{"id":16347,"date":"2026-02-16T14:50:32","date_gmt":"2026-02-16T13:50:32","guid":{"rendered":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/?p=16347"},"modified":"2026-02-16T14:50:34","modified_gmt":"2026-02-16T13:50:34","slug":"textplus-08-multimodale-musiktexte-online-von-der-idee-zur-umsetzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/16347","title":{"rendered":"Text+Plus, #08: Multimodale Musiktexte online. Von der Idee zur Umsetzung"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-bottom has-background\" style=\"background-color:#245787;grid-template-columns:30% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"236\" src=\"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2023\/08\/Beitragsbild_Com_L16-0320-0002-0002-500x236.jpg\" alt=\"Schwarzwei\u00dffotografie: Blick in die Kuppel des &quot;Man in the Community Pavillon&quot; auf der Expo 1967 in Montreal.\" class=\"wp-image-6886 size-full\" srcset=\"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2023\/08\/Beitragsbild_Com_L16-0320-0002-0002-500x236.jpg 500w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2023\/08\/Beitragsbild_Com_L16-0320-0002-0002-300x142.jpg 300w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2023\/08\/Beitragsbild_Com_L16-0320-0002-0002-150x71.jpg 150w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2023\/08\/Beitragsbild_Com_L16-0320-0002-0002-520x245.jpg 520w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2023\/08\/Beitragsbild_Com_L16-0320-0002-0002.jpg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-white-color has-text-color has-x-large-font-size\" style=\"font-style:italic;font-weight:500\">#08: DigiMusTh<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#f1f1f1\">Jedes Jahr f\u00f6rdert Text+ Kooperationsprojekte mit einer Laufzeit von maximal 12 Monaten. Bewerben k\u00f6nnen sich Einzelpersonen, Arbeitsgruppen, Forschungsverb\u00fcnde und Forschungseinrichtungen. In der Blog-Reihe Text+Plus geben sie Einblick in ihre Arbeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Handelt es sich beim Dur- und Moll-<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dreiklang\">Dreiklang<\/a> um gleichrangige Kategorien? Diese Frage besch\u00e4ftigte im 19. Jahrhundert die deutschsprachige Musiktheorie und ist als Dualismusdebatte in die Musikgeschichte eingegangen. Das Text+-Kooperationsprojekt DigiMusTh hat eine digitale Textsammlung von musiktheoretischen Schriften dieser Debatte aufgebaut. Die Texte dieser Sammlung sind nicht nur inhaltlich, sondern auch formal interessant, da sie neben verbalem Text<sup><a href=\"#footnote_1_16347\" id=\"identifier_1_16347\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Wildfeuer, Janina, John A. Bateman, Tuomo Hiippala: Multimodalit&auml;t. Grundlagen, Forschung und Analyse &ndash; Eine problemorientierte Einf&uuml;hrung, Berlin\/Boston 2020, DOI: https:\/\/doi.org\/10.1515\/9783110495935, S. 7.\">1<\/a><\/sup> auch Musiknotationen, mathematische Ausdr\u00fccke und Diagramme enthalten, also multimodal sind. Die im Rahmen des Projekts erstellte (erweiterbare) Textsammlung liefert einerseits wichtige Einblicke in die Dualismusdebatte in der Musiktheorie im deutschsprachigen Raum des 19. Jahrhunderts und stellt andererseits beispielhaft dar, wie die Integration verschiedener Arten von Text bei der Digitalisierung und Ver\u00f6ffentlichung erfolgen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Rahmen des Kooperationsprojekts wurden schon digitalisierte Texte aus dem Vorg\u00e4ngerprojekt <a href=\"https:\/\/dcmlab.github.io\/ddd\/\">Digitizing the Dualism Debate<\/a> (ddd) weiterverarbeitet und tiefer erschlossen. Au\u00dferdem entstand eine <a href=\"https:\/\/fabianmoss.github.io\/digimusth\/\">Webseite<\/a>, auf der die Texte inklusive Suchfunktion und Registern in all ihrer Vielf\u00e4ltigkeit \u2013 verbalem Text, Musiknotationen, mathematische Ausdr\u00fccke, Diagramme \u2013 pr\u00e4sentiert werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1418\" src=\"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2026\/02\/Abb-1_Klinger-scaled.png\" alt=\"Screenshot eines Textausschnitts mit farblich hinterlegten\u00a0Orten, Zeitangaben, Autoren, Werken, Konzepten und musiktheoretischen Begriffen.