Gemeinsam für einen
funktio­nier­enden Staat. Überparteilich. Lösungsorientiert. Praxis­tauglich.

Deutsch­land steht vor gro­ßen Her­aus­for­derun­gen. Unser Staat wird die­sen Auf­gaben der­zeit nicht genü­gend gerecht. Wir glau­ben: Deutsch­land kann mehr. Wir wol­len aus zivil­gesell­schaft­licher Per­spek­tive dazu bei­tra­gen, Poli­tik und Ver­wal­tung hand­lungs­fähi­ger zu machen.

Über unsere Arbeit

Das Pro­blem

Wir leben in einer Zeit gro­ßer gemein­samer Her­aus­for­derun­gen – von der Kli­makrise über wach­sende soziale Ungleich­hei­ten, dem demo­gra­fischen Wan­del bis hin zu geo­poli­tischen Bedro­hun­gen.

In den Augen der Bür­ger:innen rei­chen die Ant­wor­ten unse­res Staa­tes der­zeit nicht aus, um diese Auf­gaben ange­mes­sen zu bewäl­tigen: Das Ver­trauen in den Staat und seine demo­kra­tischen Insti­tutio­nen sinkt. Die wahr­genom­menen Dys­funk­tio­nali­täten des Staa­tes grei­fen zudem einen Kern der Iden­tität Deutsch­lands als »Land der funk­tio­nie­ren­den Sys­teme« an.

Bund und Län­der reagie­ren auf die­ses Pro­blem mitt­ler­weile mit der Bün­delung von Staats­moder­nisie­rung und Digi­tali­sie­rung in einem eige­nen Minis­terium, mit Moder­nisie­rungs­agen­den und ers­ten Reform­pake­ten. Das ist grund­sätz­lich ein Fort­schritt.

Aller­dings feh­len die­ser Staats­reform bis­her gesell­schaft­liche Ziel­per­spek­tiven. Das tech­nokra­tische Leit­motiv des »Bü­rokra­tie­rück­baus« taugt nicht als gesell­schaft­liche Vision. Ein ein­sei­tiger Fokus auf »Abbau« birgt zudem die Gefahr, gesell­schaft­liche Errun­gen­schaf­ten aus dem Blick zu ver­lie­ren. Denn er pro­ble­mati­siert eben jene Büro­kra­tie, die das Rück­grat unse­res Rechts­staats ist.

Unsere Über­zeu­gung

Die ent­schei­dende Frage ist nicht, ob wir mehr oder weni­ger Büro­kra­tie brau­chen, son­dern wie Staat und Ver­wal­tung funk­tio­nie­ren soll­ten, um öffent­liche Auf­gaben anzu­gehen.

In die­sem Dis­kurs drin­gen Per­spek­tiven der Zivil­gesell­schaft bis­lang wenig durch. Dabei hat die Zivil­gesell­schaft ein ele­men­tares Inter­esse an einem hand­lungs­fähi­gen demo­kra­tischen Staat.

Nur ein hand­lungs­fähi­ger demo­kra­tischer Staat kann effek­tiv das Gemein­wohl för­dern, unsere Lebens­grund­lagen erhal­ten sowie die Frei­heit, Rechte und Sicher­heit des Ein­zel­nen schüt­zen. Um diese Hand­lungs­fähig­keit wie­der­zuer­lan­gen, braucht es Refor­men, die staat­liches Han­deln stär­ker an Wir­kungs­zie­len aus­rich­ten und Pro­zesse trans­paren­ter, resi­lien­ter und effi­zien­ter gestal­ten.

Unser Ansatz

Wir ent­wickeln gemein­sam mit Part­nern aus der Zivil­gesell­schaft Impulse für die Staats­reform. Wir schaf­fen Kanäle, um die­ses Wis­sen aus der Zivil­gesell­schaft in die Staats­moder­nisie­rungs­debatte ein­flie­ßen zu las­sen. Dazu brin­gen wir über­par­tei­lich Fach­leute aus Poli­tik, Ver­wal­tung, Zivil­gesell­schaft und Wis­sen­schaft zusam­men und kre­ieren so Orte mit der Kraft, Dinge zu ver­ändern. Wir set­zen auf einen ver­trau­ens­vol­len und kon­struk­tiven Aus­tausch, der es ermög­licht, kon­krete Lösungs­ansätze zu ent­wickeln und umzu­set­zen.

