{"id":10982,"date":"2024-07-24T17:23:28","date_gmt":"2024-07-24T15:23:28","guid":{"rendered":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/?p=10982"},"modified":"2024-07-24T17:23:29","modified_gmt":"2024-07-24T15:23:29","slug":"lets-talk-fair-again-nachbetrachtung-zum-zweiten-fair-february","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/10982","title":{"rendered":"Let\u2019s talk FAIR again. Nachbetrachtung zum zweiten FAIR February"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Autor:innen:<\/strong> Philipp Hegel, Sandra K\u00f6nig, Karoline Lemke, Harald Lordick, Daniela Schulz, Lukas Weimer<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"236\" src=\"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2023\/06\/FAIR-February_Schriftzug_ohne-Hintergrund-e1705071807645-500x236.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-5864\" style=\"width:306px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2023\/06\/FAIR-February_Schriftzug_ohne-Hintergrund-e1705071807645-500x236.png 500w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2023\/06\/FAIR-February_Schriftzug_ohne-Hintergrund-e1705071807645-300x141.png 300w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2023\/06\/FAIR-February_Schriftzug_ohne-Hintergrund-e1705071807645-150x71.png 150w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2023\/06\/FAIR-February_Schriftzug_ohne-Hintergrund-e1705071807645-520x245.png 520w, https:\/\/textplus.hypotheses.org\/files\/2023\/06\/FAIR-February_Schriftzug_ohne-Hintergrund-e1705071807645.png 666w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Im FAIR February 2024 widmete sich die Task Area Editions von Text+ bereits zum zweiten Mal in einer virtuellen Veranstaltung w\u00f6chentlich den vier FAIR-Prinzipien <em>Findability, Accessibility, Interoperability und Reusability<\/em>, die sich seit ihrer<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/sdata.2016.18\"> Ver\u00f6ffentlichung 2016 in <em>Scientific Data<\/em><\/a> zu Leitlinien im Forschungsdatenmanagement und auch innerhalb der Digital Humanities entwickelt haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Veranstaltungsreihe, die im<a href=\"https:\/\/events.gwdg.de\/event\/413\/\"> Februar 2023<\/a> ihren Anfang nahm, wandte sich erneut an Forschende und Mitarbeitende in laufenden und geplanten Editionsprojekten, analog wie digital, sowie an Interessierte aus den Digital Humanities und der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI). Ziel war es, \u00fcber die FAIR-Prinzipien und ihre Anwendung im Kontext wissenschaftlicher Editionen zu diskutieren:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Was bedeuten die einzelnen Prinzipien ganz konkret f\u00fcr Editionen?<\/li>\n\n\n\n<li>Welche Unklarheiten und L\u00fccken gibt es?<\/li>\n\n\n\n<li>An welcher Stelle bedarf es einer Ausdifferenzierung?<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Erste Gespr\u00e4chsimpulse gaben Expert:innen verschiedener Fachbereiche aus technischer, editionswissenschaftlicher und bibliothekarischer Sicht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u201eF\u201d wie Findability \u2013 Vom Suchen und Finden relevanter Ressourcen<\/h2>\n\n\n\n<p>Anna Lingnau, Projektkoordinatorin des an der Herzog August Bibliothek Wolfenb\u00fcttel angesiedelten <a href=\"https:\/\/katalog.fid-bbi.de\/\">Fachinformationsdienstes Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaft (FID BBI)<\/a>, ging in ihrem Impulsvortrag \u201eAuf Schatzsuche: Fachrelevante Forschungsdaten identifizieren, filtern und auffindbar machen\u201c der Frage nach, wie Metadaten beschaffen sein m\u00fcssen, damit die durch sie charakterisierten Forschungsdaten gut auffindbar sind. Sie betonte, dass Findbarkeit bereits mit der Wahl des Repositoriums