\" class=\"wp-image-16408\" srcset=\"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2026\/02\/Abb-1_Klinger-scaled.png 2560w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2026\/02\/Abb-1_Klinger-300x166.png 300w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2026\/02\/Abb-1_Klinger-500x277.png 500w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2026\/02\/Abb-1_Klinger-150x83.png 150w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2026\/02\/Abb-1_Klinger-768x425.png 768w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2026\/02\/Abb-1_Klinger-1536x851.png 1536w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2026\/02\/Abb-1_Klinger-2048x1134.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 1: Auf der Webseite werden vier Arten von Named Entities unterschieden, die sich in unterschiedlichen Farben hinterlegen lassen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Digitalisierung von multimodalen Texten<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Digitalisierung der multimodalen Texte fand in mehreren Schritten statt. Zuerst wurde der Text im klassischen Sinne mittels der OCR-Software <em>Transkribus<\/em> digitalisiert. Als n\u00e4chstes wurden die Musiknotationen manuell transkribiert und nach MEI (Music Encoding Initiative, ein Codierungsformat f\u00fcr Musiknotation) transformiert.<sup><a href=\"#footnote_2_16347\" id=\"identifier_2_16347\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Diese Schritte wurden schon im Rahmen des Vorg&auml;ngerprojekts ddd erledigt.\">2<\/a><\/sup> Der transkribierte verbale Text wurde in ein TEI-konformes Datenmodell \u00fcbertragen und mit den MEI-Dateien verkn\u00fcpft. Daraufhin konnten auch bei der Transkription ignorierte Teile des Texts, wie mathematische Ausdr\u00fccke und Inline-Diagramme, manuell transkribiert bzw. inkludiert werden. Die mathematischen Ausdr\u00fccke wurden in LaTeX transkribiert.<sup><a href=\"#footnote_3_16347\" id=\"identifier_3_16347\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Wir haben uns f&uuml;r die Transkription mit LaTeX entschieden, da diese weniger fehleranf&auml;llig als eine manuelle Transkription in MathML ist. Bei Bedarf k&ouml;nnen die LaTeX-Ausdr&uuml;cke zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt in MathML transformiert werden.\">3<\/a><\/sup> Die Diagramme wurden aus den vorhandenen gescannten Faksimiles ausgeschnitten und als PNG-Dateien mit den TEI-Daten verkn\u00fcpft. Im Rahmen des Projekts haben wir jedoch auch mit der manuellen Transkription der Diagramme als SVG (<a href=\"https:\/\/www.w3.org\/TR\/SVG11\/\">Scalable Vector Graphics<\/a>) experimentiert. Die Ergebnisse waren vielversprechend und stehen bei GitHub als <a href=\"https:\/\/github.com\/TEI-Music-SIG\/examples\">Minimalbeispiele<\/a> zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die gro\u00dfe Herausforderung dabei war, den verschiedenen verwendeten Standards gerecht zu werden und die erfolgreiche Verlinkung zwischen den verschiedenen Formaten zu gew\u00e4hrleisten. Au\u00dferdem musste die Modellierung der Daten in einer Art erfolgen, die die sp\u00e4tere Pr\u00e4sentation auf m\u00f6glichst einfachem Wege erm\u00f6glicht. Im Laufe des Projekts wurden durch die Komplexit\u00e4t der Texte immer wieder neue Bedarfe entdeckt, auf die dann flexibel eingegangen werden musste \u2013 oft auch mit der ganz pragmatischen Frage im Hintergrund, welche Erschlie\u00dfungstiefe oder -dichte man im Projekt erreichen m\u00f6chte und ob das mit den verf\u00fcgbaren Ressourcen leistbar ist. Die erarbeiteten TEI\/XML-Daten sind \u00fcber das <a href=\"https:\/\/github.com\/fabianmoss\/digimusth\/tree\/data\">GitHub-Repository des Projekts<\/a> einsehbar.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2110\" height=\"1128\" src=\"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2026\/02\/Abb-2_Klinger.png\" alt=\"Screenshot der Personenseite von Johann Anton Andr\u00e9 aus dem Personenindex.\" class=\"wp-image-16409\" srcset=\"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2026\/02\/Abb-2_Klinger.png 2110w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2026\/02\/Abb-2_Klinger-300x160.png 300w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2026\/02\/Abb-2_Klinger-500x267.png 500w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2026\/02\/Abb-2_Klinger-150x80.png 150w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2026\/02\/Abb-2_Klinger-768x411.png 768w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2026\/02\/Abb-2_Klinger-1536x821.png 1536w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2026\/02\/Abb-2_Klinger-2048x1095.