Dienstagsgedudel: (205) ROSALÍA

Jaja, ich weiß, die heutige Künstlerin ist auch im Berghain unterwegs und dort – nein dafür – bekannt. Aber mit ihr kann ich auch gut eine alte Reihe hier im Dienstagsgedudel reanimieren. Nämlich Songs mit Essen im Titel. Wie zum Beispiel dieser hier. Crème Brûlée passt zwar wahrscheinlich nicht dazu, aber Chicken Teriyaki ist dennoch ziemlich lecker. Denkt auch…

ROSALÍA

Veröffentlicht unter Erde, und Ich | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Media Monday #770

Der erste Montag ohne die Singende (und Fotografierende) Lehrerin, die ja momentan (oder zumindest sehr bald) in Neuseeland weilt. Für sie dort alles neu. Für mich hier alles Alltag. Und zum Alltag gehört natürlich auch der montägliche Media Monday. Et voila!

1. Eine echte Überraschung – und zwar positiv – war für mich Project Hail Mary, der trotz Ryan Gosling wirklich gelungen ist! Okay, das ist etwas ungerecht, macht doch seine Performance und sein Zusammenspiel mit dem Alien Rocky ungemein Spaß. Die beste und erinnerungswürdigste Szene im Film gehört aber der werten Sandra Hüller, die mit ihrer überraschenden Gesangseinlage voll ins Schwarze trifft.

2. Dieser Satz hier ist als Fortsetzung zu den vorherigen Aussagen völlig ungeeignet.

3. Also so als filmische Umsetzung ist das neue Gore Verbinski Werk mit dem klangvollen Namen Good Luck, Have Fun, Don’t Die ein skurriles Durcheinander absurd-komischer Momente in wilden, wirren und irrealen Settings. Und macht gerade deshalb und aufgrund der ebenso verwirrten Darsteller extrem viel richtig. Unterhaltsam unorthodox. Verbinski Wins!

4. Jason Momoa macht schon einen großartigen Eindruck. Das muss an seiner Größe liegen…

5. Es wäre schon wünschenswert, dass man es schafft, Clown Trumpikus und seinen verrückten Flohzirkus in den US von A aus der Regierungsverantwortung zu entfernen. Aber das ist leider schwieriger als man denken mag. #nokings

6. Das Robbie Williams Biopic Better Man hätte echt mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt, denn trotz der zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftigen Umsetzung stellt sich dies schnell als wenig störend heraus. Für ein im Kern doch klassisch erzähltes Musiker Biopic gelingt es Regisseur Michael Gracey wunderbar die Balance zwischen passender musikalischer Einbindung und Herauspicken der relevanten Lebensabschnitte zu halten. Durchaus ein affiges Vergnügen.

7. Zuletzt habe ich, wie immer mit großer Verspätung, die Miniserie Adolescence angefangen und das war in Folge 1 schon mal ein vielversprechender Auftakt, weil der immer gern als erster Punkt hervorgehobene One Shot Stil der Serie zwar interessant, die erzählerische Grundprämisse selbst aber schon überzeugend genug ist, dass dieses Gimmick nur ein zusätzliches Plus darstellt. Bin gespannt, wie sich die Geschichte im weiteren Verlauf noch aufdröselt.

Veröffentlicht unter Erde, Mensch, und Ich | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , | 3 Kommentare

Kurz und knackig: Die Flimmerkiste Februar 2026

Filmfest

  • Lissy (1957)

Am Vorabend der nationalsozialistischen Machtergreifung versucht die Protagonistin und Titelfigur, ihre Menschlichkeit zu bewahren. In einer Welt, die sich zunehmend dem Faschismus zuwendet, verkörpert Lissy die humanistische Seele der Geschichte. Konrad Wolfs Werk beeindruckt vor allem durch seine visuelle Verspieltheit und die hervorragenden Darstellerleistungen.

  • Jadup und Boel (1988)

Einer der sogenannten „Kellerfilme“ der DEFA. Jadup und Boel erzählt davon, wie die Vergangenheit die Gegenwart einholt und alte Wunden wieder aufreißt. Persönliche Wunden ebenso wie gesellschaftliche. Der Film ist ein Produkt seiner Zeit und wurde sicherlich wegen einiger Dialoge zensiert. Die Schauspielerei ist manchmal etwas schwerfällig und die Handlung schlängelt sich dahin, aber dennoch bietet der Film einige denkwürdige Szenen.

  • Einer trage des anderen Last… (1988)

Der Film nimmt auf humorvolle Weise die ideologischen Unterschiede zwischen seinen beiden Protagonisten und den mehr oder weniger involvierten Menschen in ihrem Umfeld aufs Korn, taucht sie in ein kleines Drama, mischt zum Nachdenken anregende Feinheiten darunter und serviert dem Publikum diese Mischung. Kommunistischer Sozialismus und evangelikales Pathos liefern sich ein rhetorisches Duell, weshalb die emotionale Komponente etwas zu kurz kommt, was Einer trage des anderen Last… manchmal etwas steif wirken lässt.