beginnt. Dabei griff sie auf Erfahrungen aus der eigenen Arbeit in der Erfassung von Forschungsdaten zur\u00fcck: Das Finden von Forschungsdaten beim US-amerikanischen Anbieter <a href=\"https:\/\/figshare.com\/\">figshare<\/a> erwies sich aufgrund freier Verschlagwortung und fehlender Sacherschlie\u00dfung als \u00e4u\u00dferst m\u00fchsam. Lingnau hob die Rolle der Fachinformationsdienste auch in der Bereitstellung und Aufbereitung von Forschungsdaten hervor. Sie kennen die Bedarfe der Communities, beraten und vermitteln und b\u00fcndeln fachrelevante Forschungsdaten in ihren Portalen.<\/p>\n\n\n\n<p>Den zweiten Impulsvortrag hielten Nils Gei\u00dfler vom Cologne Center for eHumanities (<a href=\"https:\/\/cceh.uni-koeln.de\/\">CCeH<\/a>) und Fachinformationsdienst Philosopie (<a href=\"https:\/\/philportal.de\/\">FID Philosophie<\/a>) und Tobias Gradl vom Lehrstuhl f\u00fcr Medieninformatik der Universit\u00e4t Bamberg (<a href=\"https:\/\/www.uni-bamberg.de\/minf\/\">MInfBA<\/a>). Sie nahmen mit \u201eFindbare Editionen in der Text+ Registry\u201c die Perspektive derjenigen in den Blick, die eine Registry, also ein System zum Auffinden von Ressourcen, aufbauen. Eine Herausforderung f\u00fcr die Konzeption der Registry sind (Text+-)dom\u00e4nenspezifische Datenmodelle. Am Beispiel der Datendom\u00e4ne Editionen f\u00fchrten sie zum einen in das elaborierte Datenmodell ein, das geeignet sein soll, die gesamte Breite der Editionslandschaft mit ihren vielf\u00e4ltigen Spezifika und Ausformungen (gedruckt, digital, hybrid etc.) bestm\u00f6glich zu erfassen, gleichzeitig aber handhabbar genug, um mittels eines sog. Minimaleintrags die Erfassung gr\u00f6\u00dferer Mengen an Editionen zu erm\u00f6glichen. Zum anderen wurden bereits implementierte und zuk\u00fcnftig geplante Formen des Dateningests vorgestellt.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>In der anschlie\u00dfenden Diskussion wurde thematisiert, wie man mit Pflichtfeldern eine qualit\u00e4tsvollere Datenerfassung steuern kann \u2013 jedoch auch Gefahr l\u00e4uft, Nutzende abzuschrecken. Aufgegriffen wurde die Frage, wie man digitale Editionen in Bibliothekskatalogen findbarer machen kann. Aktuell werden digitale Editionen im Gegensatz zu ihren gedruckten Pendants i.d.R. nicht in diesen erfasst, sodass eine umfassende Recherche von Editionen unabh\u00e4ngig von ihrer Ausgabeform nicht m\u00f6glich ist. Allerdings sind Bibliothekskataloge nicht die einzige Grundlage f\u00fcr Recherchen: Datenbanken bzw. Informationssysteme der F\u00f6rdermittelgeber, dedizierte Kataloge digitaler Editionen, vorhandene fachliche Zusammenstellungen wie z.B. von Fachinformationsdiensten sind wertvolle Quellen, die Ber\u00fccksichtigung finden sollen. Die sehr unterschiedliche Granularit\u00e4t der vorliegenden Informationen und die verschiedenen Erfassungsmodelle erschweren dies jedoch. Abschlie\u00dfend kam zur Sprache, dass gerade auch f\u00fcr Editionen, die selbst nicht mehr zur Verf\u00fcgung stehen, die beschreibenden Metadaten nach wie vor relevant sind \u2013 im Idealfall verweisen sie auf weitere Editionen des Werks und unterst\u00fctzen somit deren Findbarkeit.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u201eA\u201d wie Accessibility \u2013 Zur vielf\u00e4ltigen Bedeutung von Zug\u00e4nglichkeit<\/h2>\n\n\n\n<p>Das FAIR-Prinzip Accessibility fragt nach den Bedingungen der Zug\u00e4nglichkeit (frei, zugangsbeschr\u00e4nkt o.