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2110px) 100vw, 2110px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 2: Beispiel f\u00fcr einen Eintrag im Personenindex. Neben einem Link zum GND-Normdatensatz werden alle relevanten Textstellen aufgelistet.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Statische Webseite mit Minimal-Publishing-Ansatz<\/h2>\n\n\n\n<p>Bei der Gestaltung der Webseite war uns wichtig, dass der technische Aufwand f\u00fcr die Repr\u00e4sentation der multimodalen Texte in all ihren Facetten m\u00f6glichst gering sein sollte. Die Zielstellung war also eine statische Webseite auf <a href=\"https:\/\/docs.github.com\/en\/pages\">GitHub-Pages<\/a>, die nur mit lokal abgelegten JavaScript-Libraries, ohne externe Abh\u00e4ngigkeiten, angereichert werden sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Webseite wurde mit <a href=\"https:\/\/jekyllrb.com\/\">Jekyll<\/a> und <a href=\"https:\/\/minicomp.github.io\/ed\/\">Ed<\/a> gebaut. Die in TEI codierten Texte werden mittels <a href=\"https:\/\/github.com\/TEIC\/CETEIcean\">CETEIcean<\/a> in HTML umgewandelt und so im Web Browser angezeigt. In MEI codierte Musiknotationen werden \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.verovio.org\/index.xhtml\">Verovio<\/a>, das die \u00dcberf\u00fchrung von MEI-Code in SVG erm\u00f6glicht, dargestellt. Die Darstellung der in LaTeX codierten mathematischen Ausdr\u00fccke l\u00e4uft \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.mathjax.org\/\">MathJax<\/a>. Wie genau die verschiedenen Elemente des Tech-Stacks miteinander interagieren, l\u00e4sst sich durch die auf Zenodo ver\u00f6ffentlichte <a href=\"http:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.17974933\">Projektdokumentation<\/a> und\/oder einen Besuch auf dem <a href=\"https:\/\/github.com\/fabianmoss\/digimusth\/tree\/page\">page-branch vom GitHub-Repo des Projekts<\/a> nachvollziehen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"390\" src=\"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2026\/02\/Abb-3_Klinger-500x390.png\" alt=\"Screenshot der Suchfunktion, mit dem Suchbegriff Accord als Beispiel.\" class=\"wp-image-16416\" srcset=\"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2026\/02\/Abb-3_Klinger-500x390.png 500w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2026\/02\/Abb-3_Klinger-300x234.png 300w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2026\/02\/Abb-3_Klinger-150x117.png 150w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2026\/02\/Abb-3_Klinger-768x600.png 768w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2026\/02\/Abb-3_Klinger-1536x1199.png 1536w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2026\/02\/Abb-3_Klinger-2048x1599.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 3: Die Suchfunktion zeigt alle Texte an, die das gesuchte Wort enthalten. Klickt man auf einen der Texttitel, klappt eine Liste mit allen Treffern auf.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Auf der Webseite lassen sich die erschlossenen musiktheoretischen Texte anzeigen. Im verbalen Text als Named Entities oder musiktheoretische Konzepte ausgezeichneten Begriffe lassen sich durch ein Auswahlmen\u00fc im Footer der Seite in verschiedenen Farben hinterlegen (siehe Abb. 1). Neben den Texten stehen auf der Webseite au\u00dferdem Indices f\u00fcr Personen, Orte und Werke zur Verf\u00fcgung. Hier werden die Named Entities samt Link zu Normdatens\u00e4tzen in der GND und Wikidata sowie einer Liste relevanter Textstellen aufgef\u00fchrt (siehe Abb. 2). Dar\u00fcber hinaus kann der verbale Text \u00fcber eine Suche gezielt untersucht werden. Gefundene Treffer werden nach Texten sortiert angezeigt, Treffer einzelner Texte k\u00f6nnen nach Belieben aus- und eingeklappt werden (siehe Abb. 3). Mit Klick auf eines der Suchergebnisse gelangt man zur relevanten Stelle im Text. Die gefundenen Instanzen des Suchbegriffs werden gelb hinterlegt (siehe Abb. 4).