
Hawaii Connection
Picasso Trigger | USA | 1988
IMDb, OFDb, Schnittberichte
Nach MALIBU EXPRESS (1985) und HARD TICKET TO HAWAII (1988) hatte sich Andy Sidaris als sichere Bank in Sachen Nonsens und nackter Tatsachen etabliert. Die beiden sowie zahlreiche folgende Filme sind lose als Triple B– respektive Bullets, Bombs, and Babes-Serie bekannt. Dona Speir (und mit Abstrichen Hope Marie Carlton) ist als DEA-Agentin Donna Hamilton das verbindende Elemente auf Seiten der Darstellenden – und wenn irgendeiner der Filme in der Wikipedia eine mehr als drei Zeilen umfassende Inhaltsangabe vorweisen kann, dann handelt es sich vermutlich um einen Zufall oder absichtliche Redundanz. Die leichtbekleideten Agentinnen kämpfen halt immer in hübscher Umgebung mithilfe hübscher männlicher Kollegen gegen finstere Gangster.
Um diese Grundkonzeption in HAWAII CONNECTION (für den diverse Aufnahmen aus HARD TICKET TO HAWAII wiederverwendet wurden) etwas aufzulockern, hat sich das Ehepaar Sidaris (Andy sorgt für Regie und Drehbuch, seine Gattin Arlene für die Produktion) dazu entschieden, die Gruppe an Kämpfern für das Gute zu vergrößern. Steve Bond ist als Travis dabei, Guich Koock spielt seinen Onkel L.G., während Roberta Vasquez als Pantera zumindest einige Zeit auf Seiten der Guten mitwirken darf. Dazu kommen noch drei, vier weiteren Damen und Herren, sodass eine Grundfeste von Sidaris‘ Filmen, dass jeder Figur auch eine Nacktszene bekommt, ziemlich viel Zeit in Anspruch nimmt. So kämpft sich der Film im Mittelteil, bevor das actionreiche Finale ansteht, also durch zahlreiche softe Körperkontaktszenen – auch eine Form von retardierendem Moment.
Am Ende gibt es dann die ebenfalls typischen Gadgets zu sehen, die für viel Knall und Bumm sorgen: Modellflugzeuge mit Sprengstoff, Modellautos mit Sprengstoff und Bumerangs mit (Achtung!) Sprengstoff. Geierzähler und Gewehr müssen dafür in einer Krücke versteckt werden (?), zu deren glaubwürdigem Einsatz dann auch noch ein völlig nutzloser Gips gehört (??). Da hatte Sidaris auch schon ausgeklügeltere Ideen.
Letztlich ist HAWAII CONNECTION sicherlich nicht der außerordentlichste Vertreter der Triple B-Filmchen: Etwas zu viel Nacktheit, dafür zu wenig Geballer und dumme Sprüche. Trotzdem liefert er saubere Sidaris-Unterhaltung, denn auch ihm gelingt es ab der ersten Sekunde diese ganz spezielle Stimmung zu schaffen, in der man in jedem Augenblick auf plötzliche Nacktheit, wahnwitziges Overacting oder grenzenlos dummes Gequatsche vorbereitet sein muss.