\u00e4.) von Daten. Das Prinzip wird oft mit Open Access in Verbindung gebracht, tats\u00e4chlich geht es aber vor allem um ein Transparentmachen der Bedingungen, die f\u00fcr einen Zugriff zu erf\u00fcllen sind. So k\u00f6nnen auch stark gesch\u00fctzte und private Daten FAIR sein, sofern sie oder ihre Metadaten \u2013 z. B. nach der Erstellung eines pers\u00f6nlichen Accounts oder vergleichbarer Bedingungen \u2013 ohne spezielle oder propriet\u00e4re Werkzeuge, kostenlos und weltweit abgerufen werden k\u00f6nnen. Dies gilt auch f\u00fcr die Aufrechterhaltung des Zugangs zu Metadaten, wenn die Daten selbst nicht oder nicht mehr zug\u00e4nglich sind. Der Fokus liegt daneben aber auch auf den technischen Vorgaben durch einen Vermittler wie z.B. Schnittstellen oder einen Webbrowser \u2013 Stichwort \u201eWeb Accessibility\u201d. Nicht zuletzt hat also auch die Wahl des Ablageorts\/Repositoriums und deren Nutzungsoberfl\u00e4che direkten Einfluss auf die Zug\u00e4nglichkeit der vorgehaltenen Daten.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter dem Titel \u201eHow FAIR is Web Accessibility\u201d stellte Gastredner Wout Dillen, Projektleiter von <a href=\"https:\/\/www.huminfra.se\/\">HUMINFRA<\/a> (<a href=\"https:\/\/www.hb.se\/en\/\">University of Boras<\/a>), die These auf, dass es eine Verwirrung hinsichtlich der Konzepte von Zug\u00e4nglichkeit gebe, auch in Verbindung mit den FAIR-Prinzipien. F\u00fcr Dillen sei das Konzept der Accessibility digitaler wissenschaftlicher Editionen vielschichtiger, der Aspekt des Web Access beispielsweise wird in den FAIR-Prinzipien gar nicht erw\u00e4hnt. Seine \u00dcberlegungen gr\u00fcnden auf einer qualitativen Umfrage aus dem Jahr 2017<sup><a href=\"#footnote_1_10982\" id=\"identifier_1_10982\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Die Ergebnisse der &uuml;ber f&uuml;nf Monate laufenden Umfrage &ndash; 109 Profile der 219 eingegangenen Antworten waren vollst&auml;ndig ausgef&uuml;llt &ndash; wurden in dem Beitrag &bdquo;Refining our Conceptions of ,Access&rsquo; in Digital Scholarly Editing: Reflections on a Qualitative Survey on Inclusive Design and Dissemination&rdquo; von Merisa Martinez, Wout Dillen, Elli Bleeker, Anna-Maria Sichani und Aodh&aacute;n Kelly ausgewertet. Vgl. Variants 14, 2019. DOI: 10.4000\/variants.1070\">1<\/a><\/sup> &#8211; einer Zeit, bevor die FAIR-Prinzipien als Leitlinien f\u00fcr das FDM breit rezipiert wurden -, deren Ergebnisse Dillen w\u00e4hrend seines Impulses noch einmal kurz zusammenfasste. Verschiedene Aspekte der Umfrage, die f\u00fcr digitale Editionen wesentlich sind, reflektierte Dillen im Zusammenhang mit den heute etablierten FAIR-Prinzipien: So habe die Dissemination\/ Verbreitung einen Bezug zu Findability; Open Access, und Fragen der Lizenzierung st\u00fcnden in Bezug zu Reusability; der Zugang zu Code in Bezug zu Interoperability; der Web Access und die Nutzbarkeit von und f\u00fcr menschliche Nutzenden habe Bezug zu Reusability. Die sozialen Aspekte editionswissenschaftlicher Arbeit in Form von Inklusivit\u00e4t und Diversit\u00e4t k\u00f6nnten an keines der FAIR-Prinzipien angebunden werden. Die Prinzipien beschreiben zwar einen Community Standard, bleiben dabei aber sehr eng auf den technischen Datenaspekt fokussiert. Dillen geht aber davon aus, dass mittels Anwendungen, die an dem Anspruch FAIRer Daten ausgerichtet sind, in Zukunft auch die sozialen Aspekte von Data Access n\u00e4her in den Mittelpunkt r\u00fccken. Web Access gehe n\u00e4mlich \u00fcber die in den FAIR-Prinzipien formulierten Kriterien hinaus, Accessibility lasse sich nicht auf eine einzelne Disziplin beziehen. Dillen bescheinigte der editionswissenschaftlichen Community an dieser Stelle noch ein eher mangelndes Bewusstsein. Und das scheint sich seit Ver\u00f6ffentlichung von \u201e<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.4000\/variants.1070\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Refining our Conceptions of ,Access\u2019 in Digital Scholarly Editing<\/a>\u201d nur unwesentlich ge\u00e4ndert zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Anschlie\u00dfend wurde \u00fcber