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"349\" src=\"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2026\/02\/Abb-4_Klinger-500x349.png\" alt=\"Screenshot eines Textausschnitts, in dem alle \u00fcber die Suche gefundenen Instanzen des Suchbegriffs &quot;Accord&quot; farblich hervorgehoben\u00a0sind\" class=\"wp-image-16423\" srcset=\"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2026\/02\/Abb-4_Klinger-500x349.png 500w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2026\/02\/Abb-4_Klinger-300x210.png 300w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2026\/02\/Abb-4_Klinger-150x105.png 150w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2026\/02\/Abb-4_Klinger-768x536.png 768w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2026\/02\/Abb-4_Klinger-1536x1073.png 1536w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2026\/02\/Abb-4_Klinger-2048x1431.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 4: Gelangt man \u00fcber die Suche in einen Text, werden die Treffer gelb hinterlegt.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p>Unsere Webseite zeigt, dass die Anzeige multimodaler Texte grunds\u00e4tzlich mit Minimal Publishing zu bewerkstelligen ist. Im Detail haben sich jedoch immer wieder Probleme ergeben, die ein tiefes technisches Verst\u00e4ndnis und einiges an Zeit und Experimentierfreudigkeit erforderten. Dazu geh\u00f6rte die Darstellung der Fu\u00dfnoten und insbesondere von Fu\u00dfnoten in Fu\u00dfnoten oder auch die Anpassung der Gr\u00f6\u00dfen von eingebetteten Grafiken oder Musiknotationen in Abh\u00e4ngigkeit von ihrer Position im Text (als Block, inline oder in einer Fu\u00dfnote). Wie genau diese und weitere Probleme im Projekt gel\u00f6st wurden, erl\u00e4utern wir in der umfassenden <a href=\"http:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.17974933\">Projektdokumentation<\/a>, die bei Zenodo ver\u00f6ffentlicht wurde. Neben dem Aufbau \u00e4hnlicher Textsammlungen soll die Projektdokumentation auch dazu dienen, die Erweiterung unserer Textsammlung zu erm\u00f6glichen. Das umfassende Erschlie\u00dfen multimodaler Texte hat sich als sehr m\u00e4chtiger Ansatz erwiesen, da somit endlich die semantische Vernetzung unterschiedlicher Arten von Text m\u00f6glich gemacht wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Projekt (Laufzeit 01\/2025 \u2013 12\/2025) wurde am Zentrum f\u00fcr Philologie und Digitalit\u00e4t (ZPD) der Julius-Maximilians-Universit\u00e4t W\u00fcrzburg realisiert. In Text+ ist es der <a href=\"https:\/\/text-plus.org\/ueber-uns\/arbeitsbereiche\/collections\/\">Datendom\u00e4ne Collections<\/a> zugeordnet. Die Projektleitung lag bei <a href=\"https:\/\/fabian-moss.de\/\">Prof. Dr. Fabian C. Moss<\/a>. Das Projekt wurde au\u00dferdem von <a href=\"http:\/\/torstenroeder.de\/\">Dr. Torsten Roeder<\/a>, Corinna Keupp, Janina Marie Roth und Jana Klinger bearbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Beitragsbild: ETH-Bibliothek Z\u00fcrich, Bildarchiv \/ Fotograf: Metzger, Jack \/ Com_L16-0320-0002-0002 \/ CC BY-SA 4.0, <a href=\"http:\/\/doi.org\/10.3932\/ethz-a-000969258\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">http:\/\/doi.org\/10.3932\/ethz-a-000969258<\/a>.<\/p>\n<ol class=\"footnotes\"><li id=\"footnote_1_16347\" class=\"footnote\">Vgl. Wildfeuer, Janina, John A. Bateman, Tuomo Hiippala: Multimodalit\u00e4t. Grundlagen, Forschung und Analyse \u2013 Eine problemorientierte Einf\u00fchrung, Berlin\/Boston 2020, DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1515\/9783110495935\">https:\/\/doi.org\/10.1515\/9783110495935<\/a>, S. 7.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_1_16347\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_2_16347\" class=\"footnote\">Diese Schritte wurden schon im Rahmen des Vorg\u00e4ngerprojekts ddd erledigt.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_2_16347\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_3_16347\" class=\"footnote\">Wir haben uns f\u00fcr die Transkription mit LaTeX entschieden, da diese weniger fehleranf\u00e4llig als eine manuelle Transkription in MathML ist. Bei Bedarf k\u00f6nnen die LaTeX-Ausdr\u00fccke zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt in MathML transformiert werden.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_3_16347\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autorin: Jana Klinger<br \/>\nHandelt es sich beim Dur- und Moll-Dreiklang um gleichrangige Kategorien? Diese Frage besch\u00e4ftigte im 19. Jahrhundert die deutschsprachige Musiktheorie und ist als Dualismusdebatte in die Musikgeschichte eingegangen. 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