Shallah und Lallah die wundersamen Zwillinge

Es ranken sich viele Legenden um die beiden gutaussehenden blonden Zwillinge. Kurtisanen an Adelshöfen, meisterliche Diebinnen und noch bessere Mörderinnen. Spione der Hexenkönigin Methyn Sarr, Töchter der letzten Zauberkönige usw.

Ihren ersten Auftritt hatten die beiden als Tänzerinnen und Kurtisanen im The Haze in Malakut.

 

Von Labyrinth Lord zu Barbarians of Lemuria

Irgendwann 2010 hatte ich wieder Lust auf Oldschool Fantasy. Dafür habe ich Labyrinth Lord verwendet und auch ein halbes Jahr oder so geleitet. Danach musste ich feststellen das ich mit Oldschool wohl doch mehr gute Erinnerungen als interessante Spielerlebnisse verband.

Der Blog verschwand in der Versenkung und kehrte auch nie mehr zurück. 2012 überkam mich die Idee mich wieder näher mit Barbarians of Lemuria zu befassen und ein neuer Blog ward schnell aufgesetzt. Dieser hielt sogar nur ein paar Wochen durch, bevor er das zeitliche segnete.

Jetzt wo ich daran bin, mit 2 Spielern eine neue BoL Runde zu beginnen, soll es auch wieder einen Blog geben, der von den Erlebnissen dieser Helden berichtet. Und natürlich von meinen Erfahrungen mit Sword & Sorcery allgemein.

Die Labyrinth Lord Einträge werde ich aber als schöne Erinnerung weiterhin auf dem Blog bestehen lassen.

Da sie so überhaupt nicht in dieses Blog passen, habe ich sie nun doch komplett entfernt.

Das Gewürm der Erde

Die folgende Idee hab ich aus einer alten Fantasy Trilogie von Robert E. Howard. Ich hab die Hexe und die Legion schon mehrfach in AD&D und Midgard benutzt. Mal sehen wann sie ihre Auferstehung bei Labyrinth Lord Barbarians of Lemuria feiert. Im Prinzip geht es um Schlangenmenschen die in Kaledonien ihr Unwesen zur Zeit der Pikten trieben. Howard hat sich bei der Beschreibung der Schlangenmenschen sehr von Lovecraft inspirieren lassen, darum mochte ich auch die Trilogie so gern. Ein Freund hat zu D&D Zeiten aus den drei Geschichten sogar ein Abenteuer geschrieben. Leider sind die Unterlagen im Laufe der Zeit verloren gegangen, nachfolgende Textfragmente sind das letzte was noch daran erinnert.