das F\u00fcr und Wider eines erweiterten Verst\u00e4ndnisses von Accessibility diskutiert. Ein Vorteil an zus\u00e4tzlichen maschinenlesbaren Bildbeschreibungen, die im Bereich der Web Accessibility f\u00fcr Screenreader eine Rolle spielen, best\u00fcnde darin, dass im Falle einer teilweise defekten Infrastruktur die Texte weiterhin lesbar w\u00e4ren, auch wenn das Bild selbst nicht (mehr) angezeigt werden k\u00f6nnte. Ein immer noch verbreiteter Standpunkt ist, dass man, obwohl ein Bewusstsein f\u00fcr verschiedene Zielgruppen bzw. Nutzer:innentypen vorhanden ist (wie es sich auch in verschiedenen Ausgabetypen bereits niedergeschlagen hat), nicht allen gerecht werden m\u00fcsse. Die damit verbundenen Vorbehalte gr\u00fcnden vor allem auf der Furcht bzw. Annahme von Mehraufw\u00e4nden. In diesem Zusammenhang wurde auf die rechtlichen Aspekte und das inzwischen verabschiedete Barrierefreiheitsst\u00e4rkungsgesetz<sup><a href=\"#footnote_2_10982\" id=\"identifier_2_10982\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Das Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales bietet weiterf&uuml;hrende Informationen zum Barrierefreiheitsst&auml;rkungsgesetz; siehe auch European Accessibility Act, wie er auf eye-able.com erl&auml;utert wird.\">2<\/a><\/sup> verwiesen. Die editionswissenschaftliche Community wird also nicht vermeiden k\u00f6nnen, sich im Zusammenhang mit der Aufbereitung und Pr\u00e4sentation ihrer Editionsdaten auch mit konkreten Ma\u00dfnahmen zur Realisierung von Barrierefreiheit auseinanderzusetzen. Vor diesem Hintergrund stellte Wout Dillen die Frage, ob nicht ein Arbeitspaket Accessibility prinzipiell Bestandteil der editionswissenschaftlichen Projektplanung sein sollte, um unter anderem Web-Accessibility-Richtlinien fr\u00fchzeitig ber\u00fccksichtigen zu k\u00f6nnen. Inzwischen gibt es Werkzeuge, die w\u00e4hrend der Projektlaufzeit einen wiederholten Accessibility Check erlauben w\u00fcrden. Das Teilen von XSLT-Transkripten wurde als M\u00f6glichkeit in den Raum gestellt, weil dadurch Transformationen verbessert werden k\u00f6nnten. Die Bereitstellung qualitativer Metadaten ist ein erster Schritt zur Verbesserung der Zug\u00e4nglichkeit. Es b\u00f6te sich au\u00dferdem an, schon fr\u00fchzeitig mit Bibliotheken oder Datenzentren in den Austausch zu treten, gerade weil diese Expertise und Infrastruktur besitzen. Aber ein erster Schritt, um Access zu verbessern, sind qualitative Metadaten. Eine andere M\u00f6glichkeit, sich dem Problem zu n\u00e4hern, so Dillen, k\u00f6nnte eine umgekehrte Betrachtung sein, sodass wir stattdessen fragten, warum Editionen nicht accessible sind oder zu sein scheinen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u201eI\u201d wie Interoperability \u2013 oder: weniger ist mehr<\/h2>\n\n\n\n<p>Impulse zum Thema \u201cI\u201d wie Interoperability brachten Stefan Dumont (<a href=\"https:\/\/www.bbaw.de\/\">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften<\/a>) mit \u201cCMIF &amp; <a href=\"https:\/\/correspsearch.net\/de\/start.html\">correspSearch<\/a> \u2013 Lessons Learned\u201d sowie Dieta Svoboda-Baas (<a href=\"https:\/\/www.hadw-bw.de\/\">Heidelberger Akademie der Wissenschaften<\/a>) mit \u201cedition2LD \u2013 Modellierung von Texteditionen als Linked Data\u201d ein. Zu den Besonderheiten des Projektes von Svoboda-Baas z\u00e4hlt, dass hier mit \u201chei\u00dfen\u201d , also ver\u00e4nderlichen Daten (\u201chot data\u201d) aus dem Textkorpus \u201cReligions- und rechtsgeschichtliche Quellen des vormodernen Nepal\u201d gearbeitet wird. In ihrem 2023 abgeschlossenen Text+-Kooperationsprojekt <a href=\"https:\/\/www.hadw-bw.de\/forschungweitere-projekte\/modellierung-von-texteditionen-als-linked-data-edition2ld\">edition2LD<\/a>, f\u00fcr das sie gemeinsam mit Sabine Tittel verantwortlich zeichnete, wurde zudem unabh\u00e4ngig von der Arbeit am Textkorpus selbst operiert.