{"id":2895,"date":"2022-12-19T11:48:57","date_gmt":"2022-12-19T10:48:57","guid":{"rendered":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/?p=2895"},"modified":"2023-06-02T11:13:48","modified_gmt":"2023-06-02T09:13:48","slug":"cfp-digitales-edieren-gestern-heute-und-morgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/2895","title":{"rendered":"CfP: Digitales Edieren gestern, heute und morgen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Eine wissenschaftliche Tagung an der Herzog August Bibliothek Wolfenb\u00fcttel vom 25.-27. September 2023<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Internetedition, elektronische Edition, digitale Edition<\/em>\u2026 zahlreiche Begrifflichkeiten wurden in den letzten Jahrzehnten f\u00fcr die digitale Aufbereitung wissenschaftlich gesicherter Texte f\u00fcr die Forschung verwendet. Im <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.digitale-edition.de\/exist\/apps\/editions-browser\/index.html\" target=\"_blank\">Katalog von Patrick Sahle<\/a> (v 4.0, 2020ff) sind aktuell 817 \u201cDigital Scholarly Editions\u201d aufgef\u00fchrt. Vereinzelt handelt es sich bei den aufgelisteten Projekten noch um Publikationen auf CD-ROM. Die Zeitspanne umfasst die 80er Jahre bis heute, mit g\u00e4nzlich unterschiedlichen Edenda, folglich ebenso unterschiedlichem editorischem Vorgehen, verschiedenen Editionstypen und technischen Umsetzungen. Der Blick in den Katalog zeigt deutlich die Dynamik der Entwicklungen und damit ebenso die Breite der heutigen Editionslandschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 2003 publizierte auch die Herzog August Bibliothek ihre erste \u201cInternetedition\u201d. Neben der Bereitstellung bisher unver\u00f6ffentlichter <a href=\"http:\/\/diglib.hab.de\/edoc\/ed000005\/startx.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Briefe von Athanasius Kircher<\/a> ging es dabei konzeptionell vor allem um die Erprobung der Textauszeichnung nach TEI-XML im bibliothekarischen Kontext und damit insbesondere der Frage nach der Einbindung von Originalquellen und Forschungsliteratur. Heute kann die Verwendung der TEI-Guidelines als etablierter Standard gelten. Aber dennoch: Die letzten Jahrzehnte waren auch im Bereich der Editionsphilologie durch zahlreiche \u00c4nderungen gepr\u00e4gt. Neben einer Pluralisierung des Textverst\u00e4ndnisses, eines zunehmend diversifizierten Textbegriffes, eines erweiterten Kreises von Rezipient:innen und (Nach)Nutzungsszenarien, neuer technischer M\u00f6glichkeiten, sind hier auch ge\u00e4nderte F\u00f6rderbedingungen und entstandene Forschungsinfrastrukturen zu nennen. Editionsvorhaben m\u00fcssen jeweils auf diese ge\u00e4nderten Rahmenbedingungen reagieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Zentrum der Tagung, die vom <strong>25. bis 27. September 2023<\/strong> anl\u00e4sslich des 20j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums der digitalen Editionst\u00e4tigkeit an der Herzog August Bibliothek Wolfenb\u00fcttel stattfindet, soll die Er\u00f6rterung sowohl theoretischer als auch praktischer Fragen stehen. Ziel ist eine aktuelle Standortbestimmung, die bisherige Entwicklungen miteinbezieht und kritisch reflektiert sowie die Formulierung von Perspektiven f\u00fcr die Zukunft.<\/p>\n\n\n\n<p>Folgende Themen konkretisieren beispielhaft die <strong>Schwerpunktsetzung <\/strong>der Veranstaltung:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>historische Betrachtung und Einordnung digitalen Edierens in den letzten Jahrzehnten<\/li><li>vergangene, heutige und zuk\u00fcnftige Herausforderungen digitalen Edierens sowohl in philologischer als auch in technisch-praktischer Hinsicht<\/li><li>Standardisierung vs. Innovation<\/li><li>Offenheit vs. Abgeschlossenheit<\/li><li>etablierte und innovative Softwarel\u00f6sungen<\/li><li>Niederschlag eines zunehmend diversifizierten Textbegriffes und\/oder erweiterter Nutzer:innengruppen sowie -szenarien<\/li><li>M\u00f6glichkeiten und Herausforderungen in der Einbeziehung weiterer Medien (neben dem Text) und deren Stellenwert<\/li><li>ge\u00e4nderte Rahmenbedingungen, Kontexte (z.B. Nationale Forschungsdateninfrastruktur), Anspr\u00fcche und zunehmende Anforderungen (z.B. FDM, FAIR- bzw. CARE-Prinzipien)<\/li><li>Ma\u00dfnahmen zur FAIRness digitaler Editionen<\/li><li>Rezeption digitaler Editionen<\/li><li>Anschlussf\u00e4higkeit laufender und abgeschlossener Editionsprojekte<\/li><li>Lehren f\u00fcr die Zukunft<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Wir laden Forschende aller Fachrichtungen herzlich ein, sich mit einem etwa 20-min\u00fctigen Vortrag an diesen Diskussionen zu beteiligen. Die Tagungssprache ist Deutsch. Vortr\u00e4ge sind auch auf Englisch m\u00f6glich. Wir bitten um Einreichung eines Expos\u00e9s im Umfang von maximal 750 W\u00f6rtern zusammen mit einem kurzen Lebenslauf und Kontaktdaten (Email, Postadresse) bis zum <strong>10.02.2023<\/strong> an schulz[at]hab.de. Von reinen Projektvorstellungen bitten wir abzusehen. Ein Bezug zum \u00fcbergreifenden Thema der Tagung sollte im Expos\u00e9 deutlich werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem NFDI-Konsortium Text+ statt. Eine Ver\u00f6ffentlichung von Beitr\u00e4gen ist geplant. Vorbehaltlich der Verf\u00fcgbarkeit entsprechender Mittel, k\u00f6nnen Reise- und \u00dcbernachtungskosten der Referent:innen zumindest anteilig \u00fcbernommen werden. Um flexibel auf die zum Zeitpunkt der Ausrichtung geltenden Rahmenbedingungen reagieren zu k\u00f6nnen, ist die Tagung als hybride Veranstaltung geplant.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir freuen uns auf Ihre Ideen und Beitr\u00e4ge!<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Informationen finden sich auf der Event-Seite unter <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/events.gwdg.de\/event\/363\/\" target=\"_blank\">https:\/\/events.gwdg.de\/event\/363\/<\/a>, die regelm\u00e4\u00dfig aktualisiert wird. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Daniela Schulz (schulz[at]hab.de).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#f1f1f1\"><strong>Zitiervorschlag <\/strong><br>Text+ Blog-Redaktion: CfP: Digitales Edieren gestern, heute und morgen, in: Text+ Blog, 19.12.2022, <a href=\"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/2895\">https:\/\/textplus.hypotheses.org\/2895<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Internetedition, elektronische Edition, digitale Edition\u2026 zahlreiche Begrifflichkeiten wurden in den letzten Jahrzehnten f\u00fcr die digitale Aufbereitung wissenschaftlich gesicherter Texte f\u00fcr die Forschung verwendet. Im Katalog von Patrick Sahle (v 4.0, 2020ff) sind aktuell 817 \u201cDigital Scholarly Editions\u201d aufgef\u00fchrt. Vereinzelt handelt es sich bei den aufgelisteten Projekten noch um Publikationen auf CD-ROM. 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