  • The Falling (2024)

Was sich zu Anfang wie ein Teen Coming of Age Drama anfühlt, lässt zwischendrin suspekte und skurrile Elemente erkennen, um zum Finale hin noch einmal ganz andere Saiten aufzuziehen. Visuell und musikalisch durchaus atmosphärisch gefilmt, verliert The Falling bei der Geschichte an sich ein wenig den Fokus. Aber immerhin darf man hier das Schauspieldebüt von Florence Pugh bewundern, die bereits erkennen lässt, warum sie mittlerweile zu den interessantesten Akteur:innen ihrer Generation gehört.

  • Der Nachtmahr (2015)

Der Nachtmahr ist ein mythologisches Monster in Gestalt eines Kobolds, das Menschen nachts heimsucht und schwer auf ihren Seelen lastet. So funktioniert auch der gleichnamige Film, dessen Bilder nie verraten, ob es sich um einen Traum oder nur um ein traumatisches Ereignis in der realen (Film-)Welt handelt. Hut ab vor Carolyn Genzkow, die sich selbst und ihrer Protagonistin alles abverlangt – in lauten, dröhnenden Techno-Momenten ebenso wie in den stillen, verzweifelten, psychotischen Szenen. Der Nachtmahr ist ein Werk, das so anders und so besonders ist, dass es zweifellos die Meinungen der Zuschauer spalten wird.

  • Forever-Forever (2023)

Kiew, kurz nach dem Zerfall der Sowjetunion. Eine desillusionierte Jugend, der die Welt offen zu stehen scheint, die damit aber nicht so richtig etwas anfangen kann. Eine Protagonistin zwischen Beziehungschaos, Wunden der Vergangenheit und Träumen von der Zukunft. Anna Buriachkovas Werk ist schonungslos realistisch gefilmt und fängt die Tristesse der Hochhaussiedlung und das Verlorensein aller Figuren in fiebrigen Bildern ein. Und auch wenn der Film mit einem Funken der Hoffnung endet und zwischendrin lebenslustige Freude ausstrahlt, zieht sich der melancholische Grundton doch durch Forever-Forever. Ähnlich den Bahnen, die Tonia im Schwimmbecken zieht.

  • Sterben (2024)

In einigen Momenten ist der Film extrem sperrig, lässt uns wie von ganz weit entfernt auf die Szenerie blicken, ohne das, was zu sehen ist, zu verstehen. Sterben erzählt von einer dysfunktionalen Familie, deren vergangene Taten die Gegenwart prägen. Emotionale Wracks, jenseits der Norm agierende Aktionen, losgelöst von ’normalen‘ Lebensweisen – die Figuren suchen Halt in einem chaotischen Leben und gleichzeitig den Weg, der sie – wie auch immer definiert – glücklich macht. Was sie finden sind kurze Augenblicke der Freude und Erfüllung, aber wohl kein wirkliches Happyend.

  • Train Dreams (2025)

Ein leiser, bedächtiger Film über einen Mann, dessen Leben eine unerwartete, tragische Wendung nimmt, die ihn zeitlebens prägt. Train Dreams erzählt still, in sanften Bildern, ruhig und unaufgeregt von einem ganz gewöhnlichen Leben eines ganz gewöhnlichen Menschen. Das wird dem einen Zuschauer zu langweilig sein und den anderen zutiefst bewegen. Ich pendele irgendwo dazwischen.

Kinokunst

  • Prinzessin Mononoke (1997, im Rewatch)

Mein Lieblingsfilm von Ghibli! Ohne Frage! Warum? Weil einfach alles daran perfekt ist. Das Tempo, die Figuren, die (natürlich!) fantastische Geschichte und die großartige Musik. Für mich kann kein anderer Ghibli-Film mit diesem Meisterwerk mithalten, auch wenn ein oder zwei ihm ziemlich nahe kommen. Wahrscheinlich ist es der Wolf-Bonus, der mich von Prinzessin Mononoke überzeugt.

  • Marty Supreme (2025)

Was für ein wilder Ritt! Du kannst ihn eigentlich nur hassen, aufgrund der narzisstischen Art, durch diesen Film zu rennen, ohne Atempause, ohne Rücksicht auf Verluste, ohne eine irgendwie geartete wirkliche Empathie gegenüber alle Menschen um ihn herum. Und doch kannst du ihn nicht hassen, weil er im gleichen Augenblick so faszinierend ist, so straight forward, wie eine Dampfwalze, bei der die Bremse defekt ist ist. Marty Supreme – der Film und die Person – ist furios, manchmal kopflos und ständig unter Strom. Und nein, es ist definitiv kein Sportler-Biopic! Sondern sehr weit davon entfernt.

Serienspektakel

  • Scrubs (Staffel 1, Rewatch)

Ich bin wieder mittendrin im Sacred Heart Hospital und folge den Protagonist:innen durch die Flure und Gänge und an die Krankenhausbetten ihrer Patienten. Meist lachend, in kleinen, feinen Momenten tragisch mitfühlend. Scrubs funktioniert noch immer wunderbar als Comedyserie.