<sup><a href=\"#footnote_3_10982\" id=\"identifier_3_10982\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Dieta Svoboda-Baas\/Sabine Tittel: Text+Plus, #04: Modellierung von Texteditionen als Linked Data (edition2LD), in: Text+ Blog, 18.12.2023, DOI: 10.58079\/vfb4.\">3<\/a><\/sup> Dadurch ergebe sich, so die Hoffnung, auch eine gewisse \u00dcbertragbarkeit auf andere Vorhaben. Die Editionen des Korpus liegen in TEI\/XML-Daten vor. Aufgrund der Ver\u00e4nderlichkeit dieser zugrunde gelegten Daten wurde ein m\u00f6glichst hoher Grad an Automatisierung angestrebt. Modelliert wurden die Texte der nepalesischen Editionen, der englischen \u00dcbersetzung sowie Personen- und Ortsnamen, Fachtermini und Metadaten. Erstellt wurden um Verweise auf verschiedene Normdatenrepositorien angereicherte JSON-Dateien.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Der nun fast schon zehn Jahre existierende Webservice correspSearch, den Stefan Dumont vorstellte, aggregiert Korrespondenzmetadaten aus digitalen und gedruckten (Brief-)Editionen. Basis daf\u00fcr ist das Correspondence Metadata Interchange Format (CMIF), das im Rahmen der TEI Correspondence SIG entwickelt wurde. Zur Identifizierung von Personen und Orten setzen Format und Webservice in hohem Ma\u00dfe auf Normdateien. Dumont betonte, dass Interoperabilit\u00e4t nicht nur ein technisches, sondern auch ein soziales Ph\u00e4nomen sei. CorrespSearch sei nach dem Motto \u201eKeep it simple\u201d leichtgewichtig angelegt worden. Aktuell sind 238.000 Briefe aus 400 Publikationen und von 70 Lieferant:innen durchsuchbar. Je weniger Metadaten erforderlich seien, umso mehr Lieferant:innen f\u00e4nden sich, so Dumont. Es sei kein API notwendig, die Lieferung statischer Dateien reiche aus. Eine Datenkuratierung und -harmonisierung f\u00e4nde dabei im Unterschied zu anderen Projekten wie <a href=\"https:\/\/coco.rahtiapp.fi\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Constellation of Correspondences<\/a> nicht gesondert, sondern durch die Lieferant:innen selbst statt. Die Motivation beim \u201cCommunity Building\u201d steige durch eine schnelle Daten\u00fcbernahme, ein sichtbares Ergebnis und eine bessere Durchsuchbarkeit der eigenen Daten.<\/p>\n\n\n\n<p>In beiden Referaten und in den Diskussionen zeigte sich, dass die praktische Umsetzung von Interoperabilit\u00e4t nicht nur eine informatische Seite hat. Da Interoperabilit\u00e4t, so wie sie in den FAIR-Prinzipien beschrieben wird, einen engen Bezug zu Standardisierungsprozessen von Daten und Metadaten hat und diese Standardisierungen immer auch gesellschaftliche Aushandlungen sind, ber\u00fchrt ihre Umsetzung in die Praxis an vielen Punkten auch soziale Aspekte. Dabei kann Vereinfachung ein Schritt sein, m\u00f6glichst vielen Forschenden, deren Aufmerksamkeit zun\u00e4chst an den fachspezifischen Gegenst\u00e4nden der Edition und den Herausforderung der digitalen Editorik haftet, die praktische Umsetzung zu erleichtern und ihre Daten und Metadaten interoperabel anzubieten und tats\u00e4chlich zu verkn\u00fcpfen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u201eR\u201d wie Reusability \u2013 Vom Dokumentieren und Lizenzieren<\/h2>\n\n\n\n<p>Bei der vierten und letzten Veranstaltung des FAIR February 2024 sprach Carolin Odebrecht (<a href=\"https:\/\/fakultaeten.hu-berlin.de\/de\/sprachlit\">HU Berlin<\/a>) \u00fcber \u201eR wie Dokumentation. Wie wir Dokumentation als eine Bedingung f\u00fcr die Reusability von Forschungsdaten umsetzen k\u00f6nnen\u201c. Anhand des Forschungsprojekts \u201e<a href=\"https:\/\/www.distant-reading.net\/eltec\/\">European Literary Text Collection (ELTeC)<\/a>\u201c stellte sie eine aus