Das Gewürm der Erde

  • eine ärmliche Hütte aus Zweigen und Schlamm inmitten von Röhricht und Schilf dient der Werfrau vom Moor – Atla als Unterkunft
  • Die Frau ist nicht alt, dennoch zeigt sich das düstere Wissen von Jahrhunderten in ihren Augen; ihre Kleider sind zerlumpt und bedecken kaum ihre Blöße; wirre schwarze Locken verleihen ihr einen Ausdruck von Wildheit, der in vollkommenem Einklang mit ihrer trostlosen Umgebung steht. Die Hexe von Dagonmoor.
  • Hinter ihren roten Lippen sind die Zähne scharf und spitz, schlangengleiche Bewegungen, spitz zulaufende Ohren, gelbe, schrägstehende Augen.
  • Nur Atla kennt den Weg zum Eingang in die Hölle.
  • Die Hütte besitzt  ein grasgepolstertes Lager und einen armseligen Herd über einem offenem Feuer.
  • Alta verlangt eine Liebesnacht von dem den sie zum Tor führen soll. „Ja das Gewürm der Erde wohnt noch immer unter den schlafenden Hügeln. Sie haben sich zurückgezogen, weiter und weiter aus der Welt die Du (Ihr) kenn(st). Geh zu dem Hügel den die Menschen Dagons Grab nennen. Entferne(t) den Stein, der den Eingang verschließt , und tritt unter die Wölbung der Grabkammer. Der Boden der Kammer ist aus sieben großen Steinen zusammengesetzt, sechs davon sind um den siebten angeordnet. Hebe(t) den mittleren Stein auf – und Du (Ihr) wirst (werdet) sehen !
  • „Dagons Grab ist die Tür zum Schwarzen Stein, wenn Du (Ihr) es wagst den Weg zu beschreiten.“
  • „Wenn Du  (Ihr) jemandem auf dem Weg begegnet, wirst (werdet) Du (Ihr) sterben, wie seit langen Jahrhunderten kein Mensch mehr gestorben ist. Der Stein ist nicht bewacht, wie die Menschen ihre Schätze bewachen. Warum sollten sie bewachen, was kein Mensch je gesucht hat? Vielleicht werden sie in der Nähe sein, vielleicht nicht?
  • Einst waren sie fast wie Menschen, bevor sie von ihnen zurückgetrieben wurden. Sie verbreiteten sich über das Land und kannten die Sonne. Heute wissen sie nichts mehr von der Sonne und scheuen das Licht des Mondes. Selbst den Sternenschein hassen sie. Weit weit haben sie sich zurückgezogen, jene die sich mit der Zeit vielleicht zu Menschen entwickelt hätten können.
  • In der Nähe von Dagons Grab befindet sich ein Teich, von dichtem Schilf umgeben, genannt Dagons See.
  • Dagons Grab: Ein runder Hügel, der mit eigenartig moosigem Gras überwachsen ist. Ei n düsterer Kreis schmaler, aufrecht in den Boden gesetzter Steine, mit einem grob behauenen Steinaltar in der Mitte. An der Ostseite des Hügels befindet sich der Eingang eines großen Steintunnels, der zu der eigentlichen Grabkammer führt. Er wird von einem großen Stein versperrt. Der Gang ist zu niedrig um aufrecht darin gehen zu können, lang, schmal und aus schweren Steinen zusammengesetzt. Nach wenigen Metern (20m) erreicht man eine runde, niedrige Kammer mit einer kuppelähnlichen Wölbung. Der Boden besteht aus einem regelmäßigen Muster von sechs sorgfältig behauenen Platten, die einen sechseckigen siebenten Stein umschließen. Unter dem siebentem Stein gähnt ein dunkler Schacht, mit schmalen ausgetretenen Stufen, die in der Tiefe verschwinden. Die Stufen, welche aus hartem Fels herausgehauen und doch stark abgetreten sind, erweisen sich für menschliche Füße als zu klein. „Was für Geschöpfe fragt(st) Du (Ihr) dich (euch), waren in diesem Schacht hinauf- und hinabgeglitten und seit wievielen Jahrhunderten?“
  • Der Gang abwärts wird immer enger und am Schluß müssen alle mit einer Größe von –1 oder größer sich hinlegen um durchzurutschen. Nach ca. 10-15 min durchdringt vor dir (euch) ein schwaches Leuchten, wie von einem Hexenfeuer, die abgrundtiefe Dunkelheit. Ein paar Minuten später erreich(t)(en) der (die) Kriecher schließlich eine gewaltige Höhle, in der man aufrecht stehen kann. Die Decke dieser unterirdischen Grotte ist nicht zu erkennen, aber dennoch erhält man einen Eindruck ungeheurer Größe. „Die Finsternis bedrängt dich (euch) von allen Seiten, und hinter dir (euch) kannst (könnt) du (ihr) die Schachtöffnung sehen, aus der du (ihr) gerade gekommen bist (seid) – ein schwaches Loch in der Dunkelheit.  Aber vor dir (euch) leuchtet eine merkwürdige, grimmige Helligkeit über einem grausigen Altar aus  Totenschädeln.
  • Die Quelle der Helligkeit ist nicht auszumachen, aber auf dem Altar liegt ein düsterer, nachtschwarzer Gegenstand – der Schwarze Stein! (hierbei handelt es sich um den gesuchten Stein). Zu deinem (eurem) Glück sind die Hüter des grausigen Heiligtums nirgends zu entdecken.
  • „Wenn ein Mann einer Gefahr den Rücken zuwendet, schließt sich der kalte Griff des Entsetzens fester um sein Herz, als wenn er ihr entgegengeht.“ (König der Pikten S. 134)

Weitere Informationen:

Legio IX Hispana auch genannt Legio Infernalis oder Neunte Legion

Legat Claudius Nero

Schlacht fand in Baal-Dor statt

Ssrhythssaa- Schlangenpriester

Ha und gerade bei Amazon fündig geworden: http://www.amazon.de/Saga-Bran-Morn-König-Pikten/dp/B0034C61TA

Ein Spiegelbild für den Winter meiner Seele

im  Original Reflections for the Winter of My Soul ist eine Hommage an Karl Edward Wagner und seinen Helden Kane. Einer der Fantasy Romane die mich am meisten beindruckt haben, war eben jene Interpretation des biblischen Brudermörders Kain.

Ich kann mich noch erinnern das ich den Roman am Grabbeltisch bei Karstadt bekommen habe. 1,50 DM musste ich damals dafür zahlen. Danach habe ich mitbekommen das viele von Wagners Geschichten bei Heyne auf deutsch erschienen waren. Später dann kamen sie in 2 Sammelbänden auf den deutschen Markt. Leider auch nicht ganz vollständig aber für mich als Fantasy Fan der damaligen Zeit eine Offenbarung.

Jahre später hab ich mich von der Fantasy Literatur abgewendet, ich habe dies als kindische Lektüre betrachtet, war erwachsen geworden. Horror und Thriller waren die Genres der Wahl. Dabei habe ich nicht mitbekommen das auch die Fantasy erwachsen geworden ist.