Dazu gehö­ren poli­tische Abende mit Ent­schei­dungs­trä­ger:innen, Policy Briefs zu den rele­van­ten Aspek­ten der Staats­reform sowie aktive Netz­werk­arbeit an der Schnitt­stelle von Zivil­gesell­schaft, Wis­sen­schaft sowie Poli­tik und Ver­wal­tung.

Initiatoren

Im Bünd­nis für Staat­sre­form set­zen sich Pro­ject­To­geth­er (Re:Form), NExT und Agora Digi­tale Trans­for­ma­tion für eine starke Demo­kra­tie und einen funk­tion­ieren­den Staat ein.

ProjectTogether ist eine gemeinnützige Organisation, die Gesellschaft, Politik und Wirtschaft ins gemeinsame Handeln bringt. Mit der Initiative Re:Form setzt sich ProjectTogether gemeinsam mit Verwaltungspionier:innen für einen zukunftsfähigen Staat ein. Im Mittelpunkt steht das Verständnis einer Politik, die sich an Wirkung orientiert, einer Verwaltung, die mit der Gesellschaft gestaltet, und einer Zusammenarbeit, die auf Vertrauen baut.

NExT ist das deutsche Verwaltungsnetzwerk für digitale Transformation, das Mitarbeitende aus Bund, Ländern und Kommunen zusammenbringt und Räume für Austausch und gemeinsames Lernen schafft. Als Netzwerk versteht sich NExT als Vermittler: Der Verein greift auf, was in der Verwaltung passiert, macht Erfahrungen sichtbar und bringt sie in politische Prozesse ein – nach einem klaren Prinzip: vernetzen, verstehen, verändern. Denn Verwaltungstransformation gelingt nur gemeinsam.

Die Agora Digitale Transformation ist ein unabhängiger Thinktank, der als gemeinnützige Organisation die Chancen der digitalen Transformation nutzt, um umsetzbare und wirksame Lösungen für eine digitale, gemeinwohlorientierte Modernisierung des Staates zu entwickeln. Sie arbeitet überparteilich, kollaborativ und evidenzbasiert und legt einen ausgeprägten Fokus auf Umsetzung und Wirksamkeit.

Publikationen

Unsere Policy Briefs behandeln ausgewählte Schw­er­punk­te der Staat­sre­form, die wir an unseren politischen Abenden diskutieren. Sie spiegeln die Sicht der jeweiligen Autor:innen wider.
Gesetz­gebungs-
reform
von Rojda Tosun

Wirk­same Gesetze ent­ste­hen durch einen inte­grier­ten Pro­zess. Statt iso­lier­ter Prüf­ver­fah­ren braucht es eine neue Logik, die Gestal­tung, Erpro­bung und Rück­kopp­lung ver­bin­det.

Deutsch­land-
Stack
von Thilak Mahendran

Noch ist der Deutsch­land‑Stack zu wenig prä­zisiert, um ein trag­fähi­ges Leit­bild der Ver­wal­tungs­moder­nisie­rung zu sein. Damit er Wir­kung ent­fal­tet, braucht es einen ver­bind­lichen Gover­nance-Rah­men und eine gemein­same Road­map von Bund und Län­dern.

Kontakt

Du hast Fra­gen, Anre­gun­gen oder möch­test mit uns zusam­me­nar­beit­en? Schreib uns, wir freuen uns auf deine Nach­richt!

Über uns

Das Bünd­nis für Staats­reform ist eine gemein­same Initia­tive von Pro­ject­Tog­ether (Re:Form), NExT und Agora Digi­tale Trans­for­mation. Das Team setzt sich aus Mit­arbei­ten­den der drei Orga­nisa­tio­nen zusam­men:

v.l.n.r.: Ste­fan Heu­mann (Geschäfts­füh­rer Agora Digi­tale Trans­for­mation), Rebecca Möbius (Advo­cacy Lead NExT), Ann Cath­rin Rie­del (Geschäfts­füh­rerin NExT), Hanna Boll­mann (Policy Advi­sor, Agora Digi­tale Trans­for­mation), Mar­kus Leick (Bünd­nis Lead, Re:Form/Pro­ject­Tog­ether), Elias Jos­wich (Werk­stu­dent NExT), Tiaji Sio (Mis­sion Lead Re:Form, Pro­ject­Tog­ether)

Ansprech­per­sonen für das Bünd­nis sind:

Markus Leick
Markus Leick
Lead
Hanna Bollmann
Hanna Bollmann
Koordinatorin
Rebecca Möbius
Rebecca Möbius
Koordinatorin