ihrer Sicht gute Praxis f\u00fcr die Dokumentation vor. Sie empfahl, Dokumentieren als Methode in die Forschungspraxis zu integrieren, wobei zu beachten sei, dass sich die Dokumentation w\u00e4hrend des Projekts von derjenigen f\u00fcr Nachnutzende unterscheiden sollte. Aus der Projekterfahrung berichtete die Referentin \u00fcber die Bedeutung von Metadaten f\u00fcr die Nachnutzung \u2013 in den ELTeC-Korpus konnten nur Werke aufgenommen werden, die in Bibliothekskatalogen ausreichend erschlossen waren. Die sich dadurch ergebenden L\u00fccken im Korpus wurden entsprechend dokumentiert.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>In der anschlie\u00dfenden Diskussion wurden verschiedene Aspekte aus dem Vortrag aufgegriffen. Dabei stellt sich zur Anforderung, die Nachnutzbarkeit der Daten \u201efor as long as they retain value&#8221;<sup><a href=\"#footnote_4_10982\" id=\"identifier_4_10982\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Glossary des Digital Curation Centre, Eintrag Research Data Management.\">4<\/a><\/sup> zu erm\u00f6glichen, die Frage, woran sich dieser zuk\u00fcnftige Wert denn bemessen lasse. F\u00fcr Carolin Odebrecht ist es in diesem Kontext wichtig, die Zweckbezogenheit der Dokumentation zu beachten. Zum Dokumentieren empfahl Carolin Odebrecht, so wenig Tools wie m\u00f6glich einzusetzen und wo es sich anbiete, diejenigen zu nutzen, die man bereits f\u00fcr die eigentliche Forschung verwende. Ein DMP (Data Management Plan) ersetze zwar keine Dokumentation, k\u00f6nne aber als wertvolles Monitoringtool im Projektmanagement eingesetzt werden. Grunds\u00e4tzlich sei es besser, zu Beginn ein klares Konzept auszuarbeiten, auch wenn sich dies im Laufe des Projektes \u00e4ndert, da es immer einfacher ist, Bestehendes umzuschreiben, als ganz ohne Orientierung unterwegs zu sein.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Walter Scholger (<a href=\"https:\/\/informationsmodellierung.uni-graz.at\/de\/\">ZIM Graz<\/a>) nahm im zweiten Impuls den spezifischen Aspekt der \u201eNachnutzung von digitalen Editionen auf Basis offener Lizenzen\u201c in den Blick. Er hinterfragte, welche Elemente einer Edition unter das Urheberrecht fallen und somit lizenziert werden k\u00f6nnen \u2013 sind z. B. Metadaten \u201aeigent\u00fcmlich\u2018<sup><a href=\"#footnote_5_10982\" id=\"identifier_5_10982\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Ausdruck im &ouml;sterreichischen Urheberrecht f&uuml;r die Bedingung f&uuml;r einen Werkcharakter.\">5<\/a><\/sup> genug? Dazu wies Walter Scholger daraufhin, dass in Deutschland und \u00d6sterreich der Einsatz des CC0-Bausteins<sup><a href=\"#footnote_6_10982\" id=\"identifier_6_10982\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Mit diesem Baustein verzichtet der Lizenzgeber laut Definition von Creative Commons f&uuml;r CC0 &ldquo;weltweit auf alle urheberrechtlichen und verwandten Schutzrechte [...], soweit das gesetzlich m&ouml;glich ist&rdquo;.\">6<\/a><\/sup> eigentlich nicht m\u00f6glich sei, da hier nicht vollst\u00e4ndig auf das eigene Urheberrecht verzichtet werden k\u00f6nne. Auch hinterfragte er die Sinnhaftigkeit des Einsatzes von NC-\/ND-Bausteinen<sup><a href=\"#footnote_7_10982\" id=\"identifier_7_10982\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"&bdquo;NC: Only noncommercial uses of the work are permitted.&rdquo;, &bdquo;ND: No derivatives or adaptations of the work are permitted.&rdquo;, Definition von Creative Commons f&uuml;r NC und ND.