
loslassen geht nicht, ohne sich bewusst gemacht zu haben um was es eigentlich geht.
loslassen geht nicht, wenn ich nicht gefühlt habe, wie es mir geht.
loslassen geht nicht, wenn ich nicht betrauert habe um was es geht.
es ist eine irrige annahme, ein thema einfach loslassen zu können, ohne diese punkte abgearbeitet zu haben. es wäre ein fake-loslassen, eine willentliche entscheidung, dieses oder jenes nicht mehr zu denken oder zu fühlen. das klappt wenns gut läuft, eine zeit. aber es ist kein loslassen. es ist lediglich ein zur seite legen.
bewusstmachung alleine reicht nicht. da unsere schrägen zustände und ewigen muster immer mit gefühlen verbunden sind, bleibt es beim zur seite legen nur im kopf. da die muster aber vor dem verstandesalter entstanden sind, nämlich als kind, fühlend, ohne worte dazu zu haben, geht es nicht ohne die erfahrung der gefühle bei dem thema. und das ist es, was die allermeisten vermeiden und das ist es, was die allermeisten anspricht, wenn es heisst: „let it go!“ es erscheint einfach nur eine frage des willens.
gefühle wollen gespürt und durchlebt werden und oft ist trauer damit verbunden. zu betrauern was man erlebt und erfahren hat oder eben auch nicht erhalten hat ist der weg, der ein loslassen überhaupt erst möglich macht. ohne den prozess der betrauerung bleibe ich verhaftet in alten mustern und wiederhole und wiederhole ohne aussicht auf änderung.
wissen, fühlen und betrauern – erst diese kombi macht loslassen möglich.