Jetzt, knapp 30 Jahre später kehre ich wieder zu den Wurzeln des Rollenspiels zurück. Mit Labyrinth Lord will ich mich wieder an die schöne Zeit erinnern für die ich all die Jahre nur folgenden Spruch übrig hatte: It almost seems like the old spirit of the night, from my childhood has gone missing.

Die Kindheit ist ein Ort wo niemand stirbt,
Das heisst, niemand wichtiges!
(Edna St. Vincent Millay)

Niemals, niemals erwachsen werden…

Warum werden wir erwachsen? Warum lassen wir unsere Kindheit hinter uns? Fragen, die wir uns oft stellen und auf die es doch keine Antworten zu geben scheint.

Als Kinder wollen wir so unbedingt erwachsen werden. Doch als Erwachsene sehnen wir uns nach der Unschuld und Phantasie der Jugend. Irgendwann werden wir unmerklich von unserer Jugend getrennt, und sie ist für immer verloren. Ständig versuchen wir, diese verlorene Unschuld wiederzufinden, suchen nach etwas, was wir lange hinter uns gelassen haben.

Wonach suchen wir? Nach der Wiedererlangung unserer Unschuld? Nach der Wiederentdeckung jener Wunder der Phantasie, die Kinder so leicht zugänglich sind? Was auch immer es ist, es ist fort. Ein so großer Teil unserer, der Erwachsenen, Zeit wird verschlungen vom täglichen Überleben, daß wir selten Zeit haben, unsere Vorstellungskraft schweifen zu lassen, unseren Phantasien nachzuhängen, wirklich frei zu sein. Vielleicht ist es das, was wir wirklich suchen, wenn wir unsere Kindheit wiedererlangen wollen – Freiheit.

Kinder sind von natur aus intuitiver, weniger zynisch und irgendwie reiner, freier. Viele verfügen sogar über eine ganz spezielle Weisheit, die bei weitem über ihre Erfahrung hinausgeht – und oft wären wir gut beraten, ihnen zuzuhören. Sie sind nicht wie wir an Vorerfahrungen und Voreingenommenheiten gebunden und somit frei, unbegrenzte Möglichkeiten zu erforschen.

Als Erwachsene träumen wir nicht mehr wie früher. Natürlich können wir Spaß an einem guten Fantasyroman haben und den neuesten Science-Fiction-Thriller spannend finden – aber wir glauben nicht mehr daran! Als Kinder glaubten wir, wir könnten fliegen wie Peter Pan. Wir konnten ganze Königreiche bauen, in denen wir die Könige und Königinnen waren. Wir hatten Freunde, die es nur in unserer Phantasie gab und mit denen zusammen wir exotische neue Reiche erforschen, phantastische neue Schätze heben und große Schlachten schlagen konnten – alles nur in der Phantasie, und doch sehr real.

Doch für Wechselbälger ist all dies sehr real – ohne Phantasie sind sie nichts. Für Wechselbälger bedeutet der Verlust der Phantasie den Tod. Die Geschichte ist ins Gespinst ihres innersten Wesens eingewoben – sie sind Teil der Geschichte, und die Geschichte ist Teil von ihnen. Ständig nagt an ihnen die Furcht vor dem Erwachsenwerden, und sie kämpfen darum, den Vorgang mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln zu verzögern. Doch paradoxerweise ist es oft diese schreckliche Furcht, die ihnen am meisten schadet. Sich fürchten lernen ist ein wichtiger Teil des Erwachsenwerdens. Nur ein paar wenige bewältigen dieses schwierige Aufgabe je wirklich.

Wir verbringen unsere Tage im Profanen. Das Leben des Wechselbalgs ist gewissermaßen ein Spiegelbild unseres eigenen. Nur selten läßt unsere Wachsamkeit nach, so daß wir in unsere Phantasien abgleiten können. Der Wechselbalg lebt in seiner Welt des Phantastischen, aus der er nur gelegentlich hervorkommt, um sich am Weltlichen zu reiben Wir träumen vom Unmöglichen. Wechselbälger leben das Unmögliche täglich.

Rollenspiel ist ein hervorragendes Mittel, um unsere Träume zu erforschen. Deshalb wird es von vielen Erwachsenen als lächerlich und als Zeitverschwendung abgetan. Dennoch ist die Phantasie für unser Leben ebenso wichtig wie für die Wechselbälger. Gebt nie die Suche nach den Wundern Eurer Kindheit auf. Ihr könnt sie sehen, wenn Ihr nur genau genug hinschaut. Alles ist möglich – wenn Ihr daran glaubt!

– Vorwort aus Wechselbalg: Der Traum

Die Helden meiner Kindheit, Fahrd & Der graue Mausling, Kane, Elric, Cugel, Bran Mak Morn, Raven, Jirel, Skafloc, Conan, Belgarion, Pug & Thomas und all die hundert andren deren Namen mir entfallen sind, ich freu mich auf ein Wiedersehen mit allen von ihnen. Das durchstreifen der Gassen von Lankhmar, Freistatt, Tiefwasser, Greyhawk, wie ich das vermisst habe.

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