\">7<\/a><\/sup>, da in den eben benannten L\u00e4ndern die Wissenschaftsschranken des jeweiligen Urheberrechts genau jene Nutzungen so oder so erlaubten. Abschlie\u00dfend wies er auf die Problematik hin, die sich in der Nachnutzung ergebe, wenn Inhalte verschiedener Provenienzen, und somit mit verschiedenen Lizenzierungen, zusammengef\u00fchrt w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Diskussion wurde hierzu erg\u00e4nzt, dass divergierende Rechtslagen auch ein Problem bei l\u00e4nder\u00fcbergreifender Datennutzung darstellen. Im Kleinen k\u00f6nnen sich auch Unsicherheiten ergeben, wenn die verschiedenen Schichten und Bereitstellungsformen einer Edition unterschiedlich lizenziert sind. Es wurde zudem angesprochen, dass ND- und NC-Lizenzen die Nachnutzung erschweren, da sie zum einen keine Weiterverarbeitung erlauben, zum anderen es zu Unsicherheiten kommen k\u00f6nne, wenn die Forschungsf\u00f6rderung aus kommerziellen T\u00f6pfen k\u00e4me. Abschlie\u00dfend wurde noch ein Blick darauf geworfen, wie sich der zunehmende Einsatz von KI-Methoden auf Urheberrecht und Lizenzierung auswirken werde.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Res\u00fcmee \/ Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p>Nach wie vor besteht gro\u00dfer Bedarf, die FAIR-Prinzipien f\u00fcr die Anwendung auf Digitale Editionen auszudeuten bzw. mit konkret umsetzbaren Ma\u00dfnahmen zu erg\u00e4nzen. Wie bereits im letzten Jahr wurde auch bei diesem FAIR February die Tendenz deutlich, die FAIR- Prinzipien weit \u00fcber die technischen Aspekte hinaus zu interpretieren und weitere (auch soziale) Aspekte mitzudenken.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem wurde offensichtlich, dass die Interpretation und Umsetzung der FAIR-Prinzipien ein stetiger Prozess bleiben wird und die gefundenen Orientierungspunkte stets neuen und sich ver\u00e4ndernden Gegebenheiten angepasst werden m\u00fcssen. Als aktuelles Beispiel w\u00e4re hier der Einsatz K\u00fcnstlicher Intelligenz und deren Einfluss auf rechtliche Fragestellungen zu nennen.&nbsp;<\/p>\n<ol class=\"footnotes\"><li id=\"footnote_1_10982\" class=\"footnote\">Die Ergebnisse der \u00fcber f\u00fcnf Monate laufenden Umfrage \u2013 109 Profile der 219 eingegangenen Antworten waren vollst\u00e4ndig ausgef\u00fcllt \u2013 wurden in dem Beitrag \u201eRefining our Conceptions of ,Access\u2019 in Digital Scholarly Editing: Reflections on a Qualitative Survey on Inclusive Design and Dissemination\u201d von Merisa Martinez, Wout Dillen, Elli Bleeker, Anna-Maria Sichani und Aodh\u00e1n Kelly ausgewertet. Vgl. Variants 14, 2019. DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.4000\/variants.1070\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">10.4000\/variants.1070<\/a><span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_1_10982\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_2_10982\" class=\"footnote\">Das Bundesministerium f\u00fcr Arbeit und Soziales bietet <a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/DE\/Service\/Gesetze-und-Gesetzesvorhaben\/barrierefreiheitsstaerkungsgesetz.html\">weiterf\u00fchrende Informationen zum Barrierefreiheitsst\u00e4rkungsgesetz<\/a>; siehe auch European Accessibility Act, wie er auf <a href=\"https:\/\/eye-able.com\/european-accessibility-act\/?gad_source=1&amp;gclid=Cj0KCQjwiYOxBhC5ARIsAIvdH53XPSf5F6M2UbS6CSCyt-8PcPywvarl43s1ZhlnH6VpRTW8cQAfGp4aAuKnEALw_wcB\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">eye-able.com<\/a> erl\u00e4utert wird.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_2_10982\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_3_10982\" class=\"footnote\">Dieta Svoboda-Baas\/Sabine Tittel: Text+Plus, #04: Modellierung von Texteditionen als Linked Data (edition2LD), in: Text+ Blog, 18.12.2023, DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.58079\/vfb4\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">10.58079\/vfb4<\/a>.