5904\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_9_5904\" class=\"footnote\">Frederike Neuber, Tessa Gengnagel,&nbsp;Daniela Schulz: <em>FAIRe Editionen &#8211; Kriterien und Evaluation<\/em>, Text+ Plenary 2022, Mannheim. Zenodo. 2022, <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.7248907\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.7248907<\/a>.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_9_5904\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_10_5904\" class=\"footnote\">Vgl. dazu den Leitfaden der Bertelsmann Stiftung: \u201eDigitale Barrierefreiheit ist der maximale Grad der Nutzbarkeit eines digitalen Angebots durch so viele User:innen wie m\u00f6glich.\u201c (Bertelsmann Stiftung [Hrsg.]: <em>Digitale Barrierefreiheit Ein Leitfaden f\u00fcr zug\u00e4nglichere digitale Angebote<\/em>, G\u00fctersloh 2021, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/en\/publications\/publication\/did\/digitale-barrierefreiheit-1\" target=\"_blank\">https:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/en\/publications\/publication\/did\/digitale-barrierefreiheit-1<\/a>, S. 7). F\u00fcr Katrin Henzel geh\u00f6rt dies auch schlicht zum \u201eGrundverst\u00e4ndnis \u00f6ffentlich gef\u00f6rderter Forschung\u201c (Henzel 2022, S. 72).<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_10_5904\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_11_5904\" class=\"footnote\">Vgl. auch Henzel 2022, S. 82, 84.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_11_5904\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autorin: Sandra K\u00f6nig<br \/>\nIm FAIR February 2023 widmete sich Text+ in vier virtuellen Meetups den FAIR-Prinzipien Findability, Accessibility, Interoperability und Reusability. In Teil 2 der Nachbetrachtung geht es um A wie Accessability.<\/p>\n","protected":false},"author":59599,"featured_media":5996,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_license":"","publish_to_discourse":"","publish_post_category":"","wpdc_auto_publish_overridden":"","wpdc_topic_tags":"","wpdc_pin_topic":"","wpdc_pin_until":"","discourse_post_id":"","discourse_permalink":"","wpdc_publishing_response":"","wpdc_publishing_error":"","footnotes":""},"categories":[10,20,571],"tags":[249,404,292],"ppma_author":[1901],"class_list":["post-5904","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-editionen","category-events","category-veranstaltung","tag-fair","tag-fair-february","tag-workshop"],"authors":[{"term_id":1901,"user_id":59599,"is_guest":0,"slug":"sandrakoenig","display_name":"Sandra K\u00f6nig","avatar_url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/362399efbfc1de2556be3c2e94d4db9637421659bc2d0c9d80bc6e097994c28c?s=96&d=blank&r=g","1":"","2":"","3":"","4":"","5":"","6":"","7":"","8":""}],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5904","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/users\/59599"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5904"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5904\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8603,"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5904\/revisions\/8603"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5996"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5904"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5904"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5904"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/ppma_author?post=5904"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}