  • Angel (Staffel 1)

Du musst auch Angel schauen, wenn du bereits Buffy (siehe unten) konsumierst – haben sie gesagt. Mach ich. Und weil Angel durchaus ein interessanter Charakter ist (obwohl ich Spike noch mehr mag) funktioniert diese erste Staffel in der Stadt der Engel (Wie passend! Verrückt!) ganz gut.

  • Alien: Earth (Staffel 1)

Visuell suhlt sich Alien: Earth regelrecht im Stil des Originalwerks, erzählerisch lässt die Serie allerdings ein wenig Stringenz vermissen. Man kommt schwer rein und kommt irgendwie auch nie wirklich an. Aber immerhin offenbart (nicht nur) das Alien ein paar interessante Kill-Varianten. Ob das für mich reicht, um in die zweite Staffel reinzuschauen? Mal sehen…

  • Plur1bus (Staffel 1)

Interessante Idee! Plur1bus stellt im Kern die Frage nach der Individualität und Diversität jedes Einzelnen im Angesicht der Schwarmintelligenz der Masse. Und das eingebettet in ein nach Endzeit aussehendes Drama. Starkes Schauspiel aller Beteiligten. Bombiges Finale (sorry, Insider). Ich freue mich auf Staffel 2 und wo auch immer diese erzählerisch hinführen wird.

  • Daredevil (Staffel 2)

Der zweiten Staffel fehlt lange der große wahre Antagonist für unseren Helden, weshalb sich zum einen auf die Weiterentwicklung der Figuren konzentriert wird und zum anderen mit dem Punisher ein neuer zwielichtiger Akteur in Hells Kitchen erscheint. Daredevil ist atmosphärisch famos und erzählerisch dicht inszeniert. Da macht das Schauen durchaus weiterhin viel Freude.

  • Buffy The Vampire Slayer (Staffel 4)

Mittlerweile bin ich im Buffyverse angekommen und verfolge die Reise unserer Figuren bedächtig und manchmal auch belustigt. Das liegt interessanterweise aber immer noch mehr an den Sidekicks der Serie als an der Protagonistin selbst. Mindert den Spaß an Buffy The Vampire Slayer aber nicht im Geringsten.

  • Stranger Things (die finale Staffel 5)

Es wird doch extrem viel geredet und erklärt in dieser finalen Staffel des Serien-Phänomens Stranger Things. Und es braucht gefühlt zu lange, um das durchaus bombastische großer Endgegner-Match zu Gesicht zu bekommen. Es ist gut, dass die Serie nun abgeschlossen ist, denn erzählerisch war dann doch so langsam die Luft raus. Aber noch einmal alle Figuren bis zum Game Over zu begleiten, fühlte sich gut an.

Veröffentlicht unter Erde, Mensch, und Ich | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | 6 Kommentare

Media Monday #769

Der März schreitet schon wieder unaufhaltsam voran. Montag folgt auf Montag, weshalb wir wieder einem Montag in die Augen sehen. Und somit auch einem neuen Media Monday.

1. Ich würde hier gern mehr schreiben. Mach ich aber nicht!

2. Good Luck, Have Fun, Don‘t Die hat mich wirklich sehr gut unterhalten. Daher empfehle ich allen, diesen Film sofort im Kino anzuschauen. Zack Zack!

3. Es beeindruckt mich, dass manche Menschen immer Unmengen an Text für den Media Monday produzieren. Dafür habe ich nur selten genug Zeit, weshalb es hier zumeist eher kurz ausfällt.

4. Natalie Portman imponiert mir dadurch, dass sie in all ihrer Herrlichkeit existiert. Ein Glücksfall.

5. Es wäre eine Erleichterung, wenn beim Flug der Singenden Lehrerin am Mittwoch alles reibungslos verläuft und sie euch dann zeitnah mit, ohne Zweifel, vielen famosen Bildern aus Neuseeland versorgt.

6. Die Trumpsche Tumbheit beschäftigt mich leider viel zu oft, weil er es aber auch jeden Tag aufs Neue schafft, wirre Aussagen von sich zu geben. Oh! Ab jetzt darf ich bestimmt nicht mehr in die US von A einreisen. Blöd…

7. Zuletzt habe ich den Film Caught Stealing gesehen und das war ein überraschend anderes Darren Aronofsky Werk, weil es so geerdet und mainstreamig daherkommt. Actionreich und kurzweilig. Durchaus sehenswert.

Veröffentlicht unter Erde, Mensch, und Ich | Verschlagwortet mit , , , , , , | 3 Kommentare

Dienstagsgedudel: (204) R.E.M.

Gestern Abend im Kino den sehr unterhaltsamen neuen Film von Gore Verbinski namens Good Luck, Have Fun, Don’t Die geschaut. Und darin kommt an irgendeiner Stelle eine Version des alten Klassikers It’s the End of the World as we know it von

R.E.M.

vor. Den habe ich nun schon den ganzen Tag als Ohrwurm im Kopf. Gleich dann auch ihr. Your welcome!

Veröffentlicht unter Erde, und Ich | Verschlagwortet mit , , , , | 5 Kommentare