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_3_10982\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_4_10982\" class=\"footnote\">Glossary des Digital Curation Centre, Eintrag <a href=\"https:\/\/www.dcc.ac.uk\/about\/digital-curation\/glossary#R\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Research Data Management<\/a>.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_4_10982\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_5_10982\" class=\"footnote\">Ausdruck im \u00f6sterreichischen Urheberrecht f\u00fcr die Bedingung f\u00fcr einen Werkcharakter.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_5_10982\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_6_10982\" class=\"footnote\">Mit diesem Baustein verzichtet der Lizenzgeber laut <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/publicdomain\/zero\/1.0\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Definition von Creative Commons f\u00fcr CC0<\/a> \u201cweltweit auf alle urheberrechtlichen und verwandten Schutzrechte [&#8230;], soweit das gesetzlich m\u00f6glich ist\u201d.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_6_10982\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_7_10982\" class=\"footnote\">\u201eNC: Only noncommercial uses of the work are permitted.\u201d, \u201eND: No derivatives or adaptations of the work are permitted.\u201d, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/share-your-work\/cclicenses\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Definition von Creative Commons f\u00fcr NC und ND<\/a>.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_7_10982\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im FAIR February 2024 widmete sich die Task Area Editions von Text+ bereits zum zweiten Mal in einer virtuellen Veranstaltung w\u00f6chentlich den vier FAIR-Prinzipien Findability, Accessibility, Interoperability und Reusability.<\/p>\n","protected":false},"author":49533,"featured_media":5864,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_license":"","publish_to_discourse":"","publish_post_category":"","wpdc_auto_publish_overridden":"","wpdc_topic_tags":"","wpdc_pin_topic":"","wpdc_pin_until":"","discourse_post_id":"","discourse_permalink":"","wpdc_publishing_response":"","wpdc_publishing_error":"","footnotes":""},"categories":[306,10,714,1202,505,945],"tags":[926,134,1213,249,404,925,930,1215,931,1208],"ppma_author":[1813],"class_list":["post-10982","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-daniela-schulz","category-editionen","category-harald-lordick","category-karoline-lemke","category-lukas-weimer","category-sandra-konig","tag-accessibility","tag-community","tag-documentation","tag-fair","tag-fair-february","tag-findability","tag-interoperability","tag-licenses","tag-reusability","tag-web-accessibility"],"authors":[{"term_id":1813,"user_id":49533,"is_guest":0,"slug":"textplusmitglied","display_name":"Text+ Mitglied","avatar_url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/23eb61e4f9c16bebe47ac6acfe443efe852d6bdbfa4c63607ace26ace53ce9b8?s=96&d=blank&r=g","1":"","2":"","3":"","4":"","5":"","6":"","7":"","8":""}],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10982","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/users\/49533"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10982"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10982\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11047,"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10982\/revisions\/11047"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5864"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10982"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10982"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10982"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/textplus.hypotheses.org\/wp-json\/wp\/v2\/ppma_author?post=10982"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}